Tagebuch

Ein Rückblick auf Ereignisse und Veranstaltungen.

27. November 2021 – Jahresabschluß der Pilzfreunde

Weihnachtsfeier der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e. V. – Gruppe der Pilzfreunde

Diese Veranstaltung fällt leider aus!

Am Sonnabend, dem 27. November 2021, von 15.00 – 19.00 Uhr im Kreis – Agrarmuseum Dorf Mecklenburg. 

Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten!

Wie jedes Jahr, so wollen wir auch Ende 2021 das Pilzjahr in gemütlicher Runde ausklingen lassen. 

 Für Speis und Trank wird gesorgt sein. Gute Laune ist mitzubringen. 

21. November 2021 – Vereins- und Kartierungsexkursion

Vereinsexkursion der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e. V. – Gruppe der Pilzfreunde

Ziel war der Rögebruch bei Pingelshagen

Mit dem heutige Totensonntag nehmen wir Abschied von den aktiven Freiluftveranstaltungen in diesem Jahr. Wir beschließen also die Exkursions- und Wandersaison 2021. Das Pilzjahr neigt sich dem Ende zu, was aber nicht bedeuten soll, dass nun auch an der Pilzfront Winterschlaf angesagt ist. Natürlich wird man auch in den folgenden Wochen und Monaten auf die Pirsch gehen können, denn Speisepilze sind auch weiterhin dabei. Da wären vor allem Austern – Seitlinge und Samtfuß – Winterpilze zu nennen. Da wir uns in der Aspekt – Abfolge eines Pilzjahres bereits im Winter befinden, könnten genannte Arten uns auch heute sehr wahrscheinlich schon erfreuen, aber anders als im Hochwinter, ist die Artenvielfalt um dieses Jahreszeit noch bedeutend höher, so dass es durchaus eine kurzweilige Jahresabschluss – Exkursion werden könnte. War es so? – Hier einige Impressionen:

Zur Begrüßung, auf einer Wiese in Pingelshagen diese Rötlinge (Entoloma spec.).

Bei vielen Rötlingen ist eine mikroskopische Untersuchung unerlässlich.

Unter Kiefern diese Grauen Erdritterlinge (Tricholoma terreum). Essbar.

Auf der Wiese des weiteren einige Büschel des Braunen Raslings (Lyophyllum fumosum. Guter Speisepilz.

Schopf – Tintling (Coprinus comatus).

Leicht giftig ist der Rettich – Helmling (Mycena pura).

Der Gefleckte Helmling (Mycena maculata) ist ein Holzbewohner und im Herbst häufig an Eichenstubben in Büscheln zu finden. Ungenießbar.

Ein Prachtstück von einer Herbstlorchel (Helvella crispa).

Auch dieser Specht – Tintling (Coprinus picaceus) zieht unsere Blicke auf sich.

Der Grüne Anis – Trichterling (Clitocybe odora) neigt mitunter zum verblassen, Sein intensiver Anis – Duft verrät ihn trotzdem. Essbar.

Frische Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis). Schön sind die Schüppchen am Stiel zu erkennen.

Dasa Derbe Rotfüßchen (Xerocomus pruinatus) lässt nicht selten die namensgebenden roten Farben am Stiel vermissen.

Auch wenn gar nicht so dunkel erscheinend, handelt es sich hier um den an Fichtenholz häufig vorkommenden Dunklen Hallimasch (Armillaria obscura).

Horngrauer- oder Butter – Rübling? Ich neige eher zum Horngrauen.

Ein junger Rehbrauner Dachpilz (Pluteus atricapillus).

Ja, und nun kommen sie, die ersten Hinweise auf den beginnenden Winter. Samtfuß – Winterrübling (Flammulina velutipes. Wohl der älteste Kulturpilz der Menschheit.

Essbar ist auch der Winter – Trompetenschnitzling (Tubaria furfuracea).

Zwar nur giftige Grünblättrige Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare), aber trotzdem irgendwie schön in die herbstliche Szenerie passend.

Umgestürzte Buche besetzt mit zahlreichen, überständigen Zunderschwämmen.

Ein weiterer, wichtiger Speisepilz des Winters, der Austern – Seitling (Pleurotus ostreatus). Hier ausnahmsweise mal an Stapelholz von Fichte.

Der Milde Zwergknäuling (Panellus mitis), der ebenfalls auf dem Fichtenstapel zahlreich anzutreffen war, ist hingegen auf Nadelholz spezialisiert.

Wann startet die nächste Vereinsexkursion? – Siehe unter Termine!

17. November 2021 – Mittwochsexkursion

Mittwochsexkursion durch den Rapenhorst

Auch für interessierte Pilzliebhaber

Es ging in das MTB: 2131/4 = Schönberg

Der 4. Quadrant des Schönberger Messtischblattes ist wahrlich nicht von Wald gesegnet. Trotzdem gibt es immer wieder kleine Gehölze und Waldinseln, von denen der Rapenhorst und ein Wald südöstlich von Groß Siemz, die bedeutsamsten von der Fläche her sind. Der Rapenhorst findet sich südlich von Roduchelstorf und wird von der B 104 durchschnitten. Der östliche Teil des Waldstückes gehört aber bereits in das MTB 2132 = Mallentin. Für eine zünftige Exkursion ist das Gebiet viel zu klein, so dass wir uns hier Zeit lassen konnten und intensiv unsere Blicke auf die Waldböden und Holzsubstrate richten konnten. Auch dieses Gebiet stand im Oktober 2018 schon einmal auf meinem Programm. Trockenheit ließ damals, bis auf reichlich Hallimasch, viele Wünsche offen. Heute sah es jedoch anders aus. Frischpilze gab es trotz der späten Jahreszeit noch reichlich. Für heute hatte sich nochmals unsere Vereinsfreundin Monika aus Lübeck und ein interessierter Pilzfreund aus Schwerin angemeldet.

Hier einige Bilder von heute:

Trotz der blassen Farben sehen wir hier die giftigen Grünblättrigen Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare).

Im Buchenwald noch einige Derbe Rotfüßchen (Xerocomus pruinatus). Die Schnecken waren hungrig.

Rosa – Helmling (Mycena rosea). Hübsch, aber etwas giftig!

Ausschließlich unter Buchen, der ungenießbare Graugrüne Milchling.

Diese Semmelstoppelpilze (Hydnum repandum) sind bereits überständig und sollten nicht mehr verzehrt werden. Außerdem werden sie im Alter bitter.

Bereits von weitem geriet dieser Buchenstamm in unser Blickfeld. 

Über und über Besetzt mit den Konsolen des Krausen Aderzählings (Plicatura crispa).

Frische Kaffeebraune Scheintrichterlinge (Pseudoclitocybe cyathiformis) erlebten heute einen beeindruckenden Aspekt.

Safran – Schirmpilz (Macrolepiota rhacodes).

Idealer Weise ohne dunkle Lamellenschneiden. Wind und Wetter sind dafür verantwortlich.

Frische Horngraue Rüblinge (Collybia asema).

Haus – Tintling (Coprinus domesticus). Wir kennen ihn auch aus dem Frühling.

Das Körbchen ist fast voll. Ausreichend für eine Mahlzeit und der Pilzfreund aus Schwerin verabschiedet sich.

Mönchskopf einmal anders.

So kennen wir ihn, diesen zwar recht ergiebigen, aber nur mittelmässigen Speisepilz. Mönchskopf (Clitocybe geotropa).

Gute Speisepilze sind diese Violetten Rötel – Ritterlinge (Lepista nuda).

Und hier noch einmal etwas anders.

Und auch noch einmal Kaffeebraune Scheintrichterlinge etwas anders in der Färbung. Gewachsen im Moos des Fichtenforstes. Essbar.

Buntstieliger Helmling (Mycena inclinata).

Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria).

In der Fichtenforst immer wieder mal ein Büschel des Dunklen Hallimasch (Armillaria obscura).

Echter Butter – Rübling (Collybia butyracea).

Tonfalbe Schüpplinge (Pholiota lenta). Heute stellenweise als Bodendecker. Essbar.

Überhaupt gab es an diesem moosigen Waldrand ein Großaufkommen an Frischpilzen.

Ausgereifte Braune Stäublinge (Lycoperdon umbrinum).

Reifende Flaschen Stäublinge (Lycoperdon perlatum).

Horngraue Rüblinge (Collybia asema) mit einer ganz besonderen Eleganz.

Wir verabschieden uns vom Rabenhorst.


Hier die Artenliste von MTB: 2134/1 = Rabenhorst: Angebrannter Rauchporling, Schmetterlings – Tramete, Grünblättriger Schwefelkopf, Graukappe, Derbes Rotfüßchen, Kaffeebraune Scheintrichterlinge, Rosa – Helmling, Horngrauer Rübling, Gelbmilchender Helmling, Goldgelber Zitterling, Dickblättriger Schwarztäubling, Buchen Spei – Täubling, Striegeliger Schichtpilz, Rotbraune Kohlenbeere, Krauser Aderzähling, Samtiger Schichtpilz, Safran – Schirmpilz, Fuchsiger Rötel – Trichterling, Holunder – Rindenschichtpilz, Gift – Häubling, Langstieliger Knoblauch – Schwindling, Judasohr, Rotrandiger Baumschwamm, Geweihförmige Holzkeule, Buckel – Tramete, Striegelige Tramete, Dunkler Hallimasch, Falscher Pfifferling, Gallertfleischiger Fältling, Flacher Lackporling, Rötende Tramete, Heftel – Nabeling, Fastblauer Saftporling, Grauweißer Saftporling, Mönchskopf, Süßlicher Milchling, Rehbrauner Dachpilz, Violetter Rötel – Ritterling, Buntstieliger Helmling, Roter Fliegenpilz, Tonfalber Schüppling, Braunroter Lacktrichterling, Flaschen – Stäubling, Gelbweißer Täubling, Maronen – Röhrling, Mehl – Trichterling und Duft – Trichterling.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

13. November 2021 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Grünlings

Sie führte durch die Neukloster Forst

Die letzte öffentliche Wanderung des Jahres führte uns in die weitläufigen Wälder und Forste um Neukloster herum. Wir beschränkten uns dabei auf den Bereich zwischen dem ehemaligen Waldhotel und Lübberstdorf. Den Spätherbst dominieren hauptsächlich Streubewohner und Stubbenpilze, aber auch Mykorrhiza – Arten sind noch dabei. Selbst letzte Röhrlinge, wie Steinpilze, Flockenstielige Hexen – Röhrlinge, Maronen – Röhrlinge, Derbe Rotfüßchen oder Butterpilze sind zu so fortgeschrittener Jahreszeit immer noch möglich. Und was wurde uns heute geboten?

Zunächst nichts für den Kochtopf. Der Grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) schmeckt bitter und ist obendrein auch noch giftig!

Gruben – Lorchel (Helvella lacunosa). Der essbare Schlauchpilz ist vom Frühling bis in den Spätherbst in Laub- und Nadelwäldern anzutreffen.

Vereinzelt waren auch noch Röhrlinge dabei. Derbes Rotfüßchen (Xerocomus pruinatus).

Der essbare Orange – Seitling (Phyllotopsis nidulans) scheint sich immer mehr in unseren Wäldern auszubreiten. Die wärmeliebende Art fruktifiziert paradoxer Weise vornehmlich in den Wintermonaten.

Dekorativ, auch in Adventsgestecken, sind diese Schmetterlings – Trameten (Trametes versicolor). Auch als Vitalpilz genutzt.

Ein Buchen – Schleimrübling, auch Beringter Schleimrübling (Oudemansiella mucida). Zwar essbar, aber kaum lohnend.

Dickschalige Kartoffel – Hartboviste (Scleroderma citrinum) giftig, aber dennoch schön!

Ein mild schmeckender und somit essbarer Sprödblättler ist der Graublaue Reiftäubling (Russula parazurea).

Alte Nebelkappen (Clitocybe nebularis). Liebhaber dieses umstrittenen Speisepilzes sollten nur junge Fruchtkörper sammeln.

Der Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) wird auch Fichten – Porling genannt, ist aber keineswegs nur auf Fichte beschränkt.

Goldgelber Zitterling (Tremella mesenterica). Ein farbenfroher Gallertpilz.

Fleischroter Gallertbecher (Ascocoryne sarcoides).

Ja, dass ist schon ein kleines Kunstwerk, dieser Flache Lackporling (Ganoderma lipsiense).

Frostschnecklinge (Hygrophorus hypothejus) sind beliebte Speisepilze unter Kiefern auf Sandboden.

Der Wurzelschwamm (Heterobasidion annosum) kann besonders in Fichten – Monokulturen großen Schaden anrichten.

Vor Jahren besuchten mich mal Pilzfreunde aus Schleswig – Holstein in der Beratungsstelle und erzählten mir etwas von einem Knorpelpilz, welcher ihr Lieblings – Speisepilz wäre. Im Gespräch stellte sich heraus, dass es sich um den Dickblättrigen Schwarztäubling (Russula nigricans) handelte.

Der Pilz verfärbt sich im Verlauf kohlrabenschwarz und mumifiziert oft, so dass noch im nächsten Sommer vorjährige Fruchtkörper in den Wäldern anzutreffen sind.

Ein junger Safran – Schirmpilz (Macrolepiota rhacodes).

Auch rötender Schirmpilz genannt.

Ganz zum Schluss endlich auch noch einige Dunkle Hallimasch (Armillaria obscura).

Heute mal wieder mit Gruppenfoto.

Das war unsere Wanderung durch die spätherbstliche Neukloster Forst.

Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

10. November 2021 – Mittwochsexkursion

Mittwochsexkursion bei Petersberg/Schönberg

Auch für interessierte Pilz- und Naturfreunde

Es ging in das MTB 2131/3 = Schönberg

Unmengen von Hallimasch beeindruckten mich beim letztmaligen Besuch des relativ kleinen Waldstücks zwischen Petersberg und Klein Siemz, südwestlich von Schönberg, im September 2018. So mutierte die eigentlich der Kartierung dienende Bestandsaufnahme zu einer Ernteaktion. Da ich zu bester Pilzzeit natürlich auch einen großen Korb dabei habe, nicht nur für unverhoffte Speisepilze, sondern vor allem auch um Exponate für unsere ständige Dauerausstellung sicherzustellen, kein Problem. Oder doch? Ja, es waren einfach zu viele Büschel dieses schmackhaften Massenpilzes in guter Qualität vertreten, so dass ich gerne noch mehr mitgenommen hätte. Hallimasch ist durchaus willkommen, vor allem zum Einfrosten für unsere gelegentlich stattfindenden Imbiss – Wochenenden, insbesondere zu unseren großen Pilzausstellungen. Der leckere Massenpilz war heute zwar auch vertreten, aber keinesfalls in den Ausmaßen von damals. Heute stand doch eindeutig die Kartierung im Vordergrund. Dazu haben sich auch wieder Monika und Chis aus Lübeck eingefunden.

Dickschaliger Kartoffel – Hartbovist (Scleroderma citrinum). Diese Bauchpilze, die mehr den Röhrlingen, als den Stäublingen nahe stehen, sind aufgrund ihrer oft monatelangen Verweildauer ihrer Fruchtkörper mehr oder weniger grün durch Algenbesatz verfärbt.

Der überaus häufige Horngraue Rübling (Collybia asema) zeichnet sich durch seine fettig glänzende Huthaut aus.

Hier noch einmal ganz besonders schön zu sehen.

Nebel- oder Graukappe Clitocybe nebularis).

Frische Safran – Schirmpilze (Macrolepiota rhacodes) des Waldes. Gute Speisepilze, aber roh giftig. Wiesenformen und aus Gewächshäusern sind zu meiden. Sie können heftige Verdauungsstörungen auslösen.

Und was schaut hier aus dem Buchenlaub heraus?

Es ist ein kapitaler Vertreter der Lactarien. Der ungenießbare Braunfleckende Milchling (Lactarius fluens).

Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabils).

Nun könnte man meinen, auch hier einen Vertreter der Lactarien vor sich zu haben. Aber weit gefehlt, der Weißmilchende Helmling (Mycena galopus) gehört nicht zu den Sprödblättlern, sondern gehört den Faserblätterpilzen an.

Schwarzblauender Röhrling (Boletus pulverulentus).

Wunderschöne Schlauchpilze aus der Gattung Scutellinia = Schildbostlinge.

Chris Engelhardt hat sie mikroskopisch untersucht und ist zum Bewimperten Schildborstling (Scutellinia crinita) gelangt.

Besonders üppige Knopfstielige Rüblinge (Collybia confluens) im Moos des Fichtenwaldes.

Fichtenholz schmeckt dem Dunklen Hallimasch (Armillaria obscura) besonders gut. Der Mensch mag hingegen eher den Wohlgeschmack des durchgegarten Weißsporers.

Amiant – Körnchenschirmling (Cystlepiota aminanthinum).

Dehnbarer Helmling (Mycena epipitrygia).

Maronen – Röhrling (Xerocomus badius). Im Fichtenforst.

Derbes Rotfüßchen Xerocomus pruinatus).

Ein Gallertpilz der zu den Schlauchpilzen gehört. Buchen – Schlauchzitterling (Ascotremella faginea).

Ein später Champignon. Breitschuppiger Champignon (Agaricus lanipes).

In der Draufsicht.

Ungewöhnliches Geschwür an einer Rotbuche. Verursacht durch Neonectria ditissima, zu deutsch: Baumkrebs.

Violetter Rötel – Ritterling (Lepista nuda). Sehr guter Speisepilz.

Gurkenschnitzling (Macrocystidea cucumis).

Eine ziemlich markante Art mit gurkig/ranzigem Geruch.


Hier die Artenliste von: Graukappe, Horngrauer Rübling, Grünblättriger Schwefelkopf, Schmetterlingstramete, Dickschaliger Kartoffel – Hartbovist, Dunkler Hallimasch, Langstieliger Knoblauchschwindling, Rotbrauner Borstenscheibling, Süßlicher Milchling, Eichen – Zystidenrindenpilz, Safran – Schirmpilz, Gift – Häubling, Herber Zwergknäuling, Judasohr, Braunfleckender Milchling, Gallertfleischiger Fältling, Lachsfarbener Schleimpilz, Rehbrauner Dachpilz, Flacher Lackporling, Ahorn – Runzelschorf, Schwarzblauender Röhrling, Rosablättriger Helmling, Eichenwirrling, Angebrannter Rauchporling, Rötliche Kohlenbeere, Brennender Rübling, Fuchsiger Rötel – Trichterling, Geflecktblättriger Flämmling, Grünspan – Träuschling, Glimmer – Tintling, Tonfalber Schüppling, Runzliger Korallenpilz, Stockschwämmchen, Flaschen – Stäubling, Bewimperter Filzkrempling, Geweihförmige Holzkeule, Buckel – Tramete, Weißmilchender Helmling, Gelbweißer Täubling, Klapperschwamm, Violetter Lacktrichterling, Grauer Wulstling, Bewimperter Schildborstling, Schwefelporling, Reihige Tramete, Duft – Trichterling, Knopfstieliger Rübling, Kaffeebrauner Scheintrichterling, Heftel – Nabeling, Fichten – Zapfenrübling, Mäuseschwänzchen, Fichten – Wurzelschwamm, Weißer Polsterpilz, Brauner Stäubling, Klebriger Hörnling, Falscher Pfifferling, Amiant – Körnchenschirmling, Sparriger Schüppling, Herber Saftporling, Dehnbarer Helmling, Graublättriger Schwefelkopf, Geschichteter Zähling, Ampferblatt – Rost, Warziger Drüsling, Kandisfarbener, Drüsling, Kerndrüsling, Aufsitzender Kugelpilz, Striegeliger Schichtpilz, Vielgestaltige Kohlenbeere, Laubholz – Hörnling, Fleischroter Lacktrichterling, Gelbmilchender Helmling, Kugelsporiges Stummelfüßchen, Buchen – Schlauchzitterling, Stoppliger Drüsling, Großsporiger Gallertbecher, Krauser Aderzähling, Schlanke Ahorn . Holzkeule, Zinnoberroter Pustelpilz, Kugelschneller, Breitschuppiger Champignon, Baumkrebs, Violetter Rötel – Ritterling, Gurkenschnitzling und Gewundene Kohlenbeere


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine! 

07. November 2021 – Vereins-und Kartierungsexkursion

Vereinsexkursion der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Es führte durch die Haushalt Forst Bad Kleinen

Zur heutigen Vereinsexkursion waren natürlich auch interessierte Gäste herzlich willkommen. Im Prinzip läuft eine Exkursion der Gruppe der Pilzfreunde innerhalb der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e. V. nicht anders ab, wie eine normale und öffentliche Lehrwanderung. Der Schwerpunkt liegt hier aber bei der Kartierung unserer Großpilzflora. So zu sagen eine Inventur der Natur, spezialisiert auf Großpilze. Zwar sind die Waldgebiete der ehemaligen Haushalt Forst schon sehr gut bearbeitet, aber neues gibt es immer wieder zu entdecken. Selbstverständlich dürfen dabei auch Speisepilze gesucht werden und in manchen Jahren werden hier die beliebten Totentrompeten gerade zu dieser Jahreszeit zu einer regelrechten Landplage. Da sollte man nicht lange Fackeln und sich einen Trockenvorrat zulegen, denn die Herbsttrompete kann danach wieder jahrelang ausbleiben. Es gab sie heute zwar auch, aber sie starteten in dieser Saison bereits früh, durch, so dass heute nur noch Restexemplare dabei waren.

Die Hüte dieser Stockschwämmchen (Kuhneromyces mutabils) sind vielfach von braunem Sporenpulver dunkler gefärbt.

Der Gilbende Erdritterling (Tricholoma argyraceum) ist sowohl unter Laub- wie unter Nadelbäumen anzutreffen.

Rostbräunliche Flecken in den Lamellen sind typisch für den Geflecktblättrigen Flämmling (Gymnopilus penetrans). Ungenießbar.

Winter – Stielporling (Polyporus brumalis).

Nahezu ganzjährig findet sich der bittere und giftige Grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare).

Gift – Häubling (Galerina marginata).

Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis).

Herbstlorchel (Helvella crispa). Essbar.

Herbsttrompete (Craterellus cornucopioides).

Diesen schönen Fund konnte Vereinsfreund Christian Boss tätigen. Hainbuchen – Hautkopf (Cortinarius schaefferi).

Wohlriechender Gürtelfuß (Cortinarius torvus). Kein Speisepilz.

Derbes Rotfüßchen (Xerocomus pruinatus).

Spätherbstliche Lichtspiele.

Inselweise gab es große Nester von Trompeten – Pfifferlingen (Cantharellus tubaeformis).

Der Ziegelrote Schwefelkopf (Hypholoma lateritium) ist ungenießbar.

Sehr lecker ist hingegen der Graublättrige Schwefelkopf (Hypholoma capnoides). Er wächst ausschließlich an Nadelholz.

Grünblättriger Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) giftig, Graublättriger Schwefelkopf (Hypholoa capnoides) essbar und schmackhaft.

Beide Arten fanden sich auf diesem Holzstapel.

Violette Rötel – Ritterlinge (Lepista nuda). Die roh giftigen Pilze sollen gut erhitzt nicht nur lecker schmecken, sondern können auch den Blutzuckerspiegel senken.

Fichten – Stangenforst.

Am Ende hatte es sich doch gelohnt.

Wir verabschieden uns von der Haushalt Forst.

Wann startet die nächste Vereinsexkursion? – Siehe unter Termine!

03. November 2021 – Mittwochsexkursion

Mittwochsexkursion im Schwanbecker Zuschlag

Auch für interessierte Pilz- und Naturfreunde

Es geht in das Messtischblatt 2131/2 = Schönberg

Treff und Uhrzeit können individuell abgestimmt werden. Einfach anrufen oder eine Nachricht zusenden. Dauer der Exkursion zwischen 3 und 5 Stunden.

Kostenpunkt: 20,00 € p. P., Vereinsmitglieder frei.

Im 2. Quadranten der Topographischen Karte Schönberg, im Maßstab 1: 25 000 , befindet sich außer dem Kleinfelder Zuschlag auch der Schwanenbecker Zuschlag und einige Waldstreifen in der Stepenitz – Maurine – Niederung, die als Exkursionsziele in Frage hätte kommen können. Im Schwanenbecker Zuschlag war ich bereits im September 2018 im Rahmen meiner Mittwochsexkursionen unterwegs. Das Frischpilzaufkommen fiel damals aufgrund der anhaltenden Trockenheit sehr bescheiden. Auch heute entschieden sich Monika, Chris und Reinhold hier ihr Kreise drehen zu wollen. 

Ein schöner Fund gleich zu Beginn.

Es handelt sich um den Wurzelnde Marzipan – Fälbling (Hebeloma radicosum). Er entwickelt sich immer aus einem verlassenen Mäusebau heraus.

Eingestreute Birken brachten diesen Glückspilz mit weiteren Artgenossen hervor. Es handelt sich um den Pilz des Jahres 2022, dem Roten Fliegenpilz (Amanita muscaria).

Steife Koralle (Ramaria stricta).

Aus einem bemoosten Laubholzstubben schiebt sich ein Rehbrauner Dachpilz (Pluteus atricapillus) heraus.

