Tagebuch

Ein Rückblick auf Ereignisse und Veranstaltungen.

20. Juni 2017 – Treffen der Pilzfreunde

Vereinsabend der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Thema: Speisepilze und ihre speziellen Zuberereitungen

Frieder Gröger schreibt in seinen beliebten Büchlein Pilze und Wildfrüchte folgendes zu Steinpilzen: Vorzüglicher, festfleischiger Pilz mit ausgezeichnetem Aroma. Am besten gebraten. Getrocknet von allerbester Würzkraft!

Frieder Gröger schreibt in seinem beliebten Büchlein „Pilze und Wildfrüchte“ folgendes zum Steinpilz: Vorzüglicher, festfleischiger Pilz mit ausgezeichnetem Aroma. Am besten gebraten. Getrocknet von allerbester Würzkraft!

Treff: Dienstag, der 20. Juni 2017, um 18.00 Uhr im Steinpilz – Wismar, ABC Straße 21.

Heute Abend blickten wir auf unsere mehr oder weniger bekannten Speisepilze. Nicht jede beliebige Pilzart eignet sich  gleich gut für alle möglichen Zubereitungsmethoden. Schmoren mit Pfeffer, Salz und Zwiebeln in der Pfanne, ist wohl die bekannteste und einfachste Variante, zu der sich auch die meisten Speisepilze mehr oder weniger gut eignen. Um aber spezielle Geschmackstoffe und  Konsistenzen der unterschiedlichen Esspilze besser hervorzuheben oder zu unterstreichen, gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten. So in speziellen Pilzkochbüchern oder im Internet, b. z. w. es obliegt auch der eigenen Kreativität. Wir sind auf die einfachsten und praktischten Möglichkeiten eingegangen und lehnten uns dabei an die Hinweise in Frieder Grögers Broschüre „Pilze und Wildfrüchte“ an.

 

18. Juni 2017 – Vereinsexkursion der Pilzfreunde

Naturkundliche Vereinsexkursion

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Exkursion durch das Grambower Moor

Das Grambower Moor am 18. Juni 2017.

Das Grambower Moor liegt zwischen den Ortschaften Wodenhof und Grambow im Landkreis Nordwestmecklenburg, unweit der Orte Wittenförden, Groß Rogahn, Stralendorf und Zülow, ganz in der Nähe zur Landeshauptstadt Schwerin. Es liegt 46 – 49 m über dem Meeresspiegel und gehört zum Schweriner Seengebiet. Nach dem Ende der letzten Eiszeit entstand hier aus Schmelzwasser ein flacher See, der bald verlandete. Vor etwa 7000 Jahren entwickelte sich allmählich ein Bruchwald und in der Folge, vor etwa 5000 Jahren, wuchsen zunehmend Torfmoose, die sich als Torfschichten ablagerten. Aus einem Verlandungsmoor entstand schließlich ein Regenmoor. Da sich Wasser anstaute, bildete sich der heutige Grambower Moorsee. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde im großen Stil Torf abgebaut. Ab 1994 begann der Förderverein „Grambower Moor e.V.“ mit der Renaturierung des wertvollen Gebietes und es wurde schließlich unter Naturschutz gestellt. Es umfast 567 ha. Seltene Tier- und Planzenarten sind hier zuhause, so die Ural – Ameise, die Knäkente, die Fransenfledermaus oder die Hochmoor – Mosaikjungfer. Wollgras, Sumpfcala und Sumpfporst gedeihen hier prächtig. Wir wandten uns heute allerdings den Pilzen zu. Im Spätsommer und Herbst wird es hier sicherlich diesbezüglich richtig zur Sache gehen, aber auch heute konnten wir einiges entdecken. Wir nutzten den in Ortsnähe beginnenden Moorlehrpfad, den der Förderverein extra als Rundwanderweg durch das Naturschutzgebiet angelegt hat. Hier einige Impressionen:

Der Schwefelporling (Laetiporus sulphureus) war zwar auch im Exkursionsgebiet vertreten, diesen aber hatte unser Pilzfreund Jürgen Horn bereits auf der Anfahrt von Bargteheide aus entdeckt.

Gleich zu Beginn des Moorlehrpfades wurden Informationstafeln aufgestellt. Weitere Info – Tafeln finden sich entlang des Wanderweges, der vom Förderverein Grambower Moor e.V. angelegt wurde.

Wir starten.

Gleich nach den ersten Metern, unter den alten Eichen der Zuwegung zum Moor, begrüßte uns dieser wirklich stattliche Riesen – Champignon (Agaricus augustus). Die auf dem Hut braunschuppige Art gehört zu den Anis – Champignons und ist einer der edelsten Speisepilze. Die Mahlzeit für Jürgen ist mehr als gesichert.

Die vor einiger Zeit vom Blitz getroffene Eiche hat massive Schäden erlitten und kümmert nun mehr oder weniger vor sich hin.

Ausführlichere Erläuterungen zur „Blitzeiche“ und ihrer weiteren Bedeutung sind auf dieser Info – Tafel nachzulesen.

Kaum das wir das Moor erreicht haben, standen auch schon die ersten Frischpilze vor uns. Hier sehen wir zwei junge Lilablättrige Mürblinge (Psathyrella candolleana). Als Suppenpilz sollen sie vorzüglich sein. Ihr Hutrand ist besonders jung weißlich behangen, deshalb auch Behangener Faserling genannt.

Der Flache Lackporling (Ganoderma lipsiense) befindet sich in der Sporulationsphase und hat seine nähere Ungebung mit zimtfarben Sporenstaub bepudert.

Der Schiefe Schillerporling (Inonotus obliquus) bricht als dunkelbraunes bis schwarzes Gebilde aus den weißlichen Stämmen von Birken heraus. Als Vital- oder Heilpilz ist er sehr beliebt. Besonders in Form eines Tee – Aufgußes.

Zahlreiche Kiefern riefen auch eine Handvoll Körnchen – Röhrlinge (Suillus granulatus) auf den Plan. Junge Fruchtkörper dieses Schmierröhrlings weisen auf der Hut – Unterseite milchige Tröpfchen auf. Guter Speisepilz.

In solchen Biotopen, mit unzähligen Moor – Birken, darf natürlich der Echte Zunderschwamm (Fomes fomentarius) nicht fehlen. Rotbuche und Birke sind seine Hauptwirte.

Mit dem Netzstieligen Hexen – Röhrling (Boletus luridus) hätte ich hier im Moor eigentlich nicht gerechnet. Er liebt ansonsten etwas bessere, kalkhaltigere Böden. Roh giftig, gut durchgegart allerdings essbar.

Mit dem Birkenpilz (Leccinum scabrum) und seinen verwandten Moor – Arten allerdings schon. Im Herbst dürfte es vor Birkenpilzen hier nur so wimmeln.

Perlpilze (Amanita rubescens) waren heute immer mal dabei. Schön sind die rotbräunlichen Tönungen am Fruchtkörper zu erkennen.

Steg und Sitzgelegenheit am Moorsee mit zugehörigen Erläuterungen auf einer Schautafel.

Teilweise wurde hier sogar ein kleiner Damm als Wanderweg aufgeschüttet, da es stellenweise doch recht moorastig sein kann.

Allerdings erschien uns das Gebiet heute doch über weite Strecken recht ausgetrocknet. Dennoch können hier immer wieder von Schwingrasen überzogene Feuchstellen eingelagert sein, so dass ein Verlassen des Wanderweges durchaus lebensgefährlich werden kann.

Einfach Märchenhaft!

Der Zimtfarbene Weichporling (Hapalopilus rutilans) kann zum Färben von Wolle Verwendung finden. Ansonsten ist er ein Giftpilz!

Eineinhalb zarte Rötlinge, ja Zärtlinge (Entoloma specc.).

Der häufige Blutmilchpilz (Lycogala epidendron) gehört zu den einzelligen Lebewesen. Verletzt man die Zelle, tritt gleichfarbige, rötliche Flüßigkeit aus – die Blutmilch. Ein Myxomycet = Schleimpilz.

Der Blaugraue Täubling (Russula parazurea) gehört zu den mild schmeckenden, also essbaren Arten der umfangreichen Gattung.

Genauso wie der Moor – Täubling (Russula claroflava), auch Chromgelber Graustiel – Täubling genannt. Wir finden diesen leutend gelbhütigen Täubling unter Birken auf saurem Untergrund und vor allem in Birken – Mooren.

Ungenießbar ist hingegen der Widerliche Täubling (Russula pectinatoides). Er wächst gerne unter Eichen und anderen Laubbäumen. Charakteristisch ist nicht nur sein widerlicher Geschmack, sondern auch der stark geriefte Hutrand, den er sich mit einigen nah verwandten Arten teilt.

Täublinge und Milchlinge. Gemeinsam bilden sie die Gruppe der Sprödblättler. Hier sehen wir den Flatter – Milchling (Lactarius tabidus). Die mild schmeckende Art ist zeitweise Massenpilz unter Birken und Fichten.

Dieser Wulstige Lackporling (Ganoderma adsperum) hat eine große Ausdehnung am Fuße einer alten Eiche erreicht. Er kommt zerstreut im Flach- und Hügelland vor und gilt als Schwächeparasit, der im befallenen Holz verschiedenener Laubbäume eine Weißfäule auslöst. Hindernisse werden umwachsen, wenn es nicht anders geht. Ungenießbar.

Ich denke, es hat allen sehr viel Spaß gemacht diese einmalige Landschaft zu durchwandern. Wir können den Rundgang durch das Grambower Moor nur weiterempfehlen. Abschlußfoto am 18. Juni 2017.

  • Wann startet die nächste Vereinsexkursion? – Siehe unter Termine!

10. Juni 2017 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Sie führte durch den Gadebuscher Stadtwald

Der Startschuß ist gefallen.

Der Pilzfrühling endet nun und Mitte Juni beginnt in der Aspektabfolge eines Pilzjahres der Frühsommer. Die kurze Phase dauert bis zum Beginn des Hochsommers an und wird vor allem von Breitblättrigen- und Waldfreund – Rüblingen, Hochgerippten Lorcheln aber auch ersten Perlpilzen, Grauen Wulstlingen und Täublingen bestimmt. Erste Pfifferlinge sind zu finden. Delikate Hexen – Röhrlinge und Sommersteinpilze können die Herzen der Mykophagen höher schlagen lassen. Sommersteinpilze erlebten beispielsweise genau vor einem Jahr um diese Zeit in unseren besseren Buchenwäldern eine richtige Schwämme und auch derzeit läuft wieder ein Wachstumsschub dieser beliebten Dickröhrlinge. Durch den extrem pilzarmen Herbst 2016 ist in dieser Saison, sofern die Witterung mitspielt, durchaus mit Überaschungen zu rechnen. Die Tour dauerte bis zum frühen Nachmittag an. Die Wanderung leitete Reinhold Krakow vom Steinpilz – Wismar. Hier einige Bilder von heute:

Gleich zum Start die erste Erläuterung zu diesem Rehbraunen Dachpilz (Pluteus atricapillus). Er gehört als Holzbewohner zu den Freiblättlern und seine anfangs weißen Lamellen verfärben sich bei zunehmender Reifung fleischrötlich. Essbar.

Einen Holzbewohner sehen wir auch hier. Nur gehört er zu einer ganz anderen Gruppe, nähmlich zu den Porlingen. Allerdings ist er durch sein lamellig -labyrintsches Hymenophor bestens von anderen Porlingen zu unterscheiden. Sein Substrat ist immer Eichenholz. Es handelt sich um den Eichen – Wirrling (Daedalea quercina). Ungenießbar, aber bestens zum Basteln geeignet, daher gelegentlich auch in Baumärkten oder Bastellläden erhältlich.

Ungewöhnlich farbfreudig präsentiert sich die veralgte Oberfläche dieser Buckel – Tramete (Trametes gibbosa). Ungenießbar.

Wirklich breite Blätter zeigt uns hier der Breitblättrige Rübling (Megacollybia platyphylla). Sein Speisewert ist umstritten. Von essbar mit gutem Geschmack über ungenießbar bis giftig reicht die Palette. Ob er in den Sammelkorb wandern soll, muss jeder für sich entscheiden.

An einer ausgehagerten Wegböschung des Buchenwaldes relativ kleine, der größeren Becherlinge. Entweder zur Gattung Peziza oder Tarzetta gehörig.

Hier zwei Vertreter der umfangreichen Gattung der Helmlinge. Dort gehören sie in die Gruppe der leicht giftigen Rettich – Helmlinge, von denen heute zwei Arten vertreten waren. Zu sehen ist die Typus – Art der Gruppe, der Rettich – Helmling (Mycena pura). Auch der Schwarzgezähnelte Rettich – Helmling war heute mehrfach vertreten.

Kurzmoosige Hangterrassen beherrbergten Pfifferlingsbrut und junge Sommersteinpilz.

Junger Sommersteinpilz (Boletus reticulatus). Sommersteinpilze finden wir von Mai bis September, selten noch im Oktober, unter Eichen und Buchen. Echte Steinpilze wachsen von Mitte Juni bis November im Laub- und Nadelwald.

Der in Buchenwäldern ab Mai häufige Buchenwald – Wasserfuß (Hydropus subalpinus) gehört, wie gut zu erkennen, zu den Faserblätterpilzen. Ohne Speisewert.

Ein Hexenei der Stinkmorchel (Phallus impudicus) schiebt sich aus dem Waldboden. Die Gallertschicht liegt, aus welchen Gründen auch immer, offen. In diesem Zustand kann der Pilz noch gegessen werden und steht bei einigen Feinschmeckern hoch im Kurs.

Schneidet man das Hexenei von oben nach unten durch, so erkennt man bereits die Anlage der späteren Stinkmorchel.

Die erste Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus) des Jahres. Im Gegensatz zum Rotfüßchen finden sich bei ihr keine Rottöne am Stiel. Die Röhren sind leuchtend gelb und ihr Fleisch riecht nicht säuerlich. Essbar.

Mehr oder weniger intensiv rot gefärbte Stiele, säuerlicher Geruch und rasch felderig aufspringende Huthaut sind gute Abgrenzungsmerkmale zu obig abgebildetem Pilz. Rotfüßchen (Xerocomus chrysenteron). Essbar.

Gold – Mistpilze (Bolbitius vitellinus) finden wir auf Pflanzenresten wie Stroh, Heu oder so wie hier, auf Sägespänen. Der zarte, häutige Pilz steht den Tintlingen nahe, geht aber nicht wie diese in Autolyse über, dass heißt, er zerfließt nicht. Ohne Speisewert.

Hierbei handelt es sich um einen Helmling, der sich durch seinen Geruch nach Chlor oder Salpetersäuredämpfen auszeichnet. Von ihnen gibt es mehrere Arten Bei unseren Pilzen könnte es sich um den Voreilenden Helmling (Mycena abramsii) handeln.

Durch die Regenfälle der letzten Tage war auch der Pilz des Jahres wieder reichlich und frisch zu finden. Er konnte heute fast wie im Winter in Menge eingesammelt werden. Judasohr (Hirneola auricula – judae).

Auch der Goldgelbe Zitterling (Tremella mesenterica) ist uns aus dem Winterhalbjahr bestens bekannt.

Dieser Tage ist der Lilablättrige Mürbling oder Behangene Faserling (Psathyrella candolleana) das erste mal in diesem Jahr erschienen. Bis zum Herbst kann er nach Regenfällen um mulmiges Holz herum in großen Scharen auftreten. Typisch sind die lilagrauen Lamellen, der weißbehangene Hutrand und die den Mürblingen zu eigene Brüchigkeit. Der Kenner freut sich, denn der Suppenpilz soll ein ausgezeichnetes Aroma besitzen.

In der Nadelstreu des Fichtenwaldes gibt es ab sofort oft in großen Mengen und teilweise in Hexenringen den ungenießbaren Brennenden Rübling (Collybia peronata). Sein Geschmack ist brennend scharf und sein Geruch, besonders beim Reiben der Lamellen, säuerlich, fast essigartig. Die Stielbasis ist reichlich mit der Nadelstreu verfilzt.

Eine schöne Wanderung endet. Eigentlich waren wir zwölf, aber zwei Damen haben sich bereits etwas früher verabschiedet. Auch die Fotografin ist logischerweise nicht zu sehen, was auch so gewollt war. 10. Juni 2017 im Gadebuscher Stadtwald.

  • Die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

27. Mai 2017 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Sie führte durch den Forst Raben Steinfeld

Am Findlingsgarten in Raben – Steinfeld war unser Zweittreffpunkt.

Heute ging es ganz in die Nähe unserer Landeshauptstadt Schwerin. Der Forst Raben Steinfeld beginnt bereits am gleichnamigen Ort an der Stadtgrenze zu Schwerin. Es ist ein umfangreiches und vielseitiges Forstrevier, das an den Pinnower See grenzt. Im Sommer und Herbst waren wir hier schon unterwegs, für den Frühling war es eine Prämiere. Der Frühlingsaspekt neigt sich nun langsam dem Ende zu und der Übergang zum Sommer wird allmählich eingeleitet. So fanden wir letzte Frühlingspilze wie Mai – Ritterlinge, Frühlings – Ackerlinge und auch typische Vertreter für diese Zeit wie beispielsweise Breitblättrige Rüblinge und Becherlorcheln. Das Wetter war dazu traumhaft, eigentlich viel zu schön für eine Pilzwanderung. Der Ostseestrand wäre wohl eine bessere Adresse gewesen. So waren wir heute auch nur eine kleine Truppe von sechs Pilzfreunden. Hier einige Bilder:

Gleich bei der Ankunft am Zweittreffpunkt erwartete uns neben Tintlingen auch dieser junge und kompakte Stadt – Champignon (Agaricus bitorquis). Der abgeplatte Hut und sein nach dem Aufschirmen doppelte Ring am Stiel, kennzeichen ihn gut. Ausgezeichneter Speisepilz von kräftig würzigem Aroma. Leider oft an weniger appetitlichen Orten wachsend.

Es ist das Frühjahr der Schlauchpilze. Immer wieder treffen wir ihre großen und kleinen Vertreter in unseren Wäldern derzeit an. Hier sind es Becherlinge der Gattung Peziza. Ob es sich um Buchenwald – Becherlinge handelt, müßte wohl mikroskopisch festgestelt werden.

Der Hut des Breitblättrigen Rüblings (Megacollybia platyphylla) besteht fast nur aus breiten Lamellen und Huthaut. Nicht empfehlenswert.

Die meisten, noch vorhandenen Maipilze (Calocybe gambosa), beginnen nun braunfleckig zu werden. Solche Exemplare sind überständig und sollten nicht mehr zum Essen mitgenommen werden!

Wir wanderten auf Räuber Röpke`s Sagenpfad.

Die Rillstielige Lorchel (Helvella solitaria) ist ein typischer Vertreter ihrer Zunft um diese Jahreszeit. Der gerillte Stiel und der becherförmige Hut sind deutlich voneinander abgesetzt. Die Rillen laufen nur kurz den Becher hoch. Ohne Speisewert.

Ganz anders bei der Hochgerippten Becherlorchel (Helvella acetabulum). Die außeren Längsrippen laufen weit am Pokal herauf.

Diese Lorcheln wuchsen unter Fichten. Es könnte sich um Kurzgestielte Becherlorcheln (Helvella confusa) handeln. Ohne Speisewert.

Eigentlich ein Pilz des Herbstes bis zum frühen Winter, der Büschel – oder Frost – Rasling (Lyophyllum fumosum). Gelegentlich finden wir ihn aber auch schon im Frühling. Die Pilze sind büschellig verwachsen und kommen in verschiedenen Habitaten vor. Sie sind recht zäh – und festfleischig, riechen schwach mehlartig und gehören zu unseren besten und ergiebigsten Speisepilzen.

Der Waldfreund Rübling (Collybia dryophila) riecht angenehm pilzig und darf als Mischpilz Verwendung finden. Allerings nur von Kennern, denn es gibt auch zu dieser Jahreszeit schon einen Doppelgänger, der leicht giftig ist. Der Striegelige Rübling. Er besitz zur Stielbasis eine striegelige Behaarung und riecht außerdem unangenehm nach faulem Kohl.

Der häufige Buchenwald – Wasserfuß (Hydropus subalpinus) fruktifiziert an Buchenästen. Bricht man den Stiel, tritt eine wässerige Flüßigkeit aus. Ansonsten wirkt er wie eine Mischung aus Breitblättriger Rübling und Wurzel – Rübling in Miniatur – Ausgabe. Kein Speisepilz.

Kaum zu glauben, das dieses gelbe, schleimige Gebilde aus einer einzigen Zelle bestehen soll. Gelbe Lohblüte (Fuligo septica).

Die Vielgestaltige Holzkeule (Xylaria polymorpha) ist an Buchenstubben zu finden. Außen schwarz und innen weiß, dazu holzartig fest. Holzkeulen gehören zu den Schlauchpilzen, sind also mit Morcheln, Lorcheln und Becherlingen verwandt. Ungenießbar.

Jürgen aus Schleswig – Holstein fotografiert ein interessantes Loch in einem Baumstamm das Stapels.

Ob dafür vieleicht ein Pilz verantwortlich zeichnet?

Ein Bild zur Erinnerung. Eigentlich waren wir sechs, aber eine junge Dame wollte nicht mit uns in die weite Welt hinaus. 27.Mai 2017 im Forst Raben – Steinfeld.

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23. Mai 2017 – Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V.

70 Jahre Pilzberatung in Wismar

Fundbesprechung während einer öffentlichen Pilzlehrwanderung in den 1950er Jahren. Rechts die damals stadtbekannte Pilzfrau Annalotte Heinrich. In der Mitte unser dienstältester, heute noch aktiver Pilzfreund Hans - Jürgen Willsch. Das junge Mädchen rechts ist leider unbekannt.

Fundbesprechung während einer öffentlichen Pilzlehrwanderung im Jahre 1964. Links die damals stadtbekannte „Pilzfrau“ Annalotte Heinrich. In der Mitte unser dienstältester, heute noch aktiver Pilzfreund, Hans – Jürgen Willsch. Das junge Mädchen rechts ist leider unbekannt.

Am Dienstag, dem 23. Mai 2017, luden wir zu 18.00 Uhr in das TGZ – Technologie- und Gewerbezentrum, Alter Holzhafen 19, in 23966 Wismar ein.

Rechts Kreispilzsachverständige Annalotte Heinrich und in der Mitte die Wismarer Ortsbeauftragte Sigrid Steinbrecher während einer Pilzwanderung um 1980 herum.

Links Kreispilzsachverständige Annalotte Heinrich und in der Mitte die Wismarer Ortsbeauftragte Sigrid Steinbrecher während einer Pilzwanderung um 1980.

Auf Anregung des Vorstandes der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. wurde Anfang des Jahres beschlossen, aufgrund der jahrzehntelangen, vorbildlichen Absicherung der Pilzberatung im Raum Wismar, eine informative und retrospektive Feierstunde zu begehen. Soweit wir es zurückverfolgen können, gibt es die Pilzberatungsstelle in unserer Hansestadt schon seit der Nachkriegszeit, spätenstens jedoch seit den 1950er Jahren. Zunächst in einer kleinen Räumlichkeit des Wismarer Rathauses, aber schon bald mit einer richtigen Geschäftsstelle in Form eines Ladenlokals in bester zentraler Lage. Dazu gehörig ein Schaufenster in dem ständig Frischpilzausstellungen über die aktuelle Lage an der Pilzfront informierten und natürlich eine Gegenüberstellung der wichtigsten Speise- und Giftpilze erfolgte. Ein zeitaufwändiges Unterfangen, auf das ich mich vor allem in den 1980er und 90er Jahren spezialisierte. Ich (Reinhold Krakow) stieg hier im Jahre 1981 mit ein.

Schaufensterausstellung in den 1990er Jahren. Damit sie deratig sehenswert wird, ist es zweimal wöchentlich erforderlich sie nei zu bestücken. Eine echte Herausforderung, die ich aber unzählige mahle meiserte und die mir trotz des hohen arbeits- und zeitaufwandes sehr viel Spaß gemacht hat und die durch ein hohes Interesse interessierte Menschen gewürdigt wurde.

Schaufensterausstellung in den 1990er Jahren. Damit sie deratig sehenswert wurde, war es zweimal wöchentlich erforderlich, sie neu zu bestücken. Eine echte Herausforderung, die ich  unzählige male meisterte und die mir trotz des hohen Arbeits- und Zeitaufwandes sehr viel Spaß gemacht hat und die durch ein hohes Interesse vieler Menschen entsprechend gewürdigt wurde.

Nachdem es mit Unterstützung des Gesundheits- und Umweltamtes noch viele Jahre nach der Wende weiter gehen konnte, war Ende 2002 plötzlich Schluß. Die Stadt sah keine Möglichkeit mehr, die Pilzberatungsstelle in der bisherigen Form zu unterhalten. Nach Resignation und Arbeitslosigkeit reifte bei mir die Idee, ein mykologisches Informationszentrum aus Privatinitiative heraus und mit Unterstützung der Argentur für Arbeit entstehen zu lassen. Ich mietete mir ein Ladenlokal an und ab September 2003 gab es für die Wismarer Pilz – und Naturfreunde wieder einen Anlaufpunkt. Der „Steinpilz – Wismar“ war geboren.

Es gibt wieder einen Pilzladen in Wismar. Eröffnung der neuen Bersatungsstelle in der ABC - Straße 28. Nach einem Jahr wurde in ein größerese Domiziel gegenüber, in die ABC Straße 21 ungezogen. Hier haben wir dank des Städtischen Wohnungsunternehemens WOBAu - Wismar einen geminderten Mietzins, den wir jährlich neu beantragen müssen.

Es gibt wieder einen Pilzladen in Wismar! Eröffnung der neuen Beratungsstelle in der ABC – Straße 28. Nach einem Jahr wurde in ein größeres Domiziel gegenüber, in die ABC Straße 21, umgezogen. Hier brauchen wir, dank des städtischen Wohnungsbauunternehmens Wobau – Wismar, nur einen geminderten Mietzins zahlen, den wir aber jährlich neu beantragen müssen.

Nahezu zeitgleich wurde die Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. aus der Taufe gehoben und ich wurde Mitglied. Es entwickelte sich die Gruppe der Pilzfreunde unter dem Dach des Vereins, die zusammen mit der Plattdeutsch – Runde die beiden tragenden Säulen der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. bilden. Die Zahl der Mitglieder unserer Pilzgruppe hat sich derzeit auf etwa 40 eingepegelt. Dabei konnten wir beispielsweise auch Pilzfreunde aus Hamburg, Berlin, Lübeck, Schwerin, Düsseldorf, Grevesmühlen, Arpshagen, Bad Kleinen, Bargteheide u. a. Orten gewinnen.

Auf der Internetseite www.steinpilz-wismar.de werden unsere Aktivitäten seit dem Jahre 2009 dokumentiert und wir haben dadurch auch einen gewissen Bekanntheitsgrad im deutschsprachigen Raum erlangen können. Trotz vieler Unwegbarkeiten ist es uns gelungen, den „Steinpilz – Wismar“ bis zum heutigen Tag zu erhalten. Nicht zu vergessen, das wichtigste dabei ist die Verhinderung von Pilzvergiftungen, also die Pilzberatung und Aufklärung. Es sind geregelte Sprechzeiten vorhanden, die gerne von den Bürgern genutzt werden. Viele tausend Beratungen konnten durchgeführt und natürlich auch unzählige ungenießbare und giftige Arten aus den Sammelkörben heraus gefischt werden.  In Notfällen müssen wir Ärzten und Kliniken mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Kartierung von Großpilzen in unserer Region. Erkenntnisse daraus sind beispielsweise in die Roten Listen der gefährdeten Großpilze Mecklenburg – Vorpommerns eingeflossen. Das städtische Umweltamt brachte bereits im Jahre 1995 die Broschüre „Großpilze der Hansestadt Wismar“ heraus. Intensiv kartiert wurde und wird der Nordwestmecklenburger Raum etwa seit 1990 von Benno Westphal, Jürgen Schwik, Brigitte Schurig und Reinhold Krakow. Wie stark unsere Region bereits im Hinblick auf die Verbreitung vieler Großpilzarten untersucht wurde, ist beispielsweise auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Mykologie, kurz DGfM, ersichtlich. Siehe untere Verlinkung „Pilzkartierung M-V“. Im Suchfeld den wissenschaftlichen oder deutschen Namen eingeben! Auch auf unserer Internetseite stelle ich nach und nach Daten und Verbreitungskarten meiner Kartei ein. Mit dem Pilzverein „Heinrich Sternberg Rehna e.V.“ sind wir freundschaftlich verbunden und treffen uns beispielsweise einmal jährlich am Roten See bei Brüel zu gemeinsamen Exkursionen. Vereinsfreundin Irena Dombrowa bietet Lehrgänge zum Fischereischein an, die zusätzlich der Finanzierung unseres Informationszentrums zu gute kommen.

besonders wenn größere Veranstaltungen wie die alljährliche Großpilzausstellung Ende September sind viele fleißige Helfer erforderlich. Die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft

Besonders wenn größere Veranstaltungen, wie die alljährliche Großpilzausstellung im September anstehen, sind viele fleißige Helfer erforderlich. Ohne die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. wären derartige Veranstaltungen nicht zu realisieren.

Das Programm

  • Begrüßung der Gäste mit kleiner musikalischer Umrahmung.

Vereinsmitglied und Hobby – Musiker Helmut Meier gab zwei Pilzlieder zum besten, die er im Jahre 2004 für die Gruppe der Pilzfreunde komponierte.

  • Vortag von Dr. med. Oliver Duty vom Landesgesundheitsamt zum Thema Pilzberatung in Mecklenburg – Vorpommern, die bundesweit in ihrer Form einmalig ist. Er ist zugleich Landespilzsachverständiger und koordiniert die Aufgaben aller in unserem Bundesland tätigen Pilzberater.

Dr. Duty bei seinem Vortrag.

Erlass zur Pilzberatung in unserem Bundesland – einmalig in Deutschland!

Von links: Dr. Björn Berg – Vorsitzender der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V., Ulrich Klein – Vereinsmitglied und Referent, Reinhold Krakow vom Steinpilz – Wismar und Werner Voß – Pilzberater aus Warin.

  • Ulrich Klein und Reinhold Krakow gingen im Anschluß mit einer Power – Point – Präsentation auf die Geschichte der Pilzberatung in Wismar ein, soweit wir es zurückverfolgen können.

Zu Beginn einiges Grundsätzliches zum Thema Pilze von Ulrich Klein.

Zu dieser öffentlichen Veranstalltung waren alle herzlich eingeladen, die Hintergründe und wissenswertes über die jahrzehntelange Pilzberatungstätigkeit in Wismar und in Mecklenburg – Vorpommern erfahren wollten und denen es am Herzen lag, dass dieses auch in Zukunft so bleiben mag. Wir konnten die vorhandene Beamer – Technik nutzen und unsere PowerPoint – Präsentation wurde zu einem echten Erlebniss.

Es wurde ein Catering Service beauftragt, der für das leibliche wohl sorgte.

21. Mai 2017 – Vereinsexkursion der Pilzfreunde

Vereins- und Kartierungsexkursion

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Vereinsexkursion durch das Bernitter Holz bei Bützow

Während sich Ende Mai Frühjahrslorcheln und Morcheln allmählich bis zum nächsten Jahr verabschieden, können nun andere Vertreter dieser Schlauchpilze das Herz des Hobby - Mykologen erfreuen, so wie diese Rippenstielige Lorchel (Helvella solitaria).

Während sich Ende Mai Frühjahrslorcheln und Morcheln allmählich bis zum nächsten Jahr verabschieden, können nun andere Vertreter der Schlauchpilze das Herz des Hobby – Mykologen höher schlagen lassen, so wie diese Rippenstielige Lorchel (Helvella solitaria).

Das Bernitter Holz gehört zum großflächigen Schlemminer Forst, der sich weitläufig um die gleichnamige Ortschaft spannt. Er geht dann später über in die Trechower Holzung und schließlich weiter in das Rühner Holz. Wir wollen heute aber den Bernitter Bereich etwas näher in Augenschein nehmen und es steht die Kartierung im Vordergrund. Die umfangreichen Wälder stehen zum Teil auf eiszeitlichen Aufschüttungen einer Grundmoräne und es überwiegen Mergelböden. Buchenwälder wechseln mit Nadelforst, vor allem Fichte und Lärche, mit eingestreuten Feuchtbiotopen und Erlenbrüchen. Mykologisch zählt der gesamte Bereich des Schlemminer Forstes mit seinen Teilrevieren zu den interessantesten Waldgesellschaften Mecklenburgs. Auch heute war es für die noch frühe Jahreszeit schon recht beachtlich, was wir auf unserer kurzweiligen Exkursion fanden. Vor allem Schlauchpilze aus den Gruppen der Becherlinge und Lorcheln waren längst der Waldwege immer wieder vertreten. Das Waldgebiet war frisch und nass, was allerdings eine regelrechte Mückenplage zur Folge hatte. Hier wie immer einige Impressionen:

Der Breitblättrige Rübling (Megacollybis platyphylla) ist ein typischer Vertreter in feuchteren Laub- und Nadelwälder im Übergang vom Frühlings- zum Sommeraspekt. Wir können ihn dann bis zum Spätherbst finden. Kaum Hutfleich, dafür breite, grauweißliche Lamellen, grauer, trockener Hut und weißlicher Stiel, der am Grunde oft kräftige Myzelstränge besitzt. Als Speisepilz nicht empfehleswert.

Auch der Pilz des Jahres 2017 war vertreten, das Judasohr (Hirneola auricula – judae). In der asiatischen Küche unverzichtbar. Ihm werden auch gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Übrigens wohl der älteste Kulturpilz der Menscheit überhaupt!

Klaus Warning aus Bützow (knieend) entdeckt ganz besonders schöne und farbfreudige Pilze an trocken liegendem Buchenholz.

Es handelt sich um den recht seltenen Nördlichen Zinnoberschwamm (Pycnoporus cinnabariuns).

Die Hochgerippte Becherlorchel (Helvella acetabulum) durfte heute natürlich nicht fehlen. Sie erlebt derzeit in geeigneten Biotopen (Buchenwälder oder Parks mit Eichen) einen regelrechten Boom. Essbar, aber gut erhitzen.

An einem Waldwegrand zu einem Fichten – Hochwald wuchsen zahlreiche Exemplare dieser Becherlinge, einer Peziza – Art.

Mit dieser Art hätte ich hier allerdings nicht gerechnet. Auf den ersten Blick handelt es sich um Schwarzweiße Becherlorcheln. Diese kennen wir doch eher aus unseren ehemaligen Kies – Abbaugebieten, die mit Kiefern aufgeforstet sind. Dank eines Hinweises unseres Lorchel – Experten Christian Ehmke handelt es sich sogar um eine andere Art, der Gestielten Becherlorchel (Helvella confusa). Hier standen Fichten, aber der Waldweg wurde mit Schotter aufgefüllt.

Einmal bitte Schnuppern! Gerüche können mitunter sofort aufschluß über eine gefunde Pilzart bringen.

Ein deutlicher Anis – Geruch kennzeichnet den besonders im Herbst und Frühling häufigen Duft – Trichterling (Clitocybe fragrans). Es gibt einige ähnliche Arten der Gattung, die teils unangenehme Gerüche aufweisen. Nach Anis duftet auch der essbare Grüne Anis – Trichterling, während die hier gezeigte Art trotz des angenehmen Geruches giftig ist!

Es gab aber auch hochwertige Edelpilze für den Kochtopf – Mykologen – Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis).

Weniger für den Gaumen, statt dessen eher für die Augen sind diese jung leuchtend gelben Gold – Mistpilze (Bolbitius vitellinus). Sie wachsen gern auf Heu und Stroh, aber auch auf Sägespänen, Holzhäcksel oder sonstigen, abgestorbenen Pflanzenresten.

Nachdem uns Irena noch mit Kaffee und Kuchen verwöhnte, zeigte uns zum Schluß Klaus Warning seine wunderschönen, selbst zusammengestellten Pilz – Poster von den jeweilig schönsten und seltensten Pilzfunden der zurück liegenden Jahre.

Unser obligatorisches Erinnerungsfoto im Bernitter Holz. Von der Mückenplage einmal abgesehen, ging an dieser Stelle eine wirklich schöne Tour zu Ende. 21.05.2017.

  • Wann starten wir zur nächsten Vereinsexkursion? – Siehe unter Termine!

20. Mai 2017 – Frühjahrstagung der Pilzberater

Frühjahrstagung der Pilzberater

Pilzberater sollten sich mit den wichtigsten Speise- und Giftpilzen gut auskennen und auch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in ihre Verantwortungsvolle Tätigkeit mit einfließen lassen.

Pilzberater sollten sich mit den wichtigsten Speise- und Giftpilzen gut auskennen und auch die neuesten, wissenschaftlichen Erkenntnisse in ihre verantwortungsvolle Tätigkeit mit einfließen lassen.

Deshalb wird jeweils im Frühjahr und Herbst zu einer Weiterbildungsveranstaltungen eingeladen.

In diesem Jahr fand die Frühjahrstagung am Sonnabend, dem 20. Mai 2017, nicht wie gewohnt im CJD in Teterow, sondern in der dortigen Jugendherberge in der Zeit zwischen 10.00 – 14.00 Uhr statt.

Es wurde der Jahresbericht 2016 zur Pilzberatung in M-V besprochen und analysiert, der Pilz des Jahres (Judasohr) vorgestellt und organisatorisches besprochen.

Ria Bütow aus Rostock stellte uns in aller Ausführlichkeit den Pilz des Jahres 2017 vor. Foto: Jonas Dombrowa.

Nach dem Mittagessen ging es dann noch hinaus zu einer kleinen Exkursion durch das Hohe Holz. Christoph Kretschmer, seines Zeichens langjähriger Pilzberater des Ortes, führte uns durch das beeindruckende Waldgebiet.

Dort begeisterten uns vor allem wirklich üppige Hochgerippte Becherlorcheln (Helvella acetabulum). Die Pilze standen im tiefen Falllaub von Buchen am Wegesrand und haben sich deshalb besonders stark entwickelt, wie wir in der Präsentation von Irena sehen können. Essbar.

Auch ein bereits etwas betagter Flockenstieliger Hexen – Röhrling (Boletus luridiformis) war mit dabei.

  • Achtung, nur für Pilzberater Mecklenburg – Vorpommerns!

13. Mai 2017 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Sie führte durch den Großherzoglichen Forst Tankenhagen

Nicht nur Buchenwald mit zahlreichen Waldtümpeln, auch einzelne Nadelwaldbereiche und Erlenbrüche gehören zu diesem interessanten Waldgebiet.

Wir befinden  uns bereits im Vollfrühling und die Landschaft blüht und grünt aller Orten, so dass es  eine Wonne ist, um diese Zeit durch die erwachende Natur zu wandern. An der Pilzfront gibt es nun schon einiges zu entdecken. Während Frühjahrs – Lorcheln und Morcheln allmählich abklingen, sind im Mai vor allem die beliebten und ergiebigen Maipilze, auch Mai – Ritterling oder Mai – Schönkopf genannt, die wichtigsten Speisepilze. Sie wachsen nun oft in großen Hexenringen in Wäldern. Parkanlagen, Gärten, Schlehenhecken u. a. Standorten. Der sahneweißliche Pilz besitzt einen intensiven Geruch nach Mehl oder frischen Gurken. Er sollte vor dem Verzehr kurz blanchiert werden, um seinen sonst zu intensiven Geschmack etwas abzumildern. Mehrere Hexenringe konnten wir heute von ihm in bester Qualität ernten.

Maipilze (Calocybe gambosa) wie man sie sich schöner kaum wünschen kann, heute im Wald bei Tankenhagen am Standort fotografiert.

Auch gibt es zu dieser Zeit unter Rosengewächsen einen weiteren, guten Speisepilz, den Schild – Rötling, den wir heute leider, trotz entsprechender Standorte, nicht entdecken konnten. Zwar steht auf einer Pilzwanderung der Lernaspekt im  Vordergrund, sind aber genügend Speisepilze, so wie heute, im Angebot, dürfen sich natürlich auch die Körbe der Teilnehmer mit mehr oder weniger leckeren Köstlichkeiten aus Wald und Flur füllen. Hier weitere Bilder von heute:

Neben Maipilzen brachte uns ein Teilnehmer aus Bad Kleinen auch diesen Stadt – Champignon (Agaricus bitorquis) zum zeigen und vorstellen mit.

Gleich beim Start stimmte uns dieser filigrane Tintling (Coprinus spec) am Wegesrand auf die heutige Wanderung ein.

Der Wald ist nicht mehr fern.

Am Waldesrand mußten wir uns erst einmal einen Weg durch diese Holztransporter ebnen.

Weitere Baumstämme warten auf den Abtransport. Wie fast in jedem unserer Wälder und Forste wird seit Jahren erbarmungslos Holz eingeschagen und offensichtlich ist kein Ende in Sicht. Gewinn – Maximierung in der Forstwirtschaft auf Kosten von uns allen. Schöne, alte Wälder wird es bald kaum noch geben, es sei denn, man stellt sie unter Schutz und dann wird auch uns fast alles verboten. „Wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, das man Geld nich essen kann“ Weissagung der Cree – Indianer.

Immerhin erhöhen Baumstubben noch die Vielfalt unserer Pilzflora. So fanden wir an ihnen heute diese Schuppigen Porlinge (Polyporus squamosus). Es sind noch recht junge, zarte Fruchtkörper, die gegessen werden können. Später werden sie zäh und ledrig.

