Pilzblumen

Pilzblumen in Mecklenburg

Pilzblumen = verschiedene Gattungen - Phallus, Mutinus, Clathrus

Die Pilzblumen sind eine Unterklasse der Bauchpilze. Sie gliedern sich in Rutenpilze und Blumenpilze auf. In Mitteleuropa gibt es nur wenige Arten. Sie sollen vor allem in tropischen Regionen verbreitet sein. Zu Speisezwecken dürften sie wohl kaum in Betracht kommen und durch ihre stinkenden Sporenmassen locken sie Insekten an, die ihre Verbreitung übernehmen.

Scharlachrote Gitterkugel (Clathrus ruber). Dieser neophyt, der aus Ostasien stammen soll, hat sich wohl mit exotischen Pflanzen bei uns angesuedelt. Daher findet man ihn auch wohl nehezu ausschließlich in Parks, Gärten und Gewächshäusern.

Scharlachrote Gitterkugel (Clathrus ruber). Dieser neophyt, der aus Ostasien stammen soll, wurde mit exotischen Pflanzen bei uns eingeschleppt. Daher findet man ihn auch nahezu ausschließlich in Parks, Gärten und Gewächshäusern. Seit einigen Jahren wächst er in Gägelow bei Wismar in einem kleinen Privatgarten unter Bambus. Eigentlich soll der Pilz nicht Standortreu sein, hier ist er aber mit zunehmender Tendenz seit etwa 5 Jahren unter einer kleinen "Bambusinsel" zu beobachten. Er wächst nur im Humusbereich des Bambus. Seine Fruchtkörper entwickeln sich aus sogenannten "Hexeneiern". Fliegen sorgen für die Sporenverbreitung. An warmen Sommertagen zeigen sich die "erblühten" Gitterkugeln nur wenige Stunden, bevor sie wieder in sich zasammenfallen. Kein Speisepilz.

Tintenfischpilz (Clathrus archeri). Aus einem Hexenei strecken sich zunächst in etwas markaberen Art und weise die farbenprächtigen rötlichen Finger, das Receptaculum heraus. Das Gesamtgebilde erinnert schließlich tatsächlich an einen Tintenfisch. Sein widerlicher Geruch lockt Fliegen an, die die auf dem Receptaculum verteilen Sporen aufnehmen. Die Art stammt ursprünglich aus Australien und tauchte erstmals 1938 in Feutschland auf. Diese Pilze habe ich im September 2008 auf der Moosfläche unserer Pilzausstellung fotografiert. Nach und nach gingen alle Hexeneier auf. Die Pilze fanden wir in Schwerin, wo seit Jahren ein Massenvorkommen der Art in einem Laubwald beobachtet wird. Ungenießbar.

Tintenfischpilz (Clathrus archeri). Aus einem Hexenei strecken sich zunächst in etwas makaberer Art und weise die farbenprächtigen, rötlichen Finger, das Receptaculum, heraus. Das Gesamtgebilde erinnert schließlich tatsächlich an einen Tintenfisch. Sein widerlicher Geruch lockt Fliegen an, die die auf dem Receptaculum kleckerweise verteilte olivgrünliche Sporenmasse aufnehmen. Die Art stammt ursprünglich aus Australien und tauchte erstmals 1938 in Deutschland auf. Diese Pilze habe ich im September 2008 auf der Moosfläche unserer Pilzausstellung fotografiert. Nach und nach gingen alle Hexeneier auf. Die Pilze fanden wir in Schwerin, wo seit Jahren ein Massenvorkommen der Art in einem Laubwald beobachtet wird. Ungenießbar.