Honiggelber Hallimasch (Armillaria mellea). Hallimasche sind die einzigen Stockschwämme mit weißem Sporenabwurf.

Das Sporenpulver des leckeren Stockschwämmchens (Kuehneromyces mutabilis) ist hingegen braun gefärbt.

Honiggelber Hallimasch (Armillaria mellea) satt. Die mussten natürlich mit.

Der Blaue Saftporling (Oligoporus caesius) ist ein häufiger Vertreter an Fichtenholz.

Der Oilivgelbe Goldnabeling (Chrysomphalina grossula) war einer der schönsten Funde heute im Schwanenbecker Zuschlag.

Grünspan – Träuschling (Stropharia aeruginosa) einmal anders.

Ein strenger Fichten – Begleiter ist der Schwarzpunktierte Schneckling (Hygrophorus pustulatus). Essbar.

Gerne unter Fichte, aber auch unter Kiefern und im Laubwald findet sich der Maronen – Röhrling (Xerocomus badius).

Chris bei der Vorbereitung eines Standortfotos.

Es sind Violette Rötel – Ritterlinge (Lepista nuda).

Ein seltener Wachsblättler bei uns im Flachland ist der Orangefuchsige Milchling (Lactarius ichoratus). Ein toller Fund!

Im Gegensatz zum Laubholz fressenden Honiggelben Hallimasch, bevorzugt der Dunkle Hallimasch (Armillaria obscura) Nadelholz und hier insbesondere die Fichten.

Nadelholz – Häubling (Galerina marginata). Der tödliche Doppelgänger des Stockschwämmchens.

Der ausschließlich an Nadelholz fruktifizierende Graublättrige Schwefelkopf (Hypholoma capnoides) ist ein vorzüglicher Speisepilz.

Der Gelbstielige Muschelseitling (Sarcomyxa serotina) kommt oft zusammen mit dem Austern – Seitling vor. Auch er wäre praktisch essbar, hat aber Bitterstoffe eingelagert.

Der Herbst ist gekommen! Buckel – Trameten (Trametes gibbosa).

Laubholz – Harzporling (Ischnoderma resinosum).

Büscheliger Mürbling (Psathyrella multipedata).

An Laubholz kommt der Ansehnliche- oder Beringte Flämmling (Gymnopilus junonius) vor. Zwar ergiebig, aber mit bitterem Geschmack.

Buchen – Hütchenträger (Phleogena faginea).

Sehr lecker ist der Schopf – Tintling (Coprinus comatus), solange er jung ist.

Mönchsköpfe (Clitocybe geotropa) im Herbstlaub.

Immer unter Birken der Strohblasse Ritterling (Tricholoma stiparophyllum). E gehört einer Gruppe von Ritterling an, die durch ihren unangenehmen Geruch auffallen und daher auch ungenießbar sind. Foto: Chris Engelhardt.

Großsporiger Gallertbecher (Ascocoryne cylichnium). Foto und Mikroskopaufnahme von Christopher Engelhardt aus Lübeck.

Auch dieses Foto und die Bestimmung der Art haben wir Chris zu verdanken. Wir sehen Bärtigen Zähnchen – Rindenpilz (Hyphodontia barba – jovis).

Wir verabschieden uns vom Schwanenbecker Zuschlag.


Hier die Artenliste von 2131/2 – Schwanenbecker Zuschlag: Schopf – Tintling, Bleiweißer Trichterling, Gelbmilchender Helmling, Striegeliger Schichtpilz, Buchen – Eckenscheibchen, Krauser Aderzähling, Eichen – Mehltau, Strohblasser Ritterling, Wurzelnder Marzipan – Fälbling, Süßlicher Milchling, Vielgestaltige Kohlenbeere, Roter Fliegenpilz, Steife Koralle, Schlanke Ahorn – Holzkeule, Grauer Korallenpilz, Großer Bluthelmling, Flacher Lackporling, Grauer Faltentintling, Gallertfleischiger Fältling, Gallertfleischiges Stummelfüßchen, Geweihförmige Holzkeule, Ästchen – Schwindling, Rehbrauner Dachpilz, Graublauer Dachpilz, Schmetterlings – Tramete, Eichen – Wirrling, Orangeroter Kammpilz, Langstieliger Knoblauch – Schwindling, Buchenblatt – Helmling, Violetter Lacktrichterling, Weißstieliges Stockschwämmchen, Honiggelber Hallimasch, Gelber Knollenblätterpilz, Gelbweißer Täubling, Graukappe, Weißer Polsterpilz, Horngrauer Rübling, Mönchskopf, Stockschwämmchen, Glimmertintling, Braunfleckender Milchling, Rotrandiger Baumschwamm, Echter Zunderschwamm, Buckel – Tramete, Fuchsiger Rötel – Trichterling, Blauer Saftporling, Olivgelber Goldnabeling, Flaschen – Stäubling, Schwarzpunktierter Schneckling, Grünspan – Träuschling, Weißmilchender Helmling, Blutender Schichtpilz, Heftel – Nabeling, Mäuseschwänzchen, Maronen – Röhrling, Violetter Rötel – Ritterling, Herber Zwergknäuling, Violetter Knorpelschichtpilz, Brennender Rübling, Safran – Schirmpilz, Falscher Pfifferling, Orangefuchsiger Milchling, Fleischroter Lacktrichterling, Dunkler Hallimasch, Flatter – Milchling, Rosablättriger Helmling, Graublättriger Schwefelkopf, Nadelholz – Häubling, Geflecktblättriger Flämmling, Zwiebelfüßiger Hallimasch, Gesäter Tintling, Striegelige Tramete, Rötende Tramete, Samtiger Schichtpilz, Ablösender Rindenpilz, Herber Saftporling, Gurkenschnitzling, Fichten – Wurzelschwamm, Fichten – Zapfenrübling, Duft – Trichterling, Dunkelscheibiger Fälbling, Gelbstieliger Muschelseitling, Rosa – Täubling, Schlanker Riesenschirmpilz, Buchen – Rindenschorf, Buchen – Schleimrübling, Büscheliger Mürbling, Birnen – Stäubling, Angebrannter Rauchporling, Warziger Drüsling, Buchen – Hütchenträger, Kaffeebrauner Scheintrichterling, Großsporiger Gallertbecher, Trichia varia, bärtiger Zähnchenrindenpilz, Tintenstrichpilz 


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

30. Oktober 2021 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Grünlings

Sie führte durch die Palinger Heide 

An der Landesgrenze von Mecklenburg – Vorpommern zu Schleswig Holstein befindet sich die Palinger Heide, unweit der Hansestadt Lübeck. Bis zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten verlief hier die innerdeutsche Grenze. Der ehemalige Grenzstreifen gehört heute zum sogenannten Grünen Band, dass entlang der ehemaligen Staatsgrenze verläuft. Wir wollten heute allerdings nur am Rande die jüngste, deutsche Geschichte, aufarbeiten. Vielmehr interessierten uns die Pilze. Wie allgemein üblich in Heidegebieten, dominieren hier arme, sandige Böden. Entsprechend finden sich auch reichlich Kiefernbestände und Birken, aber auch andere Waldbäume sind keine Seltenheit. Klar, das Fans von Maronen – Röhrlingen hier richtig sind. Aber es gibt natürlich eine wesentlich vielseitigere Pilzflora. Auch bestand die Möglichkeit, dem Pilz des Jahres 2021 zu begegnen, denn Grünlinge sind hier traditionell zu hause. Auch wenn dieser leckere Ritterling seit geraumer Zeit vom Speiseplan gestrichen ist, ist es doch immer wieder eine Freude, diesem schönen und farbenfrohen Herbstpilz zu begegnen.

Wir starten.

Am Wegesrand ungenießbare Dunkelscheibige Fälblinge (Hebeloma mesophaeum).

Die ersten Maronen – Röhrlinge (Xerocomus badius) tauchen auf.

Zwei Charakterarten des sandig – sauren Kiefern – Forstes. Oben der Rote Heringstäubling (Russula xerampelina), darunter ein Buckel – Täubling (Russula caerulea). Beide essbar.

Ein junger Mehlpilz (Clitopilus prunulus). Als zuverlässiger Steinpilz – Zeiger darf, falls dieser gerade vergriffen sein sollte, auch er in den Korb zu den Speisepilzen gelegt werden.

Es dauerte nicht lange und der Pilz des Jahres 2021 fiel uns in die Hände. Der Grünling (Tricholoma equestre). früher vorzüglich, gilt er heute doch als potenzieller Giftpilz.

Die weinroten Tönungen sind eindeutig. Der Perlpilz darf in den Korb zu den Esspilzen gelegt werden.

Zwei wirklich gute Speisepilze: der Violette Rötel – Ritterling (Lepista nuda) und der Fleischrote Speisetäubling (Russula vesca) mit seiner zurück gezogenen Huthaut am Hutrand.

Weiter führt uns der Weg durch den herbstlichen Heidewald.

Der Violettseidige Rißpilz (Inocybe lilacina) galt bis vor kurzem nur als Form des Seidigen Rißpilzes.

Mit diesen Ritterlingen kam bei mir große Freude auf. Schon immer wollte ich dem Brennenden Ritterling (Tricholoma virgatum) begegnen. Wir finden ihn meist in Nadelwäldern, so wie hier unter Kiefern. Sein brennender Geschmack macht ihn ungenießbar.

Gegenteiliges ist vom Flockenstieligen Hexen – Röhrling (Boletus luridiformis) zu vermelden. Zwar roh giftig, aber gut erhitzt ganz vorzüglich.

Na und der Steinpilz (Boletus edulis) ist sowieso für seinen Wohlgeschmack bekannt.

Knalliges Rot liefert der Kirschrote Spei – Täubling (Russula emetica). Speien ist angesagt, probiert man seine weißen Lamellen.

Der Grasgrüne Täubling (Russula aeruginea) findet sich unter Birken und Fichten und kann als Mischpilz eingesammelt werden. Vorsicht, der tödliche Grüne Knollenblätterpilz kann eine ähnliche Hutfärbung zeigen.

Essbar, wie alle Vertreter seiner Gattung, ist der Zweifarbige Lacktrichterling (Laccaria bicolor).

Ein an altem Fichtenholz vorkommender Gallertpilz ist der Eispilz (Pseudohydnum gelatinosum). Ohne Speisewert.

Der Rotbraune Milchling (Lactarius rufus) wird auf Grund seiner pikanten Schärfe auch Paprikapilz genannt.

Schneepilz oder Schwarzfaseriger Ritterling (Tricholoma portentosum). Meist auf sandigem Untergrund in Nadelwäldern, gelegentlich aber auch unter Laubbäumen. Ein sehr guter Speisepilz, mit einem grünlichen Anflug auf dem Stiel.

Nur noch wenige Hüllreste befinden sich auf dem Hut dieses Roten Fliegenpilzes (Amanita muscaria).

Immer wieder einige Maronen – Röhrlinge (Xerocomus badius).

Der meist unter Kiefern wachsende Keulenfuß – Trichterling (Clitocybe clavipes) soll in Verbindung mit Alkohol giftig sein.

Immer unter Kiefern im späteren Herbst findet sich der Späte Milchling, auch Leberbrauner Milchling (Lactarius hepaticus) genannt.

Giftig soll der Weißbraune Ritterling (Tricholoma albobrunneum) sein.

Eine sonnige Wanderung durch die Palinger Heide.

Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola).

Der Fliegenpilz (Amanita muscaria) gehört zur Gattung der Wulstlinge = Knollenblätterpilze.

Im Spätherbst unter Kiefern auf Sandoden und oft gesellig zu finden, ist der essbare Frost – Schneckling (Hygrophorus hypothejus).

Klar, dass dieser Pilz nur Habichtspilz (Sarcodon squamosus) heißen kann. Es handelt sich um die Kiefern – begleitende Art.

Er gehört zu den Stachelpilzen und ist jung essbar.

Schwarzroter Spei – Täubling (Russula atrorubens).

Schnee – Ritterling (Tricholoma portentosum) und Grünling (Tricholoma equestre) teilen sich oft ihren Standort im Sand unter Kiefern.

Rötender Wachstrichterling (Cantharellula umbonata). Oft in Gruppen im Moos feuchterer Nadelwälder und kein Speisepilz.

Ein Steinpilz (Boletus edulis) wie er im Buche, nein, in der Heide steht.

Der Rosenrote Schmierling (Gomphidius roseus).

Langsam schließt sich der Kreis.

Perlpilz (Amanita rubescens).

Unter Birken sollst du suchen!

Riesenschirmpilze, Milchling und Marone.

Ja, der Steinpilz (Boletus edulis) ist immer der gesuchteste Speisepilz. Insbesondere wenn man mit dem Steinpilz – Wismar unterwegs ist.

Gleich ist sie geschafft!

Unsere Wanderung durch die Palinger Heide.

Zwar sind nicht alle drauf, aber trotzdem soll uns dieses Bild an eine pilz- und hoffentlich lehrreiche Wanderung durch die herbstliche Palinger Heide erinnern. 30.10.2021.


Wann steht die nächste Pilzwanderung auf dem Programm? – Siehe unter Termine!

27. Oktober 2021 – Mittwochsexkursion

Mittwochsexkursion bei Hof Selmsdorf

Auch für interessierte Gäste

Es ging in den 1. Quadranten des MTB: 2131/1 = Schönberg

Das Heidenholz war unser Ziel.

Heute und in den nächsten drei Wochen soll es ganz in den Westen Mecklenburgs, in den Raum Schönberg, gehen. Auch dieses Messtischblatt war schon einmal im Zuge der Mittwochsexkursionen an der Reihe. Im Jahre 2018. Damals auch im Herbst, aber im September. Es war ziemlich trocken und Frischpilze waren trotz bester Pilzzeit eher Mangelware. Damals war ich ebenfalls im Heidenholz unterwegs. Heute traf ich mich in Hof Selmsdorf mit Monika und Chris aus Lübeck, sowie Timur aus Hamburg.

Gelbmilchender Helmling (Mycena crocata) mit Schnecke.

Timur und Chris hocken vor einem ansehnlichen Büschel Sparriger Schüpplinge, um sie im Bild festzuhalten.

Der Sparrige Schüppling (Pholiota squarrosa) ist die klassische Verwechslungsart zum Hallimasch. Auch er ist zwar essbar, kann aber mit dem Hallimasch nicht konkurieren.

Optimaler geht es nicht. Beide Verwechslungsarten wachsen gemeinsam. Sparriger Schüppling (Pholiota squarrosa) und Gelbschuppiger Hallimasch (Armillaria gallica).

Gelbschuppiger Hallimasch (Armillaria gallica). Essbar, roh giftig!

Sparriger Schüppling (Pholiota squarrosa). Im Gegensatz zum Hallimasch ist der Pilz auch auf dem Stiel sparrig geschuppt.

Trockener Schneckling (Hygrophorus penarius).

Fliegenpilze (Amanita muscaria) sind eine Augenweide und ein Glückssymbol.

Rotgelber Stoppelpilz (Hydnum rufescens). Jung essbar.

Gallertfleischiger Fältling (Merulius tremmelosus).

Ein wunderbarer Fund war der seltene Safrangelbe Weichporling (Hapalopilus croceus).

Ziemlich selten ist auch dieser Wachsblättler, der Goldzahn – Schneckling (Hygrophorus chrysodon).

Eine recht blasse Grubenlorchel (Helvella lacunosa).

Wunderbar elegant kommt dieser Gelbstielige Dachpilz (Pluteus romellii) daher.

Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis).

Grauer Langfüßler (Helvella macropus).

Ein Myxomycet.

Mehlpilz (Clitopilus prunulus).

Interessante Wuchsform des Mehlpilzes.

Langstieliger Schleimfuß (Cortinarius elatior).

Die bläulich schleimigen Stiele des Cortinarius elatior sind oft tief im Boden des Buchenwaldes eingesenkt, so dass die Stielbasis oft nicht gänzlich aus dem Waldboden beim herausziehen mit heraus kommt. Kein Speisepilz.

Grauer Korallenpilz (Clavulina cinerea).

Verfärbender Schneckling (Hygrophorus cossus).

Der Wurzelnde Fälbling (Hebeloma radicosum) verströmt einen angenehmen Marzipan – Duft.

Blaugrauer Dachpilz (Pluteus salicinus). Die Art soll etwas psychoaktiv sein.

Buchen – Schleimrübling (Oudemansiella mucida).

Mönchskopf – Gruppe (Clitocybe geotropa).

Specht – Tintling (Coprinus picaeus).

Chris lichtet ein Steinpilz – Pärchen ab.

Echter Steinpilz (Boletus edulis).

Pinsel – Schüppling (Pholiota jahnii). Ungenießbar.

Flockenstieliger Hexen – Röhrling (Boletus luridiformis).

Für Timur hatte es sich schließlich gelohnt. Eine üppige Mischpilzpfanne ist sicher.


Die Artenliste von MTB: 2131/1 – Heidenholz: Lederbrauner Mürbling, Ledergelber Schwindling, Violettlicher Schwindling, Gelbmilchender Helmling, Kastanienbrauner Schirmling, Horngrauer Rübling, Gallertfleischiger Fältling, Gemeiner Rettich – Fälbling, Flaschen – Stäubling, Geweihförmige Holzkeule, Zitronengelbes Reisigbecherchen, Grauer Korallenpilz, Brennender Rübling, Süßlicher Milchling, Langstieliger Knoblauch – Schwindling, Stockschwämmchen, Goldgelber Zitterling, Rotfuß – Röhrling, Grauweißer Saftporling, Violetter Lacktrichterling, Gallen – Täubling, Rosa – Helmling, Purpurbrauner Rübling, Grünblättriger Schwefelkopf, Buchenblatt – Helmling, Graugrüner Milchling, Gallertfleischiges Stummelfüßchen, Grauer Faltentintling, Birnen – Stäubling, Gesäter Tintling, Sparriger Schüppling, Gelbschuppiger Hallimasch, Mönchskopf, Schwarzgezähnelter Helmling, Ästiger Stachelbart, Angebrannter Rauchporling, Fuchsiger Rötel – Trichterling, Bleiweißer Trichterling, Graukappe, Gelbweißer Täubling, Buchen – Speitäubling, Trockener Schneckling, Grobscholliger Riesenschirmpilz, Großer Knoblauch – Schwindling, Rehbrauner Dachpilz, Hochthronender Schüppling, Weißstieliges Stockschwämmchen, Gift – Häubling, Roter Fliegenpilz, Rötliche Kohlenbeere, Veränderlicher Spaltporling, Semmelstoppelpilz, Gelber Knollenblätterpilz, Buckel – Tramete, Heftel – Nabeling, Halsband – Schwindling, Safrangelber Weichporling, Rotgelber Stoppelpilz, Falscher Pfifferling, Trompeten – Pfifferling, Schmetterlings – Tramete, Blutmilchpilz, Buchen – Schleimrübling, Rosablättriger Helmling, Kastanienbrauner Stielporling, Goldzahn – Schneckling, Verfärbender Schneckling, Weißbeschleierter Flämmling, Gruben – Lorchel, Echter Zunderschwamm, Grauer Langfüßler, Dickblättriger Schwarztäubling, Frauen – Täubling, Langstieliger Schleimfuß, Geweihförmiger Schleimpilz, Perlpilz, Buchen – Eckenscheibchen, Brandkrustenpilz, Tintenstrichpilz, Grüner Anis – Trichterling, Buchen – Rindenschorf, Wurzelnder Marzipan – Fälbling, Graugrüner Dachpilz, Specht – Tintling, Violetter Rötel – Ritterling, Braunfleckender Milchling, Striegeliger Schichtpilz, Birkenblättling, Nördlicher Zinnoberschwamm, Gemeiner Spaltblättling, Echter Steinpilz, Goldschimmel, Glimmer – Tintling, Fleischroter Gallertbecher, Pinsel – Schüppling, Schlanker Riesenschirmpilz, Herbst – Lorchel und Eichen – Mehltau.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

22. – 24. Oktober 2021 – Pilzseminar bei Parchim

Ein Pilzwochenende in Mecklenburg

Inmitten der Pfifferlingstannen bei Parchim

In der Internationalen Freizeit- und Bildungsstätte lüttpütt

22.10.2021 – ab 14.00 Uhr Theorietag

23.10.2021 – Exkursionen und Fundauswertungen

24.10.2021 – weitere Bestimmungsübungen und Abschlussexkursion

Das Mykologische Informationszentrum Steinpilz – Wismar lud an diesem Herbstwochenende zu einem kleinen Pilzseminar mitten im Herzen Mecklenburgs ein. Das Objekt des Jugendfördervereins Parchim/Lübz e. V. befindet sich unweit der Kreisstadt Parchim, in einem ausgedehnten Waldgebiet mit dem verheißungsvollen Namen Pfifferlingstannen. Auch das vielseitige Wockertal oder das Buchholz standen u. a. als Exkursionsgebiet zur Verfügung. Wir waren hier bereits im Jahre 2019 zu einem Frühlingsseminar zu Gast. 

Blick auf das Seminargelände.

Das Pilzwochenende gliederte sich in einen Theorieteil am Freitag, Ganztagsexkursionen am Sonnabend, mit anschließender Bestimmungsarbeit in gemütlicher Runde, und am Sonntag weitere Bestimmungsübungen mit anschließender Abschlussexkursion.

Nach den Vorträgen am Freitag starteten wir zunächst am Sonnabend Vormittag zu einer Exkursion durch die Pfifferlingstannen, die teils aus ehemals militärisch genutzten Flächen bestehen.

An einem Fichten – Stubben einige Dunkle Hallimasch (Armillaria obscura). Diese Hallimasch Art wächst meist an Nadelholz.

Nebelkappen (Clitocybe nebularis) zersetzen die Laub- und Nadelstreu.

Fleischroter Gallertbecher der Gattung Asccoryne. Zur genaueren Bestimmung müssen sie mikroskopisch untersucht werden.

Trotz des nicht gekrümmten Stieles sehen wir hier den Krummstiel – Schüppling (Phopliota tuberculosa). Der Stiel neigt bei Reibung zu röten.

Meist unter Weidengehölzen findet sich der Beringte Erdritterling (Tricholoma cingulatum).

Gerne unter Zitterpappeln findet sich auf sandigen Böden im Herbst nicht selten der Pappel – Ritterling (Tricholoma pololinum). Er bildet gerne Individuen reiche Hexenringe aus.

An selbigen Standorten kann mitunter der Gestielte Schütterzahn (Sistotrema confluens) in großen Ansammlungen und Hexenringen auftauchen.

Vorsicht beim Sammeln von Stockschwämmchen! Dabei sollten diese Pilze nicht mit in den Korb wandern. Die beiden bringen natürlich noch niemanden um sein Leben, aber eine größere Portion des Gifthäublings (Galerina marginata) vermögen es durchaus zu bewerkstelligen.

Irgendwie scheint dieser Baum nicht hier her zu gehören. Ein Apfelbaum mitten im Wald. Wahrscheinlich zu Zeiten der militärischen Nutzung gepflanzt.

Ein Würziger Tellerling (Rhodocybe truncata). Ein Speisepilz mit etwas herben Aroma.

Die Aromastoffe des Veilchen – Rötel – Ritterlings (Lepista irina) verleihen diesem guten Speisepilz ein etwas süßliches Aroma.

Dehnbarer Helmling (Mycena epiterygia). Der Pilz ist überaus schleimig und mit einer gummiartig dehnbaren Huthaut überzogen.

Die Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus) gehört zu den Filzröhrlingen.

Klassisches Maronen – Revier.

Der Flatter – Milchling (Lactarius tabidus) ist häufig ein Massenpilz unter Fichten und Birken.

Unsere Vormittagsexkursion durch die Pfifferlingstannen neigt sich ihrem Ende zu.

Diese Langstieligen Mürblinge (Psathyrella cotonea) hat Phillip Müller entdeckt. Die Stielbasis ist meist von gelblichem Myzel – Fasern umsponnen.

Nach dem Mittagessen wurden unsere Fundstücke auf Pappteller artenrein sortiert.

Phillip erteilt Rat.

Rege Bestimmungsarbeit.

Als Unterkunft stand uns das Haus 3 (Gästehotel) zur Verfügung. Der Seminarraum (Lübz) ist für 15 Teilnehmer ausgelegt und verfügt auch über eine Kücheneinrichtung.

Haus 3 – das Gästehotel.

Die Nachmittagsexkursion führte wir auf dem Gelände von lüttpütt durch. Und das war eine gute Entscheidung. Hier sehen wir einen seltenen, ritterlingsähnlichen Vertreter, dessen Identität wir noch nicht eindeutig klären konnten.

Dagegen ist die Bestimmung dieser Ritterlinge schon eher ein Kinderspiel. Geruch und die Neigung zum röten geben schon wesentliche Hinweise auf den leicht giftigen Seifen – Ritterling (Tricholoma saponaceum).

Der Mehlpilz (Clitopilus prunulus) schärfte unsere Blicke bezüglich des Herrenpilzes. Und tatsächlich schoben in unmittelbarer Nähe einige Mini – Steinpilze.

Ein junger Steinpüilz (Boletus edulis) unweit des Mehlpilzes.

