Wetter/Pilze August 2019

Wetter und Pilze im Raum Nordwestmecklenburg

Tagebuch Wetter und Pilze im August 2019

Schwere Gewitter brauten sich am Nachmittag des 31. Juli 2019 über Norddeutschland zusammen. Diese Aufnahme entstand während des Aufbruchs zu unserer kleinen Urlaubsreise auf der Autobahn kurz vor Hamburg im Lauenburgischen. Wir durchfuhren das Gewitter bei heftigem Starkregen.

Donnerstag. 01. August – Gestern Nachmittag starteten wir zu unserer kleinen Urlaubs – Rundreise in den Süden. Spät Abends suchten wir uns einen Schlafplatz an einem Waldrand.

Start in Keez, vor unserem Fahr- und Schlafmobil.

Der Nordschwarzwald kommt in Sicht.

Schwarzwald – typische Fachwerk – Architektur.

Das Städtchen Hornberg war unser erster Anlaufpunkt.

Natürlich wegen der Schwarzwälder Pilzlehrschau. Die war aber an diesem Nachmittag geschlossen. Erst gegen Abend startete hier ein Seminar. Da wir aber ohne Anmeldung vorbei schauten, brachen wir nach einem kleinen Spaziergang durch den Ort wieder auf.

Viel Wald, Wiesen und idyllische Wohnlagen wechseln sich ab.

Eine überdimensionale Kuckucksuhr entlang der deutschen Uhrenstraße. Für einen Euro beginnen ihre Einwohner mit unterschiedlichen Aktivitäten.

Männlein und Weiblein wechseln sich beim Luftschnappen vor der Tür ab.

Die Hornberger Uhrenspiele, einfach märchenhaft und bei mir schloß sich eine Bildungslücke. Als ehemals gelernter Konditor war mir natürlich die Schwarzwälder Kirschtorte ein Begriff und sie zählt seit Kindertagen auch zu meinem Lieblingsgebäck. Das der Schwarzwald das Zentrum der Kuckucksuhr – Herstellung ist, war mir neu.

Ein beliebtes Hintergrund – Motiv für ein Erinnerungsfoto nicht nur bei uns.

Nicht weit enfernt findet sich die größte Kukuksuhr der Welt. Natürlich gibt es in den angrenzenden Verkaufs- und Besichtigungseinrichtungen eine Riesen Auswahl an Kuckucksuhren in allen größen und Preislagen und für jeden Geldbeutel.

Wiesen oder Almen laden im Winter zum Ski – Fahren ein. Im Hintergrund der Turm des Senders Feldberg auf dem Gipfel des selben.

Rastplatz im Hochschwarzwald.

In traumhafter Landschaft.

Zwischenstopp am Fahlen Wasserfall. Fahle Röhrlinge konnten wir hier leider nicht entdecken.

Dafür die wunderbar duftende Fenchel – Tramete (Gloeophyllum odoratum) auf einem alten Fichtenstubben.

Jonas in der urigen Umgebung des Fahlen Wasserfalls.

Der Fahle Wasserfall befindet sich im Hochschwarzwald zwischen Todtnau und Feldberg.

Ein Rundwanderweg führt durch dieses wilde und naturnahe Gebiet.

Ein wenig die Beine vertreten nach langer Autofahrt.

Wir haben mit 1493 Meter über NN den höchsten Mittelgebirgsgipfel Deutschlands erreicht. Wir befinden uns auf dem Feldberg.

Das Haus der Natur hatte am Abend leider schon geschlossen.

Auch Pferdesport wird auf dem Feldberg offensichtlich groß geschrieben.

Ähnlich wie der Brocken im Harz zählt auch der Feldberg im Schwarzwald zu den windigsten Orten Deutschlands. Dieser Umstand hinterläßt auch in den Wäldern seine Spuren.

Jeden Abend begann die Suche nach einem ruhigen Schlafplätzchen. Eines der schönsten war diese Ski – Hütte am Rande des Schwarzwaldes, in unmittelbarer Nähe zur Schweizer Staatsgrenze. Da am 1. August in der Schweiz Feiertag ist (Bundesfeier) durften wir von hier aus die bunten Feuerwerke (wie bei uns an Silvester) bewundern und die Natur feierte mit. Blitzfeuerwerk von oben und unten. Romantischer kann ein Sommerabend kaum ausklingen!

Unser erster Urlaubstag fand so ein würdiges Ende.

Freitag, 02. August – Ein sommerlich warmer Tag mit einigen Schauern und Gewittern. Vom Schwarzwald ging es nach einem kurzen Abstecher in die Schweiz, zum Bodensee auf deutscher Seite.

Wir verabschiedeten uns von der Lochütte bei der „Hohe Tannen Spur“.

Wir haben die Schweizer Grenze passiert.

Und erreichen Schaffhausen.

Grund für unseren Kurzbesuch in der Schweiz ist der berühmte Rheinfall.

Er ist ein beliebtes Touristen – Magnet und unbedingt sehenswert. Der Rheinfall ist 150 Meter breit und stürtzt 23 Meter in die Tiefe.

Man kann sich ihm über Wanderwege mit speziellen Aussichtspunkten nähern, oder aber mit dem Schiff. Wir entschieden uns für letzteres.

Der Rheinfall ist der größte Wasserfall Europas, jedenfalls was den Wasserdurchlauf anbelangt.

Ohrenbetäubendes Getöse, Gischt und gewaltige Strudel in unmittelbarer Nähe der natürlichen Wasserspiele.

Aussichtspunkt am Felsentunnel.

Am eindrucksvollsten sind die Naturgewalten aber von dieser Aussichtsplattform zu erleben.

Aussichtsfahrten sind für unterschiedliche Zeitspannen möglich.

Wir entschieden uns für die längste Tour und schipperten auch in ruhigere Regionen des Rheins.

Dazu ein süffiges, aber nicht ganz preiswertes Stammhaus – Pils Schweizer Braukunst.

Wieder in Deutschland angelangt, erreichen wir den Bodensee. Das Gewitter haben wir in der Schweiz gelassen.

Marienwallfahrtskirche Birnau mit Weinterrassen im Vordergrund.

In Uhldingen – Mühlhofen gibt es ein leckeres Abendbrot in einem Fisch – Restaurant. Frisch aus dem Bodensee.

Abenddämmerung über dem Bodensee. Es wird Zeit sich ein ruhiges Schlafplätzchen zu suchen.

Sonnabend, 03. August – Eine Besichtigung der Pfahlbauten in Unteruhldingen und ein Besuch der Blumeninsel Mainau im Bodensee standen heute auf dem Programm. Auch ein erfischendes Bad in selbigem im Anschluß. Dazu gab es freundliches und warmes Sommerwetter mit einigen Regenschauern am Abend.

Dieses schöne Motiv mit einer Weinbergschnecke kam mir am morgen vor die Foto – Linse. Wir nächtigten am Rande eines Naturschutzgebietes in der Nähe des Affenberges bei Salem.

Der Waldboden war klatschnass, nicht nur von den Schauern am Abend des Vortages, so dass auch einige Frischpilze vorhanden waren. Hier sind es Mürblinge (Psathyrella spec.).

