Täublinge

Täublinge in Mecklenburg

Täublinge = Russula

Täublinge und Milchlinge sind verwandte Gattungen. Sie besitzen eine andere Zellstruktur als echte Blätterpilze. Sie nehmen eine eigenene systematische Stellung im Pilzreich ein. Bricht man einen Täubling am Stiel durch, fasert das Fleisch nicht auf, sondern bricht glatt weg. Die Lamellen fast aller Arten sind sehr brüchig. Sie sind Mykorrhiza - Pilze und leben mit den Wurzeln der Bäume in Symbiose. Täublinge sind in unseren Wäldern und Parkanlagen überaus häufig und oft aufallend bunt gefärbt. Sie besitzen keinen knollig verdickten Stiel und haben keinen Ring und keine Manschette am Stiel. Viele sind essbar, andere schmecken mehr oder weniger scharf und gelten daher als Ungenießbar. Alle mild schmeckenden Arten können gegessen werden. Es gibt auch sehr gute Speisepilze unter ihnen.

Chromgelber Graustiel - Täubling (Russula claroflava). Er wächst unter Birken in Mooren, Seeuferbereichen oder an sauren, anmoorigen Standorten. Er besitzt, im Gegensatz zu anderen gelben Täublinge, ein leuchtendes gelb uns ein stark grauendes Fleisch.

Chromgelber Graustiel - Täubling (Russula claroflava). Er wächst im Sommer und Herbst unter Birken in Mooren, Seeuferbereichen oder an anderen, sauren, anmoorigen Standorten. Er besitzt, im Gegensatz zu anderen gelben Täublingen, eine leuchtend chromgelbe Hutfärbung und ein stark grauendes Fleisch. Standortfoto an einem Waldsee bei Trams. Die Art schmeckt mild und ist daher als Speisepilz empfehlenswert.

Verblassender Täubling (Russula pulchella). Dieser strenge Birkenbegleiter ist in Mecklenburg häufig und an geeigneten Stellen mitunter ein Massenpilz. Besonders auf grobkörnigen Sandböden und in Parkanlagen, in Vorgärten mit Birken oder Straßenrändern ist er zu finden. Standortfoto vom 30 Juni 2009 im Forst Farpen. Er ist wenig schmackhaft.

Verblassender Täubling (Russula pulchella). Dieser strenge Birkenbegleiter ist in Mecklenburg häufig und an geeigneten Stellen mitunter ein Massenpilz. Besonders auf grobkörnigen Sandböden und in Parkanlagen, in Vorgärten mit Birken oder Straßenrändern ist er zu finden. Seine himbeerrote Hutfarbe blasst sehr stark aus und oft findet man Kollektionen mit nur grauweißen Hüten, die bestenfalls noch einen Hauch von rot erahnen lassen. Standortfoto vom 30 Juni 2009 im Forst Farpen. Er ist wenig schmackhaft.

Weißstieliger Leder - Täubling (Russula romellii). Dieser große Täubling wächst von Mai - Oktober in guten Buchenwäldern. Wie bei allen Leder - Täublingen verfärben sich die Lamellen ockergelblich.

Weißstieliger Leder - Täubling (Russula romellii). Dieser große Täubling wächst von Mai - Oktober in guten Buchenwäldern. Wie bei allen Leder - Täublingen verfärben sich die Lamellen durch die Sporen ockergelblich. Der Hut kann rötliche und grünliche Farbtöne ausweisen. Er gilt als guter Speisepilz.

Fleischrötlicher Speise - Täubling (Russula vesca). Er ist meist auf sandigen Böden im Laub- und Nadelwald von Juni - Oktober zu finden. Kennzeichnend ist die mehr oder weniger intensieve fleischtliche Huthaut, die oft nicht bis an den Hutrand heranreicht. Sein Fleisch schmeckt roh sehr angenehm nussartig und er zählt zu unseren besten Speisepilzen. Das Standortfoto wurde im Sommer 2009 aufgenommen.

Fleischrötlicher Speise - Täubling (Russula vesca). Er ist meist auf sandigen Böden im Laub- und Nadelwald von Juni - Oktober zu finden. Kennzeichnend ist die mehr oder weniger fleischrötlich gefärbte Huthaut, die oft nicht bis an den Hutrand heranreicht. Sein Fleisch schmeckt auch roh sehr angenehm nussartig und er zählt zu unseren besten Speisepilzen. Das Standortfoto wurde im Sommer 2009 aufgenommen.