Hier sehen wir die Ockergelbe Koralle (Ramaria eumorpha). Wir finden sie in der Streu von Kiefern und Fichten.

Mit seinem intensiven Anis – Geruch und den grünlichen Färbungen ist der Grüne Anis – Trichterling (Clitocybe odora) bestens charakterisiert.

Freude über Edel – Reizker.

Braunknollige Sklerotien – Zwergrüblinge (Collybis tuberosa). Die Pilze wachsen bei alten, mumifizierten Großpilzen und bilden knollige und verhärtete Dauerformen aus.

Fleischrote Lacktrichterlinge (Laccaria laccata).

Birnen – Stäublinge (Lycoperdon pyriforme) mit Mistkäfer.

Echter Pfifferling (Cantharellus cibarius) auf dem Gelände der Bildungsstätte.

Immer unter Buchen, der Graugrüne Milchling (Lactarius blennius).

Beutel – Stäubling (Calvatia exipuliformis). Essbar solange innen weiß und Schnittfest.

Derbes Rotfüßchen (Xerocomus pruinatus) Die robustere Art des Rotfuß – Röhrlings im Herbst.

Stets unter Kiefern findet sich der Feinschuppige Ritterling (Tricholoma imbricatum).

Eine saprophytische Lebensweise weist der Violette Rötel – Ritterling (Lepista nuda) auf. Er ist ein guter Speisepilz und soll auch Blutdruck senkend wirken.

Einen porösen und hohlen Stiel weist die Gemeine Hundsrute (Mutinus caninus) auf.

Im basischen Buchenwald ist im Herbst häufig der Bittere Schleimkopf (Cortinarius infractus) vertreten.

Fast wie eine Blüte erscheint dieser verwachsenen Pfifferling (Cantharellus cibarius).

Gelbblättriger Birken – Ritterling (Tricholoma fulvum).

Die gelbliche Form des Schwärzenden Saftlings (Hygrocybe nigrescens).

Festfleischige, etwas zähe Braune Raslinge (Lyophyllum fumosum). Sehr gute Speisepilze.

Der essbare und höchstens mittelgroße Milde Wachstäubling (Russula puellaris) neigt stark zum gilben.

Weißer Schirmpilz (Lepiota alba). Charakteristisch ist der cremeweiße Hutscheitel.

Weiße Pilze als Bodendecker.

Es handelt sich um Schneeweiße Ellerlinge (Cuphophyllus niveus). In derartigen Mengen habe ich diese nicht sehr häufigen Wachsblättler bisher noch nie angetroffen. Wir waren begeistert.

Eine satte Herbstlorchel (Helvella crispa).

Noch kurz in den angrenzenden Buchenwald.

Hier begeisterte ein großer Hexenring von Graukappen.

Unter Koniferen, meist Fichte, findet sich nicht selten der Kleine Kakao – Fälbling (Hebeloma truncatum).

Der prächtige Chef des angrenzenden Hühnerhofs.

Eine kleine Familie Riesenschirmpilze (Macrolepiota procera).

Der Weinrote- oder Starkriechende Heringstäubling (Russula graveolens) ist meist unter Eichen zu finden. Heringstäublinge neigen stark zum bräunen ihres Fleisches.

Kalkhaltiger, grobsandiger Untergrund und als Baumpartner die Kiefer braucht der Graue Erdritterling (Tricholoma terreum).

Runzliger Korallenpilz (Clavulina rugosa).

Der Trockenrasenstäubling (Lycoperdon lividum). Auch Kastanienbrauner Stäubling genannt. Er wächst auf armen, sandigen Standorten und ist, solange jung innen weiß und fest, essbar.

Hier hat jemand großen Hunger gehabt, und sich dabei gerade auch einen Roten Fliegenpilz (Amanita muscaria) ausgesucht. Tierfrasstellen sind für uns Menschen kein Zeichen für essbar oder giftig!

Hellhütiger Flockenstieliger Hexen – Röhrling (Boletus luridiformis).

Es gab einen Bereich zum angrenzenden Wald mit zahlreichen Büscheln des Weißen Raslings (Lyophyllum connatum). Mit seinem typischen Geruch nach Lerchensporn ist er gut von ähnlichen Arten abgrenzbar. Als Speisepilz wird er nicht empfohlen.

Die dunkle Hutmitte ist typisch für den Dunkelscheibigen Fälbling (Hebeloma mesophaeum).

Ein Rauhfußröhrling (Leccinum spec.) mit etwas ungewöhnlicher Wuchsform.

Ein perfekter Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria).

Daneben und direkt vor unserem Seminargebäude ein prächtiger Steinpilz (Boletus edulis).

Nach der sehr erfolgreichen Grundstücksexkursion laufen die Vorbereitungen zum Abendessen. Verschiedene Pilzarten sollen verkostet werden.

Die Pilze schmoren in ihrem eigenen Saft.

Es kann aufgetischt werden.

Nach dem Abendmahl ging es an die Aufarbeitung unserer Funde. Phillip hatte Zettel von den unterschiedlichen Gattungen und Verwandtschaften vorbereitet und die Teilnehmer sollten nun in erklärender Weise die richtigen Zuordnungen vornehmen.

Oliver aus Berlin erläutert uns einen braunen Milchling.

Unser Berliner Pilzfreund Christian philosophiert über den Horngrauen Rübling.

Und wir lauschen seinen Ausführungen.

Intensiv blaue Farbreaktion bei einem Schwarzblauenden Röhrling (Boletus pulverulentus).

Phillip erläutert die wichtigsten Merkmale eines Pantherpilzes.

So mancher Pilz bereitet doch ganz schön Kopfzerbrechen.

Bei dem etwas ungewöhnlich deformierten Rauhfuß – Röhrling von oben handelt es sich um den Wollstiel – Rauhfuß (Leccinum cyanobasileum).

An einer Ecke des Parks, neben dem Gebäude von lüttpütt, eine größere Ansammlung von Bewimperten Erdsternen (Geastrum fimbriatum).

Die Abschlussexkursion am Sonntag führte uns in Die Wälder um das kleine Örtchen Kiekindemark. Studium der Geländekarte mit ihren Sehenswürdigkeiten.

Die Karte zum Waldgebiet östlich von Parchim.

Ein sonniger Oktobertag.

Christian fotografiert Pilzbesatz an einem Rundholz.

Junge Douglasien – Aufzucht.

Falscher Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca). Weich und biegsam, kein Aprikosen – Geruch und kein pfefferiger Geschmack beim rohen Pilz. Essbar, aber minderwertig.

Ein Frauen – Täublinge (Russula cyanoxantha) schiebt sich zwischen Sägespäne eines durchforsteten Buchenwaldes empor.

Die weißlichen Lamellen des Frauen – Täublings sind geschmeidig und brechen nicht, sie verkleben eher.

Inselweise schieben Gruppen des Herbstrotfußes oder auch Derbes Rotfüßchen (Xerocomus pruinatus) genannt. Ihre Stiele sind jung oft ohne Spur von rot.

Der Anis – Zähling (Lentinellus cochleatus) verströmt in der Regel einen deutlichen Anis – Geruch, kommt aber nicht selten auch in einer geruchlosen Form vor.

Der Kiefern – Braunporling (Phaeolus schweintzii) wächst aus dem Wurzelbereich heraus. Nicht nur von Kiefern, auch von anderen Koniferen.

Beatrice aus Berlin unter den starken Douglasien.

Und die dazu gehörige Info – Tafel.

Gruppenbild vor einer starken Douglasie.

Junger Rotfuß – Röhrling (Xerocomus chrysenteron).

Zwei Maronen – Röhrlinge (Xerocomus badius) in der goldenen Herbstsonne.

Zimt – Hautkopf (Cortinarius cinnamomeus). Die, unter Nadelbäumen vorkommenden Hautköpfe gehören zu einer recht homogenen Gruppe, dessen Bestimmung mitunter nicht ganz einfach ist.

Grünspan – Träuschling (Stropharia aeruginosa).

Grüngoldener Oktober im Buchenwald.

Tonfalbe Schüpplinge (Pholiota lenta) wachsen meist in Gruppen an Laubholzresten. Ihre Fruchtkörper sind mit einer dicken Schleimschicht überzogen.

Ein toller Fund waren diese Dornigen Stachelseitlinge (Hericium cirrhatum).

Christian und Phillip studieren die Info – Tafel zu Mitteleuropas massigstem Douglasien – Bestand.

Die Informationen dazu.

Erste Austern – Seitlinge (Pleurotus ostreatus).

Austern – Seitling (Pleurotus ostreatus). Er scheint zu munden!

Buchen – Schleimrübling (Oudemasiella mucida). Meist an Buchenholz an luftfeuchten Standorten.

Gift – Häublinge (Galerina marginata). Tödlich giftig.

Zwei essbare Stockschwämmchen haben sich zu den Giftzwergen gesellt.(Kuehneromyces mutabilis/Galerina marginata).

Ein nicht häufiger Holzbewohner ist der Geschichtete Zähling (Lentinellus ursinus). Im Gegensatz zum Anis – Zähling entwickeln sich ihre Fruchtkörper – Konsolen nicht aus einer Tüte heraus, sondern ähnlich einem Seitling.

Eine seltene Art sehen wir hier. Der Dunkle Schönkopf (Calocybe obscurissima).

Zum Abschluss schneidet Phillip einen hausgemachten Kuchen auf.

Mit dem Steinpilz – Kuchen überraschte mich Phillip ganz unverhofft und bedankte sich dafür, dass er vom Steinpilz – Wismar so viel gelernt hat. Es ist aber vor allem seinem großen Interesse an den Großpilzen und seinem Zugang zu ihnen zu verdanken, die es ihm ermöglichte, innerhalb von nur 2 Jahren seinen Pilzberater – Zertifikat zu erlangen.

Gruppen- und Abschlussfoto an der Walter Dahnke Eiche.

Gedenktafel zum bekannten Pilz- und Naturforscher Walter Dahnke.

Seminargebühren 80.00 € p. P., zuzüglich Unterkunft und Verpflegung.

16. – 17. Oktober 2021 – Große Pilzausstellung in Rehna

Tage der Pilze in Rehna

Pilzverein Heinrich Sternberg Rehna e.V.

In den Kreuzgängen des Klosters Rehna

Diese Veranstaltung ist abgesagt!

Am Sonnabend, dem 16.10.2021 von 10.00 – 18.00 Uhr und am Sonntag, dem 17.10.2021 von 10.00 – 16.00 Uhr. Eintritt: 2.00 €

Am Sonnabend, gegen 09.45 Uhr Eröffnung auf dem Parkplatz an der Klosteranlage und Start zu Pilzwanderungen.

Die Pilzfreunde des einzigen Pilzvereins Mecklenburg – Vorpommerns, Heinrich Sternberg Rehna e.V., wollen an diesem Oktoberwochenende wieder zu ihren traditionellen Tagen der Pilze in die Gemäuer der altehrwürdigen Klosteranlage zu Rehna ganz herzlich einladen. Hoffen wir, dass nicht wieder eine mögliche Trockenheit dem Unterfangen einen Strich durch die Rechnung macht.

Begrüßung der Teilnehmer kurz vor dem Start zu unseren Wanderungen. Wie man sieht, sind die Verantwortlichen gut gelaunt und freuen sich darauf, wieder viele Pilzbegeisterte Menschen begrüßen zu können.

Im Vorfeld schwärmen die Vereinsmitglieder und auch die Schüler des Bio – Lehrers und Vereinsvorsitzenden Torsten Richter in die Wälder der Umgebung aus, um wie immer einen enormen Fundus an Frischpilzen zu organisieren. Mit vereinten Kräften geht es dann am Vortag an den Aufbau der Ausstellung, die mit Fug und Recht als eine der größten ihrer Art, nicht nur in Norddeutschland, anzusehen sein dürfte.

Am Sonnabend erfolgt dann gegen 09.45 Uhr die Eröffnung der Pilztage auf dem Parkplatz an der Klosteranlage und gleich im Anschluss starten wir in mehreren Gruppen in die Wälder der Umgebung zu geführten Pilzwanderungen. 

Ziel der Pilzwanderungen wird sicher auch wieder der Woitendorfer Wald sein und das man hier entsprechend fündig werden kann, ist der freudestrahlenden Glückspilzfinderin ins Gesicht geschrieben. Obwohl, Glückspilz ist eigentlich falsch, denn dass ist bekanntlich der Fliegenpilz. Aber wo dieser auftritt, ist oft der Steinpilz nicht fern.

Gegen 13.00 Uhr können die Gruppen wieder in Rehna eintreffen und sich die Ausstellung anschauen. Mit etwas Glück kann man sich an einem Pilzimbiss stärken.

Während der Öffnungszeiten sind ständig Pilzberater vor Ort, so dass die Sammler ihre Werke auf Bekömmlichkeit prüfen lassen können oder aber mit tollen Exemplaren auch die Ausstellung zusätzlich bereichern können.

Bis zu 400 Großpilzarten sind dann wieder in den Kreuzgängen des ehemaligen Klosters in Augenschein genommen werden.

Neben vielen weiteren Förderern und Sponsoren, werden die Tage der Pilze auch wieder vom Mykologischen Informationszentrum Steinpilz – Wismar unterstützt.

13. Oktober 2021 – Mittwochsexkursion

Mittwochsexkursion bei Hasenhäge

Auch für interessierte Pilzfreunde

 Vierter Quadrant von MTB 2434 = Schwerin – Süd 

Zum letzten mal stand heute die Topographische Karte Schwerin – Süd im Maßstab 1 : 25 000.00 auf dem Programm. Diese wurde geviertelt und heute ging es in den letzten Quadranten. Dazu standen größere Waldflächen links und rechts der Bundestraße 106, südlich von Stern Buchholz und bei Hasenhäge zur Verfügung. Überwiegend finden wir Nadelforste auf sandigem Untergrund vor. Mitte Oktober sollte hier doch einiges los sein, so dass von einer vielseitigen und interessanten Bestandsaufnahme ausgegangen werden konnte. Nun, ganz so üppig, wie zu erhofft, war es zwar nicht, aber dennoch eine schöne und für die Teilnehmer lehrreiche Exkursion. Zusammen mit unserem Vereinsmitglied Christian startete ich von Wismar aus zum Zielgebiet. Dort gesellte sich noch Michael aus Schwerin und Timur aus Hamburg dazu.

Von links: Christian aus Wismar, Timur aus Hamburg und Michael aus der Landeshauptstadt Schwerin.

Gleich zu Beginn erfreuten uns einige, wenige Edel – Reizker (Lactarius deliciosus).

Positiver Reibetest am Stiel dieses Hutträgers. Safran- oder Rötender Schirmpilz (Macrolepiota rhacodes). Ohne Stiel durchaus Küchen- b. z. w. Pfannentauglich.

Alkalische Helmlinge (Mycena alcalina) in Büscheln auf altem Stubben.

Büscheliges Wachstum ist für diese Flatter – Milchlinge (Lactarius tabidus) eher ungewöhnlich. Der Massenpilz wächst im Sommer und Herbst oft scharenweise unter Birken und Fichten.

Wer Schwierigkeiten hat, den Flatter – Milchling von ähnlichen, braunen, weißmilchenden Arten zu trennen, kann die weiße, milchige Flüssigkeit auf ein Papiertaschentuch tropfen lassen. Innerhalb kurzer Zeit verfärbt diese sich dann gelb.

Samtfuß – Krempling (Paxillus atrotomentosus).

Ein Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria) hat sich aus dem blanken Sandboden unter einer Kiefer empor geschoben.

Hier und dort einige, durchaus schöne Maronen – Röhrlinge (Xerocomus badius).

Und auch Pfifferlinge (Cantharellus cibarius).

Der Keulenfuß – Trichterling (Clitocybe clavipes) findet sich vorzugsweise im Kiefernforst. Soll in Verbindung mit Alkohol giftig wirken.

Und der Purpurfilzige Holzritterling (Tricholomopsis rutilans) zeigt eine deutliche Vorliebe für totes Kiefernholz.

Ein Grobscholliger Riesenschirmpilz (Macrolepiota konradii). Frisch auf geschirmte Hüte können in etwas Ei und Mehl paniert als ganzes gebraten werden.

Der für mich schönste und wichtigste Fund der heutigen Exkursion waren diese Braunfüßigen Häublinge (Galerina badipes). Sie gehören in den Verwandtschaftskreis des tödlich giftigen Nadelholz – Häublings.

Auf einer Waldschneise trocken und sonnig liegender, toter Birkenstamm, ist von zahlreichen Fruchtkörper – Konsolen besetzt, welche von Timur bewundert werden.

Kein Wunder bei ihrer auffälligen Färbung.

Es handelt sich um den Nördlichen Zinnoberschwamm (Pycnoporus cinnabarinus).

Ein Porling.

Nebel- oder Graukappen (Clitocybe nebularis).

Eine Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus).

Willkommen bei den Kochtopf – Mykologen, die mich begleiteten, war auch diese Krause Glucke (Sparassis crispa).

Ein Pilzwald, ein wenig, wie wir ihn aus russischen Märchenfilmen kennen.

Wunderbar frische Dehnbare Helmlinge (Mycena epiterygia) und Klebrige Hörnlinge (Calocera viscosa).

Orangeroter Kammpilz (Phlebia radiata) an Birke.


Hier die Artenliste von MTB: 2434/4 – Wald bei Hasenhäge: Beutel – Stäubling, Ahorn – Runzelschorf, Graukappe, Eichen – Milchling, Gemeiner Rettich – Fälbling, Grauer Erdritterling, Duft – Trichterling, Kiefern – Täubling, Gelbweißer Täubling, Flatter – Milchling, Rostfleckiger Helmling, Dunkelscheibiger Fälbling, Edel – Reizker, Fleischroter Lacktrichterling, Safran – Schirmpilz, Nitrat – Helmling, Flaschen – Stäubling, Falscher Pfifferling, Maronen – Röhrling, Kahler Krempling, Gemeiner Spaltblättling, Rehbrauner Dachpilz, Grobscholliger Riesenschirmpilz, Samtfuß – Krempling, Klebriger Hörnling, Keulenfuß – Trichterling, Echter Pfifferling, Goldschimmel, Schmetterlings – Tramete, Blutblättriger Hautkopf, Grünblättriger Schwefelkopf, Braunroter Lacktrichterling, Dehnbarer Helmling, Gemeiner Violettporling, Fuchsiger Scheidenstreifling, Gebänderter Harzporling, Birken – Zungenporling, Echter Zunderschwamm, Nördlicher Zinnoberschwamm, Schlanker Riesenschirmpilz, Herber Saftporling, Striegeliger Schichtpilz, Weißer Polsterpilz, Krause Glucke, Grasgrüner Täubling, Olivgrüner Milchling, Birken – Speitäubling, Weißflockiger Gürtelfuß, Glimmer – Tintling, Orangeroter Kammpilz, Violetter Lacktrichterling, Graublauer Reiftäubling, Dickschaliger Kartoffel – Hartbovist, Fichten – Wurzelschwamm, Fleischroter Speisetäubling, Stockschwämmchen, Welker Milchling und Braunfüßiger Häubling.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

10. Oktober 2021 – Hundewanderung bei Weberin

Hundewanderung 2021

DOGS – Hundeschule Martin Rütter Schwerin

Diese Veranstaltung fällt leider aus!

Treff am Sonntag, dem 10. Oktober 2021, um 10.00 Uhr auf dem Parkplatz am ehemaligen Cafe Naschwerk in Weberin, bei Crivitz. Für diese Veranstaltung sind Anmeldungen bei der DOGS – Hundeschule Martin Rütter Schwerin erforderlich.

 http://www.martinruetter.com

Start der Hundewanderung im Herbst 2020.

Inzwischen ist es eine gute Tradition geworden, einmal im Jahr mit einem Hunde- und einem Pilzführer durch die Wälder um Weberin zu streifen. Dabei stehen neben leckeren Speisepilzen natürlich die Vierbeiner im Vordergrund. Pädagogischer Waldspaziergang und großes Abenteuer für die Vierbeiner. Denen dürften die Pilze aber relativ egal sein, denn sie stehen nicht auf ihrem Speiseplan und sie gehören auch nicht in ihr Beuteschema. Da würden die Wauwaus schon lieber einen saftigen „Braten“ auf vier Beinen bevorzugen. Am besten vorher selbst gewittert, gejagd und gestellt. Damit genau dieses aber nicht passiert, müssen Hunde selbstverständlich angeleint durch unsere Wälder geführt werden. So steht auch das Verhalten der Zwei- und Vierbeiner bei Begegnungen mit Wild in Wald und Flur auf dem Lehrplan. Frauchen und Herrchen lassen aber trotzdem die Blicke schweifen, am besten auf den Waldboden, denn zum Schluss sollen die mitgeführten Körbe nicht inhaltslos wieder mit nach hause genommen werden. Einen herzhaften Braten könnte es dann doch noch geben. Und das dieser am Ende nicht zu einer unbekömmlichen Angelegenheit wird, liegt schließlich in meiner Verantwortung.

Für die Wanderung sind ca. 3 Stunden einzuplanen.

06. Oktober 2021 – Mittwochsexkursion

Mittwochsexkursion bei Holthusen/Sülstorf

Auch für wissbegierige Pilzfreunde

Es gingt in den 3. Quadranten von MTB 2434 = Schwerin – Süd

Im Sommer des Dürrejahres 2018 stand das Waldgebiet zwischen Holthusen und Sülstorf schon einmal im Rahmen meiner Mittwochsexkursionen auf dem Programm. Die Trockenheit war bereits groß und das Hoffen auf nennenswerten Regen hielt schon seit dem Frühjahr an. An diesem Tage, damals, hätte es zumindest punktuell etwas geben können, denn Gewitterluft ließ es am Himmel mächtig brodeln. Und das gerade zu Beginn meiner damaligen Mittwochsexkursion. Kaum war ich im Wald, drohte erstes Donnergrollen und ich brach kurzerhand ab. Bei Gewitter sollte man lieber nicht im Wald unterwegs sein. Ich ergriff also die Flucht in Richtung Heimat und konnte gerade noch dem Platzregen entkommen. Die weite Anfahrt von Wismar war quasi umsonst. Im Nachhinein kam jedoch nicht viel Regen zusammen. Das stärkste Gewitter in Mecklenburg war tatsächlich diese Zelle bei Schwerin, aber mit 5 l/qm war es leider nur der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.

So sollte heute nachgeholt werden, was damals versäumt wurde. Und das noch zu bester Pilzzeit. Das Wetter spielte mit und ich hatte mich mit unserem Vereinsmitglied Michael aus Schwerin am Waldrand des Ortes Boldela verabredet. Leider verpassten wir uns, da die Anreise von Wismar aus mit einigen Verzögerungen durch einen Verkehrsunfall auf der B 321 und später auch noch durch die Hebung der Brücke in Banzkow, über den Störkanal wegen Schiffsdurchfahrten, einen Strich durch unsere Rechnung machten. So kam ich leider 20 Minuten später am Ziel an und Michael war derweil bereits alleine aufgebrochen.

Es handelt sich hier zwar meist um sandig – saure Mischwälder, aber an vielen Wegrändern ist durch Schotterung der Waldwege häufig Kalk im Boden. So wundert es nicht, dass dann auch entsprechende Arten auftauchen. Hier sind es Schwefel – Ritterlinge (Tricholoma sulphureus).

Sehr gefreut habe ich mich über diese Krumstiel – Schüpplinge (Pholiota tuberculosa), die auf einem alten Birkenstamm wuchsen.

Wer es auf Röhrlinge abgesehen hätte, wäre gut bedient gewesen, die Waldwege bei Kiefern abzusuchen. Hier gab es immer mal einige junge Butterpilze (Suillus luteus).

Auch einzelne Birkenpilze (Leccinum scabrum) waren zu finden.

Diese Nacktschnecke bevorzugt hingegen die hübschen Fliegenpilze (Amanita muscaria).

Je älter, um so stärker blassen die ursprünglich so intensiv gefärbten Purpurfilzigen Holzritterlinge (Tricholomopsis rutilans) aus.


Hier die Artenliste von MTB: 2434/3 – Wald bei Boldela: Schopf – Tintling, Mäuseschwänzchen, Dunkelscheibiger Fälbling, Erdigriechender Gürtelfuß, Schwefel – Ritterling, Flächiges Eckenscheibchen, Striegeliger Schichtpilz, Nadel – Schwindling, Schmetterlings – Tramete, Wurzelschwamm, Birkenpilz, Seifen – Ritterling, Birken – Zungenporling, Fleischroter Lacktrichterling, Gallertfleischiger Fältling, Angebrannter Rauchporling, Blutmilchpilz, Krummstiel – Schüppling, Roter Fliegenpilz, Kahler Krempling, Pantherpilz, Dickschaliger Kartoffel – Hartbovist, Butterpilz, Grobscholliger Riesenschirmpilz, Krause Glucke, Braunroter Lacktrichterling, Graublauer Reiftäubling, Maronen – Röhrling, Rosablättriger Helmling, Zweifarbiger Lacktrichterling, Flatter – Milchling, Falscher Pfifferling, Mehlpilz, Tränen – Täubling, Gelber Knollenblätterpilz, Geflecktblättriger Flämmling, Birken – Speitäubling, Porphyrbrauner Wulstling, Blutblättriger Hautkopf, Gemeiner Violettporling, Purpurfilziger Holzritterling, Pfeffer – Röhrling, Amiant – Körnchenschirmling, Grünling, Zimtbrauner Hautkopf, Echter Steinpilz, Grasgrüner Täubling, Ziegenlippe, Goldschimmel, Wolliger Milchling, Klebriger Hörnling, Gelbweißer Täubling, Echter Zunderschwamm, Weißer Rasling und Schlanker Riesenschirmpilz.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine! 