Zur gleichen Gattung gehört der Maiporling (Polyporus lepideus). Er ist von anfang an zäh und ungenießbar. Der Pilz fruktfiziert ebenfalls an Laubholz.

Der Schwarzrote Porling (Polyporus badius) ist der dritte im Bunde aus der Gattung der Stielporlinge (Polyporus) die wir hier vorstellen. Des weiteren waren noch zwei Sklerotienporlinge vertreten, die aber nicht sehr fotogen waren. Gezeigte Art wächst ebenfalls an Laubholz und ist ungenießbar.

Auch Dachpilze besiedeln totes Holz. Die Freiblättler besitzen zunächst weiße Lamellen, die bei Sporenreifung fleischfarben werden.

Der Wurzelschwamm (Heterobasidion annosum) ist hingegen ein agressiver Holzzerstörer, der die Baumwurzeln, insbesondere von Fichten, angreift und im Stamm viele Meter aufsteigen kann und zu einer Rotfäule führt.

Schön sind die insgesamt dominierenden, schwefelgelben Farben auf Hut und Stiel bei den Grünblättrigen Schwefelköpfen (Hypholoma fasciculare) zu erkennen. Giftig!

Ein schöner, frischer Becherling auf morschem Holz.

Es dürfte sich um den Kurzstieligen Holzbecherling (Peziza micropus) handeln. Unser Lorchel- und zunehmend auch Becherlingsexperte Christian Ehmke merkte an, dass es sich auch um einen jungen Buchenwald – Becherling (Peziza arvernensis) handeln könnte.

 

Schön sind die namensgebenden, glimmerigen Schüppchen auf den Hüten dieser jungen Glimmer – Tintlinge (Coprinus micaceus) zu erkennen. In diesem Zustand essbar, aber ohne Alkohol.

Daneben ein Büschel der gleichen Art im Reifestadium. Vom Glimmer ist nicht mehr viel zu erkennen. Die Hüte werden schwarz und gehen in Autolyse über.

Was machen, wenn man gerade einmal nicht so gut zu Fuß ist, aber trotzdem an einer Wanderung teilnehmen möchte? Ein fahrbarer Untersatz mit elektronischem Antrieb machts möglich. So wie bei Sabine aus Schwerin. Allerdings dann nur auf den Wegen.

Ob es sich bei diesen Schlauchpilzen um Kastanienbraue Becherlinge (Peziza badia) handelt, kann wohl eindeutig nur das Mikroskop klären. Christian Ehmke hält die Pilze eher für Riesenbecherlinge (Peziza varia).

Diese Pilze erinnern mich eher an den Blasigen Becherling (Peziza vesiculosa). Es waren Holzreste mit am Standort. Christian Ehmke ist jedoch eher für den Buchenwald – Becherlinge (Peziza arvernensis). Mikroskopieren ist also bei der genauen Bestimmung vieler Becherlinge unerläßlich.

Ungewöhnlich üppig mit bis zu 7 cm breiten Hüten und 10 cm langen stielen fielen diese Frühlings – Glockenschüpplinge oder Frühlings- Samthäubchen (Pholiotina aporos) aus. Sie wuchsen in der tiefen Laubstreu des Buchenwaldes. Typisch ist die satte rot – bis tabakbraune Färbung des Hutes mit stumpfer, noch etwas dunkler braunen Hutmitte und der hellere Stiel mit dem deutlichen, oberseits gerieften Ring. Giftverdächtig.

Eine interessante Hutstruktur weist dieser  vorjärige Löwengelben Porling (Polyporus varius) auf. Er gehört in die oben schon näher vorgestellte Gattung der Stielporlinge. Ungenießbar.

Nah mit Becherlingen, Lorcheln und Morcheln verwandt ist das Buchenfruchtschalen – Holzkeulchen (Xylaria carpophila). Wir findes es sehr häufig an feucht liegenden Schalen von Bucheckern, insbesondere, wenn diese tief unter Fallaub liegen.

Diese Relikte von Käppchen – Morcheln weisen uns darauf hin, das sich die diesjährige Morchel – Saison dem Ende nähert.

Mehrere Hexenringe von Maipilzen füllten zum Schluß die Körbe.

Mehr geht kaum rein, eine stolze Ernte!

Unser Abschlußfoto. Ursprünglich zählten wir neun Teilnehmer, aber ein Pilzfreund aus Bad Kleinen verabschiedete sich schon früher, da er in Lübeck noch etwas zu erledigen hatte. 13.05.2017 im Forst Tankenhagen.

  • Wann startet die nächste Wanderung? – Siehe unter Termine!

05. – 07. Mai 2017 – Pilzseminar in Mecklenburg

Ein Pilzwochenende in Mecklenburg

Kleines Pilzseminar in Keez, bei Brüel

Familie Speisemorchel (Morchella esculenta) in trauter Eintracht. Vater, Mutter und Kind.

Familie Speisemorchel (Morchella esculenta) in trauter Eintracht.

Pilzwochenende in Mecklenburg vom 05. – 07. Mai 2017 in Keez, bei Brüel.

Auch in diesem Jahr hatte das mykologische Informationszentrum Steinpilz –  Wismar wieder zu einem frühlingshaften Pilzwochenende nach Mecklenburg eingeladen. Entgegen der ursprünglichen Planung, fand es wie gewohnt in unserer Außenstelle in Keez statt. Das Objekt liegt etwa 3 Km außerhalb der mecklenburgischen Kleinstadt Brüel. Von hier aus kommend ist es gleich das erste Grundstück rechts zur Fahrbahn der B 104, nach der Ortschaft Thurow. Aus Richtung Schwerin kommend, das letzte auf der linken Fahrbahnseite. Leider ist hier kein Ortsschild vorhanden. Es müßte eigentlich mit Keezer Schmiede beschriftet sein, da der eigentliche Ort Keez etwa drei Kilometer entfernt, am Keezer See liegt. In begrenzter Anzahl bestehen hier Parkmöglichkeiten auf dem Gelände, ansonsten können in etwa 100 m Entfernung, an den Abzweigen Golchen/Keez, weitere Fahrzeuge geparkt werden.

Hier das Programm:

  • Freitag, der 05. Mai ab 12.00 Uhr Anreise. Um 14.00 Uhr Beginn des Theorietages mit Einführungen in die Pilzkunde und spezieller Berücksichtigung des Frühlingsaspektes durch unseren Experten Ulrich Klein. Abends gemütliches beisammensein und Festlegung der morgigen Exkursionsgebiete.

Ulrich Klein bei seinen Ausführungen im Rahmen seiner Power Point – Präsentation. Noch fehlen einige Teilnehmer, beispielsweise unsere Berliner Pilzfreunde.

Wir befinden uns im Frühling. Auf insgesamt 8 Folien stellte uns Ulrich kurz die einzelnen Wachstumsapekte im laufe eines durchschnittlichen Pilzjahres vor.

Im Außenbereich hatte ich zur Begrüßung bereits eine Pilzausstellung mit ca. 30 Arten aufgebaut.

Endlich sind auch die Berliner Pilzfreunde eingetroffen. Sie hatten auf der Hinfahrt noch an einer Morchelstelle halt gemacht und präsentierten uns ihre Erfolge, die natürlich neugierig machten.

Käppchen – Morcheln (Morchella gigas). Auch einige Speisemorcheln waren dabei.

Des weiteren Fingerhut – Verpel und leckere Schild – Rötlinge.

Und hier Fingerhut – Verpel satt!

Pilz – Tommi aus Berlin beim Säubern seiner Ernte, um sie anschließend auf dem Dörrgerät zu trocknen. Leider hatte es kräftig geregnet, so dass die Pilze sehr wasserrreich waren und die Trockenzeit entsprechend verlängerten.

  • Sonnabend, der 06. Mai. Treff um 08.00 Uhr in Keez zum Frühstück und gegen 09.00 Uhr start zu unseren Exkursionen. Wir hatten uns für den Küstenwald der Insel Poel entschieden. Unsere gute Seele Irena versorgte uns dort ambulant mit Mittag, Kaffee und Kuchen. Abends werteten wir in gemütlicher Runde unsere Fundstücke bei einem Gläschen Likör oder Pils aus. Vor allem wurden aber Pilze geputzt, denn wir hatten reichlich Maipilze und Morcheln gefunden, die ihrerseits getrocknet oder eingefroren werden sollten.

Heike Bunk aus Sachsen, Egon Schmeißer und Thomas Damitz aus Berlin kurz vor dem Aufbruch zur Exkursion in Keez.

Begrüßung von Pilzberater Klaus Warning aus Bützow. Er hat uns noch eine Kiste mit Chaga mitgebracht.

Ankunft auf Poel. Foto: Heike Bunk.

Aufbruch zur Exkursion durch den Küstenwald bei Hinter Wangern.

Es dauerte nicht lange und die ersten Frischpilze wurden gefunden. Der deutliche Anis – Geruch verrät diesen ansich unscheinbaren Trichterling sogleich. Es handelt sich um den besonders im Herbst und Frühjahr häufigen Duft – Trichterling (Clitocybe fragrans). Giftig!

Ein junger Frühlings – Ackerling (Agrocybe praecox). Das Häutchen zwischen Hutrand und Stiel bleibt später meist als Ring im oberen Stielbereich erhalten. Typisch sind auch die kräftigen, weißlichen Myzelstränge an der Stielbasis. Essbar, aber wenig schmackhaft.

Der an Laubholz, insbesondere an Eiche, fast ganzjährig wachsende Rosablättrige Helmling (Mycena galericulata) ist der einzige essbare Vertreter seiner Gattung. Die Lamellen werden erst recht spät rosa. Der graue Stiel ist im Vergleich zu vielen anderen Helmlingen recht fest und knorpelig. Er soll vorzüglich schmecken.

Hier sehen wir zwei Dachpilze, wie sie in der Huthautstruktur kaum unterschiedlicher sein können. Das linke Exemplar war einem starken, trockenen Ostwind ausgesetzt, der die Huthaut verhärtete und diese konnte sich dann bei der weiteren Streckung Hutes nicht mehr mit ausdehnen. Das rechte Exemplar stand schattig und feucht und ist dadurch für die Art typisch glatt auf dem Hut. Links handelt es sich offensichtlich um den leicht giftigen Graublauen Dachpilz (Pluteus salicinus), rechts um den essbaren Rehbraunen Dachpilz (Pluteus atricapillus).

Der sehr häufig um alten, mulmigen Baumstubben herum wachsende, zarte und gebrechliche Glimmer – Tintling (Coprinus micaceus) darf nicht zusammen mit Alkohol genossen werden.

Nach dem Dauerregen der Vortage wieder richtig frisch sind diese Warzigen Drüslinge (Exidia plana) auf der Rinde einer liegenden Erle. Die Gallertpilze liegen flächig dem Substrat auf. Ohne Speisewert.

Anders beim nah verwandten Stoppligen Drüsling (Exidia truncata). Hier stehen die schwarzen, gallertartigen Fruchtkörper durchaus vom Substrat ab und weisen auf der Unterseite eine rauhe, stopplige (Lupe) Struktur auf. Beide Arten sind besonders im feuchteren Winterhalbjahr an verschiedenen Laubhölzern anzutreffen.

Das schwere Sturmhochwasser von Anfang Januar hat auch im nördlichen Küstenbereich der Insel Poel seine Spuren hinterlassen.

Auch der Küstenwanderweg ist an einigen Stellen durch Abbrüche des Steilufers verschunden.

Zwei Haus – Tintlinge (Coprinus domesticus) im Küstenwald. Die Art wird größer als der ähnliche Glimmer – Tintling, wächst meist einzeln oder in kleinen Trupps mit wenigen Exemplaren. Statt der zarten, glimmerigen Schüppchenbereifung des Glimmer – Tintlings besitzt er deutlich gröbere, weißliche Flöckchen auf dem Hut, die in diesem falle vom Regen größtenteils abgespült wurden. Ohne Speisewert.

Judasohr (Hirneola aurucula – judae). Die beliebten Gallertpilze waren heute reichlich vertreten und durch den Regen auch wieder frisch. Das schöne Stimmungsfoto hat Ulrich Klein für uns aufgenommen.

Im Ostseebad Timmendorf war erst einmal Eis essen angesagt.

Unter alten Pyramiden – Pappeln fanden wir einen großen, kompakten Blätterpilz, der uns Rätsel aufgab. Wir konnten ihn nicht richtig einordnen. Er erinnerte an eine Lepista – Art, aber ohne markante und bekannte Merkmale.

Das Exemplar war auch nicht mehr besonders jung. Auch der Würzige Tellerling oder das Ansehliche Samthäubchen wollten nicht so richtig passen.

An den alten Sanddorn – Sträuchern immer wieder der Sanddorn – Feuerschwamm (Phellinus hippophaecola).

Und dann ein großer Freudenschrei und Begeisterung über die erste Morchel bei Pilz – Tommi aus Berlin.

Es ist eine Käppchen – Morchel (Morchella gigas). Es sollten noch viele weitere folgen.

Weiter führt uns unsere Wanderung links und rechts des sandigen Küstenweges.

Um einem alten und morschen Laubholz – Stubben herum große Ansiedlungen des Geäten Tintlings (Coprinus disseminatus).

Der Blasse Pflaumen Rötling (Entoloma sepium) wuchs hier unter Sanddorn. Wichtig für diese essbare Art ist die Verbindung mit Rosengewächsen. Frühling, selten auch noch im Hochsommer.

Der Hut dieses auch als Schlehen – Rötling bezeichneten Speisepilzes ist mehr oder weniger gebuckelt und nicht hygrophan wie beim ähnlichen und zur selben Zeit am gleichen Standort wachsenden, dunkler gefärbten Schild – Rötling.

Und immer wieder Käppchen Morcheln (Morchella gigas) mit ihrem glockig aufgesetztem Hut. Leckerer Speisepilz.

Hier sehen wir ein noch junges Exemplar des Schild – Rötlings (Entoloma clypeatum). Erst bei der weiteren Reifung nehmen die Lamellen die typischen Rottöne an. Guter Speisepilz, aber roh giftig!

Nun ist es bereits 13.00 Uhr und wir haben uns ein Mittagessen verdient. Irena hatte zwischendurch in Keez alles vorbereitet und uns dann in freier Wildbahn reichlich und vielseitig verköstigt.

Dafür danken wir dir, liebe Irena, ganz, ganz doll und herzlichst. Was wären unsere Veranstaltungen ohne dich! Alles hat wieder wunderbar geklappt.

Auch unser Raritäten – Jäger Andreas Okrent ist inzwischen aus Graal – Müritz zu uns gestoßen und läßt es sich schmecken. Er hat uns noch einige seltene Lorcheln mitgebracht.

Die Klaus Warning sich hier in das richtige Licht zum fotografieren gesetzt hat.

Auch Ulrich aus Arpshagen und Dolly aus Sachsen lassen sich diese Raritäten nicht entgehen.

Es handelt sich zum einen um die Lederige Lorchel (Helvella corium).

Und zum anderen um die Nonnenhütige Lorchel (Helvella spadicea).

Inzwischen lassen es sich alle schmecken.

Nach der Mittagspause setzten wir mit den Autos zum Schwarzen Busch um, um von dort aus in Richtung Gollwitz zu wandern. Im Parkrasen am Schwarzen Busch wiesen diese üppig gewachsenen und besonders grünen Kreise schon von weitem auf Maipilz – Hexenringe hin. Näher hingeschaut versteckten sie sich tatsächlich zwischen den üppigen Gräsern. Auch Nelkenschwindlinge können in solchen Kreisen verborgen sein. Ihre Myzelien lassen die Gräser besonders gut wachsen. Foto: Ulrich Klein.

So wurde denn auch gleich geerntet.

Auch diese Hochgerippten Becherlorcheln wachsen traditionell im Rasen des Eichenparks am Schwarzen Busch. Wie man sieht, waren auch einige kleine Schleierlinge dabei, die wir nicht näher bestimmen konnten.

Kaum im Küstenwald angelangt wurden wir bereits wieder fündig.

Große Becherlinge aus der Gattung Peziza begrüßten uns hier. Da wir uns  nicht im Buchenwald befanden, dürften es wohl keine Buchenwald – Becherlinge sein. Eine genaue Bestimmung ist nur unter dem Mikroskop möglich. Foto: Ulrich Klein.

Diese Vertreter gehören der Gattung der Trompeten – Schnitzlinge (Tubaria spec) an.

Diese Goldfell – Schüpplinge (Pholiota aurivella) schoben sich aus der Rinde eines liegenden Baumes heraus. Wir kennen sie vorwiegend aus dem Herbst. Sie treten aber immer wieder auch im Frühling auf und Torsten Richter vom Rehnaer Pilzverein fand sie sogar frisch im letzten Winter. Die goldbraunen Hüte sind von einem dicken Schleim überzogen, in dem die braunen Schuppen schwimmen. Ungenießbar.

Diese dekorativen, lederig – zähen bis holzigen Schmetterlings – Trameten (Trametes versicolor) werden von manchen Menschen unterstützend in der Krebs – Therapie eingesetzt.

Maipilze (Calocybe gambosa) gab es heute reichlich, wenn auch nicht in den Mengen, wie wir es aus diesem Gebiet gewohnt sind. Hier sehen wir eine besonders hübsche Form des Mai – Schönkopfes mit zumindest jung satt chromgelben Hüten. Geschätzter Speisepilz.

Diesen kleinen, braunhütigen Blätterpilz, mit dem glatten, etwas silbrig glänzenden Stiel, kennen wir eigentlich aus dem Herbst. Es ist der tödlich giftige Doppelgänger des Stockschwämmchens, der Gift – Häubling (Galerina marginata). Also auch im Frühling und Sommer beim Sammeln von Stockschwämmchen größte Vorsicht walten lassen!

Fanden wir bislang immer nur Käppchen – Morcheln, gesellten sich zu unserer Überraschung nun auch einige schöne Speisemorcheln (Morchella esculenta) hinzu. Die Freude war groß!

Die Morcheln haben inzwischen aber ihren Zenit überschritten, wie an diesen Käppchen – Morcheln bereits zu erkennen ist.

Inzwischen haben wir den Endpunkt unserer heutigen Tageswanderung um den nördlichen Küstenbereich der Insel Poel bei Gollwitz erreicht und es gab Kaffee und Kuchen.

Etwas geschaft, aber glücklich in der Abendsonne auf der Insel Poel. Von links: Pilz – Tommi, Anke, Dolly, Heike und Egon.

Der Mai ist auf der Insel nicht nur Maipilz – Zeit, auch der Hornhecht wird hier gern geangelt. So hatten einige Petrijünger heute Glück und wir konnten ihnen sogar einige Exemplare abkaufen. Jonas und Egon freuen sich und begutachten den Fang.

Irena und Thomas nehmen die Fische gleich an Ort und Stelle fachgerecht aus, so dass sie zu hause angelangt gleich küchenfertig sind.

Natürlich konnten sich die Fänge an der Pilzfront auch sehen lassen, wie die Blicke in die Körbe von Jürgen aus Bargteheide und meiner Wenigkeit beweisen.

Bevor wir nun wieder nach Keez aufbrachen, noch ein letzter Blick auf das Salzhaff und die Vogelschutzinsel Langenwerder. Foto: Ulrich Klein.

Aber es sollte noch nicht genug sein. Selbst am Parkplatz in Gollwitz ließen uns die Morcheln nicht los. Auf einem Schredderbeet zeigten sich die dunklen Spitzmorcheln und diese besondere Variante, die auch als Strickmuster – Morchel beschrieben wurde.

  • Sonntag, der 07. Mai. 08.00 Uhr Frühstück. Danach war eigentlich weitere Bestimmungsarbeit und Vervollständigung der Pilzausstellung geplant. Da das Wetter sich aber ganz toll mit Sonne und Wärme anließ, nutzten wir es zu einer weiteren Exkursion. Zu Fuß starteten wir von hier aus an einer Feldhecke entlang, die in ein kleines Bachtal überging, in Richtung Keezer See.

Aufbruch von Keez. Rechts oben ist bereits die Feldhecke zu erkennen.

Die Feldhecke verbreiterte sich allmählich in ein kleines Naturparadies. Unsere sächsische Pilzfreundin Dolly merkte sogleich an „Hier läßt es sich Schwein sein“.

An alten Stöckern des Haselstrauches bricht der Hasel – Rindensprenger (Vuilleminia coryli) mit seiner wachsartigen Kruste hervor.

Auch der Kleiige Haselbecherling (Encoelia furfuracea) ist vertreten.

Genauso wie dieser offensichtlich von Vögeln attakierte Polsterförmige Feuerschwamm (Phellinus punctatus).

An vorjährigen Brennnesselstengeln zahlreiche Orangefarbene Brennnesselbecherlinge (Calorina fusarioides).

Auch der überaus häufige Eichen – Zystidenrindenpilz (Peniophora quercina) war vertreten.

Aber es gab auch Hutpilze, so wie diese Anti – Alkoholikerpilze. Der Graue Falten – Tintling (Coprinus atramentarius) ist zwar jung essbar, in Verbindung mit Alkohol soll er jedoch giftig wirken – zum Abgewöhnen!

Zwischendurch wurde es in dieser Wildnis auch richtig abenteuerlich, so z. B. beim Überqueren des kleinen Baches mit Hilfe einer alten, umgestürzten Weide.

Heike beim Foto – Termin mit einem hübschen Goldmistpilz.

Gold – Mistpilz (Bolbitius vitellinus.

Hier hat der Biber ganze Arbeit geleistet.

Der Spaltblättling (Schizophyllum comune) wächst an noch recht frischem, hartem, aber totem Laubholz, an besonders trockenen, besonnten Stellen. Aus Schutz vor zu starker Austrocknung kann er seine gespaltenen Lamellenschneiden schließen. Zur Feuchtigkeitsaufnahme öffnet er sie wieder.

Am Keezer See, entlang des Wanderweges, dann einige wunderschöne Maipilze (Calocybe gambosa).

Und dann schon wieder Morcheln! Käppchen – Morcheln leuchten mit ihren langen, hellen Stielen im Sonnenlicht und ansonsten schön im Gebüsch versteckt.

Worüber sich auch Heike Bunk aus Sachsen freut. Foto: Dolores Seiffert.

Am Keezer See.

Inzwischen ist nun auch in unseren breiten der Raps voll erblüht – es ist Maipilz – Zeit.

Links und rechts dieses Plattenweges und im Weißdorngebüsch Morchelt es ganz gewaltig.

Käppchen – Morcheln (Morchella gigas).

Am Wegrand des weiteren einige Nester frischer Nelkenschwindlinge (Marasmius oreades) – die ersten des Jahres. Sehr guter Speisepilz, aber nur die Hüte, die Stiele sind zu zäh!

Auch eine ganze Schar junger Frühlings – Ackerlinge (Agrocybe praecox) erfreute uns an diesem herrlichen Frühlingstag. Essbar, aber bitterlich vom Geschmack her.

Unter Weißdorn ganze Büschel kapitaler Schild – Rötlinge (Entoloma clypeatum) Frieder Gröger schreibt in „Pilze und Wildfrüchte“: „Ein sehr schmackhafter Pilz, der viel mehr beachtet werden sollte, zumal er sehr häufig ist“.

Schließlich gab es zum Abschied nochmals einen Imbiss an frischer Luft am Keezer See. Foto: Irena Dombrowa.

Unser Gruppenfoto entstand bereits einen Tag vorher auf der Insel Poel. Ich hoffe, es hat allen gefallen und wir freuen uns schon auf das nächste mal, wenn es wieder heißt: Wir laden ein zu einem „Pilzwochenende in Mecklenburg“.

Wir boten wie gewohnt Vollverpflegung an. Das heißt, am Anreisetag Kaffee und Kuchen sowie Abendbrot. Sonnabends Frühstück, Mittag und Abendbrot und am Sonntag Frühstück, Mittagessen und Kaffee mit Kuchen zum Ende unserer Abschlußexkursion.

Die Seminargebühr betrug: 50.00 €

zuzüglich 35.00 € für Vollverpflegung an allen drei Tagen und 15.00 € pro möglicher Übernachtung.

  • Anmeldung zu weiteren Seminaren unter steinpilz.wismar@t-online.de oder schriftlich unter folgender Adresse: Steinpilz – Wismar, ABC Straße 21, 23966 Wismar. Anfragen auch unter folgender Telefon Nr.: 03841/228917

29. April 2017 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Sie führte durch das Glashäger Quellental

Ende April/Anfand Mai ist Morchelzeit.

Ende April/Anfang Mai ist Morchelzeit. Hier sehen wir die leckeren Speisemorcheln (Morchella esculenta), eine der wertvollsten und beliebtesten Pilzarten.

Besser konnte der Zeitpunkt für eine Pilzwanderung mit Morchelambitionen kaum gewählt sein, will man eventuell den beliebten Delikatessen in freier Wildbahn begegnen. Bachtäler, in denen auch Eschen zuhause sind, erhöhen die Chancen diesbezüglich fündig zu werden deutlich. Wenn der Löwenzahn die Landschaft durch unzählige gelbe Blüten erleuchten läßt, ist der optimale Zeitpunkt gekommen. Nicht nur Speisemorcheln, auch Käppchen- und Spitzmorcheln sowie die selteneren Verpel haben jetzt ihren kurzen, alljährlichen Wachstumsschub entfaltet. Dieser unterliegt aber von Jahr zu Jahr erheblichen Schwankungen. Morcheln wachsen aber keineswegs nur bei Eschen. Wir finden sie auch in Gärten. Parkanlagen, Bruchwäldern, Schutthalden, auf Waldbrandflächen, im Nadelwald oder oft sogar mitten in Ortschaften und hier besonders auf Rindenmulch, der von Nadelbäumen stammt. In diesem Sinne hofften wir, dass es auch heute klappt, sie zumindest in natura vorstellen und kennenlernen zu können. Dieses Ziel wurde knapp erreicht. Es war nur ein einziges Exemplar, welches wir erspähen und vorstellen konnten. Dafür wurden kurz vorher fast alle alten Eschen geschlagen unter denen wir ansonsten hätten fündig werden können. Diese Laubbaum – Art ist seit geraumer Zeit von einem Schädlingspilz befallen, der die Bäume zum Absterben bringt. Dem kam man nun zuvor und fällte sie, offensichtlich auch mit dem Hintergedanken, der Ausbreitung des Schadpilzes entgegen zu wirken, damit noch junge und vitale Bäume verschont bleiben. Hier wie immer einige Bilder von der heutigen Tour:

Der Aufbruch. Es geht hinunter in das Quellental.

Schock bei unserer Ankunft! Die Forst hat mächtig zugeschlagen und das ausgerechnet im besten Morchelgebiet!

Fast alle Eschen wurden umgelegt. Auch mächtige Buchen mußten weichen. Das kurz vorher noch so schöne Quellental bot einen Anblick des Jammers! Wir durchschritten das Glashäger Jammertal und unsere Erwartungen bezüglich auf Morcheln gingen gegen null!

Nun ja, immerhin war man bei aller Brutalität noch kraetiv und richtete aus dem einen oder anderen Baumstumpf eine Sitzgelegenheit für müde Wanderer ein.

Wir erreichen den Quellen – Tempel.

Die Quelle sprudelt seit 1906. Natürlich darf das Mineralwasser gleich an Ort und Stelle getrunken werden oder man kann sich etwas abfüllen.

Auf Laubholz ein einzelner, essbarer Rosablättriger Helmling (Mycena galericulata).

Und dann stand es vor mir, das Objekt der Begierde. Eine wunderschöne Speisemorchel (Morchella esculenta) direkt am Quellbach auf einer bemoosten Baumwurzel. Es sollte die einzige bleiben.

Der Graue Faltentintling (Coprinus atramentarius) kann jung gegessen werden, aber bitte nicht im Zusammenhang mit Alkohol!

Durch ein Förderprogramm wird der Wanderweg erneuert und in diesem Zusammenhang auch neue Brücken errichtet.

Der Quellenbach im Sonnenlicht.

Aus einem schon länger liegenden Laubholz – Stamm schieben sich in Büscheln giftige Grünblättrige Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare) heraus.

Dekorative Rotrandige Baumschwämme (Fomitopsis pinicola) an einem dicken Buchenstamm.

Unser Erinnerungsfoto vor dem Quellen – Tempel.

Wer wollte und noch Zeit hatte konnte sich auf dem Glashäger Hof noch Sitz- und Liegemöbel aus Treibholz der Südsee anschauen oder sogar gleich kaufen.

Die Exponate sind im Freigelände ausgestellt und mit Preisen versehen.

Eine wrklich originelle Sitzbank. Sie steht nach wenigen Tagen schon auf der Veranda von Anke und Ulrich.

Oder auch gleich eine komplette Sitzecke mit Tisch.

Am gasigen Wegesrand zum Abschluß noch eine kleine Gruppe Blätterpilze – essbare Frühlingsmüblinge (Psathyrella spadiceoagrisea).

  • Wann wandern wir wieder öffentlich in die Pilze? – Siehe unter Termine!

25. April 2017 – Treffen der Pilzfreunde

Treffen der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Themenabend Röhrlinge

Thema Röhrlinge: Hier sehen wir zwei ältere Dickröhrlinge (Boletus specc.) die wir im Zusammenhang unseres Pilzwochenendes am 19. Oktober 2013 im Raritätengebiet des Haushalt Forstes fanden und nicht genau bestimmen konnte, da kaine jüngeren, aussagekräftigeren Exemplare vorhanden waren. Wir vermuten möglicherweise den in unseren Breiten sehr seltenen Sommer - Röhrling (Boletus fechtneri).

Röhrlinge stehen heute auf dem Programm. Hier sehen wir zwei ältere Dickröhrlinge (Boletus spec.) die wir im Zusammenhang unseres Pilzwochenendes am 19. Oktober 2013 im Raritätengebiet des Haushalt Forstes fanden und nicht genau einordnen konnten, da keine jüngeren, aussagekräftigeren Exemplare vorhanden waren. Wir vermuten den in unseren Breiten sehr seltenen Sommer – Röhrling (Boletus fechtneri), einen Vertreter der Dickröhrlinge.

Treff: Dienstag, der 25. April 2017, um 18.00 Uhr in der ABC Straße 21 = „Steinpilz – Wismar“.

Heute Abend haben wir uns den beliebten Röhrlingen in Wort und Bild zugewandt. Das Thema stand eigentlich zu unserem Vereinstreffen am 08. November 2016 bereits auf der Tagesordnung. Damals mußte aufgrund chaotischer Wetterverhältnisse durch einen massiven Wintereinbruch die Veranstaltung leider ausfallen. Heute holten wir sie nach. Der Frühling ist zwar noch nicht unbedingt Röhrlingszeit, aber erste Vertreter sind im April und Mai durchaus schon in freier Wildbahn anzutreffen. Insbesondere der Sommer und vor allem der Herbst ist die beste Zeit um fündig zu werden. Röhrlinge in ihren verschiedenen Gattungen zählen zu den am meisten gesammelten Speisepilzen, da kaum ernsthafte Vergiftungen drohen, hält man sich an diese Pilzgruppe. Röhrling ist aber nicht gleich Röhrling und darauf wollen wir heute etwas näher eingehen. Hier gibt es die Dickröhrlinge mit den Steinpilzen als bekannteste Vertreter. Birkenpilze und Rotkappen gehören zu den Rauhfuß – Röhrlingen. In der Gattung der Schmierröhrlinge finden wir den Butterpilz mit seinen nächsten Verwandten u.s.w. Die Veranstalung endete gegen 20.00 Uhr.

  • Wann treffen sich die Pilzfreunde wieder? – Siehe unter Termine!

21. – 23. April 2017 – AMMV – Frühjahrstagung

Frühjahrstagung der AMMV bei Ueckermünde

Wie schon im vergangenen Jahr stehen auch in diesem Jahr die Tagungen ganz im Zeichen der DBU - Kartierungen.

Wie schon im vergangenen Jahr stehen auch in diesem Jahr die Tagungen ganz im Zeichen der DBU – Kartierungen.

Termin: 21. – 23. April 2017

Die diesjährige Frühjahrstagung der AMMV fand in der Akademie Ahlbeck bei Ueckermünde statt. Dazu waren alle Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Mykologie Mecklenburg – Vorpommerns wieder ganz herzlich eingeladen. Die AMMV ist im Naturschutzbund Deutschland (NABU) organisiert und trifft sich seit über 25 Jahren jeweils im Frühling und Herbst zu Arbeitstagungen an unterschiedlichen Lokalitäten unseres Bundeslandes. Hauptziel ihrer Aktivitäten sind vor allem Bestandsaufnahmen der heimischen Pilzflora (Kartierung). Seit dem vergangenen Jahr nimmt sie auch an der deutschlandweiten Kartierung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) teil. In diesem Projekt müssen zwei Jahre lang von der DBU und der Universität Göttingen speziell ausgesuchte Flächen dreimal jährlich (Frühling, Sommer, Herbst) nach strengen Regeln untersucht werden. In Mecklenburg Vorpommern betrifft dieses vor allem ehemalige Militärflächen, die in unterschiedliche Kategorien eingeordnet sind und längerfristig in Naturschutzgebiete umgewandelt werden sollen. Es handelt sich um Flächen im Kaarzer Holz (Landkreis Ludwigslust – Parchim), bei Prora auf der Insel Rügen und in der Ueckermünder Heide.

  • Anmeldungen für weitere Tagungen an Frau Petra Bonin, S. Allende Str. 61 in 17036 Neubrandenburg
  • Achtung, nur für Mitglieder der AMMV!

15. April 2017 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Osterwanderung durch den Forst Weiße Krug bei Warin

Überwiegend sandige Nadelwälder dominieren den Forst Weiße Krug bei Warin, durch den unsere heutige Frühlingswanderung führte.

Die zweite Pilzwanderung der Saison führte uns durch den Forst Weiße Krug, nicht zu verwechseln mit dem Revier Weiße Krug zwischen Warin und Blankenberg. Er steht auf sandigen Böden und ist überwiegend mit Kiefern, Fichten, Eichen, Buchen und Birken bewachsen. Teilweise trägt das Gebiet auch heideartigen Charakter. Hier begegneten uns heute überraschend viele Frischpilzarten und auch die hier zu erwartenden Frühjahrslorcheln waren dabei. Sie sind Mitte April in der Regel bereits auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung, während es für die bienenwabenhütigen Morcheln meist noch einige Tage zu früh ist. Nicht so in diesem Jahr. Die Natur hat etwa einen 14 – tägigen Vorsprung und einige warme Tage in den zurückliegenden Wochen sowie ausreichende Niederschläge haben auch sie inzwischen aus der Reserve gelockt. Auch die Anzahl weiterer Frischpilzarten war für die noch frühe Jahreszeit recht beachtlich und auch einige essbare wie Stockschwämmchen oder Zapfen – Rüblinge waren dabei. So können wir am Ende  auf eine lehrreiche und erfolgreiche Frühlingswanderung zurück blicken, trotz des feuchten und teils regnerischen Wetters. Hier einige Bilder von heute:

Gleich zu Beginn stimmte uns Pilzberater Klaus Warning aus Bützow wie so oft mit einigen Frischpilzen auf die Wanderung ein. Diese wunderschöne Speisemorchel (Morchella esculenta) hat er auf der Anfahrt während eines kurzen Zwischenstopps in Sternberg gefunden.

Neben weiteren Morcheln hatte er auch einige Morchelbecherlinge (Disciotes venosa) dabei. Die großen, mit den Morcheln nah verwandten, becherlingsartigen Schlauchpilze riechen roh charakteristisch nach Chlor. Der unangenehme Geruch geht bei der Zubereitung verloren und man darf sich auf ein zartfleisches Pilzgericht von feinem Aroma freuen.

Auf geht`s in den nebligtrüben, feuchten Frühlingswald. Ansich Pilzwetter vom feinsten!

Was sich auch schnell bestätigte. Die Truppe hat etwas entdeckt!

Ein taufrischer Rötel – Ritterling! Ja, was sucht denn der jetzt hier, es ist doch nicht Herbst? Das macht nichts, Herbstpilze können gelegentlich auch im Frühling wachsen. Es handelt sich um den Schmutzigen Rötel – Ritterling (Lepista sordida). Ein nah Verwandter des Violetten Rötel – Ritterlings, ihm fehlt aber u. a. der süßlich aromatische Geruch. Essbar ist aber auch er.

Nur wenig später büschelweise weitere Frischpilze, die wir durchaus auch aus dem Herbst kennen. Giftige Grünblättrige Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare). Wir können sie fast ganzjährig an Laub- und Nadelholzstubben und deren Wurzelausläufer finden.

Essbare Zapfen – Rüblinge (Strobilurus spec.) tauchten heute sowohl an modrigen Fichten- wie auch Kiefernzapfen auf. Besonders den Fichten – Zapfenrübling finden wir mitunter in Massen im Herbst und dann wieder im zeitigen Frühling. Die an Kiefernzapfen vorwiegend im Frühling und Frühsommer.

Am Wegrand zu einer Wiese dieser Düngerling, bei dem es sich sehr wahrscheinlich um den häufigen und auch schon früh im Jahr auftauchenden Rußbraunen Düngerling (Panaeolus firmicola) handelt.

Düngerlinge gehören zu den Dunkelsporern und ähneln den essbaren Mürblingen. Die Lamellen sind aber im Schnitt meist gescheckt oder fast marmoriert, da die Sporen an ihnen unterschiedlich reifen. Zum anderen können sie giftig sein, so wurde laut Erhard Ludwig auch in dieser Art bei einigen Kolektionen die Rauschgifte Psilocybin und Psilocin gefunden.

Am Wegesrand im Mischwald dann auch schon die ersten jungen Maipilze (Calocybe gambosa). Geht es in den nächsten Wochen eher feucht weiter, dürfen wir in diesem Jahr mit einer guten Maipilz – Ernte rechnen.

Nicht nur Zapfenrüblinge, auch diese Ohrlöffelpilze (Auriscalpium vulgare) besiedeln gerne die alten, bereits im Waldboden verborgenen Kiefernzapfen. Die Ohrförmigen, bis max. 2 cm breiten, dunkelbraunen Hüte und die Stacheln auf deren Unterseite lassen diesen im Detail sehr schönen Pilz leicht erkennen. Ungenießbar.

Einer der häufigsten Frühlingsarten ist in feuchteren Laubwäldern der Schmalblättrige- oder Frühlingsmürbling (Psathyrella spadiceogrisea). Essbar.

Sie waren heute in besonders schönen und üppigen Exemplaren vertreten und landten dadurch auch in den Sammelbehältnissen.

Und boten sich auch für ein nettes Fotomotiv nicht nur für mich an.

Auch als stimmungsvolles Standortfoto. Frühlingsmürbling (Psathyrella spadiceogrisea).

Da muß auch Ulrich Klein nochmal draufhalten.

An altem Laubholz einige auch nicht mehr ganz so frische Herbe Zwergknäulinge (Panellus stypticus). Die kleinen, zähfleischen Holzpilze mit den dicht gedrängten Lamellen schmecken bitter und sind daher zum Verspeisen untauglich.

Und weiter führt uns der Weg durch den Kiefern – Jungwald.

Eine doch schon für diesen dünnen Birkenast ungewöhnliche Größe erzielte dieser Echte Zunderschwamm (Fomes fomentarius).

Auf den ersten Blick vermuteten wir hier das Frühlings – Samthäubchen, aber es ist keine Ringzone vorhanden. Folglich handelt es sich um eine andere Art dieser Gattung.

Nur wenige Minuten später dann aber das echte Frühlings – Samthäubchen (Conocybe aporos), mitten auf dem grasigen Waldweg. Die Ringzone ist mehr als deutlich zu erkennen. Giftig oder zumindest verdächtig.

Diese einzeln an einem grasigen Nadelwaldweg wachsenden Helmling rochen stark alkalisch oder jodartig. Die gehören also in die schwach giftige Gruppe der Nitrathelmlinge, von denen es mehrere Arten gibt. Hier könnte es sich um den Nitrathelmling (Mycena capillaripes) handeln. Nach Bon eine seltene Rote Liste Art.

Und dann war es soweit. Der Star der heutigen Pilzwanderung ist gefunden. Die giftige Frühjahrslorchel (Gyromitra esculenta). Hirnartig gewundene Hutstrukturen unterscheiden sie deutlich von den Wabenstrukturen der essbaren Morcheln.

In Gesellschaft von Grünblättrigen Schwefelköpfen wagte sich ein einzelner, noch sehr junger Ziegelroter Schwefelkopf (Hypholoma lateritium) heraus. Auch ihn kennen wir hauptsächlich aus dem Herbst. Ohne Speisewert.

An alten Eichenästen finden wir häufig den resupinaten Eichen – Zystidenrindenpilz (Peniophora quercina).

Auch dieser Gemeine Violettporling (Trichaptum abietinum) hat in diesem Fall ein resupinates Wachstum, was bedeutet, dass er flächig dem Substrat aufliegt.

Viel häufiger finden wir ihn aber in dieser Form, mit deutlich ausgebideten, abstehenden Hutkannten an Nadelholz.

Und dann in einem feuchteren Weidengebüsch mehrere kleinere Büschel der leckeren Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis). Die rissig schuppige Hutstruktur ist dem starken Wind der letzten Tage geschuldet und gehört nicht zu den typischen Mermalen dieses Edelpilzes.

An den alten Weidenästen wiederum flächige, resupinate Überzüge. In diesem Fall vom Tabakbraunen Borstenscheibling (Hymenochaete tabacina).

Der Kreis unserer Rundwanderung hat sich geschlossen und wir sehen dem Ende entgegen.

