Speisepilze im Sommer

Speisepilze im Sommer

Im Sommer nimmt die Anzahl der Pilzarten bei günstiger Witterung in Wald und Flur schon rapide zu. Viele Pilzarten, die von den meisten Pilzfreunden im Herbst gesucht werden, wachsen im laufe des Frühlings und Sommers auch schon. Vor allem Pfifferlinge, Champignons und Röhrlinge. Hier wollen wir einige von ihnen in loser Folge vorstellen.

Birken- Rotkappe (Leccinum testaceoscabrum). Diese schöne und kräftige Röhrlingsart tritt in Westmecklenburg leider nur zerstreut auf. An geeigneten Standorten unter Birken, gerne an Seeufer Bereichen, Birken/Fichten Mischwäldern und heideartigem Gelände kann sie aber sehr gesellig und ergiebig sein.Da sie in Mecklenburg - Vorpommern auf der Roten Liste steht, sollte sie unbedingt geschont werden.

Birken- Rotkappe (Leccinum testaceoscabrum). Diese schöne und kräftige Röhrlingsart tritt in Westmecklenburg leider nur zerstreut von Mai - Oktober auf. An geeigneten Standorten unter Birken, gerne an Seeuferbereichen, Birken/Fichten Mischwäldern und heideartigem Gelände kann sie aber sehr gesellig und ergiebig sein. Da sie in Mecklenburg - Vorpommern auf der Roten Liste steht, sollte sie unbedingt geschont werden. Die Birken - Rotkappe ist ein ausgezeichneter Speisepilz, mit einem Vor- und einem Nachteil. Der Vorteil ist: Sie ist selten madig. Der Nachteil: ihr Fleisch verfärbt sich leider schwärzlich. Standortfoto vom 31. Mai 2009 im Sültener Forst.

Stadt - Champignon (Agaricus bitorquis). Er wächst von Mai - November meist in Ortschaften und Städten. Hier gern in Parkanlagen, an Strassenränder und Bordsteinkannten und kann sogat Asphaltdecken sprengen, sollte man seinen Standort versiegeln. Er ist ein ausgezeichneter Speisepilz, der aber oft schadstoffbelastet ist und leider auch oft madig. Standortfoto vom 07. Juni 2009 - Linden und Eichenallee bei Keez im Landkreis Parchim.

Stadt - Champignon (Agaricus bitorquis). Er wächst von Mai - November meist in Ortschaften und Städten. Hier gern in Parkanlagen, an Strassenränder und Bordsteinkannten. Er kann sogar Asphaltdecken sprengen, sollte man auf die Idee kommen, seinen Standort zu versiegeln. Er ist ein ausgezeichneter Speisepilz, der aber oft schadstoffbelastet und auch madig ist. Standortfoto vom 07. Juni 2009 - Linden und Eichenallee bei Keez im Landkreis Parchim.

Nelkenschwindling (Marasmius oreades). Dieser kleine Wiesenpilz ist im Sommer mitunter kaum zu übersehen. In Individuenreichen Halbkreisen und Hexenringen fällt er besonders nach Regenfällen auf. Die Hüte sind schmackhafte Speisepilze, die sich auch sehr gut zum Trocknen eignen.

Nelkenschwindling (Marasmius oreades). Dieser kleine Wiesenpilz ist im Sommer mit unter kaum zu übersehen. In Individuenreichen Halbkreisen und Hexenringen fällt er besonders nach Regenfällen auf. Die Hüte sind schmackhafte Speisepilze, die sich auch sehr gut zum Trocknen eignen.

Butterpilz (Suillus luteus). Die häugige Kiefernbegleiter besonders junger Baüme erreicht seinen Wachstumsschwerpunkt im Herbst. Man kann ihn aber in manchen Jahren, zumindest an Sonderstandorten wie aufgeforstete Kiestagebaue schon ab Ende April finden. Hier erscheint er dann an besonders lichte und warmen Stellen. Seine braune Huthaut kann leicht abezogen werden. Jung ist er dann ein guter Speisepilz, derallerdimngs nicht von jedem vertragen wird.

Butterpilz (Suillus luteus). Der häufige Kiefernbegleiter, besonders junger Baüme, erreicht seinen Wachstumsschwerpunkt im Spätsommer und Herbst. Man kann ihn aber in manchen Jahren, zumindest an Sonderstandorten wie aufgeforstete Kiestagebaue, schon ab Ende April finden. Hier erscheint er dann an besonders lichten und warmen Stellen. Seine braune Huthaut kann leicht abgezogen werden. Jung ist er dann ein guter Speisepilz, der allerdings nicht von jedem vertragen wird. Standortfoto im Sommer 2009 in der Kiefernaufforstung bei Perniek.