01. – 04. Oktober 2021 – Großpilzausstellung in Wismar

28. Großpilzausstellung in Wismar

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e. V. – Gruppe der Pilzfreunde

Im Mykologischen Informationszentrum Wismar

Von Freitag, dem 01. Oktober bis Montag, dem 04. Oktober 2021 im Steinpilz – Wismar, ABC Straße 21.


Freitag, der 01. Oktober: 14.00 – 18.00 Uhr

Sonnabend, der 02. Oktober 10.00 – 18.00 Uhr

Sonntag, der 03. Oktober: 10.00 – 18.00 Uhr

Montag, der 04. Oktober: 09.00 – 12.00 und 14.00 – 18.00 Uhr

Eintritt: 2,00 €.

Das Imbissgeschäft begann am Sonnabend und Sonntag jeweils gegen 11.00 Uhr.

Es war wieder soweit. Das Pilzjahr hatte seinen Höhepunkt zwar bereits überschritten aber dennoch luden in einigen Regionen Deutschlands  Pilzvereine oder Botanische Gärten zu Pilzschauen ein. So auch wieder bei uns in Wismar. Dazu waren einige Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e. V. an den Vortagen in die verschiedenen Wäldern, Wiesen, Parks und Heiden ausgeschwärmt, um eine möglichst große Bandbreite an einheimischen Großpilzen zu organisieren.

So fuhr ich mit unseren Pilzfreunden Thomas und Peter am Dienstag zu Ganztagsexkursionen in verschiedene Wälder. In den sandigen Revieren bei Börzow fanden wir beispielsweise diese Schleierlinge. Es handelt sich um den Blutblättrigen Hautkopf (Cortinarius semisanguinea).

Dieses Maronen – Duo eignet sich geradezu perfekt für unsere Ausstellung.

Standortwechsel: Von Börzow nach Woitendorf, in den Staatsforst Rehna. Anderer Boden, andere Pilze. Hier sind es Trompeten – Pfifferlinge (Cantharellus tubaeformis).

Zarte Wollstiel – Schirmlinge (Lepiota clypeolaria) für die Frischhaltedose.

Gleich daneben, an einer moosreichen Wegrandböschung, einige Sattel – Lorcheln (Helvella ephipium).

Farbenfrohe Saftlinge (Hygrocybe spec.).

Auch dieser Hainbuchen – Röhrling (Leccinum griseum) muss mit.

Ein Prachtstück eines Tränenden Saumpilzes (Lacrymaria laccrymabunda). Vorsichtiges Transportieren ist angesagt, soll er noch unversehrt auf der Ausstellung landen.

Noch anspruchsvoller war der Transport dieser Stäubenden Zwitterlinge (Asterophora lycoperdoides) samt ihres Wirtssubstrates.

Auch die farbenfrohen Dunkelvioletten Dickfüße (Cortinarius violaceus) sind recht brüchig und müssen mit Vorsicht behandelt werden.

Wenn schon im Woitendorfer Wald unterwegs, dürfen auch die Herbsttrompeten (Craterellus corucopioides) nicht fehlen.

In Gesellschaft der Totentrompeten eine Insel von Krausen Kraterellen (Craterellus sinuosus).

Vom Woitendorfer Wald an den Neumühler See bei Schwerin – Friedrichsthal. Junge Derbe Rotfüßchen (Xerocomus pruinatus).

Junge Klapperschwämme (Grifola frondosa) am Fuße einer alten Eiche.

Willkommene Lärchen – Begleiter für die Röhrlings – Ecke: Gold – Röhrling (Suillus flavus).

Was wäre eine Große Ausstellung im Steinpilz – Wismar ohne Herrenpilze (Boletus edulis)? – Die Hangterrassen zum Neumühler See machten es möglich.

Satter Maronen – Röhrling (Xerocomus badius) im Buchenwald.

Wunderbare Rotgelbe Stoppelpilze (Hydnum rufescens).

Goldfellschüppling (Pholiota aurivella) an Laubholz. Seine bräunlichen Schüppchen schwimmen in einer Schleimschicht und können auch leicht abgespült werden.

Eine gewisse Ähnlichkeit weist der Sparrige Schüppling (Pholiota squarrosa) auf. Seine sparrig abstehenden Schüppchen entspringen einer trockenen Hut- und Stieloberfläche.

Das die Uferbereiche des Neumühler Sees, mit ihrem steilen Landschaftsrelief eine Fundgrube seltener Arten ist, scheint hinreichend bekannt. So begeisterten uns heute etliche Exemplare des Gelbgrünen Kammporlings (Albatrellus cristatus), der eigentlich eine Art montaner Regionen ist.

Auch der Violettfleischige Stachelpilz (Sarcodon joeides) ist eine sehr seltene Art und in Deutschland vom Aussterben bedroht.

Zwar nicht vom Aussterben bedroht, aber dennoch nicht gerade häufig ist dieser Grüngefelderte Täubling (Russula virescens), einer unserer besten Speisepilze.

Filzröhrlinge der Gattung Xerocomus vollständig vom Goldschimmel (Hypomyces chrysospermus) in Besitz genommen.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Nun, wir sind zwar keine Eichhörnchen und wollen uns von unserer Ausbeute auch nicht ernähren, aber dennoch kann sich das Ergebnis sehen lassen und wird in Kühlschränken eingelagert.

Sie wurden sondiert und in Frischaltbehältern in unseren Kühlschränken zwischengelagert und ab dem 30. September begannen wir mit dem  Aufbau der Ausstellung. Die Frischpilze wurden auf Moosflächen naturnah präsentiert und die jeweiligen Arten bekommen ihren Ausweis in Form von Namensschildern, auf dem der deutsche und wissenschaftliche Name, ihre Wertigkeit und teilweise auch noch einige ökologische Stichpunkte enthalten sind. Auch während der Ausstellungstage wurde die Präsentation ständig erneuert b. z. w. aufgefrischt, damit auch am Sonntag und Montag noch aussagekräftige Pilze in Augenschein genommen werden können.

Eine der drei Ausstellungsflächen.

Die 2. Präsentationsfläche.

Auch die Hexeneier der bei Stern – Buchholz gefundenen Tintenfischpilze haben sich im laufe der Ausstellung nach und nach entfaltet.

Auch die Mittelfläche ist dicht an dicht mit Frischpilzen bestückt. Wir haben sie in diesem Jahr, um mehr Abstand wegen Corona zu ermöglichen, um die Hälfte reduziert.

Für 2 € Eintritt gab es viel zu sehen. Immerhin gelangten 285 einheimische Großpilzarten zur Auslage.

Phillip Müller hilft nicht nur beim weiteren komplettieren der Ausstellung, sondern steht auch den Besuchern mit fachlichen Auskünften beratend zur Seite.

Auch unser Imbissstand wurde wieder vor dem Info – Zentrum aufgebaut. Dort haben wir wie gewohnt leckere Pilzgerichte zur Verköstigung oder auch zum satt essen angeboten. Selbstverständlich Wald- und Wiesenfrüchte aus heimischer Umgebung. Dazu gab es traditioneller Weise auch wieder frische Waffeln, Tee und Kaffee und manch andere Überraschung. 

Pilzpfanne mit würzigem Hallimasch.

Frikassee von Schwefelporlingen, dass Hühnerfrikassee für Vegetarier.

Frischer Plattenkuchen wie bei Muttern.

Pilzpfanne mit Parasolen.

Die Kundschaft kann kommen.

Monika bereitet frische Waffeln zu.

Franzi übernahm das Kassieren und hat auch unsere Angebotstafeln ganz wunderbar beschriftet.

Hans – Peter, ganz rechts, behält den Überblick beim Einlass. Corona bedingt müssen von jedem Besucher Kontaktdaten aufgenommen werden und außerdem konnte die Luca – App genutzt werden. Bernhard aus dem Spreewald hat derweil alles im Blick. Ihm und seiner Lebensgefährtin Magret sei ganz besonders gedankt, denn sie opfern seit Jahren kostbare Urlaubstage, um unsere Ausstellung aktiv zu unterstützen.

Natürlich durfte auch wieder die Pilzberatung in Anspruch genommen werden.

Unser Erinnerungsfoto zur Großpilzausstellung 2021. Es war ein arbeitsreiches Wochenende und daher ganz herzlichen Dank für euren Einsatz zum Erhalt der Wismarer Pilzberatungsstelle.

Ganz besonderer Dank gilt unserer guten Seele Irena. Unglaubliches hat sie auch an diesem Wochenende wieder geleistet.

Wir danken allen Besucherinnen und Besuchern, die auch in diesem Jahr wieder unsere sehenswerte Ausstellung in Augenschein nahmen und somit unseren Einsatz entsprechend honorierten.

Wann findet die 29. Großpilzausstellung statt? – Siehe unter Termine!

29. September 2021 – Mittwochsexkursion

Mittwochsexkursion bei Stern Buchholz

Exkursion zur Vorbereitung unserer Großpilzausstellung

Es ging in den 2. Quadranten von MTB: 2434 = Schwerin – Süd

Zur Auswahl standen das Haselholz, das Muesser Holz, das Kleine Buchholz und die Wälder rund um das ehemalige Armee – Objekt Stern Buchholz. Laub- und Nadelwälder, b. z. w. Forste, die durchaus recht abwechslungsreich daherkommen. Anders als an unseren sonstigen Mittwochsexkursionen ist der Zeitrahmen heute deutlich erweitert und es geht zumindest für mich und eventuell mich begleitende Vereinsfreunde im Anschluss noch in andere Bereiche, da es gilt, eine große Bandbreite von Frischpilzen für unsere Großpilzschau zusammenzutragen. Gäste, die etwas lernen wollen, sind natürlich gern gesehen und müssen auch nicht den gesamten Sammelmarathon mit uns bestreiten. Andererseits ist es durchaus eine schöne und reizvolle Aufgabe, bei der Realisierung einer solchen Veranstaltung auch seinen Anteil zu haben. So starteten wir mit unsren Vereinsfreunden Thomas und Peter von Wismar aus in Richtung Schwerin. Dort haben wir uns auf dem Parkplatz vor dem Zoo mit weiteren Pilzfreundinnen/Freunde aus der Landeshauptstadt und den Hansestädten Rostock und Hamburg getroffen, um in das ausgewählte Zielgebiet am ehemaligen Militärstandort Stern – Buchholz zu fahren.

Gleich zum Start begrüßte uns unter anderem dieser junge Flockenstielige Hexen – Röhrling (Boletus luridiformis).

Auch einige Pfifferlinge (Cantharellus cibarius) ließen nicht lange auf sich warten.

Ein schöner Fund, weil nicht gerade häufig zu tätigen, war dieser Braunfleckende Saftporling (Oligoporus fragilis).

Dieser Champignon weist einen wurzelartigen Myzelstrang an der Stielbasis auf. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um den Wurzelnden Champignon (Agaricus bresadolanus) handelt.

Schwarzblauende Röhrlinge (Boletus pulverulentus) sind zwar essbar, aber sollen geschmacklich nur von mäßiger Qualität sein.

Geweihförmige Holzkeule (Xylaria hypoxylon).

Und plötzlich standen um uns herum lauter farbenfrohe und geruchsintensive Rutenpilze, auch Pilzblumen genannt. Ein Exot, der aus Australien eingewandert ist. Der Tintenfischpilz (Clathrus archeri). Seit vielen Jahren taucht er bei Schwerin  immer mal wieder sporadisch auf. Wir sammelten einige Hexeneier für unsere Pilzausstellung ein.

Diese Zinnoberroten Körnchenschirmlinge (Cystoderma cinnabarina) waren ebenfalls sehr willkommen für unsere Ausstellung. Geben sie doch einen interessanten Farbaspekt ab und zu dem sind auch sie recht selten zu finden.

Gleiches gilt für den Rotstieligen Rübling (Collybia marasmioides). Zwar in der Färbung dezenter, aber auch nicht gerade häufig zu finden.

Einen sehr unangenehmen Geruch verströmt der Widerliche Ritterling (Tricholoma lascivum) des Buchenwaldes.

Das Eselsohr (Otidea onotica) erlebt in dieser Saison einen großen Auftritt.

Ungewöhnlich verformte und verwachsene, sowie blasse Rotgelbe Stoppelpilze (Hydnum rufescens). Sie wuchsen stellenweise in größeren Mengen und sind natürlich essbar.


Hier die Artenliste von MTB 2434/2 – Wald bei Stern – Buchholz: Rotgelber Stoppelpilz, Goldmistpilz, Dünnschaliger Kartoffel – Hartbovist, Striegeliger Schichtpilz, Rosablättriger Egerlings – Schirmpilz, Kegelschuppiger Schirmpilz, Halsband – Schwindling, Violetter Lacktrichterling, Dickblättriger Schwarztäubling, Graugrüner Milchling, Scharfblättriger Schwarztäubling, Seifen – Ritterling, Süßlicher Milchling, Wolliger Milchling, Buchen – Speitäubling, Fuchsiger Scheidenstreifling, Gelber Knollenblätterpilz, Maronen – Röhrling, Roter Fliegenpilz, Semmelstoppelpilz, Klebriger Hörnling, Narzißengelber Wulstling, Flockenstieliger Hexen – Röhrling, Brennender Rübling, Rostfleckiger Helmling, Falscher Pfifferling, Braunfleckender Saftporling, Gemeine Stinkmorchel, Kahler Krempling, Nadel – Schwindling, Widerlicher Ritterling, Fuchsiger Rötel – Trichterling, Wurzelschwamm, Rotfuß – Röhrling, Schwefel – Ritterling, Waldfreund – Rübling, Grünspan – Träuschling, Bewimperter Filzkrempling, Bleiweißer Trichterling, Geweihförmige Holzkeule, Strubbelkopf, Pantherpilz, Ziegelroter Täubling, Kerbrandiger Trichterling, Riesenporling, Tintenfischpilz, Krauser Adernzähling, Eselsohr, Rotstieliger Rübling, Zinnoberroter Körnchenschirmling, Schwarzblauender Röhrling, Wurzelnder Champignon, Echter Pfifferling und Europäisches Goldblatt.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

26. September 2021 – Pilztag im Lübschen Forst

Pilzwanderung ohne Verköstigung bei Ritzerau

BUND Kreis Herzogtum Lauenburg

Treff am Sonntag, dem 26. September 2021, um 09.45 Uhr in 23896 Ritzerau, Am Forstgehöft, Köhlerhütte (800m geradeaus im Wald). Dauer der Veranstaltung: 10.00 – 14.00 Uhr. Dafür sind verbindliche Voranmeldungen bis Montag, dem 20.09.2021, unter folgender Mail – Adresse erforderlich: hans-heinrich.stamer@bund-rz.de Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Kostenpunkt: Wanderung: 7,00 € (Kinder bis 13 Jahren zahlen die Hälfte)

Wie schon seit vielen Jahren lud die Kreisgruppe des BUND Herzogtum Lauenburg wieder zu ihrer Pilzwanderung in die Lübsche Forst Ritzerau ganz herzlich ein.

Schlange stehen bei den Organisatoren zum Entrichten der Teilnahmegebühr.

Nach kurzer Begrüßung und Einführung durch die Veranstalter wurden wieder in mehrere Gruppen gebildet und zu lehrreichen Pilzwanderungen gestartet. Auch der Steinpilz – Wismar war durch Irena und Jonas Dombrowa, sowie Reinhold Krakow vertreten, die den wissbegierigen Teilnehmern die Wunderwelt der heimischen Großpilze etwas näher brachten. Natürlich in erster Linie im Hinblick auf ihre kulinarische Verwertbarkeit und mit entsprechenden Hinweis zu möglichen Verwechslungsarten.

Hans – Heinrich Stamer vom BUND (Mitte) gab eine kurze Einführung. Links im Bild der Revierförster.

Die Lübsche Forst Ritzerau gehört zum Einzugsbereich des Lübecker Stadtwaldes. Worin besteht aber eigentlich der Unterschied zwischen einer Forst- oder einer Waldfläche? Eine genaue, amtliche Definition möchte ich an dieser Stelle nicht bringen, aber nur soviel. Ein Wald ist ein im wesentlichen natürliches Gehölz in dem sich der Baumbestand auf eben solche Art und Weise ausbildet. Also ein natürlich entstandenes Waldgebiet. Eine Forstfläche ist ein Wirtschafts“wald“, in dem oft nur eine bestimmte Baumart gepflanzt wird, es entsteht eine Plantage. Vergleichbar mit Ackerfrüchten auf unseren Feldern. Da das Lübecker Forstamt bereits seit Jahrzehnten ein naturnahes Wald – und Forstkonzept verfolgt, das sogenannte „Lübecker Waldkonzept“, hat sich auf vielen Flächen inzwischen eine relativ urwüchsige und reich strukturierte Forst, ja Waldfläche entwickelt. Hier dürfen Bäume teilweise ihr natürliches Ende erwarten und wenn sie fallen, auch liegen bleiben. Es entsteht Platz für neuen Aufwuchs. Aber es wird natürlich auch Forstwirtschaft betrieben, nur bedachter und schonender. Jedenfalls gilt zumindest für den fortgeschrittenen Hobby – Mykologen, je natürlicher der Wald, um so interessanter! Daher dürfen wir uns heute sicher wieder auf eine abwechslungsreiche Großpilz – Angebot freuen.

Der Buchen – Klumpfuß (Cortinarius amoenolens) fühlt sich jedenfalls in der Lübschen Forst Ritzerau wohl und wir können ihm hier fast alljährlich begegnen.

Ja, das ist schon ein recht kapitales Stück eines Gallen – Röhrlings (Tylopilus felleus).

Schön ist das Rosa seiner Fruchtschicht ausgebildet. Ein ähnlicher Steinpilz wäre in diesem Stadium bereits gelbgrünlich im Röhrenfutter gewesen.

Herrliche Trompeten – Pfifferlinge (Cantharellus tubaeformis).

Unförmig verwachsener Hut eines Violetten Lacktrichterlings (Laccaria ametystina).

Grüngelbes Gallertkäppchen (Leotia lubrica). Zwar essbar, aber muss das sein?

Ein junger Flockenstieliger Hexen – Röhrling (Boletus luridiformis).

Auf geeigneten Böden unter Buchen nicht selten, ist der Amethystblättrige Klumpfuß (Cortinarius calochrous). Kein Speisepilz.

Im herbstlichen Buchenwald ist der ungenießbare Widerliche Ritterling (Tricholoma lascivum) ziemlich häufig. Bereits sein unangenehmer Geruch lädt kaum zum Verspeisen ein.

Auf dem Wurzelbereich alter Laubhölzer wuchsen in dichten Gruppen diese Birnen – Stäublinge (Lycoperdon pyriforme). Ihre zähe, gummiartige Konsistenz, lädt kaum zum Verspeisen ein.

Dafür sollen die Hüte des Rosablättrigen Helmlings (Mycena galericulata) ganz vorzüglich munden.

Ein junger Netzstieliger Hexen – Röhrling (Boletus luridiformis).

Hin und wieder erfreuten uns wunderbar frische Herbstlorcheln (Helvella crispa), die gerne an den Rändern vieler Waldwege anzutreffen sind.

Am frühen Nachmittag trudelten alle Gruppen wieder an der Köhler – Hütte zur Fundauswertung ein.

Dabei wurden auch einige Raritäten aus den Körben auf die Kontrolltische geschüttet. So auch diese bei uns im Norden sehr seltenen Amethyst – Pfifferlinge (Cantharellus amethysteus).

Oder auch dieser Violettliche Mehlschirmling (Cystolepiota bucknalii). 

Die Gruppe um Irena hat sich zum Erinnerungsfoto postiert. Ritzerau, am 26. September 2021.

Die Veranstalter bedanken sich bei allen Teilnehmern ganz herzlich, auch beim schönen Wetter und beim Wald mit seinem vielfältigen Pilzaufkommen.

25. September 2021 – Öffentliche Pilzwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern am 6. Europäischen Pilztag

Ziel war die ehemalige Staatsforst Turloff mit Adam und Eva

Schon im 6. Jahr in Folge begehen wir heute den Euroäischen Pilztag. Die Idee dazu hatte die Redakteurin und Herausgeberin der Fachzeitschrift „Der Tintling“ und des gleichnamigen Verlages, Frau Karin Montag im Saarland. Für alles mögliche und unmögliche gibt es Namens -, Ehren- oder Gedenktage, dachte Sie sich, nur den Pilzen war bis dato nichts derartiges vergönnt. So rief sie im Jahre 2015 erstmals einen Tag der Pilze für ganz Europa aus. Wir begehen ihn heute zum 6. mal und er findet immer am 4. Sonnabend im September statt. Siehe unter: http://www.pilztag.de

Da lag es dem Mykologischen Informationszentrum Steinpilz – Wismar natürlich ganz besonders am Herzen, dieses Ereignis mit einer geführten Lehrwanderung zu bester Pilzzeit entsprechend zu würdigen. Da für habe ich ein bei Kochtopfmykologen besonders beliebtes Pilzrevier ausgesucht, dass in früheren Zeiten zu den umfangreichen Waldflächen des Forsthofes Turloff zählte. Ein sandiges und überwiegend von Kiefern und Fichten bestandenes Waldgebiet zwischen Weberin und Crivitz. Fans von Maronen, Pfifferlingen und Steinpilzen können hier zu gegebener Zeit voll auf ihre Kosten kommen. So konnte man sich hier beispielsweise vor Maronen – Röhrlingen im Herbst des Dürre – Jahres 2018 kaum retten. Garniert von herrlichsten Steinpilzen und mit etwas Glück waren sogar Pfifferlinge, was damals durchaus nicht selbstverständlich war, mit dabei. Natürlich gibt es hier viel mehr zu entdecken und die Wälder sind zu dieser Jahreszeit von einer bunten Vielfalt von Großpilzen bevölkert. Da ist es gut, sollten die Klassiker doch nicht so zahlreich sprießen, einen Fachmann an der Hand zu haben. Selbstverständlich statteten wir auch Adam und Eva einen Besuch ab. Das sind zwei mächtige Mammutbäume.  Hier einige Impressionen von heute.

Wir starten!

Der erste Butterpilz (Suillus luteus) liegt in der Hand.

Ein ziemlich nackter Fliegenpilz (Amanita muscaria).

Dort scheint etwas interessantes gefunden worden zu sein.

Ein viel versprechendes Revier.

Ungenießbare Hautköpfe (Cortinarius semisanguineus und C. cinnamomeoluteus).

Gesucht und gefunden. Zwei der beliebtesten Speisepilze. Links ein junger Steinpilz (Boletus edulis), rechts ein Maronen – Röhrling (Xerocomus badius).

Essbare Gruben – Lorcheln (Helvella lacunosa).

Böschungsinspektion.

Frische Erdsterne der Gattung Geastrum sind uns aufgegangen.

Auf dem Wege zu Adam und Eva.

Halskrausen Erdsterne (Geastrum triplex).

Auf einer grasigen Waldlichtung Ansehnliche Scheidlinge (Volvariella speciosa). Jung essbar.

Gesäte Tintlinge (Coprinus disseminatus).

Der Graue Korallenpilz (Clavulina cinnerea) ist kein Speisepilz.

Handelt es sich hier um den Starkblauenden Rotfuß – Röhrling (Xerocomus crisalpinus) ? – Egal, gegessen werden darf er auf jeden Fall.

Ein junger Gelbschuppiger Hallimasch (Armillaria gallica).

Toll hier, aber derzeit leider nicht viel los.

Ein Nebelgrauer Trichterling (Clitocybe nebularis). Ein sehr umstrittener Speisepilz.

Große Büschel bildet oft der Honiggelbe Hallimasch (Armillaria mellea).

Die Stiele dieser Hallimasch – Art sind meist besonders lang und oft spindelig. Der Ring ist häutig.

Da wird doch erstmal zugeschlagen.

Adam und Eva werden teils euphorisch begrüßt.

Die Damen haben Adam sogleich ausfindig gemacht. Hoffentlich wird Eva nicht eifersüchtig!

Der schönste Fund unter den Mammutbäumen war heute dieser nicht häufige Leberbraune Ackerling (Agrocybe erebia).

Erinnerungsfoto zu Füßen von Adam und Eva am 25. September 2021.

Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

22. September 2021 – Mittwochsexkursion

Mittwochsexkursion durch die Friedrichstannen

Auch für interessierte Gäste

Es ging in den MTB – Quadranten 2434/1 = Schwerin – Süd

Wir begannen heute, das war Irena und meine Wenigkeit, mit dem Messtischblatt 2434 im Maßstab 1 : 25 000 – Schwerin – Süd. Dieses wurde geviertelt und somit geht es in den ersten Quadranten. Große Teile des Bereiches werden von südlichen Wohn- und Gewerbegebieten der Landeshauptstadt Schwerin eingenommen. So die Stadtteile Krebsförden, Wüstmark und Pampow. Als Exkursionsgebiete werden die Waldflächen Haselholz, Göhrener Tannen sowie die Friedrichstannen angeschnitten. Die Friedrichstannen bilden  dabei den größten Waldanteil, so dass unsere Mittwochsexkursion hier stattfand. Als nachteilig erwies sich, dass dieses Revier durch den ehemaligen Militärstandort Stern – Buchholz als Munitionsbelastet gilt und auch zahlreiche Hinweisschilder darauf aufmerksam machen. Die Waldwege dürfen deshalb aus Sicherheitsgründen zum Teil nicht verlassen werden. Inzwischen war es schon wieder recht trocken geworden, so dass es insgesamt nicht gerade üppig war, welches uns bezüglich Frischpilze geboten wurde. Am Abend stand aber immerhin eine Mahlzeit Frischpilze auf Irenas Speiseplan.

Bei unserer Ankunft empfing uns fast ohrenbetäubender Lärm, denn hier gingen gerade die Bäume zu Boden.

Die Trockenheit hinterlässt ihre Spuren auf den Hüten dieser Grünblättrigen Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare).

In trauter Eintracht: Maronen – Röhrling (Xerocomus badius) und Gelber Knollenblätterpilz (Amanita citrina).

Die Trockenheit hinterlässt kontrastreiche Strukturen auf den Hüten dieser Dickblättrigen Schwarztäublinge (Russula nigricans).

Im Buchenwald immer wieder Trupps von Rotgelben Stoppelpilzen (Hydnum rufescens). Da freut sich der Gaumen- und Magen – Mykologe.

Zu den stoppligen Gesellen, gesellten sich sogar noch größere Trupps von Trompeten – Pfifferlingen (Cantharellus tubaeformis).

Wie die Stoppelpilze, waren auch die Pfifferlinge wunderbar jung und frisch, nur exponiert etwas trockengeschädigt.

Frische Rötende Trameten (Daedaleopsis confragosa).

Immer wieder weisen Warnschilder auf mögliche Gefahren durch Kampfmittel hin. Häufig aufgewühlter Waldboden signalisierte uns, dass hier jüngst wohl ein Munitions – Räumungskommando unterwegs gewesen sein muss. Es waren keine Schweine.

Ziemlich stark giftig sind diese Bleiweißen Trichterlinge (Clitocybe phyllophila).

Bunte Vielfalt für die abendliche Pilzpfanne.


Hier die Artenliste von MTB 2434/1 = Friedrichstannen: Dickschaliger Kartoffel – Hartbovist, Graugrüner Milchling, Buchen – Speitäubling, Dickblättriger Schwarztäubling, Grünblättriger Schwefelkopf, Gelbweißer Täubling, Gelber Knollenblätterpilz, Gallen – Täubling, Maronen – Röhrling, Schmetterlings – Tramete, Flacher Lackporling, Papagei – Täubling, Mehlpilz, Violetter Lacktrichterling, Gemeiner Wurzel – Schleimrübling, Rotgelber Stoppelpilz, Stockschwämmchen, Grobscholliger Riesenschirmpilz, Gemeine Stinkmorchel, Rötende Tramete, Perlpilz, Klebriger Hörnling, Flockenstieliger Hexen – Röhrling, Fuchsiger Scheidenstreifling, Birken – Zungenporling, Grasgrüner Täubling, Riesenschirmpilz, Echter Pfifferling, Flatter – Milchling, Olivgrüner Milchling, Rötende Tramete, Goldschimmel, Birken – Wurzelschwamm, Echter Zunderschwamm, Fleischroter Speisetäubling, Kahler Krempling, Rotfuß – Röhrling, Bleiweißer Trichterling, Breitblättriger Rübling, Langstieliger Knoblauchschwindling, Falscher Pfifferling, Eichen – Milchling, Schlanker Riesenschirmpilz, Dünnfleischiger Anis – Champignon, Mäuseschwänzchen, Grauer Wulstling, Fleischroter Lacktrichterling, Roter Fliegenpilz und Gallen – Röhrling.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

17. – 19. September 2021 – Pilzseminar in Buckow

Pilzseminar in der Märkischen Schweiz

Im Umweltzentrum Drei Eichen

17. – 19. September 2021 Umweltzentrum Drei Eichen bei Buckow, im Naturpark Märkische Schweiz: http://www.dreichen.de

Oliver Justus hatte die Idee zu unseren Seminaren in Märkisch Oderland b. z. w. der Märkischen Schweiz. Bei ihm laufen alle Fäden in punkto Organisation zusammen.

Das Seminar setzte sich wieder aus Theorie und Praxis zusammen, wobei das Praktische in Form von Exkursionen und anschließender Bestimmungsarbeit im Fokus stand. Dafür bietet die waldreiche Umgebung (Das Objekt befindet sich mitten im Wald) in vielfältiger Weise hervorragende Rahmenbedingungen. Über Laub- und Nadelforste b. z. w. Wälder bis hin zu heideartigen Bereichen mit Sanddünenformationen und Orchideen – Wiesen sowie bewaldete Moor- und Seeuferbereiche. Bereits im letzten Jahr, ebenfalls im September, fand hier ein Pilzseminar statt und entgegen aller Erwartungen, wegen vorausgegangener Trockenheit, überraschte uns eine vielseitige und außergewöhnliche Pilzflora. Siehe unter: „Seminar in der Märkischen Schweiz„. Wir waren begeistert und ganz besonderen Dank gilt an dieser Stelle unserem Organisator Oliver Justus, der alle Fäden zum Gelingen dieser wunderbaren Veranstaltung auch in diesem Jahr fest in den Händen hielt. Ein großes Dankeschön auch an das Team des Umweltzentrums Drei Eichen. 

Eine Gruppe leckerer Riesen – Champignons (Agaricus augustus) begrüßte uns direkt vor dem Eingang zum Umweltzentrum Drei Eichen und signalisierte uns, dass wir mit Frischpilzen rechnen dürfen.

Organisator Oliver Justus spricht einige begrüßende Worte und eröffnete unser kleines Wochenendseminar am Freitag Nachmittag ganz offiziell.

Pilze auch auf dem Seminar – Gelände. Hier sind es Würzige Tellerlinge (Rhodocybe truncata). Sie sollten noch Gegenstand einer Pilzverkostung werden.

Rosabraune Lamellen, Ring, in diesem Falle eher eine Manschette, und besonders zur Stielbasis hin gilbendes Fleisch. Das weißt auf einen Egerling hin.

Waldbewohner, vor allem unter Eichen (wir befinden uns ja in Drei Eichen) und grobe, braune, angedrückte Schuppen auf dem Hut, sind zusätzlich ein deutlicher Hinweis auf die gefundene Art. Übrigens duftet der Pilz nach Anis. Breitschuppiger Champignon (Agaricus lanipes). Egerling = Champignon.

Etwas nicht alltägliches stellt der Rotstielige Rübling (Collybia marasmioides) dar. Ähnlich einem Waldfreund – Rübling, aber mit dunkel – rotbraunen Stielen. Ungenießbar.

Auch die Douglasien – Röhrlinge (Suillus lakei) befanden sich an ihrem angestammten Platz aus dem letzten Jahr.

Aufbruch zur ersten Exkursion am Sonnabend, kurz nach 09.00 Uhr.

Und schon wieder Würzige Tellerlinge (Rhodocybe truncata) in Mengen. Es kam der Gedanke auf, eine Verkostung durchzuführen, da die These im Raum stand, die Pilze wären eigentlich gar nicht so würzig, sondern eher bitter. Fazit: ja, durchaus bitterlich, aber trotzdem würzig.

Der Grobschollige Riesenschirmpilz (Macrolepiota konradii).

Das Eselsohr (Otidea onotica) erlebt in diesem Jahr einen starken Aspekt und durfte daher auch in der Märkischen Schweiz nicht fehlen.

Welch ein andächtiger Moment!

Soll es sich um die Grünende Fichten – Koralle (Ramaria abietina) handeln? Mit viel Phantasie vielleicht!

Der Blick in dieses Körbchen verheißt nichts gutes und ruft nach dem Fachmann.

Ein schöner Fund waren diese Rötenden Wachstrichterlinge (Cantharellula umbonata). Wir finden sie in Gruppen in feuchten, moosreichen und sauren Nadelforsten.

Mitten im Moos eines Waldweges stand er endlich. Der 1. Steinpilz (Boletus edulis).

Der Steinpilz ist zwar hübsch, aber diese Pilzfreundin grübelt vielmehr, um welchen, eher filigranen Hutträger, es sich in ihren Händen handeln könnte.

Schnell noch ein Bild machen, bevor der Steinpilz fachgerecht geerntet wird. Da haben die Kleinsten doch ganz andere Sorgen.

Steinpilze fachgerecht ernten, bedeutet nicht abschneiden, sondern heraus drehen und den Stiel mit einem Messer säubern oder bei Madenbefall stutzen. Das filigrane Pilzchen ist übrigens ein Amiant – Körnchenschirmling.

Buckel – Täubling (Russula caerulea). Typisch für solch saure Kiefernstandorte.

Schneckling oder Schwindling?

Junger Hallimasch (Armillaria spec.) im Umfeld einer alten Birke. Klar, dass hier sogleich die Messer gewetzt wurden.

Mit brachialer Gewalt wird diesem Edel – Reizker (Lactarius deliciosus) gedroht. Es wird wohl eine blutige Angelegenheit.

Wie Blumengebilde anmutend, brechen gerade diese Erdsterne aus ihrem Substrat heraus.

Stark giftige Fleischrosa – Schirmpilze (Lepiota subincarnata).

Und wie so oft und wie es auch sein sollte, zum Schluss der Eröffnungsexkursion noch ein ganz besonderer Fund am Stamm einer alten Ulme. Der Ulmen – Holzrasling (Lyophyllum ulmarium). Leider nur ein Einzelexemplar.

Die Fundstücke werden auf Papptellern ausgebreitet.

Und die Würzigen Tellerlinge für die Verkostung vorbereitet.

Tellerlinge gehören auf einen Teller, wohin auch sonst!

Und schon sind wir wieder unterwegs.

Die Müncheberger Flugsanddüne.

Und nun geht es wieder diese Waldschneise mit ihrem Trockenrasen und Orchideenwiese entlang. Im vergangenen Jahr ein wahre Fundgrube von teils seltenen Arten.

Und es geht auch gleich gut los. Der Rosenrote Schönkopf (Calocybe carnea) ist schon eine schöne, beachtenswerte Art und nah mit dem Maipilz verwandt.

Der Hasen – Stäubling (Calvatia utriformis) ist eine Charakterart solcher Trockenstandorte. Der große Bauchpilz ist jung essbar. Er muss Druckfest, innen weiß und schnittig sein.

Stets unter Kiefern und auf sandigen, aber eher basischen Böden, finden wir den Bluttäubling (Russula sanguinea). Ein scharfer Sprödblättler.

Hier eine besonders schöne Missbildung beim Bluttäubling mit Kussmund!

Ein sehr schöner und großer Ockersporer ist der Braune Ledertäubling (Russula integra) des sandigen Nadelwaldes.

Nach gezielter Suche haben wir auch wieder den Kleinsten Erdstern (Geastrum minimum) entdeckt. Bereits im Vorjahr begeisterte uns dieser Winzling, den Christopher Engelhardt damals akribisch untersucht und entsprechend bestimmt hatte.

Auf moosigen Wiesen findet sich nicht selten der Gelblichweiße Helmling (Mycena flavoalba).

Und dann endlich auch der erste Saftling.

Es handelt sich um den recht häufigen Schwärzenden Saftling (Hygrocybe nigrescens).

Hier sehen wir den Weißen Schirmling (Lepiota alba). Typisch ist der leicht gelbliche Hutscheitel und diese Färbung findet sich auch im unteren Stielbereich wieder.

Flaumiger Milchling oder Blasser Zottenreizker (Lactarius pubescens). Immer unter Birken und durch seine Schärfe ungenießbar.

Hier sehen wir den Stumpfen Saftling (Hygrocybe chlorophana). Er wächst auf Wiesen, Weiden, grasigen Wäldern und auf Heiden.

Stumpfer Saftling (Hygrocybe chlorophana var. aurantiaca) in seiner orangen Form.

Eine leicht kenntliche Art aus dieser, an sich komplizierten Gattung, ist der Spitzgebuckelte Saftling (Hygrocybe persistens).

Wir finden ihn auch unter der wissenschaftlichen Bezeichnung Hygrocybe acutoconica. Ein noch relativ häufiger Wachsblättler auf Wiesen, Trockenrasen und Dünen.

Und auch in diesem Jahr war er wieder dort, der Blaugrüne Zärtling (Entoloma incanum). Pilz des Jahres 2013.

Diese Wachsblättler begeisterten uns ganz besonders. Wuchsen sie doch in größerer Menge und erinnern durch ihr plastisches, fleischiges Aussehen an den Wiesen – Ellerling. Und so dürfte es sich auch um den Weißen Wiesen – Ellerling (Cuphophyllus borealis) handeln. Eine seltene Art, die ich hier das erste mal bewusst gefunden habe.

Weißer Wiesen – Ellerling (Cuphophyllus borealis). Essbar, aber nur wenn einem keine andere Nahrung zur Verfügung steht, um dem Hungertod zu entkommen. 

Apothezien der Gattung Peziza. Näheres unter dem Mikroskop.

Und nochmal Saftlinge (Hygrocybe spec.).

Zur genauen Bestimmung sollte auch hier das Mikroskop heran gezogen werden. Erdzunge aus der Gattung Geoglossum.

Diese fleischigen und attraktiven Blätterpilze wuchsen am Waldrand in großen Mengen. Für mich war es nach vielen Jahren ein Wiedersehen mit dem Großen Rettich – Fälbling (Hebeloma edurum). Eine seltene Fälblings – Art, die allerdings ungenießbar ist.

Und hier der stattliche Pilz noch einmal in der Nahaufnahme.

Zu diesen Haarschleierlingen (Cortinarius spec.) habe ich noch keine gute Idee.

Der Kuhrötliche Schönkopf (Calocybe civils) ist in sandigen Nadelwäldern in manchen Jahren keine Seltenheit.

Schönköpfe erinnern habituell an Ritterlinge (Mai – Ritterling). Gut ist hier auch der für diese oft so typische Burggraben zu erkennen.

Fundbesprechung am Abend.

Auch der Geruch spielt bei der Pilzbestimmung oft eine große Rolle.

Wie doch die Zeit vergeht. Schon ist Sonntag morgen und wir starten zu unserer Abschlussexkursion.

Laubholz – Harzporlinge (Ischnoderma resinosum) an einer toten Rotbuche.

Violettlich durchgefärbtes Fleisch zeigt der Papagei – Täubling beim Abziehen seiner Huthaut.

Zimtbrauner Hautkopf (Cortinarius cinnamomeus).

Eine schöne Gruppe von Gelben Knollenblätterpilzen (Amanita citrina var. alba) in ihrer weißen Variante. Geruch nach Kartoffelkeller beachten! Leicht giftig.

Ein ansehnlicher Steinpilz.

Zwar haben sich die Schnecken schon ein wenig gütlich getan, aber ansonsten noch ganz in Ordnung.

Grünblättrige Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare). Giftig!

An Nadelholz zeigt sich hier der Wilde Hausschwamm (Serpula himantioides).

Ein junger Birkenpilz (Leccinum scabrum) wie aus dem Bilderbuch. Er wird heute ein kleines Abendbrot in Dresden bereichern.

Und das war die bunte Truppe, die in das Umweltzentrum Drei Eichen, in der Märkische Schweiz, zu unserem kleinen Pilzseminar aus nah und fern angereist war. Wir bedanken uns sehr herzlich bei Oliver Justus und dem Team von Drei Eichen, die uns dieses schöne und lehrreiche Wochenende möglich machten. 19. September 2021. Foto: Doreen Justus.

Eine Neuauflage ist für 2022 angedacht. Siehe unter Termine!

15. September 2021 – Mittwochsexkursion

Mittwochsexkursion im Strohkirchener Holz

Auch für interessierte Gäste

Es ging in den 4. Quadranten von MTB 2132 = Mallentin

Stockschwämmchen (Kuehneromyves mutabilis) satt heute im Strohkirchener Holz.

Am 21. August des Jahres 2019 bin ich letztmalig in diesem Waldgebiet unterwegs gewesen. Damals war es eine Mittwochsexkursion bei sehr trockenen Verhältnissen und hochsommerlicher Hitze. Entsprechend dürftig war das Ergebnis. 

Nun, heute war es zwar vielseitiger, die Jahreszeit ist ja schon recht fortgeschritten, aber dennoch war das allgemeine Frischpilzaufkommen im Vergleich zu anderen Wälder recht mager. Stockschwämmchen hätten jedoch so manchen Pilzkorb füllen können. Mich begleitete heute ein Pärchen aus Thüringen.

Ich glaube, diese Art habe ich im Feld falsch bestimmt und aufgeschrieben. Beim Auswerten der Bilder fällt mir ein gelblicher Anflug in der Hutmitte auf. Daher könnte es sich nicht um den Elfenbein-, sondern den Verfärbenden Schneckling (Hygrophoris cossus) handeln.

Ein üppiges Vorkommen des Gelbblättrigen Birken – Ritterlings (Tricholoma fulvum). Stets unter Birke! Der Pilz ist jedoch minderwertig, was seine kulinarischen Qualitäten anbelangt.

Während es sich bei dem heller gefärbten Exemplar um einen ausgesprochen häufigen Massenpilz in den Mecklenburgischen Buchenwäldern handelt, nämlich um den Süßlichen Milchling (Lactarius subdulcis), soll der Braunrote Milchling (Lactarius badiosanguineus) bei uns im Flachland praktisch fehlen. Es handelt sich also um eine montane Art. Toller Fund!

Die Gruben – Lorchel (Helvella lacunosa).

Hier dürfte es sich um den Fleischrosa Schirmpilz (Lepiota subincarnata) handeln. Er gehört in eine Gruppe von Schirmpilzen, von denen einige Knollenblätterpilzgifte enthalten und somit potentiell tödlich wirken können.

Nur eine braune Form der Herbstlorchel (Helvella crispa)?

Hoch erfreut waren wir über diese Herkuleskeule (Clavariadelphus pistillaris).

Ein schöner Fund ist auch dieser Hainbuchen – Hautkopf (Cortinarius schaefferi). Eine ziemlich seltene Rote Liste Art.

Immer wieder ein schöner Anblick ist der Igel – Stäubling (Lycoperdon echinatum).

Ein imposantes Massenvorkommen der Steifen Koralle (Ramaria stricta).

Ein alter, feucht und schattig liegender Laubbaumstamm fiel bereits von ferne ins Auge, weil er ungewöhnlich rot schimmerte.

Das der Rote Kugelschleimpilz (Tubifera ferruginosa var. arcyria) nur eine Form des Lachsroten Schleimpilzes sein soll, ist für mich schwer nachzuvollziehen.

Bevor wir den Stockschwämmchen die zähen Stiele kürzen, muss immer darauf geachtet werden, dass diese die typischen braunen Schüppchen besitzen.


Hier die Artenliste von MTB 2132/4 = Strohkirchener Holz: Stockschwämmchen, Breitblättriger Rübling, Horngrauer Rübling, Heftel – Nabeling, Grünblättriger Schwefelkopf, Langstieliger Knoblauch – Schwindling, Verfärbender – Schneckling, Rehbrauner Dachpilz, Brandiger Ritterling, Violetter Lacktrichterling, Schwarzgezähnelter Helmling, Lilaseidiger Rißpilz, Grüngelbes Gallertkäppchen, Samtiger Schichtpilz, Schmetterlings – Tramete, Graubräunlicher Dickfuß, Löwengelber Stielporling, Gallertfleischiges Krüppelfüßchen, Rosablättriger Helmling, Sonnen – Täubling, Frauen – Täubling, Herber Saftporling, Gelbblättriger Birken – Ritterling, Fleischroter Lacktrichterling, Süßlicher Milchling, Ahorn – Holzkeule, Gemeiner Wurzel – Schleimrübling, Gruben – Lorchel, Schärflicher Ritterling, Gelbmilchender Helmling, Krauser Adernzähling, Rettich – Helmling, Rosa – Helmling, Herbst – Lorchel, Weißvioletter Dickfuß, Beutel – Stäubling, Herkuleskeule, Beringter Buchen – Schleimrübling, Dünnschaliger Kartoffel – Hartbovist, Glimmer – Tintling, Gelbbrauner Trichterling, Gilbender Erdritterling, Ledergelber Schwindling, Mehlpilz, Halsband – Schwindling, Kammkoralle, Birken – Blättling, Gift – Häubling, Bluthelmling, Steife Koralle, Echter Zunderschwamm, Wurzelnder Marzipan – Fälbling, Hainbuchen – Hautkopf, Igel – Stäubling, Brandkrustenpilz, Rotrandiger Baumschwamm, Blauer Träuschling, Orange Loreleia, Striegelige Tramete, Birnen – Stäubling, Roter Kugelschleimpilz, Halbresupinater Weichporling, Graugrüner Dachpilz, Hochthronender Schüppling, Widerlicher Ritterling, Gallen – Täubling und Schwarzroter Täubling.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine! 

14. September 2021 – Treffen der Pilzfreunde

Treffen der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Vorbereitungstreffen für unsere Großpilzausstellung 2021

Treff war am Dienstag, dem 14. September 2021, um 18.00 Uhr im Mykologischen Informationszentrum in Wismar, ABC Straße 21.

Bei günstigen Wachstumsverhältnissen können sicher wieder um die 250 Großpilzarten zu bewundern sein.

Vom 01. – 04. Oktober 2021 soll die 29. Großpilzausstellung in Wismar über die Bühne gehen. Eigentlich hätten wir in diesem Jahr 30 – jähriges Jubiläum, aber da wegen der Corona – Krise im Herbst 2020 die große Ausstellung abgesagt werden musste, wird im nächsten Jahr der runde Geburtstag nachgeholt. So wollen wir heute in gemütlicher Runde zusammen kommen und klären, wer wann Zeit hat und zum gelingen unserer größten Veranstaltung des Jahres beitragen kann. Geklärt werden muss, wer in den Tagen zuvor und vielleicht auch während der Ausstellung in Wald und Flur unterwegs sein kann, um unsere Exposition mit attraktiven Frischpilzen auszustatten. Wer kann bei der Vorbereitung unseres Imbissgeschäftes helfen und wer ist am 02. und 3. Oktober mit dabei, die Betreuung der Ausstellung mit zu übernehmen und beim Imbiss zu helfen.

Es sind also wichtige Fragen zu erörtern und ich hoffe auf eine rege Teilnahme.  

11. September 2021 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Grünlings

Sie führte durch die Kühlung

Nicht das erste mal ist die Kühlung Ziel einer unserer Pilzwanderungen. Letztmalig waren wir genau vor zwei Jahren hier unterwegs. Damals im südöstlichsten Bereich der Kühlung, im Hütter Wohld. Es war eine gut besuchte Lehrwanderung und auch das Angebot an Frischpilzen war, im Gegensatz zu den damals meist sehr trockenen und pilzarmen Wäldern der Umgebung, hier durchaus erfreulich. Auch die Herbsttrompete war punktuell zahlreich vertreten und die Feinschmecker unter den Kochtopf – Mykokologen fielen voller Begeisterung über sie her. Die Kühlung ist ein Höhenzug westlich und südlich von Bad Doberan, der recht markant vom Ostseestrand bei Kühlungsborn bis auf knapp 130 m (Dietrichshagener Berg) über den Meeresspiegel aufsteigt. Ein kleines Mittelgebirge direkt oberhalb des Ostseestrandes. Die Nordhänge der Kühlung sind stark zerklüftet mit kleineren Tälern und Senken. Daher der Name Kühlung, denn hier weht oft eine Frische Briese von der Ostsee her. Und das es tatsächlich ein kleines Mittelgebirge ist, wissen selbst die Pilze. Unser Ostseepilz Christian Ehmke http://www.ostseepilze.dekonnte hier vor zwei Jahren beispielsweise den Olivgelben Holzritterling erstmal in M-V nachweisen. Eine montane Art, die normalerweise nichts im Flachland zu suchen hat. 

Heute waren wir nur eine überschaubare Truppe und auch das Frischpilzaufkommen war recht übersichtlich.

Ein schöner Dickröhrling gleich zu Beginn. Leider ungenießbar, wie sein deutscher Name bereits erahnen lässt: Wuzelnder Bitter – Röhrling (Boletus radicans).

Fundbesprechung.

Ein Steinpilz (Boletus edulis) wie man sich ihn wünscht.

Der Purpurschwarze Täubling (Russula atropupurea) ist im Mischpilzgericht am besten aufgehoben, da er nur mäßige Geschmacksqualitäten aufweist.

Der Gelbschuppige Hallimasch (Armillaria lutea) ist gut erhitzt, wie alle Vertreter seiner Gattung, ein guter Speisepilz.

