Tagebuch

Ein Rückblick auf Ereignisse und Veranstaltungen.

22. September 2021 – Mittwochsexkursion

Mittwochsexkursion durch die Friedrichstannen

Auch für interessierte Gäste

Es geht in den MTB – Quadranten 2434/1 = Schwerin – süd

Treff und Uhrzeit können individuell abgestimmt werden. Einfach anrufen oder eine Nachricht senden. Dauer der Exkursion zwischen 3 und 5 Stunden.

Kostenpunkt: 20,00 € p. P.; Vereinsmitglieder frei.

Ich beginne heute mit dem Messtischblatt 2434 im Maßstab 1 : 25 000 – Schwerin – süd. Dieses wurde geviertelt und somit geht es in den ersten Quadranten. Große Teile des Quadranten werden von südlichen Wohn- und Gewerbegebieten der Landeshauptstadt Schwerin eingenommen. So die Stadtteile Krebsförden, Wüstmark und Pampow. Als Exkursionsgebiete werden die Waldflächen Haselholz, Göhrener Tannen sowie die Friedrichstannen angeschnitten. Die Friedrichstannen bilden  dabei den größten Waldanteil, so dass unsere Mittwochsexkursion hier stattfinden soll. Als nachteilig könnte sich allerdings erweisen, dass dieses Revier durch den ehemaligen Militärstandort Stern – Buchholz als Munitionsbelastet gilt und auch zahlreiche Hinweisschilder darauf aufmerksam machen. Die Waldwege dürfen deshalb aus Sicherheitsgründen nicht verlassen werden. Deshalb bitte ich mögliche Interessenten, diesen Sachverhalt zu bedenken.

Hier die Kontaktdaten:

Tel.: 03841/228917 – Handy: 0173/6977219

E – Mail: steinpilz.wismar@t-online.de

17. – 19. September 2021 – Pilzseminar in Buckow

Pilzseminar in der Märkischen Schweiz

Im Umweltzentrum Drei Eichen

17. – 19. September 2021 Umweltzentrum Drei Eichen bei Buckow, im Naturpark Märkische Schweiz: http://www.dreichen.de

Oliver Justus hatte die Idee zu unseren Seminaren in Märkisch Oderland b. z. w. der Märkischen Schweiz. Bei ihm laufen alle Fäden in punkto Organisation zusammen.

Das Seminar setzt sich voraussichtlich aus Theorie und Praxis zusammen, wobei das Praktische in Form von Exkursionen und anschließender Bestimmungsarbeit im Fokus stehen soll. Dafür bietet die waldreiche Umgebung (Das Objekt befindet sich mitten im Wald) in vielfältiger Weise hervorragende Rahmenbedingungen. Über Laub- und Nadelforste b. z. w. Wälder bis hin zu heideartigen Bereichen mit Sanddünenformationen und Orchideen – Wiesen sowie bewaldete Moor- und Seeuferbereiche. Bereits im letzten Jahr, ebenfalls im September, fand hier ein Pilzseminar statt und entgegen aller Erwartungen, wegen vorausgegangener Trockenheit, überraschte uns eine vielseitige und außergewöhnliche Pilzflora. Siehe unter: „Seminar in der Märkischen Schweiz„. Wir waren begeistert und ganz besonderen Dank gilt an dieser Stelle unserem Organisator Oliver Justus, der alle Fäden zum Gelingen dieser wunderbaren Veranstaltung in seinen Händen hielt. Ein großes Dankeschön auch an das Team des Umweltzentrums Drei Eichen. 

Optimistischer Aufbruch zu einer unserer Seminar – Exkursionen im vergangenen Jahr. Der Optimismus sollte zumindest hinsichtlich des Arten – Niveaus sogar noch übertroffen werden.

Hoffen wir also auch in diesem Jahr auf eine würdige Neuauflage unseres Pilzseminars in der Märkischen Schweiz. Und das sollte nicht nur an der Organisation und den möglichen Teilnehmern liegen, sondern nicht zuletzt auch an vorbereitender und somit günstiger Witterung im Vorfeld dieser Veranstaltung. 

Die Veranstaltung ist ausgebucht.

15. September 2021 – Mittwochsexkursion

Mittwochsexkursion im Strohkirchener Holz

Auch für interessierte Gäste

Es geht in den vierten Quadranten von MTB 2132 = Mallentin

Treff und Uhrzeit können individuell festgelegt werden. Einfach anrufen oder eine Nachricht zusenden. Die Exkursion dauert zwischen 3 und 5 Stunden.

Kostenpunkt: 20,00 € p. P., Vereinsmitglieder frei.

Jonas damals mit seiner seltenen Entdeckung im Strohkirchener Holz. Ein Leberbrauner Ackerling, den Papa zunächst für eine Schnecke hielt. Eingebrannt in das Gedächtnis eines damals 6 jährigen Jungen. 25. Juni 2011. 

Am 21. August des Jahres 2019 bin ich letztmalig in diesem Waldgebiet unterwegs gewesen. Auch damals war es eine Mittwochsexkursion bei sehr trockenen Verhältnissen und hochsommerlicher Hitze. Entsprechend dürftig war das Ergebnis. Deshalb hoffe ich, dass es heute vielversprechender werden könnte, denn das Waldgebiet hat mit Sicherheit ein erhöhtes Potenzial für interessante Pilzarten. So konnte Sohn Jonas bei einer öffentlichen Lehrwanderung am 25. Juni 2011 beispielsweise hier den recht seltenen Leberbrauen Ackerling als Einzelstück entdecken. Ich sagte damals, bei nur flüchtigem Hinsehen zu ihm, das wäre doch nur eine Schnecke. Mit meinen Augen ist es eben nicht weit her. Er protestierte energisch und Pfiff mich zurück. Tatsächlich war es ein Pilz und dann auch noch so ein ganz besonderer! Es gibt nicht vieles, welches sich in noch so jungen Jahren in das Gedächtnis eines Kindes einprägt, aber das hat er nicht vergessen. Zu stolz war er damals, seinen Papa mit einem tollen Fund zu beglücken, gerade weil dieser es zunächst abstritt. Das sind Begebenheiten, an die man sich gerne erinnert.

Hier die Kontaktdaten:

Tel.: 03841/228917 – Handy: 0173/6977219

E – Mail: steinpilz.wismar@t-online.de

14. September 2021 – Treffen der Pilzfreunde

Treffen der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Vorbereitungstreffen für unsere Großpilzausstellung 2021

Treff am Dienstag, dem 14. September 2021, um 18.00 Uhr im Mykologischen Informationszentrum in Wismar, ABC Straße 21.

Bei günstigen Wachstumsverhältnissen können sicher wieder um die 250 Großpilzarten zu bewundern sein.

Vom 01. – 04. Oktober 2021 soll die 29. Großpilzausstellung in Wismar über die Bühne gehen. Eigentlich hätten wir in diesem Jahr 30 – jähriges Jubiläum, aber da wegen der Corona – Krise im Herbst 2020 die große Ausstellung abgesagt werden musste, wird im nächsten Jahr der runde Geburtstag nachgeholt. So wollen wir heute in gemütlicher Runde zusammen kommen und klären, wer wann Zeit hat und zum gelingen unserer größten Veranstaltung des Jahres beitragen kann. Geklärt werden muss, wer in den Tagen zuvor und vielleicht auch während der Ausstellung in Wald und Flur unterwegs sein kann, um unsere Exposition mit attraktiven Frischpilzen auszustatten. Wer kann bei der Vorbereitung unseres Imbissgeschäftes helfen und wer ist am 02. und 3. Oktober mit dabei, die Betreuung der Ausstellung mit zu übernehmen und beim Imbiss zu helfen.

Es sind also wichtige Fragen zu erörtern und ich hoffe auf eine rege Teilnahme.  

11. September 2021 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Grünlings

Sie führt durch die Kühlung

Treff am Sonnabend, dem 11. September 2021, um 08.00 Uhr am alten Hafen in Wismar, Altstadt Parkhaus/Ecke Markt- und Eventhalle. Je nach Möglichkeit können auch Fahrgemeinschaften gebildet werden. Zweittreffpunkt kann an der ersten Parknische an der L 11, aus Kröpelin kommend, im Waldgebiet Kühlung sein. Hier kann ca. 09.00 Uhr mit unserer Ankunft gerechnet werden.

Kostenpunkt: 10,00 € p. P., Vereinsmitglieder 5,00 € und Kinder zwischen 6 und 14 Jahren 2,50 €.

Hersttrompeten sorgten am 07. September 2019 für einen Sammelrausch. Siehe auch unter „Zu Gast im Hütter Wohld“.

Nicht das erste mal ist die Kühlung Ziel einer unserer Pilzwanderungen. Letztmalig waren wir genau vor zwei Jahren hier unterwegs. Damals im südöstlichsten Bereich der Kühlung, im Hütter Wohld. Es war eine gut besuchte Lehrwanderung und auch das Angebot an Frischpilzen war, im Gegensatz zu den damals meist sehr trockenen und pilzarmen Wäldern der Umgebung, hier durchaus erfreulich. Auch die Herbsttrompete war punktuell zahlreich vertreten und die Feinschmecker unter den Kochtopf – Mykokologen fielen voller Begeisterung über sie her. Damals entstand auch das obige Bild. Die Kühlung ist ein Höhenzug westlich und südlich von Bad Doberan, der recht markant vom Ostseestrand bei Kühlungsborn bis auf knapp 130 m (Dietrichshagener Berg) über den Meeresspiegel aufsteigt. Ein kleines Mittelgebirge direkt oberhalb des Ostseestrandes. Die Nordhänge der Kühlung sind stark zerklüftet mit kleineren Tälern und Senken. Daher der Name Kühlung, denn hier weht oft eine Frische Briese von der Ostsee her. Und das es tatsächlich ein kleines Mittelgebirge ist, wissen selbst die Pilze. Unser Ostseepilz Christian Ehmke http://www.ostseepilze.dekonnte hier vor zwei Jahren beispielsweise den Olivgelben Holzritterling erstmal in M-V nachweisen. Eine montane Art, die normalerweise nichts im Flachland zu suchen hat. 

Die Wanderung kann bis zum frühen Nachmittag andauern.


Bitte beachten Sie! Sollte während des Zeitraums der Wanderung mit unwetterartigen Ereignissen wie ergiebiger Dauerregen, Sturm oder Gewitter zu rechnen sein, kann der Termin kurzfristig abgesagt werden. Informieren Sie sich an dieser Stelle daher nochmals zeitnah. Sie auch unter: http://www.unwetterzentrale.de


08. September 2021 – Mittwochsexkursion

Mittwochsexkursion im Törber Holz

Auch für interessierte Pilzfreunde

MTB: 2132/3 – Mallentin ist an der Reihe

Treff und Uhrzeit können individuell abgestimmt werden. Einfach anrufen oder eine Nachricht zusenden. Dauer der Exkursion zwischen 3 und 5 Stunden.

Kostenpunkt: 20,00 €, Vereinsmitglieder frei.

Gesäte Tintlinge (Coprinus disseminatus). 14.08.2019 im Törber Holz.

Im recht trockenen Sommer 2019 war das Törber Holz bereits schon einmal im Programm meiner Mittwochsexkursionen. Siehe unter „Mittwochsexkursion vom 14.08.2019“ Vorherige Regenfälle ließen damals gerade ein zaghaftes Frischpilzaufkommen sprießen, welches aber bei neuerlicher Hitze und Trockenheit im Keim zu ersticken drohte. Es gab also nicht all zu viel zu entdecken. Vielleicht sind die Bedingungen Anfang September diesen Jahres günstiger, denn es kann hier ein durchaus interessantes Frischpilz – Aufkommen erwartet werden. Leider wurde vor wenigen Jahren teils ziemlich radikal abgeholzt. Zumindest im Zentrum des Waldes entstand ein regelrechter Kahlschlag. Aber keine Angst, es ist noch reichlich unterschiedlich strukturierter Wald vorhanden, der einer möglichen Artenvielfalt zugute kommen könnte.

Hier die Kontaktdaten:

Tel.: 03841/228917 – Handy: 0173/6977219

E – Mail: steinpilz.wismar@t-online.de

04. September 2021 – Vereinstreffen am Roten See

Der Rote See ruft zum 16. Vereinstreffen

Pilzverein Heinrich Sternberg e. V. Rehna

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Treff der Wismarer Pilzfreunde am Sonnabend, dem 04. September 2021, um 09.00 Uhr auf dem Parkplatz gegenüber dem Zeughaus, in der Ulmenstraße in Wismar. Je nach Möglichkeit können auch Fahrgemeinschaften gebildet werden. Auch Nichtvereinsmitglieder sind gerne willkommen. Es wird dann aber eine Teilnahmegebühr von 10,00 € erhoben, die der Finanzierung der Wismarer Pilzberatungsstelle zugute kommen sollen.

Gegen 09.45 Uhr findet dann die herzliche Begrüßung aller Teilnehmer auf dem Parkplatz am Roten See statt. Nach einigen einleitenden Worten vom Vorsitzenden des Rehna Pilzvereins, Torsten Richter und Reinhold Krakow vom Mykologischen Informationszentrum Steinpilz – Wismar, starten wir zu unseren Exkursionen. Je nach Teilnehmerzahl kann es in mehren Gruppen in unterschiedliche Bereiche der umliegenden, waldreichen Umgebung gehen.

Begrüßung auf dem Parkplatz Roter See.

Gegen 13.00 Uhr sollten sich dann alle wieder an der dortigen Blockhütte einfinden und die hoffentlich üppigen Pilzfunde können vorgestellt und präsentiert werden. Gleichzeit kann sich hoffentlich und wie gewohnt, an der dortige gastronomischen Einrichtung gestärkt werden. Wir machen es uns also gemütlich bei Speis und Trank und mit einem Pils kann auf die möglichen Erfolge an der Pilzfront angestoßen werden. Je nach dem, welches Wetter uns begleitet, darf auch gerne ein erfrischendes Bad im Roten See genommen werden oder es gibt noch eine kleine Nachexkursion um eben diesen. Das Ende der traditionellen Veranstaltung kann wie immer jeder selbst für sich festlegen.

Trotz der etwas dürftigen Ausbeute im Jahre 2017 sind diese Teilnehmer gut gelaunt und freudestrahlend bei der Sache. Gleiches erhoffen wir uns auch heute wieder. Foto: Torsten Richter.

Wichtig wäre allerdings, nicht vor unserem obligatorischen Gruppen – Foto abzureisen. Liebe Pilzfreund, denkt bitte daran! Erst wenn Herr Richter zum Foto – Termin gebeten hat, darf die Heimfahrt angetreten werden!

So soll es sein. Erinnerungsbild aus dem Jahre 2016. Jetzt schon fast ein wenig historisch! Leider waren auch damals einige nicht mehr dabei. Foto: T. Richter.


Wir freuen uns also auf eine Neuauflage dieses Höhenpunktes im Vereinsleben der Rahnaer und Wismarer Pilzfreunde!

01. September 2021 – Mittwochsexkursion

Mittwochsexkursion im Börzower Wald

Auch für interessierte Gäste

Es geht in das MTB: Mallentin – 2132/2

Treff und Uhrzeit können individuell bestimmt werden. Einfach anrufen oder eine Nachricht zusenden. Dauer der Exkursion zwischen 3 und 5 Stunden.

Kostenpunkt: 20,00 € p. P., Vereinsmitglieder frei.

Beliebt ist diese Strecke nicht zuletzt bei Liebhabern der dottergelben Eierschwämme (Cantharellus cibarius).

Der Questiner/Börzower Wald ist eines der beliebtesten Pilzsucher Reviere im Raum Grevesmühlen. Wir finden hier hauptsächlich sandige Böden vor. Kiefern, Fichten und Buchenforste sind dominant. Garniert mit zahlreichen Birken. Besonders vielfältig ist das Großpilzaufkommen entlang der durch den Wald verlaufenden Bahnstrecke. Das ist gerade auch für eine Kartierungsaktion von Bedeutung, da durch den Gleisbau und dessen Schotterbett Kalkeinträge in die angrenzenden, in der Regel sauren Waldböden, erfolgt sind. Entsprechend vielseitig gestaltet sich auch das Artenspektrum. Natürlich liegen aus dem Bereich schon zahlreiche Funddaten vor, so das es nicht einfach sein sollte, neue Fundpunkte auf meinen Verbreitungskarten für diesen Messtischblatt – Quadranten zu ergattern. Aber das ist auch nicht weiter betrüblich, denn sollten die Witterungsverhältnisse es ermöglichen, ist es immer sehr interessant und kurzweilig hier unterwegs zu sein. Das betrifft sowohl die gängigen Speisepilze, wie auch eine vielseitige Pilzflora, um seinen Horizont zu erweitern. Wer also wirklich einiges dazu lernen möchte, ist sehr herzlich eingeladen.   

Die Kontaktdaten:

Tel.: 03841/228917 – Handy: 0173/6977210

E- Mail: steinpilz.wismar@t-online.de

27. August 2021 – Nachtwanderung bei Parchim

Nachtwanderung in den Pfifferlingstannen

Nachtwandern im Jahr des Grünlings

Zur Geisterstunde durch die  Pfifferlingstannen

Treff am Freitag, dem 27. August 2021, um 18.30 Uhr in Wismar, am Altstadt – Parkhaus am Alten Hafen, Ecke Markt- und Eventhalle. Je nach Möglichkeit können auch Fahrgemeinschaften gebildet werden. Zweittreffpunkt kann gegen 20.00 Uhr an der Angelstelle am Karpfenteich bei Voigsdorf, unweit von Parchim sein.

Kostenpunkt p. P. 10,00 € + mögliche Kosten für den Mitternachtsimbiss. Kinder zwischen 6 und 14 Jahren 2,50 €. Mitglieder der Pilzfreunde innerhalb der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. sind mit 5,00 € dabei.

Start und Endpunkt ist an der Angelstelle am Karpfenteich bei Voigsdorf, die von der Angeljugend Parchim e.V. gepflegt und betreut wird.

Die Pfifferlingstannen befinden sich unweit von Parchim und schließen an das romantische Wockertal an. Bereits im vergangenen Jahr sollten die Cantharell – Tannen in der Dunkelheit durchwandert werden. Da damals vor möglichen Unwettern gewarnt wurde, musste die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen leider ausfallen. Das wollen wir heute nachholen, soweit uns das Wetter dieses mal keinen Strich durch die Rechnung machen sollte. Die Genehmigung der zuständigen Forstbehörde liegt vor. Hoffen wir also auf gutes Wetter und auch auf ein vielversprechendes Frischpilzaufkommen.

Entlang der Karpfenteiche gibt es auch einen Eisvogel – Lehrpfad. Start und Endpunkt der Wanderung ist am Buchstaben A. Der Mitternachtsimbiss wird entweder am Rastplatz mit der Nummer 6 gereicht oder ebenfalls am Zielpunkt A.

Nach kurzer Begrüßung starten wir durch dieses wunderbare Wald- und Pilzrevier. Es hat immer mal geregnet und so dürfen wir uns auch auf ein vielversprechendes Pilzaufkommen freuen. Sollte es jedoch diesbezüglich eher bescheiden sein, so ist uns immerhin eine stimmungsvolle Wanderung in nächtlicher Natur sicher. Mit etwas Glück begleiten uns die schaurig – schönen Rufe der Nachtvögel in der ansonsten wunderbar wohltuenden Ruhe des nächtlichen Waldes.

Im Lichtkegel unserer Lampen entgeht uns nichts. Erst recht kein Pilz!

Wer nun glaubt, dass in der Finsternis nichts zu machen sei, beim Aufstöbern der beliebten Waldkobolde, soll eines besseren belehrt werden. Ausgerüstet mit Leuchtmitteln, am besten geeignet sind Stirnlampen, die es in jedem besseren Baumarkt gibt, ist es ein wahres Vergnügen, die gesuchten Objekte fokussiert im Lichtkegel unserer Lampen zu entdecken. Am Ende, in der Regel gegen Mitternacht, gibt es dann höchstwahrscheinlich wieder ein leckeres Nachtmahl von unserer guten Seele Irena serviert.

Der Karpfenteich nach Sonnenuntergang.

Wer sich uns anschließen möchte, sollte also nichts weiter an diesem Abend einplanen, denn es geht bis tief in die Nacht hinein!


Bitte beachten Sie. Sollten für den Zeitraum der Nachtwanderung Unwetterwarnungen ausgeben worden sein oder entsprechende Vorwarnungen bestehen, kann der Termin kurzfristig abgesagt werden. Bitte informieren Sie sich an dieser Stelle nochmals zeitnah. Siehe unter: http://www.unwetterzentrale.de


25. August 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion im Holmer Wald

Auch für interessierte Gäste

Es geht in den Messtischblatt – Quadranten 2132/1 = Mallentin

Treff und Uhrzeit können individuell abgestimmt werden. Einfach anrufen oder eine Nachricht zusenden. Dauer der Tour zwischen 3 und 5 Stunden.

Kostenpunkt: 20,00 € p. P., für Vereinsmitglieder frei.

Der Holmer Wald liegt an der Bundesstraße 105 zwischen Wismar und Lübeck und ist deshalb gut erreichbar. Wir finden hier vielfach Nadelwälder auf leichteren, sandigen Böden vor. Es gibt Feuchtgebiete und fast heidenahe Bereiche, aber auch Misch- und Laubwald. Durchaus abwechslungsreich für eine mykologische Erkundungstour. Auch öffentliche, wie individuelle Pilzwanderungen führten bereits hier her.

Hier die Kontaktdaten:

Tel.: 03841/228917 – Handy: 0173/6977219

E – Mail: steinpilz.wismar@t-online.de

24. August 2021 – Abendwanderung der Pilzfreunde

Abendwanderung der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Sie führt durch die Redentiner Tannen

Treff am Dienstag, dem 24. August 2021, um 18.30 Uhr am Altstadt Parkhaus Hafen/Markt- und Eventhalle. Je nach Möglichkeit können auch Fahrgemeinschaften gebildet werden. Dauer der Tour bis zum dunkel werden.

Für Nichtvereinsmitglieder wird eine Teilnahmegebühr von 5,00 € erhoben.

Eine lange Tradition ist es, zu Beginn der Hauptsaison, im August, eine kleine Abendwanderung zu unternehmen. Dazu sind nicht nur die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e. V. wieder sehr herzlich eingeladen, sondern auch interessierte Nichtvereinsmitglieder. Sozusagen als Einstimmung auf unsere große Nachtwanderung am kommenden Freitag Abend. Als Ziel habe ich die Stadtnahen Redentiner Tannen ausgesucht. Zusammen mit den Wäldern bei Steinhausen – Neuburg bildet dieses Mischwaldgebiet zwischen Groß Strömkendorf, Hof Redentin und Krusenhagen, das meist auf sandigen Böden steht, den ehemals Großherzoglichen Forst Farpen.

Es ist der Pilzwald meiner Jugend und bei mir kommen sicher nostalgische Erinnerungen an eine schöne Zeit auf, wenn wir auf den Pfaden meiner damaligen Steinpilz -Route wandern werden. Diese hatte ich mir so zurecht gelegt, das ich bei meiner meist 6 – 8 stündigen Rundwanderung alle mir damals bekannten Steinpilz und Pfifferlings – Standorte miteinander verband. Legendär ist der Steinpilz – Weg und eine, fast undurchdringliche Fichtenschonung, mit einem Steinpilz – Aufkommen, wie ich es seither nicht mehr vorfinden konnte. Einfach märchenhaft und die Bilder gehen einfach nicht aus dem Kopf. Aber diese Zeiten sind lange vorbei und der Wald hat sich seither stark verändert. Natürlich gibt es diese Klassiker weiterhin und ob wir ihnen heute Abend begegnen, steht in den Sternen. Wenn Mond und Sterne am Himmelszelt herauskristallisieren, endet unsere Tour, während sie am kommenden Freitag erst richtig beginnt. Also keine Angst, wir sind heute nicht, wie oben geschrieben, 6 – 8 Stunden unterwegs!

Das obige Bild entstand am Ende unserer Abendwanderung im letzten Jahr am Farpener Stausee, während eines aufziehenden Gewitters.


Das ging im letzten Jahr gerade noch mal gut. Deshalb bitte zeitnah nochmals an dieser Stelle informieren, ob Unwetter drohen. Sollte es entsprechende Warnungen geben, könnte die Veranstaltung kurzfristig abgesagt werden. Siehe auch unter: http://www.unwetterzentrale.de


21. August 2021 – Öffentliche Pilzwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Grünlings

Sie führt durch den Höltingsdorfer Forst

Treff am Sonnabend, dem 21. August 2021, um 08.00 Uhr Altstadt – Parkhaus Hafen/Markt- und Eventhalle. Je nach Möglichkeit können auch Fahrgemeinschaften gebildet werden. Zweittreffpunkt kann gegen 09.00 Uhr im Ort Passee sein. Auf dem Rondell an den Wertstoffcontainern.

Kostenpunkt: 10,00 € p. P., Vereinsmitglieder 5,00 € und Kinder zwischen 6 und 14 Jahren 2,50 €.

Es ist noch nicht lange her, dass der Höltingsdorfer Forst Ziel einer unseren Pilzwanderungen war. Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren (25.08.2019) waren wir hier auf Pilzpirsch. Damals hatten wir Glück, da kräftige Regenschauer in den Tagen zuvor wider erwarten einiges an Frischpilzen sprießen ließen. So war die damalige Wanderung am Ende doch eine der interessantesten des Jahres 2019. Überhaupt hat dieses Revier für Pilzfreunde einiges zu bieten. Da der Wald auf besseren Böden steht, sind Freunde der beliebten Pfifferlinge hier nicht unbedingt an der besten Adresse, soll allerdings nicht heißen, dass es hier keine gibt. Freunde für Hexen- Röhrlinge, Steinpilze oder auch Herbsttrompeten (können auch schon im August wachsen) sind hier aber gut aufgehoben. Natürlich gibt es viel mehr zu entdecken und wer unter fachkundiger Führung, zumindest bei guten Rahmenbedingungen hier unterwegs ist, kann sicher auch einiges mehr in seine Sammelbehältnisse legen, sollten die genannten Klassiker gerade keine Lust haben zu wachsen.

Die Tour kann bis zum frühen Nachmittag andauern.


Zu beachten wäre die Wetterentwicklung für den Zeitraum der Wanderung. Sollten Vor- oder Akutwarnungen vor gefahrdrohenden Wetterereignissen (Starker Dauerregen, Gewitter, Sturm) bestehen, kann die Veranstaltung kurzfristig abgesagt werden. Daher bitte an dieser Stelle nochmals zeitnah informieren oder auch unter: http://www.unwetterzentrale.de


18. August 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion im Staatsforst Rehna

Auch für interessierte Gäste

Es ging in das MTB 2231/4 = Carlow

Der Woitendorfer Wald am 18. August 2021.

Der Staatsforst Rehna, oder auch Woitendorfer Wald, mit dem integrierten Rögeliner Holz und dem Breesener Moor ist mit Abstand das größte, zusammenhängende Waldgebiet im Messtischblatt Carlow und auch einer der interessantesten Wälder im Westen Mecklenburgs. Viel neues wird es in punkto Kartierung sicher nicht geben, denn das Revier ist in mykologischer Hinsicht schon gut bearbeitet. Insbesondere auch durch einige Mitglieder des Rehnaer Pilzvereins um ihren Vorsitzenden, Diplom – Biologe Torsten Richter. Aber auch andere Kapazitäten wie Chef – Kartierer Benno Westphal oder auch Jürgen Schwik sowie meine Wenigkeit waren ihr bereits des öffteren unterwegs. Jedes Jahr zu den Tagen der Pilze leite ich hier eine Lehrwanderung im Rahmen dieser Veranstaltung. Der Wald kann besonders im Herbst eine reine Fundgrube sein, sowohl für Hobby – Mykologen, aber auch für Pilzfreunde, die dieses wichtige Naturreich nur unter kulinarischen Aspekten betrachten. In manchen Jahren werden hier beispielsweise die würzigen Totentrompeten zu einer regelrechten Landplage, wie es mir gegenüber einst ein Mitglied des Rehnaer Pilzvereins zu verstehen gab. Aber auch andere, volkstümliche Klassiker, wie Steinpilze oder Maronen – Röhrlinge können hier gefunden werden. 

So trafen sich heute hier 4 Pilzfreunde aus Renzow, Lübeck, Berlin und Wismar zu einer neuerlichen Bestandsaufnahme im Rahmen meiner Mittwochsexkursionen. Und ich darf vorweg nehmen, es hat sich gelohnt! Etwas über 100 Arten konnten wir notieren und teils im Bild festhalten. Einiges muss noch von Christopher Engelhardt und Torsten Richter kritisch unter dem Mikroskop beäugt werden und vielleicht ist sogar neues für den Staatsforst Rehna dabei.

Kamm – Koralle (Clavulina christata).

Besonders Egon aus Berlin freut sich über den ersten Steinpilz (Boletus edulis).

Scharf im Geschmack und daher ungenießbar ist der kleine Sonnen – Täubling (Russula solaris).

Eine Charakterart in besseren Buchenwäldern ist im Hoch- und Spätsommer der Harte Zinnobertäubling (Russula rosacea). Essbar.

In vielen Buchenwäldern mitunter ein Massenpilz ist der knorpelige Dickblättrige Schwarztäubling (Russula nigricans). Falls sein Schwärzen nicht stört, kann er gegessen werden.