Purpurschwarzer Täubling (Russula atropurpurea) Ein häufiger Täubling unter Eichen und Buchen. Wächst auch in Parkanlagen auf sauren und neutralen Böden. Besonders häufig im Hoch- und Spätsommer. Seine purpurötliche Hutfarbe variiert recht stark, besonders die Hutmitte ist fast immer schwärzlich. Er ist zwar essbar, zählt aber nicht zu den empfehlenswerten Täublingen, da die Lamellen schärflich schmecken. Standortfoto im Sommer 2009 in der wismarer Parkanlage Seeblick, wo er alljährlich im Hochsommer Massenvorkommen ausbildet.

Purpurschwarzer Täubling (Russula atropurpurea). Ein häufiger Täubling unter Eichen und Buchen. Wächst auch in Parkanlagen auf sauren und neutralen Böden. Besonders häufig im Hoch- und Spätsommer. Seine purpurötliche Hutfarbe variiert recht stark, besonders die Hutmitte ist fast immer schwärzlich. Er ist zwar essbar, zählt aber nicht zu den empfehlenswerten Täublingen, da die Lamellen schärflich schmecken. Standortfoto im Sommer 2009 in der wismarer Parkanlage Seeblick, wo er alljährlich im Hochsommer Massenvorkommen ausbildet.

Frauen Täubling (Russule cyanoxantha) Der Frauen Täubling bildet zusammen mit dem seltenen Mehlstiel - Täubling eine Ausnahme hinsichtlich der spröden Lamellen. Sie sind geschmeidig (anschmiegsam wie eine Frau). Seine Hutfärbund variiert stark. Neben Violetten und Grünen Kolektionen kann er auch Mischungen beider Farben aufweisen. Es gibt auch fasr grau hütige Formen. Er wächst häufig in Laubwäldern und Parkanlagen unter Buchen und Eichen. Der Frauen Täubling schmecht mild und gilt als sehr guter Speisepilz. Standortfoto in der wismarer Parkanlage am Seeblick im Sommer 2009. Hier bildet er zusammen mit dem Purpurschwarzen Täubling und dem Weinroten Herings - Täubling im Hochsommer oft Massenbestände aus.

Frauen Täubling (Russule cyanoxantha) Der Frauen Täubling bildet zusammen mit dem seltenen Mehlstiel - Täubling eine Ausnahme hinsichtlich der spröden Lamellen. Sie sind geschmeidig (anschmiegsam wie eine Frau). Seine Hutfärbung variiert stark. Neben violetten und grünen Kollektionen kann er auch Mischungen beider Farben aufweisen. Es gibt auch fast grauhütige Formen. Er wächst häufig in Laubwäldern und Parkanlagen unter Buchen und Eichen. Der Frauen Täubling schmeckt mild und gilt als sehr guter Speisepilz. Standortfoto in der wismarer Parkanlage am Seeblick im Sommer 2009. Hier bildet er zusammen mit dem Purpurschwarzen Täubling und dem Weinroten Herings - Täubling im Hochsommer oft Massenbestände aus.

Blutroter Täubling (Russula sanguinea). Dieser schöne, farbenfrohe Täubling wächst nur unter Kiefern auf Sandbogen. Hier findet man ihn zwischen Juli und Oktober. Sein Blutroter Hut kann auch ausblassen. Die Lamellem laufen oft leicht bogenförmig in Richtung Stiel. Alt wird der Pilz sehr bröckelig und kann auch leicht grauen. Erschmeckt sehr scharf und zählt daher zu den ungenießbarer Täublingen. Standortfoto am 08. August 2009 im Kaarzer Holz.

Blutroter Täubling (Russula sanguinea). Dieser schöne, farbenfrohe Täubling wächst nur unter Kiefern auf Sandboden. Hier findet man ihn zwischen Juli und Oktober. Sein Blutroter Hut kann auch ausblassen. Die Lamellem laufen oft leicht bogenförmig in Richtung Stiel. Dieser kann durchaus auch leicht rötlich angehaucht sein. Alt wird der Pilz sehr bröckelig und kann auch leicht grauen. Er schmeckt sehr scharf und zählt daher zu den ungenießbaren Täublingen. Standortfoto am 08. August 2009 im Kaarzer Holz.