Grauer Wulstling (Amanita excelsa). Man beachte die geriefte Manschette, wenn er gegessen werden soll. Beim sehr ähnlichen Pantherpilze wäre diese oberseitig glatt.

Die Gemeine Hundsrute (Mutinus caninus).

Die Gelbe Krustenpilz (Hypocrea rufa)  überzieht alles, was ihr in die Quere kommt.

Zwei wunderschöne Safran – Schirmpilze (Macrolepiota rhacodes) in der Fichten – Nadelstreu.

Die Krause Glucke zieht alle Blicke auf sich und war in der Fichtenforst bereits von weitem auszumachen.

Wirklich ein prächtiges Teil.

Da ist natürlich die Freude groß und die Pilzmahlzeit gesichert.

Einen schönen Anblick liefert der Grauhäutige Scheidenstreifling (Amanita submembranacea). Essbar.

An feuchtem Buchenholz findet sich im feuchteren Herbst häufig das Zitronengelbe Reisigbecherchen (Bisporella citrina) ein.

Steife Koralle (Ramaria stricta) in trauter Eintracht mit Trompeten – Pfifferlingen.

Diese Trompeten – Pfifferling (Cantharellus tubaeformis) sind überständig. Sie waren schon einmal trockener Luft und Wind ausgesetzt.

Gleich daneben ein junger Steinpilz (Boletus edulis) frisch und ohne Trockenschäden.

Der ungenießbare Wollige Milchling (Lactarius vellereus) wird auch Erdschieber genannt. Hier käme auch der Begriff Laubschieber in Betracht.

Ein Mörder schlüpft aus dem Ei. Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides).

Dieses Exemplar ist hingegen schon gut entwickelt. 50g Frischpilzmasse des Grünen Knollenblätterpilzes (Amanita phalloides) können bereits tödliche Folgen für einen gesunden und erwachsenen Menschen haben.

Eines der beliebtesten Foto Objekte im Reich der Großpilze, stellt der Buchen – Schleimrübling (Oudemansiella mucida) dar.

Der Verfärbende Schleimkopf (Cortinarius nemorensis) soll essbar sein.

Der Buchen Spei – Täubling (Russula marei) schmeckt brennend scharf.

Herbsttrompeten (Craterellus cornucopioides).

Immer wieder schön und farbauffällig sind die Grünspan – Becherlinge der Gattung Clorosplemium.

Nicht selten in gehaltvolleren Buchenwäldern anzutreffen ist der Rauchbraune Milchling (Lactarius azonites).

Der Sommer 2021 bot besonders günstige Wachstumsbedingungen für den Violettstieligen Pfirsichtäubling (Russula violeipes). Essbar.

Am Ende hat es sich doch ganz gut gelohnt. Hier muss ich aber nochmal rüber schauen. Ich glaube, es ist noch mindestens ein scharfer Täubling dabei.

Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

08. September 2021 – Mittwochsexkursion

Mittwochsexkursion im Törber Holz

Auch für interessierte Pilzfreunde

MTB: 2132/3 – Mallentin ist an der Reihe

Im recht trockenen Sommer 2019 war das Törber Holz bereits schon einmal im Programm meiner Mittwochsexkursionen. Siehe unter „Mittwochsexkursion vom 14.08.2019“ Vorherige Regenfälle ließen damals gerade ein zaghaftes Frischpilzaufkommen sprießen, welches aber bei neuerlicher Hitze und Trockenheit im Keim zu ersticken drohte. Es gab also nicht all zu viel zu entdecken. Auch heute war es hier nicht gerade überschwänglich. Leider wurde vor wenigen Jahren teils ziemlich radikal abgeholzt. Zumindest im Zentrum des Waldes entstand ein regelrechter Kahlschlag. Aber keine Angst, es ist noch reichlich unterschiedlich strukturierter Wald vorhanden. Es hatten sich für diese Tour zwei Pilzfreundinnen  und ein Pilzfreund angemeldet. Eine junge Dame aus Lübeck und ein Urlauberpärchen aus südlicheren Gefilden in Deutschland. Dazu stoß zusätzlich auch Roland aus Schönberg, der Mitglied des Rehnaer Pilzvereins ist, zu uns.

Einer der schönsten Funde heute, ein Schmarotzer – Röhrling (Xerocomus parasiticus) auf Dickschaligem Kartoffel – Hartbovist.

Auch der Krumstiel – Schüppling (Pholiota tuberculosa) ist nicht häufig auf unseren Kartierungslisten zu finden.

Purpurschwarze Täublinge (Russula atropurpurea) in trauter Eintracht mit einem Dachpilz.

Ein junger Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) mit Guttationströpfchen.

Der Brandige Ritterling (Tricholoma ustale) des Buchenwaldes.

Ein beliebtes Wanderziel im Törber Holz, die Märchen – Eiche.

Der Warzen – Schirmpilz (Macrolepiota mastoidea). Diesen Vertreter der Riesenschirmpilze habe ich bisher kaum gefunden und kartiert. Er besitz  vergleichsweise nur winzige Hutschuppen und zeichnet sich durch seinen brustwarzenähnlichen Hutbuckel aus. Essbar.

Wasserfleckiger Rötel – Trichterling (Lepista gilva).

Ein junger Safran – Schirmpilz (Macrolepiota rhacodes) des Fichtenforstes.

Das filigrane Luftmyzel des Helmlings – Schimmels (Spinellus fusiger).

Sind es Ledergelbe Öhrlinge (Otidea alutacea)?

Kalkhaltigen Untergrund benötigt der Violettliche Schwindling (Marasmius wynnei).

Maronen – Röhrlinge (Xerocomus badius) unter Fichten.

Gelbstielige Dachpilze (Pluteus romellii).

Junge Dünnfleischige Anis – Champignons (Agaricus silvicola). Ein klassischer Waldbewohner.

Einer der schönsten Funde heute, zwei Papageigrüne Saftlinge (Hygrocybe psittacina).

Zwei Judasohren (Hirneola auricula – judae). Natürlich auch ein kleiner Tintling, den wir nicht näher bestimmt haben.

Zu diesem wunderbaren Schleimpilz ist mir noch nichts näheres eingefallen.

Ganz zum Schluss noch ein besonderer Leckerbissen, aber bitte nicht wörtlich nehmen, der Pilz ist giftig! Ich meine damit, dass es sich um eine nicht gerade häufige Art handelt, um den Grünroten Rißpilz (Inocybe haemacta). Grünscheitliger Hut und bei Berührung rötend!


Hier die Artenliste von MTB 2132/3 – Törber Holz: Rosa – Helmling, Langstielige Ahorn – Holzkeule, Halbresupinater Knorpelporling, Rettich – Helmling, Dünnfleischiger Anis – Champignon, Safran – Schirmpilz, Wasserfleckiger Rötel – Trichterling, Lilablättriger Mürbling, Breitblättriger Rübling, Grünblättriger Schwefelkopf, Rosablättriger Helmling, Dickschaliger Kartoffel – Hartbovist, Schmarotzer – Röhrling, Striegeliger Schichtpilz, Fleischroter Lacktrichterling, Schwarzschneidiger Helmling, Gelbblättriger Birken – Ritterling, Mehlpilz, Rillstieliger Helmling, Roter Fliegenpilz, Brennender Rübling, Knopfstieliger Rübling, Gemeine Stinkmorchel, Birken – Zungenporling, Rotrandiger Baumschwamm, Ranziger Trichterling, Echter Zunderschwamm, Flatter – Milchling, Krumstiel – Schüppling, Eichen – Zystiden – Rindenpilz, Eichen – Milchling, Kahler Krempling, Eichen – Mehltau, Schmetterlings – Tramete, Herber Saftporling, Papagei – Täubling, Rötende Tramete, Graublauer Reiftäubling, Gelber Knollenblätterpilz, Purpurschwarzer Täubling, Gallen – Täubling, Süßlicher Milchling, Blaublättriger Schleimkopf, Dickblättriger Täubling, Warzen – Schirmpilz, Flaschen – Stäubling, Maronen – Röhrling, Fichten – Koralle, Perlpilz, Blauender Saftporling, Falscher Pfifferling, Erdwarzenpilz, Rehbrauner Dachpilz, Violettlicher Schwindling, Gelbräunlicher Trichterling, Rotfuß – Röhrling, Grüner Anis – Trichterling, Grauer Wulstling, Gelbweißer Täubling, Klebriger Hörnling, Langstieliger Knoblauch – Schwindling, Wurzel – Schleimrübling, Frauen – Täubling, Gelbstieliger Dachpilz, Gelbmilchender Helmling, Papageigrüner Saftling, Wolliggestiefelter Schirmpilz, Grauer Korallenpilz, Gesäter Tintling, Judasohr und Grünroter Rißpilz.  


Wir verabschieden uns vom Törber Holz.

Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

04. September 2021 – Vereinstreffen am Roten See

Der Rote See rief zum 16. Vereinstreffen

Pilzverein Heinrich Sternberg e. V. Rehna

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Gegen 09.45 Uhr fand die Begrüßung aller Teilnehmer auf dem Parkplatz am Roten See statt. Nach einigen einleitenden Worten vom Vorsitzenden des Rehna Pilzvereins, Torsten Richter und Reinhold Krakow vom Mykologischen Informationszentrum Steinpilz – Wismar, starteten wir zu unseren Exkursionen in zwei Gruppen und in unterschiedliche Bereiche der umliegenden, waldreichen Umgebung.

Der Start ist geglückt und es wird sich auch schon gebückt.

Fundbesprechung bereits kurz nach dem Start.

Würzige Tellerlinge (Rodocybe truncata) am Wegesrand. Der Würze liegt in im Pilz enthaltenen Bitterstoffen.

Wohl dem, der ein professionelles Pilzmesser dabei hat.

Hier darf das Pilzmesser getrost stecken gelassen werden, denn der Kegelschuppige Schirmpilz (Lepiota aspera) riecht stechend und schmeckt absolut nicht gut.

Forschen Schrittes geht es bergauf.

Der Rotbraune Flämmling (Gymnopilus picreus) ist zwar ein schöner, kleiner und meist büschellig an totem Fichteholz wachsender Blätterpilz, aber wie alle Flämmlinge bitter und daher ungenießbar.

Ist der Flaschen – Stäubling (Lycoperdon perlatum) noch innen weiß und druckfest darf er mitgenommen werden. Das heißt, mitgenommen darf er auf jeden Fall, aber er wäre dann noch Pfannentauglich.

Diese, bereits etwas angetrockneten Seidigen Ritterlinge (Tricholoma columbetta) gehören nicht gerade zu den häufigsten Ritterlingen. Für den Kenner aber durchaus ein Speisepilz.

Die Gelbe Lohblüte (Fuligo septica), ein kriechender Schleimpilz.

Ein Küken durchbricht seine Eihülle. Es ist ein Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides). Tödlich giftig!

Essbare Grubenlorcheln (Helvella lacunosa).

Riecht zwar dezent angenehm, aber trotzdem ungenießbar, der Wohlriechende Gürtelfuß (Cortinarius torvus).

Das Eselsohr (Otidea onotica) ist in dieser Saison besonders häufig anzutreffen.

Der Stinktäubling (Russula foetens) gehört zur Gruppe der ungenießbaren Kammtäublinge.

Eine weiße Milch absondernder Sprödblättler des gehaltvolleren Buchenwaldes, der Braunfleckende Milchling (Lactarius fluens). Ungenießbar.

Nicht nur seine Färbung, auch der stechende Leuchtgasgeruch lassen den Schwefel – Ritterling (Tricholoma sulphureus) leicht erkennen.

Der Zitronenblättrige- oder Tränen – Täubling (Russula sardonia) ist ein scharf schmeckender Kiefernbegleiter auf sandigen Böden. Ungenießbar.

Braune Raslinge (Lyophyllum fumosum) sind weißsporige, büschelig wachsende Speisepilze auf verschiedenen Böden.

Hier sehen wir offensichtlich einen am Hutrand behangenen und beringten Glockenschüppling der Gattung Pholiotina.

Noch junge Tiegel – Teuerlinge (Crucibulum laeve).

Und gleich daneben Gestreifte Teuerlinge (Crucibulum laeve).

Ein Breitblättriger Rübling (Megacollybia platyphylla) mit besonderer Ästhetik.

Essbare Fichten – Reizker mit ihrem rötlichen Milchsaft.

Knopfstielige Rüblinge (Collybia confluens) wachsen meist büschelig in dichten Gruppen und gerne auch in Hexenringen. Ungenießbar.

Ein Gallen – Röhrling (Tylopilus felleus) sollte lieber nicht in die Speise gelangen.

Gegen 13.00 Uhr haben sich dann alle wieder an der dortigen Blockhütte eingefunden und die Pilzfunde knnten vorgestellt und präsentiert werden. Gleichzeit konnte man sich und wie gewohnt, an der dortige gastronomischen Einrichtung stärken. Wir machen es uns also gemütlich bei Speis und Trank und mit einem Pils konnte auf die Erfolge an der Pilzfront angestoßen werden. 

An der Blockhütte am Roten See.

Die Erträge sind zwar überschaubar, aber das gefundene Sammelsurium sieht zumindest schön bunt aus.

Hier noch einige Bilder und Nachbestimmungen von Torsten Richter aus Rehna:

Albert & Mandy Heuckrodt mit ihrer herrlichen Krausen Glucke.

Schön, diese kleinen Schirmlinge. Es gibt aber einige gefährliche Giftpilze unter ihnen!

Ledergelber Öhrling (Otidea alutacea).

Schiefergrauer Becherling (Peziza sucosella) am Roten See.

Und das Wichtigste zum Schluss, unser Erinnerungsfoto an der Badestelle des Roten Sees. 04. September 2021.

01. September 2021 – Mittwochsexkursion

Mittwochsexkursion im Börzower Wald

Auch für interessierte Gäste

Es ging in das MTB: Mallentin – 2132/2

Wir waren beiderseits des Bahndammes unterwegs.

Der Questiner/Börzower Wald ist eines der beliebtesten Pilzsucher – Reviere im Raum Grevesmühlen. Wir finden hier hauptsächlich sandige Böden vor. Kiefern, Fichten und Buchenforste sind dominant. Garniert mit zahlreichen Birken. Besonders vielfältig ist das Großpilzaufkommen entlang der durch den Wald verlaufenden Bahnstrecke. Das ist gerade auch für eine Kartierungsaktion von Bedeutung, da durch den Gleisbau und dessen Schotterbett Kalkeinträge in die angrenzenden, in der Regel sauren Waldböden, erfolgt sind. Entsprechend vielseitig gestaltet sich auch das Artenspektrum. Natürlich liegen aus dem Bereich schon zahlreiche Funddaten vor, so dass es nicht einfach sein sollte, neue Fundpunkte zu ergattern.

Dazu trafen sich heute fünf interessierte Pilz- und Vereinsfreunde aus Renzow, Lübeck, Rostock und Wismar. Und es wurde ein voller Erfolg, denn es war einiges los und die eine oder andere Pilzart war tatsächlich neu für meine Datenbank. 

Ganz zu Beginn einige Grubenlorcheln (Helvella lacunosa).

Sehr scharf in den Lamellen ist der Schwarzrote Spei – Täubling (Russula atrorubens).

Der Verfärbende Schleimkopf (Cortinarius nemorensis) entpuppte sich heute als Massenpilz entlang der Bahngleise.

Dieser junge Haarschleierling (Cortinarius spec.) gab uns als Einzelstück Rätsel auf. Zur Bestimmung vieler Arten aus dieser schwierigen Gattung sollten möglichst Fruchtkörper in unterschiedlichen Entwicklungsstadien vorhanden sein.

Foto – Termin an der Bahnböschung. Hoffentlich rauscht nun kein Zug heran!

Familie Edel – Reizker (Lactarius deliciosus) stand hier Model. Durch den Schotter des Gleisbetts wurde Kalk in den Boden gespült, der diesen delikaten Speisepilz im Beisein von Kiefern auf den Plan rief.

Birken Speitäublinge (Russula betularum).

Unter Kiefern, auf sauren Sandböden, findet sich der essbare Buckel – Täubling (Russula caerulea).

Neu für diesen Quadranten ist auf jeden Fall die sehr seltene Grünspitzige Koralle (Ramaria apiculata), die an Nadelholz (Kiefer) vorkommt.

Besonders im September tritt der Rostfleckige Helmling (Mycena zephirus) in Nadelforsten, insbesondere in denen von Kiefern, als Bodendecker in Erscheinung.

Ähnliches gilt oft auch für den Violetten Lacktrichterling (Laccaria ametystina) in Buchenwäldern.

Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus).

Ein besonderes Plätzchen hat sich dieser Hellsporer ausgesucht. Sollte es ein Spechtloch – Helmling sein? Das wäre tatsächlich eine neue Art. Ich denke, wir dürfen ihn als Alkalischer Helmling (Mycena alcalina) ansprechen.

Gerne in Kiefernwäldern zu hause ist der Kuhrötliche Schönkopf (Calocybe civilis).

Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides).

Rotfuß – Röhrling (Xerocomus chrysenteron).

Einer der häufigsten Vertreter seiner Gattung ist der Wohlriechende Gürtelfuß (Cortinarius torvus).

Der Graue Langfüßler (Helvella macropus) bildete heute Massenbestände aus.

Auch der Gelbblättrige Birken – Ritterling (Tricholoma fulvum) kann in zahlreichen Exemplaren ausschließlich unter Birken vorkommen.

Sehr zahlreich und oft in Hexenringen ist auch der Gestielte Schütterzahn (Sistotrema confluens) zu beobachten.

Die beliebten Eierschwämme (Cantharellus cibarius) gab es stellenweise in Menge, so dass sich Phillip mit ihnen ausgesprochen gut eindecken konnte. Sind es doch seine Lieblings – Speisepilze.

Stellenweise größere Trupps von essbaren Eselsohren (Otidea onotica).

Der ungenießbare Strohblasse Ritterling (Tricholoma stiparophyllum) ist im Herbst ein häufiger, oft in großen Trupps auftretender Birkenbegleiter.

Knollenblätterpilze in weißer Tracht, aber dennoch keine Weißen- , sondern Gelbe Knollenbätterpilze (Amanita citrina, var. alba) in ihrer weißen Form. Kartoffelkeller – Geruch! Schwach giftig.

Ebenfalls ein treuer Birkenbegleiter ist der Geschmückte Gürtelfuß (Cortinarius armillatus), allerdings nur punktuell mal etwas häufiger in sauren Birkenbereichen.

An anderer Stelle weitere Vertreter der Gattung Otidea = Öhrlinge. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um den Kröten – Öhrling (Otidea bufonia).

Und nochmals Öhrlinge, wieder an anderer Stelle unter Kiefern und Buchen. Offensichtlich selbige Art wie oben.

Recht struppige Tintlinge (Coprinus spec.).

Einmal den Hut anlecken und alles ist klar: Galliger Schleimfuß (Cortinarius vibratillis). Gallig nicht nur am Fuß, sondern auch auf dem Hut!

Zwar nicht Galle bitter, dafür aber ätzend scharf, besonders in den Lamellen, sind diese Spei – Täublinge (Russula emetica).

Hier sehen wir den absoluten Top – Fund der heutigen Mittwochsexkursion, den Heide – Milchling (Lactarius musteus). Er gehört zu den seltensten Milchlingen in M-V.

Wesentlich häufiger und ausschließlich unter Birken findet sich der giftige Birken – Milchling (Lactarius torminosus). Er ist der klassische Verwechslungspartner des Edel – Reizkers. Besitzt aber weiße, scharfe Milch und zumindest in der Jugend einen wollig – filzigen Hutrand.

Hier zum Vergleich der nicht weit entfernt gefundene Edel – Reizker (Lactarius deliciosus). Immer unter Kiefern auf kalkhaltigeren Sandböden.

Der Rote Fliegenpilz (Amanita muscaria) ist zwar ein bevorzugter Birkenbegleiter, kommt aber auch mit anderen Laub- und vor allem Nadelbäumen klar.

Der Birkenpilz (Leccinum scabrum) geht jedoch nicht fremd. Wir finden ihn ausschließlich unter Birken und das von April – November!

Die Birke auf sandigen Böden ist auch für den Kornblumen – Röhrling (Gyroporus cyanescens) der richtige Symbiose – Partner.

Der zellig – hohle Stiel und sein leuchtendes Kornblumenblau sind sein Markenzeichen. Es gibt ihn aber auch in einer nicht blauenden Variante!

Dieser Steinpilz (Boletus edulis) hat es sich an der Oberkannte der Bahnböschung gemütlich gemacht.

Die Eiche ist der Begleitbaum des Weinroten- oder Starkriechenden Herings – Täublings (Russula graveolens).

Der Gelbe Knollenblätterpilz (Amanita citrina) in seiner Normalform.

Unter Nadelbäumen, insbesondere unter Fichte findet sich nicht selten der Kleine Kakao – Fälbling (Hebeloma truncatum).

Zu guter lezt noch dieser schöne Myxomycet, das Löwenfrüchtchen (Leocarpus fragis) von Christopher Engelhardt in Szene gesetzt.


Hier die Artenliste: Qustiner/Panzower Tannen, MTB: 2132/2: Tigel – Teuerling, Waldfreund Rübling, Pantherpilz, Samtfuß – Krempling, Eichen – Zystiden – Rindenpilz, Schwefel – Ritterling, Eichen – Milchling, Weißflockiger Birken – Gürtelfuß, Ranziger Trichterling, Fleischroter Lacktrichterling, Rotfuß – Röhrling, Kahler Krempling, Grünblättriger Schwefelkopf, Goldschimmel, Birken Speitäubling, Olivgrüner Milchling, Flatter – Milchling, Grubenlorchel, Klebriger Hörnling, Fleischroter Speise – Täubling, Blauender Saftporling, Stink – Stäubling, Violetter Lacktrichterling, Echter Pfifferling, Striegeliger Schichtpilz, Grünspitzige Kiefern – Koralle, Wechselfarbiger Spei – Täubling, Grüner Knollenblätterpilz, Flockenstieliger Hexen – Röhrling, Echter Steinpilz, Verfärbender Schleimkopf, Flaschen Stäubling, Grauer Wulstling, Falscher Pfifferling, Perlpilz, Dickschaliger Kartoffel – Hartbovist, Eichen Mehltau, Jodoform Täubling, Butterpilz, Gefecktblättriger Flämmling, Blutblättriger Hautkopf, Heftel – Nabeling, Buckel – Täubling, Rostfleckiger Helmling, Purpurschneidiger Bluthelmling, Mäuseschwänzchen, Herber Saftporling, Zedernholz – Täubling, Pfeffer – Röhrling, Roter Fliegenpilz, Fichten –  Koralle, Gelbweißer Täubling, Kornblumen – Röhrling, Madensporiges Kopfbecherchen, Narzißengelber Wulstling, Gedrungener Champignon, Ziegenlippe, Kuhrötlicher Schönkopf, Camenbert – Täubling, Fuchsiger Scheidenstreifling, Papagei – Täubling, Dickblättriger Kohlentäubling, Dünnfleischiger Anis – Champignon, Wohlriechender Gürtelfuß, Beutel – Stäubling, Weißmilchender Helmling, Amiant – Körnchenschirmling, Grobscholliger Riesenschirmpilz, Grauer Langfüßler, Duft – Trichterling, Gelbblättriger Birken – Ritterling, Gelbbräunlicher Trichterling, Schwarzblauer Heftelnabeling, Gestielter Schütterzahn, Kupferroter Gelbfuß, Seidiger Rißpilz, Breitblättriger Rübling, Eselsohr, Rosablättriger Helmling, Strohblasser Ritterling, Knopfstieliger Rübling, Grüner Anis – Trichterling, Porphyrbrauner Wulstling, Birken – Blättling, Rettich – Helmling, Mehlpilz, Dunkelscheibiger Helmling, Geschmückter Gürtelfuß, Graugrüner Milchling, Weinroter Heringstäubling, Stink – Schirmling, Zitronenblättriger Täubling, Heide – Milchling, Brotpilz, Birken – Reizker, Birkenpilz, Riesen – Schirmpilz, Grasgrüner Täubling, Gemeine Stinkmorchel, Kegelschuppiger Schirmpilz, Alkalischer Helmling, Kröten – Öhrling, Löwenfrüchtchen und Kleiner Kakao – Fälbling.   


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine! 

27. August 2021 – Nachtwanderung bei Parchim

Nachtwanderung in den Pfifferlingstannen

Nachtwandern im Jahr des Grünlings

Zur Geisterstunde durch die  Pfifferlingstannen

Die Pfifferlingstannen befinden sich unweit von Parchim und schließen an das romantische Wockertal an. Bereits im vergangenen Jahr sollte hier in der Dunkelheit gewandert werden. Da damals vor möglichen Unwettern gewarnt wurde, musste die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen leider ausfallen. Das haben wir heute nachgeholt. Die Genehmigung der zuständigen Forstbehörde lag vor und so stand uns nichts mehr im Wege. Nicht nur, dass im letzten Jahr Unwetter möglich gewesen wären, wir hätten auf Grund der damals herrschenden Trockenheit ohnehin kaum Frischpilze vorgefunden. Ganz anders in diesem Jahr. Wir gerieten in eine regelrechte Pilzschwämme. Der große Aufbruch war hier gerade im Gange, so dass uns im Schein der Lampen einiges geboten wurde.