Und da Ostern ist hat unsere gute Seele Irena zum Schluß noch für jeden ein oder auch zwei Stückchen Früchtekuchen und warmen Kaffee im Angebot.

Gegen Mittag endete unsere Ostertour und alle stellten sich beim inzwischen wieder einsetztenden Regen zu unserem obligatorischen Gruppenfoto zusammen. Ich denke, wir erlebten heute für die frühe Jahreszeit eine wirklich sehr interessante und vielseitige Pilzwanderung.

Mit diesem tollen Morchel – Arrangement, das Irena und Jonas für uns zusammen gestellt haben, möchten wir allen Pilzfreunden ein schönes Osterfest wünschen. Es handelt sich um Spitzmorcheln (Morchella elata).

  • Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

01. April 2017 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Sie führte durch den Forst Farpen bei Neuburg

Aufbruch in die neue Pilzsaison. Es geht die Stufen des Burgwalls hinauf.

Aufbruch in die neue Pilzsaison. Es geht die Stufen des Burgwalls hinauf.

Wie man sieht, es war kein Aprilscherz. Die Winterpause lag hinter uns und die neue Saison begann gleich pünktlich mit der ersten öffentlichen Wanderung des Jahres. Die Erwartungen waren nicht allzuhoch angesetzt und das war auch gut so, denn um so freudiger waren wir überrascht, dass doch schon einiges an Frischpilzen erschienen war. Für diejenigen, die nicht nur kulinarische Ambitionen mit einer Pilzwanderung verbinden, gibt es immer etwas interessantes zu entdecken. So geht es auf unseren Wanderungen nicht vordergründig um den Kochtopf, vielmehr soll die heimische Pilzflora etwas näher beleuchtet und die große Aufgabe, die das Reich der Pilze im Gesamthaushalt der Natur zu erfüllen hat, heraus gestellt werden. Leider belächeln viele Zeitgenossen Pilze nur von oben herab, ohne das ihnen bewußt wäre, dass diese vielseitigen Organismen die eigene Existenz erst ermöglichen. Pilze sind weit mehr als nur essbar, ungenießbar oder giftig! Ihnen kommt eine fundamentale Bedeutung im Naturhaushalt zu und jeder von uns ist täglich von ihnen abhängig. Ein weiterer Aspekt einer geführten Wanderung ist die Erlangung von mehr Sicherheit im Umgang mit heimischen Wildpilzen, um dadurch eventuelle gesundheitliche Schäden zu vermeiden und vieleicht auch ganz besondere Leckerbissen kennenzulernen, an die man sich als Laie sonst nicht heran getraut hätte. Jede Jahreszeit hat ihre spezielle Myko – Flora. Wer mit uns durch das Pilzjahr wandert, wird auch in diesem Jahr sicher wieder einiges geboten bekommen. Hier einige Impressionen von heute.

Die erste Pilzart, die uns unter kam waren Judasohren (Hirneola auricula - judae). Besser konnte der Einstieg in das neue Pilzjahr kaum ausfallen, denn dieser beliebte Speisepilz, dem gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesagt werden, ist der Pilz des Jahres 2017!

Die ersten Pilze, die uns unter kamen, waren Judasohren (Hirneola auricula - judae). Besser konnte der Einstieg in das neue Pilzjahr kaum ausfallen, denn dieser beliebte Speisepilz, dem auch gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden, ist der Pilz des Jahres 2017!

Wenig später, am Wegesrand zu einem Fichtenbestand richtige, ansehnliche Pilze mit Hut und Stiel. Der Frühlings - Weichritterling (Melanoleuca cognata) wächst im März und April und dann auch wieder im Herbst. Im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern seiner Gattung läßt er sich relativ leicht bestimmen. Die beige bis cognacfarbenen Lamellen sind gute Unterscheidungsmerkmale zu anderen Weichritterlingen, die meist ein grauweißliches Fruchtlager aufweisen. Essbar und am Standort fotografiert..

Wenig später, am Wegesrand zu einem Fichtenbestand, richtige, ansehnliche Blätterpilze mit Hut und Stiel. Der Frühlings - Weichritterling (Melanoleuca cognata) wächst im März und April und dann auch wieder im Herbst unter oder in direkter Nähe zu Nadelbäumen. Im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern seiner Gattung läßt er sich relativ leicht bestimmen. Die beige bis cognacfarbenen Lamellen sind gute Unterscheidungsmerkmale zu anderen Weichritterlingen, die meist ein grauweißliches Fruchtlager aufweisen. Essbar und am Standort fotografiert.

Gleich neben den anshnlichen Weichritterlingen und fat schon zu übersehen, ein kleiner, zarter und gebrechlicher Mürbling. Es handelt sich allerdings nicht um den Frühlingsmürbling, sonern um den Wegzärtling oder auch Weißschneidiger Strohdung - Mürbling (Psathyrella prona). Eine häufige Mürblingsart vom Frühling bis zum Spätherbst. Auch bei den Mürblingen sind keine Giftpilze bekannt, aber bei den nah verwandten Düngerlingen und Kahlköpfen.

Gleich neben den ansehnlichen Weichritterlingen und leicht zu übersehen, ein kleiner, zarter und gebrechlicher Mürbling. Es handelt sich nicht um den Frühlingsmürbling, sondern um den Wegzärtling oder auch Weißschneidigen Strohdung - Mürbling (Psathyrella prona). Eine häufige Art. Wächst vom Frühling bis zum Spätherbst an Wegrändern, einzeln oder sogar büschellig. Auch auf Grasplätzen, Äckern, Gärten, Parks. Gern auch auf verottendem Stroh und Mist. Auch bei den Mürblingen sind keine Giftpilze bekannt, allerdings bei den nah verwandten Düngerlingen und Kahlköpfen!

Häufig ist auch das Flächige Eckenscheibchen (Diatrype stigma) an Laubholzästen, auf denen er flächige Überzüge bildet, von rotbrauner bis schwarzer Färbung. Er gehört zur den Pyrenomyceten, die ihrerseits zu den Schlauchpilzen gehören. Also irgendwie verwandt mit unseren Morcheln und Lorcheln.

Häufig ist auch das Flächige Eckenscheibchen (Diatrype stigma) an Laubholzästen, auf denen es flächige Überzüge bildet, von rotbrauner bis schwarzer Färbung. Es gehört zur den Pyrenomyceten, die ihrerseits zu den Schlauchpilzen gerechnet werden. Also irgendwie verwandt mit unseren Morcheln und Lorcheln.

Frische Fruchtkörperkonsolen des Angebrannten Rauchporlings (Bjerkandera adusta). Die Porenschicht auf der Unterseite ist charakteristisch rauchgrau gefärbt. Der häufige Porling besiedelt sowohl Laub-, wie auch Nadelholz.

Frische Fruchtkörperkonsolen des Angebrannten Rauchporlings (Bjerkandera adusta). Die Porenschicht auf der Unterseite ist charakteristisch rauchgrau gefärbt. Der häufige Porling besiedelt sowohl Laub-, wie auch Nadelholz.

Auf alten, verrottenden Fichtenzapfen finden wir vom Herbst bis zum Frühling mitunter in großen Mengen den Fichten - Zapfenrübling (Strobilurus esculentus). Wie der wissenschaftliche Name vermuten läßt, handelt es sich um einen Speisepilz. Aber nicht immer kann der Übersetzung des wissenschaftlichen Namens getraut werden, die giftige Frühjahrslorchel führt ebenfalls die Bezeichnung esculentus im Namen!

Auf alten, verrottenden Fichtenzapfen finden wir vom Herbst bis zum Frühling mitunter in großen Mengen den Fichten - Zapfenrübling (Strobilurus esculentus). Wie der wissenschaftliche Name vermuten läßt, handelt es sich um einen Speisepilz. Aber nicht immer kann der Übersetzung des wissenschaftlichen Namens getraut werden. Die giftige Frühjahrslorchel führt ebenfalls die Bezeichnung esculentus in ihrem Namen!

Besagte Art war dann auch nicht mehr weit. In einem moosreichen Jungfichtenwald standen etliche Exemplare der vermeindlich essbaren Gift- oder Frühjahrslorchel (Gyromitra esculenta). Das flüchtige Gift kann bereits bei warmen Wetter und bei intensiver Sonneneinstrahlung beginnen zu verdunsten. Das erklärt auch die potentielle Gefährlichkeit dieses in Finnland und Russland immer noch geschätzten Speisepilzes, der in Deutschland zu den gefährlichsten und im schlimsten Fall sogar tödlichen Giftpilzen gerechnet wird.

Besagte Art war dann auch nicht mehr weit. In einem Jungfichtenforst standen etliche Exemplare der vermeindlich essbaren Gift- oder Frühjahrslorchel (Gyromitra esculenta). Das flüchtige Toxin kann bereits bei warmem Wetter und bei intensiver Sonneneinstrahlung beginnen zu verdunsten. Das erklärt auch die potentielle Gefährlichkeit dieses in Finnland und Russland immer noch geschätzten Speisepilzes, der in Deutschland zu den gefährlichsten und im schlimsten Fall sogar tödlichen Giftpilzen gerechnet wird. Standortfoto.

Ulrich Klein in Gesellschaft etlicher Gift - Lorcheln.

Ulrich Klein in Gesellschaft etlicher Gift - Lorcheln.

Und gleich der nächste tolle Fund. Ein vorjähriges Exemplar des Kamm - Erdsterns (Geastrum pectinatum). Eine der selteneren Erdsternarten in unsere Region. Die Fundorte sind sehr zerstreut.n

Und gleich der nächste tolle Fund. Ein vorjähriges Exemplar des Kamm - Erdsterns (Geastrum pectinatum). Eine der selteneren Erdsternarten in unserer Region. Die Fundorte sind sehr zerstreut.

Auch die Schildförmige Scheibenlorchel (Gyromitra ancilis) durfte hier natürlich nicht fehlen. Die Fruchtkörper ähneln eher becherlingen als herkömmlichen Lorcheln mit deutlich abgesetztem Stiel- und Kopfbereich. Sie besiedelt mumiges Holz von Kiefern und Fichten. Roh giftig, gut erhitzt essbar.

Auch die Schildförmige Scheibenlorchel (Gyromitra ancilis) durfte hier natürlich nicht fehlen. Die Fruchtkörper ähneln eher Becherlingen als herkömmlichen Lorcheln mit deutlich abgesetztem Stiel- und Kopfbereich. Sie besiedelt mulmiges Holz von Kiefern und Fichten. Roh giftig, gut erhitzt essbar.

Der Winterstielporling (Polyporus brumalis), mit seinen weiten Poren, wird nun bald vom engporigen Maistielporling abgelöst. Ungenießbar.

Der Winterstielporling (Polyporus brumalis), mit seinen weit geöffneten Poren, wird nun bald vom engporigen Maistielporling abgelöst. Ungenießbar.

Die Geweihförmige Holzkeule (Xylaria hypoxylon) wird nun auch bald verschwinden, um im Spätherbst wieder massenhaft an Laubholz zu erscheinen.

Die Geweihförmige Holzkeule (Xylaria hypoxylon) wird nun auch bald verschwinden, um im Spätherbst wieder massenhaft an Laubholz zu erscheinen.

Die Rotbraune Kohlenbeere (Hypoxylon fuscum) besiedelt ganzjährig totes Laubholz, insbesondere von Rotbuchen.

Die Rotbraune Kohlenbeere (Hypoxylon fuscum) besiedelt ganzjährig totes Laubholz, insbesondere von Rotbuchen.

Bestimmungsversuche im Feld.

Bestimmungsarbeit im Feld.

Ein schönes Stimmungsfoto eines jungen Graublättrigen Schwefelkopfes (Hypholoma capnoides).

Schönes Stimmungsfoto eines jungen Graublättrigen Schwefelkopfes (Hypholoma capnoides).

Der Graublättrige Schwefelkopf (Hypholoma capnoides) zählt zu unseren schmackhaftesten Speisepilzen. Auch er stellt sein Wachstum in Kürze ein. Ab Oktober dürfen wir ihn dann wieder an Nadelholz - Stubben erwarten.

Der Graublättrige Schwefelkopf (Hypholoma capnoides) zählt zu unseren schmackhaftesten Speisepilzen. Auch er stellt sein Wachstum in Kürze ein. Ab Oktober dürfen wir ihn dann wieder an Nadelholz - Stubben erwarten.

Es gibt aber auch Pilzarten, die eignen sich bestens zu Schreibübungen. Zu ihnen gehört auch der Flache Lackporling.

Es gibt aber auch Pilzarten, die eignen sich bestens zu Schreibübungen. Zu ihnen gehört der Flache Lackporling.

Und zum Schluß waren noch wenige, kleine Morchelbecherlinge an einer Wegböschung zu bewundern. Beeindruckend ist ihr Chlorgeruch, welcher bei der Zubereitung allerdings verschwindet. Er stellt gut durchgegart einen zarten und schmackhaften Frühlingspilz dar, der nah mit den beliebten Morcheln verwandt ist..

Und zum Schluß waren noch wenige, kleine Morchelbecherlinge (Disciotes venosa) an einer Wegböschung zu bewundern. Beeindruckend ist ihr Chlorgeruch, welcher bei der Zubereitung allerdings verschwindet. Er stellt, gut durchgegart, einen zarten und schmackhaften Frühlingspilz dar, der nah mit den beliebten Morcheln verwandt ist.

Und das war die 10köpfige Truppe, die heute mit einer Pilzwanderung durch den Forst Farpen die Pilzsaison 2017 eröffnete.

Und das war die 10köpfige Truppe, die heute mit einer Pilzwanderung durch den Forst Farpen die Pilzsaison 2017 eröffnete.

  • Wann startet die nächste Wanderung? – Siehe unter Termine!.

28. März 2017 – Treffen der Pilzfreunde

Treffen der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e. V. – Gruppe der Pilzfreunde

Thema: Pilz des Jahres 2017

Das Judasohr (Hirneola auricula - judae) wurde von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zum Pilz des Jahres 2017 gekührt. Wie finden diesen gallertartigen Ohrenpilz nahezu ganzjährig an vielen Laubhölzern. Mit Abstand am häufigsten aber an Schwarzem Holunder im Winterhalbjahr. In der asiastischen Küche darf er praktisch bei keinem guten Gericht fehlen. Ihm werden auch gesundheitsfördernde Eigenschaft zugeschrieben. Ein asiatische Form des Pilzes ist im Handel unter der Bezeichnung Mu - Err erhältlich.

Das Judasohr (Hirneola auricula - judae) wurde von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zum Pilz des Jahres 2017 gekührt. Wir finden diesen gallertartigen Ohrenpilz nahezu ganzjährig an vielen Laubhölzern. Mit Abstand am häufigsten aber an Schwarzem Holunder im Winterhalbjahr. In der asiastischen Küche darf er praktisch in keinem guten Gericht fehlen. Ihm werden auch gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Eine asiatische Form des Pilzes ist im Handel unter der Bezeichnung Mu - Err erhältlich.

Treff: Dienstag, der 28. März 2017, um 18.00 Uhr in der Wismarer ABC Straße 21.

Heute Abend stand wie immer im März eine kurze Vorstellung des Pilz des Jahres an. Außerdem haben wir den Veranstaltungsplan für die in kürze beginnende Pilzsaison 2017 ausführlich vorgestellt. Auch in diesem Jahr stehen wieder vielfältige Aktivitäten auf dem Programm, zu denen natürlich nicht nur die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. sehr herzlich eingeladen sind.

Verbreitungskarte des Judasohrs im Jahre 1980 in Mecklenburg - Vorpommern.

Verbreitungskarte des Judasohrs im Jahre 1980 in Mecklenburg - Vorpommern.

Die Verbreitungsnachweise 30 Jahre später, im Jahr 2010.

Die Verbreitungsnachweise 30 Jahre später, im Jahre 2010.

Die beiden Verbreitungskarten habe ich aus der Arbeit von Margitta Schönfeld & Brigitte Schurig „Zur Verbreitung und dem Wirtsspektrum von Auricula auricularia – judae (Judasohr) in Mecklenburg – Vorpommern“ aus dem Jahre 2010 entnommen. Erschienen in den „Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Mecklenburg“.

Wann treffen sich die Pilzfreunde wieder – Siehe unter Termine!

04. – 18.02.2017 – Lehrgang zum Fischereischein

Lehrgang zum Fischereischein in Keez

Die Teilnehmer unseres Winterlehrgangs am 18.02.2017 nach glücklich bestandener Prüfung in Keez.

Die Teilnehmer unseres Winterlehrgangs am 18.02.2017 nach glücklich bestandener Prüfung in Keez.

Unser diesjährige Winterlehrgang zum Erwerb des Fischereischeins auf Lebenzeit fand vom 04. – 18. Februar 2017 bei Irena Dombrowa in 19412 Keez, bei Brüel (Keezer Schmiede), Dorfstraße 1, statt. Das Grundstück liegt direkt an der B 104. Aus Richtung Brüel kommend, ist es nach der Ortschaft Thurow gleich das 1. Grundstück rechts zur Straße, etwa 100 m vor dem Abzweig nach Keez b. z. w. Golchen. Aus Richtung Schwerin kommend, das letzte Grundstück links zur Fahrbahn. Auf dem Grundstücksgelände sind in begrenzter Zahl PKW – Stellplätze vorhanden. Ansonsten können Fahrzeuge auch am Abzweig Keez/Golchen geparkt werden.

Die Lehrgangszeiten

Sonnabend, der 04.02. von 10.00 – 16.00 Uhr

Sonntag, der 05.02. von 10.00 – 16.00 Uhr

Sonnabend, der 11.02. von 10.00 – 16.00 Uhr

Sonntag, der 12.02. von 10.00 – 16.00 Uhr

Die Prüfung fand am Sonnabend, dem 18.02.2017 um 11.00 Uhr ebend dort statt.

Um auch zukünftig Schreibfehler bei der Ausstellung der Fischereidokumente durch die zuständige Behörde zu vermeiden, wird darum geben, genauestens auf die Fehlerfreiheit der angegebenen Daten zu achten. Die Behörde besteht darauf, eine Kopie des Personalausweises oder der Geburtsurkunde der Anmeldung beizufügen. Ist kein Dokument vorhanden, wird eine schriftliche Bestätigung der Richtigkeit der jeweiligen Angaben, insbesondere bei Kindern, gefordet. Kommt es trotzdem vor, das Fehler in den Daten enthalten sind, wird eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr von 10.00 € erhoben. Die Anmeldungen müssen den Vor- und Familiennamen, das Geburtsdatum und wo geboren sowie die aktuelle Anschrift enthalten. Möglichst mit Angabe einer Telefon- oder Handy – Nummer.

Die Lehrgangskosten belaufen sich auf 65.00 € bis Vollendung des 14. Lebensjahres und nach dem 14. Geburtstag auf 85.00 €. Darin enthalten sind die jeweiligen Prüfungsgebühren (15.00 b.z.w. 25.00 €).

Zu Mittag wird ein kleiner Imbiss angeboten z. B. Nudeln mit Tomatensoße oder Bockwurst, Kaffee und Tee sowie Erfrischungsgetränke und möglicherweise frische Waffeln oder ein Stück Kuchen (Nicht in den Lehrgangskosten enthalten!).

Anmeldungen können sowohl schriftlich bei Frau Irena Dombrowa, Dorfstraße 1, 19412 Keez oder per E – Mail unter steinpilz.wismar@t-online.de erfolgen. Anfragen unter folgenden Telefon b.z.w. Handy Nummern: 0172/7339226 oder 03841/228917.

Übungsunterlagen können käuflich erworben werden.

Wann findet der nächste Lehrgang statt? – Siehe unter Termine!

28. Februar 2017 – Treffen der Pilzfreunde

Treffen der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Themabend: Pilze in Kroatien

Am Dienstag, dem 28. Februar 2017, ludt die Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e. V. wieder ihre Pilzfreunde zu einem Vereinsabend ganz herzlich in den Steinpilz – Wismar ein. Treff war um 18.00 Uhr. Es stand nochmals eine Power – Point – Präsentation unseres Pilzfreundes Ulrich Klein an. Er war mit Lebensgefährtin Anke nicht nur privat in Kroatien unterwegs, sondern nahm auch an einem Mykologen – Treffen dort teil und wird uns heute davon berichten. Während im Januar Land und Leute thematisiert wurden, waren es heute die Pilze. Wir erlebten wieder einen sehr interessanter und kurzweiliger Vortrag, so wie wir es von Ulrich gewohnt sind, nähmlich in hoher Qualität. Dazu wurde eine herzhafte Waldpilzsuppe gereicht.

Wann treffen sich die Pilzfreunde wieder? – Siehe unter Termine!

31. Januar 2017 – Treffen der Pilzfreunde

Neujahrstreffen der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Power – Point – Vortrag zum Thema Kroatien

Keine Pilze, aber teils abenteuerliche und atemberaubend schöne Urlaubsbilder zeigte uns heute Abend Ulrich Klein in seinem Power - Point - Vortag aus dem Frühsommer 2016 von Kroatien.

Bevor es richtig los ging zunächst einiges Grundsätzliches zum Land an der Adria, das bis zum politischen Umbruch um 1990 herum zum Vielvölkerstaat Jugoslawien gehörte.

Am Dienstag, dem 31. Januar 2017, waren die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. um 18.00 Uhr in das mykologische Informationszentrum Steinpilz – Wismar, in die ABC Straße 21, ganz herzlich eingeladen. Seit dem Jahreswechsel waren nun schon einige Wochen in`s Land gezogen und daher wurde es Zeit, dass wir uns zum ersten mal in diesem Jahr zu einem Themenabend trafen. Auf dem Programm stand ein Power – Point – Vortrag unseres Vereinsmitgliedes Ulrich Klein. Thema war Kroatien. Er zeigte uns Land und Leute, vor allem aber wunderschöne Impressionen aus dem Hinterland mit Gebirgen und wildromantischen Landschaften und deren verschlafenen Küstenorten. Die eindrucksvollen Bilder entstanden im vergangenen Frühsommer während einer Urlaubsreise in die Adria – Region, die er mit seiner Lebensgefährtin Anke Weselow unternahm. Wir danken ganz herzlich, es war wirklich beeindruckend mitten im tristen Wintergrau solch schöne Bilder zu sehen!

Anke und Ulrich kurz vor Beginn ihres Vortrages.

Anke und Ulrich kurz vor Beginn ihres Vortrages.

Gespannte Zuhörer während des Vortrages.

Gespannte Zuhörer während der Power - Point - Präsentation.

Im Februar geht es in einem zweiten Teil speziell um die dortige Pilzflora. Es wurden Anregungen und Ideen zur neuen Saison besprochen und auch der Jahresbeitrag konnte bei Vereinsfreundin Ingrid Rieck entrichtet werden. Neugierige Gäste waren ebenfalls herzlich willkommen. Für das leibliche Wohl wurde dieses mal bestens gesorgt. Gleich mehrere Pilzfreunde meinten es gut und gaben zu ihren Geburtstagen belegte Brötchen und sogar Pilzspezialitäten aus. So begeisterte Anke Weselow mit einer Steinpilz – Rolle. Pilzfreund Dr. Jochen Sperber brachte einen Imbiss und Getränke anläßlich seines Ausstandes mit, denn er verläßt uns im Frühling leider in Richtung Lüneburger Heide. Danke auch den Schweriner Pilzfreunden für ihre belegten Brote und den Tafeläpfeln. Ein herzliches Dankeschön an Alfred Wroblewski aus Wismar für seine Sekt – Runde, so dass wir alle auf das neue und hoffentlich erfolgreiche Pilzjahr 2017 anstoßen konnten.

Liebevoll hergerichtet Imbiss - Häppchen von Jochen, der damit seinen Ausstand bei den Wismarer Pilzfreunden gab.

Liebevoll hergerichtete Imbiss - Häppchen von Jochen, der damit seinen Ausstand bei den Wismarer Pilzfreunden gab.

Auch sonnst brauchte niemand zu hungern, für das leibliche Wohl war diesesmal bestens gesorgt.

Auch sonnst brauchte niemand zu hungern, für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.

Wann treffen sich die Pilzfreunde wieder? – Siehe unter Termine!

10. Dezember 2016 – Weihnachtsfeier der Pilzfreunde

Weihnachtsfeier der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Traditionelle Weihnachtsfeier in Keez, bei Brüel

Kleiner Weihnachtswald in unserem Seminarraum in Keez, natürlich auch mit Pilzen.

Kleiner Weihnachtswald in unserem Seminarraum in Keez.

Am Sonnabend, dem 10. Dezember 2016, waren die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. wieder sehr herzlich nach Keez eingeladen. Auf dem Programm stand unsere traditionelle Weihnachtsfeier, die in diesem Jahr bereits um 16.00 Uhr begann. Es gab zunächst eine Kaffee – Tafel und im Anschluß daran einen satirischen Jahresrückblick in Power – Point – Präsentation unseres Pilzfreundes Ulrich Klein. Im Anschluß servierte uns unsere gute Seele Irena ein ausgiebiges Abendbrot. In gemütlicher Runde bei Glühwein oder Pils ließen wir schließlich das Pilzjahr ausklingen. Dazu liefen in chronologischer Reihenfolge die Bilder des Jahres auf unserer Leinwand ab. Wir konnten auch wieder den Adalbert Ricken Preisträger und Mecklenburgs Chef – Kartierer Benno Westphal sowie die Kräutergruppe aus Schwerin, die schon seit vielen Jahren irgendwie dazu gehört, begrüßen. Pilzfreundin Agelika Boniakowski und ihr Mann Wilhelm waren das erste mal dabei.

Zur begrüßung der Gäste war auf der Veranda eine kleine Pilzausstellung mit weihnachtlichen Akzenten aufgebaut.

Zur Begrüßung der Gäste war auf der Veranda eine kleine Pilzausstellung mit weihnachtlichen Akzenten aufgebaut.

Ein festlich geschmückter und eingedeckter Seminarraum erwartet seine Gäste.

Ein festlich geschmückter und eingedeckter Seminarraum erwartet seine Gäste.

Allen voran Ulrich Klein mit seiner Technik. Der etwas finstere Mine hellte sich aber bald zu seinem satirischen, aber auch besinnlichen und anrührenden Rückblick auf das zurückliegende Pilzjahr schnell auf.

Allen voran Ulrich Klein mit seiner Technik. Der etwas finstere Blick hellte sich aber bald während seines satirischen wie auch besinnlichen und anrührenden Rückblicks auf das zurückliegende Pilzjahr schnell auf.

Wie immer ging es bei seinem Rückblick chronologisch durch die aktivitäten des mykologischen Informationszentrums Steinpilz - Wismar im Jahre 2016.

Wie immer ging es bei seinem Power - Point - Rückblick chronologisch um die Aktivitäten des mykologischen Informationszentrums Steinpilz - Wismar und der Gruppe der Pilzfreunde innerhalb der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. im zu Ende gehenden Jahr.

Inzwischen füllte sich auch unser Seminarraum mit unseren Gästen und sie ließen sich Kaffee und Kuchen munden.

Inzwischen füllte sich auch unser Seminarraum mit den erwarteten Gästen und sie ließen sich Kaffee und Kuchen munden.

Unterdessen hat Ulrich Klein auch schon mit seinem Jahresrückblick begonnen und fand wie immer begeisterte Zuhörer..

Unterdessen hat Ulrich Klein auch schon mit seinem Jahresrückblick begonnen und fand wie immer begeisterte Zuhörer.

Jede unserer offiziellen Veranstaltung fand darin berücksichtiguung. Hier war es unsere öffentliche Pilzlehrwanderung zum Boitiner Steintanz im zurückliegenden Sommer. Die germanische Kulzstätte scheinen auch die Fliegenpilze in ihrer eigenschaft als Glücksbringer zu lieben und Tanzen hier im Hexenring.!

Jede unserer offiziellen Veranstaltungen fand darin Berücksichtigung. Hier war es unsere öffentliche Pilzlehrwanderung zum Boitiner Steintanz im vergangenen Sommer. Diese germanische Kultstätte scheinen auch die Fliegenpilze in ihrer Eigenschaft als Glücksbringer zu lieben und Tanzen hier im Hexenring!

Auch die verschiedenen Kuhmäuler wurden auf humorvolle Art thematisiert.

Auch die verschiedenen Kuhmäuler wurden auf humorvolle Art thematisiert.

Zum Schluß ein kleines Dankeschön von mir an Ulrich und seine Lebensgefährtin Anke für den würdevollen Jahresabschluß 2016. Foto: Jonas Dombrowa.

Zum Schluß ein kleines Dankeschön von mir und im Namen aller Pilzfreunde an Ulrich und seine Lebensgefährtin Anke Weselow für den humorvollen Jahresabschluß 2016. Foto: Jonas Dombrowa.

Danach ludt Irena zum Abendessen ein. Es gab u. a. Soljanka, Bockwurst, Kartoffelsalat und Bouletten.

Danach ludt Irena zum Abendessen ein. Es gab u. a. Soljanka, Bockwurst, Kartoffelsalat und Bouletten.

Auch an Frischpilzen sollte es nicht fehlen. Christopher Engelhardt hat für uns auf der Anreise diese Blätterpilze gefunden. Es dürfte sich um Helmlinge (Mycena) handeln.

Auch an Frischpilzen sollte es nicht fehlen. Christopher Engelhardt hat für uns auf der Anreise diese Blätterpilze gefunden. Es dürfte sich um Helmlinge (Mycena) handeln.

Allen Pilzfreunden ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes, pilzreiches 2017.

Allen Pilzfreunden ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes, pilzreiches 2017.

Wann treffen sich die Pilzfreunde wieder? – Siehe unter Termine!

19. November 2016 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Sie führte durch die Redentiner Tannen

Der Großherzogliche Forst Farpen am heutigen Wandertag. Laub- und Nadelwald, aber Tannen gibt es hier kaum. Als Tannen, wie bespielsweise Redentiner Tannen, werden im Volksmund allgemein Nadelwälder bezeichnt. Aber auch in den meisten Tannen gibt es auch Laubwaldbereiche.h allgemein Nadelwälder gemeint

Die Redentiner Tannen am heutigen Wandertag. Laub- und Nadelwald, aber Tannen gibt es hier kaum, allenfalls Kiefern, Fichten und Lärchen. Als Tannen werden im Volksmund allgemein Nadelwälder bezeichnet. Und in den meisten "Tannen" gibt es auch Laubwaldbereiche, genauso wie hier.

Zur letzten Pilzwanderung des Jahres ludt der Steinpilz – Wismar am Sonnabend, dem 19. November 2016, wieder sehr herzlich ein. Treff war um 09.00 Uhr auf dem schmalen Parkplatz am ZOB, in der Wismarer Wasserstraße, Ecke Koppenhagener Straße. Nach kurzer Begrüßung fuhren wir von hier aus mit den vorhandene Autos in Richtung Insel Poel, bis zur Ortschaft Groß Strömkendorf. Ziel unserer heutigen Pilzwanderung waren die Redentiner Tannen oder auch der Großherzogliche Forst Farpen, wie er früher genannt wurde. Weitere Interessierte, die nicht erst nach Wismar kommen wollten, fanden sich gegen 09.30 Uhr auf dem Parkplatz am Schäfereck in Groß Strömkendorf ein, um sich uns anzuschließen. Sie kamen beispielsweise aus Lübeck, Bargteheide, Boinsdorf, Schwerin und sogar aus dem Brandenburgischen! Da wir bis Krusenhagen wanderten, mussten zunächst noch möglichst viele Fahrzeuge dorthin umgesetzt werden. Dieses Waldgebiet war in den 1970er und 1980er Jahren mein Hauswald. Nicht weit von der Hansestadt Wismar entfernt, war es auch per Fahrad schnell erreichbar. Besonders im Sommer und Herbst gab es hier so beliebte Speisepilze wie Pfifferlinge, Steinpilze und Birkenpilze zeitweise in großen Mengen. In keinem anderen Waldgebiet habe ich zur damaligen Zeit mehr Steinpilze ernten können als hier. Steinpilze und Pfifferlinge waren heute zwar nicht mehr dabei, aber trotzdem konnte noch allerhand gefunden werden, was zum Teil ohne fachmännische Begleitung nicht in die Sammelbehältnisse der meisten Teilnehmer gelegt worden wäre. Die Tour dauerte bis zum frühen Nachmittag. Hier wie immer einige Bilder:

Vom ländlichen Hotel Schäfereck in Groß Strökendorf, vor den Toren der Ostseeinsel Poel aus starteten wir zu unserer Pilzwanderung.

Vom ländlichen Hotel Schäfereck in Groß Strömkendorf aus, direkt vor den Toren der Ostseeinsel Poel, starteten wir zu unserer letzten Pilzwanderung des Jahres.

Und dazu lachte sogar die Sonne.

Und dazu lachte sogar die Sonne.

Der Blaue Träuschling (Stropharia caerulea), ein naher Verwandter des Grünspan - Träuschlings ist im Mischgericht essbar. Er unterscheidet sich von letzterem durch den unberingten Stiel, mehr bräunliche Lamellen ohne weiliche Schneide und den eher blauen ald spangrünen Farben des Fruchtkörpers.

Der Blaue Träuschling (Stropharia caerulea), ein naher Verwandter des Grünspan - Träuschlings, ist im Mischgericht essbar. Er unterscheidet sich von letzterem durch den unberingten Stiel, mehr bräunliche Lamellen ohne weißliche Schneiden und den eher blauen als spangrünen Farben am Fruchtkörper.

Die Lamellen des köstlichen Rosablättrigen Helmling verfärben sich nach Reifung der Sporen erst recht spät schön rosa. Bitte nicht Verwechseln mit dem leicht giftigen Rosa - Rettichhelmling.

Die Lamellen des köstlichen Rosablättrigen Helmlings (Mycena galericulata) verfärben sich erst recht spät schön rosa. Bitte nicht Verwechseln mit dem leicht giftigen Rosa - Rettichhelmling.

Der schwach giftige Gelbe Knollenblätterpilz in seiner weißen Form hat durch den vorangegangenen Frost schon sehr gelitten.

Der schwach giftige Gelbe Knollenblätterpilz (Amanita citrina) in seiner weißen Form hat durch den vorangegangenen Frost schon sehr gelitten. Er war sehr weich und wässrig.

Noch schlimmer hat es diesen jungen und mastigen Maronen - Röhrling (Xerocomus badius) erwischt. Er war ebenfalls sehr weich, im Fleisch völlig glasig und volkommen mit Wasser vollgezogen. Derartige Pilze dürfen auf keinen Fall mehr gegessen werden. Vergiftungsgefahr!

Noch schlimmer hat es diesen jungen und mastigen Maronen - Röhrling (Xerocomus badius) erwischt. Er war ebenfalls sehr weich, im Fleisch völlig glasig und vollkommen mit Wasser vollgesogen. Derartige Pilze dürfen auf keinen Fall mehr gegessen werden. Vergiftungsgefahr!

Immer wieder wird über die Fundstücke bei besonders interessierten Pilzfreunde diskutiert und philosophiert.

Immer wieder wird über die Fundstücke bei besonders interessierten Pilzfreunden diskutiert und philosophiert.

So auch um diese kleinen Amiant - Körnchenschirlinge (Cystoderma amiathinum). Sie sollen zwar essbar sein, haben aber einen etwas aufdringlichen, fast stechenden Geruch der nicht gerade Appetit anrgend ist.

So auch um diese kleinen Amiant - Körnchenschirmlinge (Cystoderma amiathinum). Sie sollen zwar essbar sein, haben aber einen etwas aufdringlichen, fast stechenden Geruch, der nicht gerade Appetit anregend ist.

Am Wegesrand unter Eichen und Kiefern wuchsen die beiden einzigen Täublinge der heutigen Wanderung. Es sind ungenießbare Spei - Täublinge. Entweder der Schwarzrote Spei - Täubling (Russula atrorubens) oder der ähnliche Wechselfarbige Spei - Täubling (Rusuula fragis). Nach mikroskopischer Untersuchung spricht einige für R. fragilis.

Am Wegesrand unter Eichen und Kiefern wuchsen die beiden einzigen Täublinge der heutigen Wanderung. Es sind ungenießbare Wechselfarbige Spei - Täublinge (Russula fragilis).

Hier eine Mikroaufnahme von Christopher Engehardt. Die Größenordnungen der Cheilo - Zystiden sprech für Russula fragilis.

Hier eine Mikroaufnahme von Christopher Engehardt. Die Größenordnungen der Cheilo - Zystiden sprechen für Russula fragilis.

Hier die Sporen kugeligen und stacheligen Sporen des Täublings: Foto: Chris Engelhardt.

Hier die kugeligen, netzartig ornamentierten Sporen des Täublings: Foto: Chris Engelhardt.

Der schwere Schneefall in der vergangenen Woche hat in unseren Wäldern zu erheblichem Schneebruch geführt. Immer wieder liegen kleinere und größere Äste entweder direkt auf dem Weg oder im Waldesinneren.

Der schwere Schneefall in der vergangenen Woche hat in unseren Wäldern zu erheblichem Schneebruch geführt. Immer wieder liegen kleinere und größere Äste entweder direkt auf dem Weg oder im Waldesinneren.

Ganze Wände von Rundholz lagert auch hier vielfach entlang der Waldwege. Ein Zeugnis vom immer massiver werdenden Holzeinschlag in unseren Wäldern. Obwohl Wälder ist eigentlich falsch, es sind ebend Forste!

Ganze Wände von Rundholz lagern hier entlang der Waldwege. Ein Zeugnis vom immer massiver werdenden Holzeinschlag in unseren Wäldern. Obwohl Wälder ist eigentlich falsch, es sind ebend Forste!

Da das Holz offensichtlich schon eine ganze weile hier lagert haben sich inzwischen ganze Herrscharen von Pilze darüber hergemacht, denn sie wollen für Ordnung sorgen und das Totholz entsorgen.

Da das Holz offensichtlich schon eine ganze weile hier lagert, haben sich inzwischen ganze Herrscharen von Pilzen darüber hergemacht, denn sie wollen für Ordnung sorgen und das Totholz entsorgen und nach ihren Bedingungen dem Stoffkreislauf der Natur zuführen. Um so interessanter für uns.

Wie praktisch, wenn man ein Stativ mit biegsamen Beinen hat.

Wie praktisch, wenn man ein Stativ mit biegsamen Beinen hat.

Hier sind es Gallertfleischige Krüpelfüßchen (Crepidotus mollis) die sich über das Lagerholz hergemacht haben.

Hier sind es Gallertfleischige Krüpelfüßchen (Crepidotus mollis) die sich über das Lagerholz hergemacht haben.

Hier Violette Knorpelschichtpilze (Chondrostereum purpureum) und aich ein jungen Samtfuß - Winterrübling (Flamulina velutipes) erkämpft sich seinen Platz in der Übermacht der Schichtpilze.

Und hier Violette Knorpelschichtpilze (Chondrostereum purpureum) und ein junger Samtfuß - Winterrübling (Flammulina velutipes), der sich seinen Platz in der Übermacht der Schichtpilze erkämpft.

Es handelt sich hier um Pappelholz. Es wird vom Violetten Knorpelschichtpilz besonders geliebt und der Pappel - Schüppling (Pholiota destruens) ist nur auf dieses Substrat spezialisiert. Wir die wissenschaftliche Bezeichnung schon vermuten läßt, ist er für sein Zerstörungswerk bekannt (destruens = zerstörend).

Es handelt sich hier um Pappelholz. Es wird vom Violetten Knorpelschichtpilz besonders geliebt und der Pappel - Schüppling (Pholiota destruens) ist nur auf dieses Substrat spezialisiert. Wie die wissenschaftliche Bezeichnung schon vermuten läßt, ist er für sein Zerstörungswerk bekannt (destruens = zerstörend).

Auch der Orangerote Kammpilz (Phlebia radiata) hat es sich hier gemütlich gemacht. Foto. Christopher Engelhardt.

Auch der Orangerote Kammpilz (Phlebia radiata) hat es sich hier gemütlich gemacht. Foto: Christopher Engelhardt.

Der nächste Stapel wartet mit Eichenholz auf. Ein gefundenes Fressen für den dekorativen Schmutzbecherling (Bulgaria inquinans).n

Der nächste Stapel wartet mit Eichenholz auf. Ein gefundenes Fressen für den dekorativen Schmutzbecherling (Bulgaria inquinans).

Um an gute Fotos von ihm zu gelangen sollte man recht sportlich sein. Diese Voraussetzungen erfüllt Christopher Engelhardt nahezu spielerisch. Wie man sieht haben sich über die Eichen - Stämme nicht nur Schmutzbecherlinge hergemacht sonder auch schon zahlreiche Striegelige Schichtpilz. Täglich entwerten sie das Holz ein Stückchen mehr, welches offensichtlich noch der Nutzung zugeführt werden soll.

Um an gute Fotos von ihm zu gelangen sollte man recht sportlich sein. Diese Voraussetzungen erfüllt Christopher Engelhardt nahezu spielerisch. Wie man sieht haben sich über die Eichen - Stämme nicht nur Schmutzbecherlinge hergemacht, sondern auch schon zahlreiche Schichtpilze. Täglich entwerten sie das Holz ein Stückchen mehr, welches offensichtlich noch der Nutzung zugeführt werden soll. Das es bereits länger hier liegt zeigt sich auch am Moos - Besatz.

Durch diese hohle Gasse muss er kommen um auf die Waldlichtung zu gelangen.

Durch diese hohle Gasse muss er kommen um auf die Waldlichtung zu gelangen.

