08. September 2019 – Hundewanderung bei Weberin

Hundewanderung der DOGS Schwerin 2019

Hundeschule Martin Rütter Schwerin

Treff war am Sonntag, dem 08. September 2019, um 10.00 Uhr in Weberin, am ehemaligen Kaffee Naschwerk.

Nach dem unser Termin im letzten Jahr der Trockenheit zum Opfer gefallen ist, waren in diesem Jahr so viele Anmeldungen eingegangen, dass wir einigen sogar absagen mußten. Mit der Hundeschule Martin Rütter Schwerin, unter der Leitung von Hundeführer und Ausbilder Sven Kunkel und Reinhold Krakow vom Steinpilz – Wismar, ging es heute wieder mit Herrchen und Frauchen sowie den jeweilig zugehörigen Vierbeinern auf Pilzpirsch. Neben dem Aufspüren der Sporenträger galt auch dem Verhalten der Hunde in der Gruppe und im wildreichen Gelände unser Hauptaugenmerk. Das Wetter war ideal. Sonnig und angenehm warm. Der saure Nadelmischwald hatte Ende August kräftig Regen abbekommen, so dass es auch einiges zu entdecken gab.

Gleich nach dem Start der erste Halt.

Ein Gelbbräunlicher Scheidenstreifling (Amanita fulva). Der ist essbar und wanderte in den Korb.

Die magere Ausbeute eines uns entgegen kommenden Pilzsuchers. Der Gallen – Röhrling sollte aber besser nicht im Gericht landen!

Dann schon lieber dieses Hexenei, die Jungform der Stinkmorchel (Phallus impudicus).

Der Samtfuß – Krempling (Paxillus atrotomentosus) kann zwar nicht schaden, lecker ist er jedenfalls nicht!

Auch auf diesen zwar essbaren, aber miderwertigen Sprödblättler kann man gerne verzichten.

Es handelt sich um den Gelbweißen Täubling (Russula ochroleuca).

Gegen diese schönen Pfifferlinge (Cantharellus cibarius) ist hingegen nichts einzuwenden.

Auch der Orangerotet Graustiel- und der Apfel – Täubling sind gute Speisepilze.

In dieser Form sind die jungen Scheidenstreiflinge für den Transport bestens geeignet.

Essbare Orangerote Graustiel – Täublinge (Russula decolorans) in bester Qualität.

Ein sauberes, leuchtendes Gelb besitzt der Chromgelbe Graustiel – Täubling (Russula claroflava). Wir finden ihn etwas seltener unter Birken, gern auch in moorigem Gelände. Wie alle Graustiel – Täublinge ein guter Speisepilz.

Im selben, sauren Nadelwald beheimat, der Heimtückische- oder Zedernholz – Täubling (Russula badia), links, mit unerträglicher Schärfe in den Lamellen und rechts der milde und essbare Apfel – Täubling (Russula paludosa).

Unter Birken findet sich der essbare und durch seine rötlichen Zonen um den Stiel auch gut gekennzeichnete Geschmückte Gürtelfuß (Cortinarius armillatus).

Ein strenger Kiefern – Begleiter ist der Buckel – Täubling (Russula caerulea). Auch er ist als Mischpilz willkommen.

Minderwertig, aber nicht fürs Auge, ist der an Kiefernstubben oder deren Wurzeln wachsende Purpurfilzige Holzritterling (Tricholomopsis rutilans).

In seinen gelben Lamellen haben es sich zahlreiche Springschwänze gemütlich gemacht.

An und um alte Baumstümpfe brechen zahlreiche Büschel des giftigen Grünblättrigen Schwefelkopfes (Hypholoma fasciculare) hervor.

Die Runde durch den Weberiner Wald schließt sich bald.

Gipsy hat alles im Blick.

Hier ist von oben schon alles klar. Fleischrötliche Huthaut, die nicht bis zum äußersten Hutrand heran reicht, zeichnet den Fleischroten Speise – Täubling (Russuala vesca) aus. Einer der schmackhaftesten Täublinge!

Der Rotbraune Flämmling (Gymnopilus picreus) war vor nicht alzulanger Zeit selten in Mecklenburg. In den letzten Jahren breitete er sich immer mehr aus. Wir finden ihn büschelig an Nadelholzstubben, besonders von Fichten. Ungenießbar.

Eine schöne und kurzweilige sowie lehreiche Pilzwanderung mit Hundeführung neigt sich dem Ende zu.

Wer gerne an dieser ganz speziellen Veranstaltung mit Lerneffekt und möglicherweise einer leckeren Pilzpfanne am Abend teilnehmen möchte, sollte sich auch im nächsten Jahr rechtzeitig bei der Hundeschule DOGS in Schwerin anmelden. Die Tour ist für ca. 3 Stunden geplant.

Pokrenter Straße 15, 19209 Renzow, Tel.: 038874/229743, Handy: 0176/51495257

Siehe unter www.martinruetter.com de.