Speisepilze im Herbst
Speisepilze im Herbst
Zu dieser Jahreszeit gibt es mit Abstand die meisten Pilze. Der Pilzherbst beginnt Mitte August und im September hat das Pilzjahr in der Regel seinen Höhepunkt erreicht und die Vielzahl der Arten aus den meisten Gattungen ist manchmal kaum zu überschauen. Es wachsen fast alle Röhrlinge, Täublinge, Milchlinge, Schirmlinge, Schüpplinge, Champignons, Wulstlinge, Schleierlinge, Stockschwämme, Stäublinge und Boviste, Keulen und Korallenpilze u.s.w.. Nur Trockenheit kann nicht selten einen Strich durch die Rechnung machen. Dann kann auch der Hauptaspekt des Jahres oft sehr verkümmert sein oder erst später im Oktober bis in den November hinein stattfinden. Auch die Auswahl der Speisepilze ist jetzt am größten. Wer über eine solide Artenkenntniss verfügt, wird jetzt kaum ohne eine frische Pilzmahlzeit aus Wald und Flur heimkehren.

Der Herbst ist auch die Zeit des Kuhmauls oder Großer Schmierlings (Gomphidius glutinosus). Dieser sehr schleimige und von oben dem Butterpilz änliche Speisepilz mit Lamellenstruktur auf der Hutunterseite wächst truppweise ausschließlich unter Fichten. Tatsächlich steht dieser "Blätterpilz" den Röhrlingen verwandtschaftlich sehr nahe. Schneidet man ihn ab, so fällt das intensiv gelbe Fleisch im unteren Stielbereich auf. Die Huthaut sollte abgezogen werden. Er ist dann ein wohlschmeckender, zarter Speisepilz. Legt man ihn zusammen mit anderen Pilzen in den Korb, bekommen alle, die mit ihm in Berührung kamen, schwarze Flecken. Standortfoto in den Kobander Tannen im September 2009.