Immer wieder war auch Hallimasch dabei. Hier sehen wir ein Büschel noch junger Gelbschuppiger Hallimasch (Armillaria bulbosa). Die linken Fruchtkörper haben noch Frost abbekommen ud sind dunkel - glasig verfärbt. Die rechten, helleren Fruchtkörper kamen frisch am bemoosten Stubben heraus und sind unversehrt. Guter Speisepilz, roh giftig und Vorsicht bei den Frostgeschädigten!

Immer wieder war auch Hallimasch dabei. Hier sehen wir ein Büschel noch junger Gelbschuppiger Hallimasch (Armillaria bulbosa). Die linken Fruchtkörper haben noch Frost abbekommen und sind dunkel - glasig verfärbt. Die rechten, helleren Pilze, kamen frisch am bemoosten Stubben heraus und sind unversehrt. Guter Speisepilz, roh giftig und Vorsicht bei den Frostgeschädigten!

Nahezu monströse größen nahmen bei dem feuchten Wetter die Goldgelben Zitterlinge (Tremella mesenterica) an.(

Nahezu monströse Größen nahmen bei dem feuchten Wetter die Goldgelben Zitterlinge (Tremella mesenterica) an.

Auch Schichtpilze leben derzeit so richtig auf. Hier sind es Samtige Schichtpilze (Stereum subtomentosus) an einem Birken - Ast.

Auch Schichtpilze leben derzeit so richtig auf. Hier sind es Samtige Schichtpilze (Stereum subtomentosum) an einem Birken - Ast.

Neben dem Austern - Seitling ist der Samtfuß - Winterrübling der beste Speisepilz der Wintermonate. Durch sein gelborangen , oberflächlich fettig glänzenden Hüte und dem schwarzbraun - samtigen Stiel kaum mit andren Arten zu verwechseln. Er besitzt ein vorzügliches Aroma.

Neben dem Austern - Seitling ist der Samtfuß - Winterrübling (Flammulina velutipes) der beste Speisepilz der Wintermonate. Durch seine gelborangen, oberflächlich fettig glänzenden Hüte und dem schwarzbraun - samtigen Stiel kaum mit anderen Arten zu verwechseln. Er besitzt ein vorzügliches Aroma.

Lang ist die Wandergruppe auseinander gezogen. Der Himmel ist blau und die Sonne lacht! Garnicht so typisch Novembergrau!

Lang ist die Wandergruppe auseinander gezogen. Der Himmel ist blau und die Sonne lacht, garnicht so Novemberhaft!

Der Gelbstielige Muschelseitling (Sarcomyxa serotina) kann leicht mit dem Austern - Seitling verwechselt werden. Dieser besitzt aber kein gelbgrünlichen Färbungen auf Hut und Stielansatz. Gezeigte Art ist minderwertig und kann bitter schmecken.

Der Gelbstielige Muschelseitling (Sarcomyxa serotina) kann leicht mit dem Austern - Seitling verwechselt werden. Dieser besitzt aber keine gelbgrünlichen Färbungen auf Hut und Stielansatz. Gezeigte Art ist minderwertig und kann bitter schmecken.

Hier sind es fachgerecht geerntete Dunkle Hallimsch (Armillaria obscura) die einen kleinen Spankorb füllen. Auch sie haben etwas Frost abbekommen, was an den glasigen Schnittstellen gut zu erkennen ist. Solange sie aber druckfest sind, können sie gegessen werden.

Hier sind es fachgerecht geerntete Dunkle Hallimasch (Armillaria obscura) die einen kleinen Spankorb füllen. Auch sie haben etwas Frost abbekommen, was an den glasigen Schnittstellen gut zu erkennen ist. Solange sie aber druckfest sind, können sie gegessen werden.

Ein Unterstand mit Sitzgelegenheit, den sich die Jägerschaft hier offensichtlich eingerichtet hat, lädt zum Picknick ein.

Ein Unterstand mit Sitzgelegenheit, den sich hier die Jägerschaft offensichtlich eingerichtet hat, lädt zum Picknick ein.

Eine Gruppe von wunderschönen Blut - Helmlingen (Mycena haematopus) hat es sich auf einem Laubholzast gemütlich gemacht. Ungenießbar.

Eine Gruppe von wunderschönen Blut - Helmlingen (Mycena haematopus) hat es sich auf einem Laubholzast gemütlich gemacht. Ungenießbar.

Der Beringte Buchen - Schleimrübling (Oudemansiella mucida) wächst an Buchenholz und benötgt ein gewisse Luftfeuchtigkeit. Daher auch gerne in fechteren Auenwäldern, Bachtäler oder Seeuferbereiche. Heute war er allerdings mitten in einem reltativ trockenen Waldgebiet. Der glasig - weiße Pilz lohnt kaum zum Essen. Der Stiel ist hart und vomm Pilz würde nur ein schleimiges Etwas übrig bleiben, das obendrein eher noch geschmacklos sein dürfte.

Der Beringte Buchen - Schleimrübling (Oudemansiella mucida) wächst an Buchenholz und benötigt eine gewisse Luftfeuchtigkeit. Daher auch gerne in fechteren Auenwäldern, Bachtäler oder Seeuferbereichen. Heute war er allerdings mitten in einem reltativ trockenen Waldgebiet. Der glasig - weiße Pilz lohnt kaum zum Essen. Der Stiel ist hart und vom Hut würde nur ein schleimiges Etwas übrig bleiben, dass obendrein wohl noch geschmacklos sein dürfte.

Der Violette Rötel - Ritterling (Lepista nuda) ist ein guter Speisepilz mit ewas süßlichem Aroma. Gut durchgaren denn roh ist er giftig!.

Der Violette Rötel - Ritterling (Lepista nuda) ist ein guter Speisepilz mit ewas süßlichem Aroma. Gut durchgaren, denn roh ist er giftig!

Der Mäuseschwanz - Rübling (Baeosporta myosura) war heute einer der häufigsten Großplize an Fichten- und Kiefernzapfen. Ungenießbar.

Der Mäuseschwanz - Rübling (Baeospora myosura) war heute einer der häufigsten Großplize. Wir finden ihn an Fichten- und Kiefernzapfen. Ungenießbar.

Der Gelbknollige Sklerotienrübling (Collybia tuberosa) ist ein kleiner, leicht zu übersehender Blätterpilz, der oft aus einen Sklerotium heraus wächst.

Der Gelbknollige Sklerotienrübling (Collybia cookei) ist ein kleiner, leicht zu übersehender Blätterpilz, der oft aus einem Sklerotium heraus wächst.

Hier das gelbe Sklerotium in starker Vergrößerung. Sklerotien werden von einigen Pilzarten angelegt aus dem sie bei günstigen Bedingungen immer wieder Fruchtkörper ausbilden können. Sklerotien - Rüblinge sind oft in der Nähe alter, mumifizierter Großpilze anzutreffen. Foto Chris Engelhardt.

Hier das gelbe Sklerotium in starker Vergrößerung. Sklerotien werden von einigen Pilzarten angelegt. Aus diesen können bei günstigen Bedingungen immer wieder neue Fruchtkörper heraus wachsen. Sklerotien - Rüblinge sind oft in der Nähe alter, mumifizierter Großpilze anzutreffen. Foto Chris Engelhardt.

Regelrecht schon winzig und sehr filigran mutet der Buchenblatt - Helmling (Mycena capillaris) an. Seine Hütchen erreichen etwa einen Durchmesser von 3 mm. Sie sitzen auf recht langen, fadenartigen Stielen alten Buchenblättern auf. Foto: Christopher Engelhardt.

Regelrecht schon winzig und sehr filigran mutet der Buchenblatt - Helmling (Mycena capillaris) an. Seine Hütchen erreichen etwa einen Durchmesser von 3 mm. Sie sitzen auf recht langen, fadenartigen und glasigen Stielen alten Buchenblättern auf. Foto: Christopher Engelhardt.

Der Kegelige Helmling (Mycena metata) ist ein häufiger Pilz besonders im Spätherbst in streureichen Nadelwäldern. Foto: C. Engelhardt.

Der Kegelige Helmling (Mycena metata) ist ein häufiger Pilz, besonders im Spätherbst in streureichen Nadelwäldern. Foto: C. Engelhardt.

Hier sehe wir eine seiner charakteristischen, aufgeblasenen Cheilo - Zystiden, die wir auf der Huthaut finden. Foto: C. Engelhardt.

Hier sehen wir eine seiner charakteristischen, aufgeblasenen Cheilo - Zystiden, die wir auf der Huthaut finden. Foto: C. Engelhardt.

Der Große Zystiden Kammpilz (Phlebiopsis gigantea) ist oft großflächig an Nadelholz zu finden. Insbesondere auch an Stapelholz. Sein weiche Konsistenz erinnert etwas an Schleimpilze. Bestimmer und Fotograf ist auch hier Chris Engelhardt.

Der Große Zystiden Kammpilz (Phlebiopsis gigantea) ist oft großflächig an Nadelholz zu finden. Insbesondere auch an Stapelholz. Seine weiche Konsistenz erinnert etwas an Schleimpilze. Bestimmer und Fotograf ist auch hier Chris Engelhardt.

Auch diese Art legte uns Chris unter das Mikroskop. Hier beeindrucken die großen, kristalschopfigen Lamprozystiden.

Auch diese Art legte uns Chris unter das Mikroskop. Hier beeindrucken die großen, kristalschopfigen Lamprozystiden.

Das Gruppenfoto unserer letzten Wanderung in diesem Jahr. Christopher Engelhardt sei Dank für diese schöne Erinnerung an eine lehrreiche und vielseitige Spätherbstwanderung.

Das Gruppenfoto unserer letzten Wanderung in diesem Jahr. 19. November 2016 in den Redentiner Tannen. Foto: Christopher Engelhardt.

Wann geht es wieder in die Pilze? – Siehe unter Termine!

13. November 2016 – Vereinsexkursion der Pilzfreunde

Vereins- und Kartierungsexkursion

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Vereinsexkursion durch den Wald bei Dalliendorf

Kartieren im Winterwunderland - das ist wohl die richtige Formulierung zu unserer heutigen Vereinsexkursion. Hochwinterliche Verhältnisse mitten im Spätherbst.

Kartieren im Winterwunderland - das ist wohl die richtige Formulierung zu unserer heutigen Vereinsexkursion. Hochwinterliche Verhältnisse mitten im Spätherbst.

Zu unserer letzten Vereins- und Kartierungsexkursion waren die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. und interessierte Gäste am Sonntag, dem 13. November 2016, ganz herzlich eingeladen. Treff war um 08.00 Uhr auf dem schmalen Parkplatz gegenüber dem Zeughaus, in der Ulmen Straße in Wismar. Wir fuhren von hier aus auf der B 208 mit den vorhandenen Fahrzeugen in Richtung Gadebusch. Nach dem wir die Ortschaft Bobitz durchfahren hatten, erreichten wir bald einen Linksabzweig nach Dalliendorf. Wir fuhren in diesen hinein, bis besagter Ortschaft. Von hier aus führt ein Feldweg in Richtung Wald. Vor einigen Jahren waren wir schon einmal in diesem Waldgebiet zu gleicher Jahreszeit unterwegs. Wir fanden damals beispielsweise zahreiche Röhrenkeulen, Helmlinge, Tintlinge aber auch beliebte Speisepilze wie Austern – Seitlinge. Pilze gab es auch heute reichlich, nur das die meisten unter dem frisch gefallenen Laub und reichlich Schnee verborgen waren. Aber hier und da verieten verdächtige Schneehauben ihre Anwesenheit. Es war schon eine außergewöhliche Tour, die durch das traumhaft schöne Winterwetter zu einem unvergeßlichen Erlebnis wurde. Aber ich denke, folgende Bilder verdeutlichen besser als Worte die schönen Momente der heutigen Winterkartierung.

Zunächst ging es diesen Waldrand entlang.

Zunächst ging es diesen Waldrand entlang.

Es gab unzählige, wunderschöne Foto - Motive. Einen wunderbaren Kontrast bildet das braune Buchenlaub in der weißen Winterwelt.

Es gab viele schöne Foto - Motive. Einen wunderbaren Kontrast bildet das braune Buchenlaub zu der weißen Winterwelt.

Hier gesellen sich auch noch grüne Farbtöne hinzu.

Hier gesellen sich auch noch grüne Farbtöne hinzu.

Nach dem verfrühten Schnee fällt nun auch das letzte Laub von den Bäumen.

Nach dem verfrühten Schnee fällt nun auch das letzte Laub von den Bäumen. Es macht es noch schwieriger die begehrten Kobolde am Waldboden zu entdecken.

Aber auf den zweiten Blick sind sie doch auszumachen.

Aber auf den zweiten Blick sind sie doch auszumachen.

Es sind Sparrige Schüpplinge (Pholiota squarrosa) die hier büschelweise am Fuße einer alten Buche heraus schauen.

Es sind Sparrige Schüpplinge (Pholiota squarrosa) die hier büschelweise am Fuße einer alten Buche heraus schauen.

Schön sind die Sparrig abstehenden Schuppen auf Hut und Stiel zu erkennen.

Schön sind die sparrig abstehenden Schuppen auf Hut und Stiel zu erkennen.

Auf einem alten Eichen - Stubben wurde bereits wieder etwas entdeckt.

Auf einem alten Eichen - Stubben wurde bereits wieder etwas entdeckt.

Und von Christopher Engelhardt für ein aussagekräftiges Foto zurecht gelegt.

Und von Christopher Engelhardt für ein aussagekräftiges Foto zurecht gelegt.

Schön sind die rosa Lamellen dieses häufigen Blätterpilzes zu erkennen, die im Schnee noch eine ganz besondere Erhabenheit ausstrahlen.

Schön sind die rosa Lamellen dieses häufigen Blätterpilzes zu erkennen, die im Schnee noch eine ganz besondere Erhabenheit ausstrahlen.

Vieleicht liegt diese besondere Erhabenheit aber auch am zusätzlichen Reifansatz an den Lamellen. Rosablättriger Helmling (Mycena galericulata).

Vieleicht liegt diese besondere Erhabenheit aber auch am zusätzlichen Reifansatz an den Lamellen. Rosablättriger Helmling (Mycena galericulata).

Reichlich liegt der Schnee noch auf den Lichtungen.

Reichlich liegt der Schnee noch auf den Lichtungen.

Im lichten Buchenwald ein Plätzchen für die Jäger.

Im lichten Buchenwald ein Plätzchen für die Jäger.

Und ein Tischlein deck dich, reich gedeckt mit Schnee und etwas Stroh darunter

Und ein Tischlein deck dich, reich gedeckt mit Schnee und etwas Stroh darunter.

Zahlreiche Zinnoberrote Pustelpilze (Nectria cinnabarina) auf einen Launholz - Ast.

Zahlreiche Zinnoberrote Pustelpilze (Nectria cinnabarina) auf einem Laubholz - Ast.

Mit einer Spezial - Kamera kann Chris Engehardt die Winzlinge natürlich noch viel besser in Szene setzen.

Mit einer Spezial - Kamera kann Chris Engelhardt die Winzlinge natürlich noch viel besser in Szene setzen.

Hier das Resultat. Wie kleine Himbeeren sehr die kleinen Pusteln aus. Im unteren Bereich sehen wir die selbe Art in ihrer Nebenfuchtform, der Konidienform oder den Sporodochien. Meist, so auch hier, sind beide Formen am Substrat vorhanden.

Hier das Resultat. Wie kleine Himbeeren sehen die rötlichen Pusteln aus. Im unteren Bereich haben wir die selbe Art in ihrer Nebenfuchtform, der Konidienform oder den Sporodochien. Meist, so auch hier, sind beide Formen am Substrat vorhanden.

Der meiste Schnee ist zwar von Bäumen und Sträuchern des Waldes bereits herunter getropft oder abgefallen, aber die Schieflage der ehemaligen Last ist immer noch vorhanden. Es waren aber auch große Äste von den Bäumen abgebrochen.

Der meiste Schnee ist zwar von Bäumen und Sträuchern des Waldes bereits herunter getropft oder abgefallen, aber die bogenförmige Schieflage der durch die Schneelast verusachten Krümmung ist immer noch vorhanden. Es waren aber auch große Äste von den Bäumen abgebrochen.

Ob diesem Springfrosch (Rana dalmatina) nicht kalt ist. Frösche sind wechselwarme Tiere aber bei diesen Temperaturen haben sie es sehr schwer. Eigentlich hätte er sich längst im Boden eingraben müssen, aber das ist nun nicht mehr möglich, da er hart gefroren ist. Christopher Engelhardt kümmerte sich um ihn und nahm ihn erstmal mit um in bei günstigeren Bedingungen wieder in die Freiheit zu entlassen. Von ihm stammt auch dieses Foto.

Ob diesem Springfrosch (Rana dalmatina) nicht kalt ist? Frösche sind wechselwarme Tiere aber bei diesen Temperaturen haben sie es sehr schwer. Eigentlich hätte er sich längst im Boden eingraben müssen, aber das ist nun nicht mehr möglich, da er hart gefroren ist. Christopher kümmerte sich um ihn und nahm ihn erstmal mit um in bei günstigeren Bedingungen wieder in die Freiheit zu entlassen. Von ihm stammt auch dieses Foto.

Die ohnehin schon striegelig behaarten Spaltblättlinge (Schizophyllum comune), sehen unter dem Rauhfrost noch viel filigraner und dekorativer aus.

Die ohnehin schon striegelig behaarten Spaltblättlinge (Schizophyllum comune), sehen unter dem Rauhfrost noch filigraner und dekorativer aus.

Langsam kommt die Sonne höher.

Langsam kommt die Sonne höher.

Wie in fast allen unseren Forsten wird auch hier unabläßig Holzeinschag betrieben. Oft liegen die Stapel Monate oder gar Jahre an den Waldwegrändern und es können sich an ihnen zahlreiche Pilzarten ansiedeln. Wenn der Mensch sie nicht abholt, sorgen sie dafür das nach und nach das Holz verschwindet.

Wie in fast allen unseren Forsten wird auch hier unablässig Holzeinschlag betrieben. Oft liegen die Stapel Monate oder gar Jahre an den Waldwegrändern und es können sich an ihnen zahlreiche Pilzarten ansiedeln. Wenn der Mensch das Holz nicht abholt, sorgen sie dafür, dass es nach und nach verschwindet, es wird abgebaut.

Auch hier waren die Müllwerker des Waldes schon kräftig zugange. Wir sehen u.a. zahlreiche Konsolen des Violetten Knorpelschichtpilzes (Chondrostereum purpureum).

Auch hier waren die Müllwerker des Waldes schon kräftig zugange. Wir sehen u. a. zahlreiche Konsolen des Violetten Knorpelschichtpilzes (Chondrostereum purpureum).

Chondrostereum purpureum in Nahaufnahme von Chris Engehardt.

Chondrostereum purpureum in Nahaufnahme von Chris Engehardt.

Auch diese Striegeligen Schichtpilze (Stereum hirsutum) haben sich bereits angesiedelt. Foto: Christopher Engelhardt.

Auch diese Striegeligen Schichtpilze (Stereum hirsutum) haben sich bereits angesiedelt. Foto: Christopher Engelhardt.

Und hier sind sie wieder, die gut getarnten Hutträger mit Schneehauben. Wir sehen Graukappen (Lepista nebularis).

Und hier sind sie wieder, die gut getarnten Hutträger mit Schneehauben. Wir sehen Graukappen (Lepista nebularis).

Gerade auch in der vormals viel zu trockenen Nadelstreu des Fichtenwaldes wagten sich nun die Pilze so richtig raus und wurden gleich von den nächsten Witterungsunbilden eiskalt erschischt. Hier wuchsen wirklich viele Pilze, aber alle in Froststarre und unter Schnee begraben.

Gerade auch in der vormals viel zu trockenen Nadelstreu des Fichtenwaldes wagten sich nun die Pilze massenhaft heraus und wurden gleich von den nächsten Witterungsunbilden eiskalt erschischt. Hier standen wirklich viele Pilze, aber alle in Froststarre und unter Schnee begraben.

Hier ist es ein Horngrauer, dem Stiel nach sogar ein echter Butterrübling (Collybia asema oder C. butyracea).

Hier ist es ein Horngrauer Rübling, dem Stiel nach sogar ein echter Butterrübling (Collybia asema oder C. butyracea).

Ja sind nun wirklich die Kobolde aus den Weihnachtsmärchen erschienen.

Hier sind nun wirklich die Kobolde aus den Märchenland erschienen.

Hier sind es Fuchsige Röteltrichterlinge (Lepista flaccida), die in Reih und Glied angetreten sind. Ihnen dürfte der Frost nicht viel ausmachen. Sie werden nach dem auftauen munter weiterwachsen.

Fuchsige Röteltrichterlinge (Lepista flaccida) sind in Reih und Glied angetreten. Ihnen dürfte der Frost nicht viel ausmachen. Sie werden nach dem auftauen munter weiterwachsen.

Ein zauberhafter Wintertag im Dalliendorfer Holz.

Ein zauberhafter Wintertag im Dalliendorfer Holz.

Und allmählich geht es wieder in Richtung Autos.

Und allmählich geht es wieder in Richtung Autos.

Auch diese Lärchen haben heute ein besonders schönes Sonntagskleid angelegt.

Auch diese Lärchen haben heute ein besonders schönes Sonntagskleid angelegt.

Einfach schön!

Einfach schön!

Wahrscheinlich ein Erstnachweis gelang uns mit dieser Art. Dank Christopher Engelhardts bemühungen konnten wir den Fichtenzapfen - Helmling (Mycena strobilicola) richtig zuordnen. Ein wenig nekannte und offensichtlich seltene Art, die aber möglicherweise auch mal übersehen werden kann. Foto: Christopher Engelhardt.

Wahrscheinlich einen Erstnachweis für unser Bundesland getätigt zu haben dachten wir bei diesem Fund von Helmlingen auf Fichtenzapfen. Wir vermuteten den Fichtenzapfen - Helmling (Mycena strobilicola). Dank Christopher Engelhardts Bemühungen sowie Benno Westphals Hinweis konnten wir aber nur den Kegelgen Helmling (Mycena metata) bestätigen. Er wächst auf allerlei Pflanzenresten, besonders gern aber auf der Nadelstreu von Fichten, wobei es durchaus vorkommt, dass er auch deren Zapfen besiedeln kann. Foto: Christopher Engelhardt.

Hier noch ein Mikofoto von Christopher. Es zeigt die dick aufgeblasenen und stacheligen Cheilocystiden die in der Huthaut von Mycena matata reichlich zu finden sind und überhaupt nicht zu M. strobilicola passen würden, so Christopher Engelhardt.

Hier noch ein Mikrofoto. Es zeigt die dick aufgeblasenen und stacheligen Cheilocystiden, die in der Huthaut von Mycena matata reichlich zu finden sind und überhaupt nicht zu M. strobilicola passen würden, so Christopher Engelhardt, der auch diese Aufnahme für uns anfertigte.

Stolz trotzt dieser Dunkle Hallimasch (Armillaria obscura) den winterlichen Bedingungen. Foto: Christopher Engelhardt.

Stolz trotzt dieser Dunkle Hallimasch (Armillaria obscura) den winterlichen Bedingungen. Foto: Christopher Engelhardt.

Unser Gruppenfoto, ein tief winterliches Abschlufoto einer sehr schönen, außergewöhnlich stimmungsvollen Jahresabschlußexkursion im Dalliendorfer Forst am 13. November 2016.

Tief winterliches Abschlußfoto einer sehr schönen, außergewöhnlich stimmungsvollen Jahresabschlußexkursion im Dalliendorfer Forst am 13. November 2016. Foto: Christopher Engelhardt.

Wann findet die nächste Kartierungsexkursion statt? – Siehe unter Termine!

08. November 2016 – Treffen der Pilzfreunde

Treffen der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Thema: Röhrlingsartige

Die Birken - Rotkappe (Leccinum testaceoscabrum). Eine klassische Röhrlingsart. Sie gehört zu den Rauhstiel - Röhrlingen.

Die Birken - Rotkappe (Leccinum testaceoscabrum), eine klassische Röhrlingsart. Sie gehört zu den Rauhfuß - Röhrlingen.

Am Dienstag, dem 08. November 2016, waren die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. sowie interessierte Gäste ein letztes mal in diesem Jahr zu einem Themenabend in den Steinpilz – Wismar, ABC Straße 21, ganz herzlich eingeladen. Beginn des Vereinstreffens sollte um 18.00 Uhr sein. Das Wetter verhinderte es aber. Es schneite den ganzen Tag und die Gewege waren durch zentimeterhohen Schneematsch kaum passierbar. Auch auf den Straßen herrschte Chaos. Heute wollten wir die Röhrlingsartigen zum Thema machen. Die Röhrlinge und ihre nächsten Verwandten beinhalten viele der volkstümlich gesuchten Speisepilze und es gibt unter ihnen keine ernst zu nehmenden Giftpilze. Aber Röhrling ist nicht gleich Röhrling. Es werden mehre, gut zu trennende Gattungen, unterschieden und bei einigen würde man kaum vermuten, dass sie zu den Röhrlingen gehören, obwohl wir auf der Hut – Unterseite Lamellen vorfinden.

Wann treffen sich die Pilzfreunde wieder? – Siehe unter Termine!

05. November 2016 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Sie führte durch den Everstorfer Forst

Nasskaltes, verregnetes Novemberwetter im goldfenen Everstorfer Forst am 05. November 2016.

Nasskaltes, verregnetes Novemberwetter im spätherbstlich gefärbten Everstorfer Forst am 05. November 2016.

Am Sonnabend, dem 05. November 2016,  stand wieder eine öffentliche Pilzlehrwanderung auf dem Programm. Wer Lust hatte, unter fachkundiger Führung auf der Suche nach allerlei Großpilzen den Everstorfer Forst zu durchstreifen, war dazu ganz herzlich eingeladen. Treff war um 08.00 Uhr auf dem schmalen Parkplatz am ZOB in Wismar, Wasserstraße, Ecke Kopenhagener Straße. Mit den vorhandenen Fahrzeugen starteten wir nach kurzer Begrüßung sogleich in Richtung Grevesmühlen. Je nach Möglichkeit konnten auch Fahrgemeinschaften gebildet werden. Wir fuhren auf der B 105 bis in Höhe der Mülldeponie Neu Degtow und bogen hier in den Rechtsabzweig nach Hamberge ein. Das hügelige Laub- und Nadelwaldgebiet kann auch im fortgeschrittenen Herbst noch reichlich Frischpilze im Angebot haben. Neben vielen Hallimasch gab es heute u. a. leckere Rötel – Ritterlinge, Derbe Rotfüßchen oder vorzügliche Graublättrige Schwefelköpfe, die unsere Körbe rasch füllten. Nach dem trockenen und äußerst pilzarmen Herbst wurde es immerhin die pilzreichste Wanderung des ganzen Jahres. Wer heute nicht mit einem schmackhaften Pilzgericht nach hause kam, hatte es selbst zu verschulden oder wollte nur etwas dazu lernen. Leider erwies sich das Wetter nicht kooperativ und es regnete sich ein, so dass nach etwa zwei Stunden die Tour dem Ende entgegen ging. Trotzdem waren alle zufrieden, denn die Körbe waren gefüllt. Hier einige Bilder:

Unser Ausgangs- und Endpunkt der heutigen Wanderung.

Unser Ausgangs- und Endpunkt der heutigen Wanderung.

Genau hier stimmten uns diese Gelbschuppigen Hallimasch (Armillaria lutea) auf die heutige Wanderung ein.

Genau hier stimmten uns schon diese Gelbschuppigen Hallimasch (Armillaria lutea) auf die heutige Wanderung ein.

Es hätte ein wirklich goldener Spätherbstausflug werden können, hätte nur die Sonne gelacht. Statt dessen üffnete der Himmel seine Schleusen und bedachte uns mit seinem Nass, auf das wir so lange sehnsüchtig gewartet hatten.

Es hätte ein wirklich goldener Spätherbstausflug werden können, hätte nur die Sonne gelacht. Statt dessen öffnete der Himmel seine Schleusen und bedachte uns mit reichlich Nass, auf das wir so lange sehnsüchtig gewartet hatten.

Schon nach wenigen Schritten leuchteten zahreiche Grünblättrige Schwefelköpfe auf diesem Buchenstubben. Leider die Falschen. Wer die Guten Schwefelköpfe finden möchte, sollte sich Nadelholz - Stubben anschauen.

Schon nach wenigen Schritten leuchteten zahreiche Grünblättrige Schwefelköpfe auf diesem bemoosten Buchenstubben. Leider waren es die Falschen. Wer die guten Graublättrigen Schwefelköpfe finden möchte, sollte sich Nadelholz - Stubben anschauen.

Aber nur wenige Meter entfernt, fast unscheinbar im frisch gefallenen Laub zahlreiche Büschel des Honiggelben Hallimasch (Armillaria mellea).

Aber nur wenige Meter entfernt, fast unscheinbar im frisch gefallenen Laub, zahlreiche Büschel des Honiggelben Hallimasch (Armillaria mellea).

Jetzt gab es kein halten mehr und das Sammelfieber brach aus.

Jetzt gab es kein halten mehr und das Sammelfieber brach aus.

Wer fachgerecht Hallimasch ernten möchte, sollte gleich die Stiele stehen lassen und nur die Hüte in den Korb schneiden.

Wer fachgerecht Hallimasch ernten möchte, sollte gleich die Stiele stehen lassen und nur die Hüte in den Korb schneiden.

Auch hier gibt es reichlich Hallimasch zu ernten.

Auch hier gibt es reichlich Hallimasch zu ernten.

Aber mancher nahm sich nicht die Zeit um die Stiele gleich vor Ort zu entfernen, da ist der Korb auch bald voll

Aber mancher nahm sich nicht die Zeit um die Stiele gleich vor Ort zu entfernen, dann ist der Korb auch bald voll und es sieht natürlich toll aus.

An den Rändern des Waldweges einige Schopf - Tintlinge (Coprinus comatus). Die weißlichen, ovalen Blätterpilze, die rasch in Autolyse übergehen können (Auflösung in Sporenflüßigkeit) sind gut beliebte, schmackhafte Speisepilze.

An den Rändern des Waldweges einige Schopf - Tintlinge (Coprinus comatus). Die weißlichen, ovalen Blätterpilze, die rasch in Autolyse übergehen können (Auflösung in Sporenflüßigkeit) sind gute. beliebte und schmackhafte Speisepilze.

Auch der blaue Träuschling (Stropharia caerulea) darf in den Korb zu den Speisepilzen gelegt werden. Im Gegensatz zum sehr ähnlichen Grünspan - Träuschling ist sein Stiel ringlos.

Auch der blaue Träuschling (Stropharia caerulea) darf in den Korb zu den Speisepilzen gelegt werden. Im Gegensatz zum sehr ähnlichen Grünspan - Träuschling ist sein Stiel ringlos.

Die schleimige Huthaut ist in einem Zug abziehbar und sollte entfernt werden.

Die schleimige Huthaut ist in einem Zug abziehbar und sollte bei der Zubereitung entfernt werden.

Schleimig ist auch die Huthaut des Tonfalben Schüpplings (Pholiota lenta). Wir finden ihn vorzugsweise im Herbst, selten im Frühling an toten Laubholzästen. Als Mischpilz kann er mit eingesammelt werden.

Schleimig ist auch die Huthaut des Tonfalben Schüpplings (Pholiota lenta). Wir finden ihn vorzugsweise im Herbst, seltener im Frühling, an toten Laubholzästen. Als Mischpilz kann er mit eingesammelt werden.

Gleiches gilt für die Graukappe. Als alleiniges Gericht ist sie sehr umstritten und sollte mit Vorsicht genossen werden. Wer ihren aufdringlichen Geruch als unangenehm empfindet, sollte sie grundsätzlich meiden. Ansonsten blanchieren und das Brühwasser fortschütten.

Gleiches gilt für die Graukappe (Clitocybe nebularis). Als alleiniges Gericht ist sie sehr umstritten und sollte mit Vorsicht genossen werden. Wer ihren aufdringlichen Geruch als unangenehm empfindet, sollte sie grundsätzlich meiden. Ansonsten blanchieren und das Brühwasser fortschütten.

Der Grobschollige Riesenschirmpilz (Macrolepiota konradii) ist ein kleinerer Bruder des Riesenschirmpilzes. Wir finden ihn eher im Waldesinneren und er besitzt nur wenige, grobe Hutschuppen die sich um die Hutmitte oft sternenförmig anordnen. Hüte essbar.

Der Grobschollige Riesenschirmpilz (Macrolepiota konradii) ist ein kleinerer Bruder des Riesenschirmpilzes. Wir finden ihn eher im Waldesinneren und er besitzt nur wenige, grobe Hutschuppen, die sich um die Hutmitte oft sternenförmig anordnen. Hüte essbar.

Grobscholliger Riesenschirmpilz (Macrolepiota konradii).

Grobscholliger Riesenschirmpilz (Macrolepiota konradii).

Rehbraune Dachpilze (Pluteus atricapillus) finden wir fast ganzjährig, selbst in milden Wintern. Die großen dachförimigen Blätterpilz mit den braunen Hüten, den frei stehenden Lamellen die zunächst weißlich, später zunehmend fleischrosa gefärbt sind können gegessen werden, sind geschmacklich aber eher bescheiden.

Rehbraune Dachpilze (Pluteus atricapillus) finden wir fast ganzjährig, selbst in milden Wintern. Die großen, dachförimigen Blätterpilz mit den braunen Hüten, den frei stehenden Lamellen, die zunächst weißlich, später zunehmend fleischrosa gefärbt sind, können gegessen werden, sind geschmacklich aber eher bescheiden. Sie bilden ihre Fruchtkörper auf Launbholz aus.

Milchlinge erkennt man am spröden Fleisch und dem absondern einer milchähnlichen Flüßigkeit. Sollen sie gegessen werden, empfiehlt sich zunächst eine Kostproge des Milchsaftes. Schmeckt diese nicht unangenehm bitter oder scharf, darf das Fundstück in den Korn gelegt werden. Hier sehen wir den im Buchenwald beheimatete Süßlichen Milchling (Lactarius subdulcis). Er darf als Mischpilz verwendet werden.

Milchlinge erkennt man am spröden Fleisch und dem absondern einer milchähnlichen Flüßigkeit. Sollen sie gegessen werden, empfiehlt sich zunächst eine Kostprobe des Milchsaftes. Schmeckt dieser nicht unangenehm bitter oder scharf, darf das Fundstück in den Korb gelegt werden. Hier sehen wir den im Buchenwald beheimateten Süßlichen Milchling (Lactarius subdulcis). Er darf als Mischpilz verwendet werden.

Anders beim ebenfalls unter Buchen vorkommenden Braunfleckenden Milchling (Lactarius fluens). Seine reichlich fließende, weiße Milch schmeckt brennend scharf. Er ist also ungenießbar.

Anders beim ebenfalls unter Buchen vorkommenden Braunfleckenden Milchling (Lactarius fluens). Seine reichlich fließende, weiße Milch, schmeckt brennend scharf. Er ist also ungenießbar.

Hier sehen wir einen Rötling. Rötlinge streuen fleischrötliches Sporenpulver ab, dass in seiner weiteren Entwicklung auch die anfangs grauen Lamellen rötlich tönt. Bis auf die im Frühling unter Rosengewächsen wachsenden Schil- und Blasse Pflaumen - Rötlinge sollten sie gemieden werden, da es unter den zahreichen, teils seltenen Arten auch Giftpilze gibt..

Hier sehen wir einen Niedergedrückten Rötling (Entoloma rhodopolium). Rötlinge streuen fleischfarbenes Sporenpulver ab, dass später auch die anfangs grauen Lamellen rötlich tönt. Bis auf die im Frühling unter Rosengewächsen wachsenden Schild- und Blassen Pflaumen - Rötlinge sollten alle anderen gemieden werden, da es unter den zahreichen, teils seltenen Arten, auch Giftpilze gibt, so wie auch die hier gezeigte Art.

In den nächsten Tagen soll es zunehmend frostig werden. Das beste Signal zum Durchstarten dieses schmackhaften Speisepilzes, des Samtfuß - Winterpilzes (Flammulina velutipes. Wir finden ihn besonders üppig oft zum Jahreswechsel an Weichhölzern. Typisch ist der braunsamtige, wildlederartig überzogene Stiel und sein gelblich, auch im trockenen Zustand fettig glänzender Hut.

In den nächsten Tagen soll es zunehmend frostig werden. Das beste Signal zum Durchstarten dieses schmackhaften Speisepilzes, des Samtfuß - Winterpilzes (Flammulina velutipes). Wir finden ihn besonders üppig zum Jahreswechsel an Weichhölzern. Typisch ist der braunsamtige, wildlederartig überzogene Stiel und sein gelblicher, auch im trockenen Zustand fettig glänzender Hut.

Besonders im Herbst, aber auch in milden Wintern bis zum Frühling finden wir an Nadelholz - Stubben den überaus delikaten Graublättrigen Schwefelkopf (Hypholoma capnoides). Man achte auf die grauen, nicht grünen Lamellen und den milden, nicht bitteren Geschmack.

Besonders im Herbst, aber auch in milden Wintern bis zum Frühling, finden wir an Nadelholz - Stubben den überaus delikaten Graublättrigen Schwefelkopf (Hypholoma capnoides). Man achte auf die grauen, nicht grünen Lamellen und den milden, nicht bitteren Geschmack.

In den Buchenwäldern werden nun die Derben Rotfüßchen (Xerocomus pruinatus) immer häufiger. Wer es etwas säuerlich mag, darf ihn gerne als Speisepilz einsammeln.

In den Buchenwäldern werden nun die Derben Rotfüßchen (Xerocomus pruinatus) immer häufiger. Wer es etwas säuerlich mag, darf sie gerne als Speisepilz einsammeln.

Während das Derbe Rotfüßchen und viele andere Pilzarten unter den vorausgesagten Nachtfrösten leiden werden, macht es den Violetten - Rötel - Ritterlingen (Lepista nuda) nichts aus. Der schmackhafte Speisepilz kann noch bis in den Januar gesucht und gefunden werden.

Während das Derbe Rotfüßchen und viele andere Pilzarten unter den vorausgesagten Nachtfrösten leiden werden, macht es den Violetten - Rötel - Ritterlingen (Lepista nuda) nichts aus. Der schmackhafte Speisepilz kann noch bis in den Januar gesucht und gefunden werden.

Ein schönes Mischgericht aus dem spätherbstlichen Wald. Die meisten Körbe waren nun gut gefüllt.

Ein schönes Mischgericht aus dem spätherbstlichen Wald. Die meisten Körbe waren nun gut gefüllt.

Und deshalb streben wir bei dem ungemütlich nassen Wetter wieder den Autos entgegen.

Und deshalb streben wir bei dem ungemütlich nassen Wetter wieder den Autos entgegen.

Und dabei entdeckte unser Pilzfreund Peter Kofahl am Wegesrand die erste Herbst - Lorchel (Helvella crispa) der Saison. Essbar.

Und dabei entdeckte unser Pilzfreund Peter Kofahl am Wegesrand die erste Herbst - Lorchel (Helvella crispa) der Saison. Essbar.

Unser Abschlußfoto im Regen am 05. November 2016 im Everstorfer Forst. Wer seinen Korb nicht voll hatte, wolte ihn nicht voll bekommen. Es war für jeden genug da..

Unser Abschlußfoto im Regen am 05. November 2016 im Everstorfer Forst. Wer seinen Korb nicht voll hatte, wollte ihn nicht voll bekommen oder zog andere Speisepilze vor, die heute nicht zu finden waren.

Wann startet die nächste Wanderung? – Siehe unter Termine!

14. – 16. Oktober 2016 – Pilzseminar in Mecklenburg

Ein Pilzwochenende in Mecklenburg

Herbstseminar in Keez, bei Brüel

Der Steinpilz - Wismar lädt an seiner Aussenstelle in Keez, bei Brüel wieder zu einem herbstlichen Pilzwochenende ein.

Der Steinpilz - Wismar ludt in seiner Aussenstelle in Keez, bei Brüel, wieder zu einem herbstlichen Pilzwochenende ein.

Vom 14. – 16. Oktober 2016 war es wieder soweit. Wir luden zum wiederholten male in das mecklenburgische Keez, bei Brüel, zu einem herbstlichen Pilzseminar ein. Die waldreiche Umgebung war dafür wie geschaffen. Unterschiedliche Böden, Laub- wie Nadelwälder, Bachtäler und Seeuferbereiche, Trockenrasen und Heideflächen, Parkanlagen, Wiesen und Moore, praktisch alles, was des Pilzliebhabers Herz höher schlagen läßt und interessante Funde verspricht, ist in erreichbarer Nähe zu finden. Das Grundstück liegt genau an der B 104, ca. 3 Km von Brüel aus in Richtung Schwerin. Eigentlich nennen sich die wenigen Häuser an der Bundesstraße Keezer Schmiede. Leider ist hier kein Ortseingangsschild vorhanden. Es ist aus Brüel kommend gleich das erste Grundstück rechts zur Straße, aus Richtung Schwerin kommend das letzte linker Hand. Also nicht in den dortigen Abzweig nach Keez hinein fahren! Hier können allerdings, genau wie am gegenüber liegenden Abzweig nach Golchen, einige Fahrzeuge geparkt werden, da auf unserem Grundstück nur in begrenzter Zahl Parkmöglichkeiten vorhanden sind.

Auf dem Grundstückzaun macht dieser kleine Aufbau auf die richtige Lokalität aufmersam.

Auf dem Grundstückzaun macht dieser kleine Aufbau auf die richtige Lokalität aufmerksam. Hier waren Sie richtig!

