29. Mai 2019 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion

Als Exklusiv – Angebot für interessierte Pilzfreunde

Ziel war die Schwinzer Heide im MTB: 2338/4

Die Nossentiner/Schwinzer Heide ist vor allem im Herbst ein beliebtes Revier für die Kochtopf – Mykologen. Die weitläufigen Kiefern- und Fichtenwälder mit ihrem armen, sandigen Untergrund, lassen reichlich Maronen, Pfifferlinge, Steinpilze und viele andere Arten sprießen. Im Frühling ist es natürlich noch lange nicht soweit, aber darum ging es auch nicht. Die Erforschung der Großpilz – Flora steht im Vordergrund und es gilt eventuell neue Arten für unsere Kartierung festzustellen. Dabei kann natürlich der interessierte Hobby – Mykologe sicher einiges hinzulernen. So schloßen sich mir zwei Pilzfreunde aus Heidelberg an, die wegen des verlängerten Herrentags – Wochenendes für einige Tage Urlaub am Plauer See machen.

Leichtere Niederschläge in der letzten Zeit ließen einige Kleinarten wie Lilablättrige Mürblinge oder Waldfreund – Rüblinge, Tintlinge oder sogar einen Maipilz sprießen, der durchschnittliche Pilzsammler wäre heute aber nicht auf seine Kosten gekommen, obwohl die Mürblinge sicher eine leckere Pilzsuppe geliefert hätten. Ansonsten konnte ich in diesem Quadranten einige Arten notieren, die ich bisher noch nicht in meiner Datenbank aus der Schwinzer Heide vorzuweisen hatte.


Hier die heutige Artenliste von MTB: 2338/4 – Schwinzer Heide bei Alt Schwinz: Buckel – Tramete, Mai – Stielporling, Echter Zunderschwamm, Eichen – Zystidenrindenpilz, Nördlicher Zinnoberschwamm. Spaltblättling, Rotrandiger Baumschwamm, Flächiges Eckenscheibchen, Striegelige Tramete, Schmetterlings – Tramete, Lilablättriger Mürbling, Grünblättriger Schwefelkopf, Schiefer Schillerporling, Waldfreund – Rübling, Striegeliger Schichtpilz, Runzliger Schichtpilz, Erlen – Schillerporling, Mottenkugel – Lederrindenpilz, Zimtfarbener Weichporling, Blutmilchpilz, Birken – Zungenporling, Maipilz, Gemeiner Violettporling und Grauer Faltentintling.


Und einige Belegfotos:

Nördlicher Zinnoberschwamm (Pycnoporus cinnabariunus).

Spaltblättling (Schizophyllum comune).

Lilablättriger Mürbling (Psathyrella candolleana).

Zimtfarbener Weichporling (Hapalopilus rutilans).

Ein einsamer Maipilz (Calocybe gambosa) direkt am geschotterten Straßenrand.

Und weil er so schön war, hier noch einmal mit Schminkspiegel.

Ein dichtes Büschel Grauer Faltentntlinge (Coprinus atramentarius) bricht ebenfalls dierekt am Straßenrand am Fuße eines Laubbaumes heraus.

Häufiges Schadensbild bei Fichten und Kiefern, die Kernfäule. Meist verusacht durch den Wurzelschwamm. Besonders in Fichten – Monokulturen kann der Pilz Schäden in Millionenhöhe anrichten. Fruchtkörper finden sich nur am Fuß der befallenen Bäume, aber das aggressive Myzel steigt viele Meter den Stamm hinauf und zerstört das Kernholz. Bei vielen, der am Wegesrand lagernden Kiefernstämme, konnte ich heute dieses Schadensbild beobachten.

Wann und wohin startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!