Von Friedrichshafen aus kann man sich die Bodensee – Region auch aus luftiger Höhe erschließen. Reichlich „Kleingeld“ ist aber mitzubringen. Eher ein Privileg für betuchtere Frau- und Herrschafften.

Der Bootsanleger und Yachthafen von Unteruhldingen.

Während der Rheinfall ein Wunsch meinerseits war, hatte sich Jonas den Besuch der Pfahlbauten am Bodensee gewünscht.

Also hereinspaziert.

Die Pfahlbauten Unteruhldingen gehören zu den größten archäologischen Freilichtmuseen Europas. 3000 Jahre Phahlbau – Geschichte erwartet den Besucher.

23 rekonstruierte Häuser aus der Stein- und Bronzezeit machen eine längst versunkene Welt wieder sichtbar.

Weitläufige Steganlagen führen den Besucher zu den einzelnen Objekten.

Irena begutachtet einen Pilzfund auf dem Gelände des Museums. Natürlich auf dem Festlandsbereich.

Wurzenlder Bitter – Röhrling (Boletus radicans).

Seit 2011 gehören 111 Fundstellen prähistorischer Pfahlbauten in 6 Ländern rund um die Alpen zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Gleich im Anschluß ging es mit dem Mainau – Schiff auf die gleichnamige Blumeninsel.

Es geht an Bord.

Wir haben abgelegt.

Ein Blumenmeer begrüßt den Besucher gleich bei der Ankunft.

Selbst Palmen – Gewächse fühlen sich hier offensichtlich wohl. Ein Hauch von Südsee.

Für Irena genau das richtige, liebt sie doch Gartenschau – Besuche.

Prachtvolle Blumentreppe.

Wunderschöne Rosen – Züchtungen sind zu bewundern.

Ein Paradies für Blumenliebhaber.

Ein Pfau breitet seine Blütenpracht aus.

Alle meine Entchen schwimmen auf dem Blütenmeer.

Die Heinzelmännchen – Blume, besser bekannt als Seerose.

Irena vor geliebter Blumenpracht.

Info – Tafel im Schmetterlingshaus.

Ein Eulenfalter hat sich auf einem Blatt niedergelassen.

Südfrüchte scheinen beliebt bei den tropischen Faltern zu sein.

Jonas bewundert einen gigantischen Mammutbaum.

Weit und hoch greift die Baumkrone aus.

Wir Menschen wirken dagegen wie Zwerge.

Mit dieser Farbenpracht möchte ich den kleinen Einblick in die Wunderwelt der Blumeninsel Mainau beenden.

Sonntag, 04. August – Von der Bodenseeregion brachen wir heute in Richtung Österreich auf. In den Ötztaler Alpen besuchten wir das Ötzidorf und fuhren am Abend in Richtung Kaisergebirge und von dort aus wieder nach Deutschland, wo wir in der Umgebung von Bayrischzell einen schönen Wanderer – Rastplatz zum Schlafen gefunden haben.

Zunächst haben wir am späten Abernd des Vortages ebenfalls einen tollen Schlafplatz an einem kleinen Waldsee gefunden, dem Wanderparkplatz am Holzweiher.

Der Holzweiher am Morgen des 04. August 2019.

Auch ein wunderbarer Platz zum frühstücken.

Es gab unter anderem Kartoffelpuffer.

Von hier aus können auf dem Jubiläumsweg des Bodenseekreises verschiedene Wanderungen in Angriff genommen werden.

Außer diesem Schwefelporling (Laetipotus sulphureus) konnte ich nichts bedeutsames an Frischpilzen am Holzweiher entdecken.

Wir verzichteten daher auch auf eine Wanderung über einem der Jubiläumswege, denn wir hatten noch viel vor. Ziel Österreich.

Wie der Zufall es wollte, landeten wir in den Ötztaler Alpen.

Und dort ist ein Besuch des Ötzi – Dorfes natürlich ein muss. Immerhin hat Ötzi ja auch irgendwie etwas mit Pilzen zu tun gehabt.

Der Eingang zum Ötzi – Dorf, das in mehrere Themenbereiche unterteilt ist.

Originalgetreue Nachbildung des Ötzi – Fundes. Die Gletschermumie wurde am 19.09.1991 von zwei Bergwanderern aus Nürnberg entdeckt. Spätere Untersuchungen ergaben ein Alter von inzwischen ca. 5250 Jahren. Eine weltweite Sensation!

Neben Greifvögeln sind hier auch einige Nutztiere der Stein- und Bronzezeit zu sehen. Hier ist es eine seit den 1930er Jahren betriebene, erfolgreiche Rückzüchtung des Auerochsen (Ur – Rind).

Auerochsen – Baby beim Mittagsschlaf.

Zunderschale mit zugehörigen Utensilien. Hier wird praktisch vorgeführt, wie der Zunder zum glimmen gebracht wird.

Nur die obere Deckschicht des Echten Zunderschwamms (Fomes fomentarius) ist zur Zunderbereitung geeignet. Auch Ötzi hatte Zunder bei sich.

Hatte man den Zunder zum glimmen gebracht, konnte ein Feuer entfacht werden. Steine spielten in der Steinzeit eine wichtige Rolle. Hatte man Feuer, konnten diese in ihm fast zum Glühen gebracht werden. Brauchte man kochendes Wasser, legte man diese in einen mit Wasser gefüllten Bottich hinein und innerhalb kürzester Zeit kochte das Wasser. Gleichzeitig wurden dabei auch wertvolle Mineralien aus den Steinen gelöst – Mineralwasser und schädliche Bakterien abgetötet.

Dieser vorzeitliche Holzkarren ist vom Pilz befallen, nähmlich von Schmetterlings – Trameten. Die Räder sollten bald möglichst ausgetauscht werden. So kommt er nicht mehr durch den tüv!

Soayschaf – eine frühe Form des Hausschafes. Es streift seine Wolle im Mai/Juni ab und braucht nicht geschoren zu werden.

Auch im Ötzidorf war der Blick immer auf der Suche nach pilzlichem Leben. Hier ist es ein Zimtfarbener Weichporling (Hapalopilus rutilans).

Auch die Hundsflechte (Peltigera spec.) besteht zu großen Teilen aus Pilz.

Rißpilze (Inocybe spec.).

Eine junge Amsel beobachtet uns.

Gilbende Erdritterlinge (Tricholoma argyraceum) im Ötzi – Dorf.

Da wir uns fast schon in Italien befanden, stand zu Mittag Pizza auf dem Speiseplan.

Majestätisch erheben sich die Gebirgszüge des Alpen – Hauptkammes in den Himmel.

In luftiger Höhe ist man Gott natürlich am nächsten.

Diese Felsenwälder sind nichts für uns Flachländer.

Jeder Berg und Gebirgszug hat natürlich auch einen Namen, der mir hier allerdings nicht bekannt ist.

Weiter geht unsere Reise auf der Autobahn in Richtung Innsbruck.

Nach dem wir Innsbruck hinter uns gelassen haben, kommt das Kaisergebirge bei Kufstein in Sicht. Das Alpenglühen signalisiert uns, einen Schlafplatz zu suchen.

Montag, 05. August – Aus dem Oberbayrischen ging es wieder nach Österreich, nähmlich in die Mondseeregion im Salzkammergut.

