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18. August 2019 – Vereinsexkursion der Pilzfreunde

Vereins- und Kartierungsexkursion

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Ziel sind die Kobander/Venzkower Tannen

Fichten – Steinpilze (Boletus edulis) sind in den Kobander Tannen traditionell zuhause. Unterliegen hier aber seit Jahren einer Rückgangstendenz.

Treff am Sonntag, dem 18. August 2019, um 08.00 Uhr auf dem schmalen Parkplatz gegenüber dem Zeughaus in Wismar, Ulmenstraße. Interessierte Gäste aus der Zielregion können sich gegen 09.00 Uhr am Waldrand bei Venzkow, am Straßen – Abzweig Jülchendorf/Kaarz und Demen einfinden.

Endlich steht mal wieder eine Vereinsexkursion auf dem Programm. Die Kobander/Venzkower Tannen sind ein Teilbereich der ehemals großen Waldflächen der Staatsforst Turloff. Sie stehen in Verbindung  mit den Jülchendorfer Buchen und dem Kaarzer Holz. Insgesamt einer der größten, zusammenhängenden Waldflächen in Mecklenburg. Wir wollen heute dem Bereich der Kobander Tannen einen Besuch abstatten. Wie oben erwähnt, ist bei den hier ehemals reichen Steinpilz – Revieren in den zurückliegenden Jahren eine Rückgangstendenz zu verzeichen. Schuld daran sind allerdings nicht die Pilzsammler, sondern die Umstellung der forstwirtschaftlichen Nutzung. Wurden zu DDR – Zeiten in den genannten Revieren großzügig Fichtenforste gepflanzt, wird diese Nadelbaumart so gut wie nicht mehr aufgeforstet. Noch zur Jahrtausend – Wende gab es in diesen sauren, moosreichen Fichtenplantagen in manchen Jahren eine Steinpilz – Schwämme, dass man mit einem Transporter hätte vorfahren können, sind diese Bereiche inzwischen in die Jahre gekommen und liefern nur noch schmale Erträge. Zum Glück kommt der Fichten – Steinpilz aber auch mit Buche, Eiche und Kiefer klar, aber das Quantum von damals wird nicht mehr erreicht werden können. Aus Naturschutzgründen sollen beispielsweise Steinpilze in Deutschland nur in kleinen Mengen zum Eigenbedarf gesammelt werden, ansonsten drohen Strafen. Ein völlig falscher und verkehrter Ansatz! Der Steinpilz ist trotz der erwähnten Rückgangstendenz nicht vom Aussterben bedroht und gehört nicht auf Naturschutz – Listen! Wenn es doch in Zukunft dazu kommen sollte, liegt es nicht am Absammeln der Fruchtkörper, sondern an der Wirtschaftsweise in unseren Wäldern! Pflanzt wieder massenhaft Fichten und der Steinpilz wird  gemeinsam mit dem hübschen Fliegenpilz zunehmend jeden Pilzsammler und Spaziergänger erfreuen!

Für Nichtvereinsmitglieder, die sich uns natürlich gerne anschließen dürfen, wird eine Teilnahmegebühr von 10.00 € erhoben. Es gilt die Wismarer Pilzberatungsstelle am Leben zu erhalten!