Das Programm:

Freitag, der 14.10. – ab 12.00 Uhr Anreise. Gegen 14.00 Uhr Einführung in die allgemeine Pilzkunde mit Berücksichtigung des herbstlichen Aspektes. Referent war unser Pilzexperte Ulrich Klein.

Bevor wir starteten und das kleine Herbstseminar eröffneten wurde zu Kaffee und frisch gebackenem Kuchen geladen.

Bevor wir starteten und das kleine Herbstseminar eröffneten, wurde zu Kaffee und frisch gebackenem Kuchen geladen.

Gleich zu Beginn verdeutlicht Ulrich Klein anhand einer erarbeiteten Graphik warum die Pilze ein eigenes Reich beanspruchen.

Gleich zu Beginn verdeutlicht Ulrich Klein anhand einer Graphik, warum die Pilze ein eigenes Reich beanspruchen, allerdings strecken sie ihre Fühler zum Pflanzen- und Tierreich aus.

Gespannt Lauschen die Teilnehmer den Ausführungen unseres Referenten Ulrich Klein, ganz rechts.

Gespannt Lauschen die Teilnehmer den Ausführungen unseres Referenten Ulrich Klein, ganz rechts.

Im Außenbereich hatten wir bereits eine kleine Pilzausstellung aufgebaut.

Im Außenbereich hatten wir bereits eine kleine Pilzausstellung aufgebaut.

An dieser konnte in den Seminar - Pausen reichlich gefachsimpelt werden und markannte Gerüche einiger Arten geprüft werden.

An dieser konnte in den Seminar - Pausen reichlich gefachsimpelt und markannte Gerüche einiger Arten geprüft werden.

Der Lederbraune Mürbling (Psathyrella conopilus) wurde bereits auf der Anreise entdeckt.

Der Lederbraune Mürbling (Psathyrella conopilus) wurde bereits auf der Anreise entdeckt.

Auch das Weißstielige Stockschwämmchen (Psathyrelle hydrophila) ist ein häufiger Mürbling und in großen Büscheln an Laubholz - Stubben zu finden. Die essbaren Pilze hatte Pilzfreund Egon aus Berlin mitgebracht.

Auch das Weißstielige Stockschwämmchen (Psathyrella hydrophila) ist ein häufiger Mürbling und in großen Büscheln an Laubholz - Stubben zu finden. Die essbaren Pilze hatte uns Vereinsmitglied Egon Schmeißer aus Berlin mitgebracht.

Doch den bedeutsamsten Fund steuerten Anke Weselow und Ulrich Klein bei. Den sehr setenen Harzigen Lackporling (Ganoderma resinaceum) Sie fanden ihn vor wenigen Tagen am Fuße einer alten Eiche.

Doch den bedeutsamsten Fund steuerten Anke Weselow und Ulrich Klein bei. Den sehr setenen Harzigen Lackporling (Ganoderma resinaceum). Sie fanden ihn vor wenigen Tagen am Fuße einer alten Eiche.

Am Ende des kurzweiligen und wie immer sehr interessanten Theorieteils verabschiedete sich Ulrich mit dieser Graphik. Ich Denke, gemeint wird wohl das kommende Jahr sein, denn in diesem dürfte im großen und ganzen bereits Hopfen und Malz verloren sein.

Am Ende des kurzweiligen und wie immer sehr interessanten Theorieteils verabschiedete sich Ulrich mit dieser Graphik. Ich Denke, gemeint wird wohl das kommende Jahr sein, denn in diesem dürfte im großen und ganzen bereits "Hopfen und Malz" verloren sein. Nicht nur das Glücksschweinchen kam größtenteils ohne wasserundurchlässiges Schuhwerk aus.

Zum Schluß ein kleines Dankeschön meinerseits an unseren Referenten, dass hier Anke aus meinen Händen sogleich weiterreichen wird. Hinzu kam noch ein Weihnachstbraten, frisch geschlachtet von Irena.

Zum Schluß ein kleines Dankeschön - Präsent meinerseits an unseren Referenten Ulrich Klein, dass hier Lebensgefährtin Anke Weselow aus meinen Händen sogleich weiterreichen wird. Hinzu kam noch ein Weihnachstbraten, frisch geschlachtet von Irena.

Hier sehen wir sie an der reich gedeckten Abendbrot - Tafel. Im Namen aller ein ganz großes Lob für Speis und Trank!

Hier sehen wir bei der Vorbereitung der Abendbrot - Tafel. Im Namen aller ein ganz großes Lob und Dankeschön für Speis und Trank!

Sonnabend, der 15.10. – Exkursionen. Zwischen 08.00 und 09.00 Uhr Frühstück in Keez. Danach starten wir zu unserer 1. Exkursion. Ziel waren die Jülchendorfer Buchen und die Kobander Tannen.

Aufbruch bei regnerischem und kühlem Wetter in die Jülchendorfer Buchen.

Aufbruch bei regnerischem und kühlem Wetter in die Jülchendorfer Buchen.

Der Rehbraune Dachpilz (Pluteus atricapillus) ist essbar und gehört zu den Freiblättlern. Er besitzt trotzt der anfangs weißen Lamellen fleischfarbenen Sporenstaub. Wir finden ihn an Laubholz die gesamte Saison über, mitunter sogar im Winter.

Der Rehbraune Dachpilz (Pluteus atricapillus) ist essbar und gehört zu den Freiblättlern. Er besitzt trotz der anfangs weißen Lamellen fleischfarbenen Sporenstaub. Wir finden ihn an Laubholz die gesamte Saison über, mitunter sogar im Winter.

Ganz frische Fruchtkörper des überaus häufigen Waldfreund - Rüblings (Collybia dryophila). Von Mai bis November in Laub- und Nadelwälder verschiedenen Typs. Der zwar mindertertige, aber essbare Rübling verströhmt einen angenehm pilzigen Duft.

Ganz frische Fruchtkörper des überaus häufigen Waldfreund - Rüblings (Collybia dryophila). Von Mai bis November in Laub- und Nadelwälder verschiedenen Typs. Der zwar minderwertige, aber essbare Rübling verströhmt einen angenehm pilzigen Duft.

Die recht umfängliche Gattung der Helmlinge zählt zu den Hellsporern.

Die recht umfängliche Gattung der Helmlinge zählt zu den Hellsporern.

Der fast ganzjährig vorkommende Rosablättrige Helmling besiedelt Laubholz - Stubben mit vorliebe für Eichenholz. Wir finden ihn meist in kleinen, lockeren Büscheln. Die zunächst weißlichen Lamellen verfärben sich später rosa. Er ist der einzige Speisepilz unter den Helmlingen und soll vorzüglich schmecken.

Der fast ganzjährig vorkommende Rosablättrige Helmling (Mycena galericulata) besiedelt Laubholz - Stubben mit Vorliebe für Eichenholz. Wir finden ihn meist in kleinen, lockeren Büscheln. Die zunächst weißlichen Lamellen verfärben sich später rosa. Er ist der einzige Speisepilz unter den Helmlingen und soll vorzüglich schmecken.

Ein besonders hübscher und sehr leicht kenntlicher Helmling zeichnet sie durch seine orangerote Milch aus, die bei Verletzung besonders aus der weißhaarig - zottigen Stielbasis austritt. Er besitzt keinen Speisewert. Zu hause ist im im reisig des Buchenwaldes.

Dieser besonders hübsche und sehr leicht kenntliche Gelbmilchende Helmling (Mycena crocata) zeichnet sie durch seine orangerote Milch aus, die bei Verletzung besonders aus der haarig - zottigen Stielbasis austritt. Er besitzt keinen Speisewert. Zu hause ist er im reisig des Buchenwaldes.

Eine große Namensähnlichkeit besteht zwischen diesen beiden Helmlingen. Links sehen wir den giftigen Rosa - Helmling (Mycena rosea) und rechts den Rosablättrigen Helmling (Mycena galericulata). Ersterer ist Bodenbewohner längst der Waldwege und letzterer besiedelt Laubholz und ist essbar.

Eine große Namensähnlichkeit besteht zwischen diesen beiden Helmlingen. Links sehen wir den giftigen Rosa - Helmling (Mycena rosea) und rechts den Rosablättrigen Helmling (Mycena galericulata). Ersterer ist Bodenbewohner längst der Waldwege und letzterer besiedelt Laubholz und ist dazu auch noch essbar.

Der dunkelrotbraunmilchende Große Bluthelmling (Mycena haematopus) ist ein Laubholz - Bewohner. Übersetzt man die wissenschaftliche Bezeichnung ins deutsche, so müßte er eigentlich Blutfuß - Helmling heißen. Bei Verletzung entsröhmt ihn ein dunkelroter Milchsaft, besonders an der Stielbasis. Ungenießbar.

Der dunkelrotbraunmilchende Große Bluthelmling (Mycena haematopus) ist ein Laubholz - Bewohner. Übersetzt man die wissenschaftliche Bezeichnung ins deutsche, so müßte er eigentlich Blutfuß - Helmling heißen. Bei Verletzung entsröhmt ihm ein dunkelroter Milchsaft, besonders an der Stielbasis. Ungenießbar.

Samthäubchen (Conocybe) sind in der Regel makroskopisch kaum ansprechbar. Die meisten sind klein und gebrechlich. Schön und elegant sind sie dennoch und durchaus wert, sie sich einmal näher zu betrachten. Hier können wir eine deutliche Riefung des Stieles erkennen.

Samthäubchen (Conocybe) sind in der Regel makroskopisch kaum ansprechbar. Die meisten sind klein und gebrechlich. Schön und elegant sind sie dennoch und durchaus wert, sie sich einmal etwas näher zu betrachten. Hier können wir eine deutliche Riefung des oberen Stieles erkennen.

Der Schiefknollige Anis - Champignon ist ein typischer Waldbewohner. Auf Reibung gilbt er und riecht anisartig.

Der Schiefknollige Anis - Champignon (Agaricus abruptibulbus) ist ein typischer Waldbewohner. Auf Reibung gilbt er und riecht anisartig.

Pilzfreund Egon aus Berlin rief mich im Wald zu sich, um mir einen Pilz zu zeigen, der ähnlich einer Hand aus einer Baumspalte eines Lebenden Baumes heraus wuchs. Es dürfte sich um einen Porling handeln. Möglich könnte ein Laubholz - Harzporling sein. In jungen Stadien sind einige Porlinge zunächst kaum zu identifizieren.

Pilzfreund Egon aus Berlin rief mich im Wald zu sich, um mir einen Pilz zu zeigen, der ähnlich einer Hand aus einer Baumspalte eines lebenden Baumes heraus wuchs. Es dürfte sich um einen Porling handeln. Möglich könnte ein Laubholz - Harzporling sein. In jungen Stadien sind einige Porlinge zunächst kaum zu identifizieren.

Röhrlinge waren hier Mangelware, um so größer dier Freude, doch mal einen zu entdecken. Hier ist es der Schwarzblauende Röhrling (Boletus pulverulentus). Ein eher seltenerer Vertreter dieser beliebten Gruppe. Der von oben oft gut getarnte, düstere Hut läßt ihn leicht übersehen. Auf der Unterseite schön gelbe Röhren und ebensogefährbter Stiel der zur Basis hin dunkelbraun wird. Das markanteste Merkmal ist aber das extrem starke blauen, dass schnell in fast schwarz übergeht. Der Pilz ist essbar.

Röhrlinge waren hier Mangelware, um so größer die Freude, doch mal einen zu entdecken. Es ist ein Schwarzblauender Röhrling (Boletus pulverulentus). Ein eher seltenerer Vertreter dieser beliebten Gruppe. Der von oben oft gut getarnte, düstere Hut läßt ihn leicht übersehen. Auf der Unterseite schön gelbe Röhren und ebenso gefährbter Stiel, der zur Basis hin dunkelbraun wird. Das markanteste Merkmal ist aber das extrem starke blauen, dass schnell in fast schwarz übergeht. Der Pilz ist essbar.

Ein Glückspilz steht einsam und allein im Buchenwald und erfreute uns ganz besonders. Auch der Rote Fliegenpilz (Amanita muscaria) ist bisher in diesem Herbst ein seltener Anblick.

Ein Glückspilz steht einsam und allein im Buchenwald und erfreute uns ganz besonders. Auch der Rote Fliegenpilz (Amanita muscaria) ist bisher in diesem Herbst ein seltener Anblick.

Fein säuberlich wurden diese schönen und jungen Pilköpfchen als Hallimasch eingesammelt. In der Tat ähneln sie dem Gelbschuppigen Hallimasch auf den ersten Blick sehr. Schaut man sich die dunkelblaugrauen Lamellen an, dürfte rasch klar werden, das es sich nicht um den beliebten Hallimasch handet. Beim genauen Hinsehen erkennt man auf den Lanmellenschneiden kleine Wassertröpfchen (Tränen) und der Hutrand ist faserig - schuppig umsäumt. Es handelt sich um die seltene orangebraune Form des Tränenden Saumpilzes, dem Feuerfaserling (Lacrymaria lacrymabunda var pyrotricha). Er kann gegessen werden..

Fein säuberlich wurden diese schönen und jungen Pilzköpfchen als Hallimasch eingesammelt. In der Tat ähneln sie dem Gelbschuppigen Hallimasch auf den ersten Blick sehr. Schaut man sich die dunkelblaugrauen Lamellen an, dürfte rasch klar werden, das es sich nicht um den beliebten Hallimasch handelt. Beim genauen Hinsehen erkennt man auf den Lanmellenschneiden kleine Wassertröpfchen (Tränen) und der Hutrand ist faserig - schuppig umsäumt. Es handelt sich um die seltene orangebraune Form des Tränenden Saumpilzes, dem Feuerfaserling (Lacrymaria lacrymabunda var pyrotricha). Er kann gegessen werden.

Der Feuerfaserling (Lacrymaria lacrymabunda var. pyrotricha) in voller Schönheit. Wäkhrend der Hallimasch zwar auch scheinbar auf der Erde wachsen kann, braucht er aber immer eine Holzunterlage. Der Feuerfaserling wächst auf gehaltvollerer Erde.

Der Feuerfaserling (Lacrymaria lacrymabunda var. pyrotricha) in voller Schönheit. Während der Hallimasch zwar auch scheinbar auf der Erde wachsen kann, braucht er aber immer eine Holzunterlage. Der Feuerfaserling wächst auf gehaltvollerer Erde.

Sogar das ansonsten fast allgegenwärtige Rotfüßchen (Xerocomus chrysentheron) ist in diesem Herbst fast schon eine Rarität.

Sogar das ansonsten fast allgegenwärtige Rotfüßchen (Xerocomus chrysenteron) ist in diesem Herbst fast schon eine Rarität.

Auf den ersten Blick meint man Stockschwämmchen vor sich zu haben. Betrachtet man sich aber die Pilze genauer, fällt der weiße, brüchige Stiel auf und der zumindest jung umsäumte Hutrand auf. Nicht umsonst wird der Wässrige Mürbling (Psathyrella hydrophila) im Volksmund als Weißstieliges Stockschwämmchen bezeichnet. Eine Verwechslung ist in diesem Fall ungefährlich, denn auch die hier gezeigte Art ist essbar, wenngleich er die Qualitäten des echten Stockschwämmchens nicht erreicht.

Auf den ersten Blick meint man Stockschwämmchen vor sich zu haben. Betrachtet man sich aber die Pilze genauer, fällt der weiße, brüchige Stiel auf und der zumindest jung umsäumte Hutrand. Ring und Schüppchen fehlen am Stiel. Nicht umsonst wird der Wässrige Mürbling (Psathyrella hydrophila) im Volksmund als Weißstieliges Stockschwämmchen bezeichnet. Eine Verwechslung ist in diesem Fall ungefährlich, denn auch die hier gezeigte Art ist essbar, wenngleich sie die Qualitäten des echten Stockschwämmchens nicht erreicht.

Der Parasol oder Riesenschirmpilz ist als sehr guter Speisepilz weithin bekannt. Man achte auf den doppelt gerandeten, verschiebbaren Ring und den genatterten Stiel.

Der Parasol oder Riesenschirmpilz ist als sehr guter Speisepilz weithin bekannt. Man achte auf den doppelt gerandeten, verschiebbaren Ring und den genatterten Stiel.

Der recht fleischige und kompakte Ziegelrote Schwefelkopf (Hypholoma sublateritium) steht in der Wertigkeit zwischen dem giftigen Grünblättrigen Schwefelkopf und dem vorzüglichen Graublattrigen Schwefelkopf. Sein ziegelroter Hut und die Größe sind ein gutes Unterscheidungsmerkmal. Als Speisepilz ist er nicht zu empfehlen.

Der recht fleischige und kompakte Ziegelrote Schwefelkopf (Hypholoma sublateritium) steht in der Wertigkeit zwischen dem giftigen Grünblättrigen Schwefelkopf und dem vorzüglichen Graublattrigen Schwefelkopf. Sein ziegelroter Hut und die Größe sind ein gutes Unterscheidungsmerkmal. Als Speisepilz ist er nicht zu empfehlen.

Der an Nadelholz fruktifizierende Rauch- oder Graublättrige Schwefelkopf (Hypholoma capnoides) ist hingengen ein Edelpilz. Nur wenige Arten erreichen den Wohlgeschmack und die feste Konsistenz dieses Stubbenpilzes, den wir von Oktober bis April an Kiefern- und Fichtenstümpfen finden. Man achte auf die grauen Lamellen, dem weißlichen, zur Basis bräunlichen Stiel und den milden, nicht bitteren Geschmack.

Der an Nadelholz fruktifizierende Rauch- oder Graublättrige Schwefelkopf (Hypholoma capnoides) ist hingengen ein Edelpilz. Nur wenige Arten erreichen seinen Wohlgeschmack und die feste Konsistenz dieses Stubbenpilzes, den wir von Oktober bis April an Kiefern- und Fichtenstümpfen finden. Man achte auf die grauen Lamellen, dem weißlichen, zur Basis bräunlichen Stiel und dem milden, nicht bitteren Geschmack.

Der ungenießbare, aber dekorative Specht - Tintling (Coprinus picaceus) ist eine Augenweide im herbstlichen Buchenwald.

Der ungenießbare, aber dekorative Specht - Tintling (Coprinus picaceus) ist eine Augenweide im herbstlichen Buchenwald.

Zum Schluß konnte Pilzfreund Jürgen Horn aus Bargteheide noch einen ganz besonderen Fund präsentieren. Ein Mooshäubling mit allerdings besonders holzigem Stiel.

Zum Schluß konnte Pilzfreund Jürgen Horn aus Bargteheide noch einen ganz besonderen Fund präsentieren. Einen Mooshäubling mit besonders holzigem Stiel.

Auf der Heimfahrt nach Keez legten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in Schönlage ein. Hier werden am Ortsrand immer wieder große Mengen an organischen Pflanzenmaterial, insbesondere Zweige und Planzenschnitt an einem Kiefernwald abgelagert, ein gefundenes Fressen für viele saprophytische Pilzarten und immer einen Blick wert. So entdeckte Jürgen Horn hier die seltenen Rotbrauen Erdsterne (Geastrum rufescens).

Auf der Heimfahrt nach Keez legten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in Schönlage ein. Hier werden am Ortsrand immer wieder große Mengen an organischem Pflanzenmaterial, insbesondere Zweige und Planzenschnitt, in einem Kiefernwald abgelagert, ein gefundenes Fressen für viele saprophytische Pilzarten und immer einen Blick wert. So entdeckte Jürgen Horn hier auch die seltenen Rotbrauen Erdsterne (Geastrum rufescens).

Vier weitere Arten von dieser Lokalität: von links nach rechts sehen wir auf Kiefernzapfen den Ohrlöffel - Stacheling und das Mäuseschwänzchen. Desweiteren junge Fahlgelbe Rötel - Trichterlinge und einen Lederbraunen Mürbling.

Vier weitere Arten von dieser Lokalität: von links nach rechts sehen wir auf Kiefernzapfen den Ohrlöffel - Stacheling und das Mäuseschwänzchen. Desweiteren junge Fahlgelbe Rötel - Trichterlinge und einen Lederbraunen Mürbling.

Frische fuchsige Rötel - Trichterlinge (Lepista flaccida) für eine kulinarische Kostprobe.

Frische fuchsige Rötel - Trichterlinge (Lepista flaccida) für eine kulinarische Kostprobe.

Gegen 13.00 Uhr Mittag in Keez und danach Aufbruch zur 2. Exkursion. Dazu hatte ich den Schlemminer Staatsforst bei Bützow ausgesucht.

In Warin legte wir noch einmal einen kleinen Zwischenstopp in einer kleien, ansich pilzreichen Parkasnlage ein. Vom pilzreichtum heute kaum eine Spur, dafür wurden Maronen eingesammelt..

In Warin legten wir noch einmal einen kurzen Zwischenstopp in einer kleinen, ansich pilzreichen Parkasnlage ein. Vom Pilzreichtum kaum eine Spur, dafür wurden Maronen eingesammelt.

Die Fruchtschalen der Esskastanie oder Marone (Castanea sativa) ist wirklich sehr wehrhaft bestachelt und mit bloßen Händen kaum anzufassen. Dafür ist der Inhalt sehr beliebt und wird besonders auf Weihnachtsmärkten in gerösteter Form angeboten. Zugleich ist die warmbraune Farbe der Frucht zugleich namensgeber für einen ebenso beliebten Speisepilz - dem Maronen - Röhrling.

Die Fruchtschalen der Esskastanie oder Marone (Castanea sativa) ist wirklich sehr wehrhaft bestachelt und mit bloßen Händen kaum anzufassen. Dafür ist der Inhalt um so beliebter und wird besonders auf Weihnachtsmärkten in gerösteter Form angeboten. Zugleich ist die warmbraune Farbe der Frucht Namensgeber für einen ebenso beliebten Speisepilz, dem Maronen - Röhrling.

Aber vereinzelt zeigten sich in der bisher viel zu trockenen Rasenfläche der Parkanlagen in Gehlznähe die ersten Anzeichen eines beginnenden Wachgstunsschubes. In den nächsten Wochen wird es hier noch richtig zur Sache gehen. Wir sehen hier den in Laub- und Nadelwäldern recht häufigen Gilbenden Erdritterling (Tricholoma sculpturatum). Essbar.

Aber vereinzelt zeigten sich in der bisher viel zu trockenen Rasenfläche der Parkanlagen in Gehölznähe die ersten Anzeichen eines beginnenden Wachgstumsschubes. In den nächsten Wochen wird es hier noch richtig zur Sache gehen. Wir sehen den in Laub- und Nadelwäldern recht häufigen Gilbenden Erdritterling (Tricholoma sculpturatum). Essbar.

Im Schlemminer Forst angelangt begrüßten uns sogleich Schopf - Tintlinge und kapitale, an Laubholz wachsende Rehbraune Dachpilze (Pluteus atricapillus). Wir können die häufige Art praktisch die gesamte Saison über finden und mitunter auch im milden Winter.

Im Schlemminer Forst angelangt, begrüßten uns sogleich Schopf - Tintlinge und kapitale, an Laubholz wachsende Rehbraune Dachpilze (Pluteus atricapillus). Wir können die häufige Art praktisch die gesamte Saison über finden und mitunter auch im milden Winter.

An Laubholz sind jetzt wieder recht häufig die frischen Konsolen der Rötenden Tramete (Daedaleopsis confragosa) zu finden. Die einjährigen Porlinge besitzen länglich, lamellenartiges Hymenophor, dass sich bei Berührung rotbräunlich verfärbt. Ungenießbar.

An Laubholz sind jetzt wieder recht häufig die frischen Konsolen der Rötenden Tramete (Daedaleopsis confragosa) zu finden. Die einjährigen Porlinge besitzen länglich, lamellenartiges Hymenophor, dass sich bei Berührung rotbräunlich verfärbt. Ungenießbar.

Der Milchsaft des Süßlichen- oder Buchenmilchlings (Lactarius subdulcis) schmeckt mild. Da bei Täublingen und Milchlingen die Faustregel gilt, alles was nicht unangenehm scharf oder bitter schmeckt ist essbar, kann dieser überaus häufige Milchling als Mischpilz in den Sammelkorb wandern.

Der weiße Milchsaft des Süßlichen- oder Buchenmilchlings (Lactarius subdulcis) schmeckt mild. Da bei Täublingen und Milchlingen die Faustregel gilt, alles was nicht unangenehm scharf oder bitter schmeckt ist essbar, kann dieser überaus häufige Sprödblättler als Mischpilz in den Sammelkorb wandern.

Als dann der erste Steinpilz (Boletus edulis) im Laub des Buchenwaldes entdeckt wurde war die Freude groß, denn damit hatten wir nicht gerechnet.

Als dann der erste Steinpilz (Boletus edulis) im Laub des Buchenwaldes entdeckt wurde, war die Freude groß, denn damit hatten wir nicht gerechnet.

Und dort steht schon wieder der nächste, den Pilzfreund Egon aus Berlin vorsichtig erntet.e er und weitere

Und dort steht bereits der nächste, den Pilzfreund Egon aus Berlin vorsichtig erntet.

Weitere sollten folgen. Sie waren oft noch fast weißhütig und nur das Buchenlaub war etwas anbgehäufelt, aber der Kennenblick konnte sie doch noch entdecken. Die bräunliche Hutfarbe entwickelt sich meist erst, wenn die Fruchtkörper an das Tageslicht genalngt sind. Junge Steinpilze sind grundsätzlich fast weißhütig.

Weitere sollten folgen. Sie waren zum Teil noch fast weißhütig und nur das Buchenlaub war etwas anbgehäufelt, aber der Kennenblick konnte sie doch schon entdecken. Die bräunliche Hutfarbe entwickelt sich meist erst, wenn die Fruchtkörper an das Tageslicht gelangt sind. Junge Steinpilze sind grundsätzlich fast weißhütig.

Der Buntstielige Helmling (Mycena inclinata) ist ein klassischer Herbstpilz. Wir finden ihn in dichten Büscheln an Laubholz, insebesondere von Eichen. Der graubraune Hut ist am Rand gezähnelt und stark gereift. Der glänzende Stiel ist zunächst weißlich und verfärbt sich später gelb bis gelbrötlichbräunlich. Die Spitze bleibt weiß, so dass er mitunter recht bunt erscheint. Der Geruch ist eigentümlich talgig und stark ausgeprägt. Daran erkennt man ihn auch, wenn die Stiele nicht typisch bunt gefärbt sind. Er besitzt keinen Speisewert.

Der Buntstielige Helmling (Mycena inclinata) ist ein klassischer Herbstpilz. Wir finden ihn in dichten Büscheln an Laubholz, insbesondere von Eichen. Der graubraune Hut ist am Rand gezähnelt und stark gereift. Der glänzende Stiel ist zunächst grauweißlich und verfärbt sich später gelb bis gelbrötlichbräunlich. Die Spitze bleibt weiß, so dass er mitunter recht bunt erscheint. Der Geruch ist eigentümlich talgig und stark ausgeprägt. Daran erkennt man ihn auch, wenn die Stiele nicht typisch farbenfroh erscheinen. Er besitzt keinen Speisewert.

Der Birkenblättling (Lenzites betulinus) fruktifiziert keinesfalls immer an Birke. Häufig ist er auch, so wie hier, an Buchenholz zu finden. Von oben könnte er leicht für eine große Schmetterlingstramete oder einer Striegeligen Tramete gehalten werden. Betrachtet man die Unterseite mit ihrer Lamellenstruktur ist der Pilz sogleich erkannt.

Der Birkenblättling (Lenzites betulinus) fruktifiziert keinesfalls immer an Birke. Häufig ist er auch, so wie hier, an Buchenholz zu finden. Von oben könnte er leicht für eine große Schmetterlingstramete oder eine Striegelige Tramete gehalten werden. Betrachtet man die Unterseite mit ihrer Lamellenstruktur, ist der Pilz sogleich erkannt.

Der Kahle Krempling (Paxillus involutus) ist eine sehr häufige und gut bekannte Art, die trotz ihrer Lamellen zu den Röhrlingen gehört. Der in der Jugend einerollte Hutrand, die gleichmässig braune Färbung und die Druckempfindlichkeit lassen diesen säuerlich schmeckenden Pilz leicht erkennen. Da er seit Jahrzehnten als Giftpilz eingestuft wird, sollte er nicht mehr zum Essen gesammelt werden.

Der Kahle Krempling (Paxillus involutus) ist eine sehr häufige und gut bekannte Art, die trotz ihrer Lamellen zu den Röhrlingen gehört. Der in der Jugend eingerollte Hutrand, die gleichmässig braune Färbung und die Druckempfindlichkeit lassen diesen säuerlich schmeckenden Pilz leicht erkennen. Da er seit Jahrzehnten als Giftpilz eingestuft wird, sollte er nicht mehr zum Essen gesammelt werden.

Die Stiele des kompkteren und größeren Derben Rotfüßchens (Xerocomus pruinatus) sind häufig gänzlich gelb gefärbt, ohne Rotanteil. Qualitativ ist dieses vor allem im Herbst oft als Massenpilz in erscheinung tretende Art dem gemeinen Rötfüßchen in jeder Hinsicht überlegen.

Die Stiele des kompakteren und größeren Derben Rotfüßchens (Xerocomus pruinatus) sind häufig gänzlich gelb gefärbt, ohne Rotanteil. Qualitativ ist diese, vor allem im Herbst oft als Massenpilz in Erscheinung tretende Art, dem gemeinen Rötfüßchen in jeder Hinsicht überlegen.

Eine ganz besondere Strategie vor Austrocknung hat der Apaltblättling (Schiziphyllum comune) entwickelt. Er besiedelt totes Laubholz, vor allem Buche, das an exponierten, besonnten Stellen lagert. Die Obereite ist haarig - zottig und die einelnen Lamellen können sich je nach Witterung öffnen oder schließen.

Eine ganz besondere Strategie vor Austrocknung hat der Spaltblättling (Schiziphyllum comune) entwickelt. Er besiedelt totes Laubholz, vor allem Buche, das an exponierten, besonnten Stellen lagert. Die Obereite ist haarig - zottig und die einzelnen Lamellen können sich je nach Witterung öffnen oder schließen.

Zwei charakteristische Mykorrhiza - Arten des Buchenwaldes. der Buchen - Speitäubling (Russula mairei) und der Süßliche Milchling (Lactarius subdulcis). Beide gehören zu den Sprödblättlern und können als Massenpilz bis weit in den Spätherbst die entsprechenden Wälder bevölkern.

Zwei charakteristische Mykorrhiza - Arten des Buchenwaldes, der Buchen - Speitäubling (Russula mairei) und der Süßliche Milchling (Lactarius subdulcis). Beide gehören zu den Sprödblättlern und können als Massenpilz bis weit in den Spätherbst die entsprechenden Wälder bevölkern.

Eine überaus wichtige Art hatte Egon für uns entdeckt. Der Gift - Häubling (Galerina marginata). Ein überaus wichtiger Giftpilz für alle die Stockschwämmchen sammeln. Gut zu sehen ist der kahle, ungschuppte, glänzende Stiel unterhalb der Ringzone. Das beste Unterscheidungsmerkmal zum Stockschwämmchen.

Eine überaus wichtige Art hatte Egon für uns entdeckt. Der Gift - Häubling (Galerina marginata). Die Verwechslungsart des Stockschwämmchens. Gut zu sehen ist der kahle, ungschuppte, glänzende Stiel unterhalb der Ringzone. Das beste Unterscheidungsmerkmal zum Stockschwämmchen, das kleine, bräunliche Schüppchen am Stiel aufweisen muss.

Egon aus Berlin freut sich über einen schönen Frauen - Täubling.

Egon aus Berlin freut sich über einen schönen Frauen - Täubling.

Aus dem Buchenwald in den Fichtenforst.

Aus dem Buchenwald in den Fichtenforst.

An alten Fichtenstümpfen ist hier der Samtfuß - Krempling (Paxillus atrotomentosus) zu hause. Er gilt nicht als gesundheitsschädlich, soll aber muffug schmecken. Das Kochwasser soll sich blau färben. Mit seinem samtigen, wildlerartigen Stielüberzug ist er kaum zu verwechseln.

An alten Fichtenstümpfen ist hier der Samtfuß - Krempling (Paxillus atrotomentosus) zu hause. Er gilt nicht als gesundheitsschädlich, kann aber muffig schmecken. Das Kochwasser soll sich blau färben. Mit seinem samtigen, wildlerartigen Stielüberzug ist er kaum zu verwechseln.

In mitunter größeren und weit hin sichtbaren Trupps ist auch der bitter schmeckende Gefleckte Rübling (Collybia maculata) gern im Fichtenwald anzutreffen. Mit zunemenden Alter bekommen die Fruchtkörper in zunehmende Maße braunrötliche Flecken. Die Lamellen stehen besonders dicht. Ungenießbar.

In mitunter größeren und weit hin sichtbaren Trupps ist auch der bitter schmeckende Gefleckte Rübling (Collybia maculata) gern im Fichtenwald anzutreffen. Mit zunehmenden Alter bekommen die weißlichen Fruchtkörper braunrötliche Flecken. Die Lamellen stehen besonders dicht. Ungenießbar.

Gegen 19.00 Uhr Abendbrot und anschließend in gemütlicher Runde bei einem Glas Wein oder Pils Beginn der Auswertung unserer Exkursionsergebnisse b.z.w. Pilzbestimmungen.

Nach dem Abendbrot wurden unsere Pilzfunde auf Pappteller artenrein sortiert.

Nach dem Abendbrot wurden unsere Pilzfunde auf Pappteller artenrein sortiert.

Im Anschluß wurden beim Pils Pilze bestimmt, vorgestellt und besprochen. An die 80 Arten hatten wir zusammen getragen.

Im Anschluß wurden beim Pils Pilze bestimmt, vorgestellt und besprochen. An die 80 Arten hatten wir zusammen getragen.

Sonntag, 19.10. – Ab 08.00 Uhr gab es Frühstück und im Anschluß fuhren wir kurz in die kleine Parkanlage in Schönlage. Hier kann es im Herbst sehr pilzreich zugehen, heute war allerdings flaute angesagt.

Aber unter einer Fichtenreihe gab es einige Dunkelscheibige Fälblinge (Hebeloma mesophaeum) im Hexenring. Nicht zu verwechseln mit Nelkenschwindlingen, die keine graubraunen Lamellen besitzen und isngesamt auch zähfleischiger sind.

Aber unter einer Fichtenreihe gab es einige Dunkelscheibige Fälblinge (Hebeloma mesophaeum) im Hexenring. Nicht zu verwechseln mit Nelkenschwindlingen, die keine graubraunen Lamellen besitzen und isngesamt auch zähfleischiger sind.

Frische Champignons waren auch vertreten, aber nicht wie sonst üblich Anis - Champignons, sondern die schwach giftigen Karbol - Champignons (Agaricus xanthodermus). Die auffällig gelbe Farbreaktion ist nach einigen Minuten wieder entfärbt, während sie bei einigen Anis - Champignon Arten est nach einer weile sichtbar wird und stehen bleibt b.z.w. nachdunkelt.

Frische Champignons waren auch vertreten, aber nicht wie sonst üblich Anis - Champignons, sondern die schwach giftigen Karbol - Egerlinge (Agaricus xanthodermus). Die auffällig gelbe Farbreaktion ist nach einigen Minuten wieder verschwunden, während sie bei einigen Anis - Champignon Arten erst nach einer weile sichtbar wird und stehen bleibt b.z.w. nachdunkelt.

Inzwischen hatte Irena bereits Mittag vorbereitet, dass sie in Frischaltebehälter füllte und wir fuhren alle gemeinsam in ein Gebiet, in dem es in den zurückliegenden Wochen ergiebiger geregnet hatte. In die Elde – Region bei Neu Kaliß. Hier soll sich inzwischen ein deutlich besseres Pilzaufkommen entwickelt haben.  Am Ende unserer Abschlußexkursion gab es dann noch Kaffee und Kuchen zum Abschied.

Kaum das wir unser Zielgebiet erreicht hatten, entdeckte Jürgen aus Schleswig - Holstein bereits aus dem Auto heraus den ersten Pilz, ein Sommersteinpilz (Boletus edulis).

Kaum das wir unser Zielgebiet erreicht hatten, entdeckte Jürgen aus Schleswig - Holstein bereits aus dem Auto heraus den ersten Pilz, ein Sommersteinpilz (Boletus reticulatus).

Kaum das wir dem Auto enstiegen waren, wir hatten bereits Edel - Reizker und Täublinge überrollt, gab es kein halten mehr. Schnell die Stiefel an und dann ging es los. Hier war es unverkennbar wesentlich artenreicher als bei uns und wir machten eine Uhrzeit ab (15.00 Uhr), an der wir uns wieder am Auto treffen wollten. Wer Maronen schneiden wollte, brauchte nur in die Kiefern zu gehen und das Messer gewätzt, wer etwa lernen wollte, konnte mir folgen.

Wir waren kaum dem Auto enstiegen, stellten wir fest, dass wir bereits Edel - Reizker und Täublinge überrollt hatten. Nun gab es kein halten mehr. Schnell die Stiefel an und dann ging es los. Hier war es unverkennbar pilzreicher als bei uns und wir machten eine Uhrzeit ab (15.00 Uhr), an der wir uns wieder am Auto treffen wollten. Wer Maronen schneiden wollte, brauchte nur in die Kiefern zu gehen und das Messer gewetzt, wer etwas lernen wollte, konnte mir folgen.

Ein typischer Kiefernbegleiter ist der Braune Ledertäubling (Russula integra), ein guter Speisepilz.

Ein typischer Kiefernbegleiter ist der Braune Ledertäubling (Russula integra), ein guter Speisepilz.

Auf dem kurzgrasigen Rasenstreifen entlang der Straße war die größte Vielseitigkeit vorhanden. Unter anderem auch diese Schwärzenden Saftlinge (Hygrocybe nigrescens). Seine rotgelben, konischen Fruchtkörper schwärzen mit zunehmendem Alter. Giftverdächtig.

Auf dem kurzgrasigen Streifen entlang der Straße war die größte Vielseitigkeit vorhanden. Unter anderem auch diese Schwärzenden Saftlinge (Hygrocybe nigrescens). Seine rotgelben, konischen Fruchtkörper schwärzen mit zunehmendem Alter. Giftverdächtig.

Der Butterpilz (Suillus luteus) gehört in die Gattung der Schmierröhrlinge und ist, wenn man so will, die Typus - Art dieser Gattung. Wir finden ihn von August - November ausschließlich unter Kiefern, besonders in jungen Schonungen oder an Weg und Straßenrändern. An Sonderstandorten wir ehemaligen Kies - Tagebauen ist er gelegentlich auch im April und Mai zu finden. Die schleimige Huthaut sollte abgezogen werden.

Der Butterpilz (Suillus luteus) gehört in die Gattung der Schmierröhrlinge und ist, wenn man so will, die Typus - Art seiner Gattung. Wir finden ihn von August - November ausschließlich unter Kiefern, besonders in jungen Schonungen oder an Weg und Straßenrändern. An Sonderstandorten wie ehemaligen Kies - Tagebauen ist er gelegentlich auch im April und Mai anzutreffen. Die schleimige Huthaut sollte abgezogen werden.

Ein eher kleiner Täubling, der außschließlich unter Kiefern auf Sandböden wächst ist der ockerblättrige Kiefern - Täubling (Russula cessans). Er kann in der Hutfarbe wie viele andere Täublinge erhenblich variieren. Unsere häutigen Kollektionen waren alle sehr farbfreudig mit kräftig weinroten Hüten und dunklerer Mitte. er schmeckt mild und kann als Mischpilz Verwertung finden.

Ein eher kleinerer Täubling, der außschließlich unter Kiefern auf Sandböden wächst, ist der ockerblättrige Kiefern - Täubling (Russula cessans). Er kann in der Hutfarbe wie viele andere Täublinge erheblich variieren. Unsere Kollektionen waren alle sehr farbfreudig mit kräftig weinroten Hüten und dunklerer Mitte. Er schmeckt mild und kann als Mischpilz Verwertung finden.

Edel - Reizker (Lactarius deliciosus) schoben ganz frisch am Rasenstreifen der wenig befahrenen Landstraße. Sie brauch etwas Kalk und sind in den sauren Bereichen mit ihrem reichlichen Maronen - Vorkommen nicht zu finden.

Edel - Reizker (Lactarius deliciosus) schoben ganz frisch am Rasenstreifen der wenig befahrenen Landstraße. Sie brauchen etwas Kalk und sind in den sauren Bereichen mit ihrem reichlichen Maronen - Vorkommen nicht zu finden.

Der Edel - Reizker i(Lactarius deliciosus) st streng an die Kiefer gebunden. Der vorzügliche Speisepilz eignet sich am besten zum Braten. Frieder Gröger schreibt außerdem Auch für kräftige Pilzsuppen mit dunkler Mehlschwitze, Speck und Kümmel sehr gut. geeignet

Der Edel - Reizker (Lactarius deliciosus) ist streng an die Kiefer gebunden. Der vorzügliche Speisepilz eignet sich am besten zum Braten. Frieder Gröger schreibt außerdem "Auch für kräftige Pilzsuppen mit dunkler Mehlschwitze, Speck und Kümmel sehr gut".

Ein eindeutiger Perlpilz (Amanita rubescens). Gut ist die Riefung der Manschette zu erkennen und auch die weinrote Färbung ist gut ausgeprägt. In dieser Ausprägung ist eine Verwechslung mit dem Pantherpilz nicht möglich.

