Bauchpilze

Bauchpilze in Mecklenburg

Bauchpilze - verschiedene Gattungen

Bauchpilze sind Großpilze die ihre Sporen im inneren des Fruchtkörpers bilden, die dann durch mechanische Reize als Staubwolken aus den reifen Fruchtkörpern austreten. Es gibt hier verschiedene Gattungen. Am bekanntesten sind beispielsweise die Stäublinge (Lycoperdon), Boviste (Bovista), Riesenboviste (Langermannia), Stielboviste (Tulostoma), Staubbecher (Vacsellum), Hartboviste (Scleroderma) und Erdsterne (Geastrum).

Flaschen Stäubling (Lycoperdon perlatum). Dieser häufige Bauchpilz ist jung ein guter Speisepilz. Gut zu erkennen ist er an seinen zahlreichen Grieskörnchen auf dem Hut, die beim Sammeln gern abfallen. Solange er Schnittfest und weiß ist, kann man ihn verwenden.

Flaschen Stäubling (Lycoperdon perlatum). Dieser häufige Bauchpilz ist jung ein guter Speisepilz. Er wächst im Sommer und Herbst sehr häufig im Laub- und Nadelwald. Gut zu erkennen ist er an seinen zahlreichen Grieskörnchen auf dem Hut, die beim Sammeln gern abfallen. Solange er Schnittfest und weiß ist, kann man ihn zu Speisezwecken verwenden. Bei beginnender Sporenreife verfäbt sich die Innenmasse gelbgrünlich, der Pilz wird weich und matschig und gilt dann als Ungenießbar. Standortfoto in der Kiefernaufforstung bei Perniek im Juni 2009.

Bleigrauer Bovist (Bovista plumbea)Diese Art gehört zu den echten Bovisten. Man findet ihn vom Frühsommer bis in den Herbst einige Tage nach Rege innerhalb und außerhalb vön Wöldern. Immer auf grasigen Standorten. Gern an grasigen Wegrändern und triften. Liebt sandige Böden. Jung ist er essbar und schön weiß. Reif kommt die bleigraue Farbe dann zum tragen. Standortfoto im Sommer 2009.

Bleigrauer Bovist (Bovista plumbea). Diese Art gehört zu den echten Bovisten. Man findet ihn vom Frühsommer bis in den Herbst, einige Tage nach Regenfällen, innerhalb und außerhalb von Wäldern. Immer auf grasigen Standorten. Gern an Wegrändern und auf Triften. Liebt sandige Böden. Jung ist er essbar und schön weiß. Reif kommt die bleigraue Farbe dann zum Tragen. Standortfoto im Sommer 2009 in der Kiefernaufforstung bei Perniek.

Diese Kastanienbraunen Stäublinge (Lycoperdon lividum) wuchsen zahreich auf einer kurzgrasigen Wiese vor dem dortigen Verwaltungskomplex. Sie sind ganz jung, wie alle Stäublinge, essbar. Standortfoto am 17. Oktober 2009 in Kobrow II.

Der Kastanienbraune Stäubling (Lycoperdon lividum) wächst mitunter zahlreich auf kurzgrasigen Wiesen und Trockenrasen. Er ähnelt etwas den Flaschenstäublingen des Waldes, diese besitzen aber eine körnige Hutoberfläche. Auch der Birnenstäubling ist sehr ähnlich. Er wächst allerdings auf Holzunterlage. Der graubräunliche Fruchtkörper nimmt erst voll ausgereift eine Kastanienbraune Färbung an. Jung soll er essbar sein. Standortfoto am 17. Oktober 2009 in Kobrow II bei Sternberg.

Dickschaliger Kartoffel - Hartbovist (Scleroderma citrinum). Dieser giftige Hartbovist ist allgemein häufig in Laub- und Nadelwäldern an zu treffen. Besonders auf moorigen Böden in Gewässernähe kann er mitunter zum Massenpilz werden. Jung ist er schwer wie eine Kartoffel und in frühester Jugend innen sahneweißlich, aber recht schell violettschwärzlich. Sein Geruch ist an der frischen Schnittstelle stechend. Gelegentlich können aus ihm essbare Röhrlinge wachsen - der Schmarotzer Röhrling. Standotzfoto im Sommer 2009.

Dickschaliger Kartoffel - Hartbovist (Scleroderma citrinum). Dieser giftige Hartbovist ist allgemein häufig in Laub- und Nadelwäldern anzutreffen. Besonders auf moorigen Böden in Gewässernähe kann dieser außen braunwarzige Bauchpilz mitunter in Massen vorkommen. Jung ist er schwer wie eine Kartoffel und in frühester Jugend innen sahneweißlich, aber recht schnell violettschwärzlich gefärbt. Sein Geruch ist an der frischen Schnittstelle stechend. Beim Durchschneiden erkennt man auch seine mehrere Milimeter dicke Schale. Gelegentlich können aus ihm essbare Röhrlinge wachsen - der Schmarotzer Röhrling. Standortfoto im Sommer 2009.

Beutel - Stäubling (Calvatia excipuliformis). Größer als der Flaschenstäubling mit deutlich angeschwollenen Kopfteil. Die kleine pyranidenförmigen "Stacheln" auf der Oberfläche sind nicht so grieskörnig wie beim Flaschen Stäubling. Die Fruchtkörperfärbung ist auch mehr bräunlich. Er kommt von Juli - November recht häufig in Laub-und Nadelwäldern, seltener aud Wiesen vor. Jung ist er essbar, solange fest und innen weiß. Standortfoto am 09. September 2009 in der Kiefernaufforstung bei Jesendorf.

Beutel - Stäubling (Calvatia excipuliformis). Größer als der Flaschenstäubling, mit deutlich angeschwollenen Kopfteil. Die kleinen pyramidenförmigen "Stacheln" auf der Oberfläche sind nicht so grieskörnig wie beim ähnlichen Flaschenstäubling. Die Färbung ist auch mehr bräunlich. Er kommt von Juli - November in Laub- und Nadelwäldern, seltener auch auf Wiesen vor. Solange er innen fest und weiß ist, kann er gegessen werden. Standortfoto am 09. September 2009 in der Kiefernaufforstung bei Jesendorf.