Der Rotstielige Leder – Täubling (Russula olivacea) ist eine markante Gestalt unserer besseren Buchenwälder. Sehr guter Speisepilz, aber roh giftig!

Im selben Umfeld ist auch der ungenießbare Stink – Täubling (Russula foetens) zu hause.

Hier sehen wir zwei große, weiße Milchlinge, die zur Verwechslung Anlass geben könnten. Links der untersetzte Wollige Milchling – wollig, stumpfer Hut und recht kurzer, gedrungener Stiel. Der rechte Langstielige Pfeffermilchling (Lactarius pargamenus) kommt im Vergleich recht hochbeinig daher und seine Lamellen stehen viel dichter zusammen.

Der Harte Zinnobertäubling (Russula rosacea) ist einer unserer farbfreudigsten Sprödblättler. Auch wenn er mitunter viel blasser daher kommen kann, durch sein pochhartes Fleisch ist er auch dann meist sicher zu erkennen. Essbar.

Im basenreichen Buchenwald nicht selten ist der Ledergelbe Schwindling (Marasmius torquescens). Sein steifer Stiel ist an der Basis regelrecht mit der Laubstreu verfilzt (Filzstieliger Schwindling).

Weggeworfene Brötchen (Semmel) im Woitendorfer Wald. Darauf soll die Namensgebung dieses Speisepilzes zurück zu führen sein. Die Pilze sehen von oben betrachtet einem alten, aufgeweichtem Brötchen ähnlich. Semmelstoppelpilz (Hydnum repandum).

Ein junger Rotbrauner Scheidenstreifling (Amanita fulva) hat seine Eihülle durchbrochen und schiebt seinen ringlosen, schlanken Stiel in die Höhe. Essbar, roh giftig!

Leicht giftig ist der Rettich – Helmling (Mycena pura).

Geschmacklich mehr als gewöhnungsbedürftig ist der Gallen – Röhrling (Tylopilus felleus).

Essbare Flatter – Milchlinge (Lactarius tabidus) mit weißem Sporenstaub Abwurf.

Der Ziegenlippe sehr ähnlich ist der Braune Filzröhrling (Xerocomus spadiceus). Wir finden ihn im moosigen, sauren Nadelwald, oft truppweise. Essbar.

In moorigem Gelände, unter Birken, ist der Blaufüßige Rauhfuß (Leccinum cyaneobasileucum) zu hause.

Mooriges Gelände bevorzugt auch der Dickschalige Kartoffel – Hartbovis (Scleroderma citrinum. Er ist leicht giftig!

Ein Klassiker bei den Kochtopf – Mykologen ist der Maronen – Röhrling (Xerocomus badius).

Über ein großes Nest von Grüngelben Gallertkäppchen (Leotia lubrica) hat sich Phillipp ganz besonders gefreut. War es doch seine erste Begegnung mit dieser markanten Art.

Chris beim Versuch einen Schmetterling zu fotografieren.

Der Strohgelbe Rißpilz (Inocybe cookei) soll einer der wenigen seiner Gattung sein, der kein Muskarin enthalten soll.

Ja, was haben wir denn da?- Keine Ahnung!

Und noch ein Blick darunter. Das Wissen hat Grenzen!

Ein Braunschuppiger Rißpilz (Inocybe spec.).

Das gleiche Exemplar in Seitenlage.

Flattrige Fichten – Koralle (Ramaria flaccida).

Sie wuchs in zahlreichen Exemplaren im Hexenring in der Fichtenforst des Woitendorfer Waldes.

Und mitten drin Chris in Aktion.

Mit einer Olympus – Unterwasserkamera bekommt man auch kleinste Details auf` s Bild.

Aber auch mit meiner Panasonic gelingen mitunter recht ordentliche Schnappschüsse. Foto: Christopher Engelhardt.

Zwar würde der professionelle Naturfotograf hier nur mit dem Kopf schütteln, aber für meine Dokumentations – Homepage sollte es ausreichen.

Fichten – Reizker (Lactarius deterrimus).

Keine Alltäglichkeit in unseren Fichtenforsten ist das Hasenohr (Otidea leporina).

Einen prachtvollen Anblick boten uns diese Purpurfilzigen Holzritterlinge (Tricholomopsis rutilans).

Auch Rötlicher Holzritterling genannt.

Die rötlichen Schüppchen auf Hut und Stiel stehen im deutlichen Kontrast zu den leuchtend gelben Lamellen. Zwar essbar, aber viel zu schön zum Auffressen und außerdem wohl nicht sonderlich delikat. Dafür ein Augenschmaus!

Unter Birken und Fichten findet sich oft als Bodendecker der Flatter – Milchling (Lactarius tabidus) ein. Essbar.

Selbiger, weißmilchender Sprödblättler in Seitenlage.

Ein junger Buchenwald – Wasserfuß (Hydropus subalpinus).

Eine farbenfrohe Gestalt in vielen, grünen Moospolstern ist der Heftel – Nabeling (Rickenella fibula).

Ein ganz anderes Kaliber stellt der Riesenporling (Meripilus giganteus) dar.

Junge Löwengelbe Stielporlinge (Polyporus varius).

Glimmer – Tintling (Coprinus micaceus).

Buchen Spei – Täubling (Russulla mairei).

Ein hübscher Haarschleierling des Buchenwaldes ist der Rotschuppige Rauhkopf (Cortinarius bolaris).

Zur selben Gattung gehörig und mit der gleichen Baumart vergesellschaftet ist der Gallige Schleimfuß (Cortinarius vibratillis).

Nicht nur mit der Buche, sondern auch mit der Fichte geht der Kampfer – Milchling (Lactarius camphoratus) eine Beziehung ein. Weiße Milch und intensiver Geruch nach Liebstöckel kennzeichnen diesen markanten Sprödblättler sehr gut. Würzpilz.

Protzige Herrenpilze (Boletus edulis).

Eine wachsartige Kruste überzieht einen Baumstumpf, Laub und Moose. Sie gibt mir zunächst ein Rätsel auf.

Dieses konnte mit Unterstützung von Chris Engelhardt und Torsten Richter entschlüsselt werden. Es handelt sich um die Gelbe Wachskruste (Hypocrea citrina). Man lernt nie aus!

Besonders in und am Rande von Mooren lohnt es sich, die Dickschaligen Kartoffel – Hartboviste (Scleroderma citrinum) mal etwas näher anzuschauen. Nicht selten kann man hier den an diesen Bauchpilzen parasitierenden Schmarotzer – Röhrling (Xerocomus parasiticus) entdecken.

Auf im Wasser schwimmendem Totholz wuchsen unzählige Getigerte Sägeblättlinge (Lentinus tigrinus).

Ein Purpurschwarzer Täubling (Russula atropurpurea) schiebt sich empor.

Seine Lamellen sind etwas cremegelb gefärbt.

Essbare Rosablättrige Helmlinge (Mycena galericulata). Der Rosaschimmer in den Lamellen tritt erst bei weiterer Sporenreife zu Tage.

Milder Wachstäubling (Russula puelaris). Essbar.

Es mangelt nicht an Feuchtigkeit.

Unter Birken, am geschotterten Wegesrand ein Pilz, den ich hier eher nicht erwartet hätte. Der Verblassende Täubling (Russula pulchella).

Frische Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis).

In der Fichtenforst dickfleischige, kompakte Champignons, die ich nicht näher zuordnen konnte. Also Agaricus spec.

Galle bitter schmeckt der Gefleckte Rübling (Collybia maculata).

An Nadelholz findet sich sehr häufig der Klebrige Hörnling (Calocera viscosa).

Totholz von Birke mit Echten Zunderschwamm.

Das hochgiftige Mutterkorn (Claviceps purpurea) hat schon ganze Völkerstämme dahin gerafft, könnte man vereinfacht Sagen. In größeren Mengen im Brotgetreide enthalten, verursacht es schwere Vergiftungen. Die Gliedmaßen verfaulen am lebendigem Leibe bis schließlich der Tod eintritt. Foto: Chistopher Engelhardt.


Hier die Artenliste von MTB: 2231/4 – Staatsforst Rehna (Woitendorfer Wald): Riesenbovist, Langstieliger Knoblauch – Schwindling, Halsband – Schwindling, Rehbrauner Dachpilz, Schwarzgezähnelter Rettich – Helmling, Heftel – Nabeling, Niedergedrückter Rötling, Rosa – Helmling, Kammkoralle, Echter Steinpilz, Harter Zinnobertäubling, Brennender Rübling, Dickblättriger Schwarztäubling, Gemeiner Wurzel – Schleimrübling, Grauer Wulstling, Perlpilz, Mandel – Täubling, Rotstieliger Leder – Täubling, Wolliger Milchling, Langstieliger Pfeffermilchling, Frauen – Täubling, Ledergelber Schwindling, Unförmiger Weichporling, Breitblättriger Rübling, Buchen Spei – Täubling, Rotbrauner Scheidenstreifling, Semmelstoppelpilz, Sklerotien – Porling, Kampfer Milchling, Gelber Knollenblätterpilz, Striegeliger Schichtpilz, Echter Zunderschwamm, Galliger Schleimfuß, Mehlpilz, Flockenstieliger Hexen – Röhrling, Rettich – Helmling, Fleischroter Lacktrichterling, Knopfstieliger Rübling, Waldfreund – Rübling, Goldschimmel, Maronen – Röhrling, Klebriger Hörnling, Himbeerroter Schleimpilz, Gallen – Röhrling, Postament – Helmling, Dickschaliger Kartoffel – Hartbovist, Herber Saftporling, Brauner Filzröhrling, Amiant – Körnchenschirmling, Häutiger Lederfältling, Blaufüßiger Rauhfuß, Löwengelber Stielporling, Grünblättriger Schwefelkopf, Gelbbräunlicher Trichterling, Spindeliger Rübling, Grüngelbes Gallertkäppchen, Birken Spei – Täubling, Strohgelber Rißpilz, Schmetterlings – Tramete, Stink – Schirmling, Flatterige Fichtenkoralle, Rötlicher Holzritterling, Ästchen – Schwindling, Gemeine Stinkmorchel, Narzißengelber Wulstling, Flatter – Milchling, Fichten – Reizker, Weißmilchender Helmling, Echter Mehltau, Blauer Saftporling, Falscher Pfifferling, Flaschen – Stäubling, Buckel – Tramete, Angebrannter Rauchporling, Geweihförmige Holzkeule, Riesenporling, Glimmer – Tintling, Rotschuppiger Rauhkopf, Dichtblättriger Schwarztäubling, Buchen – Schleimrübling, Kugelsporiges Stummelfüßchen, Flächiges Eckenscheibchen, Getigerter Sägeblättling, Birken – Zungenkissenporling, Schmarotzer Röhrling, Rötende Tramete, Purpurschwarzer Täubling, Gelbweißer Täubling, Striegelige Tramete, Verblassender Täubling, Stockschwämmchen, Gefleckter Rübling, Gemeiner Spaltblättling, Eichenwirrling, Flacher Lackporling, Rotrandiger Baumschwamm, Mutterkorn und Zitronengelbe Wachskruste.   


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

15. August 2021 – Vereins- und Kartierungsexkursion

Vereinsexkursion der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Es ging durch den Hindenberger Wald

Unser Zielwald befand sich westlich von Mühlen – Eichsen, zwischen den Ortschaften Webelsfelde und Hindenberg. Im Rahmen unserer Nordwestmecklenburg – Kartierung war ich hier schon in den 1990er Jahren unterwegs. Damals beeindruckten auch die alten Buchenbestände. Der Wald ist jedoch recht gemischt und vor allem Ahorn, aber auch die Fichte sowie alte Eichen prägen das Gesicht dieses Waldes, der auf besseren, schweren Böden stockt. Aus mykologischer Sicht war es heute zwar nicht überschwänglich, aber trotzdem erlebten die drei Pilzfreunde von der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. eine recht interessante und kurzweilige Tour.

Auf der Grasnarbe des Mittelstreifens eines Waldweges kleine Büschel von Braunen Raslingen (Lyophyllum aggregatum). Ich habe die frühere, wissenschaftliche Bezeichnung gewählt, da uns nicht ganz klar war, ob es sich um L. fumosum oder L. decastes handelte. Sehr gute Speisepilze sind beide.

Ein Buchenwald – Wasserfuß (Hydropus subalpinus). Die Lamellen stehen frei.

Der Hut eines Goldmistpilzes (Bolbitius titubans) im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium.

Klein und filigran, sowie farblich sehr ansprechend sind diese Orangeroten Helmlinge (Mycena acicula).

Ebenfalls auf der Grasnarbe des Mittelstreifens wuchsen diese Porlinge. Der Gebänderte Dauerporling kann ausgeschlossen werden. Es handelt sich also um einen Filzporling der Gattung Onnia. Dazu muss im Boden Nadelholz, wie Baumwurzeln, vorhanden sein. Der Form her und auch wegen der großen, am Stiel nicht abgesetzten Poren, könnte es sich um den Dreieckigen Filzporling (Onnia triqueter) handeln. Allerdings kenne ich diese Art bisher nur von Kiefernstubben.

Der Rehbraune Dachpilz (Pluteus atricapillus) wirft fleischfarbenes Sporenpulver ab. Die Lamellen der älteren Fruchtkörper verraten es uns.

Schlanke Ahorn – Holzkeule (Xylaria longipes).

Dickschaliger Kartoffel – Hartbovist (Scleroderma citrinum) schwach giftig!

Die Ockerrötlichen Resupinat – Stachelinge (Steccherinum ochraceum) hatten es heute satt, ständig resupinat wachsen zu müssen. Sie bildeten abstehende Konsolen aus.

Glimmer – Tintlinge (Coprinus micaceus). Schmecken lecker! Nur jung müssen sie sein und Alkohol muss gemieden werden.

In jeder Hinsicht empfehlenswerter sind jedoch Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis). Sie sind weniger zerbrechlich, etwas haltbarer und es darf auch einer Gepichelt werden.

Gut getarnt waren heute die Rotfüßchen (Xerocomus chrysenteron). Stellenweise wuchsen sie in Mengen.

Zunächst fiel uns das typisch grün verfärbte Holz auf und beim näheren Hinsehen entdeckten wir tatsächlich die dazu passenden Apothezien des Grünspan – Becherlings (Chlorosplemium aeruginascens).

Auf einem alten Eichenstubben entdeckten wir viele kleine weißliche gefärbte Pilze. Es handelt sich um Dünnstielige Kreislinge (Cudoniella acicularis).

Hier angetreten zum Parademarsch.

Zum Schluß noch eine Familie frischer Schwarzgezähnelter Rettich – Helmlinge (Mycena pelianthina). Schwach giftig!

Und auch das Abendbrot ist gesichert. 15. August 2021 im Hindenberger Wald.

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11. August 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion im Lankower Holz

Exklusiv auch für interessierte Gäste

Es ging in das MTB Carlow: 2231/3 

Das Lankower Holz ist das größte Waldgebiet in diesem Quadranten. Es ist auch bei Pilzsammlern im Raum Rehna recht beliebt. Auch eine vom Steinpilz – Wismar organisierte, öffentliche Pilzwanderung (27.10.2012), führte schon einmal hier her. Siehe unter: „Viele Pilze im Lankower Holz“. Damals begegneten wir rein zufällig auch den Pilzfreunden des einzigen Pilzvereins Mecklenburg – Vorpommerns, dem Pilzverein Heinrich Sternberg Rehna e.V., die ebenfalls eine Wanderung im Lankower Holz angesetzt hatten. Trotz der vielen Pilzsucher war der Pilz- uns Artenreichtum enorm. Es gab Bereiche, da konnte man vor Pilzen kaum treten. Diesbezüglich hatte damals der Bärtige Ritterling in einem Fichtenbereich einen ganz besonders großen Auftritt. Die Fichte ist hier sehr dominant, neben Buchenwäldern. Ich hoffe, dass trockenheitsbedingte Fichtensterben der letzten Jahre hat hier nicht all zu sehr zugeschlagen. 

Diesbezüglich machte sich heute Aufatmen breit. Die Masse der Fichtenbestände steht noch. Sechs pilzfreundinnen und Freunde trafen sich gegen 10.00 Uhr am Waldrand, unweit des ehemaligen Ortes Lankow. Der Ort wurde wegen seiner unmittelbaren Nähe zur früheren Staatsgrenze im Jahre 1976 abgebrochen und das Gebiet wurde zu einem der am besten bewachten Streifen des ehemaligen „Eisernen Vorhangs“. Aber das nur am Rande, denn die endgültige Abriegelung der Staatsgrenze erfolgte fast auf den Tag genau vor 60 Jahren.

Bis auf das Ortseingangsschild erinnert heute kaum noch etwas an den abgebrochenen Ort Lankow, unweit von Ratzeburg.

So galt unser Interesse weniger der Geschichtsaufarbeitung, sondern dem Pilzreich. Die teils intensiven Niederschläge der letzten Zeit, zuletzt gerade des Vorabends, ließen heute reichlich Frischpilze sprießen. Wir hatten daher genau den richtigen Moment für unsere Bestandsaufnahme erwischt.

Ein junger Riesen – Schirmpilz (Macrolepiota procera) begrüßte uns Standesgemäß.

Filzröhrlinge hatten einen frischen Wachstumsschub. Hier sehen wir einen Rotfuß – Röhrling (Xerocomus chrysenteron).

Gelbstieliger Dachpilz (Pluteus romellii) und den Gelbfleischigen Lilabecherling (Paziza michellii). Letzterer wurde von Torsten Richter aus Rehna bestimmt.

Wie so oft, an einem düsteren und unscheinbaren Standort gut getarnt, entgingen uns diese Schwarzblauenden Röhrlinge (Boletus pulverulentus) dennoch nicht.

Schwarzgezähnelter Rettich – Helmling (Mycena pelianthina). Schwach giftig!

Postament – Helmling (Mycena stylobatis).

Langstieliger Knoblauch – Schwindling (Marasmius alliaceus) und Buchenwald – Wasserfuß (Hydropus subalpinus).

Purpurschneidiger Bluthelmling (Mycena sanguinolenta).

Himbeerroter Schleimpilz (Tubifera ferruginosa).

Egon aus Berlin und Chris aus Lübeck in Aktion.

Brennender Rübling (Collybia peronata).

Zwei Gemeine Hundsruten (Mutinus canninus) empfinden Zuneigung für einander.

Violettstieliger Heftel – Nabeling (Rickenella swartzii) und Orangefarbener Heftel – Nabeling (Rickenella fibula).

Ein häufiger Rötling des Nadelwaldes ist der Lederschild – Glöckling (Entoloma cetratum)

Der Hut des Lederschild – Glöcklings (Entoloma cetratum) ist konvex bis kegelig – glockig, mit kleiner Papille oder auch mit kleinem, dunklerem Nabel und teils vollständig durchscheinend gestreift.

Helmling (Mycena spec.) an Nadelholz – Stamm.

Damit der Kochtopf – Mykologe nicht verzweifelt, es gab auch Speisepilze! Maronen – Röhrling (Xerocomus badius).

Der Weiß- oder Rundknollige Rißpilz (Inocybe umbrina) ist besonders in Gebirgslagen, wie dem Schwarzwald, häufig nachgewiesen worden. Dort ist die Fichte auch besonders dominant. Im Flachland treffen wir ihn offensichtlich seltener an, so wie in der Fichtenfort des Lankower Holzes.

Im Buchenwald in diesem Sommer besonders häufig der schöne Violettstielige Pfirsichtäubling (Russula violeipes) vertreten. Essbar.

Grauhäutiger- oder Graugrünlicher Scheidenstreifling (Amanita submembranacea). Offensichtlich nicht selten in Nadelwäldern und mitunter mit anderen, insbesondere mit dem sehr häufigen Fuchsigen Scheidenstreifling verwechselt. Essbar, roh giftig!

Die ersten Erdsterne entfalten sich. Bewimperter Erdstern (Geastrum fimbriatum).

Junge Stinkstäublinge (Lycoperdon foetidum). Jung essbar.

Zu einigen Arten, die in erster Linie unsere Waldwegs säumen, zählt der überaus häufige Stink – Schirmling (Lepiota christata). Ungenießbar.

Hier sehen wir Tiegel – Teuerlinge (Crucibulum laeve). In großen Mengen säumten sie heute einen Waldweg. Sie gehören zu den Nestlingen.

Ein weiterer, sehr häufiger Wegrandpilz in unseren Wäldern ist der Weiße Mehlschirmling (Cystolepiota sistrata).

Auch dieser Anis – Champignon bevorzugt Wegränder, insbesondere unter Fichten. Es handelt sich um den essbaren, aber wenig ergiebigen Weinrötlichen Zwergchampignon (Agaricus semotus).

Weinrötlicher Zwergchampignon (Agaricus semotus).

Zur Wegrand – Pilzflora gehört auch der essbare Gelbbräunliche Trichterling (Clitocybe gibba). Er trat heute als Massenpilz in Erscheinung.

Ein tierischer Bestattungsunternehmer in Aktion. Ein Totengräber auf einem toten Maulwurf.

Unverkennbar, unverwechselbar: der Samtfuß – Krempling (Paxillus atrotomentosus).

Bei diesem Duo dürfte es sich um den recht häufigen Lilaspitzigen Rißpilz (Inocybe cincinnata) handeln.

Eichen – Filzröhrlinge (Xerocomus quercinus) waren heute oft dabei.

Genauso wie die nah Verwandten Blutroten Röhrlinge (Xerocomus rubellus).

Blutroter Röhrling (Xerocomus rubellus). Essbar.

Hier noch eine kleine Parade der stark gilbenden und nach Anis duftenden Weinrötlichen Zwergchampignons (Agaricus semotus).

Hier unser Erinnerungsfoto an eine schöne, vielseitige Mittwochsexkursion durch das Lankower Holz. Foto: Christopher Engelhardt. Ein wenig kitschig nachbereitet von Reinhold Krakow.


Hier die Artenliste von MTB: 2231/3 – Lankower Holz: Halsband – Schwindling, Gelbbräunlicher Trichterling, Waldfreund – Rübling, Rotfuß – Röhrling, Lilablättriger Mürbling, Riesen – Schirmpilz, Wiesen – Staubbecher, Lederschild – Glöckling, Schwarzblauender Röhrling, Breitblättriger Rübling, Schwarzschneidiger Rettichhelmling, Langstieliger Knoblauchschwindling, Postament – Helmling, Orangefarbener Heftel – Nabeling, Himbeerroter Schleimpilz, Herber Saftporling, Weißmilchender Helmling, Falscher Pfifferling, Angebrannter Rauchporling, Brennender Rübling, Gemeine Stinkmorchel, Gemeine Hundsrute, Fichten – Wurzelschwamm, Violettstieliger Heftel – Nabelling, Eichen – Mehltau, Rundknolliger Rißpilz, Tigel – Teuerling, Fuchsiger Scheidenstreifling, Graublauer Reiftäubling, Maronen – Röhrling, Flatter – Milchling, Blutmilchpilz, Rotrandiger Baumschwamm, Violettstieliger Pfirsich – Täubling, Graugrünlicher Scheidenstreifling, Fleischroter Lacktrichterling, Perlpilz, Grauer Wulstling, Goldschimmel, Narzißengelber Wulstling, Dickschaliger Kartoffen – Hartbovist, Stink – Stäubling, Ranziger Trichterling, Dickblättriger Schwarztäubling, Stink – Schirmling, Sklerotien – Porling, Striegelige Tramete, Grünblättriger Schwefelkopf, Schlanke Ahorn – Holzkeule, Weißer Mehlschirmling, Weinrötlicher Zwergchampignon, Samtfuß – Krempling, Flächiges Eckenscheibchen, Stink – Täubling, Widerlicher Täubling, Grüner Knollenblätterpilz, Blutroter Röhrling, Pantherpilz, Gelbfleischiger Lilabecherling und Lilaspitziger Rißpilz.  


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07. August 2021 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Grünlings

Sie führte durch die Friedrichsthaler Forst

Nicht das erste mal war die Friedrichsthaler Forst, am langgezogenen Neumühler See, das Ziel einer von Wismar aus geführten Pilzwanderung. Wir waren hier schon zu unterschiedlichen Jahreszeiten unterwegs (Frühling, Sommer und Herbst). Nun ist es mal wieder zur warmen Jahreszeit und wir wollen einmal schauen, was uns der Hochsommer hier bereit hält. Wichtig ist natürlich die Vorwitterung mit entsprechenden Niederschlägen. Dann kann es hier auch Anfang August schon sehr vielversprechend werden. Nicht nur die Mykophagen können einiges erwarten, nein, auch der Hobby – Mykologe ist hier nicht selten mit Begeisterung unterwegs. Insbesondere die teils steilen Hangterrassen zum Neumühler See hinunter beherbergen oft eine außergewöhnliche Artenvielfalt, teils auch von sehr seltenen Pilzen. So gibt es hier beispielsweise auch den in unserem Bundesland sehr seltenen Semmelporling. Dieser war heute leider nicht vertreten. Auch die klassischen Speisepilze waren kaum dabei. Dafür verschiedene Täublinge, ein gigantischer Schillerporling und einiges mehr. Die kleine Truppe hatte viel Spaß und Freude und wer wollte, konnte am Ende auch einiges im Sammelkorb vorfinden.

Wir starteten.

Junge Eichen – Wirrlinge (Daedalea quercina) auf einen Eichenstubben.

Gerne an trocken liegenden Buchenstämmen findet sich der Gemeine Spaltblättling (Schizophyllum comune).

So wie diese gestürzte Rotbuche, an dem ich den Pilz auch gefunden habe. Im wesentlichen war der Baumstamm aber von Birken – Blättlingen besiedelt. Dieser könnten aber anders herum genauso Buchen – Blättling genannt werden, da er sehr gerne die Buche besiedelt. Laubholz – Blättling wäre weniger verwirrend und so wird der Pilz auch oft schon bezeichnet.

Eine Badestelle unterhalb der steilen Hangterrassen zum Neumühler See.

Badestelle mit Ausblick.

Hier dürfte es sich um den Rotbuchenrinden – Kugelpilz (Biscogniauxia nummularia) handeln.

Essbar ist der Lungen – Seitling (Pleurotus pulmunarius). Der Holzbewohner hat sich in den letzten Zeit stark ausgebreitet in Mecklenburg.

Der Dickschalige Kartoffel – Hartbovist (Scleroderma citrinum) ist giftig!

Ein junger Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) schiebt sich aus seiner Eihülle. Vorsicht beim Sammeln von jungen Stäublingen und Bovisten!

Samtfuß – Krempling (Paxillus atroromenrosus). Wir finden ihn immer an Nadelholz. Der hübsche Pilz gehört zu den weniger empfehlenswerten Arten.

Ein großer, untersetzter und mild schmeckender Täubling des besseren Laubwaldes ist der Kurzstielige Leder – Täubling (Russula curtipes). Um die vertiefte Hutmitte bei trockenem Wetter etwas bereift.

Die großen Leder – Täublinge gehören zu den Ockersporern.

Die beliebten Röhrlinge waren heute nur durch einige Filzröhrlinge vertreten. Hier sehen wir einen Rotfuß – Röhrling (Xerocomus chrysenteron).

Rötliche Kohlenbeere (Hypoxylon fragiforme) auf Buchenrinde.

Der Dickblättrige Schwarztäubling (Russula nigricans) kann als ergiebiger Mischpilz mitgenommen werden. Sein Fleisch rötet zunächst und wird im Verlauf schwarz.

Große Flecken des Ordenskissen – Mooses zogen die Aufmerksamkeit auf sich.

Schattenspiele im Neumühler See.

Ein riesiger Flacher Schillerporling (Inonotus cuticularis) begeisterte uns auf ganzer Linie. So ein Prachtstück bekommt man wirklich nicht alle Tage zu Gesicht. Er befindet sich gerade in einer intensiven Wachstumsphase und nutzt natürlich das Wasser als Transportmittel für die Nährstoffzufuhr. Dieses wird schließlich wieder ausgeschwitzt.

Die kandiesfarbenen „Schweißperlen“ werden Gutationströpfchen genannt.

Ein wirklich beeindruckendes Gebilde.

Der Harte Zinnobertäubling (Russula rosacea) kann wie viele andere Täublinge auch entfärben und das schöne Zinnoberrot verblasst zu einem schmutzigen Gelb bis hin zu sahneweißlich. An seiner Härte (Festfleischigkeit) kann er jedoch ziemlich sicher erkannt werden.

Der Gemeine Wurzelrübling (Xerula radicata) gehört zu den Weißsporern. Seine Lamellen bleiben auch bei der Reifung immer blassweißlichgrau.

Der Graubräunliche Hut des Wurzelrüblings ist schleimig und gerunzelt. Die Hüte können einem Mischpilzgericht zugeführt werden, die bewurzelten Stiele sind strohig.

Die Wurzel kann noch viel länger sein und der Stiel wesentlich schlanker und hochbeiniger.

Spindellig bewurzelt sind auch die Stiele des Spindelligen Rüblings (Collybia fusipes). Falls man die Pilze im Mischgericht verwenden möchte, sollte man darauf achten, das sie auch wirklich jung und frisch sind.

Der Spindellige Rübling (Collybia fusipes) wächst meist büschellig am Fuße alter Eichen und deren Stubben.

Dieser Anblick lässt natürlich das Herz des Kenners höher schlagen. Grüngefelderter Täubling (Russula virsecens).