Ein eindeutiger Perlpilz (Amanita rubescens). Gut ist die Riefung der Manschette zu erkennen und auch die weinrote Färbung ist deutlich ausgeprägt. Hier ist eine Verwechslung mit dem Pantherpilz auszuschließen.

Der Rote Heringstäubling (Russula xerampelina) gehört zu unseren schönsten und farbenprächtigsten Pilzen überhaupt. Er wächst immer unter Kiefern und ist an seinem milden Geschmack, dem Fischeruch und dem bräunen seines Fleisches gut vom sehr ähnlichen und extrem scharfen Zedernholz - Täubling zu unterscheiden. Dieser kommt an gleicher Stelle vor und kann optisch nahezu genauso aussehen.

Der essbare Rote Heringstäubling (Russula xerampelina) gehört zu unseren schönsten und farbenprächtigsten Pilzen überhaupt. Er wächst immer unter Kiefern und ist an seinem milden Geschmack, dem Fischgeruch und dem bräunen seines Fleisches gut vom sehr ähnlichen und extrem scharfen Zedernholz - Täubling zu unterscheiden. Dieser kommt an gleicher Stelle vor und kann nahezu genauso aussehen.

Der Olivgrüne ;ilchling (Lactarius turpis) ist eigentlich mit der Birke und der Fichte assoziiert, wuchs hier aber reichlich im reinen Kiefernforst. Seine weiße Milch schmeckt scharf und der Pilz kann aufgrund seines widerwertigen Geschmacks in keiner Form genießbar gemacht werden. Einige Pilzfreunde haben ihn aufgrund seiner grünlichen Hutoberflächen auf den ersten Blick für einen Grünling gehalten.

Der Olivgrüne Milchling (Lactarius turpis) ist eigentlich mit der Birke und der Fichte assoziiert, wuchs hier aber reichlich im reinen Kiefernforst. Seine weiße Milch schmeckt scharf und der Pilz kann aufgrund seines widerwertigen Geschmacks in keiner Form genießbar gemacht werden. Einige Pilzfreunde haben ihn aufgrund seiner grünlichen Hutoberflächen auf den ersten Blick für einen Grünling gehalten.

Der Kuh - Röhrling (Suillus bovinus) ist ein strenger Kiefernbegleiter. Er lebt nicht nur mit dieser in Symbiose, sondern auch mit dem rechts im Bild zu erkennenden Rosenroten Schmierling (Gomphidius roseus). Beide sind essbar, aber der Kuhpilz ist recht gummiartig zäh und wenig wertvoll, am Schmierling ist wenig drann, essbar wäre aber auch dieser.

Der Kuh - Röhrling (Suillus bovinus) ist ein strenger Kiefernbegleiter. Er lebt nicht nur mit dieser in Symbiose, sondern auch mit dem rechts im Bild zu erkennenden Rosenroten Schmierling (Gomphidius roseus). Beide sind essbar, aber der Kuhpilz ist recht gummiartig zäh und wenig wertvoll, am Schmierling ist wenig dran.

Der Orangerote Nabelling (Loreleia postii) ist ein recht seltener und besonders schöner und eleganter Blätterpilz. Über ihn habe ich mich ganz besonders gefreit, denn ich habe ihn noch nicht oft zu Gesicht bekommen. Kein Speisepilz.

Der Orangerote Nabeling (Loreleia postii) ist ein recht seltener und besonders schöner und eleganter Blätterpilz. Über ihn habe ich mich ganz besonders gefreut, denn ich habe die Art noch nicht oft zu Gesicht bekommen. Kein Speisepilz.

Noch seltener finden wir den Habichtspilz in Mecklenburg. Er ist in den ärmsten Sandergebieten zu hause und wächst bei uns unter Kiefern, im Bergland unter Fichten. Der dunkel geschuppte, grauschwarze Stachelpilz ist jung essbar, wird später aber bitter. Als Würzpilz soll er getrocknet und pulverisiert eine hervorragende Pilzwürze ergeben.

Noch seltener finden wir den Habichtspilz (Sarcodon imbricatus) in Mecklenburg. Er ist in den ärmsten Sandergebieten zu hause und wächst bei uns unter Kiefern, im Bergland unter Fichten. Der dunkel geschuppte, grauschwarze Stachelpilz, ist jung essbar, wird später aber bitter. Als Würzpilz soll er getrocknet und pulverisiert eine hervorragende Pilzwürze ergeben.

Den Steinpilz (Boletus edulis) finden wir zwar meist unter Fichten und Buchen, aber besonders dort wo die Kiefer dominant ist, können wir ihn auch unter diesen Nadelbäumen finden. Insbesondere an Weg- und Waldrändern oder unter locker stehenden Kiefern mit Rentierflechten, also Stellen wo wir auch den Grünling antreffen können.

Den Steinpilz (Boletus edulis) finden wir zwar meist unter Fichten und Buchen, aber besonders dort wo die Kiefer dominant ist, können wir ihn auch unter diesen Nadelbäumen antreffen. Insbesondere an Weg- und Waldrändern oder unter locker stehenden Kiefern mit Rentierflechten, also Stellen, wo wir auch den Grünling finden können.

Ähnliches kann auch bei der Krausen Glucke (Sparassus crispa) beobachtet werden. Sie ist in der Regel am Fuße älterer Kiefern und deren Stubben zu finden. Wo Kiefern mangelware sind, wächst sie auch gerne an Fichte oder auch Lärche.

Ähnliches kann auch bei der Krausen Glucke (Sparassus crispa) beobachtet werden. Sie ist in der Regel am Fuße älterer Kiefern und deren Stubben zu finden. Wo Kiefern mangelware sind, wächst sie auch an Fichte oder sogar Lärche.

Richtig zuhause in den monotonen Kiefernforsten ist aber der beliebte Maronen - Röhrling (Xerocomus badius). Heute bildete er flächendeckende Massenbestände aus. Bei diesem Exemplar dachte ich zunächst an Trockenschäden, die den Stiel bei der weiteren Streckung aufspringen ließen.

Richtig zuhause in den monotonen Kiefernforsten ist aber der beliebte Maronen - Röhrling (Xerocomus badius). Er wächst allerdings genauso gut in vielen Fichtenwäldern. Heute bildete er flächendeckende Massenbestände aus. Bei diesem Exemplar dachte ich zunächst an Trockenschäden, die den Stiel bei der weiteren Streckung aufspringen ließen.

Als ich mich aber am Standort weiter umsah fand ich noch etwa 50 bis 60 Exemplare, die alle gleichartig aufgesprungene Stziele besaßen. Und das, obwohl sie oft im tiefen reisig, Moos und Gras standen, wo Wind oder trockene Luft ihnen nichts anhaben konnten. Außerdem war die Wetterlage nicht dem entsprechend. Es muss also eine andere Ursache für dieses ungewöhnliche Verhalten geben.

Als ich mich aber am Standort umsah, fand ich noch etwa 50 bis 60 Exemplare, die alle gleichartig aufgesprungene Stiele besaßen. Und das, obwohl sie im tiefen Moos und Gras standen, wo Wind oder trockene Luft ihnen nichts anhaben konnten. Außerdem war die Wetterlage nicht dem entsprechend. Es muss also eine andere Ursache für dieses ungewöhnliche Verhalten geben.

Gegen 15.00 Uhr trafen sich alle wieder an den Autos und es wurden die Pilzfunde augewertet. Hier sehen wir einen typischen Stadt - Champignon (Agaricus bitorquis). Er wuchs am Straßenrand außerhalb der Stadt.

Gegen 15.00 Uhr trafen sich alle wieder an den Autos und es wurden die Pilzfunde augewertet. Hier sehen wir einen typischen Stadt - Champignon (Agaricus bitorquis). Er wuchs am Straßenrand außerhalb der Stadt.

Es sah teilös recht bunt in der Körben aus. Bei diesem Sammelsurium handelt es sich durchweg um essbare Arten.

Es sah teils recht bunt in der Körben aus. Bei diesem Sammelsurium handelt es sich durchweg um essbare Arten.

Edel - Reizker vom feinsten. Delikater geht es kaum noch!

Edel - Reizker vom feinsten. Delikater geht es kaum noch!

Die Masse bildeten allerdings gut gefüllte Körbe mit Maronen - Röhrlingen. Ein wirklich beeindruckender und würdiger Abschluß unserer herbstlichen Pilzseminars 2016.

Die Masse bildeten allerdings gut gefüllte Körbe mit Maronen - Röhrlingen. Ein wirklich beeindruckender und würdiger Abschluß unseres herbstlichen Pilzseminars 2016.

Die Grundgebühr für unser Pilzseminar betrug 50.00 €.

In begrenzter Zahl standen Doppelstockbetten zur Übernachtung zur Verfügung. Kosten pro Nacht: 15.00 €. Wer es etwas komfortabeler wünschte, konnte sich nach günstigen Übernachtungsmöglichkeiten, die es reichlich in der Umgebung gibt, umschauen.

Wir boten Vollverpflegung an, das heißt, jeweils 2 mal Kaffee und Kuchen, 2 mal Mittag sowie 2 mal Frühstück und Abendbrot. Kostenpunkt: 35.00 €.

Anmeldungen zu weiteren Seminaren können sowohl schriftlich als auch per E- Mail unter folgenden Adressen erfolgen: Mykologisches Informationszentrum Steinpilz – Wismar, ABC Straße 21, 23966 Wismar oder an Irena Dombrowa, 19412 Keez, Dorfstraße 1. E – Mail: steinpilz.wismar@t-online.de

Anfragen unter folgenden Telefon b.z.w. Handy – Nummern: 03841/228917, 0173/6977219 oder 0172/7339226.

Wir waren zwar nur eine kleine Gruppe in diesem Herbst, da aufgrund der schlechten Saison kein großes Interesse an einem Pilzwochenede bestand, aber mit dem was wir letzendlich geboten bekamen, können alle mehr als nur zufrieden sein. Es war ein tolles und pilzreiches Herbseminar. Leider feht unsere gute Seele Irena auf dem Foto, sie hatte es noch nicht geschafft sich von den Maronen los zu sagen und anschließend legten wir nochmal richtig los.

Wir waren zwar nur eine kleine Gruppe, da aufgrund der schlechten Saison kein großes Interesse an einem Pilzwochenende bestand, aber mit dem was wir letzendlich geboten bekamen, können alle mehr als nur zufrieden sein. Es war ein tolles und pilzreiches Herbseminar. Leider fehlt unsere gute Seele Irena auf dem Foto, sie hatte es noch nicht geschafft, sich von den Maronen los zu sagen.

In diesem Sinne vieleicht bis zum nächsten Jahr wenn es wieder heißt, der Steinpilz – Wismar lädt ein zu einem Pilzwochenende in Mecklenburg.

07. – 09. Oktober 2016 – Herbsttagung der AMMV

Herbsttagung der AMMV in Prora auf Rügen

Bei kühlem, stürmischen und teils regnerischem Wetter fand auf Rügen an diesem Wochenende eine Herbsttagung der AMMV statt.

Bei kühlem, stürmischen und teils regnerischem Wetter fand auf Rügen an diesem Wochenende eine Herbsttagung der AMMV statt.

Vom 07. bis zum 09. Oktober 2016 war die Jugendherbe in Prora nochmals Tagungsort der Arbeitsgemeinschaft Mykologie Mecklenburg – Vorpommerns im Naturschutzbund Deutschland. Nachdem im April diesen Jahres der frühlingshaften Pilzflora das Interesse galt, waren es nun die Arten des Herbstes. Im Mittelpunkt standen die Cluster – Kartierungen zu unserem DBU – Projekt. Leider ist dieser ungewöhnlich pilzarme Herbst dafür verantwortlich, dass es gar nicht so viel zum Kartieren gab. Wir konzentrierten uns vorwiegend auf Holzbewohner, die zu jeder Jahreszeit vorhanden sind.

Das Programm:

Freitag, der 07.10. – Anreise und Zimmerbelegung bis 18.00 Uhr. Nach dem Abendbrot Festlegung der Exkursionsgebiete.

Sonnabend, der 08.10. – Vormittags Exkursionen, Nachmittags weitere Exkursionen und Fundauswertung bis spät abends.

Sonntag, 09.10. – Nach dem Frühstück stand eine gemeinsame Abschlußexkursion auf dem Programm. Aufgrund des Regenwetters nahmen leider nur wenige die Möglichkeit zu einer Begehung des Waldes bei Putbus war.

Blick auf die Prorer Wiek von den Sanddünenkiefern aus. Dieser interessante Kiefernsaum zwischen Stran und dem KDF - Komplex, in dem auch die Jugendherberge integriert ist, sieht aus pilztechnischer Hinsicht sehr interessant aus, hatte aber bis auf wenige frische Stäublinge kaum Frischpilze zu bieten

Blick auf die Prorer Wiek von den Sanddünenkiefern aus. Dieser interessante Kiefernsaum zwischen Strand und dem KDF - Komplex, in dem auch die Jugendherberge integriert ist, sieht aus pilztechnischer Hinsicht sehr interessant aus, hatte aber bis auf wenige frische Stäublinge kaum etwas zu bieten

Achtung! Nur für Mitglieder der AMMV und Pilzberater Mecklenburg – Vorpommerns.

04. – 07. Oktober 2016 – Pilztage in Sternberg

1. Pilztage in Sternberg

Förderschule Sternberg und Verein Dialog + Action Sternberg e.V.

Mykologisches Informationszentrum Steinpilz – Wismar

05. - 07. Oktober 2016 - 1. Pilztage in Sternberg.

05. - 07. Oktober 2016.

Eine Pilzausstellung löst die andere ab. Es ist halt Hochsaison in der Pilzwelt und bei ihren Liebhabern. Unter dem Motto „1. Pilztage in Sternberg“ organisierten die Förderschule Sternberg, Am Berg 3, gemeinsam mit dem Verein Dialog + Action Sternberg e.V. und der Wismarer Pilzberatungsstelle „Der Steinpilz“ auf dem schulnahen Gelände „Lütt Acker“ zum ersten mal in diesem Jahr einige spannende Tage zum Thema Pilze. Die Idee dazu hatte unsere Pilzfreundin Irena Dombrowa, die an dortiger Schule als Schulsozialarbeiterin über das DRK beschäftigt ist.

Irena Dombrowa freut sich über dieses prachtvolle Ausstellungsstück, das wir am 03. Oktober im Babster Sack fanden. Ein wahrer Blickfang für unsere Ausstellung.

Irena Dombrowa freut sich über dieses prachtvolle Ausstellungsstück, das wir am 03. Oktober im Babster Sack fanden. Ein wahrer Blickfang für unsere Ausstellung.

Hier das Programm:

Am Dienstag, dem 04. Oktober, ging es mit den Schülern in die Pilze. Sie trafen sich um 08.00 Uhr in der Schule. Unter Leitung von Schulsozialarbeiterin Irena Dombrowa, dem Pilzsachverständigen Reinhold Krakow vom Steinpilz – Wismar und zwei Lehrerinnen fuhren wir mit einem Kleinbus in den Wald bei Loiz zu einer vorbereitenden Pilzexkursion.

Bevor es dann an diesem sonnigen Oktobermorgen in den Wald ging, schnell noch eine Decke aufgeschlagen und eine kleine Stärkung aus Nudeln und POilzsuppe zu sich genommen. Natürlich aus der Gourmet - Küche von Irena.

Bevor es aber an diesem sonnigen Oktobermorgen in den Wald ging, schnell noch eine Decke aufgeschlagen und eine kleine Stärkung aus Nudeln und Pilzsuppe zu sich genommen. Natürlich aus der Gourmet - Küche von Irena.

Und dann ging es ach schon in den lichtdurchfluteten Kiefernwald, der an diesem Oktober - Morgen aber auch nicht mehr zu bieten hatte wie fast alle anderen Wälder Mecklenburgs in diesem rekordverdächtig pilzarmen Herbst, nähmlich praktisch nichts!

Und dann ging es auch schon in den lichtdurchfluteten Kiefernwald, der an diesem Oktober - Morgen aber auch nicht mehr zu bieten hatte, wie fast alle anderen Wälder Mecklenburgs in diesem rekordverdächtig pilzarmen Herbst, nähmlich praktisch nichts!

Praktisch nichts bedeutet aber nicht, dass es gar keine Pilze gab. So brach die helle FReude über diese Gemeinen Violettporlinge aus, die massenhaft einen liegenden Kiefernstamm besiedelten. Eine Art mehr für unsere Ausstellung.

Praktisch nichts bedeutet aber nicht, dass es gar keine Pilze gab. So brach die helle Freude über diese Gemeinen Violettporlinge (Trichaptum abietinum) aus, die massenhaft einen liegenden Kiefernstamm besiedelten. Eine Art mehr für unsere Ausstellung.

Und es kam noch besser. An einem modrigen Fichtenstumpf dann dieser wunderschöne Samtfuß - Krempling (Paxillus atrotomentosus) Da sage noch jemand, es gäbe keine Pilze!.

Und es kam noch besser. An einem modrigen Fichtenstumpf fanden die Schüler diesen wunderschönen Samtfuß - Krempling (Paxillus atrotomentosus) Da sage noch jemand, es gäbe keine Pilze!

Am Mittwoch, dem 05. Oktober, wurde die Ausstellung unter der Leitung von Reinhold Krakow vom Steinpilz – Wismar auf dem Gelände des „Luett Acker“ in Sternberg aufgebaut und konnte ab 15.00 Uhr in Augenschein genommen werden.

Zunächst bringen die Schüler das frische Moos auf die Flächen.

Zunächst bringen die Schüler das frische Moos auf die Flächen.

Nachdem die ersten Pilzarten positioniert waren mußten die zugehörigen Namensschildchen gesucht werden.

Nachdem die ersten Pilzarten positioniert waren mußten die zugehörigen Namensschildchen gesucht werden.

Für alle fleißigen Helfer gab es zwischendurch leckere Waffeln.

Für alle fleißigen Helfer gibt es zwischendurch leckere Waffeln.

Eine herzhafte Waldpilzsuppe wird über dem Dreibock zum köcheln gebracht.

Eine herzhafte Waldpilzsuppe wird über dem Dreibock zum köcheln gebracht.

bei einem kleinen Quiz kann man sein Pilzwissentesten und mit Glück einen kleinen Preis gewinnen.

Bei einem kleinen Quiz kann man sein Pilzwissen testen und mit etwas Glück einen kleinen Preis gewinnen.

Auch herbstliche Dekoration darf nicht fehlen.

Auch herbstliche Dekoration darf nicht fehlen.

Die Pilzausstellung nimmt Form an. Dank Pilzfreundin Angelika Boniakowski haben wir auch so beliebte Arten wie Stein- und Birkenpilze oder Rotkappe mit dabei.

Die Pilzausstellung nimmt Form an. Dank Pilzfreundin Angelika Boniakowski haben wir auch so beliebte Arten wie Stein- und Birkenpilze oder Rotkappe mit dabei.

Auch richtige Hingucker wie Schwefel- und Riesenporling, Leberpilz oder Riesenbovist sind mit dabei.ing

Richtige Hingucker wie Schwefel- und Riesenporling, Leberpilz oder Riesenbovist fungieren als Blickfang.

mit 90 Großpilzuarten ist unsere vorbereitete Ausstellungsfläche voll ausgelaßtet.

Mit 90 Großpilzarten ist unsere vorbereitete Ausstellungsfläche voll ausgelaßtet.

Nach getaner Arbeit geht es an die Feuerstelle zum Stockkuchen backen.

Nach getaner Arbeit geht es an die Feuerstelle zum Stockkuchen backen.

Am Donnerstag, dem 06. und am Freitag, dem 07. Oktober 2016, kann die Ausstellung jeweils von 10.00 – 17.00 Uhr von jedermann in Augenschein genommen werden. Zusätzlich wird am Freitag von 10.00 – 13.00 Uhr eine Pilzberatung angeboten. Pilzsucher können also ihre gesammelten Werke fachmännsch begutachten lassen.

Besonders am Freitag war der Andrand vieler Schüler groß, die im Rahmen des Unterichtes unsere Ausstellung besuchten.

Besonders am Freitag war der Andrang vieler Schüler groß, die im Rahmen des Unterichtes unsere Ausstellung besuchten.

Viele Schüler schauten bei uns am Freitag vorbei.

Viele Schüler schauten sich unsere Exponaten interessiert an.

Wer wollte konnte nicht nur leckere Waffeln essen sondern sich auch an einem Pilzqus beteiligen und einen kleinen Preis gewinnen.

Wer wollte konnte nicht nur leckere Waffeln essen sondern sich auch an einem Pilzquiz beteiligen und einen kleinen Preis gewinnen.

Preisvergabe nach Auswertung des Pilz - Quiz durch die Betreiber des Lütt Acker, dem Ehepaar Werner. Ihen gebührt ein ganz großes Dankeschön für das tolle Ambiente und die überaus große und ideenreiche Hilfsbereitschaft, die von den Sternbergern durchaus etwas höher honoriert werden hätte können.

Preisvergabe nach Auswertung des Pilz - Quiz durch die Betreiber des "Lütt Acker", dem Ehepaar Werner. Ihen gebührt ein ganz großes Dankeschön für das tolle Ambiente und die überaus große und ideenreiche Hilfsbereitschaft, die von den Sternbergern durchaus etwas höher hätte honoriert werden können.

Eintritt zur Ausstellung: 2.00 €, Kinder frei.

Ob es im nächsten Jahr die 2. Sternberger Pilztage geben wird, ist noch offen, wenn ja, hoffen wir auf besseres Pilzwetter und auch auf eine größere Resonanz bei den Bürgern Sternbergs und Umgebung.

22. – 23. Oktober 2016 – Tage der Pilze in Rehna

Tage der Pilze in Rehna

Pilzverein Heinrich Sternberg Rehna e.V.

17. Tage der Pilze im Kloster Rehna

Die altehrwürdige Klosteranlage ist am 1. Oktoberwochenende wieder Schauplatz einer der größten Frischpilzausstellungen im Norddeutschen Raum und unbedingt einen Besuch wert.

Die altehrwürdige Klosteranlage zu Rehna war am 22. und 23. Oktober wieder Schauplatz einer der größten Frischpilzausstellungen im Norddeutschen Raum und unbedingt einen Besuch wert.

Die Mitglieder des einzigen Pilzvereins Mecklenburg – Vorpommerns, Heinrich Sternberg Rehna e.V., luden zum 17. mal zu ihren traditionellen Tagen der Pilze ein. Sicherlich eine der bedeutensten Veranstaltungen eines jeden Jahres im beschaulichen Städtchen Rehna, ganz im Westen Mecklenburgs, am Rande der Schaalseeregion gelegen. Am Freitag, dem 21. Oktober, waren der Vereinsvorsitzende und Bio – Lehrer Torsten Richter und viele fleißige Helfer in den Wäldern der Umgebung unterwegs, um eine möglichst große Artenvielfalt an heimischen Großpilzen zu organisieren. Natürlich sind auch die Schüler der dortigen Regionalschule mit Eifer und Elan dabei gewesen, denn so ein Biologie – Untericht macht einfach Spaß! Einige halfen auch am Nachmittag in Zusammenarbeit mit den Pilzfreunden des Vereins die umfangreiche Ausstellung in den Kreuzgängen des Klosters aufzubauen, damit am Sonnabend, pünktlich um 10.00 Uhr, die Pforten öffnen konnten.

Am Ortseingang zu Rehna waren große Hinweistafeln aufgestellt, die auf die große Pilzschau aufmerksam machten.

Am Ortseingang zu Rehna waren große Hinweistafeln aufgestellt, die auf die große Pilzschau aufmerksam machten.

Die Öffnungszeiten:

Sonnabend, der 22. Oktober von 10.00 – 18.00 Uhr

Sonntag, der 23. Oktober von 10.00 – 16.00 Uhr

Eintritt: 2.00 €.

Nachdem die Besucher ihre 2 € eintritt entrichtet haben, werden sie zunächst von einem wahren meehr von Glückspilzen begrüßt.

Nachdem die Besucher ihre 2 € Eintritt entrichtet hatten, wurden sie von einem wahren Meehr von Glückspilzen begrüßt.

Bevor aber die Tage der Pilze so richtig durchstarteten, wurde zunächst am Sonnabend, dem 22. Oktober, zu geführten Pilzwanderungen in die umliegenden Wälder eingeladen. Treff war gegen 10.00 Uhr auf dem Parkplatz an der Klosteranlage. Hier fand durch Torsten Richter auch die offizielle Eröffnung der diesjährigen Tage der Pilze statt. Wer also Lust hatte, eine Pilzlehrwanderung mit dem Fachmann zu bester Pilzzeit zu unternehmen, konnte sich hier rechtzeitig einfinden.

Eröffnung der 17. Tage der Pilze und Begrüßung der Teilnehmer zu den Pilzwanderungen auf dem Parkplatz neben der Klosteranlage.

Eröffnung der 17. Tage der Pilze und Begrüßung der Teilnehmer zu den Pilzwanderungen auf dem Parkplatz neben der Klosteranlage durch den Vereinsvorsitzenden Torsten Richter (Mitte rechts). Es wurden drei Gruppen gebildet. Ich übernahm die Leute, die mit mir in den Woitendorfer Wald in der Nähe des Röggeliner See fahren wollten.

Zur Einstimmung begrüßte uns gleich eine Gruppe Specht - Tintlinge (Coprinus picaceus).

Zur Einstimmung begrüßte uns gleich eine Gruppe Specht - Tintlinge (Coprinus picaceus).

Aus Baumwurzeln heraus wuchsen diese Ansehlichen- oder Beringten Flämmlinge (Gymnopilus junonius). Die Gattung enthält keine Speisepilze, da alle Vertreter sehr bitter schgmecken. So bleiben diese wunderschönen Pilze nur ein Genuss für die Augen.

Aus Baumwurzeln heraus wuchsen diese Ansehnlichen- oder Beringten Flämmlinge (Gymnopilus junonius). Die Gattung der Flämmlinge enthält keine Speisepilze, da alle Vertreter sehr bitter schmecken. So bleiben diese wunderschönen Pilze nur ein Genuss für die Augen.

Gleich daneben brachen aus den Wurzelausläufern von Eichen unzählige Erlen - Schüpplinge (Pholiota alnicola) heraus. Diese ebenfalls ungenießbaren Pilze finden sich also nicht nur an Erlenholz. An Eiche soll auch der sehr ähnliche Aromatische Schüppling wachsen, mit auffälligen, aromatischen Duft, aber kleinen Schüppchen auf dem Hut.

Gleich daneben brachen aus den Wurzelausläufern von Eichen unzählige Erlen - Schüpplinge (Pholiota alnicola) heraus. Diese ebenfalls ungenießbaren Pilze finden sich also nicht nur an Erlenholz. An Eiche soll auch der sehr ähnliche Aromatische Schüppling wachsen, mit auffälligem, aromatischen Duft und kleinen Schüppchen auf dem Hut.

Der Oktober ist auch die Zeit vieler Helmlinge. Kleine Blätterpilze mit oft konischen Hüten und hellem Sporenpulver. Sie wachsen oft an Holz oder zwischen der Laub- und Nadelstreu. Hier sehen wir den an Eichen - Stubben häufigen Gefleckten Helmling (Mycena maculata). Ohne Speisewert.

Der Oktober ist auch die Zeit vieler Helmlinge. Kleine Blätterpilze mit oft konischen Hüten und hellem Sporenpulver. Sie wachsen an Holz oder zwischen Laub- und Nadelstreu. Hier sehen wir den an Eichen - Stubben häufigen Gefleckten Helmling (Mycena maculata). Ohne Speisewert.

Zwei holzbewohnende Dachpilze in der Draufsicht. Links der essbare Rehbraune Dachpilz (Pluteus atricapilus) und rechts der giftige Blaugraue Dachpilz (Pluteus salicinus). Letzterer kann auch mehr bläulich schimmern und soll haluzinogene Giftstoffe enthalten. Er gehört also zu den Zauberpilzen.

Zwei holzbewohnende Dachpilze in der Draufsicht. Links der essbare Rehbraune Dachpilz (Pluteus atricapillus) und rechts der giftige Blaugraue Dachpilz (Pluteus salicinus). Letzterer kann auch mehr bläulich schimmern und soll haluzinogene Giftstoffe enthalten. Er gehört also zu den Zauberpilzen.

Ein Massenpilz und oft in großen Büscheln an Laub- und Nadeholz findet sich der Grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare). Der Giftpilz zeichnet sich durch bitteren Geschmack aus und ist so auch schon gut vom vorzüglichen und mild schmeckenden Graublättrigen Schwefelkopf zu unterscheiden.g

Ein Massenpilz und oft in großen Büscheln an Laub- und Nadelholz ist der Grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare). Der Giftpilz zeichnet sich durch bitteren Geschmack aus und ist so schon recht gut vom vorzüglichen und mild schmeckenden Graublättrigen Schwefelkopf zu unterscheiden.

Der größere Ziegelrote Schwefelkopf (Hypholoma sublateritium) kann sowohl grauliche oder grünliche Lamellen besitzen, unterscheidet sich aber schon durch seinen kräftigeren Wuchs und den ziegelroten Farben. Er gilt als ungenie0bar.

Der größere Ziegelrote Schwefelkopf (Hypholoma sublateritium) kann sowohl gräuliche oder grünliche Lamellen besitzen, unterscheidet sich aber schon durch seinen kräftigeren Wuchs und den ziegelroten Farben. Er gilt als ungenießbar.

Der Laubholz - Harzporling (Ischnoderma resinosum) findet sich zunehmend häufig an altem, starken Buchenholz. Obwohl der einjährige Porling im Vergleich zu vielen anderen Vertretern relativ weichfeischig ist, kann er getrost am Stamm bleiben, denn er ist trotzdem ungenießbar.

Der Laubholz - Harzporling (Ischnoderma resinosum) findet sich zunehmend häufig an altem, starken Buchenholz. Obwohl der einjährige Porling im Vergleich zu vielen anderen Vertretern relativ weichfleischig ist, kann er getrost am Stamm bleiben, denn er ist kein Speisepilz.

Das Weißstielige Stockschwämmchen (Psathyrella hydrophila) ist ein Mürbling, der in großen Büscheln Laubholz - Stubben überziegen kann, ähnlich wie das Stockschwämmchen auch. Er besitzt aber zartes, brüchiges Fleisch und die Stiele sind weißseidig, ohne bräunliche Schüppchen. Von Kennern kann er trotzdem zum Essen mit genommen werden, ist aber minderwertiger als das echte Stockschwämmchen.

Das Weißstielige Stockschwämmchen (Psathyrella hydrophila) ist ein Mürbling, der in großen Büscheln Laubholz - Stubben überziehen kann, ähnlich wie das Stockschwämmchen auch. Er besitzt zartes, brüchiges Fleisch und die Stiele sind weißseidig, ohne bräunliche Schüppchen. Von Kennern kann er trotzdem zum Essen mitgenommen werden, ist aber im Vergleich zum echten Stockschwämmchen minderwertiger.

Die violette Form des ansich weißen Seidigen Rißpilzes (Inocybe geophylla var. lilacina) ist ein hübscher kleiner Blätterpilz an kalkreicheren Standorten. Giftig und daher vorsicht beim Sammeln anderer, lila gefärbter Blätterpilze!

Die violette Form des ansich weißen Seidigen Rißpilzes (Inocybe geophylla var. lilacina) ist ein hübscher kleiner Blätterpilz an kalkreicheren Standorten des Laubwaldes. Giftig und daher Vorsicht beim Sammeln anderer, lila gefärbter Lamellenpilze!

In dichten Gruppen auf altem, modrigem Holz oder Wurzelausläufern erscheinen im Herbst die Birnen - Stäublinge (Lycoperdon pyriforme). Da sie etwas zäh und gummiartig in der Konsistenz sich, können sie nicht zu kulinarschen Zwecken empfohlen werden.

In dichten Gruppen auf altem, modrigem Holz oder Wurzelausläufern erscheinen im Herbst die Birnen - Stäublinge (Lycoperdon pyriforme). Da sie etwas zäh und gummiartig in der Konsistenz sind, können sie nicht zu kulinarschen Zwecken empfohlen werden.

Dieser prächtige und gesunde Steinpilz (Boletus edulis) war wirklich ein Glückspilz, wuchs er doch zusammen mit den eigentlichen Glücksbringern, den Fliegenpilze. Vieleicht haben die Giftpilze deshalb ihren Ruf als Glückspilze erhalten, weil man in ihrer Nähe oft das Glück hat, Steinpilze zu finden, wer weis!

Dieser prächtige und gesunde Steinpilz (Boletus edulis) war wirklich ein Glückgriff, wuchs er doch zusammen mit den eigentlichen Glücksbringern, den Fliegenpilzen. Vieleicht haben die schönen Giftpilze deshalb ihren Ruf als Glückspilze erhalten, weil man in ihrer Nähe oft das Glück hat, Steinpilze finden zu können, wer weiß!

Auch eine Handvoll Derber Rotfüßchen (Xerocomus pruinatus) dürfen zu den Speisepilzen im Sammelkorb gelegt werden.

Auch eine Handvoll Derber Rotfüßchen (Xerocomus pruinatus) dürfen zu den Speisepilzen im Sammelkorb gelegt werden.

Gegen 13.00 Uhr waren wir dann wieder zurück und es konnte die Ausstellung in Augenschein genommen werden.

Zunächst war bei vielen aber eine Stärkung am Imbissstand von Irena angesagt. Es gab Kartoffelpüree mit Pilzpfanne, frische Waffeln, Kaffee und Tee.

Zunächst war bei vielen aber eine Stärkung am Imbissstand von Irena angesagt. Es gab Kartoffelpüree mit Pilzpfanne, frische Waffeln, Kaffee und Tee.

Die Großpilzschau zeigte einen repräsentativen Querschnitt der heimischen Pilzflora. Als Großpilze bezeichnet man übrigens alle Pilzarten, die mit dem bloßen Auge als solches zu erkennen sind. Während der Öffnungszeiten waren natürlich auch Experten und Pilzberater vor Ort, die ihre gesammelten Werke auf Genießbarkeit prüften. Gerne wurden auch interessannte Exponate beigesteuert und damit die Ausstellung bereichert.

So wie dieser Korb mit Maronen - Röhrlingen.

So wie dieser Korb mit Maronen - Röhrlingen.

Oder diese Steinpilze von Angelika Boniakowski aus Hagebök. Links sehen wir einen seltenen Kiefernsteinpilz (Boletus pinophilus).

Oder diese Steinpilze von Angelika Boniakowski aus Hagebök. Links sehen wir einen seltenen Kiefernsteinpilz (Boletus pinophilus).

Bevor es zur eigentlichen Ausstellung in den Kreuzgängen geht, sind hier reichlich Info - Tafeln zur Kostergeschichte und vor allem zu den Aktivitäten des hiesigen Pilzvereins informativ zu besichtigen

Bevor es zur eigentlichen Ausstellung in den Kreuzgängen geht, sind hier reichlich Info - Tafeln zur Kostergeschichte und vor allem zu den Aktivitäten des hiesigen Pilzvereins zu besichtigen.

hier dürfen die 2 Euro Eintritt entrichtet werden und dazu kann auch reichlich Fachliteratur käuflich erworben werden, die die Gadebuscher Buchhandlung Schnürl und Müller anboten..

Hier durften die 2 Euro Eintritt entrichtet werden. Dazu war auch reichlich Fachliteratur im Angebot, die die Gadebuscher Buchhandlung Schnürl & Müller zur Verfügung stellte.

Und nun noch einige Stufen hinunter und einmal links herum. Vor den Stufen geht es auch links herum, zum Imbiss vom Steinpilz - Wismar.

Nun noch einige Stufen hinunter und links halten. Vor den Stufen geht es auch links herum, zum Imbiss vom Steinpilz - Wismar.

Trotz der schlechten Saison waren die Ausstellungsflächen nicht nur mit Fliegenpilzen wieder reich bestückt.

Trotz der schlechten Saison waren die Ausstellungsflächen nicht nur mit Fliegenpilzen reich bestückt.

Wie immer eröffnen die dicken Steinpilze den schier unendlichen Reigen der heimischen Hutträger.

Wie immer eröffnen die dicken Steinpilze den Reigen der heimischen Hutträger.

Wahre Giganten waren bei den Holzbewohnern zu sehen.

Wahre Giganten sind bei den Holzbewohnern zu sehen.

So wie die jung essbaren Schuppigen Porlinge im Hintergrund.

So wie die jung essbaren Schuppigen Porlinge im Hintergrund.

Schopftintlinge sind eine Delikatesse solange sie nicht in Autolyse übergehen.

Schopftintlinge sind eine Delikatesse solange sie nicht in Autolyse übergehen.

Frische und getrocknete Erdsterne teils in Schaukästen.

Frische und getrocknete Erdsterne teils in Schaukästen.

Hier sind es frische Fruchtkörper des häufigen Wimpern - Erdsterns (Geastrum fimbriatum).

Hier sind es frische Fruchtkörper des häufigen Wimpern - Erdsterns (Geastrum fimbriatum).

Christopher Engelhardt hatte sein Mikroskop mitgebracht und nebenbei konnten kritische Funde gleich mikroskopisch untersucht werden b.z.w wer Lust hatte, konnte sich Sporen und Zellstrukturen, die bei vielen Arten zur sicheren Bestimmung unerläßlich sind, anschauen.

Christopher Engelhardt (sitzend) hatte sein Mikroskop und zugehörige Ausrüstung mitgebracht und nebenbei konnten kritische Funde gleich untersucht werden b.z.w. wer Lust hatte, konnte sich Sporen und Zellstrukturen, die bei vielen Arten zur sicheren Bestimmung unerläßlich sind, anschauen.

Der Chef beim Mikroskopieren. Torsten Richter beschäftigt sich vor allem mit kleinen Schlauchpilzen, ein riesiges und bisher wenig untersuchtes Gebiet der Mykologie. Ein Mikroskop ist hier ganz besonders wichtig, ohne dem läuft nichts und eine sichere Bestimmung ist in den wenigsten Fällen makroskopisch möglich.

Der Chef beim Mikroskopieren. Torsten Richter beschäftigt sich vor allem mit kleinen Schlauchpilzen, ein riesiges und bisher wenig untersuchtes Gebiet der Mykologie. Ein Mikroskop ist hier unerläßlich, denn eine sichere Bestimmung ist nur in den wenigsten Fällen makroskopisch möglich.

auch in diesem Jahr waren besonders schöne Zeichnungen und Bilder von Rehnaer Schülern auf einer Staffelei ausgestellt und konnten unter Abgabe von Stimmzettel bewertet werden.

Auch in diesem Jahr waren besonders schöne Zeichnungen und Bilder von Rehnaer Schülern in einer Staffelei ausgestellt und konnten unter Abgabe von Stimmzetteln bewertet werden.

Die Nummer 15 - ein Favorit meinerseits.

Die Nummer 15 - ein Favorit meinerseits.

auch diese nette Ecke mit Pilzmotiven haben die Schüler gestaltet und im Unterricht hergestellt.

Auch diese nette Ecke mit Pilzmotiven haben die Schüler gestaltet und im Unterricht hergestellt.

Die beeindruckende Ausstellungsschiene von hinten betrachtet. In der Mitte sehen wird Pilzberater Alexander Glomb, der bereits als Schulkind dabei war und an den Pilzen hängen geblieben ist. Heute ist er einer der Säulen der Rehnaer Pilztage.

Die beeindruckenden Ausstellungsschienen von hinten aus betrachtet. In der Mitte sehen wir Pilzberater Alexander Glomb, der bereits als Schulkind von Torsten Richter (Lehrer) dabei war und an den Pilzen hängen geblieben ist. Heute ist er einer der tragenden Säulen der Rehnaer Pilztage.

Unterstützt wurde die Großveranstaltung natürlich auch vom Steinpilz – Wismar und vielen weiteren Sponsoren aus Rehna und Umgebung.

Weitere Informationen unter: www.pilzverein-rehna.de

23. – 25. September 2016 – Pilzausstellung

24. Großpilzausstellung in Wismar

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Pilzausstellung im Steinpilz – Wismar

Eine kunterbunte Pilzwelt präsentieren wir traditionell am letzten Septenberwochenende. In diesem Jahr fiel sie wegen der Trockenheit etwas bescheidener aus.

Eine kunterbunte Pilzwelt präsentieren wir traditionell am letzten September - Wochenende. In diesem Jahr fiel sie wegen der Trockenheit etwas bescheidener aus.

Vom 23. bis 25. September 2016 fand in der ABC Straße 21, im Mykologischen Informationszentrum Steinpilz – Wismar, unsere 24. Großpilzausstellung statt. Der Hitze und Trockenheit in der ersten Septemberhälfte geschuldet, fiel sie in diesem Jahr leider bescheidener aus. Trotzdem luden die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. wieder sehr herzlich ein. In den Tagen zuvor waren wir in den unterschiedlichsten Wäldern, Parkanlagen und Wiesen unterwegs und versuchten, trotz der Dürre, eine respektabele Anzahl an Frischpilzen aufzutreiben und zu präsentieren.

So war ich mit unserem Berliner Pilzfreund Egon, der gerade Urlaub in Boltenhagen machte, bis in den Sachsenwald bei Hamburg gefahren, da es hier etwas mehr gergnet hatte, so dass sich unsere Körbe nicht nur mit zahlreichen Stockschwämmchen füllten.

So war ich mit unserem Berliner Pilzfreund Egon, rechts, der gerade Urlaub in Boltenhagen machte, bis in den Sachsenwald bei Hamburg gefahren, da es hier etwas mehr geregnet hatte, so dass sich unsere Körbe nicht nur mit leckeren Stockschwämmchen füllten.

