Haarschleierlinge

Haarschleierlinge in Mecklenburg

Haarschleierlinge = Cortinarius

Die Haarschleierlinge gehören zu den artenreichsten Ständerpilz/Blätterpilz - Gattungen überhaupt. Die Bezeichnung Haarschleierling bezieht sich auf einen spinnwebartigen Schleier der zwischen Stiel und Hutrand in der Jugend gespannt ist. Bei jungen, aufschirmenden Pilzen kann man gut das spinnwebartige gespinnst zwischen Hut und Stiel erkennen. Später bleibt am Stiel meist eine vom bräunlichen Sporenpulver gefärbte, ringartige Zone erkennbar. Die Schleierlinge werden nochmals in Untergattungen gegliedert: Schleimfüße, Schleimköpfe, Dickfüße, Klumpfüße, Gürtelfüße, Rauhköpfe und Hautköpfe. In Europa sind etwa 500 Arten bekannt, von denen viele ziemlich selten sind und sich oft nur von erfahrenen Spezialisten bestimmen lassen. Einige Vertreter gelten als essbar, so auch der Pilz des Jahres 2010 - Die Schleiereule (Cortinarius praestans). Es gibt aber auch einige tödlich wirkende Giftpilze, so der Orangefuchsige Rauhkopf (Cortinarius orellanus) und der Spitzbucklige Rauhkopf (Cortinarius speciosissimus). Besonders Arten mit rötlichen und orange Färbungen gelten als verdächtig. Grundsätzlich sollten Schleierlinge bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht zu Speisezwecken gesammelt werden. Alle sind Mykorrhiza - Pilze.

Lilablättriger Schleimfuß (Cortinarius delibutus). Dieser mit einiger Erfahrung recht leicht zu bestimmende Schleierling wächst im Spätsommer und Herbst auf sauren Böden in Laub- und Nadelwäldern, gern bei Birken. Sein schlanker Wuchs, der gelbe Hut und die bei jungen Pilzen lila gefärbten Lamellen und sein Standort chrakterisieren ihn gut. Standortfoto am 20. september 2009 im Roggendorfer Moor. Die Art ist sogar essbar.

Lilablättriger Schleimfuß (Cortinarius delibutus). Dieser, mit einiger Erfahrung recht leicht zu bestimmende Schleierling, wächst im Spätsommer und Herbst auf sauren Böden in Laub- und Nadelwäldern, gern bei Birken. Sein schlanker Wuchs, der gelbe Hut und die bei jungen Pilzen lila gefärbten Lamellen so wie sein Standort charakterisieren ihn gut. Standortfoto am 20. September 2009 im Roggendorfer Moor. Die Art ist essbar.