Mit Schülern der Schule am Rietberg unterwegs

Schülerwanderung bei Neuburg

Am Dienstag, dem 23. Oktober 2018, war ich mit einer weiteren 4. Klasse der Regionalschule am Rietberg in Neuburg zu einer Pilzwanderung im Rahmen des Unterichts verabredet. Nach kurzer Einführung im Klassenraum ging es bei leider ungemütlichem, regnerischem Wetter in den Wald. Die Schüler waren wie immer mit voller Begeisterung dabei und im Anschluß stellte ich die gefundenen Pilze in der Schule nochmals vor. Ich beantwortete dazu viele Fragen der Kinder. Auch machte ich darauf aufmerksam, welch wichtige Rolle alle Pilze im Haushalt der Natur spielen. Mir ist dabei sehr wichtig, dass schon im Kindesalter der eigentliche Wert des Pilze erkannt wird und sie nicht nur auf die banale Frage „essbar oder giftig“ reduziert werden.

Pilzporträts wurden von den Schülern im Klassenzimmer ausgehängt.

Aufbruch in den Wald.

Gleich sollten auch die ersten Pilze gefunden werden. Gar nicht so einfach bei dem vielen Laub.

Endlich, es sind Schmetterlings – Trameten (Trametes versicolor) an einem alten Laubholzstock. Die ungenießbaren Porlinge gehören zu den Müllwerkern des Waldes und ernähren sich von totem Holz.

Gleiches macht auch der Hallimasch (Armillaria obscura), nur dass er auch alten und geschwächten Bäumen gefährlich werden kann.

Der Rillstielige Helmling (Mycena polygramma) ist ebenfalls eine Art, die sich von Holz ernährt. Wir finden ihn um und auf Baumstümpfen.

Der Eichenwirrling (Daedalea quercina) ist streng spezialisiert. Wir finden ihn nur an totem Eichenholz.

Dieser Ziegelrote Schwefelkopf (Hypholoma sublateritium) gehört genau wie der Hallimasch zu den Stockschwämmen. Das sind büschellig auf Holz wachsende Blätterpilze, die sowohl essbar, ungenießbar oder gar giftig sein können. Dieser ist ungenießbar.

Der Safran – Schirmpilz (Macrolepiota rhacodes) gehört zur Gattung der Riesenschirmpilze, dessen dicke Ringe am Stiel beweglich sind. Diese Art des Fichtenwaldes wird auf Berührung karottenrötlich. Wachsen rötenden Riesenschirmpilze auf Kompost oder Wiesen, dürfen sie nicht gegessen werden. Ansonsten ist der Hut gut durchgebraten sehr lecker!

Nicht rot, sonern blau läuft der Maronen – Röhrling (Xerocomus badius) auf Druck an. Er gehört zu den besten Speisepilzen. Unter den Röhlingen gibt es keine gefährlichen Giftpilze!

Auf am Boden liegenden Laubholz – Ästen wächst besonders im feuchteren Winterhalbjahr der Samtige Schichtpilz (Stereum subtomentosum). Er ist natürlich wegen seiner zähen und holzigen Konsistenz ungenießbar.

Bei vielen Pilzen spielt zur richtigen Bestimmung der Geruch eine wichtige Rolle. Der Mandel – Täubling (Russula laurocerasi) riecht wunderbar nach Mandeln oder Marzipan. Reinbeißen sollte man dennoch nicht, den er schmeckt scheußlich!. Der Geruch machts!

Wieder im Klassenzimmer angelangt, wurden alle mitgenommenen Pilze auf den Schultischen ausgebreitet und die wichtigsten nochmal vorgestellt.

Leider sind heute keine Bilder von den Schülern im angesicht dabei, da nicht geklärt war, welches der Kinder abgelichtet und veröffentlicht werden darf.

Ansonsten können geführte Pilzwanderungen mit Schülergruppen jederzeit mit dem Steinpilz – Wismar vereinbart werden. In der Schule am Rietberg hat dieses eine langjährige Tradition.