{"id":13049,"date":"2012-03-16T16:17:30","date_gmt":"2012-03-16T15:17:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steinpilz-wismar.de\/?p=13049"},"modified":"2022-09-19T10:50:31","modified_gmt":"2022-09-19T09:50:31","slug":"truffeln-in-mecklenburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steinpilz-wismar.de\/cms\/?p=13049","title":{"rendered":"Tr\u00fcffeln in Mecklenburg"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #800000;\">Tr\u00fcffelpilze in Mecklenburg<\/span><\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #800000;\">Als Tr\u00fcffeln bezeichnen wir Gro\u00dfpilzarten, die ihre Fruchtk\u00f6rper unterirdisch bilden. Nur gelegentlich durchbrechen einige Vertreter mit ihrem Scheitel den Erdboden. Sie geh\u00f6ren zu den Schlauchpilzen. Sie bilden vielfach eine Mykorrhiza mit speziellen Baumwurzel wie beispielsweise denen von Eichen. Im allgemeinen denkt man beim Begriff Tr\u00fcffel an die wertvollen Speisepilze der Gattung Tuber aus S\u00fcdeuropa. Sie werden in verschiede Gattungen untergliedert und auch bei uns in Mecklenburg sind recht viele von ihnen beheimatet. Sie kommen meist nur bei Erdarbeiten im Wald, Parkanlagen oder in naturnahen G\u00e4rten zum Vorschein und der verwunderte Finder glaubt oftmals eine Goldgrube entdeckt zu haben und sucht schleunigst einen Pilzexperten, in der Regel den Pilzberater auf. Meist sind die Pilze aber wertlos. Nur selten wurden auch schmackhafte Tr\u00fcffeln wie die Sommer &#8211; Tr\u00fcffel (Tuber aestivum) bei Schwerin und die Wei\u00dfe M\u00e4andertr\u00fcffel (Choiromyces venosus) bei Wismar gefunden. Der Mecklenburger Mykologe Benno Westphal hat vor einigen Jahren gezielt Tr\u00fcffeln aufgesp\u00fcrt und kartiert. Er konnte in unserer Region reichlich von ihnen entdecken und dokumentieren. Auch Wild w\u00fchlt gerne auf der Suche nach diesen unterirdischen Leckerbissen den Waldboden auf. Sie suchen u.a. die bekannten, f\u00fcr uns aber ungenie\u00dfbaren Hirschtr\u00fcffeln, die in gro\u00dfen Mengen in unseren W\u00e4ldern wachsen sollen.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_13050\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.steinpilz-wismar.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/k-p1120995.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13050\" class=\"size-full wp-image-13050\" title=\"k-p1120995\" src=\"http:\/\/www.steinpilz-wismar.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/k-p1120995.jpg\" alt=\"Die Gelbe Schwanzr\u00fcffel (Hysterangium separabilime) wurde am 05, Juni 2010 anl\u00e4\u00dflich des Tages der Artenvielfalt auf einer Kartierungsexkursion bei Rehna gefunden und von Torsten Richter, dem Chef des dortigen Pilzvereins bestimmt. Die Bestimmung vieler Arten ist nicht einfach und bedarf eines Mikroskopes, guter Fachliteratur oder muss zu einem Speizialisten, der sich eigehend mit diesen Pilzen besch\u00e4ftigt\" width=\"500\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/www.steinpilz-wismar.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/k-p1120995.jpg 800w, https:\/\/www.steinpilz-wismar.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/k-p1120995-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13050\" class=\"wp-caption-text\">Die Gelbe Schwanzr\u00fcffel (Hysterangium separabile) wurde am 05. Juni 2010 anl\u00e4sslich des Tages der Artenvielfalt auf einer Kartierungsexkursion bei Rehna gefunden und von Torsten Richter, dem Chef des dortigen Pilzvereins, bestimmt. Die Bestimmung vieler Arten ist nicht einfach und bedarf eines Mikroskops, guter Fachliteratur oder muss\u00a0 einem Spezialisten, der sich eingehend mit diesen Pilzen besch\u00e4ftigt, vorgelegt werden. Kein Speisepilz.<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_19926\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.steinpilz-wismar.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/k-12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-19926\" class=\"size-full wp-image-19926\" title=\"k-12\" src=\"http:\/\/www.steinpilz-wismar.