Wie ein Steinpilz schiebt sich dieser gedrungene Täubling aus dem Waldboden. Leider ist er im Gegensatz zum Steinpilz kein Massenpilz und man entdeckt am Standort oft nur wenige Exemplare. Ausgezeichneter Speisepilz!

Ein weiterer Edelpilz aus der umfangreichen Gattung der Täublinge ist der Frauen – Täubling (Russula cyanoxantha).

Rötlicher Wurzeltrüffel (Rhizopogon roseolus). Wurzeltrüffel sind unter Nadelbäumen keine Seltenheit, sofern der sandige Boden kalkhaltig genug ist. Oft brechen sie mit ihrem Scheitel aus dem Erdreich hervor und können daher leicht gefunden werden.

Die Gleba ist im Gegensatz zu echter Trüffel schwammig weich und fängt bei Reifung an knoblauch-, bis urinartig an zu stinken. Dieses Exemplar stank fürchterlich!

Eichen – Filzröhrling (Xerocomus quercinus). Röhrlinge gab es recht wenige und sie standen heute auch kaum auf der Fahndungsliste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Täublinge waren angesagt, schon wegen ihrer bissfesten Konsistenz.

Dem entsprechend bunt sah es heute auch in den Körben aus.

Zur Erinnerung an unsere Wanderung am Neumühler See im Sommer des Jahres 2021.

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04. August 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion im Lindower Holz

Auch exklusiv für interessierte Pilzfreunde

Das Lindower Holz befindet sich im MTB: 2231/2 = Carlow

Das Lindower Holz stellte heute die Alternative zum Löwitzer Holz dar. Vor wenigen Jahren weilten wir in letzterem im Rahmen einer Vereinsexkursion. Damals im späten November. Auch haben der Vorsitzende des Pilzvereins Heinrich Sternberg Rehna e.V. Torsten Richter und Vereinsmitglied Christopher Engelhardt hier schon intensive Studien, insbesondere zum Thema Schlauchpilze, durchgeführt. Das Lindower Holz war uns bis Dato unbekannt und Unbekanntes reizt bekanntlich ganz besonders. Bezüglich Frischpilze sah es hier heute zwar düster aus, aber dennoch konnten wir einiges notieren und auch im Bild festhalten.

Ein junger, noch gelbstieliger Rotfuß – Röhrling Xerocomus chrysenteron) begrüßte uns gleich zu Beginn.

Der an totem Laubholz häufige Halbresupinate Weichporling (Skeletocutis nivea) war heute Aspekt bildend vertreten.

Als 2. Aspekt bildende Großpilzart wäre die schlanke – Ahorn – Holzkeule (Xylaria longipes) zu nennen.

An totem Laubholz findet sich gelegentlich die Spitzwarzige Tramete (Antrodiella hoeneli).

Hier sehen wir die Eschen – Kohlenbeere (Hypoxylon petriniae). 

Immer wieder schön ist der Blutmilchpilz (Lycogala epidendron).

Ein schöner Fund war auch dieser etwas windgetrocknete Netzaderige Mistpilz (Bolbitius alleuriatus).

Mistpilze stehen den Tintlingen nahe, zerfließen jedoch nicht und durch die gelbbräunlichen Lamellen sind sie gut Abgrenzbar.

Buckel – Trameten (Trametes gibbosa) mit ungewöhnlicher Fruchtkörperform.

Hier und da gab es einige Waldfreund – Rüblinge (Collybia dryophila). Hier mit Springschwänzen in den Lamellen. Springschwänze? Nein, die sind doch viel kleiner! Chris Engelhardt hatte die richtige Idee. Es sind Kurzflügelkäfer! Einige von ihnen sind sogar auf Pilze spezialisiert.

Wie immer schön locker und flockig zeigt sich die Gelbe Lohblüte (Fuligo septica).

Der Dünnschalige Kartoffel – Hartbovist (Scleroderma verrucosum) bildet gerne eine stielartige bis wurzelnde Fruchtkörperbasis aus.

Ein ausgetrockneter Erlenbruch.

Aber es gibt auch nicht wenige Feuchtbereiche, die noch diese Bezeichnung verdienen.

Hier sehen wir das Sichelsporige Eckenscheibchen (Melogramma campilospora).

Gallertpilze sind besonders in den feuchten Spätherbst- und Wintermonaten auffällig. Hier sehen wir den Goldgelben Zitterling (Tremella mesenterica).

Gewundene Kohlenbeeren (Hypoxylon serpens) mit Substratinspektion zweier Kugelspringer der Gattung Dicyrtomina. Foto und Bestimmung: Christopher Engelhardt.

Veränderlicher Spaltporling (Schizopora paradoxa).


Hier die Artenliste von MTB 2231/2 = Lindower Holz: Buchenrindenschorf, Rotfuß – Röhrling, Halbresupinater Weichporling, Waldfreund – Rübling, Schmetterlings – Tramete, Brandkrustenpilz, Halsband – Schwindling, Ahorn – Holzkeule, Spitzwarzige Tramete, Ockerrötlicher Resupinatstacheling, Rotbraune Kohlenkruste, Geweihförmige Holzkeule, Gewundene Kohlenbeere, Buckel – Tramete, Heftel – Nabeling, Eichen – Wirrling, Warziges Eckenscheibchen, Blutmilchpilz, Laubholz – Hörnling, Netzaderiger Mistpilz, Dünnschaliger Kartoffel – Hartbovist, Angebrannter Rauchporling, Exidia nucleata, Weißes Haarbecherchen, Sichelsporiges Eckenscheibchen, Rotbrauner Borstenscheibling, Rotrandiger Baumschwamm, Reihige Tramete, Weiße Lohblüte, Kiefern – Braunporling, Eichen – Mehltau, Veränderlicher Spaltporling, Aufsitzender Pustelpilz und Gelbe Lohblüte.


Schließlich wurde es Zeit, dass wir zum Ende unserer Exkursion kamen, denn am südlichen Horizont baute sich eine Gewitterzone auf.

Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

01. August 2021 – Vereins- und Kartierungsexkursion

Vereinsexkursion der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Sie führte durch das Düsterhorn bei Wedendorf

Startpunkt zu unserer Exkursion durch das Düsterhorn.

Heute ging es ganz in den Westen Mecklenburgs, in den Raum Rehna. Der Zielwald liegt nördlich der Ortschaft Wedendorf, die wir von Grevesmühlen aus auf der L 02 in Richtung Rehna erreichten. Von Wedendorf in Richtung Othenstorf fahren. Sogleich näherten wir uns dem Zielwald, das Düsterhorn. Größere Bereiche des Mischwaldes sind als Feuchtgebiete ausgewiesen und es gehört zum Naturraum Westmecklenburgisches Hügelland mit Stepenitz und Radegast. Im Düsterhorn gibt es Walzenseggen – Erlen – Bruchwald, Wurmfarn – Erlen – Bruchwald und Erlen – Grauweidengebüsche, Buchen- und Fichtenforste. Kraniche fühlen sich im Gebiet wohl. In den 1990er Jahren war ich bereits im Rahmen unserer Nordwestmecklenburg – Kartierung hier zu Gast, aber das ist schon lange her und die Wäldern verändern,  nicht zuletzt durch forstwirtschaftliche Tätigkeit, ihr Gesicht. Wer wollte, konnte natürlich auch nach Speisepilzen Ausschau halten, aber der Kartierungsgedanke stand im Vordergrund.

Halsband – Schwindlinge (Marasmius rotula) waren heute Aspekt bildend.

Sprödblättler waren Mangelware. Hier sehen wir einen jungen Ockerblättrigen Zinnobertäubling (Russula pseudointegra). Wer möchte, kann ihn im Mischgericht verwenden. Eine vorherige Kostprobe der Lamellen sei aber angeraten, um Verwechslungen mit roten Spei – Täublingen vorzubeugen.

Die innen frühzeitig violett – schwärzlichen Kartoffel – Hartboviste, hier sehen wir den Dünnschaligen (Scleroderma verrucosum), sind leicht giftig und können Magenverstimmungen hervorrufen.

Junge Tiegel – Teuerlinge (Crucibulum laeve).

Fototermin mit einem bekeulten Ahorn  Ast.

Die schlanken Ahorn – Holzkeulen (Xylaria longipes) standen im Fokus.

Auf dem Mittelstreifen eines Waldweges einige Speisepilze aus der Gattung der Filzröhrlinge. Blutroter Röhrling (Xerocomus rubellus).

Ein dicker Buchenstamm lag uns im Wege. Darauf diese Pilze.

Es handelt sich um den Gemeinen Spaltblättling (Schizophyllum comune).

Im ausgehagerten Buchenwald einige Eierschwämme, auch Pfifferling (Cantharellus cibarius) genannt.

Düster ist es im Düsterhorn. Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) mit Gutationströpfchen.

Ein kleiner Waldtümpel.

Unweit des Feuchtbiotopes wuchsen diese Blaublättrigen Weißtäublinge (Russula delica). Essbar, aber minderwertig.

Hier sehen wir eine besonders farbintensive Form des häufigen Blutmilchpilzes (Lycogala epidendron).

Auf einem Nadelholz – Stamm machte es sich ein Klebriger Hörnling (Calocera viscosa) gemütlich.

Dieses kugelige Teil wuchs zusammen mit schlanken Ahorn – Holzkeulen auf einem Laubholz – Ast. Ich vermutet eine Missbildung und denke nicht, dass es sich, inmitten von Ahorn – Holzkeulen, um eine Vielgestaltige Holzkeule handelt.

Am selben Holz waren ansonsten nur normal geformte Ahorn – Holzkeulen (Xylaria longipes) vorhanden.

Da heute Chris Engelhardt mit dabei war, drehte es sich nicht nur ausschließlich um Pilze. Hier sehen wir ein Krabbeltier, den Gekörnten Laufkäfer (Carabus granulatus).

Und hier wird scharf geschossen, womit wir zurück im Pilzreich wären. Größte Vorsicht ist also bei diesem Gesellen geboten, möchte man nichts aufs Auge bekommen. Die hier noch im Inneren befindliche Sporenkugel wird nämlich bei Reife der Sporen explosionsartig heraus geschleudert. Pilzkannone oder Kugelschneller (Sphaerobolus stellatus). Foto: Chris Engelhardt.

Erinnerungsfoto am 01. August 2021 im Düsterhorn.

Wann startet die nächste Vereinsexkursion? – Siehe unter Termine!

28. Juli 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion im Söhren

Auch für interessierte Gäste

Es ging in den 1. Quadranten des MTB: 2231 = Carlow

Heute begannen wir mit dem Messtischblatt Carlow, ganz im Westen des Landkreises Nordwestmecklenburg. Im Quadranten findet sich eine Vielzahl von kleinen bis kleinsten Waldinseln. Die größten von ihnen und durchaus eine Exkursion wert, ist das Revier „Im Söhren“, westlich von Raddingsdorf und ein Waldstück südwestlich Cronscamp, mit integriertem Feuchtgebiet. Ziel war aber „Im Söhren“, weil mich dieses Gebiet reizt. Letztmalig war ich hier in den 1990er Jahren im Zuge unserer Nordwestmecklenburg Kartierung unterwegs. Es liegen also schon Daten aus dem Söhren vor und es ist wohl auch der einzige, mir bekannte Standort, des in M-V äußerst seltenen und stark giftigen Riesen – Rötlings, den Chefkartierer Benno Westphal hier vor vielen Jahren entdecken konnte. Das Waldgebiet ist allerdings kaum für einen Waldspaziergang geeignet. Es ist vor allem durch seinen Bewuchs sehr anspruchsvoll und der Boden ist ausgesprochen schwer. Zu dieser Exkursion traf ich mich mit Christopher Engelhardt aus Lübeck. Obwohl das Gebiet gut feucht war, gab es kaum Frischpilze.

Der Veränderliche Spaltporling (Schizopora paradoxa) ist ein häufig anzutreffender Holzbewohner. Wir finden ihn an trockenen Laubholzästen.

Vereinzelt gab es einige Rotfuß – Röhrlinge (Xerocomus chrysenteron).

Die runzlig – schleimige Hutoberfläche des Gemeinen Wurzel – Schleimrüblings (Xerula radicata).

Chris untersucht einen bereits etwas länger liegenden Holzstapel nach Rindenpilzen.

Und wurde auch fündig. Hier ist es die Reihige Tramete (Antrodia serialis), die wir stehts an Fichtenholz finden. Oft an den Schnittflächen.

Während die Reihige Tramete nahezu ausschließlich auf Fichtenholz spezialisiert ist, findet sich der Fichten – Porling, oder besser, der Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) an verschiedenen Hölzern, auch Laubholz.

Der Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) sondert währen intensiver Wachstumsphasen häufig sogenannte Gutationströpfchen ab. Hier bin ich mir aber nicht sicher, ob es doch nur Regentropfen sind, da es in der voran gegangenen Nacht geregnet hatte.

Dieser Rosa – oder Morgenrot oder Netzaderige Täubling (Russula aurora) war der einzige Vertreter seiner Gattung heute.

Ein Wald von Halsband – Schwindlingen (Marasmius rotula). Sie waren heute häufig.

Auch der Dünnschalige Kartoffel – Hartbovist (Scleroderma veruccosum) bot uns heute einen reichhaltigen Aspekt.

Der 3. im Bunde, dem wir heute des öffteren begegneten, war der Waldfreund – Rübling (Collybia dryophila).

Der herausragendste Fund war der Flache Schillerporling (Inonotus cuticularis) an einer vom Blitz geschädigten Rotbuche.

Chris an der Schadstelle, an der sich der Flache Schillerporlinge zeigte.

Wir waren heute „Im Söhren“ zu Gast.


Hier die Artenliste von MTB: 2231/1 – Im Söhren: Dünnschaliger Kartoffel – Hartbovist, Veränderlicher Spaltporling, Rotfuß – Röhrling, Goldschimmel, Klebriger Hörnling, Buckel – Tramete, Gemeiner Wurzel – Schleimrübling, Teerfleckenpilz, Gemeiner Violettporling, Rotrandiger Baumschwamm, Reihige Tramete, Perlpilz, Rosa – Täubling, Schmetterlings – Tramete, Schwarzer Buchenrindenschorf, Echter Eichenmehltau, Samtiger Schichtpilz, Halsband – Schwindling, Zerfließende Gallertträne, Geweihförmige Holzkeule, Grauweißes Weichbecherchen, Waldfreund – Rübling, Echter Zunderschwamm, Rötliche Buchenkohlenbeere, Angebrannter Rauchporling, Aufsitzender Pustelpilz, Flacher Lackporling und Flacher Schillerporling.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

24. Juli 2021 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Grünlings

Sie führte durch die Jülchendorfer Buchen 

Die Jülchendorfer Buchen gehören zu größeren Wald- und Forstkomplexen zwischen den Kleinstädten Sternberg und Crivitz. In früheren Zeiten Teil der Staatsforst Turloff und heute Bindeglied zwischen dem Kaarzer Holz und den Venzkower/Kobander Tannen. Das teils sehr hügelige Gelände grenzt an seinen Rändern auch an die Jülchendorfer Trockenhänge, die unter Naturschutz stehen. Durch eiszeitliche Verschiebungen ist die Bodenqualität hier etwas besser und gehaltvoller als in den umliegenden Wäldern mit ihren Sandböden. Dadurch ist hier auch eine vielseitigere Pilzflora garantiert, zumindest wenn die Rahmenbedingungen dafür stimmen. Und diese stimmten heute durchaus. Kräftige Regenfälle waren genau 14 Tage her und das Ergebnis konnten wir heute Bewundern. Es war eine recht pilzreiche Hochsommerwanderung und vor allem Täublinge waren zahlreich vertreten und von den beliebten Röhrlingen gab es vor allem Eichen – Filzröhrlinge. 

Zweittreffpunkt war an der Bushaltestelle in Jülchendorf. Von hier aus, wie dieses dort befindliche Bild weis, sind es 7,5 Km zum ehemaligen Bahnhof Weitendorf. Ein Zug fährt hier schon lange nicht mehr. Die ehemalige Bahnlinie Wismar – Karow wurde Ende der 1990er Jahre eingestellt.

Dieser kleine Braunsporer eröffnete heute den Reigen der Frischpilze.

Der Kochtopf – Mykologe darf sich die Hände reiben. Fleischrote Speise – Täublinge (Russula vesca) gehören zum Besten, was die Speisepilzfront anzubieten hat.

Ganz das Gegenteil ist der Buchen – Speitäubling (Russula mairei). Er gehört geschmacklich zum ekelhaftesten was die Großpilzfront im Hinblick des kulinarischen Wohlgeschmacks aufzubieten hat.

Wunderschön! Ein junger Wurzel – Schleimrübling (Xerula radicata). Essbar.

Den großen, stark gerieften Stink – Täubling (Russula foetens) dürfen wir wieder in die Kategorie ekelhafter Geschmack einordnen.

Der Stinktäubling (Russula foetens) in Seitenlage.

Der wunderschöne Violettstielige Pfirsichtäubling (Russula violeipes) bildete heute einen regelrechten Massenaspekt aus, wie ich ihn schon lange nicht mehr von diesem essbaren Sprödblättler erlebt habe.

Nicht zu Verwechseln mit dem ebenfalls gelbhütigen, aber sehr scharf schmeckenden Sonnen – Täubling (Russula solaris).

Diese, noch geschlossenen Perlpilze (Amanita rubescens) dürfen in den Sammelkorb des Kochtopfmykologen gelegt werden. Huthaut bitte abziehen und gut Durchgaren, da roh giftig!

Ein Höhepunkt der heutigen Pilzwanderung war ohne Zweifel die Entdeckung des Europäischen Goldblattes (Phylloporus pelletieri). Trotz des lamelligen Hymenophors, sehen wir hier einen Röhrling, der sogar essbar ist, aber aufgrund seiner relativen Seltenheit unbedingt geschont werden sollte. 

Der Morgenrot – Täubling (Russula aurora).

Der Eichen – Filzröhrling (Xerocomus quercinus) war heute Aspektbildend vertreten.

Die zurückgezogene Huthaut spricht für den Fleischroten Speise – Täubling (Russula vesca), auch wenn wir hier verschiedene Mischfarben auf dem Hut sehen. Ausgezeichneter Speisepilz.

Dieser Ockersporer bereitete uns einiges an Kopfzerbrechen. Der sehr scharfe Zendernholz Täubling kann ausgeschlossen werden. Am ehesten würde hier der Braune Ledertäubling in Betracht kommen, jedoch konnten wir am Standort keine Nadelbäume ausmachen. So bleibt unklar, welche Art wir vor uns haben. Essbar ist der Täubling jedenfalls.

Ab dem Hochsommer erscheinen auch wieder die gigantischen Riesenporlinge (Meripilus giganteus). Jung können sie durchaus gegessen werden.

Die Hülle ist aufgeplatzt, das Küken schiebt sich aus der Eihülle empor. Keiner weiß, was sich daraus entwickelt, aber größte Vorsicht, es könnte ein hochgiftiger Knollenblätterpilz sein!

Hoch erfreut waren wir auch über den nicht häufigen Kornblumen – Röhrling (Gyroporus cyanescens), den Pilzfreund Phillipp in letzter Minute für uns entdeckte.

Ein stimmungsvolles Motiv gibt hier dieser mastige Täubling für uns ab.

Es ist ein Grüngefelderter Täubling (Russula virescens). Das er sehr lecker ist, wissen auch einige Waldbewohner.

Unter dieser ausgehölten Baumwurzel ist offensichtlich ein großer Spinner zu hause. Ein Eichen – Filzröhrling hält Wache.

Papagei – Täubling (Russula ionochlora). Der essbare, kleinere Bruder des Frauen – Täublings.

Zum Schluss nochmal etwas besonderes, dass wieder Phillipp für uns entdeckt hat. Es dürfte sich um eine Sattel – Lorchel (Helvella ephippium) handeln.

Und auch für den Gaumen – Mykologen hat es sich heute gelohnt. Beim Anblick dieses Pilzkorbes wird schnell klar, hier war ein Kenner unterwegs, namens Phillipp. Die gelben Pfirsich – Täublinge sollen sehr lecker sein!

Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

21. Juli 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Lübtheen

Es geht in den Messtischblatt – Quadranten 2632/4 

Auch für interessierte Gäste

Treff und Uhrzeit können individuell abgestimmt werden. Einfach anrufen oder eine E – Mail zusenden. Dauer der Tour zwischen 3 und 5 Stunden. Kostenpunkt: 20,00 €, für Vereinsmitglieder frei.

Zum letzten mal geht es heute in das MTB: 2632 = Lübtheen. Im nördlichen Bereich gibt es hier Waldflächen namens Rense und Stemnitz. Den mittleren Bereich durchfließt die Sude, mit größeren Feuchtgebieten östlich der Ortschaft Quassel. Im südlichen Areal befindet sich der Truppenübungsplatz in der Lübtheener Heide, in dem sich seit einigen Jahren eine ansehnliche Wolfspopulation etabliert hat. Außerhalb des Sperrgebietes finden sich weitere Waldflächen auf sandigen Böden. Welches der zur Auswahl stehenden Waldgebiete letztendlich den Zuschlag für die heutige Exkursion bekommt, wird zeitnah entschieden.

Hier die Kontaktdaten:

Tel.: 03841/228917 – Handy: 0173/6977219

E – Mail: steinpilz.wismar@t-online.de

17. JUli 2021 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Grünlings

Sie führte durch das Hohe Holz/Kläden

Nein, nicht nur 2 – wir waren 7!


Die heutige Pilzwanderung führte uns in eine Wald- und Seenreiche Landschaft zwischen Sternberg und Goldberg. Sie gehört zur Dobbertiner Seenlandschaft und die weitläufigen Wälder sind natürlich auch für Pilzsucher ein beliebtes und oft auch ertragreiches Revier. Das kann selbst schon im Hochsommer so sein, auf jeden Fall aber im Herbst. Sowohl im Herbst, vor allem aber im Sommer, darf es selbstverständlich nicht zu trocken sein, damit der Erfolg garantiert werden kann. Wie dem auch sei, wir konnten heute ganz zufrieden sein. Besonders die Hangterrassen zum Woseriner See hatten uns einiges zu bieten. Uns, dass war zumindest anfänglich eine kleine Gruppe von 7 Menschen, zwischen 3 und 70 Jahren.

Der häufige Lilablättrige Mürbling (Psathyrella candolleana) soll ein leckerer Suppenpilz sein.

Der kleine Theo war das erste mal mit dabei.

Sommer im Land der Seen und Wälder.

Junge Perlpilze (Amanita rubescens) im Buchenwald.

Ein leicht giftiger Dickschaliger Kartoffel – Hartbovist (Scleroderma citrinum) mit witterungsbedingter Spaltlippe.

Diese jungen Breitblättrigen Rüblinge (Megacollybia platyphylla) verblüften mit einer dunkel – feinsamtigen Hutoberfläche.

Besonders am Fuße alter Eichen und deren Stubben erlebt der büschellig wachsende Spindelige Rübling (Collybia fusipes) im Hochsommer seine beste Zeit. Pilzfreund Phillipp hat ihn verkostet und war recht angetan von ihm. Man achte aber darauf, keine Überständigen Exemplare zu Verwenden.

Rotfuß – Röhrlinge (Xerocomus chrysenteron) riechen und schmecken etwas säuerlich und sind daher nicht jedermanns Geschmack.

Pilzfreund Robert hat etwas ganz besonderes entdeckt. Hier ist es allerdings nur ein ganz gewöhnlicher Sommersteinpilz, den er anhand seiner Kamera im Bild festhalten möchte.

Unvergleichlich wertvoller für den Hobby – Mykologen sind jedoch diese Trügerischen Hexen – Röhrlinge (Boletus mendax). Es ist der 2. Nachweis dieser Art für Mecklenburg – Vorpommern!

Trügerisch deshalb, weil er sowohl einen Flockentieligen-, wie auch Netzstieligen Hexen – Röhrling vortäuschen kann. Hier ähnelt er ohne Frage dem Flockenstieligen, aber farblich abweichend viel zu purpur/weinrot.

Hier führt er uns erneut an der Nase herum und gaukelt uns einen Netzstieligen Hexen – Röhrling vor. Wir sehen aber wahrscheinlich den Trügerischen Hexen – Röhrling (Boletus mendax). Mich stört allerdings, das das Netz über die gesamte Stiellänge läuft und der untere Stielbereich nicht weinrötlich gefärbt ist.

Typisch ist aber auch seine oft für einen Dickröhrling recht schlanke Erscheinungsform. Ob er wohl essbar ist? Keine Ahnung! Raritäten sollten nicht unbedingt unserer Nahrungsaufnahme dienen. Wer es dennoch wissen möchte, Austesten unter dem Motto: „Pilzebraten und Symptome raten“ (Zitat: Stenkelfeld).

Ein Sommersteinpilz (Boletus reticulatus) wie aus dem Bilderbuch.

Hier ist mir ein stimmungsvoller Schnappschuss des Sklerotien – Stielporlings (Polyporus tuberaster) geglückt.

Diese Wulstlings – Embryos gaben mir zunächst Rätsel auf. Sie sehen aus wie Fransige Wulstlinge, aber die finden wir nur ausnahmsweise mal im Wald. Zum Glück entwickeln sich die Pilze auch nach Mitnahme weiter und der Anfangsverdacht bestätigte sich. Fransiger Wulstling (Amanita strobiliformis). Sehr guter Speisepilz.

Charakteristisch für gute Buchenwald – Standorte, so wie hier am Woseriner See, ist der Ockerblättrige Zinnobertäubling (Russula pseudointegra). Essbar.

Eine Rarität in Mecklenburg – Vorpommerns Wälder ist der Grünende Pfeffermilchling (Lactarius glaucescens).

Auch hier bricht eine Besonderheit aus einer Stammspalte einer umgestürtzten Rotbuche.

Es ist der Körnige Flockenschüppling (Flamulaster muricatus).

Der kleine und markante Holzbewohner zählt zu den eher seltenen Blätterpilzen in M-V und darüber hinaus.

Zwei Sprödblättler aus unterschiedlichen Gattungen: oben der stark nach Liebstöckel riechende Kampfer – Milchling (Lactarius camphoratus) und darunter der mild schmeckende Dotter – Täubling (Russula lutea).

Diesen roten und mittig schwärzlichen Täubling habe ich im Nachhinein bestimmt, als sich der markante Honig – Geruch immer deutlicher bemerkbar machte.

Eine gute Bestimmungshilfe bei Täublingen stellen auch chemische Farbreaktionen dar. Der Honig – Täubling (Russula melliolens) reagiert mit Guajak stark blaugrün und mit FeSo 4 fleischrosa. Laut Verbreitungskarte der DGfM fehlt dieser Täubling in M-V.

Ein wunderschönes Pilztier, also ein Schleimpilz.

Wann startet die nächste Wanderung? – Siehe unter Termine!

14. Juli 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion


Es geht durch das Dahmser Holz MTB: 2632/3


Im dritten Quadranten des Messtischblattes Lübtheen befinden sich zwei Waldgebiete, die infrage kommen konnten. Das war zum einen das Dahmser Holz und ein Wald – oder Forstbereich südlich von Garlitz und westlich von Lübtheen. Laut Karte finden sich in beiden Revieren sowohl Laub- wie auch Nadelanteile, die für eine gewisse Abwechslung sorgen können. Im zweitgenannten Gebiet schließt sich südwestlich das Naturschutzgebiet Togerwiesen bei Garlitz an. Ich entschied mich für das Dahmser Holz und holte den Termin am 21. Juli 2021 nach. Obwohl die sandigen Böden schattenseitig noch gut durchfeuchtet waren, glänzte dieses Gebiet heute weitgehend durch Abwesenheit von frischen Großpilzen.

Dieser Nadelforst wurde vor einiger Zeit durchgeforstet. Viel Astmaterial dürfte für ein gutes Kleinklima sorgen, so dass besonders im Herbst hier einiges zu erwarten sein dürfte.

Klebrige Hörnlinge (Calocera viscosa) schieben sich aus einem bemoosten Nadelholzstubben.

Das sehr häufige Flächige Eckenscheibchen (Diatrype stigma) wächst resupinat zunächst unter der Rinde toter Laubholzäste und bricht diese schließlich auf. Die Überzüge sind überwiegend schwarz, können aber auch, so wie hier, ins rotbräunliche gehen.

Am schattigeren und feuchteren Wegesrand, unter Laubbäumen, ein Papagei – Täubling (Russula ionochlora).

Nicht weit weg ein Pantherpilz (Amanita pantherina). Starkgiftig!

Trotz der leichten und nährstoffarmen Sandböden gibt es in der Griesen Gegend viele imposante, alte Eichen. So auch diese am Rande des Dahmser Holzes.


