16. Oktober 2019 – Mittwochsexkursion durch die Heide

Mittwochsexkursion

Es ging in die Nossentiner/Schwinzer Heide

Auch exklusiv für interessierte Pilzfreunde

Wir starten.

Der zweite Quadrant des Meßtischblattes 2439 stand heute auf dem Programm. Fast der gesamte Bereich südlich des Krakower Sees ist von Wald bedeckt. Was sind hier 3 – 5 Stunden, eine ganze Woche hätte man hier zubringen können. Das Gebiet gehört zur Nossentiner Heide, ist also sandig und meist von Nadelbäumen bestanden, vorwiegend von Kiefern. Zu dieser Jahreszeit natürlich ein Paradies für Pilzsammler. Wir wollten aber auch über den Tellerand blicken und erfassen, welche Pilzarten wir hier heute antreffen können.

Lust bekommen, mich zu begleiten, hatten vier Pilzfreunde aus Schwerin, Irena aus Keez und ein weiterer Pilzfreund aus Wismar. Während ich mich eher um die Bestandsaufnahme kümmerte, war bei meinen Gästen Maronen – Sammeln angesagt, die es mehr als reichlich gab. Leider spielte das Wetter nicht mit. Es regnete in strömen und das die gesamte Tour über. Trotzdem waren am Ende alle zufrieden.

Ein Zweisporiger Champignon (Agaricus bisporus) begrüßte uns am Straßenrand. Der Urtyp unserer Zucht – Champignons.

Ein kleines Kuriosum sehen wir bei diesem Rotbraunen Milchling (Lactarius rufus). Aus dem Stiel wächst ein weiteres Pilzchen.

Der von Oktober bis April, ausschließlich an Nadelholz – Stubben fruktifizierende Grau- oder Rauchblättrige Schwefelkopf (Hypholoma capnoides) gehört zu unseren schmackhaftesten Speisepilzen.

Inzwichen sind die Körbe meiner Begleiter schon gut mit Klassikern gefüllt – Maronen – Röhrlinge!

Dort, wo die Kiefern mit Buchen untermischt waren, gab es auch reichlich Derbe Rotfüßchen (Xerocomus pruinatus).

Giftpilze waren besonders durch Pantherpilze (Amanita pantherina) vertreten.

Nach drei Stunden Waldbaden, im wahrsten Sinne des Wortes, reicht es auch. Schnell noch ein Erinnerungsfoto.

So schön kann Pilzherbst sein! Wenn es nur nicht so geregnet hätte. Unpraktisch ist bei diesem Wetter, die Pilze mit den Röhren nach oben in den Korb zu legen. Sie können sich dadurch noch mehr mit Wasser vollsaugen und die Regentropfen lassen die Röhren bläulich verfärben.


Hier die Artenliste von 2439/2 – Nossentiner/Schwinzer Heide: Grünblättriger Schwefelkopf, Rosablättriger Egerlings – Schirmpilz, Zweisporiger Champignon, Kastanienbrauner Schirmpilz, Rostfleckiger Helmling, Horngrauer Rübling, Kahler Krempling, Dehnbarer Helmling, Falscher Pfifferling, Mäuseschwänzchen, Rosablättriger Helmling, Weißmilchender Helmling, Amiant – Körnchenschirmling, Maronen – Röhrling, Rotfuß – Röhrling, Rotbrauner Milchling, Keulenfuß – Trichterling, Grünspan – Träuschling, Graublättriger Schwefelkopf, Gelbweißer Täubling, Purpurfilziger Holzritterling, Schwarzgebänderter Harzporling, Violetter Lacktrichterling, Gelber Knollenblätterpilz, Süßlicher Milchling, Derbes Rotfüßchen, Fleischroter Lacktrichterling, Butterpilz, Roter Fliegenpilz, Buckel – Täubling, Leberbrauner Milchling, Dunkler Hallimasch, Kirchroter Spei – Täubling, Echter Steinpilz, Seifen – Ritterling, Breitblättriger Rübling, Edel – Reizker, Fuchsiger Scheidenstreifling, Ziegenlippe, Angebrannter Rauchporling, Gemeine Stinkmorchel, Samptfuß – Krempling, Ziegelroter Täubling, Zitronenblättriger Täubling, Klebriger Hörnling, Weißflockiger Gürtelfuß, Braunroter Lacktrichterling, Flaumiger Milchling, Birken Spei – Täubling, Flatter – Milchling, Grasgrüner Täubling, Pantherpilz und Gemeiner Rettich – Fälbling.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!