Der Waldparkplatz am Seeberg zwischen Bayrischzell, Sudelfeld und den Tatzelwurm – Wasserfällen bot wieder eine ruhige Übernachtungsmöglichkeit direkt an einem klaren und kühlen Gebirgsbach.

Beim morgentlichen Beinevertreten entdeckte ich diesen farbfreudigen Pilz – Tupfer auf dem Waldboden.

Es war meine erste Begegnung mit dem Pilz des Jahres 2013, dem Braungrünen Zärtling (Entoloma incanum). Ein Vertreter der artenreichen Gattung der Rötlinge. Während viele Arten nur mikroskopisch sicher zu bestimmen sind, so ist es bei diesem Vertreter ein Kinderspiel. Die markante Färbung und der beindruckende Gestank nach Mäuseklo machen ihn unverwechselbar. Der Mäuseklopilz ist eine Zeigerart kalkreicher und nährstoffarmer Standorte. Der Rötling ist gelegentlich auch in M-V gefunden worden.

Und noch einmal ein Tagfalter in freier Natur. Die Bestimmung ist für mich nicht ganz einfach, da es mehrere Arten in dieser Färbung und Musterung gibt. Es könnte sich beispielsweise um den Kaiserfalter handeln, da das Kaisergebirge nicht weit weg ist? Bitte diese These nicht ganz ernst nehen, ist eher ironisch gemeint.

Zum Frühstück heute angeschmortes Pfannengemüse eigener Ernte.

Nach dem Frühstück ging es durch herrliche Gebirgslandschaften wieder in Richtung Österreich. Wir sind nach Deutschland hinein gefahren, da es offensichtlich recht schwierig ist im Nachbarland ähnliche Park – und Raststätten zu finden. Jedenfallls erging es uns so.

In Kürze erreichen wir Tirol. Im Hintergrund dürfte wieder das Kaisergebirge zu sehen sein. Das Gebirgsmassiv in den Ostalpen steht unter Naturschutz. 940 Blütenpflanzen, 38 Farne, 400 Moosarten sowie eine reichhaltige Pilz- und Flechtenflora wurden hier nachgewiesen.

Irena während eines kleinen Bummels durch den Luftkurort Oberaudorf in Oberbayern. Er ist unter anderem der Geburtsort des früheren bayrischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber.

Und hier nocheinmal vor der Kirche „Unserer lieben Frau“ und einem typisch bayrischen Maibaum.

Liebevoll gestaltet mit Motivgruppen, die wohl aus der Geschichte des Ortes oder der Region Ereignisse symbolisieren sollen.

Ein wrklich sehenswertes Örtchen.

Das Gasthaus Alpenrose.

Inzwischen wieder in Österreich angelangt erreichen wir das Salzkammergut.

Almwiese, Mondesee und Drachenwand – ein Urlaubsparadies.

Und hier scheint es Pilze zu geben. Bei einem Zwischenstopp an einem Rast- und Parkplatz begrüßten uns nicht nur diese leckeren Nelkenschwindlinge (Marasmius oreades).

Auch einige Wiesenchampignons (Agaricus campestris) weckten unser Pilzfieber und wir entschlossen uns zu einer kleinen Exkursion durch die umliegenden Alpenwälder.

Und siehe da, nicht nur auf den Almwiesen, nein, auch in den Wäldern gibt es Frischpilze. Gleich direkt bei unserer Ankunft begrüßten uns diese vorzüglichen Suppenpilze, die Lilablättrigen Mürblinge (Psathyrella candolleana).

Wenige Meter weiter eine größere Gruppe giftiger Rißpilze (Inocybe spec.) am Wegesrand.

An einem Brückengeländer über einen Gebirgsbach wuchsen diese Tannenblättlinge (Gloeophyllum abietinum).

Aber auch die noch häufigeren Zaunblättlinge (Gloeophyllum sepiarium). Beide Arten sind sehr aktive destruenten von totem Fichtenholz. Das Brückengeländer muss bald erneuert werden!

Über das Wiedersehen eines in unseren breiten fehlenden Täublings habe ich mich riesig gefreut. Erst einmal zuvor konnte ich in meinem Leben dem Wiesel – Täubling (Russula mustelina) in freier Wildbahn begegnen. Das war genau vor zwei Jahren im Harz. Dieser gute Speisepilz ist nur in Berglagen zu finden. Natürlich habe ich gehofft, auf unserer Reise Pilzarten zu entdecken, die bei uns nicht oder kaum vorkommen. Er sollte nicht der einzige Fund gewesen sein, der mich diesbezüglich begeisterte. Der Mäuseklopilz hatte ja schon einen ersten Begeisterungsschrei ausgelöst!

Klebriger Hörnling (Calocera viscosa). Von Jonas entdeckt und fotografiert.

Essbare Gelbbräunliche Trichterlinge (Clitocybe gibba) sind sowohl hier, wie auch zu hause sehr häufig.

Ein rosaanlaufender Milchling des Bergnadelwaldes mit grauem, trockenem Hut. Dazu fällt mit nur der bei uns in Buchenwäldern vorkommende Rauchfarbene Milchling (Lactarius azonites) ein.

Das Fleisch b.z.w. der Milchsaft rötet im Schnitt allmählich. Möglich wäre daher auch der Rosaanlaufende Milchling (Lactarius acris).

Der oft büschelig und in Hexenringen wachsende Knopfstielige Rübling (Collybia confluens) ist auch bei uns eine häufige, ungenießbare Art in Laub- und Nadelwäldern.

Jonas am Gebirgsbach im Salzkammergut.

Bevor es zu einem erfrischenden Bad an diesem schwülwarmen Sommertag in das Flüßchen geht, zunächst noch schnell die Wassertemperatur prüfen.

Steinig sind die Waldwege in den Kalkalpen.

Dieser Pilz stand schon seit Jahrzehnten auf meiner Wunschliste. Jonas hat ihn endeckt und mir zugerufen, er habe eine Krause Glucke gefunden. In mir keimte zarte Hoffnung auf, da Irena meinte, es sei wohl keine, weil sie doch etwas anders aussehe. Ich war etwas entfernt und jubelte innerlich bereits. Ganz besonders als sich mein Verdacht bestätigte. Ich habe das erste mal im Leben den Bärenschädel (Sparassis laminosa) vor mir! Ich bin glücklich!

Besser bekannt wohl unter der Bezeichnung Breitblättrige Eichenglucke. Die Eiche ist aber nicht ihr einziger Wirt, denn an Tanne soll sie in Gebirgslagen ebenfalls vorkommen. Überhaupt ist diese Rote Liste Art fast nur in Bergregionen anzutreffen. Über weite Strecken in Deutschland scheint der Pilz zu fehlen. In M-V ist bisher nur ein Nachweis bekannt. In einigen Gebirgsregionen kommt der essbare Pilz etwas häufiger vor, besonders im Südwesten Deutschlands (Schwarzwald), aber auch in Österreich. Natürlich blieb der Bärenschädel an Ort und Stelle stehen!

Der Frauen – Täubling (Russula cyanoxantha) ist zwar einer unserer besten Speisepilze, haut mich aber nicht vom Hocker, da er auch in unseren Breiten ein sehr häufiger Pilz ist. Einzig die Tatsache, dass er hier im Nedelwald wächst, finde ich bemerkenswert.