Hier die Artenliste von MTB: 2632/3 = Dahmser Holz: Eichen – Mehltau, Striegeliger Schichtpilz, Klebriger Hörnling, Schmetterlings – Tramete, Flächiges Eckenscheibchen, Echter Zunderschwamm, Birken – Zungenporling, Papagei – Täubling, Camenbert – Täubling, Blaugrauer Reiftäubling, Pantherpilz und Adlerfarn – Fleckenpilz.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

 

30. Juni 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion durch die Große Heide

Auch für interessierte Gäste

Es geht in das MTB 2632/2 = Lübtheen

Im 2. Quadranten des Messtischblattes Lübtheen befinden sich vor allem im südlichen Bereich reichlich Waldflächen, die für diese Exkursion in Betracht kamen. Da wäre die Große Heide bei Neuenrode zu nennen oder ein Mischwaldrevier südöstlich Warlitz. Die Große Heide machte schließlich das Rennen. Und das nicht wie ursprünglich geplant am 30. Juni, sonders erst am 14 Juli. Im Feld wurden alle gefundenen Großpilze, die makroskopisch ansprechbar waren, notiert, fotografiert und gingen in den Datenbestand unserer Pilzkartierungen über. Bei dieser Exkursion begleitete mich Christopher Endelhardt aus Lübeck und er war so frei und untersuchte mikroskopisch einen zweifelhaften Seitlings – Fund. Gezweifelt wurde jedoch nicht an dem Seitling als solches, sondern wir wollten Klarheit bezüglich Austern- und Lungenseitling haben.

Der häufigste Sprödblättler war heute unter Eichen der Blaugraue – Reiftäubling (Russula parazurea).

Im Kartierungsgebiet gab es reichlich trocken liegendes Totholz. Die Striegelige Tramete (Trametes hirsuta) fühlt sich gerade an solchen Standorten ganz besonders wohl. Deshalb ist sie auf der Konsolen – Oberfläche auch reichlich behaart.

Diese graubräunlich gefärbten Seitlinge ließen bei uns Zweifel aufkommen. Sind es wirklich Lungenseitlinge oder doch eher Austern – Seitlinge. Chris untersucht die Stärke ihrer Huthaut mikroskopisch und demnach kommen nur Lungenseitlinge (Pleurotus pulmarius) in Frage.

Ein noch geschlossener Perlpilz (Amanita rubescens) schiebt sich aus dem Waldboden. Dank eines Sichtfensters kann man hier auch gleich die typisch geriefte Manschette erahnen, die ein wichtiges Kennzeichen dieses Speisepilzes ist.

Junge, besonders intensiv gefärbte Eichen – Wrrlinge (Daedalea quercina).

An einer Eichen/Buchen Waldkannte fanden wir einige Eichen – Filzröhrlinge (Xerocomus quercinus).

Die Weiße Lohblüte (Fuligo candida) hinterlässt eine Kriechspur.

Nicht selten, aber keineswegs so inflationär häufig wie der Angebrannte Rauchporling, findet sich der hier abgebildete Graugelbe Rauchporling (Bjerkandera fumosa).

Dieser arg ramponierte Flockenstielige Hexen – Röhrling (Boletus erythropus) hat Flügel bekommen. Am liebsten würde er sich in die Lüfte schwingen.

Frauen Täublinge (Russula cyanoxantha) in einer doch etwas ungewöhlichen Hutfärbung, unter Eichen und Buchen.

Auf einer Ödlandfläche, zwischen den zergliederten Waldbereichen, konnten wir eine große Schweinerei beobachten. Die Schwarzkittel hatten von unserer Anwesenheit nichts mitbekommen und fühlten sich wühlend im Gelände wohl. Foto: Chris Engelhardt.

Auf einer weiteren Wiesenfläche, ein Hexenring von Egerlingen. Genau lässt sich die Art in diesem Alterstadium makroskopisch nicht mehr ermitteln. Ich vermute aber den Gedrungenen Champignon (Agaricus spissicaulis).

Auf selbiger Wiese entdeckte Chris an dieser Blütenstaude den nicht häufigen Ulmen – Zipfelfalter (Satyrium w. album) und hielt ihn im Bild fest. Sollten es die Pilze mal nicht so gut mit uns meinen, mit Chris gibt es immer interessantes zu Entdecken.

Ein Foto wert war auch dieser Rotbräunliche Scheidenstreifling (Amanita fulva). Er schlüpfte gerade aus seinem Ei und zieht die Volva – Reste ungewöhnlich weit mit nach oben.

Chris Engelhardt gelang es auch diesen flinken Käfer im Bild festzuhalten. Es handelt sich um den Rüssel – Rotdeckenkäfer (Lygistopterus sanguineus). Er lebt im morschen Holz und Jagd dort Insekten.

Ganz zum Schluss fotografierten wir noch einen leuchtend gelben, kreisrunden Flecken auf einem Baumstumpf, in der Annahme, es handele sich um die Gelbe Lohblüte. Aber mit Nichten! Es ist ein anderer, viel seltenerer Myxomycet, nämlich das Gelbe Fadenstäubchen (Stemonitis flavogenita). Damit gelang uns offensichtlich der Erstnachweis dieses Schleimpilzes für ganz Norddeutschland!


Hier die Artenliste von MTB: 2632/2 = Große Heide: Rotbraune Buchenkohlenbeere, Breitblättriger Großrübling, Striegeliger Schichtpilz, Ockergelbe Zonentramete, Striegelige Tramete, Schmetterlings – Tramete, Gelbstieliger Dachpilz, Echter Zunderschwamm, Blaugrauer Reiftäubling, Hasen – Stäubling, Lilablättriger Mürbling, Adlerfarn – Fleckenpilz, Gemeiner Spaltblättling, Perlpilz, Eichen – Wirrling, Buckel – Tramete, Eichen – Filzröhrling, Goldschimmel, Weiße Lohblüte, Gemeine Stinkmorchel, Zimtfarbener Weichporling, Graugelber Rauchporling, Flockenstieliger Hexen – Röhrling, Veränderlicher Spaltporling, Gemeiner Wurzel – Schleimrübling, Gedrungener Champignon, Pantherpilz, Eichen – Mehltau, Rotfüßchen, Sklerotien – Porling, Rotbuchen – Rindenkugelpilz, Rotbräunlicher Scheidenstreifling und Gelbes Fadenstäubchen.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

26. Juni 2021 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Grünlings

Sie führte durch den Gespensterwald Nienhagen

Alle guten Dinge sind drei, heißt es in einem bekannten Sprichwort, denn es war heute der dritte Anlauf im Nienhäger Holz und dem zugehörigen Gespensterwald eine öffentliche Lehrwanderung durchzuführen. Vor einigen Jahren wollten wir hier am 04. November 2017 unterwegs sein, das wurde uns von der zuständigen Forstbehörde aber untersagt, da wenige Tage vorher ein schwerer Herbststurm zahlreiche Bäume umlegte b. z. w. sie in Schieflage brachte, so dass Lebensgefahr bestand und der Wald erst gesichert und von den Gefahrenquellen beräumt werden musste. Wir verlegten die Wanderung auf Empfehlung des Forstamtes Bad Doberan damals in den Kellerswald.

Am 15. Juni 2019 hatte ich diese Tour erneut im Programm. Wieder drohten Unwetter durch Gewittertief Ludger und der Termin musste kurzfristig abgesagt werden. Schwere Gewitter zogen damals über die Küstenregionen und Westmecklenburg. Es war ein denkwürdiger Unwettertag und wären wir gewandert, hätte uns das heftige Donnerwetter mit schweren Gewitterböen voll erwischt. Am Abend des denkwürdigen Juni – Tages entstand obiges Foto während des Abzuges der Gewitterfront mit Blick auf die Ostsee. Heute hat es nun endlich geklappt. Das Wetter war gut und alle 8 Teilnehmerinen und Teilnehmer erlebten eine wirklich schöne Wanderung mit Frischpilzen in einer außergewöhnlichen Kulisse direkt an der Ostseeküste. 

Zur Einstimmung brachte uns Phillipp Müller ein Tablett aktuell wachsender Frischpilze mit, die er den Teilnehmern auch sogleich erläuterte.

Kaum aufgebrochen, wurden wir auch schon fündig.

Sehr leckere Frauen – Täublinge (Russula cyanoxantha).

Dieser junge Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) ist über seine erhöhte Nährstoffaufnahme ins Schwitzen geraten.

Wunderschön, dieser Hut eines Scheibchen – Tintlings!

Dieser Pyrenomycet ist an toten Buchenstämmen nicht selten. Rotbuchen – Rindenkugelpilz (Biscogniauxia nummularia).

Ein Echter Zunderschwamm (Fomes fomentarius) hat es sich auf dem Stamm einer umgestürzten Birke gemütlich gemacht.

Grünes Totholz im Wald ist gar nicht so selten. In der Regel zeichnet ein gleichfarbiger Schlauchpilz dafür verantwortlich. Der Grünspan – Becherling.

Erläuterungstafel zum Steilufer bei Nienhagen.

Weißer Sandstrand bei Nienhagen.

Ein nicht mehr ganz junger und daher auch nicht mehr pfannentauglicher Schwefelporling (Laetiporus sulphureus) an einem liegenden Robinien – Stamm.

Eine Sonderstellung im Pilzreich nimmt der Gemeine Spaltblättling (Schizophyllum comune) ein. Um sich vor zu starker Austrocknung zu Schützen und auch um Feuchtigkeit aufzunehmen, kann er seine gespaltenen Lamellen je nach Bedarf öffnen und schließen.

Onkel Uhu überwacht das Geschehen im Gespensterwald.

Nun heißt es die Augen auf, denn gerade dieser Bereich des Nienhäger Holzes, der Gespensterwald, ist für seinen vielfältigen Pilzreichtum bekannt.

„Auf die Bäume ihr Affen, der Wald wird gefegt“, lautet ein bekannter Spruch. Nur das hier keine Affen den Besen in die Hand nehmen und auch keine Gespenster. Das Fegen übernimmt der permanent wehende Seewind.

Bänke am Küstenwanderweg laden zu verweilen ein. In der Tat gibt es kaum ein schöneres Plätzchen, wie oberhalb des Steilufers am Gespensterwald, mit Weitblick auf die Ostsee hinaus.

Ein Grauer Wulstling (Amanita excelsa) wie er im Buche steht. Wir finden ihn keineswegs nur unter Fichten, auch unter Buchen ist er zuhause.

Fachgerechtes Ernten ist bei diesem Speisepilz besonders wichtig. Also nicht abschneiden, sondern vorsichtig heraus Hebeln mit einem Messer.

Wir sehen eine einfache, zwiebelförmige Stielbasis. Der giftige Pantherpilz hätte um die Stielknolle einen deutlichen Wulst, das sogenannte Bergsteiger – Söckchen.

Auch Orchideen sind im Gespensterwald zu hause.

Nämlich das Gefleckte Knabenkraut.

Ein Buchenbegleiter ist der essbare Braunviolette Täubling (Russula brunneoviolacea).

Zwischen den Moospolstern schieben sich einige Pfifferlinge (Cantharellus cibarius) an die Frühsommerluft.

Nein, keine Gespenster – Pilzsucher in etwas gespenstischer Atmosphäre!

Weil es einfach ein toller Anblick ist, hier noch ein Guttationströpfchen schwitzender Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola).

Interessantes am toten Buchenstamm wurde entdeckt.

Phillipp (rechts) erläutert wissenswertes zum Lungen – Seitling.

Milchweiße Samthäubchen (Conocybe albipes) sind eigentlich Bewohner offenerer Graslandschaften. Aber üppige Gräser und viel Licht gibt es auch im Gespensterwald.

Typisch für das Milchweiße Samthäubchen ist auch die knollig angeschwollene Stielbasis.

Eine runzelig – schleimige Hutoberfläche weist der Gemeine Wurzel – Schleimrübling (Xerula radicata) auf.

Die Wurzel ist leider abgebrochen. Uns viel aber auf, das der Pilz gefärbte Lamellenschneiden besitzt.

Für gewöhnlich sind die Lamellenschneiden des Gemeinen Wurzelrüblings weiß, es gibt aber auch Formen, so wie hier, bei denen sie bräunlich getönt ist.

Der Top – Fund unserer heutigen Wanderung war der Leuchtende Weichporling (Pycnoporellus fulgens) an einem liegenden Buchenstamm. Der Pilz ist in Norddeutschland eine absolute Rarität! Nichts für den Gaumen, dafür aber für die Augen.

Leuchtend orangerot auf der Oberfläche und das Fruchtlager ist intensiv gelb gefärbt.

Von diesem Baby – Perlpilz (Amanita rubescens) hat schon jemand genascht. Und das roh! Da er Hämolysine enthält, die die roten Blutkörperchen zerstören können, sollte er unbedingt gut erhitzt werden, bevor er auf dem Teller landet.

Diese umgestürzte Buche sitzt voller Lungen – Seitlinge.

Junge, wie auch alte, b. z. w. windgetrocknete Lungen – Seitlinge (Pleurotus pulmarius) sind dabei.

Die Pilze sind gegenüber dem Winter – Austernseitling zartfleischiger.

Giftig ist der Zimtfarbene Weichporling (Hapalopilus rutilans). Dafür soll er sich hervorragend zum Färben von Wolle eignen.

Die stark zum gilben neigende Spitzwarzige Tramete (Antrodiella hoenelii) ist in der Regel auf Buchenholz spezialisiert. Zähfleischig und daher ungenießbar.

Der Grüne Speisetäubling (Russula heterophylla) ist bisher nur sehr selten in Mecklenburg – Vorpommern nachgewiesen worden. Genau wie sein fleischroter Verwandter ein sehr guter Speisepilz.

Die anfänglich grauen Wolken haben sich verzogen und die Sonne bricht in den Gespensterwald ein.

Und für uns endet eine schöne Wanderung. 26. Juni 2021 im Gespensterwald Nienhagen.

Wann startet die nächste Wanderung? – Siehe unter Termine!

23. Juni 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion Mecklenburgisches Elbetal

Auch für interessierte Gäste

Es ging in den Messtichblatt – Quadranten 2632/1 = Lübtheen

Heute ging es weit in den Südwesten von Mecklenburg, in den Naturpark Mecklenburgisches Elbetal. Bisher war ich und einige Wismarer Pilzfreunde nur sporadisch hier unterwegs, um uns im Herbst mit leckeren Maronen – Röhrlingen einzudecken. Auch Kartiert habe ich in einigen Wäldern um Lübtheen herum schon ab und zu. Etwas systematischer soll es in den folgenden Wochen werden, denn das MTB im Maßstab 1 : 25 000 habe ich wieder geviertelt, also in 4 Quadranten aufgeteilt. Heute ging es in den ersten. Hier stehen reichlich Waldflächen zur Auswahl. Zu nennen wären da im nördlichen Bereich die Reviere um den Priesterberg und dem Forstberg herum. Im westlichen Bereich ein langgezogener Waldstreifen mit dem integrierten 67,5 m hohen Immenberg oder größere Waldflächen östlich des Ortes Melkof, mit integrierten Feuchtgebieten. Wir nahmen den Bereich nordöstlich von Jesow/Melkhof in Augenschein. Dazu traf ich mich gegen 16.00 Uhr mit einem vielfältig interessierten Pilz- und Naturfreund aus der Region und bei dieser Gelegenheit wurde er auch gleich Mitglied der Pilzfreunde innerhalb der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. Das Exkursionsgebiet steht auf leichteren, sandigen Böden und wird von Kiefern, Fichten, Buchen und Birken dominiert. Ein vielversprechendes Revier auch für den Kochtopf – Mykologen. Diesbezüglich war heute und auch im Hinblick auf die Großpilzkartierung nicht viel zu holen. Hitze und Trockenheit der letzten Wochen zeichnen dafür verantwortlich.

Die erste Art, die ich heute fotografiert und notiert habe, ein Kleinpilz namens Echter Mehltau (Erysiphe alphitoides).

Stephan interessiert sich vornehmlich für Holzpilze, da er beruflich auf diesem Gebiet tätig ist und will nun stärker in die Welt der bodenbewohnenden Hutträger eindringen. So besucht er deutschlandweite Pilzseminare, beispielsweise im Bayerischen Wald oder in Thüringen.

Außerdem interessieren ihn Ameisen. Am kommenden Wochenende ist er deshalb ehrenamtlich bei Eberswalde zu Gange, um Ameisenvölker umzusiedeln, da in ihrem Ursprungsgebiet Bauarbeiten durchgeführt werden sollen. Eine anspruchsvolle Aufgabe!

Ein Holzbewohner. Der Gemeine Violettporling (Trichaptum abietinum). Hier auf Kiefer. Der Pilz verursacht im Holz eine Weißfäule.

So wie die meisten Pilzsucher mit einem Messer bewaffnet sind, geht Stephan nicht ohne Säge in den Wald. Hier hat er sich ein Stück Rundholz mit Trichaptum zurecht gesägt, um es zur Beobachtung mitzunehmen.

Ein Fadenstäubchen aus der Gattung Stemonitis.

Ein weiterer und wesentlich auffälligerer Myxomycet ist die Gelbe Lohblüte (Fuligo septica).

Ameisen interessieren sich für den Pilz des Jahres 2020, der Gemeinen Stinkmorchel (Phallus impudicus). Dieser Aspekt war neu für Stephan.

Baumkrebs an einem Fichtenast. Hervorgerufen durch den Nadelholz – Pustelpilz (Neonectria fuckelina).

Die Baumkrebssäge kommt zum Einsatz.

Das Schadensbild.

Ein essbarer Grauer Wulstling (Amanita excelsa) schiebt sich aus dem Boden des Fichtenwaldes.

Häufig an dünnen, abgestorbenen Eichenästchen ist die Eichen – Spaltlippe (Colpoma quercina), ein Schlauchpilz.

Ausnehmend häufig an altem, modrigem Holz ist der Blutmilchpilz (Lycogala epidendron), ein Schleimpilz.

Ebenfalls überaus häufig ist der Geweihförmige Schleimpilz (Ceratiomyxa fructiculosa).

Auf der Hutoberfläche dieses Perlpilzes (Amanita rubescens) sind nur wenige Perlen = Hüllreste auszumachen. Regen oder Wachstumsprozesse können sie abgewischt haben.

Auf dem ersten Blick ein Schleimpilz, der zweite Blick lässt als Ursprung Schaumzikaden vermuten.

Der rechte Teil dieser Doppelbuche hielt dem Toben des Windes nicht mehr stand. Zunderschwämme machen sich über den toten Stamm her.

Echter Zunderschwamm (Fomes fomentarius). Der Schwächeparasit verursacht im Holz eine Weißfäule.

Eine Dendrothele an Rotbuche?

Nein, das sind keine Kartoffelkäfer oder dunkle Marienkäfer, Pyrenomyceten haben wir hier. Die Rotbraune Buchenkohlenbeere (Hypoxylon fragiforme).

Um diesen häufigen Schlauchpilz ausfindig zu machen, muss man schon kräftig um Buchenlaub des Vorjahres herum wühlen. Der Erfolg stellt sich aber meist recht schnell ein. Buchenfruchtschalen – Holzkeule (Xylaria carpophylla).

Schizopora paradoxa?

Die Schnecken wissen auch was gut schmeckt. Frauen – Täubling (Russula cyanoxatha).

Im anmoorigen Birkenwald gab es einige Fuchsige Scheidenstreiflinge (Amanita fulva).

Mehrere Meter hoch am Birkenstamm einer der beliebtesten Vitalpilze, der Schiefe Schillerporling (Inonotus obliquus).


Hier die Artenliste von MTB: 2632/1 = Wald bei Jesow/Melkhof: Echter Mehltau, Zaunblättling, Gemeiner Violettporling, Zugespitzter Kugelpilz, Gelbe Lohblüte, Gemeine Stinkmorchel, Birken – Zungenporling, Perlpilz, Grauer Wulstling, Brandkrustenpilz, Eichen – Spaltlippe, Blutmilchpilz, Geweihförmiger Schleimpilz, Echter Zunderschwamm, Gemeiner Spaltblättling, Striegeliger Schichtpilz, Buchen Fruchtschalen – Holzkeule, Frauen – Täubling, Fuchsiger Scheidenstreifling, Schiefer Schillerporling, Nadelholz – Pustelpilz, Rötliche Kohlenbeere.


Tel.: 038417228917 – Handy: 0173/6977219

E – Mail: steinpilz.wismar@t-online.de 

Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

16. Juni 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion durch die Kleine Heide

Auch für interessierte Gäste

Es ging in den 4. Quadranten des Messtischblattes Karow

Die Kleine Heide im MTB 2439/4 ist Teil der Nossentiner/Schwinzer Heide und liegt östlich von Karow und nördlich des Plauer Sees. Integriert ist beispielsweise auch das Naturschutzgebiet Ziegeleibruch und der Semoter See. Somit ist das Gebiet recht vielseitig strukturiert. Erlenbruchwald im Ziegeleibruch und sicher auch am Uferbereich der Gewässer und klassische Pilzsucherreviere mit Kiefernforsten. Diese wurden teils mit Buchenunterwuchs versehen. Im Oktober des Jahres 2018 war ich hier schon einmal Mittwochs unterwegs. Damals hatten erste Fröste den Frischpilzen schon etwas zugesetzt und die große Maronenschwämme war gerade am abklingen. Auf jeden Fall ist es aber ein interessantes Gebiet nicht nur für Kartierungsexkursionen, sondern auch für den Kochtopfmykologen. Um diese Zeit können bei entsprechenden Bedingungen beispielsweise Scheidenstreiflinge eine Mahlzeit liefern, dazu essbare Täublinge, Perpilze und mit etwas Glück auch schon erste Pfifferlinge.

Waldweg in der Kleinen Heide am 19. Juli 2021.

Die Exkursion hatte ich wegen Trockenheit im Juni auf den 19. Juli verlegt. Nun hatte es zwar häufiger geregnet, aber das Frischpilzaufkommen war in der Kleinen Heide mehr als bescheiden. Daher brach ich mit meiner Begleitung, die gerne auch eine schmackhafte Pilzpfanne am Abend gehabt hätte, hier frühzeitig ab und wir fuhren in das Mildenitzgebiet. Dort wurde der Korb dann tatsächlich auch voll.


Hier die Artenliste von MTB: 2439/4 – Kleine Heide: Echter Zunderschwamm, Waldfreund – Rübling, Eichen – Filzröhrling, Goldschimmel, Striegelige Tramete, Schmetterlings – Tramete, Flächiges Eckenscheibchen, Körnchen – Röhrling, Echter Mehltau, Gemeiner Violettporling und Widerlicher Täubling.


 Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

12. Juni 2021 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Grünlings

Sie führte durch die Panzower Tannen

Das überwiegend sandige Mischwaldgebiet ist im Sommer und Herbst eine beliebte Adresse für Menschen, die ihre Bratpfannen und Kochtöpfe mit leckeren Waldpilzen füllen wollen. Natürlich wird hier, wie anderswo auch, in der Regel den volkstümlichen Klassikern wie Pfifferlingen, Maronen – Röhrlingen, Birken- und Steinpilzen nachgestellt. Vor genau einem Jahr begeisterten uns hier auf einer Wanderung einige Pfifferlinge, Ziegenlippen, Perlpilze, verschiedene Täublinge und sogar die recht seltenen Fahlen Röhrlinge und wenige Sommersteinpilze, um nur einige zu nennen. Das zeigt, dass bei entsprechender Vorwitterung bereits Mitte Juni einiges möglich ist. Aber es gilt auch um diese, eher noch pilzarme Jahreszeit, den richtigen Moment zu erwischen und das ist natürlich Monate vorher planungstechnisch kaum möglich. Wir legten es also darauf an und ließen uns überraschen. Aufgrund der recht trockenen Verhältnisse konnten wir zwar nicht an die Erfolge des letzten Jahres heranreichen, aber trotzdem wurde es eine kurzweilige Tour, an der 7 Pilzfreundinnen und Pilzfreunde teilnahmen.

Gleich zu Beginn fiel uns dieser Kleinpilz in` s Auge, der Ampferblatt – Rost (Ramularia rubella).

Am Wegesrand unter Birken ein einzelner Verblassender Täubling (Russula pulchella). Die im Grunde himbeerroten Hüte verblassen sehr stark. Mitunter ist von den rötlichen Farbtönen nichts mehr übrig.

Die Lamellen besitzen eine gewisse Schärfe, so dass der wenig schmackhafte Täubling allenfalls ein Mischgericht bereichern kann.

Wir waren zeitweise auf dem Hanseatenweg unterwegs. http://www.hanseatenweg.de

Hoffentlich beachtet das Reh die Zug – Durchfahrten!

Ein recht ansehnliches Büschel Grünblättriger Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare). Giftig!

Die trockenwarme Luft lässt ihre Hutränder einreißen.

Kernpilze auf diesem toten Birkenstamm. Vielgestaltige Kohlenbeere (Hypoxylon multiforme).

Kiefernholz ist das gefundene Fressen für den Unförmigen Weichporling (Skeletocutis amorpha). Die unscheinbaren Konsolen begeistern mit ihren mehr oder weniger deutlichen orangefarbenen Poren.

Gemeiner Spaltblättling (Schizophyllum comune).

Diese Champignons reagierten auf Reibung sehr schnell mit einer intensiven Gelbverfärbung. Oft ein Zeichen des giftigen Karbol – Champignons. Die Pilze rochen aber deutlich anisartig, sind also essbar und dürfen in den Sammelkorb gelegt werden.

Diesem jungen Sommersteinpilz (Boletus reticulatus) sind die trockenen Verhältnisse deutlich anzusehen. Die Hutoberfläche blasst stark aus und wird felderig/rissig. Die Außenhaut des Stieles verhärtet sich zum Korsett und platzt auf.

Ein junger Schwefelporling (Laetiporus sulphureus), das Hähnchenschnitzel für Vegetarier.

Schwarze Mumien im Buchenwald. Dafür zeichnet der Dickblättrige Schwarztäubling (Russula nigricans) verantwortlich. Die Ruinen stammen aus dem letzten Jahr.

Täublinge unter Eichen. In Frage würde der Weinrote Heringstäubling (Russula graveolens) kommen. Allerdings war vom Heringsgeruch kaum etwas wahrzunehmen.

Runzliger und feucht schmieriger bis schleimiger Hut, dass ist typisch für den Wurzel – Schleimrübling (Xerula radicata).

Der Boden an der Böschung des Buchenwaldes war recht hart, so dass die charakteristische Pfahlwurzel nicht vollständig heraus gezogen werden konnte.

Der nächste Fund wird begutachtet und fotografiert.

Es handelt sich um den jung essbaren Sklerotien – Porling (Polyporus tuberaster).

Der Stielporling Polyporus tuberaster von unten.

Der Pilz des Jahres 2020 macht sich auf den Weg.

Es war die Gemeine Stinkmorchel (Phallus impudicus). Wir sehen hier das embryonale Entwicklungsstadium, das sogenannte Hexenei. Der weißliche Kern ist das spätere Rezeptakulum und der olivgrüne Bereich wird zum stinkenden Sporenschleim. In diesem Zustand essbar.

Junge Fadenstäubchen der Gattung Stemonitis.

Sporenreife Fadenstäubchen (Stemonitis spec.)

Solche Gestelle sieht man in jüngster Zeit häufiger in unseren Wäldern.

Und darin besteht ihre Aufgabe.

Das trockenheitsbedingte Fichtensterben hat auch die Panzower Tannen nicht verschont.

Die Kronen vieler Fichten sind kahl.

Ein gefundenes Fressen für den Borkenkäfer, der mit solchen Lockstofffallen auf die Falsche Fährte gelockt werden soll. Auch an dieser Stelle wuchs vor kurzem noch ein Fichtenforst.

Auch der Fichten – Porling (Fomitopsis pinicola) ist zur Stelle und macht sich über das Totholz her.

Ein Rißpilz. Sollte es der Frühlings – Rißpilz sein?

Und noch einmal von oben. Rißpilze sind fast alle giftig!

Ja, mehr waren es heute leider nicht. Nur drei leckere Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis).

Auf dem Weg eines Mischwaldes wuchsen diese Papagei – Täublinge (Russula ionochlora). Die Lamellen schmecken mild und daher darf er eingesammelt und verzehrt werden.

Und zum Schluss unserer Erinnerungsfoto von einer schönen Lehrwanderung durch die Panzower Tannen am 12. Juni 2021.

Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

09. Juni 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Karow

Auch für interessierte Gäste

Es ging in das MTB 2439/3 – südlich der Draisinenstation

Das Kartierungsgebiet befindet sich südlich der Bundesstraße 192, in Höhe der dortigen Draisinenstation, am ehemaligen Armee – Objekt. Im Oktober 2018 war ich hier schon einmal im Rahmen der Mittwochsexkursionen unterwegs. Damals mit Gästen aus Lübeck, Hamburg und der Umgebung. Das war jedoch zu bester Pilzzeit und auch die Ausbeute der Gäste an Speisepilzen war recht ordentlich. Es gibt einen Fichtenforst, der damals vor allem durch prächtige Maronen – Röhrlinge für Begeisterung sorgte. Aber auch reichlich Laubwald, mit zwei kleineren Seen am Südostrand des Kartierungsgebietes. Die Artenvielfalt von damals, es war Oktober, konnte heute natürlich nicht erreicht werden. Ganz im Gegenteil. Obwohl es im Vorfeld durchaus kräftigere Niederschläge gab, herrschte bezüglich  Frischpilzen so gut wie Tote Hose. Auch fand diese Exkursion nicht wie geplant am 09. Juni statt, sondern erst am 13. Juli 2021.

Bis auf eine größere Gruppe von Körnchen – Röhrlingen (Suillus granulatus) und einige, wenige Täublinge am Straßenrand, fand ich keine weiteren Frischpilze und brach alsbald ab, da ich noch einigen Sommersteinpilz – Plätzen einen dann doch  erfolgreicheren Besuch abstatten wollte.


