07. August 2019 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion

Auch für interessierte Pilzfreunde

Achtung! Dieser Termin wurde wegen Urlaub am 21.08.2019 nachgeholt.

Wald bei Börzow/Questin MTB 2132/2

Die meisten Frischpilze gab es heute entlang der Waldbrandschutzstreifen an der dortigen Bahnstrecke.

Ziel war es weitere Daten zu Pilzen aus diesem Meßtischblatt – Quadranten für die Kartierung zu gewinnen. Auch Ausstellungsmaterial für unsere Pilzausstellung war willkommen. Aufgrund nenneswerter Niederschläge und moderateren Temperaturen bei eher durchwachsenem Wetter war heute das Frischpilzaufkommen in diesem sehr sandigen Gebiet recht ordentlich. Besonders entlang des Bahndamms, so dass auch eine recht ansehliche Artenliste heraus kam.

Ansich oft ein Massenpilz, heute stand er mutterselen allein, der Kahle Krempling (Paxillus involutus).

Inselweise fast ein Bodendecker entlang des Bahndamms waren diese Behangenen Trompetenschnitzlinge (Tubaria conspersa).

Täublinge gab es zahlreich. Hier sind es Grasgrüne Täublinge (Russula aeruginea), die wir stets unter Birken oder Fichten antreffen können.

Erheblich seltener ist hingegen der Chromgelbe Graustiel – Täubling (Russula chlaroflava), auch Moor – Täubling genannt. Er wächst ausschließlich unter Birken.

Der kleine Bruder des Frauen – Täublings ersetzt diesen auf leichteren Sandböden. Papagei – Täubling (Russula ionochlora).

Vereinzelt waren Maronen – Röhrlinge (Xerocomus badius) vertreten. Diese standen an einer trockenwarmen Buchenkannte.

Auf der Unterseite von liegenden Nadelhölzern wachsen nicht selten diese Grauweißen Resupinatporlinge (Diplomitoporus lindbladii). Insbesondere von Fichte und so wie hier, Kiefer.

Etwas seltener tritt an Kiefernholz der Weinrötliche Gloeoporling (Gloeoporus taxicola) auf. Hier wuchs er am selben Kiefernstamm.

Ein junger Blutroter Täubling (Russula sanguinea). Er lebt in Symbiose mit der Kiefer und benötigt etwas Kalk im Boden. Daher in den sauren Kiefernwäldern meist an Weg – und Straßenrändern.

Goldschimmel (Hypomyces chrysospermum) auf einem Filzröhrling. Dieser Schimmelpilz befällt sehr häufig einige Röhrlinge, Kremplinge und auch Kartoffelboviste. Daher gehören auch letztere zu den Röhrenpilzen. Insbesondere Rotfüßchen, Eichen – Filzröhrlinge, Maronen und Ziegenlippen werden ausgesprochen häufig von diesem Parasiten befallen. Der Schimmel soll krebserregend sein und im Zusammenspiel mit Zersetzungsgiften können die befallenen Speisepilze sehr gesundheitsschädlich sein und im schlimmsten Fall sogar zum Tode führen!


Hier die heutige Artenliste von MTB: 2132/2 – Wald bei Börzow/Questin: Bleigrauer Bovist, Falscher Pfifferling, Graublauer Wolkentäubling, Heftel – Nabeling, Papagei – Täubling, Flatter – Milchling, Fleischroter Speise – Täubling, Gelber Knollenblätterpilz, Fuchsiger Scheidenstreifling, Waldfreund – Rübling, Breitblättriger Rübling, Eichen – Mehltau, Grasgrüner Täubling, Echter Pfifferling, Kahler Krempling, Perlpilz, Behangener Trompetenschnitzling, Eichen – Milchling, Camenbert – Täubling, Echter Zunderschwamm, Birken – Speitäubling, Geriefter Weichtäubling, Purpurschneidiger Bluthelmling, Dickschaliger Kartoffel – Hartbovist, Widerlicher Täubling, Maronen – Röhrling, Pantherpilz, Kupferroter Gelbfuß, Körnchen – Röhrling, Vielfarbiger Täubling, Flaschen – Stäubling, Olivgelber Rißpilz, Birkenpilz, Verblassender Täubling, Ziegelroter Täubling, Knopfstieliger Rübling, Schmetterlings – Tramete, Chromgelber Graustieltäubling, Sklerotien – Porling, Brennender Rübling, Lilablättriger Mürbling, Gemeiner Violettporling, Dünnschaliger Kartoffel – Hartbovist, Duftender Täubling, Blutroter Täubling, Goldschimmel, Grauweißer Resupinatporling, Weinrötlicher Gloeoporling und Gesäter Tintling.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!