Allmählich wird das Gelände für uns Flachland – Tiroler doch etwas zu steil, so dass wir lieber den Rückzug antraten.

Irena hat inzwischen aus dem irgendwie sandig – lehmigen Bodenuntergrund einen Zimt – Röhrling geformt.

Und Jonas hat einen skurilen Hocker entdeckt.

Er erinnert irgendwie an Ötzi!

Na endlich der erste Steinpilz!?

Aber nur für jemanden, der es besonders deftig mag. Für den verwöhnten Gaumen ist der Gallen – Röhrling (Tylopilus felleus) eine Grausamkeit. Steinpilze soll es einige Tage zuvor wenige gegeben haben, wie uns der Waldbesitzer dieses Revieres erklärte. Anders im letzten Herbst, da gab es hier in der Mondseeregion eine Steinpilzschwämme wie noch nie erlebt, sagte er uns. Unmöglich, alle abzusammeln und zu verwerten. Da ihm das Waldgebiet gehört, unterliegt er auch nicht einer Sammelbegrenzung und kann soviel wie er möchte ernten.

Ein Vertreter aus der Gruppe der essbaren Scheidenstreiflinge (Amanita spec.)

Schöne Aussicht. Der Österreicher würde sagen „Ins Land einischaun“.

Und genau dieses tun wir hier auch. Foto: Irena.

Das Wasser des Mond- und Attersees schimmert blaugrün.

Immer wieder beeindruckende Berglandschaften.

Hier sehen wir den Attersee und das Höllengebirge.

Die Mond- und Atterseeregion ist ein wichtiges Touristenzentrum Österreichs. Immer wieder laden Hinweisschilder zu teils themenbezogenen Wanderungen ein.

Dienstag, 06. August – Nachdem wir an einem etwas weniger idyllischen Pendlerparkplatz in Österreich übernachteten, starteten wir am Vormittag in Richtung Donau und steuerten auf Jonas seinem Wunsch eine ausgewiesene Badestelle an. Im Anschluß ging es am Grenzübergang Passau wieder nach Deutschland und wir landeten am Abend im Naturpark Bayrischer Wald.

Auch die Donau führt derzeit recht wenig Wasser, wie viele andere Flüße auch.

Aber die Fahrgastschifffahrt funktioniert noch.

Nach dem wir ein erfrischendes Bad in der Donau genossen, wurde Mittag gemacht. Eine Pilzpfanne aus dem Salzkammergut, bestehend aus Gelbbräunlichen Trichterlingen, Waldfreund Rüblingen, Frauen – Täublingen und einem Wiesel – Täubling (gelbgrünes Pilzstückchen, kein Grüner Knolli!). Ich muss sagen, die Gelbbräunlichen Trichterlinge haben garnicht so schlecht geschmeckt, obwohl sie meist als minderwertig geführt werden.

Das Mahl ist angerichtet, dazu wieder Kartoffelpuffer.

Pilze haben wir am steinigen Ufer der Donau nicht gesehen, aber trotzdem wird sich gebückt.

Einige vom Wasser wohlgeformte Steine müssen zur Erinnerung mit nach hause.

Am Abend erreichten wir Passau und es galt noch etwas einzukaufen.

Wir haben ein wunderschönes Plätzchen zum Übernachten am Dreiburgensee im Bayrischen Wald gefunden.

Mittwoch, 07. August – Wir haben an der südwestlichen Ecke des Naturparkes Bayrischer Wald bei Tittling, am Dreiburgensee, einen tollen Wanderparkplatz gefunden und übernachtet. Eine wunderschöne Ecke. Von hier aus führen themenbezogene Wanderwege durch den Bayrischen Wald und den umliegenden Ortschaften und Sehenswürdigkeiten. Unter anderem auch zum und durch das Museumsdorf Bayrischer Wald. Da auch ein Schwammerlweg ausgeschildert war, waren wir hier genau richtig und er wurde von uns in Angriff genommen. Für den gemeinen Pilzsucher wären Krause Glucken in ergiebigeren Mengen dabei gewesen, sowie auch einige Pfifferlinge und Rotfüßchen. Für mich gab es allerdings einige Highligts, über die ich mich riesig gefreut habe.

Unser Standort bei Oisching.

Jonas studiert die Wanderkarte.

Frische Wiesen – Champignons (Agaricus campestris) wuchsen gleich neben unserem Auto.

Willkommen für ein Potrait – Foto.

Das wird ein herzhaftes Frühstück.

Wir starten zu unserer Wanderung auf dem Schwammerlweg, der nur anfangs noch asphaltiert ist.

Vorbei am Dreiburgensee.

Auf modriger Holzunterlage eines dem Wanderweg angegliederten Barfußpfades wuchsen diese Olivschnitzlinge (Simocybe centunculus).

Hier sehen wir wahrscheinlich den Kegeligen Rißpilz (Inocybe fastigiata). Giftig!

Der Schönfuß – Röhrling (Boletus calopus) ist eine Augenweide. Für das Auge ein Genuss, für den Gaumen eine Zumutung, da bitter!

Im Alter verliert er an Schönheit. Warum soll es den Schwammerln anders ergehen wie uns Menschen.

Der Klebrige Hörnling (Calocera viscosa) hat viele Volksnamen und wird gern mit eingesammelt, obwohl er minderwertig ist.

Sage und schreibe 10 Jahre ist es her, dass ich zum letzten mal den Brätling (Lactarius volemus) in den Händen hielt und vor die Foto – Linse bekam. Im Süden Deutschlands scheint dieser gute Speisepilz deutlich häufiger zu sein und zählt hier sogar zu den volkstümlich gesuchten und begehrten Pilzarten. In unseren Breiten kennt ihn hingegen kaum ein Pilzsucher.

Einmal im Leben einen Schonsteinfeger oder Mohrenkopf (Lactarius lignyotus) in den Händen zu halten, war ein Wunsch, der mir fast unerfüllbar schien, da die schöne Milchlingsart bei uns im Flachland komplett fehlt. Wir finden den guten Speisepilz nur in Berglagen in naturnahen, alten Fichtenbeständen. Es war für mich der Höhepunkt unserer Urlaubsreise und Irena hatte ihn endeckt, nach dem ich des öfteren auf diesen Pilz aufmerksam gemacht hatte. Er stand  ganz oben auf meiner Wunschliste. Ich danke dem Bayrischen Wald!

Und natürlich auch Irena!

Zerstreut und nur regional etwas häufiger nachgewiesen ist der Rotschneidige Helmling (Mycena rubromarginata). Auch im Bayrischen Wald gibt es derzeit noch große Verbreitungslücken.

Ein dicker Brocken.

Gut gelaunt ein wenig verschnaufen. Bergwandern strengt doch ein wenig an.

Und hier mal wieder etwas für den Mykophagen. Der Fleischrote Speise – Täubling (Russula vesca) ist immerhin sowas von lecker, selbst roh!

Welches man vom Harten Zinnobertäubling (Russula lepida) wirklich nicht behaupten kann. Er ist höchstens ein Mischpilz und das auch nur in kleinen Mengen.

Der Blaugraue Täubling (Russula parazurea) darf hingegen unbedenklich in den Sammelkorb wandern.