Der Sommersteinpilz (Boletus reticulatus) gehört zu den begehrtesten Speisepilzen im Sommer. Er wächst von Mai - September, ganz selten auch noch im Oktober in Laub- und Mischwäldern sowie in Parkanlagen. Hier sucht man uhn unter Eichen (Eichensteinpilz) und Rotbuchen. Besonders nach längeren Trockenphasen mit hohen Temperaturen kann er nach einem ergiebigen Sommerregen in großen Mengen auftauchen.

Der Sommersteinpilz (Boletus reticulatus) gehört zu den begehrtesten Speisepilzen im Sommer. Er wächst von Mai - September, ganz selten auch noch im Oktober in Laub- und Mischwäldern sowie in Parkanlagen. Hier sucht man ihn unter Eichen (Eichensteinpilz) und Rotbuchen. Besonders nach längeren Trockenphasen mit hohen Temperaturen kann er nach einem ergiebigen Sommerregen innerhalb von 10 - 14 Tagen in großen Mengen auftauchen. Leider wird dieser Steinpilz oft stark von Insektenlarven (Maden) befallen, die seinen Wert dann stark einschränken. Auch soll er geschmacklich nicht ganz an den Echten Steinpilz (Boletus edulis) heranreichen. Standortfoto am 30.06.2009 im Forst Farpen unter Eichen.

Espen Rotkappe (Leccinum aurantiacum). Diese in Mecklenburg recht häufige Rotkappe sucht mann unter Zitterpappeln. Heir kann sie von Juni bis Oktober mitunter recht zahlreich auftreten. In günstigen Jahren kann sie in mehreren Wachstumsschübe bilden. So auch in dem Rauhfuß - Röhrlingsjahr 2009. Ihre Stielschuppen sind heller als bei der ebenfalls häufigen Birken - Rotkappe.

Espen Rotkappe (Leccinum aurantiacum). Diese in Mecklenburg recht häufige Rotkappe sucht mann unter Zitterpappeln. Hier kann sie von Juni bis Oktober mitunter recht zahlreich auftreten. In günstigen Jahren kann sie mehrere Wachstumsschübe bilden. So auch in dem Rauhfuß - Röhrlingsjahr 2009. Ihre Stielschuppen sind heller als bei der ebenfalls häufigen Birken - Rotkappe. Sie wirkt im großen und ganzen schlanker und eleganter. Rotkappen sind recht schmackhafte und beliebte Speisepilze. Da sie einen gewissen Schutzstatus genießen, darf man nur so viele von ihnen Sammeln, wie man selbst verbrauchen kann. Standortfoto am 30. Juni 2009 im Forst Farpen.

Echter Pfifferling (Cantharellus cibarius). Dieser außerordentlich beliebte und viel gesuchte Speisepilz bevorzugt die Sommermonate. Ende Mai/Anfang Juni beginnt die "Brut" zu wachsen..

Echter Pfifferling (Cantharellus cibarius). Dieser außerordentlich beliebte und viel gesuchte Speisepilz bevorzugt die Sommermonate. Ende Mai/Anfang Juni pflegt die "Brut" zu erscheinen. Ab Mitte Juni lohnt es sich dann in die Pfifferlinge zu gehen. Man findet sie sowohl unter Laub- als auch unter Nadelbäumen. Besonders unter Eichen, Birken, Kiefern und Fichten lohnt die Suche. Die Böden sollten möglichst nährstoffarm und sandig sein. In Laubwäldern auf besseren Böden gibt es eine sehr kräftige Form mit blassen, fast weißen Farben. In einigen Jahren sind Pfifferlinge noch fast bis in den Winter zu finden. Um die in den letzten Jahrzehnten stark rückläufigen Bestände zu schonen, dürfen Pfifferlinge in Deutschland nur für den Eigenbedarf gesammelt werden. Standortfoto 14.07.2009.

Weisser Anis - Champignon (Agaricus arvensis). Diese häufige Egerlings - Art ist von Mai - November mehrmals im Jahr zu finden. Besonders in den Sommermonaten können diese Champignons auf Wiesen, Viehweiden, in Parkanlagen sowie in Laub- und Nadelwäldern angetroffen werden.