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/k-12.jpg\" alt=\"Gelbbr\u00e4unliche Wurzeltr\u00fcffel (Rhizopogon luteolus). Die recht h\u00e4ufige Art w\u00e4chst in der Regel unter Kiefern auf trockenen Sandb\u00f6den. Soll aber auch in Flachmooren und Erlenbr\u00fcchen, sehr dicht unter der Oberfl\u00e4che, vorkommen. Meidet Kalkb\u00f6den. Ungenie\u00dfbar. Foto. Andreas Okrent im August 2013 bei Graal - M\u00fcritz.\" width=\"500\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/www.steinpilz-wismar.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/k-12.jpg 800w, https:\/\/www.steinpilz-wismar.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/k-12-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-19926\" class=\"wp-caption-text\">Gelbbr\u00e4unliche Wurzeltr\u00fcffel (Rhizopogon luteolus). Die recht h\u00e4ufige Art w\u00e4chst in der Regel unter Kiefern auf trockenen Sandb\u00f6den. Soll aber auch in Flachmooren und Erlenbr\u00fcchen, sehr dicht unter der Oberfl\u00e4che, vorkommen. Meidet Kalkb\u00f6den. Ungenie\u00dfbar. Foto. Andreas Okrent im August 2013 bei Graal &#8211; M\u00fcritz.<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_27345\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.steinpilz-wismar.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/k-p1000617.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-27345\" class=\"size-full wp-image-27345\" title=\"k-p1000617\" src=\"http:\/\/www.steinpilz-wismar.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/k-p1000617.jpg\" alt=\"Braunwarzige Hirschtr\u00fcffel (Elaphomyces granulatus). Dieser sehr h\u00e4ufige, unterirdisch fruktfizierende Art geh\u00f6rt nicht zu den echten Tr\u00fcffeln. Sie gedeiht das ganze Jahr indurch in Kiefern- und Fichtenw\u00e4ldern. Sie werden wallnu\u00df- bis H\u00fchnereigro\u00df und sind hellbr\u00e4unlich gef\u00e4rbt mit zahlreichen, kleinen Warzen auf der Oberfl\u00e4che. Die Pilze werden gern vom Wild gefr\u00e4ssen und es lohnt sich, will man die Pilze einmal in natura kennen lernen, an den von Wildschweinen aufgew\u00fchlten Stellen zu schauen. Nicht selten hat man Gl\u00fcck, denn die Tiere finden nicht alle Pilze. Die Hirschtr\u00fcffeln sollen hohe Mengen an 137 C\u00e4sium speichern, was widerum die Tiere, insbesondere die Wildschweine aufnehmen und im K\u00f6rper anreichern. Daher ist Wildschweinfleisch in einige Gebieten relativ hoch belastet. Die Hirschtr\u00fcffeln sind zwar f\u00fcr Wildtiere ein Leckerbissen, f\u00fcr den Menschen aber wertlos, da ungenie\u00dfbar. Standortversetztes Foto vom 20.04.2013 bei Flessenow.\" width=\"500\" height=\"379\" srcset=\"https:\/\/www.steinpilz-wismar.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/k-p1000617.jpg 828w, https:\/\/www.steinpilz-wismar.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/k-p1000617-300x227.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-27345\" class=\"wp-caption-text\">Braunwarzige Hirschtr\u00fcffel (Elaphomyces granulatus). Diese sehr h\u00e4ufige, unterirdisch fruktifizierende Art geh\u00f6rt nicht zu den echten Tr\u00fcffeln. Sie gedeiht das ganze Jahr hindurch in Kiefern- und Fichtenw\u00e4ldern. Die Fruchtk\u00f6rper werden wallnu\u00df- bis H\u00fchnereigro\u00df und sind hellbr\u00e4unlich gef\u00e4rbt mit zahlreichen, kleinen Warzen auf der Oberfl\u00e4che. Die Pilze werden gern vom Wild gefressen und es lohnt sich, will man die Pilze einmal in natura kennen lernen, an den von Wildschweinen aufgew\u00fchlten Stellen zu suchen. Nicht selten hat man Gl\u00fcck, denn die Tiere finden nicht alle Pilze. Die Hirschtr\u00fcffeln sollen hohe Mengen an 137 &#8211; C\u00e4sium speichern, was widerum die Tiere, insbesondere die Wildschweine, aufnehmen und im K\u00f6rper anreichern. Daher ist Wildschweinfleisch in einigen Gebieten immer noch relativ hoch belastet. Die Hirschtr\u00fcffeln sind zwar f\u00fcr Wildtiere ein Leckerbissen, f\u00fcr den Menschen aber wertlos, da ungenie\u00dfbar. Foto am 20.04.2013 bei Flessenow.<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tr\u00fcffelpilze in Mecklenburg Als Tr\u00fcffeln bezeichnen wir Gro\u00dfpilzarten, die ihre Fruchtk\u00f6rper unterirdisch bilden. Nur gelegentlich durchbrechen einige Vertreter mit ihrem Scheitel den Erdboden. Sie geh\u00f6ren zu den Schlauchpilzen. Sie bilden vielfach eine Mykorrhiza mit speziellen Baumwurzel wie beispielsweise denen von Eichen. 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