Der Stachelbeer – Täubling (Russula quelettii) muss hingegen draußen bleiben. Er schmeckt sehr scharf. Der Pilz ist bei uns in M-V höchstens zerstreut mal anzutreffen, in Bergfichtenwäldern hingegen häufig.

Hin und wieder gab es einige Rotfuß – Röhrlinge (Xerocomus chrysentheron).

Riesig habe ich mich auch über diese Geselligen Glöckchennabelinge (Xeromphalina campanella) gefreut. Ein Pilz, den ich seit Kindertagen im wesentlichen nur durch Abbildungen in Pilzbüchern kannte. Nur während unserer DBU – Kartierungen bin ich ihm vor zwei Jahren das erste mal in der Üeckermünder Heide begegnet. Er ist in großen Landstrichen selten bis zerstreut. Nur in einigen Gebirgsregionen ist er häufiger Nachgewiesen. Im Bayrischen Wald hauptsächlich ganz nach Osten zu. Ein wunderschönes Pilzchen!

Die meisten Pilzsucher wollen hingegen solche Arten finden und gehen an oben gezeigten Schönheiten meist achtlos vorüber. Eierschwämmchen (Cantharellus cibarius).

Aber es lohnt sich, die Eierschwämmchen im Bayrischen Wald mal etwas genauer anzuschauen. Hier sehen wir nähmlich nicht den normalen Pfifferling, sondern den Amethyst – Pfifferling (Cantharellus ametysteus). Die violettbeschuppte Pfifferlingsart ist im gesamten Norddeutschen Raum sehr selten und wurde in M-V bisher noch nicht nachgewiesen. In Bergregionen ist sie auf kalkhaltigen Böden gebietsweise häufiger. Wieder ein Fund, der mich ins Schwärmen brachte!

Von oben betrachtet ist der Semmelstoppelpilz (Hydnum repandum) den Pfifferlingen sehr ähnlich. Stacheln statt Leisten auf der Hutunterseite schaffen aber Klarheit. Auch er ist ein guter Speisepilz, sollte aber besonders im Bayrischen Wald mit Vorsicht genossen werden. So hat die Hochschule Fulda im Jahre 2016 bei eingesandten Proben vom Raum Sülzfeld 934,77 und aus Brannenburg/Vorgebirge 17 273,05 Becqurel radioaktive Belastung festgestellt. Besonders der letzte Wert ist doch schon sehr bedenklich!

Hier sehen wir einen schönen und recht kompakten Täubling aus dem Umfeld von Russula violeipes. Dieser ist mit seinen gelben Hüten in Mecklenburg recht häufig und kommt teils aber auch mit farblich stärker überlaufenen Hüten vor. Hier, so denke ich zumindest, dürfte es sich um den Samt – Täubling (Russula amoena) handeln. Eine recht seltene Art, die besonders im Schwarzwald häufiger vorkommen soll. Im Bayrischen Wald gibt es laut Verbreitungskarte der DGfM bisher kaum nachweise.

Der Hut erscheint stumpf – samtig mit olivlichen, teils weinrötlichen Mischfarben mit dunklem Zentrum.

Krause Glucken (Sparassis crispa) gab es hier mehrfach, teils in richtig kapitalen Stücken.

Als Speisepilze waren auch einige Eichen – Filzröhrlinge (Xerocomus quercinus) im Angebot.

Intensiver Maggi – Geruch zeichnet den Kampfer – Milchling (Lactarius camphoratus) aus.

Dem Grüngefelderten Täubling (Russula virescens) zu begegnen ist natürlich immer eine Freude. Sowohl für´s Auge, wie auch für den verwöhnten Gaumen, zählt er doch zu unseren wertvollsten Speisepilzen.

Ein weiterer Höhepunkt war der Fund des Grünenden Pfeffermilchlings (Lactarius glaucescens). Er ist in Norddeutschland sehr selten und nur in einigen Mittelgebirgsregionen, ab dem Harz südwärts, regional etwas öfter nachgewiesen. Auch vom Bayrischen Wald sind kaum Funddaten vorhanden.

Es ging hier wirklich schlag auf schlag. Für mich ein echtes Raritäten – Kabinet. Das Europäische Goldblatt (Phylloporus pelletieri) war gleich mehrfach vertreten.

Am Ende der für mich sehr erfolgreichen Tour stand sogleich eine Mischpilz – Pfanne auf dem Programm, denn frische Waldluft macht bekanntlich hungrig.

Noch schnell ein Bad im Dreiburgensee und dann zogen auch schon dunkle Regenwolken auf. Es begann zu schütten wie aus kübeln und wir starteten zu unserer letzten Etappe.

Donnerstag, 08. August – Wir fuhren am gestrigen Abend, es regnete sowieso, noch bis Nordbayern, in den Frankenwald, an der Grenze zu Thüringen. Hier fanden wir wieder einen annehmbaren Schlafplatz an einem Wanderer Rast – und Parkplatz, von dem man beispielsweise durch das Höllental des Flüßchens Selbitz wandern kann. Ein wunderschönes FFH – Gebiet, das zu Zeiten der deutschen Teilung Staatsgrenze zwischen DDR und BRD war. Am heutigen morgen herrschte hier aber Aufregung. Der Landkreis Hof hat den Bau einer Hängebrücke über dieses weitgehend naturnahe Gebiet beschlossen und dagegen formierte sich Widerstand. Eine engagierte Dame war völlig aufgebracht, da heute die Baumaschienen und LKW´s anrückten, um mit dem Projekt zu beginnen. Der Landkreis Hof wirbt mit dem Höllental als Raum der Erholung und Ruhe. Nachdem hier im Jahre 2022 die dann längste Hängebrücke der Welt eröffnet werden soll, wird es wohl mit der Ruhe vorbei sein, so der BUND, der sich gegen dieses Projekt aussprach. Aber auch hier geht es wieder nur um Geld. Mehreinnahmen durch Massentourismus auf Kosten der Natur! Gerne hätten wir eine Wanderung durch das Höllental unternommen, aber der Zeitpunkt schien uns etwas ungünstig. So fuhren wir von hier aus in Richtung Heimat.

Was wohl der Butzlkouh dazu sagen würde.

Nichts destotrotz könnte der Naturpark Frankenwald vieleicht später noch einmal ein lohnendes Ziel sein.

Direkt an unserem Rastplatz wuchsen an Totholz einige Porlinge. Hier ist es eine frische Rosette des Angebrannten Rauchporlings (Bjerkandera adusta).

Während es auf der Fahrt durch Sachsen – Anhalt und Brandenburg sonnig und trocken war, wurden die Wolken in Richtung Mecklenburg – Vorpommern immer dicker und hinterließen kräftige Regenschauer.

Nicht nur Müsi freute sich, als wir wieder zu hause waren.

Auch die Blumen strahlten uns an.

Und Jonas hatte sich in Bayern mit reichlich Almdudler eingedeckt. Seit er es vor wenigen Jahren dort endeckte, ist es ein Kult – Getränk bei ihm.

Die erste Nacht wieder zu hause schlafen. Es hatte auch in der Heimat geregnet und der Mond ist halb. Laut Mond – Theoretiker sollen die Pilze bei zunehmenden Mond besser wachsen. Wir werden sehen.