Hier die kleine Artenliste von MTB: 2439/3 – Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide, an der Draisinen – Station: Körnchen – Röhrling, Eichen – Mehltau, Duftender Täubling und Widerlicher Täubling.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

06. Juni 2021 – Vereinsexkursion der Pilzfreunde

Vereins- und Kartierungsexkursion

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e. V – Gruppe der Pilzfreunde

Ziel war die Seeblickregion

Die heutige Vereinsexkursion der Wismarer Pilzfreunde führte in die Region Mustin/Lohmen. Kleinere und größere Seen sind hier in einer der schönsten Landschaften Mecklenburgs eingebettet. Die eiszeitlich geprägte, hügelige Region, ist durch Wiesen, Felder und Wälder sowie eingebettete Seen sehr vielseitig strukturiert. Uns interessierten in erster Linie die Waldgesellschaften und ihre Großpilze. Der Upahler- und Lenzener See wurden am 05. Juli 1978 unter Schutz gestellt und sind von Wäldern  (Erlenbrüche, Buchenwälder) umgeben. Der Zustand wird als befriedigend eingeschätzt, da durch die Landwirtschaft zu viele Nährstoffe eingebracht wurden. Die Waldflächen sollen nur extensiv genutzt werden. Dadurch weisen manche Buchen ein hohes Alter von 180 Jahren auf. Das Revier zählt zum Netzwerk der FFH – Gebiete. Umgebende Wiesenflächen beherbergen  u. a. das Breitblättrige Knabenkraut und hier befindet sich auch ein beliebter Rastplatz für Zugvögel. Rotbauchunke, Kammmolch, Fischotter und Siebenschläfer sind hier zuhause. Der Siebenschläfer erlangt in Kürze ja wieder eine besondere Bedeutung, denn er soll für den Witterungsverlauf des Hochsommers verantwortlich zeichnen. Heute konnten wir ihn leider noch nicht befragen, da er sich und nicht zeigte.

Dieses Pilztierchen nennt sich Stäublingsähnlicher Schleimpilz (Reticularia lycoperdon).

Feinschmecker scheinen die Tierchen, die an diesen bitteren und giftigen Grünblättrigen Schwefelköpfen (Hypholoma fasciculare) geknabbert haben, nicht gerade zu sein.

Ein einzelner Rehbrauner Dachpilz (Pluteus atricapillus) wuchs an einem alten, bemoosten Buchenstubben.

Und noch ein mobiles Pilztierchen, der Drachendreck, Gelbe Lohblüte oder Hexenbutter (Fuligo septica).

Studium einer Informationstafel zum im Hintergrund zu sehenden Großsteingrab.

Die Erläuterungen zum Hühnengrab.

Die Hühnen auf dem Grab.

Herrlicher Buchenwald.

Zu den wenigen Frischpilzen, die wir heute fanden, zählen diese Breitblättrigen Großrüblinge (Megacollybia platyphylla).

Hier hat sich ein Buchenwald – Wasserfuß (Hydropus subalpinus) aus dem Buchenlaub geschoben.

Warum Wasserfuß? – bricht man den Stiel durch, quillt eine wässrige Flüssigkeit heraus.

Diese Kröte hatte Geduld mit uns und ließ sich seelenruhig ablichten.

Eine Waldlichtung legt den Blick frei auf den Lähnwitzer See, siehe oben.

Am Ufer des Lähnwitzer Sees haben es sich dieser Vierbeiner gemütlich gemacht. Sind es Schafe oder Ziegen?

Wann startet die nächste Vereinsexkursion? – Siehe unter Termine!

05. Juni 2021 – Pilzimbiss in der ABC Straße

Pilzimbiss zur Stuhlparade

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Sonnabend, der 05. Juni 2021, in der Zeit von 10.00 bis 17.00 Uhr vor dem Mykologischen Informationszentrum Steinpilz – Wismar, ABC Straße 21.


An diesem Sonnabend sollte wieder die vom Kaso Kunstverein Wismar e.V. organisierte Stuhlparade in der ABC Straße stattfinden. Auf Länge der gesamten Straße werden Stühle aufgereiht und zum Kauf angeboten. Sie wurden zuvor von Mitgliedern des Vereins unter dem Motto „aus alt mach jung“ aufgemöbelt und meist ist auch für jeden Geschmack etwas dabei. Das zieht natürlich viele Interessenten und Schaulustige an. Leider wurde die Stuhlparade wegen der Corona – Krise abgesagt. Nicht aber unser Imbiss. Es gab eine deftige Waldpilzpfanne und auch unsere beliebte Wildpilzsuppe nach Art des Hauses. Frische Waffeln, Kaffee und fruchtige Erfrischungsdrinks wurden gereicht.

Waldpilz/Gemüsepfanne. Sie ging trotz der Wärme weg wie warme Semmeln.

Die fruchtigen und eisgekühlten Erfrischungsdrinks waren sehr gefragt. Serviert von Franzi und Kerstin.

Mit dabei waren neben Franzi und Kerstin auch Phillipp, Christian sowie Jonas (von links).

Gleichzeitig konnte auch unsere ständige Pilzausstellung „Unsere Großpilze im Wandel der Jahreszeiten“ für 1,00 € in Augenschein genommen werden.

Dafür hatte uns Vereinsmitglied Phillipp gleich noch Frischpilze auf dem Silbertablett serviert, die er anschließend auf die Ausstellungsfläche brachte.

Zum Schluss noch einmal stramm gestanden für ein Erinnerungsfoto. 05. Juni 2021 – ein warmer Sommertag.

Die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V.

02. Juni 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion Schwinzer Heide

Auch für interessierte Gäste

Es ging in den 2. Quadranten des MTB 2439 = Karow

Fast der gesamte 2. Quadrant des Messtischblattes Karow ist von Waldflächen der Nossentiner/Schwinzer Heide bedeckt. Unmöglich, alles während einer einzigen Kartierungsexkursion abzulaufen. Im Herbst 2019 waren wir hier schon einmal im Rahmen der Mittwochsexkursionen unterwegs. Damals mit einigen Gästen und es brach der Sammelaktionismus aus, da es beispielsweise Maronen – Röhrlinge im Überfluss gab. Damals regnete es in Strömen. Regen stand heute kaum auf dem Programm. Es waren zwar Schauer und Gewitter voraus gesagt, aber bis auf einzelne Tropfen verschonten uns diese. Uns, das war ein Pilz- und Vereinsmitglied aus Rostock und meine Wenigkeit. Aufgrund der zunehmend trockenen Witterung gab es heute leider kaum Frischpilze. Wir entschieden uns für den nördlichen Bereich des Quadranten bei Glawe, am Südrand des Krakower Sees.

Am Rande zur Glawer Koppel wuchsen einige Rissige Ackerlinge (Agrocybe dura).

So sehen offensichtlich Blutmilchpilze (Lycogala epidenron) aus, wenn sie intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.

Unverwechselbar und immer an Eichenholz zu finden ist der Eichenwirrling (Daedalea quercina).

Dieses farbenfrohe Krabbeltier dürfte zur artenreichen Gattung der Rosenkäfer (Cetoniinae), die zu den Blatthornkäfern gerechnet werden, gehören.

Diese jungen Grünblättrigen Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare) zeigen bereits erste Trockenschäden.

Die etwas schütteren Kronen der Gelbkiefer im Park Glawe. 

Der Stamm der Gelbkiefer (Pinus ponderosa). Der Baum ist dafür verantwortlich, dass die Ranch in der US – Western – Serie Bonanza „Ponderosa“ genannt wurde. Es handelt sich also um eine amerikanische Kiefernart.

Die naturnahe Parkanlage in Glawe.

Zahlreiche und resupinate Konsolen des Runzligen Schichtpilze (Stereum rugosum) bevölkern diesen Baumstamm.

Nahezu monotoner Kiefernforst.

Sporenabwurf eines Schleimpilzes.

Aufforstung mit Jungkiefern.

Nadelforst unterschiedlicher Altersstruktur.

Wegweiser zum Hochsitz zur Vogelbeobachtung am Krakower See.

Halb vertrocknete Maipilze (Calocybe gambosa) am Waldrand.

Am Rande der Glawer Koppel einige Bauchpilze der Gattung Bovista.

Vom Vogelbeobachtungsturm aus hat man einen wunderbaren Blick auf den großen und Buchtenreichen Krakower See.


Hier die Artenliste von MTB: 2439/2 – Nossentiner/Schwinzer Heide bei Glawe: Striegeliger Schichtpilz, Rissiger Ackerling, Birken – Zungenporling, Eichen – Rindensprenger, Blutmilchpilz, Eichenwirrling, Zugepitzter Kugelpilz, Grünblättriger Schwefelkopf, Runzliger Schichtpilz, Gemeiner Violettporling, Milder Nagelschwamm, Erdwarzenpilz und Maipilz


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

29. Mai 2021 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Grünlings

Durch den Everstorfer Forst führen

Ende Mai wird es allmählich eng mit den Frühlings – Klassikern, so dass unsere Hoffnung auf erste Sommerarten lag. Ende Mai kann es bereits zaghaft Täublinge, Wulstlinge, aber auch Röhrlinge wie Sommersteinpilze und Hexenröhrlinge geben. Natürlich auch dies und jenes mehr und es soll ja eine Lehrwanderung sein. Wichtig ist dabei, dass es nicht zu trocken sein sollte, so dass der Wald nicht nur, wie so oft zu dieser Jahreszeit, einen vertrockneten Hungeraspekt anzubieten hat. Nun, der Wald war klatschnass und hat daher eher einen Feuchte – Aspekt zum Besten gegeben. Vor allem Schleimpilze fühlten sich bei diesen Verhältnissen wohl, aber auch einige Kleinarten b. z. w. Gattungen wie Mürblinge und Tintlinge.

Wir starten.

Zu den Schleimpilzen gehört der Blutmilchpilz (Lycogala epidendron).

Der Holunder – Rindenschichtpilz (Lyomyces sambuci) findet sich häufig an alten Holunderbüschen von Sambucus nigra.

Meist als Einzelgänger und auch nicht sonderlich häufig, findet sich der Krummstiel – Schüppling (Pholiota tuberculosa).

Auffallend starken und vernetzten Myzelsträngen entspringt der Breitblättrige Großrübling (Megacollybia platyphylla.

An den Vortagen hat es hier noch kräftig geregnet. Die Wege sind regelrecht schlammig. Sollte es trocken werden, dürfte hier für einige Zeit noch ein recht ordentlicher Feuchtspeicher vorhanden sein.

Speisepilze waren nur sehr dürftig vertreten. Hier sehen wir Stockschwämmchen (Kuehneromxces mutabilis).

Zunächst für einen Wurzelrübling gehalten, entpuppte sich dieser Hellsporer mit seiner wurzelartigen Stielverlängerung als besonders üppig ausgeprägter Buchenwald – Wasserfuß (Hydropus subalpinus).

Sein Hut ist nicht runzelig oder schleimig, sondern glatt, trocken und seidig glänzend. Buchenwald – Wasserfuß (Hydropus subalpinus).

Wunderschöne Myxomyceten an altem, feuchten Laubholz. Der Rotköpfige Schleimpilz (Trichia decipiens).

An alten, feucht liegenden Buchenfruchtschalen, findet sich sehr häufig das Weiße Haarbecherchen (Dasyscyphus virgineues).

Auf dem selben Substrat findet sich eben so häufig die Buchenfruchtschalen – Holzkeule (Xylaria carpophilla).

Auf alten Baumstämmen, die im Wasser eines Waldtümpels schwammen b. z. w. lagen, tummelten sich zahlreiche Getigerte Sägeblättlinge (Lentinus tigrinus).

Schleimpilze aus der Gattung Stemonitis = Fadenstäubchen.

Hier sehen wir eine Wuchsform des Geweihförmigen Schleimpilzes (Ceratiomyxa fructiculosa).

Ein kleines Büschel von Glimmer – Tintlingen (Coprinus micaceus) auf einem alten, bemoosten Laubholz – Stubben. Im Hintergrund Relikte der Geweihförmigen Holzkeule.

Nicht zu leugnen, der Rehbraune Dachpilz (Pluteus atricapillus) gehört zu den Freiblättlern.

Diese schönen Tintlinge konnten wir nicht korrekt ansprechen (Coprinus spec.).

Junge und schlanke Ahorn – Holzkeulen (Xylaria longipes). Es scheint ein gutes Jahr für diese, auf Ahornholz wachsenden Schlauchpilze zu sein.

Der große und markante Specht – Tintling (Coprinus picaceus) scheint sich in der Jahreszeit geirrt zu haben. Wir kennen ihn aus dem Herbst.

Am krautigen Wegesrand einige, wenige Maipilze (Calocybe gambosa).

Kurz vor Schluss noch ein sehr schöner Fund. Der Netzaderige Mistpilz (Bolbitius aleuriatus). Nicht auf Stroh oder Mist, sondern auf totem Laubholz.

Der Netzaderige Mistpilz (Bolbitius aleuriatus) steht den Tintlingen nahe. Seine Lamellen färben aber nicht zu schwarz und zerlaufen auch nicht zu einer tintenartigen Sporenmasse. Sie verfärben sich gelbbräunlich.

Diesem Ampferblatt geht es an den Kragen. Nicht nur der Ampferblatt – Rostpilz, sondern auch der Ampferblatt – Käfer tun sich an ihm gütlich.

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26. Mai 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion in der Wooster Heide

Auch für interessierte Gäste

Im Messtischblatt 2439/1 = Karow 

Im Herbst 2019 stand schon einmal das MTB Karow im Rahmen unserer Mittwochsexkursionen auf dem Programm. Damals natürlich zu bester Pilzzeit, mit den entsprechenden Erfolgen, sowohl was das Artenaufkommen, wie auch den Anteil an Speisepilzen, die die Körbe meiner Begleiter an ihre Kapazitätsgrenze brachten, betrifft. Das wird heute und an den folgenden Mittwochsexkursionen in diesen wunderbaren Pilzrevieren so keinesfalls möglich sein. Daher wird eher der eigentliche Sinn im Vordergrund stehen, einige, vielleicht doch noch neue Pilzarten für diese Gebiete zu entdecken und in unsere Datensätze der Pilzkartierung einfließen zu lassen. Heute war die Wooster Heide bei Sandhof und Wooster Teerofen an der Reihe. Übrigens ist auf einer Info – Tafel am Waldrand in Sandhof zu lesen, dass in der Wooster Heide bereits 600 Pilzarten nachgewiesen wurden. Nun, es kann immer wieder neues dazu kommen und ganz gewiss sind hier mehr als 600 Arten zu hause. Von solchen Zahlen war ich heute natürlich weit entfernt. Zu dieser Jahreszeit ohnehin. Überhaupt gab es heute für mich nur sehr wenig zu entdecken. Hier einige Bilder.

Die Wooster Heide ist Teil des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide.

Gleich hier begrüßten mich diese beiden Frühlings – Ackerlinge (Agrocybe praecox).

Die Striegelige Tramete (Trametes hirsuta) besiedelt totes Laubholz, insbesondere von Buche und gerne auch dort, wo es besonders trocken liegt. Nichtsdestotrotz ist diese Konsole von Algen besiedelt.

Der giftige Grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) besiedelt sowohl tote Laub-, wie Nadelholz – Stubben und ist praktisch ganzjährig anzutreffen.

Der Höhepunkt meiner heutigen Mittwochsexkursion waren einige Konsolen des farbenfrohen Nördlichen Zinnoberschwamms (Pycnoporus cinannabarinus) an totem Birkenholz.

Der Holzbewohner an trockenen, sonnigen Plätzen, gehört, wie unschwer zu erkennen ist, zu den Porlingen. Er besitzt die Eigenschaft, Fremdkörper nicht beiseite zu schieben, sondern sie bei seinem Wachstum mit zu integrieren.

Auf sandigen, nährstoffarmen Böden, findet sich oft rosettenartig der Erdwarzenpilz (Thelephora terrestris).

Besonders auf Buchenstubben ist sehr häufig die Buckel – Tramete (Trametes gibbosa) anzutreffen. Auch ihre Oberfläche wird oft von Algen besiedelt.

Hier sehen wir gleich zwei Myxomyceten in trauter Eintracht. Den Blutmilchpilz (Lycogala epidendron) und den Stelzenschleimpilz (Stemonitis fusca) in junger Ausführung.

Der Stelzenschleimpilz (Stemonitis fusca) im Reifestadium. Er ist ein Meister der Verwandlung. Erst weis und schließlich dunkelbraun gefärbt. Daher auch die weitere, deutsche Bezeichnung: Dunkles Fadenkeulchen.

Auf in der Humusschicht feucht liegenden Fruchtschalen von Bucheckern findet sich sehr häufig das Weiße Haarbecherchen (Dasyscyphus virgineus).

Erläuterungsausschnitt aus einer Informationstafel der Naturparkverwaltung Nossentiner/Schwinzer Heide bei Sandhof.


Hier die Artenliste von 2439/1 – Wooster Heide: Frühlings – Ackerling, Orangefarbiges Brennnesselbecherchen, Zugepizter Kugelpilz, Striegelige Tramete, Angebrannter Rauchporling, Schmetterlings – Tramete, Grünblättriger Schwefelkopf, Gemeiner Violettporling, Brandkrustenpilz, Winter – Stielporling, Nördlicher Zinnoberschwamm, Erdwarzenpilz, Buckel – Tramete, Blutmilchpilz, Stelzenschleimpilz, Geweihförmige Holzkeule, Flacher Lackporling, Weißes Haarbecherchen, Buchenfruchtschalen – Holzkeule, Rötliche Buchen – Kohlenbeere und Echter Zunderschwamm.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

19. Mai 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion auf der Insel Poel

Auch für interessierte Gäste

MTB: 1934/4 war an der Reihe

Schon war der letzte Quadrant des Messtischblattes Kaltenhof an der Reihe. Der nordöstliche Küstensaum der Insel Poel, zwischen Schwarzer Busch und Gollwitz. Einbezogen war auch der alte Eichenpark am Schwarzen Busch, der besonders auch im Sommer mit einer artenreichen Großpilzflora aufwarten kann. Ansonsten ging es den Küstenschutzwald entlang, der oft ein reichhaltiges Angebot an Frühlingspilzen anzubieten hat. Außer meiner Wenigkeit waren auch noch unsere Vereinsmitglieder Christopher und Phillipp mit von der Partie. Das Wetter war bestens. Das Frischpilzaufkommen habe ich zu dieser Jahreszeit hier schon etwas vielseitiger erlebt, aber das kalte Wetter in diesem Frühling hielt einige Arten dann doch noch zurück. Dafür ist es nicht zu trocken und wir haben dadurch durchaus bessere Bedingungen wie in den Vorjahren. Hier einige Impressionen von unserer Exkursion an der Nordostküste der Insel Poel.

Wir starteten im weitläufigen Eichenpark in Schwarzen Busch.

In der Rasenfläche einige Heu – Düngerlinge (Panaeolus foenisecii).

Die Sporen bei den Düngerlingen reifen unterschiedlich. Dadurch entsteht das gescheckte Muster auf den Lamellenflächen.

Zunächst für einen Rißpilz gehalten, zeigte sich schnell unser Irrtum beim herumdrehen des ersten Fruchtkörpers. Ein Haarschleierling (Cortinarius spec.) unter Eichen. Letztendlich blieb ungeklärt, um welche Art es sich handelt.

Auffällig sind die breiten, entfernt stehenden, weißschneidigen Lamellen.

Weniger Kopfzerbrechen bereitete uns die Hochgerippte Becherlorchel (Helvella acetabulum).

Aber gleich bei der nächsten Aufsammlung wurde es wieder kriminell. Noch ein Vertreter aus der Gattung Cortinarius und dazu noch mit relativ unscheinbaren Merkmalen.

Möglich wäre ein Vertreter der Hautköpfe, eventuell auch Gürtelfüße.

Wir haben den nahezu menschenleeren Ostsee – Strand erreicht.

Dank der ganzjährig hohen Luftfeuchtigkeit fühlen sich Judasohren (Hirneola auricula – judae) hier sichtlich wohl.

An totem Laubholz ein Sklerotien – Stielporling (Polyporus tuberaster).

Phillipp hat den nächsten Fund entdeckt. Wieder an totem Laubholz.

Nahezu die gesamte Unterseite des alten Holzknüppels war von braunem Filz überzogen. Dieser Myzel – Filz wird Ozonium genannt und aus ihm sprießen die Haus – Tintlinge (Coprinus domesticus).

Ebenfalls auf am Waldboden liegendem Moderholz wuchsen diese Schlauchpilze. Es dürfte sich, auch nach Christopher Engelhardts mikroskopischer Untersuchung, um Riesenbecherlinge (Peziza varia) im weiteren Sinne handeln.

An noch stehender Pappel und dessen Rinde der Violette Knorpelschichtpilz (Chondrosteruem purpureum).

Zunächst als Frühlings – Mürbling angesprochen, störte mich aber etwas an dieser Kollektion. Besonders die Lamellenfarbe erinnerte mich an den Aschgraublättrigen Mürbling (Psathyrella tephrophylla), den ich bei dieser Aufsammlung für wahrscheinlicher halte. Siehe Pilzkompendium E. Ludwig, Bd.2 – 98.71.

Ein nach frischen Gurken riechender Schuppiger Stielporling (Polyporus squamosus).

Etwas Zwiespältig kommen diese Dachpilze daher. Sie wiesen Rettich – Geruch auf und wir haben sie, trotz der Grauanteile im Hut, zu den Rehbraunen Dachpilzen (Pluteus atricapillus) gestellt.

Gemeine Trompetenschnitzlinge (Tubaria furfuracea) nach einer Mineralwasser – Dusche. Wie ein Chameleon ändern sie ihre Färbung in Bruchteilen von Sekunden vom aus ausgeblichenen weißlich in ihre bräunliche Ursprungsfarbe.

Diese fleischfarben sporenden Blätterpilze haben wir als Graubraune Dachpilze (Pluteus cinereofuscus) bestimmen können.

Schließlich artete unsere Kartierungsexkursion noch in eine Sammelaktion aus, als wir den vor etwa 15 Jahren von Irena entdeckten Hexenring von Maipilzen wiederfanden. Ich hatte ihn einige Jahre aus den Augen verloren. Mit 15 – 20 Metern im Durchmesser ist er der umfänglichste Hexenring von Maipilzen, den ich bisher zu Gesicht bekommen habe. Zu den beiden Vertretern dürfen mindestens noch 2 Nullen angehängt werden.

Glimmer – Tintlinge (Coprinus micaceus) brechen durch die Rinde eines liegenden Baumes. Das ist eher ungewöhnlich. Kennen wir die Pilze doch sonst um Stubben herum.

Ruhig liegt die Ostsee am Abend des 19. Mai 2021 – Die Ruhe vor dem Sturm?

Christopher Engelhardt hat uns diesen Gras – Schaftpilz (Epichloe typhina) näher gebracht. Bei der Beschäftigung mit Phytoparasiten ist Kräuterkunde vorauszusetzen. So muss hier auch die Grasart bekannt sein, um den Pilze richtig zuzuordnen.

Beim Giersch ist es schon etwas einfacher: Giersch – Rost (Puccinia aeogopodii). Foto und Bestimmung Chris Engelhardt.

Und das Beste zum Schluss. Zwar kein Pilz aber Chris war von diesem flatterhaften Gesellen absolut angetan. Der Bergahorn – Samenwickler (Pammene regiana).

Dieser Schnappschuss ist Chris Engelhardt nicht ganz nebenbei gelungen. Er zeigt einen Sandregenpfeifer (Charadrius hiaticula). Chris schreibt dazu: Der Sandregenpfeifer brütet bei uns an flachen Stränden mit kleinen Steinen; bei uns ist er gefährdet, da man seine Eier zwischen den Steinen am Strand kaum sieht und er daher für Störungen wie z. B. touristische Nutzung der Strände sehr anfällig ist.

Eine Schauerlinie naht am westlichen Horizont. Zeit zum Ende zu kommen.

Der Korb ist gut gefüllt. Maipilze vom feinsten!

Im letzten Sonnenlicht noch schnell ein Erinnerungsfoto, inszeniert von Chris Engelhardt, rechts im Bild.


Hier die Artenliste von MTB 1934/4 – Park und Küstenwald der Insel Poel: Heu – Düngerling, Grünblättriger Schwefelkopf, Maipilz, Hochgerippte Becherlorchel, Judasohr, Giersch – Rost, Orangefarbenes Brennnesselbecherchen, Zugespitzter Kugelpilz, Schmetterlings – Tramete, Striegeliger Schichtpilz, Blattstiel – Spaltbecherling, Riesenbovist, Vielgestaltige Holzkeule, Bovistähnlicher Schleimpilz, Scharbockskraut – Rostpilz, Flacher Lackporling, Warziger Drüsling, Sklerotien – Porling, Rehbrauner Dachpilz, Blutmilchpilz, Glimmer – Tintling, Geweihförmiger Schleimpilz, Geweihförmige Holzkeule, Angebrannter Rauchporling, Riesen – Becherling, Violetter Knorpelschichtpilz, Schuppiger Stielporling, Gemeiner Trompetenschnitzling, Graubrauner Dachpilz, Aschgraublättriger – Mürbling und Gras – Schaftpilz.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine! 

15. Mai 2020 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Grünlings

Es ging durch den Wald Moltow/Schimm

Aufgrund der aktuellen Corona – Kontaktbeschränkungen durfte nur ein weiterer Pilzfreund daran teilnehmen

Das Waldgebiet zwischen Schimm, Moltow und Jesendorf/Ventschow war in früheren Zeiten eines meiner häufig besuchten Reviere. Auch öffentliche Wanderungen führten bereits hier her. Der schwere Boden, den wir im Bereich Schimm vorfinden, geht im Verlauf in Richtung Jesendorf in Sanderflächen über und dort wird auch seit vielen Jahren massiv Kies abgebaut. An klassischen Frühlingspilzen war heute leider kaum etwas im Angebot, obwohl ich hier durchaus auch schon Maipilze gefunden habe. Trotz allem war es herrlich in der erwachenden Frühlingsnatur unterwegs zu sein.

Getrübt wurde unsere Wanderung allerdings von einem unvernünftigen Menschen, der seine zwei großen Hunde im Revier wildern ließ. Sie hetzten beispielsweise Rehwild und stellten schließlich auch uns als Beute für Herrchen sicher. Es zeigte sich, dass er seine Vierbeiner nicht unter Kontrolle hatte, den zumindest einer seiner Hunde reagierte auf Zuruf nicht und verbellte uns in aggressiver Weise. Ein klarer Verstoß hinsichtlich des Mitführens von Hunden in unseren Wäldern! Dabei versuchte er uns den Schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben, weil wir angeblich unerlaubt im Privatwald unterwegs wären und die Wege verlassen hätten. Liebe Pilzfreunde, es spielt keine Rolle, ob ihr im Landesforst oder im Privatwald unterwegs seit. Niemand darf euch verbieten die Waldwege auf der Suche nach Pilzen, Beeren oder aus welchem Grund auch immer, zu verlassen. Es gibt natürlich auch Ausnahmen: Betreten des Waldes mit Hund in M-V   

Für die Natur ist dieser feuchte und unterkühlte Mai eine Wohltat. Es grünt und blüht aller Orten.

Eine recht ungewöhnliche Konstellation!

Der Laubwald hat endlich sein grünes Kleid angezogen.

Unter eingestreuten Kiefern ein Bitterer Zapfenrübling (Strobilurus tenacellus).

Teils etwas mitgenommene Haus – Tintlinge (Coprinus domesticus) mit Ozonium.

Ozonium ist ein brauner Myzelfilz bei Tintlingen, insbesondere auch typisch für den Haus – Tintling.

Diese Blätterpilze dürften der Gattung Conocybe (Samthäubchen) angehörig sein. Genaueres nur unter dem Mikroskop.

Frischer Zuwachs beim Brandkrustenpilz (Hypoxylon deustum).

Eine neue Waldgeneration wächst heran. Man beachte, auch Fichten sind dabei!

Klimasichere Mischwälder sind das Ziel.

Das feuchtkühle Klima der letzten Tage hat die Gallertpilze wieder zum Leben erweckt. Stoppliger Drüsling (Exidia truncata).

Da möchte man doch gerne mal Schwein sein.

Dieser Zunderschwamm (Fomes fomentarius) wird von Algen besiedelt.

Die Reihige Tramete (Antrodia serialis) finden wir an Fichtenholz.

Weniger spezialisiert ist der Bovistähnliche Schleimpilz (Reticularia lycoperdon). Hautsache Holz, bevorzugt jedoch Laubholz.

Spezialisierter kommt da schon wieder die Rotbraune Kohlenbeere (Hypoxylon fuscum) daher. Sie liebt Hasel!

Ein wirklich schöner Wald. Besonders auch im Frühling.

Judasohr (Hirneola auricula – judae).

Warziger Drüsling (Exidia plana). Das feuchte Novemberwetter der Vortage machte es möglich.

Beeindruckende Ausdehnung der Großporigen Datronie (Datronia mollis).

Datronia mollis.

Rotrandige Baumschwämme (Fomitopsis pinicola).

Auf ihrer feuchtkühlen Unterseite fühlten sich Springschwänze heute besonders wohl.

Ein plätscherndes Bächlein sucht sich seinen Weg durch `s Gehölz.

Schwer zu entziffern, die Hieroglyphen des Buchdruckers.