Im Lichtkegel unserer Lampen entgeht uns nichts. Erst recht kein Pilz!

Wer nun glaubte, dass in der Finsternis nichts zu machen sei, beim Aufstöbern der beliebten Waldkobolde, sollte eines besseren belehrt werden. Ausgerüstet mit Leuchtmitteln, am besten geeignet sind Stirnlampen, die es in jedem besseren Baumarkt gibt, ist es ein wahres Vergnügen, die gesuchten Objekte fokussiert im Lichtkegel der Lampen zu entdecken.

Wir sind startklar.

Es dauerte nicht lange und der erste kleine Steinpilz (Boletus edulis) tauchte im Schein der Stirnlampe auf.

Unzählige Korallenpilze in der Nadelstreu der Fichtenforst.

Fichten – Koralle (Ramaria abietina).

Ein kleiner Zwerg – Champignon (Agaricus spec.) im  Lampenlicht.

Wie Glühwürmchen geht es durch die Nacht.

Die Gemeinen- oder Tränenden Rettich – Fälblinge (Hebeloma crustuliniforme) sind leider ungenießbar.

Und wieder wurde etwas entdeckt.

Es sind essbare Violette Lacktrichterlinge (Laccaria ametystea). Die Fingernägel passen perfekt dazu!

Ein Kornblumen – Röhrling (Gyroporus cyanescens).

Pfifferlinge (Cantharellus cibarius) durften natürlich nicht fehlen!

Ein Fichten – Reizker (Lactarius deterrimus).

Zimtbraune Hautköpfe (Cortinarius cinnamomeus).

Ein Gold – Röhrling (Suillus flavus).

In einem moosreichen Fichtenforst starteten die Maronen – Röhrlinge (Xerocomus badius) in Mengen durch.

Junge und mastige Braune Ledertäublinge (Russula integra) des Nadelwaldes. Sehr gute Speisepilze!

Ein junger Pantherpilz (Amanita pantherina) schiebt sich aus dem Waldboden der nächtlichen Pfifferlingstannen.

Der absolute Höhepunkt für Pilzberater – Anwärter Phillip Müller! Der tödlich giftige Kegelhütige Knollenblätterpilz (Amanita virosa) stand seit längerem auf seiner Fahndungsliste.

Diese weißen Pilze waren wirklich nicht zu übersehen.

Es handelt sich um ungenießbare Wollige Milchlinge (Lactarius vellereus).

Sie wuchsen hier wie angesät.

Phillip hat wieder etwas entdeckt.

Es sind Kirschrote Spei – Täublinge (Russula emetica).

Und wie soll es auch anders sein! Wie schon vor einigen Jahren auf einer unserer Nachtwanderungen hat Thomas wieder den Vogel abgeschossen und die schönsten Steinpilze im Lampenlicht entdeckt. Da kommt natürlich Freude auf.

Am Ende, gegen Mitternacht, gab es dann am Karpfenteich wieder ein leckeres Nachtmahl von unserer guten Seele Irena serviert.

Pilzfreund Robert scheint es zu schmecken!

Der Karpfenteich nach Sonnenuntergang.

Wann startet die nächste Nachtwanderung? – Siehe unter Termine!

 

25. August 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion im Holmer Wald

Auch für interessierte Gäste

Es ging in den Messtischblatt – Quadranten 2132/1 = Mallentin

Der Holmer Wald liegt an der Bundesstraße 105 zwischen Wismar und Lübeck und ist deshalb gut erreichbar. Wir finden hier vielfach Nadelwälder auf leichteren, sandigen Böden vor. Es gibt Feuchtgebiete und fast heidenahe Bereiche, aber auch Misch- und Laubwald. Durchaus abwechslungsreich für eine mykologische Erkundungstour. Auch öffentliche, wie individuelle Pilzwanderungen führten bereits hier her.

Bevor wir starteten noch schnell ein Teilnehmerfoto an der Luisenhofer Eiche.

Immer an Eichenholz, der Irrgarten – Porling, besser bekannt unter der Bezeichnung Eichenwirrling (Daedalea quercina).

Dicht beschuppte Safran – Schirmpilze (Macrolepiota rhacodes) im Mischwald. Sie dürfen gerne in den Sammelkorb wandern und haben nichts mit den giftverdächtigen Wiesen- und Treibhausformen zu tun.

Als Mischpilz brauchbar ist der Süßliche Milchling (Lactarius subdulcis) des Buchenwaldes.

Gerne in Begleitung von Kiefern findet sich der Kuhrote Schönkopf (Calocybe civilis), ein Verwandter des Maipilzes.

Nestlinge auf toten Pflanzenresten. Es handelt sich um Tiegel – Teuerlinge (Crucibulum laeve).

Ein noch junger Spitz- oder Kegelschuppiger Schirmpilz (Lepiota aspera). Ungenießbar.

Phillip und Chris in Aktion.

Fundbesprechung.

Rotbrauner Scheidenstreifling (Amanita fulva). Essbar, roh giftig!

Auch die Fleischroten Lacktrichterlinge (Laccaria laccata) dürfen gegessen werden.

Filzige Röhrlinge, auch Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus) ganannt.

Die später erst Rostfleckigen Helmlinge (Mycena zephirus) treten von August bis Oktober oft als Bodendecker in Kiefernforsten auf. Ohne Speisewert.

Boletoider Maronen – Röhrling (Xerocomus badius). In dieser Erscheinungsform oft für einen Steinpilz gehalten.

Dort scheint wieder etwas interessantes entdeckt worden zu sein.

Interessant hin, interessant her, es waren nur gemeine Eierschwämme (Cantharellus cibarius).

Immer unter Eichen ist der etwas gezonte und nach Blattwanzen riechende Eichen – Milchling (Lactarius quietus) zu finden.

An totem Fichtenholz findet sich nicht selten und meist büschellig wachsend der Rotbraune Flämmling (Gymnopilus picreus). Ein sehr schöner, aber wie alle Vertreter der Gattung galle – bitter schmeckend!

Im sauren Nadelwald wachsend, mit bräunendem Fleisch und einem intensiven Geruch nach Heringslake ist dieser gute Speisepilz recht sicher zu erkennen. Roter Heringstäubling (Russula xerampelina).

Rotfuß – Röhrling (Xerocomus chrysenteron).

Der Jodoform – Täubling (Russula turci) findet sich unter Kiefern auf sandigen Böden. Der essbare Sprödblättler ist gut an seinem, besonders zur Stielbasis hin wahrnehmbaren Jodoform – Geruch zu erkennen.

Auch beim Schmerling oder Körnchen – Röhrling (Suillus granulatus) ist die Kiefer unentbehrlich. Allerdings sollte der Boden schon etwas basenreicher sein.

Der giftige Bruch – Reizker oder Maggipilz (Lactarius helvus) ist ein hervorragen Würzpilz. Trocknen und zu Pilzpulver verarbeiten!

Der Wechselfarbige Spei – Täubling ist jedoch völlig ungenießbar. Diese Eigenschaft ist bereits seinem deutschen Namen zu entnehmen.

Unsere Gäste verabschieden sich nun mit einem bunten Sammelsurium in ihrem Korb, für eine herzhafte Waldpilzpfanne am Abend.

Und nun bricht bei Phillip und Chris das Sammelfieber aus. Gelbe Pfifferlinge bevölkern den Boden unter Eichen und Buchen.

Echter Pfifferling (Cantharellus cibarius).

Fleischrote Speisetäublinge (Russula vesca) wie aus dem Lehrbuch, mit ihrer vom Hutrand zurück gezogenen Huthaut. Ausgezeichneter Speisepilz.

Giftig ist der Zimtfarbene Weichporling (Hapalopilus rutilans).

Der Rosenrote Schönkopf (Calocybe carnea) ist nah mit dem beliebten Maipilz verwandt.

Habituell erinnert aber der Würzige Tellerling (Rhodocybe truncata) eher an den Mai – Ritterling. Guter Speisepilz, mit einer leicht bitterlichen Komponente.

Und schließlich stand am Waldrand noch der Steinpilz (Boletus edulis) vom Dienst.


Hier die Artenliste von MTB 2132/1 = Holmer Wald: Dünnschaliger Kartoffel – Hartbovist, Eichen – Mehltau, Waldfreund – Rübling, Eichenwirrling, Herber Zwerg – Knäuling, Safran – Schirmpilz, Eichen – Milchling, Grünblättriger Schwefelkopf, Gelber Knollenblätterpilz, Fleichrötlicher Lacktrichterling, Violetter – Lacktrichterling, Sklerotien – Stielporling, Klebriger Hörnling, Breitblättriger Rübling, Knopfstieliger Rübling, Rosablättriger Helmling, Rotfuß – Röhrling, Flatter – Milchling, Grüner Anis – Trichterling, Rotrandiger Baumschwamm, Süßlicher Milchling, Kuhrötlicher Schönkopf, Brennender Rübling, Schmetterlings – Tramete, Behangener Mehlschirmling, Stink – Schirmling, Tiegel – Teuerling, Weißmilchender Helmling, Rostfleckiger Helmling, Goldschimmel, Kegelschuppiger Schirmpilz, Kerbrandiger Napfbecherling, Ohrlöffel, Rotbräunlicher Scheidenstreifling, Rettich – Helmling, Maronen – Röhrling, Heftel – Nabeling, Wurzelschwamm, Stink – Stäubling, Perlpilz, Samtfuß – Krempling, Kahler Krempling, Gelbe Lohblüte, Rehbrauner Dachpilz, Herber Saftporling, Birken – Speitäubling, Falscher Pfifferling, Flacher Lackporling, Rotbrauner Flämmling, Geweihförmige Holzkeule, Echter Zunderschwamm, Gemeiner Wurzel – Schleimrübling, Lachsfarbener Schleimpilz, Pantherpilz, Striegeliger Schichtpilz, Keulenfuß – Trichterling, Maggipilz, Grasgrüner Täubling, Papagei – Täubling, Zedernholz – Täubling, Wechselfarbiger Speitäubling, Sonnen – Täubling, Gemeiner Steinpilz, Flaschen – Stäubling, Porhyrbrauner Wulstling, Mehlpilz, Camenbert – Täubling, Zimtfarbener Weichporling, Dickblättriger Schwarztäubling, Buchen – Speitäubling, Grauer Wulstling, Birken – Zungenporling, Blaugrauer – Reiftäubling. Purpurschwarzer Täubling, Büschel – Rasling, Würziger Tellerling, Blutroter Röhrling, Gezonter Dauerporling, Rosenroter Schönkopf, Widerlicher Täubling, Lilablättriger Mürbling und Gefleckter Rißpilz.  


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

24. August 2021 – Abendwanderung der Pilzfreunde

Abendwanderung der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Sie führte durch die Redentiner Tannen

Eine lange Tradition ist es, zu Beginn der Hauptsaison, im August, eine kleine Abendwanderung zu unternehmen. Dazu sind nicht nur die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e. V. sehr herzlich eingeladen, sondern auch interessierte Nichtvereinsmitglieder. Sozusagen als Einstimmung auf unsere große Nachtwanderung am kommenden Freitag. Als Ziel hatte ich die Stadtnahen Redentiner Tannen ausgesucht. Zusammen mit den Wäldern bei Steinhausen – Neuburg bildet dieses Mischwaldgebiet zwischen Groß Strömkendorf, Hof Redentin und Krusenhagen, das meist auf sandigen Böden steht, dem ehemals Großherzoglichen Forst Farpen.

Sommersteinpilze (Boletus reticulatus) begrüßten uns bei der Ankunft am Waldrand. Fast wären wir mit unseren Autos über sie hinweg gerollt.

Es ist der Pilzwald meiner Jugend und bei mir kamen nostalgische Erinnerungen an eine schöne Zeit auf, als ich hier auf den Pfaden meiner damaligen Steinpilz -Route wandelte. Diese hatte ich mir so zurecht gelegt, das ich bei meiner meist 6 – 8 stündigen Rundwanderung alle mir damals bekannten Steinpilz und Pfifferlings – Standorte miteinander verband. Legendär ist der Steinpilz – Weg und eine, fast undurchdringliche Fichtenschonung, mit einem Steinpilz – Aufkommen, wie ich es seither nicht mehr vorfinden konnte. Einfach märchenhaft und die Bilder gehen einfach nicht aus dem Kopf. Aber diese Zeiten sind lange vorbei und der Wald hat sich seither stark verändert. Natürlich gibt es diese Klassiker weiterhin und und auch heute Abend erfreuten sie uns. Als sich Mond und Sterne am Himmelszelt herauskristallisierten, endete unsere Tour, während sie am kommenden Freitag erst richtig beginnt. 

Ebenfalls am grasigen Waldrand wuchs der Triften – Zwergchampignon (Agaricus lutosus). Er gehört zu den gilbenden Anis – Champignons und seine Hutmitte ist oft etwas niedergedrückt.

Nicht, wie meist üblich, in luftiger Höhe, sondern direkt am Fuße einer Birke wuchs der beliebte Schiefe Schillerporling (Inonotus obliquus).

Ein essbarer Graublauer Reiftäubling (Russula parazurea).

Fachdiskussion zwischen Phillip und Christian.

Blutrote Röhrlinge (Xerocomus rubellus).

Der Rotbraune Scheidenstreifling (Amanita fulva) darf als Speisepilz in den Korb wandern.

Zwei Wulstlinge: der schwach giftige Gelbe Knollenblätterpilz (Amanita citrina) und der essbare Perlpilz (Amanita rubescens).

Ein essbarer Buckel – Täubling (Russula caerulea) mit seinen ockergelben Lamellen und dem schlanken, zur Basis zugespitztem Stiel.

Junge Rehbraune Dachpilze (Pluteus atricapillus) mit noch weißen Lamellen. In diesem Zustand als Mischpilz brauchbar.

Und dann entdeckte Phillip ein Nest seiner Lieblingspilze. Obwohl ihm der Zahn tropfte, überließ er die schönen Pfifferlinge (Cantharellus cibarius) den anderen Teilnehmern. Eine schöne Charaktereigenschaft eines zukünftiger Pilzberaters!

Fundbesprechung bei Lampenlicht. Es wird also Zeit, die abendliche Runde durch die Redentiner Tannen zum Ende zu führen.

Wenn nichts dazwischen kommt, geht es auch im nächsten Jahr wieder abends in die Pilze.

21. August 2021 – Öffentliche Pilzwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Grünlings

Sie führte durch die Höltingsdorfer Forst

Es ist noch nicht lange her, dass die Höltingsdorfer Forst Ziel einer unseren Pilzwanderungen war. Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren (25.08.2019) waren wir hier auf Pilzpirsch. Damals hatten wir Glück, da kräftige Regenschauer in den Tagen zuvor wider erwarten einiges an Frischpilzen sprießen ließen. So war die damalige Wanderung am Ende doch eine der interessantesten des Jahres 2019. Überhaupt hat dieses Revier für Pilzfreunde einiges zu bieten. Da der Wald auf besseren Böden steht, sind Freunde der beliebten Pfifferlinge hier nicht unbedingt an der besten Adresse, soll allerdings nicht heißen, dass es hier keine gibt. Freunde für Hexen- Röhrlinge, Steinpilze oder auch Herbsttrompeten (können auch schon im August wachsen) sind hier aber gut aufgehoben. Natürlich gibt es viel mehr zu entdecken und wer unter fachkundiger Führung, zumindest bei guten Rahmenbedingungen hier unterwegs ist, kann sicher auch einiges mehr in seine Sammelbehältnisse legen, sollten die genannten Klassiker gerade keine Lust haben zu wachsen. Heute hatten sie zumindest in etwas eingeschränkter Form Lust, uns zu beglücken. So erlebten die vier Teilnehmer eine durchaus kurzweilige wie interessante Wanderung und am Ende stand tatsächlich eine solide Frischpilzpfanne in Aussicht.

Diese winzigen Wiesen – Haarschwindlinge (Crinipellis stipitarius) begrüßten uns am Zweittreffpunkt in Passee.

Schwach giftige Dickschalige Kartoffel – Hartboviste (Scleroderma citrinum).

Leicht giftig ist ebenfalls der Schwarzgezähnelte Rettich – Helmling (Mycena pelianthina).

Ausschließlich an Nadelholz, vorwiegend von Kiefer, findet sich der dumpfig schmeckende Rötliche Holzritterling (Tricholomopsis rutilans).

Der Gold – Röhrling (Suillus flavus) ist streng an die Lärche gebunden. Essbar.

Während der Echte Pfifferling ein Symbiosepilz verschiedener Waldbäume ist, gehört der Falsche Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca) zu den Streubewohnern.

Die Krause Glucke (Sparassis crispa) hat sowohl eine parasitäre, wie auch saprophytische Lebensweise am Fuße von Nadelbäumen und deren Stubben. In erster Linie von Kiefern. Sehr guter Speisepilz.

Hände weg vom Kahlen Krempling (Paxillus involutus) heißt es seit Jahrzehnten. Häufiger Genuss dieses früher beliebten Speisepilze kann unter Umständen lebensbedrohliche, allergische Reaktionen auslösen.

Die nach Blattwanzen duftenden und weißmilchenden Eichen – Milchlinge (Lactarius quietus) können ein Mischpilz – Gericht bereichern.

Der Würzige Tellerling (Rhodocybe truncata) besitzt ein bitterliches Aroma, das nicht jedem zusagt.

Ein junger Kiefern – Braunporling (Phaeolus schweintzii).

Die gleiche Art im Alter.

Rotfuß – Röhrlinge (Xerocomus chrysenteron) im Anfangsstadium des Goldschimmelbefalls. Solche Pilze dürfen nicht mehr verzehrt werden!

Der Getropfte Saftporling (Oligoporus guttulatus) wächst an Fichtenholz. Er hat sich in den letzten Jahren stark ausgebreitet.

Von vielen Pilzsuchern gern mitgenommen wird der Klebrige Hörnling (Calocera viscosa).

Im Buchenwald einige mastige Maronen – Röhrlinge (Xerocomus badius).

Wunderbar frische Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis). Die müssen mit.

Stockschwämmchen jung und alt. Alt bleibt im Wald!

Ein toller Fund waren diese nicht häufigen, aber tödlich giftigen Kegelhütigen Knollenblätterpilze (Amanita virosa). Meine erste Begegnung mit diesem schönen Pilz hatte ich in den 1990er Jahren ebenfalls in diesem Wald.

Von tödlich zu hervorragend im Speisewert. Frauen – Täubling (Russula cyanoxantha).

Nichts um den Hunger zu stillen, dafür aber ein Dufterlebnis für die Nase ist der an Fichte vorkommende Fenchel – Porling (Gloeophyllum odoratum).

Gute Speisepilze sind die Semmel – Stoppelpilze (Hydnum repandum).

Ein Blutroter Röhrling (Xerocomus rubellus) am Wegesrand.

Ebenfalls am Wegesrand, da Kalk liebend, wuchs dieser junge Netzstielige Hexen – Röhrling (Boletus luridus). Essbar, aber roh giftig und nach Möglichkeit Alkohol meiden.

Nicht mehr ganz so junge Rotfuß – Röhrlinge (Xerocomus chrysenteron) in der moosreichen Fichtenforst.

Ein frisches Büschel von Spindeligen Rüblingen (Collybia fusipes). Der als geringwertig geltende Rübling hat aber auch Liebhaber, die ihn als Speisepilz schätzen.

In der dunklen Fichtenforst fällt der kleine Feuer – Schüppling (Pholiota flammans) durch seine leuchtende Farbkraft durchaus auf. Wir finden ihn auf stark vermorschtem Fichtenholz. Ungenießbar.

Rotschuppiger Rauhkopf (Cortinarius bolaris).

Die ersten Herbsttrompeten (Craterellus cornucopioides) sind erschienen. Ein hervorragender Würzpilz. Trocknen!

Der essbare Rosa – Täubling (Russula rosea) besitzt durchaus mehrere deutsche, wie wissenschaftliche Bezeichnungen. Die schönste ist meiner Meinung nach Russula aurora = Morgenrot – Täubling.

Wo der kleinere Mehlpilz (Clitopilus prunulus) auftaucht, sind Steinpilze (Boletus edulis) meist nicht fern. Diese Steinpilze dürfen aber nicht mehr gegessen werden, da sie bereits von einem parasitären Schimmelpilz befallen sind.

Trotz dem ist die Freude groß!

Einen intensiven Duft nach Maggi – Würze verströmen diese kleinen Kampfer – Milchlinge (Lactarius camphoratus). Sie können als Würzpilz Verwendung finden.

Junge, schwach giftige Narzißengelbe Wulstlinge (Amanita gemmata) schieben sich aus dem dunklen Boden der Fichtenforst.

Narzißengelber Wulstling (Amanita gemmata).

Immer wieder beeindruckend, die Raupe des Mittleren Weinschwärmers (Deilephila elpenor).

Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

 

 

18. August 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion im Staatsforst Rehna

Auch für interessierte Gäste

Es ging in das MTB 2231/4 = Carlow

Der Woitendorfer Wald am 18. August 2021.

Der Staatsforst Rehna, oder auch Woitendorfer Wald, mit dem integrierten Rögeliner Holz und dem Breesener Moor ist mit Abstand das größte, zusammenhängende Waldgebiet im Messtischblatt Carlow und auch einer der interessantesten Wälder im Westen Mecklenburgs. Viel neues wird es in punkto Kartierung sicher nicht geben, denn das Revier ist in mykologischer Hinsicht schon gut bearbeitet. Insbesondere auch durch einige Mitglieder des Rehnaer Pilzvereins um ihren Vorsitzenden, Diplom – Biologe Torsten Richter. Aber auch andere Kapazitäten wie Chef – Kartierer Benno Westphal oder auch Jürgen Schwik sowie meine Wenigkeit waren ihr bereits des öffteren unterwegs. Jedes Jahr zu den Tagen der Pilze leite ich hier eine Lehrwanderung im Rahmen dieser Veranstaltung. Der Wald kann besonders im Herbst eine reine Fundgrube sein, sowohl für Hobby – Mykologen, aber auch für Pilzfreunde, die dieses wichtige Naturreich nur unter kulinarischen Aspekten betrachten. In manchen Jahren werden hier beispielsweise die würzigen Totentrompeten zu einer regelrechten Landplage, wie es mir gegenüber einst ein Mitglied des Rehnaer Pilzvereins zu verstehen gab. Aber auch andere, volkstümliche Klassiker, wie Steinpilze oder Maronen – Röhrlinge können hier gefunden werden. 

So trafen sich heute hier 4 Pilzfreunde aus Renzow, Lübeck, Berlin und Wismar zu einer neuerlichen Bestandsaufnahme im Rahmen meiner Mittwochsexkursionen. Und ich darf vorweg nehmen, es hat sich gelohnt! Etwas über 100 Arten konnten wir notieren und teils im Bild festhalten. Einiges muss noch von Christopher Engelhardt und Torsten Richter kritisch unter dem Mikroskop beäugt werden und vielleicht ist sogar neues für den Staatsforst Rehna dabei.

Kamm – Koralle (Clavulina christata).

Besonders Egon aus Berlin freut sich über den ersten Steinpilz (Boletus edulis).

Scharf im Geschmack und daher ungenießbar ist der kleine Sonnen – Täubling (Russula solaris).

Eine Charakterart in besseren Buchenwäldern ist im Hoch- und Spätsommer der Harte Zinnobertäubling (Russula rosacea). Essbar.

In vielen Buchenwäldern mitunter ein Massenpilz ist der knorpelige Dickblättrige Schwarztäubling (Russula nigricans). Falls sein Schwärzen nicht stört, kann er gegessen werden.

Der Rotstielige Leder – Täubling (Russula olivacea) ist eine markante Gestalt unserer besseren Buchenwälder. Sehr guter Speisepilz, aber roh giftig!

Im selben Umfeld ist auch der ungenießbare Stink – Täubling (Russula foetens) zu hause.

Hier sehen wir zwei große, weiße Milchlinge, die zur Verwechslung Anlass geben könnten. Links der untersetzte Wollige Milchling – wollig, stumpfer Hut und recht kurzer, gedrungener Stiel. Der rechte Langstielige Pfeffermilchling (Lactarius pargamenus) kommt im Vergleich recht hochbeinig daher und seine Lamellen stehen viel dichter zusammen.

Der Harte Zinnobertäubling (Russula rosacea) ist einer unserer farbfreudigsten Sprödblättler. Auch wenn er mitunter viel blasser daher kommen kann, durch sein pochhartes Fleisch ist er auch dann meist sicher zu erkennen. Essbar.

Im basenreichen Buchenwald nicht selten ist der Ledergelbe Schwindling (Marasmius torquescens). Sein steifer Stiel ist an der Basis regelrecht mit der Laubstreu verfilzt (Filzstieliger Schwindling).

Weggeworfene Brötchen (Semmel) im Woitendorfer Wald. Darauf soll die Namensgebung dieses Speisepilzes zurück zu führen sein. Die Pilze sehen von oben betrachtet einem alten, aufgeweichtem Brötchen ähnlich. Semmelstoppelpilz (Hydnum repandum).