Sonnabend, 10. August – Die Gewitter vom 31. Juli haben besonders in Teilen Schleswig – Holsteins und Mecklenburgs zu hohen Regenmengen, Überschwemmungen und Sturmschäden geführt. Wie so oft gingen einige Bereiche fast leer aus. In Wismar herrscht weiterhin eher Dürre vor, während es im Raum Blankenberg/Brüel ergiebige Regenmengen gab. In Keez sind bei den Gewittern über 30 Liter im Meßbecher gewesen. Besonders westlich von Rostock haben die Gewitter stark gewütet, aber auch im Raum Sternberg. Nachfolgeniederschläge durch weitere Schauer werden in diesen Gebieten nun greifen und zumindest regional einen nennenswerten Wachstumsschub von Sommerpilzen auslösen. Örtlich kann es wohl sogar richtig heftig zur Sache gehen, anderswo müssen wir uns weiter gedulden.

 Heute führte eine öffentliche Wanderung durch den Holmer Wald zwischen Grevesmühlen und Dassow. Sandige Nadelwälder überwiegen hier. Auch in dieser Region hatte es in der letzten Zeit genügend geregnet, um die größte Trostlosigkeit zu beenden. So waren wir heute durchaus angenehm überrascht, dass es doch einiges an Frischpilzen gab. Meist nur kleinere Arten wir Rüblinge, Trichterlinge, Helmlinge oder Schwindlinge, aber auch schöne Speise – Täublinge. Röhrlinge waren durch frische Rotfüßchen vertreten und in den moosreichen Fichtenwäldern zeigte sich sogar eine erste und schöne Marone. Es geht also los!

Nicht nur das die gemeinen Arten nun häufiger werden, auch das Raritäten – Kabinet scheint eröffnet zu sein. Diese beiden Egerlinge fand heute ein Pilzsucher auf unserer Wanderung im Holmer Wald. Nach intensiver Nachvorschung gelang ich zu dem Schluß, dass es sich um den Porphyr – Champignon (Agaricus porphyrocephalus) handeln könnte. Eine in Deutschland extrem seltene Art! Es gibt bis dato nur 6 Nachweise. In M-V bisher nur einmal gefunden b.z.w. nachgewiesen. Holmer Wald im MTB: 2132/1.

Sonntag, 11. August – Wir befinden uns zwar noch eine Weile im Zeitraum der Hundstage, aber wettertechnisch werden die Weichen eher frühherbstlich gestellt. Es ist derzeit noch sommerlich warm, aber der Temperaturtrend zeigt eher nach unten. Wind und zahlreiche Schauer werden wohl die nächste Zeit dominieren. Ständige Winde sind zwar dem Pilzwachstum nicht gerade förderlich, aber der Regen kommt natürlich wie gerufen. Da er meist in Schauern fällt, wird das Nass auch weiterhin eher ungerecht verteilt werden. Die große Depression an der Pilzfront scheint aber beendet. Regional lohnt es sich durchaus die Augen offen zu halten. Irena kontrollierte heute einige Sommersteinpilz – Standorte. Ohne Erfolg, aber immerhin einige Parasole und Rotfuß – Röhrlinge. Auch in der Pilzberatung wurden mir heute frische Eichen – Filzröhrlinge vorgelegt.

In den dichten Moospolstern des Holmer Fichtenwaldes zeigte sich gestern sogar schon eine junge Marone (Xerocomus badius). Die Szenerie ist aber durchaus gestellt, da ein interessierte Schuljunge auf der gestrigen Pilzwanderung meinte, mit dem Klebrigen Hörnling (Calocera viscosa) wirke das Foto noch schöner. 10.08.2019.

Montag, 12. August – Tiefdruckgebiete sind weiterhin am Zuge. Unbeständiges Wetter mit weiteren Schauern und Gewittern ist die Folge. Bei den Temperaturen wird Achterbahn gefahren. Mal frühherbstlich kühl, mal sommerlich warm. Dazu zeitweise viel Wind und kräftige Regengüsse. Also schon ein wenig herbstlich. Damit stimmt die Witterung auf die bevorstehende Hochsaison ein, die derzeit schon zaghaft anläuft. Es wird wohl weiterhin differenziert sein, aber die eingespielte Wetterlage soll möglicherweise bis Ende des Monats weiter gehen. In einigen Ecken wird es in kürze wohl schon richtig gut werden, in anderen dauert es länger. Ich denke und hoffe, uns steht ein toller Pilzherbst bevor. Es zeichnet sich jetzt schon spannendes ab. Nicht nur die gemeinen Arten werden allmählich häufiger, auch Raritäten scheinen sich berufen zu fühlen uns in den nächsten Wochen und Monaten so manche Überraschung aufzutischen.

So wartete der Holmer Wald während unserer Pilzwanderung am Sonnabend gleich mit mehreren Seltenheiten auf. Neben obigen Champignon beispielsweise auch mit diesem Gestielten Filzporling (Onnia tomentosa) im Fichtenforst. In M-V gibt es bisher nur wenige Nachweise.

Dienstag, 13. August – Zahlreiche Schauer und Gewitter ziehen seit der Nacht in hochreichend kalter Polarluft über Norddeutschland. Besonders stark hat es in Richtung nördliches Schleswig – Holstein geschüttet. In M-V war vor allein ein küstennaher Streifen zwischen Rostock, Stralsund und Rügen recht ordentlich mit dem wertvollen Nass bedacht worden. Weitere Tiefausläufer mit Schauern und Gewittern werden in den nächsten Tagen folgen.

Das alles und die moderaten Sommertemperaturen werden das allgemeine Pilzaufkommen weiter ansteigen lassen. Natürlich weiterhin differenziert. In einigen Gebieten nur sehr zaghaft, in anderen durchaus deutlicher. Und das ist auch gut so, damit es nicht überall gleich stark losgeht. Natürlich werden zunächst viele Sommerarten die Chance nutzen. Selbst in Wismar, wo die Vegetation immer noch eher braun als grün ist, zeigen sich vereinzelt Frischpilze. So sah ich heute aus dem Bus heraus auch einen schon ausgewachsenen Hexen – Röhrling unter Linden im Stadtgebiet. In der Pilzberatung zieht Leben ein. Auffällig in der letzten Zeit sind die Funde von Riesenbovisten. Auch der zweite Schub von Schwefelporlingen hat losgelegt. Da ich derzeit nicht in der Lage bin, in den Wald zu fahren, da mein Zweirad nach dem Urlaub den Geist aufgegeben hat und in der Werkstadt steht, findet die für morgen geplante Mittwochsexkursion nicht wie geplant statt. Trotzdem werde ich mit Chris Engelhardt eine Tour unternehmen und in Regionen fahren, wo ich guter Hoffnung bin, dass es durchaus nicht uninteressant werden könnte.

Hier nochmal eine interessante Art aus dem Holmer Wald am vergangenen Sonnabend. Wir sehen den Kleinsten Scheidling (Volvariella pusilla). Durchaus nicht häufig und in M-V zerstreut bis selten!