Weisser Anis - Champignon (Agaricus arvensis). Diese häufige Egerlings - Art ist von Mai - November mehrmals im Jahr nach kräftigen Regenfällen schubweise anzutreffen. Besonders in den Sommermonaten können diese Pilze auf Wiesen, Viehweiden, in Parkanlagen sowie in Laub- und Nadelwäldern gefunden werden. Sie schmecken ausgezeichnet, sollten aber nicht in größeren Mengen verzehrt werden, da sie die Eigenschaft besitzen, schädliche Schwermetalle anzureichern. Beim Sammeln dieser Pilze vorher unbedingt den "Reibetest" machen, um die giftigen Karbol - Champignons aus zu schließen. Sie zeigen an den Reibeflächen eine sofortige, starke Gelbverfärbung und riechen besonders an den geriebenen Stellen nach Medizin oder Desinfektionslösung (Karbol). Das Standortfoto entstand im Sommer 2009 auf dem wismarer Friedhof. Hier kommen in unmittelbarer Nachbarschaft auch die giftigen Karbol - Champignons vor!

Mehlpilz (Clitopilus prunulus). Dieser häufige, bleiweiße, pfifferlingsförmige Blätterpilz ähnelt sehr einigen weißen Trichterlingen. Besonders dem hochgiftigen Bleiweißen Trichterling. Der Mehlpilz unterscheidet sich vor allem durch seinen nahezu penetranten Mehlgeruch und im alter schutzigrosa verfärbenden Lammellen sowie auch durch sein sehr brüchiges Fleisch.

Mehlpilz (Clitopilus prunulus). Dieser häufige, bleiweiße, pfifferlingsförmige Blätterpilz ähnelt sehr einigen weißen, giftigen Trichterlingen. Besonders dem hochgiftigen Bleiweißen Trichterling. Der Mehlpilz unterscheidet sich vor allem durch seinen nahezu penetranten Mehlgeruch und den im alter schutzigrosa verfärbenden Lamellen sowie auch durch sein sehr brüchiges Fleisch. Der Mehlpilz ist essbar und wird sogar von einigen Autoren, trotz seines aufdringlichen Mehlgeruchs, als guter Speisepilz angesehen. Für Speisepilz - Fans viel interessanter erscheint aber die Tatsache, dass dieser kleine bis mittelgrosse Blätterpilz, der den Rötlingen nahe steht, der beste Anzeiger für Steinpilz - Standorte ist. Wächst der Mehlpilz unter Fichten, Buchen oder Eichen, ist dieses mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch ein Steinpilz - Standort. Dieses gilt aber nur für den Echten Steinpilz (Boletus edulis). Umgekehrt bedeutet das aber nicht, dass Mehlpilze an allen Steinpilzstellen vorhanden sein müssen. Findet man den Mehlpilz unter Linden, so gibt es hier natürlich keine Steinpilze, dafür tritt dann aber mit der gleichen hohen Wahrscheinlichkeit ein naher Verwandter auf, der Netzstielige Hexen - Röhrling. Auch wachsen Mehlpilze und Steinpilze oft in mehreren Schüben im laufe des Jahres und dann immer auch zur gleichen Zeit am gleichen Ort. Tauchen ab Juni die ersten Mehlpilze auf, folgen Steinpilze unmittelbar auf dem Fuße. Bis November können mehrere Wachstumsschübe folgen. Standortaufnahme unter Linden in Wismar im Sommer 2009.

Der Riesenporling (Meripilus giganteus) ist ganz jung durchaus genießbar. So wie dieses Exemplar, dass gerade ganz fisch gewachsen ist. Sein Fleisch ist noch Butterweich, verfärbt sich aber bei der Zubereitung schwarz. Wem dieses nicht zu unappetitlich ist, kann ihn in diesem Zustand durchaus zu Speisezwecken nutzen. Standortfoto im Sommer 2009.

Der Riesenporling (Meripilus giganteus) ist ganz jung durchaus genießbar. So wie dieses Exemplar, dass gerade ganz fisch gewachsen ist. Sein Fleisch ist noch butterweich, verfärbt sich aber bei der Zubereitung schwarz. Wem bei diesem Sachverhalt nicht der Appetit vergeht, kann ihn in diesem Zustand durchaus zu Speisezwecken nutzen. Standortfoto im Sommer 2009.