16. Juni 2018 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Wiesen – Champignons

Die Wanderung führt durch den Jassewitzer Busch

Mit einem Alter von bis zu 250 Jahren ist der Jassewitzer Hainbuchenbestand einmalig in unserem Bundesland. Das Foto habe ich im Juni 2016 aufgenommen.

Treff am Sonnabend, dem 16. Juni 2018, um 08.00 Uhr auf dem schmalen, unterteilten Parkplatz in der Wasserstraße/Kopenhagener Straße, am ZOB in Wismar. Zweittreffpunkt ist gegen 08.30 Uhr auf dem Waldparkplatz bei Jamel. In Höhe Gressow von der B 105 zur Ortschaft Jamel abbiegen. Am Ortseingang rechts in den Feldweg hineinfahren und weiter zum Wald. Ein kleines Stück in den Wald und einparken.

Der Jassewitzer Busch ist ein Teilbereich der ehemaligen Staatsforst Jamel. Mit einem Alter von bis zu 250 Jahren sind diese Hainbuchen bereits deutlich über die natürliche Lebenserwartung dieser Baumart hinaus. Im Juni 2001 wurde der märchenhaft anmutende Wald zum Schutzwald erklärt. Ursprünglich dienten die Kopfhainbuchen der bäuerlichen Wirtschaft (Bauernwald) zur Laubheu- und Brennholzgewinnung. Auch wird das Holz der Hainbuche in verschiedenen Handwerksbetrieben gerne verarbeitet. Alle 3 – 4 Jahre wurden diese Bäume beschnitten, so dass sie eine an Kopfweiden erinnernde Erscheinungsform annahmen. Der Jessewitzer Busch nimmt etwa 22 ha ein. Er ist umrandet mit natürlich belassenen Mischwäldern. Im weiteren Umfeld finden wir vor allem Buchen- und Fichtenforste. Siehe auch unter: www.stiftung-naturschutz-mv.de

Es ist zwar erst Mitte Juni, aber vieleicht können wir hier auch schon erste, typische Begleitpilze der Hainbuche entdecken. Ich denke beispielsweise an den im Sommer nicht seltenen Hainbuchen – Röhrling, der von unerfahrenen Pilzsuchern gerne als Birkenpilz mitgenommen wird. Auf den ersten Blick sieht er auch wie ein solcher aus. Er ist aber meist etwas kleinwüchsiger. Sein Fleisch verfärbt sich bei Verletzung rasch violettschwarz, ähnlich wie bei Rotkappen. Er ist festfleischiger und wesentlich wohlschmeckender als der Birkenpilz. Es gibt noch weitere Begleiter der Hainbuche, die nur unter ihr anzutreffen sind. Aber auch Allerweltsarten wie Perlpilze oder Speise – Täublinge finden wir hier. Ja, es soll unter ihr sogar einen speziellen Steinpilz geben, den Hainbuchen – Steinpilz. Ich konnte ihn allerdings noch nicht entdecken.

Wer also Lust bekommen hat, mit dem Pilzberater durch einen einzigartigen Märchenwald zu wandern, ist sehr herzlich eingeladen. Die Tour dürfte bis gegen Mittag andauern.

Es wird eine Teilnahmegebühr von 5.00 € erhoben. Kinder zwischen dem 6. und 14. Lebensjahr bezahlen 2.50 €.


Und hier noch ein wichtiger Hinweis. Da jede Wanderung bei der zuständigen Forstbehörde genehmigungspflichtig ist, kann es vorkommen, dass wir nicht die angedachte Route benutzen dürfen oder die Tour grundsätzlich nicht genehmigt wird. In diesem Fall wird in der Regel eine Ausweichfläche vorgeschlagen. Auch ungünstige oder gefährliche Wetterlagen können den Termin beeinflußen. Daher ist es sinnvoll, sich an dieser Stelle nochmals zeitnah zu informieren, ob es kurzfristig zu Änderungen gekommen ist.