Mittwoch, 14. August – Meine eigentlich geplante Mittwochsexkursion kam heute leider nicht zu stande, da mein Zweirad immer noch in der Werkstadt steht. Trotzdem hatte sich Chris Engelhardt aus Lübeck angemeldet. Da das geplante Revier etwa auf halber Strecke zwischen unseren beiden Hansestädten liegt, wäre es unpraktisch für Chris erst nach Wismar zu kommen, dann wieder halb zurück zu fahren und danach wieder in Richtung Wismar um nochmals retour zu fahren. So einigten wir uns auf ein anderes Gebiet in der Nähe von Wismar. Wir statteten den Wäldern bei Perniek einen Besuch ab. Am 29. Juli ging hier ein heftiger Gewitterregen nieder (ich berichtete im Juli – Tagebuch darüber) und zwischenzeitlich regnete es auch nach, so dass ich hier guter Hoffnung auf einige Frischpilze war. Da das Initialereignis nun schon 16 Tage zurück liegt, waren die Körnchen – Röhrlinge, die so manchen Sammlerkorb hätten füllen können, bereits überständig. Ansonsten hätte es für den einfachen Sammler höchsten zwei junge Espen – Rotkappen gegeben. Der etwas versiertere Pilzfreund hätte reichlich Nelkenschwindlinge und einige Rosablättrige Schirmpilze der kulinarischen Verwertung zuführen können. Es gab natürlich noch einiges mehr, welches der Kochtopfmykologe in der Regel mißachtet. Es war eine durchaus kurzweilige Exkursion.

Während der Schub von Körnchen – Röhrlingen bei Perniek über dem Berg ist, sandte mir ein Tagebuchleser ein Foto von seiner heutigen Ernte in einem Pilzrevier östlich von Rostock zu. Und das hatte sich gelohnt. Die Maronen schoben hier zahlreich, jung und in guter Qualität! Es heißt also weiterhin die Augen auf, denn es entwickelt sich, wenn auch weiterhin differenziert.

Das Wetter soll zunächst noch mitspielen. Morgen kommt der turbulente Andreas mit Regen und Gewittern. Bis Mitte nächster Woche kann es immer wieder regnen. Zum Ende dieses Zeitraums werden für M-V aus heutiger Sicht sogar sehr ergiebige Regenfälle berechnet. Das muss sich aber in den nächsten Tagen noch konkretisieren. Ansonsten deuten die Modelläufe seit gestern bereits im weiteren Verlauf zunehmenden Hochdruckeinfluß an. Das würde wieder warmes und trockenes Sommerwetter zur Folge haben.

Junge Espen – Rotkappen (Leccinum aurantiacum) heute am Standort fotografiert.

Donnerstag, 15. August – Gestern Abend erhielt ich einen Anruf von einer Dame, die einen rohen Karbol – Champignon verzehrt hatte und sich nach etwa 2 Stunden übergab. Sie suchte Torsten Richter in Rehna mit Fragmenten des verzehrten Pilzes und einem weiteren Fruchtkörper, der in direkter Nachbarschaft wuchs, auf. Torsten verwies sie auch an meine Adresse und untersuchte die Fragmente mikroskopisch. Wir konnten Entwarnung geben, es war wirklich nur ein schwach giftiger Karbol – Champignon. Auch für gute Speisepilze gilt, bis auf wenige Ausnahmen keine rohen Pilze verzehren, denn die meisten Speisepilze, auch Maronen, Rotkappen, Hexen – Röhrlinge, Parasole u.s.w. sind roh giftig! Aber auch gegart hätte es ähnliche Symtome beim Karbol – Champignon gegeben. Dramatischer ging es aber wohl Anfang des Monats in Schwerin zu, wie mir eine Krankenschwester auf unserer letzten Pilzwanderung mitteilte. Hier wurden gefährliche Knollenblätterpilze verzehrt. Die Schweriner Pilzsachverständige Brigitte Schurig betreute den Fall.  Mit dem Einsetzen des verstärkten Pilzaufkommens häufen sich nun auch wieder die Vorkommnisse mit ungenießbaren und giftigen Arten.

Zum Wetter. Heute war ein verregneter Tag, aber die Mengen hielten sich meist in Grenzen. Dennoch positiv für`s aktuelle Pilzwachstum. Vom möglichen großen Regen Mitte nächster Woche ist auf den Vorhersagekarten nichts mehr zu sehen. Es bleibt wohl komplett trocken. Einzig am Wochenende kann noch etwas vom Himmel kommen. Ansonsten scheint sich Hochdruck anzubahnen. Ein mächtiges Hoch beginnt sich von Skandinavien bis zu den Azoren aufzubauen und wird wahrscheinlich alle Tiefs auf Distanz halten. Aber diesbezüglich ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Vieleicht kann sich zeitweise zumindest etwas Regen einmogeln.

Heute habe ich unsere Ausstellung erneuert. Es liegen 85 Arten auf der Fläche. Erstmals in diesem Jahr dabei: Kiefernfältling, Küchen – Schwindling, Nelken – Schwindling, Feinschuppiger Trichterling, Stinkschirmling, Körnchen – Röhrling, Kiefern – Täubling, Verblassender Täubling, Vielfarbiger Täubling, Schiefknolliger Anis – Champignon, Espen – Rotkappe, Übelriechender Champignon, Glanz – Täubling, Gestielter Filzporling und Rosablättriger Egerlings – Schirmpilz.

Und hier noch einige Bilder von der gestrigen Exkursion:

Unter den zahlreichen Körnchen – Röhrlingen (Suillus granulatus) im Kiefernforst bei Perniek befanden sich nur noch wenige, halbwegs junge Exemplare. Der Schub war durch.

Dafür gab es stellenweise reichlich Nelkenschwindlinge (Marasmius orades). Zwischen normal gefärbten Exemplaren gab es aber auch Inseln, an denen die Pilze ungewöhnlich hell waren, selbst bereits jung, wie auf diesem Foto zu sehen. Im Alter wurden sie komplett weiß.

Der Küchen – Schwindling (Maramius scorodonius) ist besonders in der französischen Feinschmeckerküche ein wertvoller und hochgeschätzter Würzpilz, genannt Mousseron. Er ist der echte Knoblauch – Schwindling.

Aber es ging uns heute nicht um`s Speisepilze sammeln, sondern es war  Mittwoch und somit Kartierungsexkursion. So konnten wir heute durchaus einige Arten aufschreiben, die neu für diesen Quadranten, zumindest in meiner Datei waren. Dazu zählt auch dieser nur zerstreut nachgewiesene Kiefernfältling (Leucogyrophana mollusca). Wir finden ihn resupinat auf der Unterseite liegender Kiefernstämme und Äste.

Auch einige Phytoparasiten waren dabei. Hier sehen wir Mikroaufnahmen vom Brombeerost. Foto Chris Engelhardt.

Oder auch dieser Mehltau auf Spätblühender Traubenkirsche. Foto: Engelhardt.

Und wie es sich gehört, überraschten wir den Pilz – Marienkäfer (Psylloboria virgintiduopunctata) beim Mittagsmahl. Er weidete den Echten Mehltau ab, welcher seine Nahrungsgrundlage bildet. Daher finden wir den 22 Punkt – Marienkäfer bevorzugt auf Eichenblättern, die vom Mehltau befallen sind. Foto: Chris Engelhardt.

Elegant und wunderschön war auch der Geschmückte Helmling (Mycena amicta). Ebenfalls neu für dieses Gebiet. Foto: Christopher Engelhardt.