Rotstieliger Leder - Täubling (Russula olivacea).Dieser sehr große Täubling wächst im Sommer und Herbst in Laub- und Nadelwäldern, in Mecklenburg in der Regel unter Rotbuchen auf Kalk- und Silikatböden. Seine Hurfarben wechseln von olivbräunlich bis weinrot - purpurn. Die Lamellen werden dottergelb und der stämmige Stiel ist meist karminrosa angehauch. Es gibt auch kräftig rotstielige Formen, als auch nahezu weistielige Varianten. Die Wertung zum Speisewert gehen stark auseinander. Von Hervorragender Speisepilz bis zu giftverdächtig. Das Standortfoto stamt aus dem Radebachtal bei Blankenberg.

Rotstieliger Leder - Täubling (Russula olivacea).Dieser sehr große Täubling wächst im Sommer und Herbst in Laub- und Nadelwäldern, in Mecklenburg in der Regel unter Rotbuchen auf Kalk- und Silikatböden. Seine Hurfarben wechseln von olivbräunlich bis weinrot - purpurn. Die Lamellen werden dottergelb und der stämmige Stiel ist meist karminrosa angehauch. Es gibt auch kräftig rotstielige Formen, als auch nahezu weißstielige Varianten. Die Wertungen zum Speisewert dieser atraktiven Art gehen stark auseinander. Von Hervorragender Speisepilz bis zu giftverdächtig. Das Standortfoto stammt vom 12. August 2009 aus dem Radebachtal bei Blankenberg.

Rosa - Täubling (Russule rosea). Ein recht großer fleischrosafarbener Täubling, der besonders im Hochsommer in den besseren Buchenwäldern Westmecklenburg recht häufig vorkommt. Er wird im Gegensatz von vielen anderen Täublingen, kaum von Meden befallen. Das ist auch von Interesse für Speisepilzfans, denn er schmeckt mild und ist daher essbar. Sein kräftiger Stiel ist immer weiß und auffallend bereift und netzflockig. Standortfoto im Radebachtal bei Blankenberg am 12. August 2009.

Rosa - Täubling (Russule rosea). Ein recht großer, fleischrosafarbener Täubling, der besonders im Hochsommer in den besseren Buchenwäldern Westmecklenburgs recht häufig vorkommt. Er wird im Gegensatz von vielen anderen Täublingen, kaum von Maden befallen. Das ist auch von Interesse für Speisepilzfans, denn er schmeckt mild und ist daher essbar. Sein kräftiger Stiel ist immer weiß und auffallend bereift und netzflockig. Standortfoto im Radebachtal bei Blankenberg am 12. August 2009.

Papagei - Täubling (Russula ionochlora). Dieser häufige Täubling wächst von Juni - Oktober in Laub- und Nadelwäldern besonders auf ärmeren Sandböden. Er ähnelt sehr dem Frauen - Täubling, ist jedoch meist kleiner und die Lamellen splittern. Auch liebt der Frauen - Täubling gehaltvollere Böden. Verwechslungen beider arten sind nicht weiter tragisch, denn auch dieser Täubling ist essbar. Standortfoto in den Kobander Tannen am19. September 2009.

Papagei - Täubling (Russula ionochlora). Dieser häufige Täubling wächst von Juni - Oktober in Laub- und Nadelwäldern besonders auf ärmeren Sandböden. Er ähnelt sehr dem Frauen - Täubling, ist jedoch meist kleiner und die Lamellen splittern. Auch liebt der Frauen - Täubling gehaltvollere Böden. Verwechslungen beider Arten sind nicht weiter tragisch, denn beide sind essbar. Standortfoto in den Kobander Tannen am 19. September 2009.

Zedernholz Täubling (Russula badia). Dieser schöne und kräftige Täubling des sandigen Nadelwaldes wird auch als Heimtückischer Täubling bezeichnet. Das weist auf seine unangenehme Eigenschaft hin, bei einer Kostprobe zunächst mild zu schmecken, um nach wenigen Augenblicken eine nahezu unerträgliche Schärfe zu entwickeln. Verwechselt werden kann er leicht mit dem am gleichen Standort forkommenden Roten Herings- Täubling, der mild schmeckt und typischerweise nach Hering riecht. Standortfoto im Wald bei Demen Ende September 2009.

Zedernholz Täubling (Russula badia). Dieser schöne und kräftige Täubling des sandigen Nadelwaldes wird auch als Heimtückischer Täubling bezeichnet. Das weist auf seine unangenehme Eigenschaft hin, bei einer Kostprobe zunächst mild zu schmecken, um nach wenigen Augenblicken eine nahezu unerträgliche Schärfe zu entwickeln. Verwechselt werden kann er leicht mit dem am gleichen Standort vorkommenden Roten Herings- Täubling, der mild schmeckt und typischerweise nach Hering riecht. Standortfoto im Wald bei Demen Ende September 2009.