13. Oktober 2018 – Öffentliche Pilzwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Durch den Wald bei Dümmerhütte

Dieser Baum hat im wahrsten Sinne des Wortes Fußpilz. Er ist von unzähligen Fruchtkörpern des Honiggelben Hallimasch (Armillaria mellea) umzingelt. Hallimasch ist der einzige Stockschwamm, der weißes Sporenpulver abwirft. Es sind also nicht Rauhreif oder Schnee, sondern Sporen, die den weißen Belag auf den Hüten hier bilden. Guter Speisepilz, roh aber giftig!

Treff am Sonnabend, dem 13. Oktober 2018, auf dem schmalen Parkplatz am ZOB in Wismar, Wasserstraße/Ecke Kopenhagener Straße. Zweittreffpunkt am Zielgebiet kann gegen 09.30 Uhr am Alten Forsthaus bei Dümmerhütte, unweit des Dümmer Sees, sein.

Von Schwerin aus kommend über Pampow, Strahlendorf bis Dümmerhütte (L042) fahren. Hier in den Forstweg einbiegen und bis in Höhe Alter Forsthof durchfahren.

Inzwischen befinden wir uns im Vollherst und der Wachstumsaspekt der Großpilze tendiert jetzt immer mehr zu Holz- und Streubewohnern. Der Spätherbst schleicht sich also heran. Die Mykorrhizapilze sind zwar weiternin zahlreich vertreten, werden in den nächsten Wochen aber immer seltener. Um diese Zeit sollte allerdings von allem noch reichlich vertreten sein.

Warum ist gerade der Herbst und Spätherbst so reich an saprophytischen, Streu liebenden Pilzarten? Ganz einfach. Insbesondere die Laubbäume werfen jetzt ihre Blätter ab, die Laubstreu. Viele Pflanzen und Gräser verwelken. Diese ausgedienten Planzenreste müssen schließlich irgendwann verschwinden, damit der Wald nicht an seinem eigenen „Abfall“ erstickt. Daran sind maßgelblich Pilze beteiligt. Sie schieben jetzt verstärkt ihre Fruchtkörper aus der Rohhumusauflage des letzten Jahres heraus und bestreuen dadurch gleich das frisch gefallene Laub mit ihren Sporen. Bis zum nächsten Herbst breitet sich das Mycel, der eigentliche Pilz, in der Laubstreu neuerlich aus und das ganze Spiel beginnt von vorne. Der Kreis schließt sich. Ein Hauptgrund, warum es besonders im Herbst so viele Pilze gibt.

Die Tour dürfte bis zum frühen Nachmittag andauern.

Es wird eine Teilnahmegebühr von 5.00 € erhoben. Kinder zwischen dem 6. und 14. Lebenjahr 2.50 €.


Die Veranstaltung wurde von der zuständigen Forstbehörde genehmigt. Zu beachten wäre noch die Wetterlage. Sind Unwetterwarnungen ausgegeben, kann die Wanderung ausfallen.