Freitag, 16. August – Ich habe zwar keinen Überblick, wie viele Pilzfreunde die täglichen Informationen im Tagebuch lesen oder überhaupt unsere Homepage nutzen, aber es scheinen einige im deutschsprachigen Raum zu sein. Das freut mich natürlich sehr und meine Zeit und Arbeit ist nicht umsonst investiert. Manchmal kommt es sogar vor, dass diese auch einen kleinen, finanziellen Nutzen einbringt und mit einer kleineren oder größeren Spende gewürdigt wird. Namentlich möchte ich an dieser Stelle unseren Pilzfreund Egon aus Berlin erwähnen, der mich dieser Tage wieder im Steinpilz besuchte und eine ansehliche Spende, so wie schon seit Jahren, überreichte. Auch herzliche Grüße in die Schweiz, an den Verlag Eichenmändli für eine ansehliche Spende, die kürzlich auf dem Vereinskonto einging.  Jeder zusätzliche Euro hilft, dass der Steinpilz – Wismar auch weiterhin bestehen kann. Ganz herzlichen Dank auch allen anderen, die unsere Arbeit diesbezüglich unterstützten und es hoffentlich auch weiterhin tun. Sei es auch „nur“ durch die normalen, jährlichen Vereinsbeiträge. Die Konto – Daten sind unter „Förderer und Sponsoren“ zu finden.

Das Wetter zeigt sich weiterhin wechselhaft. So regnete es heute Vormittag vorübergehend etwas kräftiger im Wismarer Umland. Mehr wie 2 – 3 Liter dürften aber nicht zusammen gekommen sein. Morgen und auch am Sonntag folgen weitere Regenfälle. Die bis Mittwoch früh akkumulierte Niederschlagsmenge wird für M-V auf 1 – 20 l/qm berechnet. Am wenigsten in Vorpommern, am meisten in Westmecklenburg. Das freut uns, aber mehr wäre besser, da es danach überwiegend trocken weiter gehen soll. Wie schon angedeutet, wird der Hochdruck stärker und die Sonne wird die Ostsee – Urlauber wieder häufiger verwöhnen. Sehr stabil scheinen sich die Hochdruckgebiete aber nicht etablieren zu können, denn es kann bis Ende des Monats immer mal Schauer und Gewitter geben. Wie dem auch sei, der Pilzsommer endete heute um 12.00 Uhr mittags. Wir befinden uns also ab sofort im Herbstaspekt. Den Sommer können wir aus pilztechnischer Sicht auch in diesem Jahr im großen und ganzen zu den Akten legen. Er war zwar nicht ganz so trostlos wie im letzten Jahr, was uns allerdings geboten worden ist, war mehr als bescheiden. Nun muss der Herbst und Spätherbst wirklich Vollgas geben, sollte es wenigstens noch ein halbwegs ordentliches Pilzjahr werden.

Vollgas geben dieser Tage zumindest schon einmal die giftigen Karbol – Champignons in Dörfern und Städten. In großen Mengen treten sie oft am Standort auf und werden als lohnende Pilzbeute rasch eingesammelt. Spätestens bei den unangenehmen Ausdüstungen aus dem Kochtopf sollte jedem klar sein, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Von manchen Menschen werden sie gleich roh verschluckt. Wie dem auch sei, das „Zwei – Schüssel – Syndrom“ dürfte sich bei den meisten einstellen. Für die böse Schwiegermutter sind sie jedoch nur als Warnschuss zu gebrauchen.

Sonnabend, 17. August – In der Pilzberatung wurden mir heute Abend Pilze vorgelegt, die im Schweriner Schloßgarten gesammelt wurden. Hauptsächlich Netzstielige Hexen – Röhrlinge in allen Alterstadien, aber auch junge Sommersteinpilze und Wurzelnde Bitterröhrlinge. Gerade für viele wärmeliebende Dickröhrlinge hat jetzt die beste Zeit begonnen. Ab Oktober klingen sie meist ab. Wurzelnde Bitter – Röhrlinge lieben kalkhaltige Böden und wachsen meist unter Eichen. Daher sind sie auch viel in Parkanlagen, auf Friedhöfen und überhaupt in Siedlungsnähe zu finden und erregen wegen ihrer stattlichen Größe die Aufmerksamkeit von Passanten. Aber auch in kalkreichen Wäldern, oft mit südexponierten Hanglagen, wie beispielsweise dem Deichelsee bei Brüel, können sie wachsen. Dort war heute Christian Ehmke unterwegs. Während die Wurzelnden ihn eher kalt ließen, da sie in Wismar an verschiedenen Stellen wachsen, hat er sich jedoch über die 30 – 40 Satans – Röhrlinge riesig gefreut. War es doch seine erste Begegnung mit diesem legendären und wunderschönen Giftpilz, der bei weitem nicht so gefährlich ist, wie sein Name vermuten läßt. Sie wuchsen dort gleich an 4 verschiedenen Lokalitäten. Auch  2 Goldporige Röhrlinge konnte er entdecken. Ebenfalls eine große Rarität in unseren Breiten.

Immer wieder eine Freude diesen wundervollen und schweren, farbenfreudigen und sehr seltenen Dickröhrling, mit seinem angenehm unangenehmen Geruch in den Händen zu halten. Sicher immer wieder ein Höhepunkt eines jeden Pilzfreundes, der die Schwammerln nicht nur unter dem einzigen Gesichtspunkt, gut oder böse, betrachtet. Herzlichen Glückwunsch, ich freue mich mit!

Ich habe hingegen nichts besonderes gefunden, als ich zu Fuß von Wismar aus zum nahen Gägelow unterwegs war, um mein Dienstfahrzeug in Empfang zu nehen. Aber immerhin wuchsen entlang der Grasnarbe links und rechts des asphaltierten Fahradweges allerlei Frischpilze. Vor allem Stäublinge, Ackerlinge, Tintlinge und auch junge Wiesen – Champignons. Es tut sich was, auch im nur dürftig mit Regen bedachten Umfeld der Hansestadt Wismar.

Sie gehören zu meinen lieblings Bäuchlingen, die Wiesen – Staubbecher (Vacsellum pratense). Nicht in kulinarischer Hinsicht, obwohl sie jung durchaus essbar sind, nein, wegen ihrer Schönheit. Viele dichte, feine Stachelchen, die durchaus flauschig weich sind, auf sahnegelblichem Untergrund. Einfach ein schöner Anblick und eine leicht kenntliche Art! Standortfoto heute bei Gägelow, in der Nähe von Wismar.

Und auch der derzeitige Regen war bisher nichts als unwesentliches getröpfel. Viel wird wohl auch heute Nacht und morgen nicht mehr zusammen kommen, bevor dann der Sommer wieder durchstarten soll. Hier die neuesten Berechnungen von Kachelmann – Wetter bezüglich der Regensummen bis Ende nächster Woche: In Mecklenburg maximal 10 – 20 Liter. Im nordwestlichen Niedersachsen und nördlichen Schleswig – Holstein 20 – 30 LIter. In Dänemark bis 40 Liter und ganz im Süden der Republick 30 – 60 Liter pro Quadratmeter. Da weiß man, wo demnächst die größte Hoffnung auf Erfolg an der Pilzfront besteht.