Auch Irena konnte bei Sternberg fündig werden.

Auch Irena konnte bei Sternberg fündig werden.

Fleißige Helfer bereiteten im Vorfeld unseren beliebten Imbiss vor. Pilzpfanne und Waldpilzsuppe waren der Renner und viele Menschen fragten bereits lange vorher, wann diese Köstlichkeiten bei uns wieder serviert werden.

Bevor es jedoch an die Küchenarbeit ging, hatte ich für alle fleißgen Helfer zunächst ein Kaffeetafel vorbereitet.

Bevor es jedoch an die Küchenarbeit ging, hatte ich für die fleißigen Helfer zunächst eine Kaffeetafel vorbereitet.

Zwiebeln und Möhren für die Pilzpfanne mußten geputzt, zerkleinert und angeschmort werden.

Zwiebeln und Möhren für die Pilzpfanne mußten geputzt, zerkleinert und angeschmort werden.

Als die Arbeit geschaft war wurde noch mit einem Gläschen Sekt angestoßen, zu dem uns Berhard aus dem Spreewald einludt, der gerade für einige Tage Urlaub in unserer schönen Hansestadt verlebte. Auch ihm gebührt ein herzliches Dankeschön, da er uns trotz Urlaubs tatkräftig unterstützte!

Als die Arbeit geschaft war, wurde noch mit einem Gläschen Sekt angestoßen, zu dem uns Berhard aus dem Spreewald (links), einludt. Er verlebt gerade einige Tage Urlaub in unserer schönen Hansestadt und wir können ihn jedes Jahr um diese Zeit als Ehrengast bei uns begrüßen. Auch ihm gebührt darüber hinaus ein herzliches Dankeschön, da er uns trotz Urlaubs tatkräftig unterstützte und immer ein regionales Präsent aus dem Spreewald für uns mit dabei hat.

Die Öffnungszeiten

Freitag, der 23. September von 15.00 – 18.00 Uhr

Sonnabend, der 24. September von 10.00 – 18.00 Uhr

Sonntag, der 25. September von 10.00 – 18.00 Uhr

Der Imbiss wurde jeweils am Sonnabend und Sonntag ab 11.00 Uhr an unserem Stand vor dem Laden angeboten. Hier konnten herzhafte Pilzgerichte nach Art des Hauses verkostet werden. Es gab auch frische Waffeln, Tee und Kaffee und manch andere Überraschung.

Schnell noch den großen Sonnenschirm zusammen geklappt, damit der Reisebus ein Durchkommen hat. Leider war dieser leer, sonst hätte er seine Fahrgäste gleich bei uns aussteigen lassen können.

Schnell noch den großen Sonnenschirm zusammen geklappt, damit der Reisebus ein Durchkommen hat. Leider war dieser leer, sonst hätte er seine vermeintlichen Fahrgäste gleich bei uns aussteigen lassen können.

Im Inneren war derweil Weiterbildung angesagt.

Im Inneren war derweil Weiterbildung angesagt.

Mit insgesamt 175 Pilzarten hatte wir so ziemlich das Maximum des möglichen erreicht, mehr ging kaum noch, da es einfach zu trocken war.

Mit insgesamt 175 Pilzarten hatte wir so ziemlich das Maximum des möglichen erreicht, mehr ging kaum noch, da es einfach zu trocken war.

Darunter auch ein frischer Klapperschwamm (Grifola frondosa). Ein Speise- und Heilpilz.

Darunter auch ein frischer Klapperschwamm (Grifola frondosa), ein Speise- und Heilpilz.

Der Holz-, Bauch- und Schlauchpilzbereich.

Der Holz-, Bauch- und Schlauchpilzbereich.

Der größere Frischpilzbereich.

Der größere Frischpilzbereich.

Der gesamte Ausstellungsbereich.

Der gesamte Ausstellungsbereich.

Die Besichtigung der Ausstellung kostete 2 €.

Natürlich konnte während der Öffenungszeiten auch die Pilzberatung genutzt werden um die gesammelten Werke fachmännisch begutachten zu lassen.

So wurden wir auch um Rat zu diesen Pilzen gebeten, die sich offensichtlich in eine falsche Jahreszeit verirrt hatten, zumindest auf den ersten Blick. Die Spitzmorcheln waren schön getrocknet und wirkten wie frisch. Sie stammten natürlich aus dem Frühling und sind auf einem Grundstück gewachsen und erst heute sollte ihre wahre Indentität geklärt werden. Wollen wir hoffen, dass die wertvollen Schlauchpilze auch im nächsten April oder Mai wieder erscheinen..

So wurden wir auch um Rat zu diesen Pilzen gebeten, die sich offensichtlich in eine falsche Jahreszeit verirrt hatten, zumindest auf den ersten Blick. Die Spitzmorcheln waren schön getrocknet und wirkten wie frisch. Sie stammten natürlich aus dem vergangenen Frühling und sind auf dem Grundstück der Ratsuchenden gewachsen und erst heute sollte ihre wahre Indentität geklärt werden. Wollen wir hoffen, dass die wertvollen Schlauchpilze auch im nächsten April oder Mai wieder erscheinen.

Übrigens konnte der Zeitpunkt unserer Großpilzausstellung kaum besser gewählt sein, denn in diesem Jahr findet auf Initiative von Karin Montag, der Herausgeberin der Pilzzeitung Der Tintling der erste Europäische Pilztag statt!

Übrigens konnte der Zeitpunkt unserer Ausstellung kaum besser gewählt sein, denn am 24.09. fand in diesem Jahr auf Initiative von Karin Montag, der Herausgeberin der Pilzzeitung "Der Tintling" und vieler weiterer Publikationen zum Thema, der erste Europäische Pilztag statt!

Ein großes Dankeschön an alle Helfer und natürlich auch an die Gäste, die mit ihrem Interesse unser Angebot honorierten. Der Höhepunkt des Jahres im Steinpilz - Wismar konnte somit wieder von Erfolg gekrönt sein, auch wenn das trockene Wetter uns in diesem Jahr fast einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Wismar, im September 2016.

Ein großes Dankeschön an alle Helfer und natürlich auch an die Gäste, die mit ihrem Interesse unser Angebot honorierten. Der alljährliche Höhepunkt des Jahres im Steinpilz - Wismar konnte somit wieder von Erfolg gekrönt sein, auch wenn das trockene Wetter uns fast einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Wismar, im September 2016.

Wir freuen uns auf ihren Besuch im nächsten Jahr oder auch im großen Rest dazwischen, denn Ausstellungszeit ist bei uns das ganze Jahr! Allerdings in einem etwas bescheideneren Rahmen und ohne Imbiss!

17. September 2016 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Sie führte durch das Revier Weiße Krug

In das auch das wild romantische Radebachtal integriert ist.

In das auch das wild romantische Radebachtal integriert ist.

Pilz-, Natur-, und Wanderfreunde, die Lust zu einer frühherbstlichen Pilzlehrwanderung hatten, konnten sich am Sonnabend, dem 17. September 2016, um 08.00 Uhr auf dem schmalen Parkplatz am ZOB in Wismar, Wasserstraße, Ecke Kopenhagener Straße, einfinden. Nach kurzer Begrüßung starteten wir von hier aus mit den vorhandenen Fahrzeugen nach Warin. Gegen 08.30 Uhr kamen wir am Ortsausgang Warin in Richtung Weiße Krug, am dortigen Denkmal, an. Hier erwartete uns schon Klaus Warning aus Bützow und komplettierte die kleine Gruppe von sieben Leuten. Wir wanderten ein stattliches Stück durch das umfangreiche Revier Weiße Krug, nähmlich von Warin, über Graupenmühle, bis nach Blankenberg. Pilzreiche Laub- und Nadelwälder garantieren um diese Jahreszeit ein vielfältiges Pilzaufkommen, wenn es nur nicht so trocken gewesen wäre. Eine längere Hitzewelle hatte den Waldboden austrocknen lassen, so dass sich das Angebot an Frischpilzen sehr in Grenzen hielt. Einiges konnten wir aber dennoch entdecken. Der kalendarische Zeitpunkt jedenfalls konnte kaum besser gewählt sein, denn der September ist im allgemeinen der pilz- und artenreichste Monat des Jahres. Da wir heute mal wieder von A nach B wanderten, mussten zuvor noch Fahrzeuge zum Endpunkt der Tour, nach Blankenberg, gefahren werden. Wie immer an dieser Stelle noch einige Bilder unserer heutigen Tour.

Kaum das wir die Autotür hinter uns zuklappten, wueden bereits die ersten Speisepilze entdeckt und eingesammelt. Unter Kiefern waren es hier die im Bild zu sehenden Körnchen - Röhrlinge (Suillus granulatus).

Kaum das wir die Autotür hinter uns zuklappten, wurden bereits die ersten Speisepilze entdeckt und eingesammelt. Unter Kiefern wuchsen die hier im Bild zu sehenden Körnchen - Röhrlinge (Suillus granulatus)

Und Kupferrote Gelbfüße (Chroogomphus rutilus), die beides gute Speisepilze sind.

und Kupferrote Gelbfüße (Chroogomphus rutilus), die beides gute Speisepilze sind.

Auf alten, im Waldboden eingesengten Kieferzapfen finden wir den essbaren Kiefern - Zapfenrübling (Strobilurus stephanocystis).

Auf alten, im Waldboden eingesenkten Kieferzapfen, finden wir die essbaren Zapfenrüblinge (Strobilurus spec). Hier gibt es zwei sehr ähnliche Arten. Der Bittere Zapfenrübling, der als Würzpilz verwendet werden kann und der Milde Kiefern - Zapfenrübling, die entweder am Geschmack oder sonst nur unter dem Mikroskop auseinander gehalten werden können.

Am Rande von Jungfichten im tiefen Moos quält sich ein einzelner Flaschen - Stäubling ans Tageslicht. Jung essbar.

Am Rande von Jungfichten quält sich ein einzelner Flaschen - Stäubling (Lycoperdon perlatum) aus einem dichten Moosteppich ans Tageslicht. Jung essbar.

Auch eines der derzeit überaus häufigen und essbaren Kuhmäuler (Gomphidius glutinosus) war dabei.

Auch eines der momentan überaus häufigen und essbaren Kuhmäuler (Gomphidius glutinosus) war dabei.

Erika und Helga lassen es gemütlich angehen.

Erika und Helga lassen es gemütlich angehen.

Wo es die Verhätnisse ermöglichen, srießen nun auch wieder einige Champignons. Hier sehen wir den Dünnfleischigen Anis - Champignon (Agaricus silvicola). Er darf in den Speisepilz - Korb gelegt werden.

Wo es die Verhältnisse ermöglichen, sprießen nun auch wieder einige Egerlinge. Hier sehen wir den Dünnfleischigen Anis - Champignon (Agaricus silvicola). Er darf in den Speisepilz - Korb gelegt werden.

Der ebenfalls essbare Stadt - Champignon (Agaricus bitorquis) zeichnet sich durch den doppelten Ring am Stiel aus.

Der ebenfalls essbare Stadt - Champignon (Agaricus bitorquis) zeichnet sich durch den doppelten Ring am Stiel aus.

Unter einer alten Eiche sind es gleich büschelig wachsende Riesen - Champigons (Agarucus augustus).

Unter einer alten Eiche sind es gleich büschelig wachsende Riesen - Champigons (Agarucus augustus).

Die Trockenheit hat auch an ihnen ihre Spuren hinterlassen. Der Wuchs ist weniger riesenhaft und die Ränder sind zackig aufgerissen. Mit seinem wunderbaren Anis - Duft zählt er zu den leckerten Speisepilzen überhaupt. Eine Pilzsuppe mit diesen Pilzen, die wir vor Jahren aufgrund eines Massenvorkommens im Steinpilz - Wismar während einer unserer Imbiss - Tage servieren konnten, waren mit das beste, was wir bisher an herhaften Pilzspeisen anbieten konnten.

Die Trockenheit hat auch an ihnen ihre Spuren hinterlassen. Der Wuchs ist weniger riesenhaft und die Ränder sind zackig aufgerissen. Mit seinem wunderbaren Anis - Duft zählt er zu den leckersten Speisepilzen überhaupt. Eine Suppe mit diesen Pilzen, die wir vor Jahren aufgrund eines Massenvorkommens im Steinpilz - Wismar, während einer unserer Imbiss - Tage servieren konnten, war mit das beste, was wir bisher an herzhaften Pilzspeisen anbieten konnten.

Der Dickschalige Kartoffel - Bovist (Scleroderma citrinum) ist auch dann noch zu finden, wenn fast alle anderen Pilze ihr Wachstum wegen Trockenheit eingestellt haben. Giftig!

Der Dickschalige Kartoffel - Bovist (Scleroderma citrinum) ist auch dann noch zu finden, wenn fast alle anderen Pilze ihr Wachstum wegen Trockenheit eingestellt haben. Giftig!

Freude über einen kleinen Schwefel - Porling.

Freude über einen kleinen Schwefel - Porling.

Jung und saftig ist dieser Holzbewohner nach kurzem Blanchieren und gebraten wie ein Schnitzel eine beliebte Delikatesse - das Hähnchenschnitzel für Vegetarier.

Jung und saftig ist dieser Holzbewohner nach kurzem Blanchieren und gebraten wie ein Schnitzel eine beliebte Delikatesse - das Hähnchenschnitzel für Vegetarier.

Der Radebach bei Graupenmühle, kurz bevor er in sein tief eingschnittenes Bachtal hinein läuft.

Der Radebach bei Graupenmühle, kurz bevor er in sein tief eingschnittenes Bachtal hinein läuft.

Eine etwas verunglückte Krause Glucke (Sparassis crispa).

Eine etwas verunglückte Krause Glucke (Sparassis crispa).

Hier und da einige, nicht empfehlenswerte Breitblätter (Megacollybia platyphylla).

Hier und da einige, nicht empfehlenswerte Breitblätter (Megacollybia platyphylla).

An Laub- und Nadelholz - Stubben und deren Wurzelausläufer gibt es momentan recht viele giftige Grünblättrige Schwefelkköpfe. Ab Oktober erscheint an Nadelholz dann wieder sein überaus leckerer Bruder, der Graublättrige Schwefelkopf.

An Laub- und Nadelholz - Stubben und deren Wurzelausläufern gibt es momentan recht viele giftige Grünblättrige Schwefelkköpfe (Hypholoma fasciculare). Ab Oktober erscheint an Nadelholz dann wieder sein überaus leckerer Bruder, der Graublättrige Schwefelkopf.

Gewaltig ist die Phahlwurzel des essbaren Wurzel - Schleimrüblings (Xerula radicata).

Gewaltig ist die Pfahlwurzel des essbaren Wurzel - Schleimrüblings (Xerula radicata).

Besonders Fruchtkörper der Gattung Xerocomus werden sehr häufig vom giftigen Goldschimmel befallen, so auch diese Eichen - Filzröhrlinge (Xerocomus quercinus). Beim Sammeln von Maronen, Rotfüßchen, Ziegenlippen u.s.w. sollte jedes Exemplar, bevoer es in den Korb gelegt wird kritisch auf möglichen Schimmelbefall geprüfte werden. Es fängt immer mit einem zarten grauen Reif auf den Pilzen an oder manchmal sind graue Flecken am Pilz zu sehen. Im Anschluß wird der ganze Pilz vom fast scheeweißen Goldschimmel überzogen, bis dieser sein Reifestadium erreicht und das ganze sich leuchten gelb verfärbt.

Besonders Fruchtkörper der Gattung Xerocomus werden sehr häufig vom giftigen Goldschimmel befallen, so auch diese Eichen - Filzröhrlinge (Xerocomus quercinus). Beim Sammeln von Maronen, Rotfüßchen, Ziegenlippen u.s.w. sollte jedes Exemplar, bevor es in den Korb gelegt wird, kritisch auf möglichen Schimmelbefall geprüft werden. Es fängt immer mit einem zarten grauen Reif auf den Pilzen an oder manchmal deuten graue Flecken auf Schimmelbefall hin. Im Anschluß wird der ganze Pilz vom zunächst weißen Goldschimmel überzogen, bis dieser sein Reifestadium erreicht und das ganze sich leuchten gelb verfärbt.

Der Rotfuß - Röhrling (Xerocomus chrysenteron) ist der Liebling des Goldschimmels.

Der Rotfuß - Röhrling (Xerocomus chrysenteron) ist der Liebling des Goldschimmels.

Auch das derbere Herbstrotfüßchen (Xerocomus pruinatus) ist oft befallen.

Auch das derbere Herbstrotfüßchen (Xerocomus pruinatus) ist oft befallen.

Die Schmierröhrlinge wie diese Goldgelben Lärchen - Röhrlinge (Siullus greviley) werden nach meinen Beobachtungen vom Goldschimmel verschmäht.

Die Schmierröhrlinge, so wie diese Goldgelben Lärchen - Röhrlinge (Suillus grevillei) werden nach meinen Beobachtungen vom Goldschimmel verschmäht.

Der Top - Fund der heutige Wanderung war dieser Nadelholz - Stubben, der vollkommen überzogen war von der Gelblichen Resupinattramete (Antrodia xantha), einer recht seltenen Porlingsart. Dabk intensiver Kartierungen ist die Art in Mecklenburg schon recht gut nachgewiesen, zählt aber dennoch auch bei uns nicht zu den alltäglichen Funden.

Der Top - Fund der heutige Wanderung war dieser Nadelholz - Stubben, der vollkommen überzogen war von der Gelblichen Resupinattramete (Antrodia xantha), einer recht seltenen Porlingsart. Dank intensiver Kartierungen ist die Pilzart in Mecklenburg schon recht gut nachgewiesen, zählt aber dennoch nicht zu den alltäglichen Funden.

Resupinat bedeuted eigentlich flächig dem Substrat anliegend. Das trifft für diese Art nur bedingt zu, den ganz typisch sind die kleinen, Spitzdachförmigen Hutkannten die sich zahlreich aus der Resupinaten Schicht heraus entwickeln. So lassen sich durch die auf der Unterseite befindlichen Sporen leichter dem Wind anvertrauen und können durch die Schwerkraft auch leichter ausfallen. Charakerristisch ist auch die Gelbverfärbung der Fruchtschicht.

Resupinat bedeutet eigentlich flächig dem Substrat anliegend. Das trifft für diese Art nur bedingt zu, denn ganz typisch sind die kleinen, spitzdachförmigen Hutkannten, die sich zahlreich aus der resupinaten Schicht heraus entwickeln. So können sich durch die auf der Unterseite befindliche Fruchtschicht Sporen leichter dem Wind anvertrauen und durch die Schwerkraft auch besser ausfallen. Charakteristisch ist auch die Gelbverfärbung, insbesondere des Fruchtlagers.

Ein stolzer, eleganter Riesenschirmpilz (Macrolepiot procera). Die Hüte sind gebraten sehr schmackhaft.

Ein stolzer, eleganter Riesenschirmpilz (Macrolepiota procera). Die Hüte sind gebraten sehr schmackhaft.

Kurze Pause oberhalb der Hangterrassen des Radebachs.

Kurze Pause oberhalb der Hangterrassen des Radebachs.

Taufrische Rehbraune Dachpilze (Pluteus atricapillus) wuchsen aus Laubholzstümpfen heraus. Die Hüte sind essbar, wenngleich auch nicht besonders schmackhaft.

Taufrische Rehbraune Dachpilze (Pluteus atricapillus) wuchsen aus Laubholzstümpfen heraus. Die Hüte sind essbar, allerdings nicht gerade eine Delikatesse.

Der Grauweiße Wechporling (Oligoporus tephroleucus) treibt jetzt ganz frisch aus totem Laubholz aus. Er ist ungenießbar.

Der Grauweiße Weichporling (Oligoporus tephroleucus) treibt jetzt ganz frisch aus totem Laubholz aus. Er ist ungenießbar.

Ganz zum Schluß noch ein alter Buchenstubben übersäht mit ganz frischen Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis). Trotz der Trockenheit sind die die Randzonen der Hüte noch ganz chrakteristisch durchwässert. Das wird eine wirklich leckere Pilzpfanne - Stockschwämmchen sind Edel - Klasse!

Ganz zum Schluß noch ein alter Buchenstubben übersäht mit ganz frischen Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis). Trotz der Trockenheit sind die Randzonen der Hüte noch ganz chrakteristisch durchwässert. Das wird eine wirklich leckere Pilzpfanne - Stockschwämmchen sind Edel - Klasse!

Ausgezeichnet ist natürlich auch der Flockenstielige Hexen - Röhrling (Boletus erythropus). Er wurde allerdings für unsere Pilzausstellung sicher gestellt.

Ausgezeichnet ist natürlich auch der Flockenstielige Hexen - Röhrling (Boletus erythropus). Er wurde allerdings für unsere Pilzausstellung sicher gestellt.

Dem geringen Pilzaufkommen angepaßt, waren wir heute auch nur eine Handvoll Pilzfreunde. Das Foto heute mal ohne mich. Es sollte eigentlich nur eine Probefoto werden, ist aber besser ausgefallen, als die Fotos mit meiner Wenigkeit, die hier nun fehlt. 17.09.2016 im Revier Weiße Krug.

Dem geringen Pilzaufkommen angepaßt, waren wir heute auch nur eine kleine Truppe. Das Gruppenfoto mal ohne mich. Es sollte eigentlich nur ein Probebild werden, ist aber besser ausgefallen, als die Fotos mit meiner Wenigkeit. 17.09.2016 im Revier Weiße Krug.

Wann geht es wieder in die Pilze? – Siehe unter Termine!

13. September 2016 – Treffen der Pilzfreunde

Treffen der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Treffen zur Vorbereitung der 24. Großpilzausstellung

Am Dienstag, dem 13. September 2016, waren die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. zu 18.00 Uhr in den Steinpilz – Wismar, ABC Straße 21, sehr herzlich eingeladen. Die Pilzsaison läuft inzwischen auf Hochtouren und wie immer steht gegen Ende des Monats wieder unsere große Pilzausstellung auf dem Programm. Grund genug, sich im Vorfeld zu treffen und die Planung in Angriff zu nehmen. Wer fährt mit wem, wann und wo in Wald und Flur, um Ausstellungsexponate zu organisieren? Wer hilft beim Aufbau der Ausstellung und der Vorbereitung des Imbissgeschäftes? Wer kann an den Ausstellungstagen die Betreuung der Großpilzschau mit übernehmen und wer kann beim Imbiss mithelfen? Alles Fragen, die besprochen und geregelt werden müssen. Es werden also wieder viele fleißige Hände zum Gelingen dieser Veranstaltung gebraucht, ist es doch der Höhepunkt eines jeden Jahres in unserer Vereinstätigkeit!

Das Treffen endete kurz nach  20.00 Uhr.

09. – 11. September 2016 – Herbsttagung der Pilzberater

Herbsttagung der Pilzberater

Fundauswertung auf einer Fachtagung um die Jahrtausendwende. In der Mitte die ganz rechts langjährigen Landespilzsachverstänigen Brigitte Schurig (Mitte) und Frau Dr. Ingeborg Schmidt (rechts.

Fundauswertung auf einer Fachtagung um die Jahrtausendwende. In der Mitte sehen wir Frau Brigitte Schurig und ganz rechts Frau Dr. Ingeborg Schmidt. Beide hatten über Jahre hinweg das Amt der Landespilzsachverstänigen Mecklenburg - Vorpommerns inne.

Vom 09. – 11. September 2016 waren die Pilzberater des Landes Mecklenburg – Vorpommern wieder zu ihrer traditionellen Herbsttagung sehr herzlich eingeladen. Sie fand im Jugendgästehaus Meetzen bei Gadebusch, im Landkreis Nordwestmecklenburg statt. Wie gewohnt, wurden am Abend des Anreisetages Fachvorträge gehalten und die Festlegung der Exkursionsgebiete getroffen. Am Sonnabend wurden Exkursionen im Staatsforst Rehna durchgeführt und am Nachmittag und Abend stand die Auswertung mit weiterer Fundbestimmung an. Am Sonntag, dem Abreisetag, ging es noch zu einer gemeinsamen Abschlußexkursion in ein interessantes Waldgebiet. Nähere Informationen können bei Dr. med. Oliver Duty, im Landesgesunsheitsamt eingeholt werden.

Hier die Kontaktadresse: E – Mail: Oliver.Duty@lagus.mv-regierung.de

04. September 2016 – Vereinstreffen am Roten See

12. Vereinstreffen am Roten See

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Pilzverein Heinrich Sternberg Rehna e.V.

Das Strandbad am Roten See war bei dem trüben und regnerische Wetter heute verweist, dafür herrschte das richtige Wetter zum Pilzesuchen und diese mußten heute im wahrsten Sinnes des Wortes wie die Stecknadel im brerüchtigten Heuhaufen gesucht werden.

Das Strandbad am Roten See war bei dem trüben und regnerischen Wetter heute verwaist, dafür herrschte das richtige Wetter zum Pilzesuchen. Die Betonung liegt auf suchen, denn es gab gerade eine Flaute an der Pilzfront.

Zum 12. mal in Folge waren heute die Mitglieder des Pilzvereins Heinrich Sternberg Rehna e.V. und die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. zu ihrem alljährlichen Vereinstreffen am Roten See, bei Brüel, eingeladen. Die Wismarer Pilzfreunde trafen sich dazu am Sonntag, dem 04. September 2016, um 08.45 Uhr auf dem schmalen Parkplatz gegenüber dem Zeughaus, in der Wasserstraße. Auch Nichtvereinsmitglieder waren herzlich willkommen. Mit den vorhandenen Fahrzeugen fuhren wir in Richtung Brüel, bis zum Parkplatz am Roten See, wo auch die Deligation aus Rehna gegen 09.45 Uhr eintraf.

Zunächst servierte uns unsere gute Seele Irena Kaffee und Kuchen.

Zunächst servierte uns unsere gute Seele Irena Kaffee und Kuchen.

Ein würziger Kaffee tut an diesem trüben Septembermorgen richtig gut! Foto: Jonas Dombrowa

Ein würziger Kaffee tut an diesem trüben Septembermorgen richtig gut! Foto: Jonas Dombrowa

Einige Begrüßungsworte und Festlegung der Exkursionsgruppen.

Einige Begrüßungsworte und Festlegung der Exkursionsgruppen.

Auf gehts durch den sandigen Nadelwald der Kobander Tannen.

Auf gehts durch den sandigen Nadelwald der Kobander Tannen.

Der Brennende Rübling (Collybia peronata) wächst oft zahlreich im Fichtenforst. Der ungenießbare Pilz schmeckt scharf (brennend) und riecht charakeristisch säuerlich.

Der Brennende Rübling (Collybia peronata) wächst oft zahlreich im Fichtenforst. Der ungenießbare Pilz schmeckt scharf (brennend) und riecht charakeristisch säuerlich.

Die Säufernase ist ein typischer Herbstpilz des sandig/sauren Kiefernwaldes. Neben dieser volkstümlichen Bezeichnung finden wir ihn in der Regel unter der Bezeichnung Tränen - Täubling oder Zitronenblättriger Täubling (Russula sardonia). Auch er schmeckt brennend scharf und kann beim Genuss größerer Mengen, was wohl kaum geschieht, Erbrechen zur Folge haben.

Die Säufernase ist ein typischer Herbstpilz des sandig/sauren Kiefernwaldes. Neben dieser volkstümlichen Bezeichnung finden wir ihn in der Regel unter Tränen - Täubling oder Zitronenblättriger Täubling (Russula sardonia). Auch er schmeckt brennend scharf und kann beim Genuss größerer Mengen, was wohl kaum geschieht, Erbrechen zur Folge haben.

Nicht häufig finden weir den Orange - Scheidenstreifling (Amanita crocea). Essbar, aber roh giftig!

Nicht häufig finden wir den Orange - Scheidenstreifling (Amanita crocea). Essbar, aber roh giftig!

Im dichten Moos etwas verstäkt in einer Fichten - Ecke begeisterte uns im fast pilzleren Wald eine Gruppe von ungenießbaren Gefleckten Rüblingen. Der Anblick ist selbst dem Vorsitzenden des Rehnaer Pilzvereins, Torsten Richter, ein Foto wert.

Im dichten Moos, etwas versteckt in einer Fichten - Ecke, begeisterte uns im fast pilzleren Wald eine Gruppe von ungenießbaren Gefleckten Rüblingen. Der Anblick ist selbst dem Vorsitzenden des Rehnaer Pilzvereins, Torsten Richter, ein Foto wert.

Sehr dicht stehende Lamellen, zunehmend rötlich braune Flecken am gesamten Fruchtkörper und gallebitterer Geschmach sind die wichtigsten Eckpunkte zum Identifizieren dieser relativ häufigen Art.

Sehr dicht stehende Lamellen, zunehmend rötlich braune Flecken am gesamten, ursprünglich weißlichen Fruchtkörper und gallebitterer Geschmack sind die wichtigsten Eckpunkte zum Identifizieren dieser relativ häufigen Art.

Dicke Moos - Teppiche bedecken den lichten Waldboden. Auf dem verfestigten Waldweg im Vordergrund stand das Wasser regelrecht in den Fahrspuren. Zumindest hier sollten sich bald wieder vermehrt frische Fruchtkörper zeigen.

Dicke Moos - Teppiche bedecken den lichten Waldboden. Auf dem verfestigten Waldweg im Vordergrund stand das Wasser regelrecht in den Fahrspuren und es platschte beim Gehen. Zumindest hier sollten sich bald wieder vermehrt frische Fruchtkörper zeigen.

Aber auch heute hatten die Moospolster etwas zu bieten, so wie diese seltenen Moos - Schwefelköpfe /Hypholoma polytrichi), eine montane Art, die bei uns eigentlich nichts zu suchen hat. Dennoch siend in Pilzkartierung M-V bereits einige Fundpunkte für unser Bundesland einetragen, mit Schwerpunkt in den weitläufigen Wöldern des ehemaligen Staatsforst Turloff, zu denen auch die Kobander Tannen gehören. Der Fund des Tages!

Aber auch heute hatten die Moospolster etwas zu bieten, so wie diese seltenen Moos - Schwefelköpfe (Hypholoma polytrichi), eine montane Art, die bei uns eigentlich nichts zu suchen hat. Dennoch sind in "Pilzkartierung M-V" bereits einige Fundpunkte für unser Bundesland eingetragen, mit Schwerpunkt in den weitläufigen Wäldern des ehemaligen Staatsforst Turloff, zu dem auch die Kobander Tannen gehören. Der Fund des Tages!

Wir befinden uns ja auch in einem märchenhaft schönen Gebiet, dass bis zur Wendezeit militärisches Sperrgebiet war. Gerade diese Flächen sind besonders wertvoll, blieben sie doch über jahrzehnt von forstlicher Aktivität größtenteils verschont. Große Flächen sind deshalb auch in den Besitz der Deutschen Bundesstiftung Umwelt überführt worden, um sie längerfristig als Naturschutzgebiete zu sichern, deshalb auch unser Kartierungsprojekt, zu dem auch Flächen in diesem Wald gehören.

Wir befinden uns ja auch in einem märchenhaft schönen Gebiet, dass bis zur Wendezeit militärisches Sperrgebiet war. Gerade diese Flächen sind besonders wertvoll, blieben sie doch über jahrzehnte von forstlicher Aktivität größtenteils verschont. Große derartige Flächen sind deshalb auch in den Besitz der Deutschen Bundesstiftung Umwelt überführt worden, um sie längerfristig als Naturschutzgebiete zu sichern, deshalb auch unser Kartierungsprojekt, zu dem auch Flächen in diesem großen Waldgebiet gehören.

Auch dieser Orangegelbe Fliegenpilz (Amanita muscaria) war im tiefen Moos versteckt, so dass nur sein Hut heraus schaute. Die weißen Hüllreste, die in der REgel den Hut schmücken, wurden vom nächtlichen Regen abgespült.

Auch dieser Orangegelbe Fliegenpilz (Amanita muscaria) war im tiefen Moos versteckt, so dass nur sein Hut heraus schaute. Die weißen Hüllreste, die in der Regel den Hut schmücken, wurden vom nächtlichen Regen abgespült.

Aber es gibt hier nicht nur Nadelwald, auch Buchenbereiche sind mit dabei.

Aber es gibt hier nicht nur Nadelwald, auch Buchenbereiche sind mit dabei.

Wer Glück hatte, konnte aber dennoch eine Krause Glucke (Sparassis crispa) sein eigen nennen und die Pilzmahlzeit war gesichert.

Wer Glück hatte, konnte eine Krause Glucke (Sparassis crispa) sein eigen nennen und die Pilzmahlzeit war gesichert.

Gegen 13.30 Uhr fanden sich dann alle wieder an der Blockhütte am Roten See ein, um sich am Mittagstisch zu stärken. Der Hüttenwart Klaus – Peter Krüger servierte uns leckere Speisen a la carte und dazu noch ein würziges Pils vom Fass! Im Anschluß wurden die Funde ausgewertet und von den attraktivsten Exemplaren eine kleine Ausstellung aufgebaut.

In gemütlicher Runde bei Speis und Trank.

In gemütlicher Runde bei Speis und Trank.

Irena begann unterdessen schon mit dem Aufbau der kleinen Ausstellung.

Irena begann unterdessen schon mit dem Aufbau der kleinen Ausstellung.

Kaum das der Hunger gesättigt, war konnte an der Blockhütte auch schon die Ausstellung bewundert werden.

Kaum das Hunger und Durst gestillt waren, konnte an der Blockhütte auch schon die Ausstellung bewundert werden.

Das die Pilzschau so schnell aufgebaut war, haben wir auch diesen beiden jungen Helfern zu verdanken, die uns auf die schneele die Pilzschilder aus der großen Kiste suchten.

Das die Pilzschau so schnell aufgebaut war, haben wir auch diesen beiden jungen Helfern zu verdanken, die uns bei der Suche der Pilzschilder tatkräftig unterstützten.

Die gut 30 Pilzarten sind auch noch morgen an der Blockhütte am Roten See zu bewundern.

Die gut 30 Pilzarten sind auch noch morgen an der Blockhütte am Roten See zu bewundern.

Darunter auch dieser farbenfrohe Schwefel - Porling (Laetiporus sulphureus), den uns Vereinsmitglied Thomas noch schnell von einer nahen Pflaumen - Allee organisierte. Jung ist er wie Schnitzel gebraten eine Delikatssee, das Hähnchenfleisch für Vegetarier.

Darunter auch dieser farbenfrohe Schwefel - Porling (Laetiporus sulphureus), den uns Vereinsmitglied Thomas Harm noch schnell von einer nahen Pflaumen - Allee organisierte. Jung ist er wie Schnitzel gebraten eine Delikatssee, das "Hähnchenschnitzel" für Vegetarier.

Das Ende der Veranstaltung war offen und konnte von jedem selbst bestimmt werden. Die Ausstellung ist auf jeden Fall noch bis zum nächsten Tag an der Blockhütte zu besichtigen.

Unser Gruppenfoto als Erinnerung an einem schönen Vereinsausflug. Wie immer auf der Steganlage der Badestelle aufgenommen. Foto: Roswitha Spöhr.

Unser Gruppenfoto zur Erinnerung an einen schönen Vereinsausflug. Wie immer auf der Steganlage der Badestelle aufgenommen. Foto: Roswitha Spöhr.

Wann treffen sich die Wismarer Pilzfreunde wieder? – Siehe unter Termine!

03. September 2016 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Sie führte durch die Domsühler Tannen

Teils moosreiche Fichten und Kiefernforste auf Sandboden. Eine ansich gute Adresse für Kochtopfmykologen.

Teils moosreiche Fichten und Kiefernforste auf Sandboden. Eine ansich gute Adresse für Kochtopfmykologen.

Am Sonnabend, dem 03. September 2016, waren alle Pilz- und Naturfreunde, die Lust auf eine geführte Pilzwanderung hatten, wieder sehr herzlich eingeladen. Treff war um 08.00 Uhr auf dem schmalen Parkplatz am ZOB, in der Wismarer Wasserstraße, Ecke Kopenhagener Straße. Nach kurzer Begrüßung und Festlegung der Fahrstrecke starteten wir von hier aus mit den vorhandenen Fahrzeugen. Der September ist bei günstigen Wachstumsbedingungen in der Regel der pilzreichste Monat des Jahres. Es wachsen nun viele Großpilzarten aus fast allen Gattungen und natürlich auch die beliebtesten Speisepilze und ihre giftigen Doppelgänger. Heute sah es aufgrund zu langer trockener und teils heißer Witterung in der dritten August – Dekade allerdings ernüchternd aus. Kaum Frischpilze, nur einige Krause Glucken konnten in die Körbe der Sammler gelegt werden. Hier einige Bilder:

Diese bitter schmeckenden und giftigen Grünblättrigen Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare) waren ganz frisch an einem Fichtenstubben gewachsen. Ab Oktober lohnt es sich durchaus nachzuschauen, ob es an Nadelholzstubben nicht doch die vorzüglichen Graublättrigen Schwefelköpfe sein mögen.

Diese bitter schmeckenden und giftigen Grünblättrigen Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare) waren ganz frisch an einem Fichtenstubben gewachsen. Ab Oktober lohnt es sich durchaus genauer nachzuschauen, ob es an Nadelholzstubben nicht doch die vorzüglichen Graublättrigen Schwefelköpfe sein könnten.

Ebenfalls an Fichtenstümpfen wächst der geringwertige Samtfuß - Krempilng (Paxillus atrotomentosus). Sein, wie mit Wildleder ummantelte Stiel ist ein gutes Erkennungszeichen, dieses oft recht groß werdenden Pilzes. Übrigens stehen Kremplinge, trotz Lamellen, den Röhrlingen viel näher!

Ebenfalls an Fichtenstümpfen wächst der geringwertige Samtfuß - Krempling (Paxillus atrotomentosus). Sein, wie mit Wildleder ummantelter Stiel, ist ein gutes Erkennungszeichen, des oft recht groß werdenden Pilzes. Übrigens stehen Kremplinge, trotz Lamellen, den Röhrlingen viel näher als den Blätterpilzen!

Der sehr bitter schmeckende, einjährige Gerbe Saftporling (Oligoporus stypticus) kann Fremdkörper einfach umwachsen und einschließen. Wir finden ihn übrigens ebenfalls wieder an Fichtenholz.

Der sehr bitter schmeckende, einjährige Herbe Saftporling (Oligoporus stypticus) kann Fremdkörper einfach umwachsen und mit einschließen. Wir finden ihn übrigens auch wieder an Fichtenholz.

Dieser junge Baumpilz wird sogar als Fichtenporling (Fomitopsis pinicola) bezeichnet. Er fruktifiziert allerdings keineswegs nur an Fichte. Auch Kiefer, Birke, Buche oder Erle werden häufig von ihm besiedelt. Der hier noch helle Fruchtkörper befindet sich in einer sehr aktiven Wachstumsphase, was seine Guttationströpfchen belegen. Verstärkter Wasserdurchlauf erhöht die Nährstoffzufuhr und wird anschließend wieder ausgeschwitzt..

Dieser junge Baumpilz wird sogar als Fichtenporling (Fomitopsis pinicola) bezeichnet. Er fruktifiziert allerdings keineswegs nur an Fichte. Auch Kiefer, Birke, Buche oder Erle werden häufig von ihm besiedelt. Der hier noch helle Fruchtkörper befindet sich in einer sehr aktiven Wachstumsphase, was seine Guttationströpfchen belegen. Verstärkter Wasserdurchlauf erhöht die Nährstoffzufuhr und das überflüßige Wasser wird anschließend wieder ausgeschwitzt.

Dieser Maronen - Röhrling (Xerocomus badius) war heute der einzige Vertreter seiner Art. In den nächsten Wochen und Monaten wird er sicher wieder zahlreicher zu finden sein.

Dieser Maronen - Röhrling (Xerocomus badius) war heute der einzige Vertreter seiner Art. In den nächsten Wochen und Monaten wird er sicher wieder zahlreicher zu finden sein.

Der giftige Dickschalige Kartoffel - Bovist (Scleroderma citrinum) ist gegen Trockenheit ziemlich resistent und ist auch dann noch zu finden, wenn andere Frischpilze ihr Wachstum aus Feuchtigkeitsmangel eingestellt haben.

Der giftige Dickschalige Kartoffel - Bovist (Scleroderma citrinum) ist gegen Trockenheit ziemlich resistent und ist auch dann noch zu finden, wenn andere Frischpilze ihr Wachstum aus Feuchtigkeitsmangel eingestellt haben.

Gleiches gilt für die Krause Glucke (Sparassis crispa). Sie ist essbar und als sehr würziger und ergiebiger Speisepilz sehr beliebt. Wir finden sie meist am Fuße älterer Kiefern. Gelegentlich aber auch an Fichte oder Lärche.

Gleiches gilt für die Krause Glucke (Sparassis crispa). Sie ist essbar und als würziger und ergiebiger Speisepilz sehr beliebt. Wir finden sie meist am Fuße älterer Kiefern. Gelegentlich aber auch an Fichte oder Lärche.

Der Fleischrote Lacktrichterling (Laccaria laccata) kann genau so wie sein violetter Bruder als Mischpilz im Sammlerkorb landen.

Der Fleischrote Lacktrichterling (Laccaria laccata) kann genau so wie sein violetter Bruder als Mischpilz im Sammlerkorb landen.

Der unter Kiefern wachsende und recht häufige Jodororm - Täubling (Russula turci) ist essbar. Besonders an der Stielbasis ist ein deutlicher Jodoform - Geruch wahrnehmbar. Außerdem zeichnet sich dieser milde Täubling meist durch eine deutlich dunkler abgegrentzten Bereich zur Hutmitte hin aus.

