Pilzvergiftungen 2018

Pilzvergiftungen 2018

oder auch Verdachtsfälle

14. Juni 2018 – Ein Anruf eines besorgten Kindesvaters aus Stuttgart. Sein fünfjähriger Sohn hat ein oder mehrere Stücke eines Pilzes im Mund gehabt, der auf der Wiese wuchs. Der Vater hat sogleich eine Mundspülung vorgenommen. Fraglich ist, wie so oft bei diesem relativ häufigen Geschehen, ob das Kind tatsächlich etwas des Pilzes verschluckt haben könnte. Ich bat ihn, mir Bilder zu schicken, damit ich schauen kann, um welche Art es sich möglicherweise handeln könnte. Kurz darauf bekam ich einige Fotos. Es ist zwar nicht ganz eindeutig, aber es sieht nach einem Mürbling aus. Mitunter nicht ganz einfach, ein genaues Urteil nur anhand von Fotos abzugeben, aber man kann zumindest ausschließen oder bestätigen, ob es sich mutmaßlich um einen eher harmlosen oder doch gefährlicheren Giftpilz handelt. Es sieht in diesem Fall eher harmlos aus. Eventuell ein junger Lilablättriger Mürbling, mir fehlen nur die Velumreste am Hutrand. Ein Rißpilz scheint mir unwahrscheinlich, der giftig hätte sein können. Ich teilte ihm mit, dass es sich nicht ganz sicher, aber sehr wahrscheinlich um eine ungiftige Art aus der Gattung der Mürblinge handeln könnte. Falls widererwarten Symtome bei dem Kind auftreten sollten, unbedingt einen Arzt konsultieren.

Der Pilz von unten.

Und von oben.