Ein Buchenwald – Wasserfuß (Hydropus subalpinus) schiebt sich durchs feuchte Buchenlaub an die Frühlingsluft.

Er ähnelt ein wenig einer Miniaturausgabe des Wurzel – Schleimrüblings, ohne jedoch schleimig auf dem Hut zu sein. Wurzeln kann jedoch auch er.

An berindeten Ästen und Stämmen toter Rotbuchen findet sich häufig die Rötliche Kohlenbeere (Hypoxylon fragiforme).

Geotropismus beim Echten Zunderschwamm (Fomes fomentarius).

Ein Mürbling (Psathyrella spec.).

Junge Ahorn – Holzkeule (Xylaria longipes).

Und noch ein Vertreter aus der Ecke „Wackelpudding“ – Zerfließende Gallertträne (Dacrymyces stillatus).

Ein giftiger Schwarzblauer Ölkäfer (Meloe proscorabaeus) auf Wanderschaft. Insekt des Jahres 2020. Schmarotzt in Nestern von Wildbienen. Ist Heilmittel, Liebestrank und Mordwerkzeug zu gleich. Potenzsteigerung mit fatalen Folgen durch sein Reizgift Cantharidin!

Es geht dem Ende entgegen. Auch ohne Cantharidin!

Der Kreis schließt sich.

Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

12. Mai 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion am Rethmoor

Auch für interessierte Gäste

Sie führte in das MTB 1934/3 – Kaltenhof

Die Topographische Karte (Messtichblatt/MTB) 1934 = Kaltenhof, im Maßstab 1:25 000, war an der Reihe. Der Ort Kaltenhof liegt auf der Ostseeinsel Poel, in der Wismar Bucht. Etwa 80 % des MTB besteht aus Ostsee, so dass nach der Vierteilung der Karte nur im 3. und 4. Quadranten Land zu finden ist. Heute ist es nur ein kleines Dreieck zwischen den Orten Timmendorf und Schwarzer Busch gewesen. Hier kam für uns ein relativ kleiner Streifen des schmalen, bewaldeten Küstensaums in frage, einschließlich des Rehtmoors als östliche Begrenzung. Für eine Frühlingsexkursion genau das richtige, denn selbst Morcheln können neben Schild- und Blassen Pflaumenrötlingen sowie Maipilzen hier beheimatet sein. Morcheln und Blasse Pflaum – Rötlinge konnten wir nicht ausmachen, aber dennoch war es eine frischpilzreiche Frühlingsexkursion. Neben meiner Wenigkeit war noch ein Pilz- und Naturfreund aus Rostock mit dabei.

Info – Tafel zur Insel Poel.

Küstenwanderweg und Eingang zum Rethmoor, dem Beginn unseres Kartierungsgebietes von Schwarzen Busch aus.

Das Rehtmoor.

Die ersten Entdeckungen ließen nicht lange auf sich warten. Die Witterungsbedingungen sind derzeit Ideal für unsere Pilzflora.

Es waren junge Frühlings – Ackerlinge (Agrocybe praecox). Sie sollten sich bald zum Massenpilz mausern.

Mit speziell ausgeklügelter Technik wird ein junger Ackerling für den weißen Hintergrund auf einer Schautafel in Szene gesetzt.

Zahlreiche Pflaumen – Feuerschwämme (Phellinus tuberculosus) an Prunus spinosa.

Junge Schopf – Tintlinge (Coprinus comatus) direkt neben dem Wanderweg.

Durch die jüngsten Regenfälle wieder zum Leben erweckt, der Warzige Drüsling (Exidia plana).

Zwischen Rindenmulch, längst des Wanderweges, eine Gruppe auffälliger Mürblinge. Auffällig für den Kenner dieser Gattung sind die rötlichen Tönungen der Pilze. Es handelt sich um den Purpurbraunen Faserling (Psathyrella bipellis). Eine in M-V und auch im Bundesgebiet recht selten nachgewiesene Art. Einzig um Berlin herum häufen sich Fundmeldungen. Möglicherweise durch Aktivitäten von Erhardt Ludwig, der die Art im Pilzkompendium auch gut abgebildet und beschreiben hat.

Etwas mitgenommen zeigt sich dieser Gelbstielige Dachpilz (Pluteus romellii).

Immer wieder eröffnen sich Seeblicke an diesem graublauen Frühlingstag.

Die erste Welle der Behangenen Faserlinge (Psathyrella candolleana) rollt an. Der zarte, aber oft in großen Mengen auf Holzresten wachsende Mürbling soll als Suppenpilz ganz vorzüglich munden.

Von diesem, oft büschellig wachsenden Tintling aus der Gruppe um den Glimmer – Tintling, gibt es bisher nur sehr wenige Nachweise in M-V. Auch im übrigen Deutschland, laut Verbreitungskarte der DGfM, nur recht wenig nachgewiesen. Handelt es sich um einen seltener Tintling, oder wird der Delinquent nur oft nicht erkannt? Rauhsporiger Büschel – Tintling (Coprinellus deliquescens).

Frühlings- oder Voreilende Ackerlinge (Agrocybe praecox) wuchsen auf Rindenmulch nun inselweise in großen Mengen und in allen Entwicklungsstadien. Da die Pilze essbar sind, sammelte ich reichlich von ihnen ein, um sie einem Geschmackstest zu unterziehen, der durchaus befriedigend ausfiel.

Bitte keine Missverständnisse, falls die Hüte der Voreilenden Ackerlinge (Agrocybe praecox) einmal witterungsbedingt rissig – schollig aufgeplatzt sind. Rissige Ackerlinge sind viel heller, ja weiß gefärbt.

Unter Rosengewächsen erscheint nun einer unserer besten Speisepilze, der Schild – Rötling (Entoloma clypeatum).

An den Sandstränden herrscht noch Ruhe vor dem Nach – Corona – Ansturm.

Die Schwäne genießen die Ruhe!

Das feuchte Wetter hat auch die Judasohren (Hirneola auricula – judae) wieder aufleben lassen.

An Laubholz – Stubben ein Allerweltspilz, der auf den bürgerlichen Namen Grünblättriger Schwefelkopf) Hypholoma fasciculare) hört. Giftig!

Die häufigen Regenfälle der letzten Zeit haben auch die Zerfließende Gallertträne (Dacrymyces stillatus) auf den Plan gerufen.

Handelt es sich bei diesem Fund um die Riesen – Gallertträne (Dacrymyces chrysospermus)? Dann wäre es der Erstnachweis dieser Art für Mecklenburg – Vorpommern. Auch im Rest Deutschlands bisher nur wenig nachgewiesen.

Zusammenfließende Kohlenbeere (Hypoxylon cohaerens).

Vielgestaltige Kohlenbeere (Hypoxylon multiforme).

Überständige Rehbraune Dachpilze (Pluteus atricapillus). Sie gehören zu den Freiblättlern.

Schuppige Porlinge (Polyporus squamosus) waren immer mal an totem Laubholz dabei und auch in allen Altersstadien.

An einem Ahorn – Stubben erblicken junge Ahorn – Holzkeulen (Xylaria longipes) das Licht der Welt.

Noch recht gut erhaltene Halskrausen – Erdsterne (Geastrum triplex) aus dem letzten Herbst.

Ebenfalls in einem, noch fotogenen Zustand, befinden sich diese Rötenden Trameten (Daedaleopsis confragosa).

Nicht nur an Eichenholz findet sich ganzjährig der Eichen- oder Herbe Zwergknäuling (Panellus stypticus).

Ein junger Rehbock hat uns noch nicht gewittert.

In der Grasnarbe des Wanderweges ein Halbkugeliger Ackerling (Agrocybe semiorbicularis).

Zwischen mulmigen Holzresten im Waldboden ein Haus – Tintling (Coprinus domesticus).

Maipilze (Calocybe gambosa) waren erwartungsgemäß zahlreich im Angebot und luden zum Sammeln ein.

Frühlings – Glockenschüpplinge (Conocybe aporos) waren recht gesellig dabei.

Hier wird ein Schuppiger Porling vor weißem Hintergrund in Szene gesetzt.

Das Stativ ist mit einem beweglichen Halterungsarm ausgestattet und ein Taschenmesser tut das Übrige.

Auch der Kochtopfmykologe war am Ende zufrieden.


Hier die Artenliste von MTB: 1934/3 – Küstenwald Insel Poel: Frühlings – Ackerling, Orangefarbenes Brennnesselbecherchen, Zugespitzter Kugelpilz, Pflaumen – Feuerschwamm, Schopf – Tintling, Frühlings – Mürbling, Goldmistpilz, Warziger Drüsling, Samtfuß – Winterpilz, Judasohr, Grünblättriger Schwefelkopf, Holunder – Rindenschichtpilz, Zerfließende Gallertträne, Brandkrustenpilz, Maipilz, Schuppiger Porling, Riesenbovist, Glimmer – Tintling, Vielgestaltige Kohlenbeere, Rehbrauner Dachpilz, Geweihförmige Holzkeule, Goldgelber Zitterling, Ahorn – Holzkeule, Halskrausen – Erdstern, Rötende Tramete, Eichen – Zwergknäuling, Halbkugeliger Ackerling, Haus – Tintling, Schild – Rötling, Frühlings – Glockenschüppling, Bovistähnlicher Schleimpilz, Buckel – Tramete, Striegeliger Schichtpilz, Büschelliger Rauhspor – Tintling, Purpurbrauner Faserling und Zusammenfließende Kohlenbeere.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

05. Mai 2021 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Beckerwitz

Es ging in den 4. Quadranten von MTB 2033 = Boltenhagen

Zum letzten mal führte uns eine Mittwochsexkursion in das Messtischblatt Boltenhagen. Insgesamt ist das MTB sehr waldarm, so dass besonders im 4. Quadranten höchstens kleinste Waldinseln vorzufinden sind. Grund ist der überaus gute Boden dieser Region, so dass die ursprünglichen Waldflächen der Landwirtschaft weichen mussten. So nutzten wir zu unserer Exkursion den bewaldeten Küstensaum an der Wohlenberger Wiek, zwischen den Campingplätzen „Liebeslaube“ und Beckerwitz.

Besser konnte der Termin für eine Küstenwanderung an der Wohlenberger Wiek kaum gewählt sein, denn Frühlingspilze, allen voran der beliebte Maipilz, sind hier zu hause. Während einer Mittwochsexkursion vor wenigen Jahren konnte ich in dem Gebiet, es war Sommer, zwar keine Maipilze mehr ausfindig machen, dafür mehrere Stellen des Würzigen Tellerlings. Eine Pilzart, die nicht nur optisch dem Maipilz ähnelt, sondern auch gerne dort anzutreffen ist, wo auch der Mairitterling sein zuhause hat. Zwar gab es an diesen Stellen keine Maipilze, aber finden konnten wir sie selbstverständlich trotzdem. Wir, das war außer meiner Wenigkeit, noch unser Pilz- und Vereinsmitglied Phillip Müller. Nur das Wetter meinte es nicht so gut mit uns. Es stürmte und regnete. Aber für uns Nordlichter kein Problem. Gerade auch bei diesem Wetter hat die Ostseeküste ihren ganz besonderen, herben Charm. 

Wir starteten an der „Liebeslaube“.

Myxomyceten eröffneten neben einigen Allerweltsporlingen den Reigen der heutigen Artenliste. Blutmilchpilz (Lycogala epidendron).

Extremer Lebensraum. Diese Weiden wurzeln nahezu oberirdisch.

Großfamilie „Strubbelpeter“.

Dunkle Wolkenwalzen rauschen heran!

Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola).

Wir erreichen den Küstenwald. In diesem Bereich nichts weiter wie eine schmale Baum – Allee.

Ein Relikt des vergangenen Winters. Samtfuß – Winterpilz (Flammulina velutipes).

Auf organischen Abfallstoffen findet sich mitunter in großen Mengen der Blasige Becherling (Peziza vesiculosa).

In zahlreichen Pulks bevölkern diese Becherlinge hier den Waldboden.

Sie quetschen sich teils so dicht aneinander, dass ihre, an sich blasenförmige Gestalt, deformiert wird – Peziza vesiculosa.

So sollten diese zwar essbaren, aber wenig empfehlenswerten Schlauchpilze eigentlich aussehen.

Zahlreiche Hutpilze leuchten gelbbräunlich im frischen grün.

Es sind giftige Grünblättrige Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare). Sie gehören zu den Dunkelsporern.

Diese Exemplare der selben Art waren zuvor dem trockenen Wind ausgesetzt. Ihre Außenhaut verhärtet sich, ist bei weiterer Streckung des Pilzes nicht mehr elastisch genug und die Hutränder biegen sich nach oben und reißen auf.

Pflaumen – Feuerschwamm (Phellinus tuberculosus) an Prunus spinosa.

Sehr ähnlich kommt der Sanddorn – Feuerschwamm (Phellinus hippophaecola) daher. Man beachte das Substrat!

Ganz versteckt in frischem grün konnte Phillip diese tolle Entdeckung machen. Fingerhut – Verpel (Verpa conica). Für ein Foto habe ich den Fruchtkörper etwas standortversetzt.

Und noch etwas näher heran gezoomt, offenbart sich die Schönheit und Eleganz des Fruchtkörpers noch etwas deutlicher.

Das feuchte Wetter hat sie wieder zum Leben erweckt, die Judasohren (Hirneola auricula – judae).

Häutiger Lederfältling (Byssomerulius corium).

Eine Frühlingsexkursion im Küstenwald. Da darf der Maipilz (Calocybe gambosa) natürlich nicht fehlen.

Sturmwolken über der Wohlenberger Wiek. Das war ab jetzt nur noch etwas für Hartgesottene!

Regenschleier nähern sich dem Strand und der Wind erreicht volle Sturmstärke. Zum Glück sind die Bäume noch nicht belaubt!

Phillip stemmt sich dem Wind entgegen.

Der windflüchtende Kiefernkopf oberhalb der Steilküste begrenzt unseren Quadranten. Wir wollten ihn noch mitnehmen, da es der einzige Nadelwald im Kartierungsgebiet ist.

Und tatsächlich konnte Phillip noch eine Art entdecken, die wir auch nur hier finden konnten. Den Bitteren Nagelschwamm (Strobilurus tennacellus).


Hier die Artenliste von MTB 2033/4 – Wohlenberger Wiek: Schmetterlings – Tramete, Blutmilchpilz, Orangefarbenes Brennnesselbecherchen, Zugespitzter Kugelpilz, Sanddorn – Feuerschwamm, Rotrandiger Baumschwamm, Gemeiner Violettporling, Judasohr, Löwengelber Stielporling, Austern – Seitling, Samtfuß – Winterrübling, Blasenförmiger Becherling, Grünblättriger Schwefelkopf, Pflaumen – Feuerschwamm, Fingerhut – Verpel, Lederig – häutiger Fältling, Maipilz, Gemeiner Spaltblättling, Flacher Lackporling, Bovistähnlicher Schleimpilz, Angebrannter Rauchporling, Warziger Drüsling, Rötende Tramete und Bitterer Zapfenrübling.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

01. Mai 2021 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Grünlings

Sie führte durch die Mordkuhle

Wir haben den Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse heute nicht traditionell mit einer Mai – Kundgebung oder Demonstration begangen, sondern ganz entspannt und losgelöst von Kampfparolen den ergrünenden Frühlingswald auf der Suche nach möglichen Großpilzen des Frühjahrs durchwandert. Auch der befürchtete Mord- und Totschlag im Waldgebiet namens Mordkuhle blieb glücklicherweise aus. Es handelt sich um Laub- und Nadelwald/Forst, durch den sich auch ein kleines Flüsschen namens  Teufelsbach schlängelt. Flankiert wird dieser beispielsweise auch vom Burgberg und einem Blocksberg. Nun möchte man meinen, wir befänden uns im Harz, wo Teufel und Hexen ihr Unwesen treiben b. z. w. in der vergangenen Nacht, der Walpurgisnacht, trieben. Aber weit gefehlt, wir befinden uns im tiefsten Mecklenburg. Wer weiß, vielleicht ist es ja ein Außenstützpunkt dieser Märchengestalten. Aber heute war von ihnen nichts zu bemerken. Ich denke, sie befanden sich noch im Harz, denn in der vergangenen Nacht hatten sie dort ihren großen Auftritt. Hoffentlich haben sie sich an die aktuell geltenden Corona – Regeln gehalten. Auch mögliche Mordgesellen waren weit und breit nicht auszumachen. Aber Spaß bei Seite. Wir ließen uns weder von Hexen, Teufeln und Mordbuben einschüchtern und wollten schauen, ob der Wald für uns aus pilztechnischer Sicht etwas zu bieten hat. Ob er uns vielleicht mit Morcheln und Maipilzen beglücken und verzaubern kann. Aber leider Fehlanzeige! Frischpilze gab es kaum, aber dennoch waren wir vom abwechslungsreich strukturierten und hügeligen Privatwaldrevier angenehm überrascht. 

Ein Birken – Zungenporling (Piptoporus betulinus) an einem tot (ermordet?) auf dem Waldboden liegenden Birkenstamm.

Während der Birkenporling ausschließlich Birkenholz besiedelt, ist die Rötende Tramete (Daedaleopsis confragosa) weniger wählerisch und nimmt mit verschiedenen Laubhölzern vorlieb. Birkenholz gehört aber zu ihren Lieblingsspeisen.

Dafür hält sich der beliebte Schiefe Schillerporling (Inonnotus obliquus), auch Chaga genannt, wieder nahezu ausschließlich an die Birke.

Einen weiteren Spezialisten sehen wir hier. Er steht auf harziges Nadelholz der Kiefer. Unförmiger Weichporling (Skeletocutis amorpha).

Etwas irreführend ist sowohl die deutsche, wie auch die wissenschaftliche Bezeichnung dieses Porlings namens Birken – Blättling (Lenzites betulinus). Neben totem Birkenholz finden wir ihn, so wie hier, mit besonderer Vorliebe an Buchenstümpfen.

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus. Erste Buchen beginnen damit, sich zu begrünen.

Mitten in der Grasnarbe eines Waldweges ein „echter Pilz“ mit Hut und Stiel.

Ein Blätterpilz, bei dem der Stiel oft etwas kurz geraten ist. Der Kurzstielige Weichritterling (Melanoleuca brevipes). Essbar.

Um und auf einem alten, bemoosten Stubben, fanden sich einige, wenige Exemplare des Glimmer – Tintlings (Coprinus micaceus). Nach einem Massenvorkommen auf unserer Pilzwanderung im Schildetal vor zwei Wochen, wurde er von einem unserer Pilzfreunde einem Geschmackstest unterzogen. Ergebnis: vorzüglich, aber ohne Alkohol!

Altfichteninsel im hügeligen Gelände.

Buchenbereich unweit des Teufelsbachs.

Auch hier sind in den letzten Jahren aufgrund des Wassermangels insbesondere höher gelegene Fichtenbereiche vertrocknet und daher gerodet worden. Wir trafen zufällig den Förster des Waldes und er erklärte uns, dass in seinem Wald die Fichte auch in Zukunft eine Chance bekommt. Schonung mit verschiedenen Nadelbäumen (Fichte, Kiefer, Lärche).

Hier wurde der Wald nur ausgedünnt. Vielleicht soll sich natürlicher Aufwuchs einstellen.

Frischer Brandfladen (Hypoxylon deustum) auf einem alten Baumstumpf.

Zwischen jung und alt.

Im Moor am Teufelsbach.

Echter Zunderschwamm (Fomes fomentarius) an Moorbirke.

Wunderbares Moorgelände, aber für Morcheln leider zu torfig!

Dafür fühlt sich am vielen, toten Birkenholz, neben dem Zunderschwamm, auch der Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) so richtig wohl.

Der Teufelsbach.

Baumleiche besetzt mit Striegeligen Trameten)

Zahlreiche Ansitze lassen eine hohe Wilddichte vermuten.

Ein Hauch von Mittelgebirge. Der Harz lässt grüßen!

Mordkuhle oder Schweinesuhle? – Sicher beides, denn ein Hochstand ist genau davor postiert. Der Jäger weiß, wo sich das Schwarzwild sauwohl fühlt und dabei Leib und Leben riskiert,  ermordet werden kann. Schweinesuhle und Mordkuhle!

Waldwiese am Teufelsbach.

Moosreicher Nadelwald – Hügel. Vormerken für die Maronen – Saison!

Hier darf der Pilzsucher nicht hinein. Aufforstungsflächen dürfen erst betreten werden, wenn die Jungbäume eine Höhe von 4 Metern erreicht haben!

Der Regen vom Vortag hat den Goldgelben Zitterling (Tremella mesenterica) wieder zum Leben erweckt.

Wir verabschieden uns von der Mordkuhle, wenige Kilometer südöstlich von Crivitz. Ein sehr schönes Fleckchen mecklenburgischer Natur!

Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!


28. April 2021 – Kartierungsexkursion am Mittwoch

Mittwochsexkursion durch den Wolfsbruch

Auch für interessierte Gäste

Es ging in den MTB – Quadranten 2033/3 = Boltenhagen

Im dritten Quadranten des Messtischblattes Boltenhagen finden sich einzelne, kleinere Wälder, die für unsere Mittwochsexkursion in Betracht kamen.  Da wäre beispielsweise der Wald westlich Thorstorf zu nennen. Hier war ich schon vor einiger Zeit im Rahmen der Mittwochsexkursionen im damals trockenen Sommer 2018 unterwegs und auch eine durchaus ergiebige öffentliche Lehrwanderung führte schon mal im Spätherbst hier her. Sogar in Begleitung von Wismar – TV. Weitere, kleine Waldbereiche finden sich südlich von Klütz. Eines davon trägt die Bezeichnung Wolfsbruch. Ob der Wolf hier angesichts seiner weiteren Ausbreitung zuhause ist, kann ich nicht sagen. Wir haben ihn nicht gesehen. Wir, das waren zwei Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. Das Wetter zeigte sich von seiner schönen Seite und es war sogar mit 13/14 Grad der wärmste Tag der Woche. Das überschaubare Waldgebiet ist im inneren teils mit intaktem Erlenbruch versehen und umrandet mit trockeneren Laubwäldern. Vom Termin her konnten wir kaum einen besseren Zeitpunkt für diese Frühlingsexkursion ausgewählt haben. Der Waldboden war über weite Strecken ein Blütenmeer und das sonnige Wetter trug seinen Teil für diesen positiven Eindruck bei. Das Angebot an Frischpilzen hielt sich zwar in Grenzen, wer es jedoch auch auf eine Pilzmahlzeit abgesehen hätte, wäre nicht enttäuscht worden. Zwar keine luxuriösen Morcheln, aber dafür frische, zartfleischige Schuppige Porlinge. Hier einige Impressionen von heute:

Runzliger Schichtpilz (Stereum rogosum).

Die schwarzen Strukturen auf dem Baumstumpf werden vom Tintenstrichpilz (Bispora antennata) hervorgerufen.

Weite Poren sind kennzeichnend für den Winter – Stielporling (Polyporus brumalis).

Der nah verwandte Mai – Stielporling (Polyporus lepideus) besitzt viel engere Porenöffnungen. Beide Arten wuchsen am selben Stubben.

Anemonen – Becherling (Dumontinia tuberosa). Foto: Christopher Engelhardt.

Diese Schlauchpilze parasitieren Buschwindröschen und wachsen aus einen sogenannten Sklerotium (verhärtete Dauerform des Pilzes) heraus.

Der Wald ist noch unbelaubt und lässt viel Sonnenlicht durch. Aufgrund des unterkühlten April – Wetters können sich die Frühblüher in diesem Jahr viel Zeit lassen und dadurch nicht nur die Insekten, sondern auch den Waldspaziergänger erfreuen.

Hohe – Schlüsselblume (Primula elatior).

Der Silberfleck (Phlyctis argena) reagiert auf KOH mit einer rötlichen Verfärbung. Eine häufige Flechte an den Stämmen von glattberindeten Bäumen.

Zahlreiche Birnen – Stäublinge (Lycoperdon pyriforme) aus dem letzten Herbst fanden sich um und an alten Baumstümpfen.

Dieser windgetrocknete Rehbraune Dachpilz (Pluteus atricapillus) gehört zu den Freiblättlern. Die Blätter stehen frei, erreichen nicht die Stielspitze.

Ein Phytoparasit an Rosengewächsen, der Rosenrost.

Dieses kleine Büschel Blätterpilze schob sich am Grunde eines alten Laubbaum – Stubbens empor und gab uns Rätsel auf.

Nur eines scheint klar zu sein. Es handelt sich um einen Vertreter der Gattung Agrocybe, zu deutsch Ackerling.

Im Zentrum des Wolfsbruchs befinden sich Feuchtbereiche.

Im Buchenbereich finden sich zahlreiche Baumstümpfe, die mit Porlingen besetzt sind. Hier ist es eine Buckel – Tramete (Trametes gibbosa).

Die Poren der Buckel – Tramete (Trametes gibbosa) sind sehr vielgestaltig und erinnern teilweise eher an Lamellen. Hier schien die Schöpfung sich nicht einig geworden zu sein, den Pilz mit Lamellen oder mit Poren auszustatten. Man einigte sich auf einen Mittelweg.

Auf der feuchten und dunklen Unterseite von totem Eichenholz findet sich ausnehmend häufig und oft in großen Mengen das Schneeweiße Haarbecherchen (Dasyscyphus niveus). Hier ist es bereits etwas vergilbt.

Die unterseiten feuchten Holzes lieben auch die Weichbecherchen der Gattung Mollisia. Foto: Chris Engelhardt.

Um die genaue Art festzustellen, müssen die kleinen Ascomyceten in der Regel mikroskopisch untersucht werden. Chris hat sich entsprechend Zeit genommen und ist beim Braungrauen Weichbecherchen (Mollisia olivaceocinerea) gelandet. Auch dieses Foto stammt von Christopher Engelhardt.

Und hier sehen die Vielgestaltige Kohlenbeere (Hypoxylon multiforme). Ein häufiger Pyrenomycet an toten Laubholzstämmen und Ästen. Foto und Bestimmung: Chris Engelhardt.

Eine recht häufige Art an toten Laubholzknüppeln und Ästen ist der Ablösende Rindenpilz (Cylindrobasidium evolvens).

Ja, und zum Schluss sogar noch etwas küchentaugliches. Junge Schuppige Stielporlinge (Polyporus squamosus).

Aus einem feucht liegenden Laubbaumstamm brachen etliche Fruchtkörper dieses jung essbaren Porlings heraus.

Beim fotografieren muss Einsatz gezeigt werden. Foto C. Engelhardt.

Mir fiel ein, dass ich mir eigentlich schon lange vorgenommen hatte, einige essbare Wald- und Wiesenpilze einem persönlichen Geschmackstest zu unterziehen und nahm deshalb einige Fruchtkörper mit.


Hier die Artenliste von MTB 2033/3 = Wolfsbruch: Brauner Scharbockskrautrost, Zugespitzter Kugelpilz, Orangefarbenes Brennnesselbecherchen, Striegeliger Schichtpilz, Runzliger Schichtpilz, Warziges Eckenscheibchen, Judasohr, Holunder – Rindenschichtpilz, Rotbrauner Borstenscheibling, Tintenstrichpilz, Winter – Stielporling, Mai – Stielporling, Anemonen – Becherling, Geweihförmige Holzkeule, Birnen – Stäubling, Schmetterlings – Tramete, Riesenporling (mumifiziert), Rehbrauner Dachpilz, Rosenrost, Eichen – Zystidenrindenpilz, Braungraues Weichbecherchen, Angebrannter Rauchporling, Birken – Zungenporling, Birken – Blättling, Buckel – Tramete, Striegelige Tramete, Schneeweißes Haarbecherchen, Echter Zunderschwamm, Schuppiger Stielporling, Ablösender Rindenpilz, Bovistähnlicher Schleimpilz und Ampfer – Rost.


Wir verabschieden uns vom Wolfsbruch am 28. April 2021.

Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

25. April 2021 – Vereinsexkursion der Pilzfreunde

Vereins- und Kartierungsexkursion

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Ziel war die bewaldete Umgebung bei Gamehl

Die erste Vereinsexkursion des Jahres 2021 führte heute durch die Feuchtwälder südlich der Ortschaft Gamehl. Wir entfernten uns also nicht weit von der Hansestadt Wismar. Noch war die Vegetation nicht besonders üppig ausgebildet, welches an möglichen Morchel – Standorten später oft der Fall ist. Es handelt sich also größtenteils um Bruchwaldgesellschaften und die können bezüglich dieser beliebten Schlauchpilze manchmal eine gute Adresse sein. Es wechseln sich Erlen – Ufergehölze, Eschenbereiche, Perlgras – Buchenwald und weitere Erlenbestände ab. Das Gebiet liegt in einer Grundmoränenlandschaft. Ein stark mäandernder Bachlauf hat hier ein kleines Kerbtal erschaffen, das weitgehend naturbelassen daher kommt. Am Bachrand gibt es einige Sickerquellen. Die Bodenverhältnisse sind großflächig lehmig, mit einigen Sand-, Kies und Schlammbereichen. Die Pflanzenkartierung durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie des Landes Mecklenburg – Vorpommern ergab hier als Rote Liste Art den Sumpf – Pippau. Auch wir, ein junges Vereinsmitglied und meine Wenigkeit (Reinhold Krakow), haben heute ein wenig in Bezug auf Großpilze kartiert, aber das Ergebnis hielt sich sehr in Grenzen und Rote Liste Arten konnten wir keine entdecken.

