22. – 24. April 2016 – AMMV – Frühjahrstagung

Frühjahrstagung der AMMV auf Rügen

Deutschlands größte Insel mit ihren berühmten Kreidefelsen ist in diesem Jahr Schauplatz zweier Fachtagungen der Mykologen Mecklenburg - Vorpommerns.

Deutschlands größte Insel mit ihren berühmten Kreidefelsen ist in diesem Jahr Schauplatz zweier Fachtagungen der Mykologen Mecklenburg - Vorpommerns.

Vom 22. – 24. April 2016 waren die Mitglieder der Fachruppe Mykologie Mecklenburg – Vorpommerns im Naturschutzbund Deutschland zu ihrer traditionellen Frühjahrstagung sehr herzlich eingeladen. Sowohl im Frühling als auch im Herbst finden die beiden diesjährigen Fachtagungen auf der Ostseeinsel Rügen, genauer gesagt in Prora, statt. Tagungsort war und ist die dortige Jugendherberge im ehemaligen KDF – Komplex. Am Freitag war Anreisetag und Abends fanden Einweisungen zu einem über zwei Jahre laufenden Kartierungsprojekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt „WiNat“ – „Wildnis Naturerbe“  statt und es wurden die Exkursionsgebiete festgelegt. Sonnabend gab es ganztägig diesbezüglichen Exkursionen mit anschließender Fundauswertung am Abend. Am Sonntag – Vormittag wurden nochmals vorher festgelegte und gekennzeichnete Festpunkte in den Wäldern um Prora aufgesucht und abkartiert.

Die frisch sanierte Jugendherberge in Prora im ehemaligen KDF - Komplex.

Die frisch sanierte Jugendherberge in Prora im ehemaligen KDF - Komplex.

Das Logo unserer, vor genau 25 Jahren gegründeten Fachgruppe Mykologie innerhalb des NaBu - Deutschland.

Das Logo unserer, vor genau 25 Jahren gegründeten Fachgruppe Mykologie innerhalb des NaBu - Deutschland.

Aufbruch zu den ersten Kartierungspunkten.

Aufbruch zu den ersten Kartierungspunkten.

12 zuföllig ausgewählte Testpunkte mußten in einem Radius von genau 15,8m mykologisch untersucht werden mit zeitlich festgelegter Vorgabe von jeweils 45 Minuten. Das ganz insgesamt 6 mal über zwei Jahre verteilt (Frühling, Frühherbst und Spätherbst).

12 zufällig ausgewählte Testpunkte mußten in einem Radius von genau 15,8 m mykologisch untersucht werden, mit zeitlich festgelegter Vorgabe von jeweils 45 Minuten. Das ganze insgesamt 6 mal über zwei Jahre verteilt (Frühling, Frühherbst und Spätherbst).

Jeder Festpunkt ist mit einer Nummer ausgestattet und muss mit einem speziell programiertem Navigationsgerät in den jeweiligen Wäldern angepeilt werden. Untersucht werden müssen Flächen bei Prora, in der Ueckermünder Heide und im Kaarzer Holz.

Jeder Festpunkt ist mit einer Nummer ausgestattet und muss mit einem speziell programmiertem Navigationsgerät in den jeweiligen Wäldern angepeilt werden. Untersucht werden müssen Flächen bei Prora, in der Ueckermünder Heide und im Kaarzer Holz.

Am Abend dann erste Fundauswertugen. Viele der heute gefundenen Arten sind nur mikroskopisch bestimmbar.

Am Abend dann erste Fundauswertungen. Viele der heute gefundenen Pilzarten sind nur mikroskopisch bestimmbar.

Die Buchenfruchtschalen - Holzkeule (Xylaria carpophila) kann auch ohne Mikroskop eindeutig bestimmt werden. Jeder Fund wird einetütet, fotografiert, getrocknet und Herbarisiert.

Die Buchenfruchtschalen - Holzkeule (Xylaria carpophila) kann auch ohne Mikroskop eindeutig bestimmt werden. Jeder Fund wird eingetütet, fotografiert, getrocknet und herbarisiert.

Besonders auf der Unterseite feucht liegender Äste und Stämme werden wir immer wieder fündig. Ob Schichtpilz, Porling oder Schlauchpilz, fast alles wird mitgenommen und eingetütet.

Besonders auf der Unterseite feucht liegender Äste und Stämme werden wir immer wieder fündig. Ob Schichtpilz, Porling oder Schlauchpilz, fast alles wird mitgenommen und eingetütet.

Die mykologischen Inventuren erfolgen im Auftrag der DBU Naturerbe GmbH auf DBU – Naturerbeflächen und in Naturwaldreservaten des Norddeutschen Tieflandes im Rahmen des gemeinsam von BMBF und BMUB/BfN geförderten Forschungsvorhabens „Wildnis Naturerbe“ kurz „WiNat“, in der Fördermaßnahme „Forschung zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“, so die Erläuterung des DBU.

Sie basiert auf einen Regierungsbeschluß vom 11. November 2011, worauf gesamtstaatlich repräsentative Naturschutzflächen des Bundes unentgeldlich an eine Bundesstiftung (vorzugsweise DBU) von 80.000 – 125.000 Hektar einzubringen oder an die Länder zu übertragen sind. Längerfrist sollen daraus neue Wildnisgebiete entstehen. In M-V sind es in erster Linie ehemalige Militärgebiete, die in ihrer Natürlichkeit und Einmaligkeit erhalten und gefördert sowie im weiteren Verlauf zu Naturschutzgebieten deklariert werden sollen.

Näheres auch unter www.oliver.duty@lagus.mv.-regierung.de