Ein junger Rotbrauner Scheidenstreifling (Amanita fulva) hat seine Eihülle durchbrochen und schiebt seinen ringlosen, schlanken Stiel in die Höhe. Essbar, roh giftig!

Leicht giftig ist der Rettich – Helmling (Mycena pura).

Geschmacklich mehr als gewöhnungsbedürftig ist der Gallen – Röhrling (Tylopilus felleus).

Essbare Flatter – Milchlinge (Lactarius tabidus) mit weißem Sporenstaub Abwurf.

Der Ziegenlippe sehr ähnlich ist der Braune Filzröhrling (Xerocomus spadiceus). Wir finden ihn im moosigen, sauren Nadelwald, oft truppweise. Essbar.

In moorigem Gelände, unter Birken, ist der Blaufüßige Rauhfuß (Leccinum cyaneobasileucum) zu hause.

Mooriges Gelände bevorzugt auch der Dickschalige Kartoffel – Hartbovis (Scleroderma citrinum. Er ist leicht giftig!

Ein Klassiker bei den Kochtopf – Mykologen ist der Maronen – Röhrling (Xerocomus badius).

Über ein großes Nest von Grüngelben Gallertkäppchen (Leotia lubrica) hat sich Phillipp ganz besonders gefreut. War es doch seine erste Begegnung mit dieser markanten Art.

Chris beim Versuch einen Schmetterling zu fotografieren.

Der Strohgelbe Rißpilz (Inocybe cookei) soll einer der wenigen seiner Gattung sein, der kein Muskarin enthalten soll.

Ja, was haben wir denn da?- Keine Ahnung!

Und noch ein Blick darunter. Das Wissen hat Grenzen!

Ein Braunschuppiger Rißpilz (Inocybe spec.).

Das gleiche Exemplar in Seitenlage.

Flattrige Fichten – Koralle (Ramaria flaccida).

Sie wuchs in zahlreichen Exemplaren im Hexenring in der Fichtenforst des Woitendorfer Waldes.

Und mitten drin Chris in Aktion.

Mit einer Olympus – Unterwasserkamera bekommt man auch kleinste Details auf` s Bild.

Aber auch mit meiner Panasonic gelingen mitunter recht ordentliche Schnappschüsse. Foto: Christopher Engelhardt.

Zwar würde der professionelle Naturfotograf hier nur mit dem Kopf schütteln, aber für meine Dokumentations – Homepage sollte es ausreichen.

Fichten – Reizker (Lactarius deterrimus).

Keine Alltäglichkeit in unseren Fichtenforsten ist das Hasenohr (Otidea leporina).

Einen prachtvollen Anblick boten uns diese Purpurfilzigen Holzritterlinge (Tricholomopsis rutilans).

Auch Rötlicher Holzritterling genannt.

Die rötlichen Schüppchen auf Hut und Stiel stehen im deutlichen Kontrast zu den leuchtend gelben Lamellen. Zwar essbar, aber viel zu schön zum Auffressen und außerdem wohl nicht sonderlich delikat. Dafür ein Augenschmaus!

Unter Birken und Fichten findet sich oft als Bodendecker der Flatter – Milchling (Lactarius tabidus) ein. Essbar.

Selbiger, weißmilchender Sprödblättler in Seitenlage.

Ein junger Buchenwald – Wasserfuß (Hydropus subalpinus).

Eine farbenfrohe Gestalt in vielen, grünen Moospolstern ist der Heftel – Nabeling (Rickenella fibula).

Ein ganz anderes Kaliber stellt der Riesenporling (Meripilus giganteus) dar.

Junge Löwengelbe Stielporlinge (Polyporus varius).

Glimmer – Tintling (Coprinus micaceus).

Buchen Spei – Täubling (Russulla mairei).

Ein hübscher Haarschleierling des Buchenwaldes ist der Rotschuppige Rauhkopf (Cortinarius bolaris).

Zur selben Gattung gehörig und mit der gleichen Baumart vergesellschaftet ist der Gallige Schleimfuß (Cortinarius vibratillis).

Nicht nur mit der Buche, sondern auch mit der Fichte geht der Kampfer – Milchling (Lactarius camphoratus) eine Beziehung ein. Weiße Milch und intensiver Geruch nach Liebstöckel kennzeichnen diesen markanten Sprödblättler sehr gut. Würzpilz.

Protzige Herrenpilze (Boletus edulis).

Eine wachsartige Kruste überzieht einen Baumstumpf, Laub und Moose. Sie gibt mir zunächst ein Rätsel auf.

Dieses konnte mit Unterstützung von Chris Engelhardt und Torsten Richter entschlüsselt werden. Es handelt sich um die Gelbe Wachskruste (Hypocrea citrina). Man lernt nie aus!

Besonders in und am Rande von Mooren lohnt es sich, die Dickschaligen Kartoffel – Hartboviste (Scleroderma citrinum) mal etwas näher anzuschauen. Nicht selten kann man hier den an diesen Bauchpilzen parasitierenden Schmarotzer – Röhrling (Xerocomus parasiticus) entdecken.

Auf im Wasser schwimmendem Totholz wuchsen unzählige Getigerte Sägeblättlinge (Lentinus tigrinus).

Ein Purpurschwarzer Täubling (Russula atropurpurea) schiebt sich empor.

Seine Lamellen sind etwas cremegelb gefärbt.

Essbare Rosablättrige Helmlinge (Mycena galericulata). Der Rosaschimmer in den Lamellen tritt erst bei weiterer Sporenreife zu Tage.

Milder Wachstäubling (Russula puelaris). Essbar.

Es mangelt nicht an Feuchtigkeit.

Unter Birken, am geschotterten Wegesrand ein Pilz, den ich hier eher nicht erwartet hätte. Der Verblassende Täubling (Russula pulchella).

Frische Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis).

In der Fichtenforst dickfleischige, kompakte Champignons, die ich nicht näher zuordnen konnte. Also Agaricus spec.

Galle bitter schmeckt der Gefleckte Rübling (Collybia maculata).

An Nadelholz findet sich sehr häufig der Klebrige Hörnling (Calocera viscosa).

Totholz von Birke mit Echten Zunderschwamm.

Das hochgiftige Mutterkorn (Claviceps purpurea) hat schon ganze Völkerstämme dahin gerafft, könnte man vereinfacht Sagen. In größeren Mengen im Brotgetreide enthalten, verursacht es schwere Vergiftungen. Die Gliedmaßen verfaulen am lebendigem Leibe bis schließlich der Tod eintritt. Foto: Chistopher Engelhardt.


Hier die Artenliste von MTB: 2231/4 – Staatsforst Rehna (Woitendorfer Wald): Riesenbovist, Langstieliger Knoblauch – Schwindling, Halsband – Schwindling, Rehbrauner Dachpilz, Schwarzgezähnelter Rettich – Helmling, Heftel – Nabeling, Niedergedrückter Rötling, Rosa – Helmling, Kammkoralle, Echter Steinpilz, Harter Zinnobertäubling, Brennender Rübling, Dickblättriger Schwarztäubling, Gemeiner Wurzel – Schleimrübling, Grauer Wulstling, Perlpilz, Mandel – Täubling, Rotstieliger Leder – Täubling, Wolliger Milchling, Langstieliger Pfeffermilchling, Frauen – Täubling, Ledergelber Schwindling, Unförmiger Weichporling, Breitblättriger Rübling, Buchen Spei – Täubling, Rotbrauner Scheidenstreifling, Semmelstoppelpilz, Sklerotien – Porling, Kampfer Milchling, Gelber Knollenblätterpilz, Striegeliger Schichtpilz, Echter Zunderschwamm, Galliger Schleimfuß, Mehlpilz, Flockenstieliger Hexen – Röhrling, Rettich – Helmling, Fleischroter Lacktrichterling, Knopfstieliger Rübling, Waldfreund – Rübling, Goldschimmel, Maronen – Röhrling, Klebriger Hörnling, Himbeerroter Schleimpilz, Gallen – Röhrling, Postament – Helmling, Dickschaliger Kartoffel – Hartbovist, Herber Saftporling, Brauner Filzröhrling, Amiant – Körnchenschirmling, Häutiger Lederfältling, Blaufüßiger Rauhfuß, Löwengelber Stielporling, Grünblättriger Schwefelkopf, Gelbbräunlicher Trichterling, Spindeliger Rübling, Grüngelbes Gallertkäppchen, Birken Spei – Täubling, Strohgelber Rißpilz, Schmetterlings – Tramete, Stink – Schirmling, Flatterige Fichtenkoralle, Rötlicher Holzritterling, Ästchen – Schwindling, Gemeine Stinkmorchel, Narzißengelber Wulstling, Flatter – Milchling, Fichten – Reizker, Weißmilchender Helmling, Echter Mehltau, Blauer Saftporling, Falscher Pfifferling, Flaschen – Stäubling, Buckel – Tramete, Angebrannter Rauchporling, Geweihförmige Holzkeule, Riesenporling, Glimmer – Tintling, Rotschuppiger Rauhkopf, Dichtblättriger Schwarztäubling, Buchen – Schleimrübling, Kugelsporiges Stummelfüßchen, Flächiges Eckenscheibchen, Getigerter Sägeblättling, Birken – Zungenkissenporling, Schmarotzer Röhrling, Rötende Tramete, Purpurschwarzer Täubling, Gelbweißer Täubling, Striegelige Tramete, Verblassender Täubling, Stockschwämmchen, Gefleckter Rübling, Gemeiner Spaltblättling, Eichenwirrling, Flacher Lackporling, Rotrandiger Baumschwamm, Mutterkorn und Zitronengelbe Wachskruste.   


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

15. August 2021 – Vereins- und Kartierungsexkursion

Vereinsexkursion der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Es ging durch den Hindenberger Wald

Unser Zielwald befand sich westlich von Mühlen – Eichsen, zwischen den Ortschaften Webelsfelde und Hindenberg. Im Rahmen unserer Nordwestmecklenburg – Kartierung war ich hier schon in den 1990er Jahren unterwegs. Damals beeindruckten auch die alten Buchenbestände. Der Wald ist jedoch recht gemischt und vor allem Ahorn, aber auch die Fichte sowie alte Eichen prägen das Gesicht dieses Waldes, der auf besseren, schweren Böden stockt. Aus mykologischer Sicht war es heute zwar nicht überschwänglich, aber trotzdem erlebten die drei Pilzfreunde von der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. eine recht interessante und kurzweilige Tour.

Auf der Grasnarbe des Mittelstreifens eines Waldweges kleine Büschel von Braunen Raslingen (Lyophyllum aggregatum). Ich habe die frühere, wissenschaftliche Bezeichnung gewählt, da uns nicht ganz klar war, ob es sich um L. fumosum oder L. decastes handelte. Sehr gute Speisepilze sind beide.

Ein Buchenwald – Wasserfuß (Hydropus subalpinus). Die Lamellen stehen frei.

Der Hut eines Goldmistpilzes (Bolbitius titubans) im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium.

Klein und filigran, sowie farblich sehr ansprechend sind diese Orangeroten Helmlinge (Mycena acicula).

Ebenfalls auf der Grasnarbe des Mittelstreifens wuchsen diese Porlinge. Der Gebänderte Dauerporling kann ausgeschlossen werden. Es handelt sich also um einen Filzporling der Gattung Onnia. Dazu muss im Boden Nadelholz, wie Baumwurzeln, vorhanden sein. Der Form her und auch wegen der großen, am Stiel nicht abgesetzten Poren, könnte es sich um den Dreieckigen Filzporling (Onnia triqueter) handeln. Allerdings kenne ich diese Art bisher nur von Kiefernstubben.

Der Rehbraune Dachpilz (Pluteus atricapillus) wirft fleischfarbenes Sporenpulver ab. Die Lamellen der älteren Fruchtkörper verraten es uns.

Schlanke Ahorn – Holzkeule (Xylaria longipes).

Dickschaliger Kartoffel – Hartbovist (Scleroderma citrinum) schwach giftig!

Die Ockerrötlichen Resupinat – Stachelinge (Steccherinum ochraceum) hatten es heute satt, ständig resupinat wachsen zu müssen. Sie bildeten abstehende Konsolen aus.

Glimmer – Tintlinge (Coprinus micaceus). Schmecken lecker! Nur jung müssen sie sein und Alkohol muss gemieden werden.

In jeder Hinsicht empfehlenswerter sind jedoch Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis). Sie sind weniger zerbrechlich, etwas haltbarer und es darf auch einer Gepichelt werden.

Gut getarnt waren heute die Rotfüßchen (Xerocomus chrysenteron). Stellenweise wuchsen sie in Mengen.

Zunächst fiel uns das typisch grün verfärbte Holz auf und beim näheren Hinsehen entdeckten wir tatsächlich die dazu passenden Apothezien des Grünspan – Becherlings (Chlorosplemium aeruginascens).

Auf einem alten Eichenstubben entdeckten wir viele kleine weißliche gefärbte Pilze. Es handelt sich um Dünnstielige Kreislinge (Cudoniella acicularis).

Hier angetreten zum Parademarsch.

Zum Schluß noch eine Familie frischer Schwarzgezähnelter Rettich – Helmlinge (Mycena pelianthina). Schwach giftig!

Und auch das Abendbrot ist gesichert. 15. August 2021 im Hindenberger Wald.

Wann startet die nächste Vereinsexkursion? – Siehe unter Termine!

11. August 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion im Lankower Holz

Exklusiv auch für interessierte Gäste

Es ging in das MTB Carlow: 2231/3 

Das Lankower Holz ist das größte Waldgebiet in diesem Quadranten. Es ist auch bei Pilzsammlern im Raum Rehna recht beliebt. Auch eine vom Steinpilz – Wismar organisierte, öffentliche Pilzwanderung (27.10.2012), führte schon einmal hier her. Siehe unter: „Viele Pilze im Lankower Holz“. Damals begegneten wir rein zufällig auch den Pilzfreunden des einzigen Pilzvereins Mecklenburg – Vorpommerns, dem Pilzverein Heinrich Sternberg Rehna e.V., die ebenfalls eine Wanderung im Lankower Holz angesetzt hatten. Trotz der vielen Pilzsucher war der Pilz- uns Artenreichtum enorm. Es gab Bereiche, da konnte man vor Pilzen kaum treten. Diesbezüglich hatte damals der Bärtige Ritterling in einem Fichtenbereich einen ganz besonders großen Auftritt. Die Fichte ist hier sehr dominant, neben Buchenwäldern. Ich hoffe, dass trockenheitsbedingte Fichtensterben der letzten Jahre hat hier nicht all zu sehr zugeschlagen. 

Diesbezüglich machte sich heute Aufatmen breit. Die Masse der Fichtenbestände steht noch. Sechs pilzfreundinnen und Freunde trafen sich gegen 10.00 Uhr am Waldrand, unweit des ehemaligen Ortes Lankow. Der Ort wurde wegen seiner unmittelbaren Nähe zur früheren Staatsgrenze im Jahre 1976 abgebrochen und das Gebiet wurde zu einem der am besten bewachten Streifen des ehemaligen „Eisernen Vorhangs“. Aber das nur am Rande, denn die endgültige Abriegelung der Staatsgrenze erfolgte fast auf den Tag genau vor 60 Jahren.

Bis auf das Ortseingangsschild erinnert heute kaum noch etwas an den abgebrochenen Ort Lankow, unweit von Ratzeburg.

So galt unser Interesse weniger der Geschichtsaufarbeitung, sondern dem Pilzreich. Die teils intensiven Niederschläge der letzten Zeit, zuletzt gerade des Vorabends, ließen heute reichlich Frischpilze sprießen. Wir hatten daher genau den richtigen Moment für unsere Bestandsaufnahme erwischt.

Ein junger Riesen – Schirmpilz (Macrolepiota procera) begrüßte uns Standesgemäß.

Filzröhrlinge hatten einen frischen Wachstumsschub. Hier sehen wir einen Rotfuß – Röhrling (Xerocomus chrysenteron).

Gelbstieliger Dachpilz (Pluteus romellii) und den Gelbfleischigen Lilabecherling (Paziza michellii). Letzterer wurde von Torsten Richter aus Rehna bestimmt.

Wie so oft, an einem düsteren und unscheinbaren Standort gut getarnt, entgingen uns diese Schwarzblauenden Röhrlinge (Boletus pulverulentus) dennoch nicht.

Schwarzgezähnelter Rettich – Helmling (Mycena pelianthina). Schwach giftig!

Postament – Helmling (Mycena stylobatis).

Langstieliger Knoblauch – Schwindling (Marasmius alliaceus) und Buchenwald – Wasserfuß (Hydropus subalpinus).

Purpurschneidiger Bluthelmling (Mycena sanguinolenta).

Himbeerroter Schleimpilz (Tubifera ferruginosa).

Egon aus Berlin und Chris aus Lübeck in Aktion.

Brennender Rübling (Collybia peronata).

Zwei Gemeine Hundsruten (Mutinus canninus) empfinden Zuneigung für einander.

Violettstieliger Heftel – Nabeling (Rickenella swartzii) und Orangefarbener Heftel – Nabeling (Rickenella fibula).

Ein häufiger Rötling des Nadelwaldes ist der Lederschild – Glöckling (Entoloma cetratum)

Der Hut des Lederschild – Glöcklings (Entoloma cetratum) ist konvex bis kegelig – glockig, mit kleiner Papille oder auch mit kleinem, dunklerem Nabel und teils vollständig durchscheinend gestreift.

Helmling (Mycena spec.) an Nadelholz – Stamm.

Damit der Kochtopf – Mykologe nicht verzweifelt, es gab auch Speisepilze! Maronen – Röhrling (Xerocomus badius).

Der Weiß- oder Rundknollige Rißpilz (Inocybe umbrina) ist besonders in Gebirgslagen, wie dem Schwarzwald, häufig nachgewiesen worden. Dort ist die Fichte auch besonders dominant. Im Flachland treffen wir ihn offensichtlich seltener an, so wie in der Fichtenfort des Lankower Holzes.

Im Buchenwald in diesem Sommer besonders häufig der schöne Violettstielige Pfirsichtäubling (Russula violeipes) vertreten. Essbar.

Grauhäutiger- oder Graugrünlicher Scheidenstreifling (Amanita submembranacea). Offensichtlich nicht selten in Nadelwäldern und mitunter mit anderen, insbesondere mit dem sehr häufigen Fuchsigen Scheidenstreifling verwechselt. Essbar, roh giftig!

Die ersten Erdsterne entfalten sich. Bewimperter Erdstern (Geastrum fimbriatum).

Junge Stinkstäublinge (Lycoperdon foetidum). Jung essbar.

Zu einigen Arten, die in erster Linie unsere Waldwegs säumen, zählt der überaus häufige Stink – Schirmling (Lepiota christata). Ungenießbar.

Hier sehen wir Tiegel – Teuerlinge (Crucibulum laeve). In großen Mengen säumten sie heute einen Waldweg. Sie gehören zu den Nestlingen.

Ein weiterer, sehr häufiger Wegrandpilz in unseren Wäldern ist der Weiße Mehlschirmling (Cystolepiota sistrata).

Auch dieser Anis – Champignon bevorzugt Wegränder, insbesondere unter Fichten. Es handelt sich um den essbaren, aber wenig ergiebigen Weinrötlichen Zwergchampignon (Agaricus semotus).

Weinrötlicher Zwergchampignon (Agaricus semotus).

Zur Wegrand – Pilzflora gehört auch der essbare Gelbbräunliche Trichterling (Clitocybe gibba). Er trat heute als Massenpilz in Erscheinung.

Ein tierischer Bestattungsunternehmer in Aktion. Ein Totengräber auf einem toten Maulwurf.

Unverkennbar, unverwechselbar: der Samtfuß – Krempling (Paxillus atrotomentosus).

Bei diesem Duo dürfte es sich um den recht häufigen Lilaspitzigen Rißpilz (Inocybe cincinnata) handeln.

Eichen – Filzröhrlinge (Xerocomus quercinus) waren heute oft dabei.

Genauso wie die nah Verwandten Blutroten Röhrlinge (Xerocomus rubellus).

Blutroter Röhrling (Xerocomus rubellus). Essbar.

Hier noch eine kleine Parade der stark gilbenden und nach Anis duftenden Weinrötlichen Zwergchampignons (Agaricus semotus).

Hier unser Erinnerungsfoto an eine schöne, vielseitige Mittwochsexkursion durch das Lankower Holz. Foto: Christopher Engelhardt. Ein wenig kitschig nachbereitet von Reinhold Krakow.


Hier die Artenliste von MTB: 2231/3 – Lankower Holz: Halsband – Schwindling, Gelbbräunlicher Trichterling, Waldfreund – Rübling, Rotfuß – Röhrling, Lilablättriger Mürbling, Riesen – Schirmpilz, Wiesen – Staubbecher, Lederschild – Glöckling, Schwarzblauender Röhrling, Breitblättriger Rübling, Schwarzschneidiger Rettichhelmling, Langstieliger Knoblauchschwindling, Postament – Helmling, Orangefarbener Heftel – Nabeling, Himbeerroter Schleimpilz, Herber Saftporling, Weißmilchender Helmling, Falscher Pfifferling, Angebrannter Rauchporling, Brennender Rübling, Gemeine Stinkmorchel, Gemeine Hundsrute, Fichten – Wurzelschwamm, Violettstieliger Heftel – Nabelling, Eichen – Mehltau, Rundknolliger Rißpilz, Tigel – Teuerling, Fuchsiger Scheidenstreifling, Graublauer Reiftäubling, Maronen – Röhrling, Flatter – Milchling, Blutmilchpilz, Rotrandiger Baumschwamm, Violettstieliger Pfirsich – Täubling, Graugrünlicher Scheidenstreifling, Fleischroter Lacktrichterling, Perlpilz, Grauer Wulstling, Goldschimmel, Narzißengelber Wulstling, Dickschaliger Kartoffen – Hartbovist, Stink – Stäubling, Ranziger Trichterling, Dickblättriger Schwarztäubling, Stink – Schirmling, Sklerotien – Porling, Striegelige Tramete, Grünblättriger Schwefelkopf, Schlanke Ahorn – Holzkeule, Weißer Mehlschirmling, Weinrötlicher Zwergchampignon, Samtfuß – Krempling, Flächiges Eckenscheibchen, Stink – Täubling, Widerlicher Täubling, Grüner Knollenblätterpilz, Blutroter Röhrling, Pantherpilz, Gelbfleischiger Lilabecherling und Lilaspitziger Rißpilz.  


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

07. August 2021 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Grünlings

Sie führte durch die Friedrichsthaler Forst

Nicht das erste mal war die Friedrichsthaler Forst, am langgezogenen Neumühler See, das Ziel einer von Wismar aus geführten Pilzwanderung. Wir waren hier schon zu unterschiedlichen Jahreszeiten unterwegs (Frühling, Sommer und Herbst). Nun ist es mal wieder zur warmen Jahreszeit und wir wollen einmal schauen, was uns der Hochsommer hier bereit hält. Wichtig ist natürlich die Vorwitterung mit entsprechenden Niederschlägen. Dann kann es hier auch Anfang August schon sehr vielversprechend werden. Nicht nur die Mykophagen können einiges erwarten, nein, auch der Hobby – Mykologe ist hier nicht selten mit Begeisterung unterwegs. Insbesondere die teils steilen Hangterrassen zum Neumühler See hinunter beherbergen oft eine außergewöhnliche Artenvielfalt, teils auch von sehr seltenen Pilzen. So gibt es hier beispielsweise auch den in unserem Bundesland sehr seltenen Semmelporling. Dieser war heute leider nicht vertreten. Auch die klassischen Speisepilze waren kaum dabei. Dafür verschiedene Täublinge, ein gigantischer Schillerporling und einiges mehr. Die kleine Truppe hatte viel Spaß und Freude und wer wollte, konnte am Ende auch einiges im Sammelkorb vorfinden.

Wir starteten.

Junge Eichen – Wirrlinge (Daedalea quercina) auf einen Eichenstubben.

Gerne an trocken liegenden Buchenstämmen findet sich der Gemeine Spaltblättling (Schizophyllum comune).

So wie diese gestürzte Rotbuche, an dem ich den Pilz auch gefunden habe. Im wesentlichen war der Baumstamm aber von Birken – Blättlingen besiedelt. Dieser könnten aber anders herum genauso Buchen – Blättling genannt werden, da er sehr gerne die Buche besiedelt. Laubholz – Blättling wäre weniger verwirrend und so wird der Pilz auch oft schon bezeichnet.

Eine Badestelle unterhalb der steilen Hangterrassen zum Neumühler See.

Badestelle mit Ausblick.

Hier dürfte es sich um den Rotbuchenrinden – Kugelpilz (Biscogniauxia nummularia) handeln.

Essbar ist der Lungen – Seitling (Pleurotus pulmunarius). Der Holzbewohner hat sich in den letzten Zeit stark ausgebreitet in Mecklenburg.

Der Dickschalige Kartoffel – Hartbovist (Scleroderma citrinum) ist giftig!

Ein junger Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) schiebt sich aus seiner Eihülle. Vorsicht beim Sammeln von jungen Stäublingen und Bovisten!