Den trockeneren Perlgras – Buchenwald dominieren zur Zeit große Teppiche blühender Buschwindröschen.

Vor etlichen Jahren war ich hier schon einmal unterwegs, konnte die beliebten Delikatessen namens Morcheln jedoch nicht ausfindig machen. Auch heute war unsere Nachsuche diesbezüglich nicht von Erfolg gekrönt. Das heißt also, es ist nicht gesichert, ob diese beliebten Schlauchpilze hier auch vorkommen.  Natürlich interessierten uns nicht nur Morcheln, sondern alles, was für uns in irgendeiner Form ansprechbar und dem Pilzreich zuzuordnen ist. Hier weitere Impressionen:

Ausgangs- und Endpunkt der Exkursion war das Schloss Gamehl. Der ehemalige Adelssitz der Familie von Stralendorf wird heute als Hotel genutzt.

Der kleine Schlosspark, mehr eine Schlosswiese.

Das Herrenhaus Gamehl aus einer anderen Perspektive.

Anscheinend künstlich angelegte Hügel oder Aufschüttungen, angrenzend an einer Wasserwirtschaftlichen Einrichtung, boten angesichts ihres Bewuchses einen ganz besonderen Anblick.

Nein, es sind keine Schopf – Tintlinge! Es handelt sich um den Acker –  Schachtelhalm (Equisetum arvense). Allzu fern steht er den Pilzen dann doch nicht, schließlich handelt es sich um ein sporenbildendes Gewächs. Die urtümliche Pflanze gilt als Heilkraut, Scheuermittel für Zinnoberflächen (Zinnkraut) und wird auch zu kosmetischen Zwecken verwendet.

Ein kleiner Schlossteich schließt sich an.

Natürlich der Vornehmheit wegen auch mit Flanierbrücke!

An dessen Rand Überreste einer einstmals mächtigen Buche, die inzwischen ein gefundenes Fressen für verschiedene Pilzarten geworden ist. Hier sind es die gezonten und bereits veralgten Konsolen der Schmetterlings – Tramete (Trametes versicolor).

Auch der Laubholz – Harzporling (Ischnoderma resinosum) lässt sich diesen Festschmaus nicht entgehen.

Genau so wenig wie der Angebrannte Rauchporling (Bjerkandera adusta).

Auch der Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) ist zu gegen.

Vor vielen Jahren gefallener Baumriese in der Finalphase der Vermorschung. Pilze haben ihren Teil dazu beigetragen.

Zwischen unzähligen Anemonen eine Insel mit Winter – Schachtelhalm.

Die Äste einer alten Robinie sind übervoll mit Gelbflechten besetzt.

Gewöhnliche Gelbflechte (Xanthoria parietina). Flechten sind Doppelwesen aus Pilz und Alge und werden in der Regel von Pilzen dominiert.

Naturnaher Waldbereich. Gefallene Bäume dürfen hier liegen bleiben und geben unzähligen Organismen eine Lebensgrundlage.

Mächtige Altbuchen oberhalb der Hangterrassen.

Das kleine Flüsschen mäandert immer wieder und schlägt beachtliche Schleifen.

Sehr Morchelverdächtig, aber leider eingezäunt.

Zum Schluss dann doch noch zwei Frischpilze: Frühlings – Mürbling (Psathyrella spadiceogrisea).

An altem, Schwarzen Holunder, luftgetrockene Judasohren (Hirneola auricula – judae).

Hochreichende Kaltluft (- 35 Grad in 5,5 Km Höhe) begünstigt im Zusammenspiel mit der Sonneneinstrahlung reichlich Konvektion. Für Schauer hat es leider nicht gereicht.

Wann startet die nächste Vereinsexkursion? – Siehe unter Termine!


21. April 2021 – Kartierungsexkursion am Mittwoch

Mittwochsexkursion an der Wohlenberger Wiek

Auch für interessierte Gäste

Es ging in das MTB 2033/2 – Hohen Wieschendorfer Huk

Der zweite Quadrant des Messtischblattes 2033 = Boltenhagen, besteht fast nur aus Ostseewasser. Da marine Pilze nicht zu meinem Spezialgebiet gehören, müssen wir mit den zwei Landzipfeln vorlieb nehmen, die von diesem Quadranten angeschnitten werden. Das heißt, eigentlich ist es nur einer, denn die bewaldete Halbinsel Tarnewitzer Huk ist größtenteils Sperrgebiet und steht außerdem unter Naturschutz. Naturschutzgebiet ist sie seit dem 21. Mai 1993 und insbesondere wegen ihrer Vorgeschichte auch weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. Sie wurde lange Zeit militärisch genutzt. Zunächst von der Wehrmacht und zu DDR – Zeiten war sie ein wichtiger Beobachtungsposten der Grenzbrigade Küste der Nationalen Volksarmee. Des Nachts wurden von hier aus große Abschnitte der Mecklenburger Bucht mit Scheinwerfern abgeleuchtet, um mögliche Fluchtversuche von DDR – Bürgern zu vereiteln. Möglicherweise sind hier auch noch militärische Altlasten vorhanden, die ein Sperrgebiet bis heute rechtfertigen. Die Halbinsel, die künstlich entstanden ist, zählt zum FFH – Gebiet und ist zudem als  Vogelschutzrevier ausgewiesen. Inzwischen hat sich hier eine weitgehend natürliche Waldgesellschaft entwickelt, die sicher auch für uns einiges zu bieten gehabt hätte. So blieb nur das kleine Dreieck der Hohen Wieschdorfer Huk, wobei hier auch nur der Westteil in den zu bearbeitenden Quadranten hinein gehört. Trotzdem starteten wir am Anleger bei Hohen Wieschendorf und kartierten somit auch den Ostteil dieser Halbinsel, wobei entsprechende Daten hier keine Berücksichtigung erlangen. 

Wilde Ostseeküste an der Nordspitze der Hohen Wieschendorfer Huk. Genau hier begann der heute zu bearbeitende Quadrant.

Uns blieb also nur ein kleiner Küstenabschnitt in der Nähe von Hohen Wieschendorf, in Höhe der Weihnachtsbaumplantage des Erdbeerhofes Glantz. Diese ist natürlich eingezäunt und darf nicht betreten werden. Wäre zumindest im Herbst sicherlich auch einen Besuch wert, aber wir müssen uns mit dem Küstenschutzstreifen begnügen. Immerhin durchaus eine gute Adresse für Frühlingspilze von Morchel bis Maipilz. Heute war von ihnen allerdings nichts zu sehen. Die Vegetationsentwicklung hinkt hier wegen der dauerkalten Aprilwitterung hinterher.

In einem küstennahen Birkenwäldchen mit reichlich Totholz gab es eine Reihe verschiedener, gern an Birkenholz wachsender Porlinge. Hier ist es ein Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola).

Und hier sehen wir den Birken – Zungenporling (Piptoporus betulinus).

Ein überdimensionales Verkehrsschild zeigt in Richtung Ostsee. Eine Hinweistafel gab uns zu verstehen, dass das Umfeld des Turmes bei Gewitter unbedingt zu meiden ist.

Ursprünglicher Ostseestrand. Ein Paradies für Naturliebhaber!

Schlechte Karten haben die Bäume an der Kliff – Kante. Ihre Tage scheinen gezählt.

Birkenwäldchen oberhalb der Steilküste.

Auffällige Myxomyceten an totem Laubholz.

Es handelt sich um den im April besonders häufigen Bovistähnlichen Schleimpilz (Reticularia lycoperdon).

Ein an Prunus spinosa (Schlehe) häufig zu beobachtender Porling, ist der Pflaumen – Feuerschwamm (Phellinus tuberculosus).

Dieser vom Sturm geworfene Baum (Pappel oder Weide) hat sich seiner veränderten Position angepasst und neue Triebe (Bäume) gebildet.

Flechten stellen das Bindeglied zwischen dem Pilz- und Pflanzenreich dar und werden in der Regel von Pilzen dominiert. Die Gewöhnliche Gelbflechte (Xanthoria parietina) bildet richtige Becherlings – Apothezien aus.

Immer wieder mäandert der Küsten – Wanderweg auch direkt dem Strand entgegen.

Zum Anbaden oder gar Sonnenbaden war das Wetter heute nicht gerade geeignet. Dunkle Wolken markieren den Aufzug einer Kaltfront. Es blieb aber trocken.

Schnurgerade führt uns der Weg weiter durch den Küstenwald.

Hier fand sich auch der Top – Fund der heutigen Exkursion, der Kastanienbraune Moschuskrautrost (Puccinia adoxae). Foto und Bestimmung: Christopher Engelhardt.

Immer wieder tolle Aus- und Anblicke – grandiose Natur!

In den sandig – lehmigen Küstenabbrüchen nisten im Sommer zahlreiche Uferschwalben und jagen Insekten.


Hier die kleine Artenliste vom MTB 2033/2 = Hohen Wieschendorfer Huk: Echter Zunderschwamm, Orangefarbiges Brennnesselbecherchen, Zugespitzter Kugelpilz, Birken – Zungenporling, Rotrandiger Baumschwamm, Schmetterlings – Tramete, Bovistähnlicher Schleimpilz, Samtiger Schichtpilz, Holunder – Rindenschichtpilz, Pflaumen – Feuerschwamm, Parasitierende Gelbflechte, Schwefelporling, Frühlings – Mürbling, Gemeiner Trompetenschnitzling, Kastanienbrauner Moschuskraut – Rost und Judasohr.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

17. April 2021 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Grünlings

Sie führte in die Gemeinde Schildetal

Die 2. Lehrwanderung des Jahres führte in die Gemeinde Schildetal, westlich der Landeshauptstadt Schwerin. Ich war hier vor einigen Jahren bereits im Rahmen der Mittwochsexkursionen unterwegs, aber eine vom Steinpilz – Wismar organisierte Lehrwanderung stellte für dieses Gebiet eine Prämiere dar. Das langgezogene Waldgebiet nördlich der Ortschaft Renzow wird von der L 05 im Osten und des Flüsschens Schilde im Westen begrenzt. An Frischpilzen waren vor allen Glimmer – Tintlinge, Frühlings – Mürblinge, Österreichische Kelchbecherlinge und giftige Frühjahrs – Lorcheln   vertreten. Das Wetter war bestens und die Corona – bedingt maximal möglichen fünf Teilnehmer erlebten eine wunderschöne Frühlingswanderung. Ein besonderes Dankeschön gilt unserem Pilzfreund Phillip Müller, der uns durch dieses landschaftlich sehr reizvolle Gebiet führte. Hier einige Impressionen:

Start- und Zielpunkt der Wanderung am Ortsausgang Renzow.

Ein alter Laubholz – Stubben am Wegesrand erweckte unser Interesse. Er war von zahlreichen Konsolen verschiedener Porlinge besetzt. Hier ist es die Striegelige Tramete (Trametes hirsuta).

Hier ein Fruchtkörper der Buckel – Tramete (Trametes gibbosa).

Ein offenes, fast schon parkartiges Waldareal.

Dort fanden sich auf totem Birkenstamm einige Fruchtkörper des Winter – Stielporlings (Polyporus brumalis). Aufgrund seiner zähfleischigen Konsistenz ungenießbar.

Auch dieser Tennisball fand sich auf einem alten Birkenstamm. Es ist ein kugeliges Exemplar des Birken – Zungenporlings (Piptoporus betulinus). Der Wuchsform wegen wohl eher Birken – Kugelporling.

So kennen wir ihn schon eher, den Birken – Zungenporling (Piptoporus betulinus).

Es geht hinunter in das Schildetal.

Das Blasige Eckenscheibchen (Diatrype bullata) findet sich dicht gedrängt an trockenen Ästen von Weide und Erle, besonders im Winter und Frühling.

Wir erreichen einen moosreichen Fichtenforst.

In Gedanken hoffte ich auf den Fund eines ganz speziellen, schwarzen Ascomyceten und es dauerte nicht lange, bis wir ihn tatsächlich fanden, den Glänzenden Schwarzborstling (Pseudoplectania nigrella.

Dieses Foto stammt vom Vorsitzenden des Rahnaer Pilzvereins, Torsten Richter, dem wir zufällig hier im Schildetal zusammen mit seiner Frau Katrin begegneten. Auch Torsten war begeistert von diesem Fund!

Und es kam noch besser. Niemand hatte hier mit Frühjahrs – Lorcheln (Gyromitra esculenta) gerechnet, da die Böden nicht zu den sandigsten Mecklenburgs gehören und dazu noch im reinen Fichtenforst.

Frühjahrs – Lorchel (Gyromitra esculenta). Mehr oder weniger giftig! Von nahezu giftfrei bis tödlich kann ihre toxische Dosierung ausfallen!

Obwohl zu den Porlingen zugehörig, besitzt der Eichen – Wirrling (Daedalea quercina) lamellenartiges, labyrinthisch angeordnetes Hymenophor, welches den Pilz praktisch unverwechselbar macht. Er findet sich ausschließlich an totem Eichenholz.

Rechts noch Fichten – Monokultur, links entwickelt sich eine vielseitigere Waldgesellschaft.

Eine besondere Vorliebe für Birkenholz hegt offensichtlich die Ockergelbe Zonentramete (Trametes ochraceum).

Einen weiteren Höhepunkt unserer Pilzwanderung bildete ein Areal mit zahlreichen, leuchtend roten Farbtupfen.

Da es mindestens drei optisch kaum zu unterscheidende Arten dieser prachtvollen Becherlinge gibt, waren wir froh, dass uns Torsten Richter diesen Fund unter sein Mikroskop legte. Es handelt sich ganz eindeutig, so Torsten, um den bei uns mit Abstand häufigsten Vertreter dieser Gattung, dem Österreichischen Kelchbecherling (Sarcascypha austriaca). Ein herzliches Dankeschön geht nach Rehna!

Alte, von Wind und Wetter bereits ausgeblasste Konsolen der Rötenden Tramete (Daedaleopsis confragosa).

Immer an totem Eichenholz, der Rotbraune Borstenscheibling (Hymenochaete rubiginosa).

Die essbaren Frühlings – Mürblinge (Psathyrella spadiceogrisea) gehören zu den hygrophanen Pilzarten, die bei Feuchtigkeit deutlich dunkler gefärbte Hüte aufweisen. Hier trocknen sie unterschiedlich ab, weshalb sie so gescheckt aussehen.

Und hier könnte man fast meinen, Stockschwämmchen vor sich zu haben.

Am Fuße einer mächtigen Baumruine brechen zahlreiche Büschel mit unzähligen Fruchtkörpern des Glimmer – Tintlings heraus.

Da sie jung und ohne Alkohol essbar sein sollen, entschied sich ein Teilnehmer der Wanderung zu einem Speiseversuch und nahm die jüngsten Büschel mit nach hause. Sofortiges Zubereiten ist aber Pflicht, genauso wie der Verzicht auf alkoholische Getränke mindestens drei Tage lang!

Anemonen – Becherlinge bei Scharbockskraut?

Torsten Richter klärt uns auf!

Es müssen ja nicht immer Pilze sein. Torsten ist Diplom – Biologe zum Thema Moose. Also eigentlich ein Moos – Fachmann. Aber so weit sind die Moose ja nicht von den Pilzen entfernt und gehören ebenfalls zu den Sporenträgern. Hier sehen wir das Linealblättrige Geradzahnmoos (Orthodontium lineare).

Und hier Plagothecium succulentum von Torsten Richter bestimmt und fotografiert. Eine in Wäldern nicht selten vorkommende Laubmoosart.

Und nun wieder etwas pilziges und ausgesprochen exotisches, welches offensichtlich zu finden ist, wenn man mit Gummistiefel ausgestattet durch die Schilde schreitet und mit Kennerblick ausgestattet ist. Blassgelbes Spinnwebbecherchen (Arachnopeziza aurata). Foto und Bestimmung Torsten Richter. Die Natur hält so viele Wunder bereit und nur die wenigsten Menschen bekommen davon etwas mit!

Und zum Schluss noch ein Blick in die Glaskugel. Das Pilzjahr steht noch am Anfang, wie mag es wohl werden? Foto und zugehörige Gedanken von Torsten Richter.

Wann startet die nächste Wanderung? – Siehe unter Termine!

14. April 2021 – Kartierungsexkursion am Mittwoch

Mittwochsexkursion im Tarnewitzer Urwald

Auch für interessierte Gäste

Das Messtischblatt 2033 = Boltenhagen

Wir begannen heute mit einem neuen Messtischblatt im Maßstab 1:25 000. Dieses wurde geviertelt, so dass 4 Quadranten entstanden, die jeweils an einem Mittwoch abgearbeitet werden sollen. Die Exkursionen dienen vordergründig unserer Großpilzkartierung. Dabei besteht die Möglichkeit für Pilzbegeisterte Menschen daran teilzunehmen um etwas dazu zu lernen und wenn alles gut läuft, kann sogar am Ende eine leckere Pilzmahlzeit mit nach hause genommen werden. Das Ziel im MTB 2033/1 war der Tarnewitzer Urwald. Er ist beispielsweise die Heimat der Holzkohlenpilze.

Holzkohlenpilz (Daldinia concentrica).

Die markante Schlauchpilzart ist in der Umgebung von Boltenhagen weit verbreitet und häufig, während man den Pilz im großen Rest von Nordwestmecklenburg eher selten zu Gesicht bekommt. 

Immer wieder boten sich wunderbare Motive um diesen etwas eigentümlichen Vertreter aus dem Pilzreich im Bild festzuhalten.

Das Wetter war zwar sehr aprilfrisch, aber die schon starke Frühlingssonne strahlte ungehindert, so dass die heutige Bestandsaufnahme im Tarnewitzer Urwald für alle drei Beteiligten ein wunderbares Erlebnis war.

Im Längsschnitt zeigen sich die für diesen Schlauchpilz so typischen und namensgebenden, konzentrisch gezonten Srukturen – Daldinia concentrica.

Immer an alten Eichenstubben zu finden und ausnehmend häufig ist der Rotbraune Borstenscheibling (Hymenochaete rubiginosa). 14.04.2021 im Tarnewitzer Urwald.

Auf morschem Laubholz alte Stäublinge aus dem vergangenen Herbst. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um Birnen – Stäublinge (Lycoperdon pyriforme).

Dort, wo die jetzt blühenden Buschwindröschen etwas schütter stehen und schwachbrüstiger wirken, ist nicht selten der Anemonen – Becherling (Dumontinia tuberosa) zu finden. Er schmarotzt an den Pflanzen und schwächt sie dadurch.

Die Anemonen waren heute voll erblüht und bildeten prachtvolle Blütenteppiche aus, so weit das Auge reichte.

Aspektbildend und damit recht häufig war heute der essbare Frühlings – Mürbling (Psathyrella spadiceogrisea) vertreten.

Immer wieder urige und Phantasie anregende Baumgestalten im Tarnewitzer Urwald.

Umgestürzte Bäume sind ein gefundenes Fressen für viele Pilzarten. Hier ist es der Gemeine Feuerschwamm (Phellinus igniarius), den wir vorzugsweise an alten, lebenden, wie auch toten Weiden in Gewässernähe finden. 

Hier eine besonders gesellige, fast schon büschellige Gruppe von Frühlings – Mürblingen (Psathyrella spadiceogrisea). Das sie zu den Dunkelsporern zählen, ist hier unverkennbar.

Hier sehen wir die Buchen – Kohlenbeere (Hypoxylon fragiforme).

Ein weiterer Pyrenomycet auf toten, noch berindeten Buchenästen, ist das Buchen – Eckenscheibchen (Diatrype disciformis). Die Perithecien entwickeln sich zunächst unter der Rinde und brechen dann aus ihr hervor.

Hier entfaltet sich der Gundermann und schiebt seine frischen Blätter und Blüten aus dem gehaltvollen und feuchten Boden des Erlen – Bruchwaldes.

Auch die Waldveilchen sind erblüht.

Die Stämme vom Schwarzen Holunder wirkten vielfach kalkweis angestrichen. Hier war aber kein Maler am Werk, sondern es handelt sich um den Holunder – Rindenschichtpilz (Lyomyces samcuci).

Von besonderer Freude gekrönt war der Fund dieses Geastromyceten. Es handelt sich um den Kamm – Erdstern (Geastrum pectinatum).

Eigentlich hätten wir zu dieser Jahreszeit den äußerst feinporigen Mai – Stielporling an Laubholz erwartet. Statt dessen sind noch einmal die grobporigen Winter – Stielporlinge (Polyporus brumals) erschienen. Der Kälte sei dank!

An Laubholz – Ästen häufig zu beobachten, der Ablösende Rindenpilz (Cylindrobasidium evolvens).

Diesen Phytoparasiten hat Christopher Engelhardt für uns fotografiert und bestimmt. Es handelt sich um den Hahnenfuß – Rispengrasrost (Uromyces poae).

Auch dieses Krabbeltier hat uns Chris im Bild festgehalten. Wir sehen den Violetten Ölkäfer (Meloe violaceus). Die Käfer ernähren sich von Pflanzen und parasitieren Wildbienen. Sie enthalten das Toxin Cantharidin, dass sie aus ihren Beinen ausscheiden können und auf der menschlichen Haut Blasen und Nekrosen verursachen kann. Der Stoff gilt seit alters her als Aphrodisiakum. Von diesbezüglichen Experimenten ist jedoch dringend abzuraten, denn bei Überdosierung droht der Tod! Der Giftstoff soll früher neben dem Schierling auf Hinrichtungen eingesetzt worden sein. Also ein potenziell tödlich giftiger Käfer!

Sehr filigran zeigt sich die Buchenfruchtschalen – Holzkeule (Xylaria carbophila).

Ahorn – Holzkeule (Xylaria longipes).

Hier die Pilzartenliste von MTB: 2033/1 = Tarnewitzer Urwald: Orangefarbenes Brennnesselbecherchen, Zugespitzter Kugelpilz, Striegeliger Schichtpilz, Birkenblättling, Rotbrauner Borstenscheibling, Schneeweißes Haarbecherchen, Brauner Scharbockskrautrost, Brandkrustenpilz, Grünspan – Becherling, Flacher Lackporling, Birnen – Stäubling, Ahorn – Holzkeule, Anemonen – Becherling, Frühlings – Mürbling, Holzkohlenpilz, Schmetterlings – Tramete, Rotrandiger Baumschwamm, Gemeiner Feuerschwamm, Geweihförmige Holzkeule, Goldgelber Zitterling, Rötliche Buchen – Kohlenbeere, Buchenfruchtschalen – Holzkeule, Buchen – Eckenscheibchen, Stoppliger Drüsling, Holunder – Rindenschichtpilz, Judasohr, Eichen – Rindensprenger, Kamm – Erdstern und Ablösender Rindenpilz.

Wir verabschieden uns vom Tarnewitzer Urwald und einer wunderbaren Mittwochsexkursion.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine! 

07. April 2021 – Exkursion am Mittwoch

Mittwochsexkursion in den Belower Tannen

Auch für interessierte Gäste

Ziel ist der vierte Quadrant des MTB 2337

Heute starteten nun auch wieder unsere Mittwochsexkursionen. Im Spätherbst 2020 waren wir bereits im Messtischblatt Dabel unterwegs und haben die ersten drei Quadranten abgearbeitet. Heute stand nun das letzte Viertel auf dem Programm. Natürlich ist es noch nicht so interessant und vielseitig wie im November, aber das soll nicht weiter stören. Ziel ist es auch nicht, den Korb voller Speisepilze zu sammeln, sondern es soll sozusagen eine kleine Bestandsaufnahme des aktuellen Pilzwachstums erfolgen. Zur Auswahl standen die Kukuksbuchen und ein umfangreiches Waldgebiet im Nordosten des Quadranten, zu dem die Belower Tannen gehören. Ich denke, letzteres Gebiet ist zu dieser Jahreszeit etwas vielversprechender als der Buchenwald, da hier, wie der Name schon vermuten lässt, reichlich Nadelforst vorhanden ist. Frühlingspilze wie Lorcheln könnten dort entdeckt werden. Ansonsten interessiert uns alles, was im Feld ansprechbar ist. Das wir hier in Bezug auf Lorcheln genau richtig waren, sollte sich bereits nach kurzer Zeit herausstellen. Wir, dass waren Vereinsmitglied Philipp Müller und meine Wenigkeit.

Winter – Trompetenschnitzling (Tubaria furfuracea) in seinem Element. Das April – Wetter der letzten Tage sorgte für spätwinterliche Rückstände.

Aschgraue Poren auf der Unterseite der dünnfleischigen Konsolen, die oft dachziegelartig übereinander an totem Laub- und Nadelholz zu finden sind, charakterisieren den Angebrannten Rauchporling (Bjerkandera adusta) bestens.

Es dauerte nicht lange und die ersten Scheibenlorcheln (Gyromitra incillis) waren entdeckt, wurden fotografiert und notiert.

Ähnlich einem Warzigen Drüsling, den wir an Laubholz finden können, kommt der Teerfleckenpilz (Exidia pithya) daher. Er benötigt Nadelholz als Substrat. Hier ist es ein am Waldboden liegender Kiefernstamm.

Ausgereifte Fruchtkörper des Flaschen – Stäublings (Lycoperdon perlatum). Frisch wuchsen sie im vergangenen Herbst und können Monate am Standort überdauern. Durch mechanische Reize wie Regentropfen, werden über die Scheitelöffnung ihre Sporen freigesetzt.

Hier sehen wir zwei Fichten – Zapfenrüblinge (Strobilurus esculentus). Esculentus = essbar! Noch vielfach ein Massenpilz in M-V, in einigen Jahrzehnten wohl vom Aussterben bedroht, da kaum noch Fichten aufgeforstet werden.

Die hirnartig gewundenen Hüte der Frühjahrslorcheln (Gyromitra esculenta) waren heute teils zahlreich zu sehen. Bei dieser Art ist der wissenschaftliche Begriff „essbar“ mit Vorsicht zu genießen!

An totem Nadelholz, insbesondere auch Fichte, ist nicht selten der Zaunblättling (Gloeophyllum sepiarium) anzutreffen. Selbst vor verbautem Holz schreckt er nicht zurück und erzeugt eine aggressive Braunfäule.

Zwar den Porlingen angehörig, findet sich auf der Unterseite des Zaunblättlings jedoch eine lamellenartige Fruchtschicht, es ist ja ein Blättling!

Hier noch die Artenliste von MTB: 2337/4 – Belower Tannen: Schmetterlings – Tramete, Flacher Lackporling, Orangefarbenes Brennnesselbecherchen, Zugespitzter Kugelpilz, Gemeiner Trompetenschnitzling, Angebrannter Rauchporling, Flaschen – Stäubling, Scheibenlorchel, Gemeiner Violettporling, Rötlicher Pustelpilz, Stoppliger Drüsling, Fichten – Zapfenrübling, Frühjahrs – Lorchel, Zaunblättling, Orangeporiger Knorpelporling, Echter Zunderschwamm, Winter – Stielporling, Birken – Zungenporling, Brandkrustenpilz, Geweihförmige Holzkeule und Teerfleckenpilz.

Neben der Rotbuche besiedelt der „Pilz des Jahres 1995“, der Echte Zunderschwamm (Fomes fomentarius), mit Vorliebe auch die Birke. 

Rechts noch reichlich Altfichten, links wird mit Douglasien aufgeforstet. Wir verabschieden uns von den Belower Tannen.

Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

03. April 2021 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Grünlings

Sie führte durch das Pröbower Holz

Das Pröbower Holz am 03. April 2021. Es besteht b. z. w. bestand zum großen Teil aus Fichten. Die Dürre der letzten Jahre ließ diesen Nadelbaum inselweise absterben und entsprechend wurde auch hier massiv abgeholzt.

Aber es gibt auch positives zu vermelden. Wo sieht man heut zu Tage in unseren Wäldern noch eine junge Fichtenschonung? Möge sie prächtig gedeihen!

Die Kontaktbeschränkungen im Zuge der Corona – Krise ließen nur einen sehr kleinen Kreis an Teilnehmern zu, so dass wir heute nur mit 4 Pilzfreunden in die neue Saison starteten. Ausgesucht hatte ich das Pröbower Holz, nördlich von Jesendorf und Trams. Integriert und flankierend befinden sich mehrere Seen, so der Pröbower und der Tramser See. Deren Uferbereiche können auch für Pilzfreunde interessant sein, insbesondere im Sommer und Herbst. Neben Laubwäldern gibt es hier auch Fichtenforste und diese können schon im Frühling durchaus für uns Pilzfreunde etwas zu bieten haben. So findet sich in diesen nicht selten zu dieser Jahreszeit die Scheibenlorchel. Sie besiedelt morsches Fichten, aber auch Kiefernholz. So füllte sie beispielsweise die Körbe der Pilzfreunde vor genau zwei Jahren, als wir ebenfalls im Raum Jesendorf mit einer öffentliche Lehrwanderung in die Saison starteten. Es war damals über Monate hinweg die erfolgreichste Pilzwanderung, an der es nicht nur etwas zu lernen gab, sondern auch eine ausgiebige Pilzmahlzeit zu Buche stand. An die damalige Üppigkeit konnten wir heute leider nicht anknüpfen, aber einige Scheibenlorcheln waren uns dann doch im Jesendorfer Kiefernforst vergönnt. Zuvor waren wir jedoch im Pröbower Holz unterwegs. Leider wurde hier massiv abgeholzt, da die Fichten, wie anderen Ortes auch, stark durch die letzten Dürrejahre geschädigt wurden. Dennoch fanden wir einen Bereich mit Jungfichten, eine dichte Fichtenschonung, wie sie heute eigentlich kaum noch angelegt wird. Hoffen wir, dass dieser Nadelbaum zumindest in diesem Revier nach wie vor eine Chance bekommt. Es wäre sehr schade, wenn spätere Generationen diesen Waldbaum gar nicht mehr in den Mecklenburgischen Wäldern vorfinden würden. Aber der Trend geht eindeutig weg von der Fichte und beispielsweise zur Douglasie hin. Wir Pilzfreunde finden das sehr schade. Der Baum darf nicht völlig aus unseren Wäldern verschwinden! 

An toten Eichenästen findet sich häufig der Eichen – Zystidenrindenpilz (Peniophora quercina).

Genau so wie der Eichen – Rindensprenger (Vuilemminia comedens).

Ein weiterer Eichenspezialist ist der Rotbraune Borstenscheibling (Hymenochaete rubiginosa).

Der Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) muss keineswegs immer rotrandig sein. Er wird auch unter dem deutschen Namen Fichtenporling geführt. Obwohl im Pröbower Holz reichlich Fichte zu finden ist, wuchs er hier an Totholz von Erle. Sein Wirtspektrum ist keinesfalls nur auf die Fichte beschränkt.

Ausschließlich Nadelholz (Kiefer, Fichte) steht auf dem Speiseplan des Gemeinen Violettporlings (Trichaptum abietinum).

Moosreicher Fichtenforst. Im Herbst sicher eine gute Adresse für Maronen – Röhrlinge!

Fichten – Monokulturen sind nicht nur anfällig für Trockenschäden und Borkenkäfer, auch der Fichten – Wurzelschwamm (Heterobasidion annosum) kann ihnen stark zusetzen und das Holz ganzer Fichtenschläge, vom Wurzelbereich ausgehend, bis weit hinauf im Stamm schädigen und minderwertig machen.

Einer der häufigsten Frühlingspilze unter Kiefern ist der Bittere Nagelschwamm (Strobilurus tenacellus). Während der optisch nahezu identische Kiefern – Nagelschwamm (Strobilurus stephanocystis) durchaus essbar ist, dürfte dieser Vertreter doch etwas zu herb schmecken.

Bitterer Zapfenrübling (Strobilurus tenacellus) von unten.

Schließlich sorgten einige Scheibenlorcheln (Gyromitra ancillis) dafür, das auch die kulinarischen Ambitionen der Pilzfreunde zumindest ansatzweise befriedigt werden konnten.

Wir verabschieden uns vom Pröbower Holz an diesen zwar sonnigen, aber aprilfrischen Karsamstag des Jahres 2021.

Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

23. März 2021 – Treffen der Pilzfreunde

Treffen der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Themenabend zum Pilz des Jahres 2021

Dieser Termin musste leider abgesagt werden!

Treff am Dienstag, dem 23. März 2021, um 18.00 Uhr in der ABC Straße 21.

Zur letzten Zusammenkunft in der Winterpause und kurz vor Saisonbeginn wollten sich heute die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft e. V. wieder im Mykologische Informationszentrum Steinpilz – Wismar einfinden. Wie immer im März sollte kurz der Pilz des Jahres vorgestellt werden und im Anschluss war eine Vorschau auf Termine in der neuen Pilzsaison geplant. Leider hat uns die Corona – Pandemie wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Wann treffen sich die Pilzfreunde wieder? – Siehe unter Termine!

23. Februar 2020 – Treffen der Pilzfreunde

Treffen der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Themenabend

Aufgrund der Corona – Krise fiel dieser Termin leider aus!

Zum 2. Themenabend des Jahres waren die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. und interessierte Gäste wieder in das Mykologische Informationszentrum sehr herzlich eingeladen. Leider war es auch heute nicht möglich, durch die aktuell strengen Kontaktbeschränkungen, uns zu diesem Vereinsabend zu treffen.

Auch das für März geplante Treffen im Steinpilz – Wismar muss leider ausfallen!

26. Januar 2021 – Treffen der Pilzfreunde

Neujahrstreffen der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Themenabend mit Christopher Engelhardt

Dieser Termin fiel leider auch der Corona – Pandemie zum Opfer!

Wie jedes Jahr wollten wir uns Ende Januar zum Neujahrstreffen im Steinpilz – Wismar einfinden. Mit einem Gläschen Sekt auf ein hoffentlich gutes Pilzjahr 2021 anstoßen. Es hätte der Jahresbeitrag entrichtet sowie Vorschläge für die neue Saison diskutiert werden können.

Eigentlich bestreitet seit Jahren Ulrich Klein den ersten Abend im Jahr. Ulrich bat allerdings darum, terminlich nicht mehr fest eingebunden zu werden. Das bedeutet hoffentlich nicht, dass er uns nicht mehr mit seinen tollen PowerPoint – Präsentationen beglücken wird. Es wäre sehr schade! So sollte im Mittelpunkt des Abends ein Beamer – Vortrag von Christopher Engelhardt aus Lübeck stehen. Thematisch wollte er sich noch nicht festlegen, aber Chris ist in punkto Naturkunde auf der ganzen Welt mit seiner Kamera unterwegs und hätte sicher etwas interessantes aus seinem umfangreichen Fundus zum besten geben.

Auch interessierte Gäste sind herzlich willkommen.

Wann treffen sich die Pilzfreunde wieder? – Siehe unter Termine!

05. Dezember 2020 – Jahresabschluß der Pilzfreunde

Weihnachtsfeier der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Gemütlicher Jahresabschluß

Aufgrund der Corona – Krise mussten wir leider in diesem Jahr auf unseren gemütlichen Jahresausklang verzichten!

Wie jedes Jahr, so wollten sich die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. in gemütlicher Runde zum vorweihnachtlichen Jahresausklang einfinden. Leider stellt sich uns die Corona – Krise in diesem Jahr entgegen und sorgte für viele Absagen unserer Aktivitäten. Nun fällt auch unsere Weihnachtsfeier dem Virus – Geschehen zum Opfer.

Hoffen wir auf das kommende Jahr und das endlich wieder Normalität einkehren möge.

Allen Pilzfreunden ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes Pilzjahr 2021!

Der Steinpilz – Wismar hätte sich gern im Treff im Lindengarten, direkt hinter der Persil – Uhr, und neben dem alten Wasserturm zum Jahresabschluss eingefunden.

Wann treffen sich die Pilzfreunde wieder? – Siehe unter Termine!

21. November 2020 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr der Gemeinen Stinkmorchel

Ziel wäre der Züsower Forst gewesen

Aufgrund der aktuellen Corona – Regellungen musste diese Veranstaltung leider ausfallen.

Zum letzten mal wollten wir im alten Jahr zu einer öffentlichen Lehrwanderung starten. In der Aspektabfolge des Pilz – Jahreskalenders befinden wir uns bereits im Winter (Mitte November – Januar). Die Klassiker, was Speisepilze betrifft, sind zu dieser Zeit Austern – Seitling und Samtfuß – Winterrübling. An Holunder kann man die Chinesischen Morcheln ernten, besser bekannt unter der Bezeichnung Mu- Err oder Judasohr. Aber es wachsen natürlich noch eine ganze Reihe verschiedener Großpilze, die teils auch in der Küche Verwendung finden können. Außerdem sind um diese Zeit meist noch reichlich Spätherbstarten vertreten. So war unsere letzte Wanderung vor genau einem Jahr noch sehr pilz- und lehrreich. Da der Winter damals ohnehin ausblieb, ging die Saison schlicht weiter und bereits ab Ende Januar/Anfang Februar starteten die ersten Frühlingspilze durch. Wie dem auch sei, hoffen wir, dass zum Saisonstart, im April des kommenden Jahres, die Rahmenbedingungen für Veranstaltungen wieder besser sein mögen und wir wie geplant die Pilzsaison 2021 eröffnen können.

Wann wird das sein? – Siehe unter Termine!

18. November 2020 – Exkursion am Mittwoch

Mittwochsexkursion

Auch für interessierte Gäste

Achtung! Dieser Termin wurde auf den 17.11.2020 vorverlegt!

Es ging in das MTB: 2337/3 – Buchenberg/Kiefernheide

Ein letztes mal in diesem Jahr ging es auf Mittwochsexkursion. Der dritte Quadrant der Topographischen Karte Dabel = 2337, im Maßstab 1 : 25 000, war an der Reihe. Die überwiegend sandigen Laub- und Nadelwälder nordwestlich des Ortes Hohen Pritz waren angesagt. Im Dürresommer 2018 fand hier eine unserer Nachtwanderung statt. Es gab aufgrund der Trockenheit kaum Frischpilze. Das sah heute natürlich anders aus. Wir starteten gegenüber der früheren Militärkaserne am Buchenberg und kartierten weiter auf dem ehemaligen Übungsgelände, auf dem sich inzwischen Jungkiefern breit gemacht haben und teilweise entstand hier eine wunderbare Heidelandschaft. Solche Sonderstandorte sind für uns besonders interessant und hier gab es auch einige Überraschungen.

Am Buchenberg einige Gelbe Knollenblätterpilze (Amanita citrina). Mitunter bleibt das Velum partiale nicht als Ring am Stiel hängen, sondert bildet Fransen am Hutrand aus.

Der Süßliche Milchling (Lactarius subdulcis) ist im Buchenwald zuhause. Deshalb mitunter auch Buchen – Milchling genannt.

Buchen und Fichtenwälder bevorzugt der Gelbweiße Täubling (Russula ochroleuca).

Die große Zeit der beliebten Pfifferlinge (Cantharellus cibarius) ist der Hochsommer. Wir finden den Eierschwamm allerdings vom Spätfrühling bis in den Frühwinter in Laub- und Nadelwäldern.

Einer der häufigsten Porlinge an Laub- und Nadelholzstubben ist der Angebrannte Rauchporling (Bjerkandera adusta).

Biotopwechsel. Vom Buchenberg in das sandige Kiefern- und Heidegebiet des ehemaligen Truppenübungsplatzes bei Dabel. Da durch frühere, militärische Anlagen wie Plattenwege, Kalk in den Sandboden gelangt ist, findet sich hier auch der leckere Edel – Reizker (Lactarius deliciosus). Natürlich muss immer zumindest eine Kiefer in der Nähe sein.

Der Stiel des delikaten Reizkers ist hohl und sondert im Schnitt einen rötlichen Milchsaft ab.

Blutblättriger Hautkopf (Cortinarius semisanguineus).

Ein weiterer Hautkopf, welcher mag es sein?

Ein Blick unter den Hut beantwortet die Frage: Gelbblättriger Hautkopf (Cortinarius cinnamomeoluteus).

Wunderschöne Farbtupfen zwischen Moosen.

Wie Chris Engelhardt heraus bekommen hat, handelt es sich um das Warzigsporige Moosschälchen (Neotiella vivida). Foto: C. Engelhardt.

Vielen Dank an Christopher Engelhardt aus Lübeck für diese wunderbare Bestimmungstafel zu unserem Moosschälchen.

Besonders weite Röhrenöffnungen finden wir bei diesem jungen Kuh – Röhrling (Suillus bovinus).

Ein etwas älterer Kuhpilz. Die Röhren sind nicht mehr olivgrünlich sondern bräunlich gefärbt.

Kuh – Röhrlinge (Suillus bovinus) gehören zu den Schmierröhrlingen, sind also mit dem Butterpilz verwandt. Durch ihre zähe, gummiartige Konsistenz, sind sie sehr minderwertige Speisepilze und unterliegen in den letzten Jahrzehnten durch Eutrophierung unserer armen Sandstandorte einer Rückgangstendenz.

Wo der Kuhpilz wächst, ist der Rosenrote Schmierling (Gomphidius roseus) nicht weit. Beide Myzelien sind durch eine Art Symbiose miteinander Verbunden.

Der Rosenrote Schmierling (Gomphidius roseus) ist zwar auch essbar, allerdings wenig ergiebig und sollte lieber stehen bleiben. Er ist nah mit dem Kuhmaul und dem Kupferroten Gelbfuß verwandt.

Einen farbenfrohen Anblick liefern unzählige Löwenfrüchtchen (Leocarpus fragilis).

Es handelt sich um Myxomyceten, also Schleimpilze.

Zweifarbiger Lacktrichterling (Laccaria bicolor) von oben betrachtet.

Im besten kommt die Zweifarbigkeit im Kontrast von Hutoberfläche und  Lamellenfarbe zum tragen. Essbar, wie alle Lacktrichterlinge oder Bläulinge.

Da kommt man nicht dran vorbei: Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria).

Man könnte Denken, der Maronen – Röhrling (Xerocomus badius) gehöre den Schmierröhrlingen an. Tatsächlich aber steht er den Filzröhrlingen nahe.

Der Butterpilz (Suillus luteus) ist hingegen die Typusart aller Schierröhrlinge.

Rotbraune Milchlinge (Lactarius rufus) werden aufgrund ihrer Schärfe auch Paprikapilz genannt. In Osteuropa beliebte Speisepilze, aber nur nach besonderer Zubereitung. Charakteristisch ist auch der kleine, spitze Buckel in der Hutmitte.

Nahezu ein Massenpilz in den feuchten Moosen war heute der Klebrige Helmling (Mycena vulgaris).

Typisch für dieses heideartige Gebiet scheint die Heidekeule (Clavaria argillacea) zu sein. Ein schöner Fund, den Chris Engelhardt für uns bestimmt hat.

Hier noch zwei Arten aus dem Buchenwald: Graugrüner Milchling (Lactarius blennius) und Rotfuß – Röhrling (Xerocomus chrysenteron).

Maronen – Röhrlinge (Xerocomus badius) und Klebrige Helmlinge (Mycena vulgaris).


Die Artenliste von MTB: 2337/3 – Buchenberg/Kiefernheide: Buckel – Tramete, Schmetterlings – Tramete, Flaschen – Stäubling, Violetter Lacktrichterling, Horngrauer Rübling, Gelber Knollenblätterpilz, Buchen – Speitäubling, Langstieliger Knoblauchschwindling, Süßlicher Milchling, Graugrüner Milchling, Klebriger Hörnling, Gelbweißer Täubling, Geweihförmige Holzkeule, Falscher Pfifferling, Gemeiner Trompetenschnitzling, Echter Pfifferling, Grünblättriger Schwefelkopf, Weinrötlicher Zwergchampignon, Derbes Rotfüßchen, Goldschimmel, Striegelige Tramete, Kugelschneller, Laubholz – Hörnling, Gemeiner Spaltblättling, Geflecktblättriger Flämmling, Striegeliger Schichtpilz, Angebrannter Rauchporling, Orangeroter Kammpilz, Laubholz – Harzporling, Buchenrindenschorf, Rillstieliger Helmling, Tintenstrichpilz, Veränderlicher Spaltporling, Grauer Erdritterling, Wohlriechender Schneckling, Winter – Stielporling, Bleiweißer Trichterling, Frostschneckling, Mäuseschwänzchen, Amiant – Körnchenschirmling, Weißflockiger Gürtelfuß, Duft – Trichterling, Dunkelscheibiger Fälbling, Edel – Reizker, Heftel – Nabeling, Blutblättriger Hautkopf, Rotbrauner Milchling, Weißbrauner Ritterling, Kuhpilz, Zweifarbiger Lacktrichterling, Fleischroter Lacktrichterling, Warzigsporiges Moosschälchen, Löwenfrüchtchen, Butterpilz, Roter Fliegenpilz, Erdwarzenpilz, Kahler Krempling, Gelbblättriger Hautkopf, Zimt – Hautkopf, Glockiger Häubling, Nadelholz – Hörnling, Gemeiner Violettporling, Rosenroter Schmierling, Dickschaliger Kartoffel – Hartbovist, Schwefel –  Ritterling, Grobscholliger Riesenschirmpilz, Kugelsporiges Stummelfüßchen, Graukappe, Rosa – Helmling, Gelbe Mooskeule, Gelbschuppiger Tintling und Klebriger Helmling


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

 Einfach anrufen oder eine Mail zusenden.

Tel.: 03841/228917 oder Handy: 0173/6977219

E- Mail: steinpilz.wismar@t-online.de

15. November 2020 – Vereins- und Kartierungsexkursion

Vereinsexkursion

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Es sollte durch den Wald bei Roggow gehen

Wegen der aktuell gültigen Corona – Beschränkungen muss diese Veranstaltung leider entfallen.

 Über viele Jahre war der Wald bei Roggow im November bei mir eine Standart – Adresse. Grund: mehrere Hexenringe von Mönchsköpfen, welche ich sehr gerne zum trocknen verwendete. Im Januar 2019 waren wir hier mit einem Drehteam des NDR – Fernsehens zum Thema Winterpilze unterwegs und konnten auch Kamera – tauglich fündig werden. Der Beitrag lief inzwischen wohl in ganz Deutschland in den Regionalen Fernsehprogrammen, selbst im Winter 2020 soll er wieder in Bayern ausgestrahlt worden sein. Nun befinden wir uns am Übergang vom Spätherbst zum Winter, so dass wir aus beiden Aspekten heraus mit einer interessanten Tour hätten rechnen dürfen.

Wann startet die nächste Vereinsexkursion? – Siehe unter Termine!

11. November 2020 – Exkursion am Mittwoch

Mittwochsexkursion

Auch für interessierte Gäste

Es geht in das MTB: 2337/2 – Hoher Berg

Die zweite Runde im Messtischblatt Dabel war heute an der Reihe. Besonders im südlichen Bereich des Quadranten gibt es viel Wald. Angefangen von den Seetannen am Dabeler See über Borkow und südlich des Borkower Sees. Hier gibt es auch einen schönen Waldlehrpfad des Naturparkes Sternberger Seenland. Im vergangenen Jahr absolvierten wir hier unsere Nachtwanderung und in den Seetannen war ich im trockenen Jahr 2018 im Rahmen einer Mittwochsexkursion unterwegs. Es gibt aber auch im nördlichen Bereich des Meßtischblatt – Quadranten zwei kleinere, isolierte Wälder, die mich eventuell mehr reizen würden. Zum einen die Rothener Tannen und zum anderen der Wald am hohen Berg, südwestlich des Bolzer Sees. Hier besticht beispielsweise der südwestliche Hang mit seiner wärmebegünstigten und ausgehagerten Buchenkannte. Er war das Ziel meiner heutigen Exkursion.

Junge Flaschen – Stäublinge (Lycoperdon perlatum). Typisch sind die vielen „Grieskörnchen“ auf der Oberfläche.

Diese Champignons (Agaricus spec.) wuchsen am Waldrand unter Eichen und Buchen.

Dickblättriger Schwarztäubling (Russula nigricans). Bevor der Sprödblättler bei Verletzung und im Alter schwärzt, rötet er zunächst.

Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola). Er musste mit, denn die Adventszeit steht bevor, wofür er sich besonders gut zu Gestecken eignet.

Frische Zuwachsränder des Rotrandigen Baumschwamms sind zunächst grauweiß, dann gelblich und erst später rotbräunlich bis schließlich fast grauschwärzlich.

Mitunter ein Massenpilz der Buchenwäldern im Herbst ist der völlig schleimige Elfenbein – Schneckling (Hygrophorus eburneus).

Ebenfalls in Buchenwäldern, aber meist nur einzeln oder in wenigen Exemplaren, findet sich der viel größere und kompaktere Trockene Schneckling (Hygrophorus penarius).

Ziemlich hochbeinig und elegant kommt der Kaffeebraune Gabeltrichterling (Pseudoclitocybe cyathiformis) daher.

Judas hat seine Lauscher zwar nicht überall, aber besonders am Schwarzen Holunder setzt er vor allem im feuchteren Winterhalbjahr zum großen Lauschangriff an. Judasohr (Hirneola auricula – judae).

Eine imposante Gestalt des Herbstwaldes ist der Mönchskopf (Clitocybe geotropa). Besonders wenn der große Trichterling in auffälligen Hexenringen daher kommt.

Den Trichter dieses Trichterlings sucht man allerdings vergeblich. Typisch ist ein kleiner Buckel in der Hutmitte. Der Mönchskopf ist Essbar.

Der Rostbraune Feuerschwamm (Phellinus ferruginosus) bildet resupinate, polsterförmige Fruchtkörper auf totem Laubholz aus. Hier ist es Haselholz.

Unterwegs begegnete ich einem Herbstlorchel – Sammler. Aus dem Körbchen auf seinem mitgeführten Fahrrad, blickten mich diese Augen an. Ob das Schnüffelnäschen wohl auf Lorcheln oder gar Trüffel abgerichtet ist? Ich vergaß zu fragen.

Gilbender Erdritterling (Tricholoma argyraceum). Essbar.

Essbar ist auch der Schmutzige- oder Fleischbraune Rötel – Ritterling (Lepista sordida). Er ist ein Pilz der Übergangsjahreszeiten und wächst demnach im Frühling und Herbst. Seltener im Winter und kaum im Sommer.


Die Artenliste von MTB 2337/2 – Wald am Hohen Berg: Gemeiner Rettich – Fälbling, Horngrauer Rübling, Gelber Knollenblätterpilz, Violetter Lacktrichterling, Gallen – Täubling, Geweihförmige Holzkeule, Graukappe, Schwefel – Ritterling, Flaschen – Stäubling, Graugrüner Milchling, Süßlicher Milchling, Schlanker Riesenschirmpilz, Maronen – Röhrling, Gemeiner Steinpilz, Gefleckter Rübling, Grünblättriger Schwefelkopf, Dickblättriger Schwarztäubling, Buchen – Speitäubling, Perlpilz, Gelbweißer Täubling, Langstieliger Knoblauchschwindling, Orangeroter Kammpilz, Violetter Rötel – Ritterling, Rotrandiger Baumschwamm, Schmetterlings – Tramete, Roter Fliegenpilz, Grauweißer Saftporling, Geflecktblättriger Flämmling, Kiefern – Braunporling, Echter Zunderschwamm, Goldschimmel, Derbes Rotfüßchen, Trockener Schneckling, Kaffeebrauner Scheintrichterling, Rosablättriger Helmling, Fichten – Wurzelschwamm, Elfenbein – Schneckling, Fichten – Zapfenrübling, Gallertfleischiges Stummelfüßchen, Halbresupinater Weichporling, Rosa – Helmling, Judasohr, Zitronengelbes Reisigbecherchen, Mönchskopf, Rostbrauner Feuerschwamm, Striegeliger Schichtpilz, Flächiges Eckenscheibchen, Buckel – Tramete, Angebrannter Rauchporling, Gilbender Erdritterling, Rillstieliger Helmling, Birken – Blättling, Striegelige Tramete und Schmutziger Rötelritterling.


  Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

Bei Interesse einfach anrufen oder eine E – Mail zusenden. Tel.: 03841/228917 oder Handy: 0173/6977219

E – Mail: steinpilz.wismar@t-online.de 

07. November 2020 – Öffentliche Lehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr der Gemeinen Stinkmorchel

Es sollte in`s Westenbrügger Holz gehen

Aufgrund der aktuellen Corona – Beschränkungen musste  diese Veranstaltung leider abgesagt werden.

Allmählich kehrt Winterruhe in Wald und Flur ein. Die letzten Blätter erreichen bald den Waldboden und es ist mitunter schwierig, unsere gesuchten Kobolde unter diesen Bedingungen ausfindig zu machen. Aber es lohnt sich durchaus, denn Blick zu schärfen, denn auch zu dieser fortgeschrittenen Jahreszeit kann noch allerhand entdeckt werden. Selbst solch ein kapitaler Steinpilz, wie oben zu sehen, kann das Herz des Pilzsucher`s noch höher schlagen lassen. Das Foto stammt von einer November – Wanderung im letzten Jahr. Leider war es uns nun nicht mehr möglich, eine geführte Lehrwanderung unter verschärften Corona – Auflagen durchzuführen.

Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

04. November 2020 – Exkursion am Mittwoch

Mittwochsexkursion

Auch für interessierte Natur- und Pilzfreunde

Das MTB: 2337/1 – Dabel war an der Reihe

Im trockenen Sommer des Jahres 2018 stand das Dabeler Meßtischblatt schon einmal während meiner Mittwochsexkursionen auf dem Programm. Damals reichlich unergiebig. Natürlich können wir heute kaum noch Sommerarten erwarten, aber artenreicher als damals wird es allemal, denn der November zählt immer noch zu den attraktivsten Pilzmonaten des Jahres. Im 1. Quadranten finden wir reichlich Wald vor. In den Peeschen Tannen waren wir gerade zur Vereinsexkursion, so dass ich einem anderen Revier den Vorzug geben möchte. In frage kommen die Waldbereiche um den Buchenberg bis in Höhe des Holzendorfer Sees, aber auch die Achtertannen, südlich des Dabeler Sees. Wir entschieden uns für die Waldflächen am Holzendorfer See. Wir, das waren außer meiner Wenigkeit noch interessierte, junge Pilz- und Vereinsfreunde aus der mecklenburgischen Kleinstadt Warin.

Schon auf dem Parkplatz der Badestelle am Holzendorfer See wurden wir fündig. Wir sehen einen Fruchtkörper des Trockenen Kahlkopfes (Psilocybe montana).

Ein Birkenporling gegen Magenbeschwerden?

Eine Peniophora an Betula. Wahrscheinlich handelt es sich um den Fleischroten Zystidenrindenpilz (Peniophora incarnata). Allerdings erscheint mir der resupinate Überzug recht dick und er löst auch etwas vom Substrat ab, welches bei Peniophora incarnata nur selten zu beobachten ist.

Der Geschichtete Zähling (Lentinellus ursinus) wächst an totem Laubholz und gehört nicht zu den häufigsten Arten bei uns.

Lentinellus ursinus.

Meist sehr gesellig unter Eichen findet sich im Herbst der Große Knoblauch – Schwindling (Marasmius prasiosmus).

Auch der Blaugraue Reiftäubling (Russula parazurea) ist vorzugsweise unter Eiche anzutreffen. Er geht mit dem Baum eine Symbiose ein, während der Schwindling eine saprophytische Lebensweise besitzt. Essbar.

Dekorative Verzierungen auf bemooster Baumrinde.

Verantwortlich für den farbenfrohen Anblick zeichnet der Orangerote Kammpilz (Phebia radiata).

Niedergedrückte Rötlinge (Entoloma nidorosum) sind schwach giftig!

Junge Pappel – Schüpplinge (Pholiota destruens) an der Schnittfläche frisch gefällter Pappeln.

Süd exponiert ausgerichtet wärmt sich eine Libelle am Holzstapel der gefällten Pappeln.

Wunderbar frische und fleischige Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis) drängen aus den Resten alter und modriger Birkenstubben heraus.

Fachgerecht werden sie geerntet.

Aber beim Ernten immer auf die Stielschüppchen achten! Hier sind sie mehr als deutlich zu sehen.

Lecker sind natürlich auch diese etwas verfrühten Samtfuß – Winterpilze (Flammulina velutipes). Wichtig sind hier die fettig glänzenden Hüte und die braunsamtigen Stiele.

Hier sehen wir den Glasigweißen Höckerschwamm (Physisporinus vitreus).

Das Glückssymbol schlecht hin. Fliegenpilze (Amanita muscaria) machen einfach glücklich!

Dieses Exemplar eines Roten Fliegenpilzes (Amanita muscaria) hat sich gerade gehäutet. Moos und Gräser, durch die er sich empor schiebt, haben die weißen Hüllreste abgezogen.

Nicht nur Fliegenpilze gehen besonders gerne mit Birken eine Partnerschaft zum gegenseitigen Nutzen ein. Ausschließlich unter diesem freundlichen Laubbaum findet sich auch der Blasse Duftmilchling (Lactarius glyciosmus). Durch seinen leckeren Kokosduft gehört er zu den leicht zu bestimmenden Milchlingen. Allerdings schmeckt er nicht so gut wie er riecht und ist daher minderwertig.

Dieser Milchling hat sich hingegen die Kiefer als Symbiosepartner ausgesucht. Der Späte- oder Leberbraune Milchling (Lactarius hepaticus) ist stellenweise in größeren Mengen in sandigen Kiefernwäldern anzutreffen. Sein weißlicher Milchsaft verfärbt sich an der Luft nach einiger Zeit gelb.

Wegen seiner Schärfe absolut ungenießbar ist der Kiefern – Speitäubling (Russula emetica var. silvestris).

Maronen – Röhrling (Xerocomus badius).

Recht veränderlich in Habitus und Färbung ist der schwach giftige Seifen – Ritterling (Tricholoma saponaceum). Er riecht nach Waschküche und rötet meist irgendwo am Fruchtkörper. Wir finden ihn in Laub- und Nadelwäldern.

Ausschließlich unter Kiefern zu hause ist der Zitronenblättrige- oder Tränen – Täubling (Russula sardonia). Sehr scharf schmeckende und daher ungenießbare Art des Herbstwaldes.


Die Artenliste von MTB 2337 – Wald bei Dabel/ Holzendorfer See: Trockener Kahlkopf, Nelkenschwindling, Schmutziger Rötel – Ritterling, Flacher Lackporling, Geweihförmige Holzkeule, Roter Fliegenpilz, Dunkelscheibiger Fälbling, Kahler Krempling, Rehbrauner Dachpilz, Fuchsiger Röteltrichterling, Verschiedenfarbiger Dachpilz, Gemeiner Rettich – Fälbling, Birken &#