Der unter Kiefern wachsende und recht häufige Jodoform - Täubling (Russula turci) ist essbar. Besonders an der Stielbasis ist ein deutlicher Jodoform - Geruch wahrnehmbar. Außerdem zeichnet sich dieser milde Täubling meist durch einen deutlich dunkler abgegrentzten Bereich zur Hutmitte hin aus.

In den Moospolstern der Kiefernwälder ist dieser markante und leicht kenntliche Trichterling zur Zeit recht häufig. Anders als seine Gattungszugehörigkeit vermuten läßt, ist sein Hut meist nicht getrichtert, eher sogar etwas gebuckelt. Die weit herab laufenden Lamellen gehen in den keulig aufgeblasenen Stiel über. Als Mischpilz kann er Verwendung finden, möglichst ohne Alkohol. Gelegentlich wird auch von Unverträglichkeiten bericht, die einige Autoren veralaßten, ihn als Giftpilz einzustuffen. Ernsthafte Vergiftungen dürften von ihm aber nicht ausgehen!

In den Moospolstern der Kiefernwälder ist dieser markante und leicht kenntliche Trichterling zur Zeit recht häufig. Anders als seine Gattungszugehörigkeit vermuten läßt, ist sein Hut meist nicht getrichtert, eher sogar etwas gebuckelt. Die weit herab laufenden Lamellen gehen in den keulig aufgeblasenen Stiel über. Als Mischpilz kann er Verwendung finden, möglichst ohne Alkohol. Gelegentlich wird auch von Unverträglichkeiten berichtet, die einige Autoren dazu veranlaßten, ihn als Giftpilz einzustufen. Ernsthafte Geschehen dürften von ihm aber nicht ausgehen!

Unser Gruppenfoto belegt es, wir waren heute 11 Leute, die auf der Suche nach Frischpilzen mit sehr bescheidenen Erfoilg die Domsühler Tannen durchwanderten, sogar mit Gästen aus Leipzig! 03. September 2016.

Unser Gruppenfoto belegt es, wir waren heute 11 Leute, die auf der Suche nach Frischpilzen mit sehr bescheidenem Erfolg die Domsühler Tannen durchwanderten, sogar mit Gästen aus Leipzig! 03. September 2016.

Wann findet die nächste Pilzwanderung statt? – Siehe unter Termine!

26. August 2016 – Nachtwanderung in der Levitzregion

Nachtwanderung am Störkanal

5. Pilzwanderung bei Nacht

Sonnenuntergang im August 2015 am Störkanal bei Banzkow.

Sonnenuntergang am Störkanal bei Banzkow.

Am Freitag, dem 26. August 2016, war es wieder soweit. Zum 5. mal ludt der Steinpilz – Wismar zu einer Pilzwanderung bei Nacht ein. Als wir vor fünf Jahren mit unseren Nachtwanderungen  begannen, durchaus mit gemischten gefühlen, konnte sich niemand vorstellen, wie toll es ist, bei hereinbrechender und schließlich völliger Dunkelheit eine Pilzwanderung zu veranstalten. Aber ausgerüstet mit Kopf- und/oder Taschenlampen, die in jedem besseren Baumarkt erhältlich sind, ist es ein Kinderspiel im Lichtkegel der Lampen die tollsten Pilze zu entdecken. In begrenzter Anzahl hatten wir auch wieder Kopflampen zum ausleihen dabei. Spielt das Wetter mit, so wie auch in diesem Jahr, ist das Pilzesuchen bei Dunkelheit ein wunderbares und unvergessliches Erlebnis der ganz besonderen Art. Am Forsthof Bahlenhüschen konnten sich Interessenten aus der Region ab 19.45 Uhr einfinden, um sich uns anzuschließen. Gegen 20.00 Uhr fuhren wir Fahrzeuge an den Eldekanal bei Banzkow, zum Endpunkt der Tour, so dass wir gegen 20.30 Uhr mit unserer Nachtwanderung beginnen konnten.

Bevor es aber losging schnell noch ein Interview für die Schweriner Volkszeitung.

Bevor es aber los ging, schnell noch ein Interview für die Schweriner Volkszeitung.

Interessant auch für die Journalistin der jüngste und älteste Pilzfreund in trauter Eintracht beieinander. Jonas Dombrowa links und Hans - Jürgen Wilsch rechts, der schon seit 1959 dabei ist!

Interessant für die Journalistin der jüngste und älteste Pilzfreund unserer Gruppe. Jonas Dombrowa links und Hans - Jürgen Willsch rechts, der schon seit 1959 mit dabei ist!

Schon im vergangenen Jahr waren wir hier bei Nacht unterwegs. Leider gab es damals einige Mißverständnisse beim Umsetzten der Fahrzeuge sowie dem Ausgangspunkt der Wanderung und auch das Wetter war ein großer Unsicherheitsfaktor, der die Wanderung ungünstig beeinflußte. Heftige Gewitter trieben im Umland ihr Unwesen. Aus diesem Grunde stand heute noch einmal das Gebiet am Störkanal auf dem Programm. Dieses mal stimmte alles, bis auf die Hitze, die uns Anfangs noch etwas zu schaffen machte. Alles klappte wie geplant und auch an das Forstamt Friedrichsmoor ein ganz herzliches Dankeschön, dass wir für unsere Aktion wieder eine Fahrgenehmigung für die Waldwege bekommen haben. Von Bahlenhüschen aus wanderten wir durch ein recht vielversprechendes Laub- und Nadelwaldgebiet mit hohem Buchen- und Fichtenanteil. Frischpilze gab es reichlich im Schein unserer Stirnlampen zu entdecken, allen voran giftige Kartoffelboviste, aber auch gute Speisepilze waren dabei. So konnte der eine oder andere sogar eine leckere Frischpilzmahlzeit mit nach hause nehmen.

Beim letzten Tageslicht starteten wir von hier aus zu unserer Nachtwanderung.

Beim letzten Tageslicht starteten wir von hier aus zu unserer Nachtwanderung.

Am Fuße einer alten Eiche begrüßte uns sogleich ein schon etwas betagter Leberpilz (Fistulina hepatica).

Am Fuße einer alten Eiche begrüßte uns sogleich ein schon etwas betagter Leberpilz (Fistulina hepatica).

Gur beraten war, wer am Abend des heißesten Tages des Jahres reichlich Trinken dabei hatte.

Gut beraten war, wer am Abend des heißesten Tages des Jahres reichlich Durstlöscher dabei hatte.

Am Eingang zum Wald konnte das Pilzmesser schon gezückt werden.

Am Eingang zum Wald konnte das Pilzmesser schon gezückt werden.

Ein großer Trupp Schopf - Tintlinge (Coprinus comatus) im optimalen Entwicklungszustand gaben die Veranlassung dazu. Die erste Pilzmahlzeit ist bereits gesichert.

Ein großer Trupp Schopf - Tintlinge (Coprinus comatus) im optimalen Entwicklungszustand gaben die Veranlassung dazu. Die erste Pilzmahlzeit ist bereits gesichert.

Allmählich schwand dann auch das letzte Licht des Tages und ohne Lampe ging nun garnichts mehr.

Allmählich schwand dann auch das letzte Licht des Tages und ohne Lampe ging nun nichts mehr.

Der Rotbraune Riesenträuschling (Stropharia rugosoannulata) ist ein guter Speisepilz, der auch im Handel unter der Bezeichnung Braunkappe zur Zucht angeboten wird.

Der Rotbraune Riesenträuschling (Stropharia rugosoannulata) ist ein guter Speisepilz, der auch im Handel unter der Bezeichnung Braunkappe zur Zucht angeboten wird.

Immer wieder tauchten im Lichtkegel die Fruchtkörper des giftige Dickschaligen Kartoffelbovistes (Scleroderma citrinum) auf.

Immer wieder tauchten im Lichtkegel der Lampen die Fruchtkörper des giftigen Dickschaligen Kartoffelbovistes (Scleroderma citrinum) auf.

Der Dickblättrige Täubling (Russula nigricans) ist ein minderwertiger Speisepilz. Bei Verletzung rötet er zunächst um dann zu schwärzen.

Der Dickblättrige Täubling (Russula nigricans) ist ein minderwertiger Speisepilz. Bei Verletzung rötet er zunächst um dann zu schwärzen.

Der Maronen - Röhrling (Xerocomus badius) zählt zu den bekanntesten, schmackhaftesten und beliebtesten Speisepilzen.

Der Maronen - Röhrling (Xerocomus badius) zählt zu den bekanntesten, schmackhaftesten und beliebtesten Speisepilzen.

Keine Chance dem Schein unserer Lampen zu entgehen hatte auch dieser junge Riesenschirmpilz (Macrolepiota procera). Ein köstlicher Speisepilz,

Keine Chance dem Schein unserer Lampen zu entgehen hatte auch dieser junge Riesenschirmpilz (Macrolepiota procera), eine Köstlichkeit!

Diese Glimmer - Tintlinge (Coprinus micaceus) haben unter der Hitze des Tages schon sichtlich gelitten.

Diese Glimmer - Tintlinge (Coprinus micaceus) haben unter der Hitze des Tages sichtlich gelitten.

Ein kurzer Zwischenstopp mit Begutachtung der bisherigen Ausbeute.

Ein kurzer Zwischenstopp mit Begutachtung der bisherigen Ausbeute.

Bittere Gallen - Röhrlinge (Tylopilus felleus) narrten die Pilzfreunde immer wieder, sahen sie im mersten Moment doch aus wie Steinpilze. Das Rosa der Röhren brachte aber auch ohne zu Kosten Klarheit, um wehn es sich hier handelt.

Bittere Gallen - Röhrlinge (Tylopilus felleus) narrten die Pilzfreunde immer wieder, sahen sie im ersten Moment doch aus wie Steinpilze. Das Rosa der Röhren brachte aber auch ohne zu kosten Klarheit, um wen es sich hier handelt.

Ein mit Stockschwämmchen besetzter Buchenstubben wird abgeerntet.

Ein mit Stockschwämmchen besetzter Buchenstubben wird abgeerntet.

Zwar haben die Ränder der Hüte schon unter der Hitze gelitten, aber trotzdem sind die edelen Stockschwämmchen noch in akzeptabeler Speise - Qualität.

Zwar haben die Ränder der Hüte unter der Hitze gelitten, aber trotzdem sind die edelen Stockschwämmchen noch in akzeptabeler Speise - Qualität.

Auch diese farbenfrohen Papagei - Täublinge (Russula ionochlora) dürfen in den Korb wandern.

Auch diese farbenfrohen Papagei - Täublinge (Russula ionochlora) dürfen in den Korb wandern.

Als Mischpilz verwendbar sind auch diese Keulenfu0 - Trichterlinge (Clitocybe clavipes), mit ihren keulig aufgeblasenen Stielen, die bei feuchtem Wetter mit Wasser vollgesogen sind.

Als Mischpilz verwendbar sind diese Keulenfuß - Trichterlinge (Clitocybe clavipes), mit ihren keulig aufgeblasenen Stielen, die bei feuchtem Wetter mit Wasser vollgesogen sind.

Wie mit Grieskörnchen bestreut wirken diese jungen Flaschen - Stäublinge (Lycoperdon perlatum). Jung und Druckfest sind sie essbar.

Wie mit Grieskörnchen bestreut wirken diese jungen Flaschen - Stäublinge (Lycoperdon perlatum). Jung und Druckfest sind sie essbar.

Den nächsten Zwischenstopp legten wir am attraktiven „Rastplatz am Wasserloch“ ein, wo wir, so wie bereits im letzten Jahr, unser traditionelles „Nachtmahl“ zu uns nahmen. Eine herzhafte Waldpilzsuppe, Pellkartoffeln mit Kräuterquark und einiges mehr hatte unserer gute Seele Irena wieder für uns vorbereitet.

Hinweis am Wegesrand auf den gro0zügig angelegten Rastplatz am Wasserloch, der zu jeder Tages- und Nachtzeit zum verweilen einlädt.

Hinweis am Wegesrand auf den großzügig angelegten "Rastplatz am Wasserloch", der zu jeder Tages- und Nachtzeit zum verweilen einlädt.

Jonas beim Ausschenken der herzhaften Waldpilzsuppe mit Stockschwämmchen und Maipilzen.

Jonas beim Ausschenken der herzhaften Waldpilzsuppe mit Stockschwämmchen und Maipilzen.

Danach starteten wir gestärkt in die letzte Runde. In der nächtlichen Stille des Waldes, die nur von den Rufen der Nachtvögel „gestört“ wurde, überquerten wir die Gaarzer Brücke und wanderten am Störkanal entlang in Richtung Banzkow.

An dieser Stelle überqueren wir den Störkanal und wandern auf dem im Bild rechts unten verlaufenden Wanderweg in Richtung Banzkow.

An dieser Stelle, der Gaarzer Brücke, überquerten wir den Störkanal und wanderten auf dem im Bild rechts unten verlaufenden Weg in Richtung Banzkow.

Das Gruppenfoto entstand zu Beginn der Tour in Bahlenhüschen. Quelle: SVZ.

Das Gruppenfoto entstand zu Beginn der Tour in Bahlenhüschen. Quelle: SVZ.

Ich hoffe, es hat allen wieder viel Spass gemacht und ich freue mich schon auf das nächste Jahr wenn es wieder heißt „Auf zur Pilzwanderung bei Nacht“.

23. August 2016 – Abendwanderung der Pilzfreunde

Abendwanderung der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Abendwanderung von Dargetzow bis Greese

Auf geht es am lauen und sonnigen Sommerabend in Richtung Greese.

Auf geht es am lauen und sonnigen Sommerabend in Richtung Greese.

Am Dienstag, dem 23. August 2016, waren die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. sowie weitere, interessierte Gäste, wieder zu unserer traditionellen Abendwanderung sehr herzlich eingeladen. Treff war um 18.30 Uhr am neuen Verkehrskreisel im Stadtteil Dargetzow. Von hier aus nutzten wir den Wanderweg von Wismar nach Greese für unsere diesjährige Abendwanderung. Größtenteils ging es zwar durch offene Landschaften, aber kleine Waldstücke säumten ebenfalls unsere Wanderroute, so dass es eigentlich auch einige Pilze hätte geben müssen, aber bis auf einen reifen Wiesen – Staubbecher und Mehltaupilze war nichts zu finden. Es war einfach zu trocken.

Dafür erfreuten uns u. a. leckere Brombeeren.

Dafür erfreuten uns u. a. leckere Brombeeren.

Die wir uns so wie Pilzfreund Robert, schmecken ließen.

Die wir uns, so wie hier Pilzfreund Robert, schmecken ließen.

Die Sommersonne hat inzwischen auch viele weitere Früchte zur Reifung gebracht, die farbenfroh in der Abendsonne leuchteten.

Die Sommersonne hat inzwischen auch viele weitere Früchte zur Reifung gebracht, die farbenfroh in der Abendsonne leuchteten.

Nur ein reifer Wiesen - Staubbecher (Vacsellum pratense) säumte unserer Wanderweg.

Nur ein reifer Wiesen - Staubbecher (Vacsellum pratense) säumte unseren Wanderweg.

Sonnenuntergang bei Greese.

Sonnenuntergang bei Greese.

Wann treffen sich die Pilzfreunde wieder? – Siehe unter Termine!

20. August 2016 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Sie führte durch die Schwintzer Heide bei Neu Sammit

An der Waldschaul Klaabusteruhl in Neu Sammit soll Treff- und Ausgangspunkt zu einer Pilzwanderung durch die Nossentiner/Schwintzer Heide sein.

An der Waldschaul Klaabusteruhl in Neu Sammit war heute Treff- und Ausgangspunkt zu einer Pilzwanderung durch die Nossentiner/Schwintzer Heide.

Eine öffentliche Pilzlehrwanderung stand wieder am Sonnabend, dem 20. August 2016, auf dem Progranmm. Treff war um 08.00 Uhr auf dem schmalen Parkplatz am ZOB, in der Wismarer Wasserstraße, Ecke Kopenhagener Straße. Mit den vorhandenen Fahrzeugen fuhren wir zunächst bis Sternberg und von dort weiter in Richtung Goldberg. Kurz hinter Dobbertin bogen wir nach links in den Abzweig zum Standortübungsplatz ein und fuhren über Alt Schwintz weiter in Richtung Krakow am See, bis wir auf die dorthin führende Bundesstraße trafen. Wir bogen desweiteren links ab und nach kurzer Fahrstrecke erreichten wir wiederum linker Hand einen Abzweig nach Neu Sammit. Wir fuhren durch den Ort durch, bis wir an eine Wendeschleife, ganz in der Nähe der dortigen Kinder- und Jugendbegegnungsstätte, gelangten. Hier bestanden Parkmöglichkeiten und in Sichtweite war auch schon unser Ausgangspunkt der heutigen Wanderung zu sehen, die Waldschaul Klaabusteruhl. Interessenten aus der näheren und weiteren Region, die sich uns anschließen wollten, konnten sich gegen 09.30 Uhr hier einfinden. Begrüßen durften wir auch wieder Klaus Waring aus Bützow, der Irena und mir seinerseits als Pilzberater unterstützend zur Seite stand. Inzwischen ist der Sommer weit fortgeschritten und es geht langsam, aber sicher, in Richtung Herbst. Es war zwar schon wieder recht trocken geworden, aber für eine Lehrwanderung konnten wir doch einiges finden und erläutern, was für diese sandigen Nadelwälder mit Heidecharakter typisch ist, allen voran einige Täublinge, Gallen – Röhrlinge, Maronen oder Krause Glucken. Immerhin befinden wir uns in einem  hochkarätigen Pilzgebiet, dass das Herz vieler Sammler jedes Jahr auf`s neue höher schlagen läßt. Allerdings geht es bei einer Lehrwanderung nicht nur um den Kochtopf, sondern auch darum, seinen Horizont etwas zu erweitern und sein Pilzwissen zu festigen. Unter diesem Gesichtspunkt ist praktisch jede Wanderung ein Erfolg. Die heutige Tour leistete dazu natürlich auch wieder ihren Beitrag. Hier einige Impressionen:

Wie so oft, hatte uns Klaus auch dieses mal einige Pilze zur Einstimmung mitgebracht. Es wächst also etwas und die Motivation erhöhte sich sogleich.

Wie so oft, hatte uns Klaus auch dieses mal einige Pilze zur Einstimmung mitgebracht. Es wächst also etwas und die Motivation erhöhte sich sogleich.

Dazu zählten auch diese beiden Arten. Essbare Schmarotzer - Röhrlinge (Xerocomus parasiticus) wachsen aus giftigen Kartoffelbovisten (Scleroderma citrinum).

Dazu zählten auch diese beiden Arten. Essbare Schmarotzer - Röhrlinge (Xerocomus parasiticus) wachsen aus giftigen Kartoffelbovisten (Scleroderma citrinum) heraus.

Die ersten Pilze standen gleich am Ausgangspunkt am Waldwegrand. Weichritterlinge (Melanoleuca spec.). Ob es der Bereifte Weichritterling sein kann? Auf jeden Fall ist er essbar.)

Die ersten Pilze standen gleich am Ausgangspunkt am Waldwegrand. Weichritterlinge (Melanoleuca spec.). Ob es der Bereifte Weichritterling sein kann? Auf jeden Fall ist er essbar.

Dann folgten schon bald die ersten Leckerbissen. Flockenstielige Hexen - Röhrlinge (Boletus luridiformis).

Dann folgten schon bald die ersten Leckerbissen. Flockenstielige Hexen - Röhrlinge (Boletus luridiformis).

Auch dieser nur unter Kiefern wachsende Jodoform - Täubling (Russula turci) darf zu den Speisepilzen in den Korb gelegt werden. Typisch ist sein Jodoform - Geruch, der besonders an der Stielbasis wahrgenommen werden kann.

Auch dieser nur unter Kiefern wachsende Jodoform - Täubling (Russula turci) darf zu den Speisepilzen in den Korb gelegt werden. Typisch ist sein Jodoform - Geruch, der besonders an der Stielbasis wahrgenommen werden kann.

Freude auch beim Pilzsucher - Nachwuchs über einen essbaren Sandpilz und einen ebenfalls schmackhaften Orangeroten Graustiel - Täubling.

Freude auch beim Pilzsucher - Nachwuchs über einen essbaren Sandpilz und einen ebenfalls schmackhaften Orangeroten Graustiel - Täubling.

Hände weg vom Kahlen Krempling (Paxillus involutus). Roh ist er giftig, gut erhitzt kann er seltene, aber heftige allergische Reaktionen auslösen. Ungeachtet dessen, hat er in Hungerzeiten vielen Menschen einen guten Dienst geleistet und ihnen den knurrenden Magen gefüllt.

Hände weg vom Kahlen Krempling (Paxillus involutus). Roh ist er giftig, gut erhitzt kann er seltene, aber heftige allergische Reaktionen auslösen. Ungeachtet dessen, hat er in Hungerzeiten vielen Menschen einen guten Dienst erwiesen und ihnen den knurrenden Magen gefüllt.

Bitter schmeckt der Rotbraune Flämmling (Gymnopilus picreus), den wir an Fichtenholz finden können.

Bitter schmeckt der Rotbraune Flämmling (Gymnopilus picreus), den wir an Fichtenholz finden können.

Moosreiche Kiefern- und Fichtenforste sind immer gute Adressen für Pilzsammler.

Moosreiche Kiefern- und Fichtenforste sind immer gute Adressen für Pilzsammler.

Nur unter Kiefern wächst der Sand - Röhrling (Sulillus variegatus). Obwohl zu den Schmierröhrlingen gehörig, ist seine Hutoberhaut nicht schmierig. Sie wirkt feinkörnig, wie mit Sand bestreut. Die Röhrenmündungen sind olivgrünlichbraun und das gelbe Fleisch blaut, was bei den übrigen Schmierröhrlingen auch nicht zu beobachten ist. Essbar.

Nur unter Kiefern wächst der Sand - Röhrling (Suillus variegatus). Obwohl zu den Schmierröhrlingen gehörig, ist seine Hutoberhaut nie schmierig. Sie wirkt feinkörnig, wie mit Sand bestreut. Die Röhrenmündungen sind olivgrünlichbraun und das gelbe Fleisch blaut, was bei den übrigen Schmierröhrlingen nicht zu beobachten ist. Essbar.

Weiter führt uns der Weg durch die sandigen Heidewälder.

Weiter führt uns der Weg durch die sandigen Heidewälder.

Hier ist der vielerorts schon selten gewordene Reifpilz (Rozites caperatus) noch häufig zu finden. Ein sehr schmackhafter Speisepilz, der aber schädliche Schwermetale anreichern kann.

Hier ist der vielerorts schon selten gewordene Reifpilz (Rozites caperatus) noch häufig zu finden. Ein sehr schmackhafter Speisepilz, der aber schädliche Schwermetale anreichern kann.

Eine besondere Freude ist es eine Krause Glucke (Sparassis crispa) am Fuße einer alten Kiefer zu entdecken. Der sehr würzige Speisepilz muss allerdings oft aufwändig gesäubert werden.

Eine besondere Freude ist es, eine Krause Glucke (Sparassis crispa) am Fuße einer alten Kiefer zu entdecken. Der sehr würzige Speisepilz muss allerdings oft aufwändig gesäubert werden.

Unter Fichten und Birken wächst der weißmilchende Olivgrüne Milchling (Lactarius turpis). Früher wurde er auch Mordschwamm genannt, obwohl er sicher noch nie jemanden getötet hat, den er ist nicht giftig, schmeckt aber ekelhaft terpentinartig!

Unter Fichten und Birken wächst der weißmilchende Olivgrüne Milchling (Lactarius turpis). Früher wurde er auch Mordschwamm genannt, obwohl er sicher noch nie jemanden getötet hat, denn er ist nicht giftig, schmeckt aber ekelhaft terpentinartig!

Knallroter Hut, weißer, oft rötlich überlaufener Stiel und milder, allenfalls leicht schärflicher Geschmack kennzeichen den essbaren Apfel - Täubling (Russula paludosa) Er wächst gerne mit Maronen zusammen im Kiefern - Hochwald.

Knallroter Hut, weißer, oft rötlich überlaufener Stiel und milder, allenfalls leicht schärflicher Geschmack, kennzeichen den essbaren Apfel - Täubling (Russula paludosa) Er wächst gerne mit Maronen zusammen im Kiefern - Hochwald.

Zum Vergleich: links eine ungenießbarer Gallen - Röhrling (Tylopilus felleus) und rechts ein Steinpilz (Boletus edulis).

Zum Vergleich: links ein ungenießbarer Gallen - Röhrling (Tylopilus felleus) und rechts ein Steinpilz (Boletus edulis).

Unverkennbar ist der leuchtend schwefelgelbe Feuer - Schüppling (Pholiota flammans). Wir finden den kleinen Schüppling an stark vermorschtem Fichtenholz. Ungenießbar.

Unverkennbar ist der leuchtend schwefelgelbe Feuer - Schüppling (Pholiota flammans). Wir finden den kleinen Schüppling an stark vermorschtem Fichtenholz. Ungenießbar.

Der Butterpilz (Suillus luteus) ist besonders unter Jungkiefern oder an Waldwegen anzutreffen. Kiefern sind aber Bedingung für sein erscheien. Er ist die Typusart der Schmierröhrlinge. Essbar, aber mitunter unverträglich.

Der Butterpilz (Suillus luteus) ist besonders unter Jungkiefern oder an Waldwegen anzutreffen. Kiefern sind aber Bedingung für sein erscheinen. Er ist die Typusart der Schmierröhrlinge. Essbar, aber mitunter unverträglich.

Unter Birken und Fichten ist der essbare Grasgrüne Täubling (Russula aeruginea) zu hause. Tödliche Grüne Knollenblätterpilze sind nicht spröde und brüchig, haben an der Stielbasis eine bescheidete Knolle und eine hängende Manschette am Stiel.

Unter Birken und Fichten ist der essbare Grasgrüne Täubling (Russula aeruginea) zu hause. Tödliche Grüne Knollenblätterpilze sind nicht spröde und brüchig, haben an der Stielbasis eine bescheidete Knolle und eine hängende Manschette am Stiel.

Noch fast embryonale Kupferrote Gelbfüße (Chroogomphus rutilus). Der strenge Kiefernbegleiter ist kaum verwechselbar, schmeckt gut und gibt der Speise zusätzlich noch einen interessanten Farbaspekt.

Noch fast embryonale Kupferrote Gelbfüße (Chroogomphus rutilus). Der strenge Kiefernbegleiter ist kaum verwechselbar, schmeckt gut und gibt der Speise zusätzlich noch einen interessanten Farbaspekt.

Nach dem Klaus die erste Glucke fand, war Jonas ganz besonders stolz die zweite Henne gefunden zu haben. Fette Henne ist eine weitere, volkstümliche Bezeichnung für diesen leckeren Speisepilz.

Nach dem Klaus die erste Glucke fand, war Jonas ganz besonders stolz, die zweite Henne gefunden zu haben. Fette Henne ist eine weitere, volkstümliche Bezeichnung für diesen leckeren Speisepilz.

Die Ziegenlippe gehört zu den Filzröhrlingen. Ihr hut ist niemals rissig und der Stiel nie rötlich. Die weiten, eckigen Poren sind besonders jung leuchtend gelb. Ihr bräunlichgelber Stiel kann mitunter langmaschig genetzt sein und ist oft sehr fest. Essbar.

Die Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus) gehört zu den Filzröhrlingen. Ihr Hut ist niemals rissig und der Stiel nie rötlich. Die weiten, eckigen Poren sind besonders jung leuchtend gelb. Ihr bräunlichgelber Stiel kann mitunter langmaschig genetzt sein und ist oft sehr fest. Essbar.

Als saprophytisch lebende Art bevorzugt der essbare Safran - Schirmpilz (Macrolepiota rhacodes) Fichtennadelstreu. Der weiße bis graue Stiel ist ungenattert und sein Fleisch rötet bei Verletzung.

Als saprophytisch lebende Art bevorzugt der essbare Safran - Schirmpilz (Chlorophyllum rhacodes) Fichtennadelstreu. Der weiße bis graue Stiel ist ungenattert und sein Fleisch rötet bei Verletzung.

Hier nochmal drei Apfel - Täublinge (Russula paludosa). Von fast weißstielig gibt es auch Kollektionen mit stark rötlich überlaufenen Stielen. Aber Vorsicht, im Kiefernwals gibt es ähnliche Täublinge mit rötlich oder violettlich überlaufenen Stielen die sehr scharf schmecken und daher ungenießbar sind!

Hier nochmal drei Apfel - Täublinge (Russula paludosa). Von fast weißstielig gibt es auch Kollektionen mit stark rötlich überlaufenen Stielen. Aber Vorsicht, im Kiefernwald sind ähnliche Täublinge mit rötlich oder violettlich überlaufenen Stielen zuhause, die sehr scharf schmecken können und daher ungenießbar sind!

Schließlich schloss sich der Kreis unserer Wanderung und wir nutzten den überdachten Pavilion der Waldschule zu einem kleinen Picknick in gemütlicher Runde.

Schließlich schloss sich der Kreis unserer Wanderung und wir nutzten den überdachten Pavillion der Waldschule zu einem kleinen Picknick in gemütlicher Runde.

Für den einen oder anderen Pilzfreund war das Abendbrot gesichert.

Für den einen oder anderen Pilzfreund war das Abendbrot gesichert.

Direkt unter den Sitzbänken des Pavillions wuchsen diese Wald - Champignons (Agaricus silvaticus), ein guter Speisepilz, dessen Fleisch im Schnitt rötet.

Direkt unter den Sitzbänken des Pavillions wuchsen diese Wald - Champignons (Agaricus silvaticus), ein guter Speisepilz, dessen Fleisch im Schnitt rötet.

Unser Gruppenfoto zum Abschluß. Leider waren einige schon aufgebrochen, so dass die ursprüngliche Gruppe noch etwas größer war.

Unser Gruppenfoto zum Abschluß. Leider waren einige schon aufgebrochen, so dass die ursprüngliche Gruppe noch etwas größer war.

Wann und wo findet die nächste Wanderung statt? – Siehe unter Termine!

06. August 2016 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Wir wanderten durch den Wald zwischen Demen und Buerbeck

Die Autotür aufgemacht begrüßten unseren Pilzfreund Peter Kofahl gleich die ersten Pfifferlinge. Bevor alle sich begrüßen konnte, hatte er bereits eine Handvoll dieser gesuchten Speiepilze im Korb. Sie sollten uns auf der gesamten Walderung begleiten.

Die Autotür aufgemacht, begrüßten unseren Pilzfreund Peter Kofahl gleich die ersten Pfifferlinge (Cantharellus cibarius). Bevor alle sich begrüßen konnten, hatte er bereits eine Handvoll dieser gesuchten Speiepilze im Korb. Sie sollten uns auf der gesamten Wanderung begleiten.

Zu einer weiteren Pilzwanderung, organisiert vom mykologischen Informationszentrum Steinpilz – Wismar, wurde am Sonnabend, dem 06. August 2016, ganz herzlich eingeladen. Treff war um 08.00 Uhr auf dem schmalen Parkplatz am ZOB, in der Wismarer Wasserstraße, Ecke Kopenhagener Straße. Heute ging es in die Wälder zwischen Demen und Buerbeck, im Landkreis Ludwigslust – Parchim. Gegen 09.00 Uhr trafen wir in Demen ein. Pilzfreunde aus dem Umland, die an unserer Wanderung teilnehmen wollten hatten sich zu dieser Zeit am Ortsausgang Demen, in Richtung Beuerbeck, am Waldrand postiert (Abzweig nach Barnin). Mit dabei auch wieder Bützows Pilzberater Klaus Warning. Von hier aus starteten wir durch ein sandiges Nadel- und Laubwaldgebiet mit einer ansich abwechslungsreichen Pilzflora, wovon heute allerdings nicht viel zu merken war. Artenarmut kennzeichneten die Lehrwanderung. An klassischen Speisepilzen waren nur Pfifferlinge in überschaubaren Mengen vertreten. Die Tour dauerte bis gegen 13.00 Uhr. Es hätte auch keine Minute länger dauern dürfen, denn genau als wir die Autos erreichten, öffnete eine Gewitterfront ihre Schleusen. Hier einige Bilder:

Zur Einstimmung und zum Vorstellen brachte uns Klaus Warning einen Röhrling mit, den viele als Marone eingesammelt hätten. Tatsächlich achte man auf die gelbliche Netzzeichnung auf dem Stiel, die jeder Marone fehlt. Es handelt sich um einen Anhängsel - Röhrling (Boletus appediculatus) aus dem besseren Buchenwald, also eine Art, die wir hier vergebliche suchen würden. Essbar.

Zur Einstimmung und zum Vorstellen brachte uns Klaus Warning einen Röhrling mit, den viele als Marone eingesammelt hätten. Tatsächlich achte man auf die gelbliche Netzzeichnung auf dem Stiel, die jeder Marone fremd ist. Es handelt sich um einen Anhängsel - Röhrling (Boletus appediculatus) aus dem besseren Buchenwald, also eine Art, die wir hier vergeblich suchen würden. Essbar.

Dann ging es aber los.

Dann ging es aber los.

Und wurde auch zugleich fündig.

Und wir wurden auch zugleich fündig.

Dieser Eierbovist, der gerne grasige. offenere Stellen besiedelt, sah von außen noch weiß und frisch aus. Beim Druck platzte aber die Eierschale auf und im inneren war der Reifeprozeß schon voll im gange. Essbar sind sie nur, wenn sie noch Druckfest und auch im inneren weiß sind.

Dieser Eierbovist (Bovista nigrescens), der gerne grasige. offenere Stellen besiedelt, sah von außen noch weiß und frisch aus. Beim Druck platzte aber die "Eierschale" auf und im inneren war der Reifeprozeß schon voll im gange. Essbar sind sie nur, wenn sie noch Druckfest und auch im inneren weiß sind.

Neben Düngerlinge wuchsem auf der Rasenfläche auch diese Halbkugeligen Ackerlinge (Agrocybe semiorbicularis). Für Speisezwecke ohne Bedeutung.

Neben Düngerlingen wuchsen auf der Rasenfläche auch diese Halbkugeligen Ackerlinge (Agrocybe semiorbicularis). Für Speisezwecke ohne Bedeutung.

Unmittelbar am Waldrand fanden wir zwei Arten, die sich auf den ersten Blick sehr ähneln. Der Nelkenschwindling (Marasmius oreades), links, mit den dicklichen, entfernt stehenden Lamellen und etwas gebuckeltem Hut und rechts ein Waldfreund - Rübling (Collybia dryophila) mit dicht stehenden Lamellenm und ungebuckeltem Hut. Ersterer ist ein sehr guter Speisepilz, den Rübling kann man essen.

Unmittelbar am Waldrand fanden wir zwei Arten, die sich auf den ersten Blick sehr ähneln. Der Nelkenschwindling (Marasmius oreades), links, mit den dicklichen, entfernt stehenden Lamellen und etwas gebuckeltem Hut und rechts ein Waldfreund - Rübling (Collybia dryophila) mit dicht stehenden Lamellen und ungebuckeltem Hut. Ersterer ist ein sehr guter Speisepilz, den Rübling kann man essen.

Weiter fügr und der Weg durch Kiefernwald, der heutzutage an dieser Stelle recht verkrautetist, In meiner Jungend war es hier moosiger und es gab Pfifferlinge, heute war an dieser Stelle diesbezüglich aber nichts mehr zu machen.

Weiter führt uns der Weg durch Kiefernwald, der heutzutage an dieser Stelle recht verkrautet ist. In meiner Jungend war es hier moosiger und es gab Pfifferlinge, heute war hier diesbezüglich aber nichts mehr zu machen.

Imposant und beeindruckend und für manchen Pilzsammler auch für Speisezwecke attraktiv stellen sich die an Nadelholzstümpfen wachsenden Samtfuß - Kremplinge (Paxillus subtomentosus) da. Tatsächlich sind sie zwar essbar, sollen aber muffig schmecken und zu dem saugen sie sich bei feuchtem Wetter reichlich mit Wasser voll. Das Kochwasser soll sich violettlich färben.

Imposant und beeindruckend und für manchen Pilzsammler auch für Speisezwecke attraktiv, stellen sich die an Nadelholzstümpfen wachsenden Samtfuß - Kremplinge (Paxillus atrotomentosus) dar. Tatsächlich sind sie zwar essbar, sollen aber muffig schmecken und zu dem saugen sie sich bei feuchtem Wetter reichlich mit Wasser voll. Das Kochwasser verfärbt violettlich.

Grünblättrige Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare) an einem Nadelholz - Stubben. Hier können wir ab Oktober wieder die leckeren Graublättrigen Schwefelköpfe erwarten.

Giftige Grünblättrige Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare) an einem Nadelholz - Stubben. Hier können wir ab Oktober wieder die leckeren Graublättrigen Schwefelköpfe erwarten.

Perlpilze (Amanita rubescens) zählen im Sommer oft zu unseren häufigsten Speisepilzen in Laub- und Nadelwäldern. Heute waren wir froh, das wir überhaupt ein Exemplar zum vorstellen fanden.

Perlpilze (Amanita rubescens) zählen im Sommer oft zu unseren häufigsten Speisepilzen in Laub- und Nadelwäldern. Heute waren wir froh, das wir überhaupt ein Exemplar zum vorstellen fanden.

Der Blaugraue Täubling (Russula parazurea) ist ein häufiger Eichenbegleiter. Er schmeckt mild und kann der Nutzung als Speisepilz zugeführt werden.

Der Blaugraue Täubling (Russula parazurea) ist ein häufiger Eichenbegleiter. Er schmeckt mild und kann der Nutzung als Speisepilz zugeführt werden.

Der Purpurfilzige Holzritterling (Tricholomopsis rutilans) ist besonders in der Jugend einer der hübschesten heimischen Großpilze. Hier ist er schon etwas betagter und sein Purpurfilz ist schon etwas verblichen. Zwar essbar, aber muss nicht sein, da auch muffig im Geschmack.

Der Purpurfilzige Holzritterling (Tricholomopsis rutilans) ist besonders in der Jugend einer der hübschesten heimischen Großpilze. Hier ist er schon etwas betagter und sein Purpurfilz ist schon etwas verblichen. Zwar essbar, aber muss nicht sein, da muffig im Geschmack.

Stichpunkt muffig, hier sehen wir ein Drilling ganz junger Samtfuß - Kremplinge (Paxillus atrotomentosus).

Stichpunkt muffig, hier sehen wir ein Drilling ganz junger Samtfuß - Kremplinge (Paxillus atrotomentosus).

Der Fuchsige Scheidenstreifling (Amanita fulva) ist zwar recht dünnfleischig und brüchig, kann aber durchaus einem Mischpilzgericht zugeführt werden.

Der Fuchsige Scheidenstreifling (Amanita fulva) ist zwar recht dünnfleischig und brüchig, kann aber durchaus einem Mischpilzgericht zugeführt werden.

Und immer wieder neue Fundstücke, die der Beratung bedürfen. Hier sind es Hexeneier von Stinkmorcheln und ein Rehbrauener Dachpilz.

Und immer wieder neue Fundstücke, die der Beratung bedürfen. Hier sind es Hexeneier von Stinkmorcheln und ein Rehbrauner Dachpilz.

Ein kleines Päuschen. Foto: Irena Dombrowa.

Ein kleines Päuschen. Foto: Irena Dombrowa.

So gleich geht es weiter durch eines unserer Filet - Stückchen. Hier holen Irena, Jonas und ich gerne Pfifferlinge, Rotkappen und Steinpilze. Auch Zigeuner sind hier im Herbst vertreten. Sehr sandiger Eichen/Birkenwald.

So gleich geht es weiter durch eines unserer Filettstückchen. Hier holen Irena, Jonas und ich gerne Pfifferlinge, Rotkappen und Steinpilze. Auch Zigeuner sind im Herbst vertreten. Sehr sandiger Eichen/Birkenwald.

Zumindest in punkt Pfifferlinge (Cantharellus cibarius) hat es heute geklappt.

Zumindest in punkto Pfifferlinge (Cantharellus cibarius) hat es heute geklappt.

Natürlich dürfen hier die nach Blattwanzen duftenden Eichen - Milchlinge (Lactarius quietus) nicht fehlen. In Mischung verwendbar.

Natürlich dürfen hier die nach Blattwanzen duftenden Eichen - Milchlinge (Lactarius quietus) nicht fehlen. In Mischung verwendbar.

Eine frische Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus) mit ihren weiten, goldgelben Röhren und dem schlanken, hellbräunlichen Stiel ohne Rottöne. Essbar.

Eine frische Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus) mit ihren weiten, goldgelben Röhren und dem schlanken, hellbräunlichen Stiel ohne Rottöne. Essbar.

In diesem Sommer gibt es sie wieder reichlich in unseren sandigen Laubwäldern, meist unter Buchen. Die Rotschuppigen Rauhköpfe (Cortinarius bolaris). Geftverdächtig.

In diesem Sommer gibt es sie wieder reichlich in unseren sandigen Laubwäldern, meist unter Buchen. Die Rotschuppigen Rauhköpfe (Cortinarius bolaris). Giftverdächtig.

Eine schöne Mischpilzmahlzeit für unsere treue Pilzfreundin Erika Wittenhagen.

Eine schöne Mischpilzmahlzeit für unsere treue Pilzfreundin Erika Wittenhagen.

Auf Holzresten finden wir den kleinen Flockigen Trompetenschnitzling (Tubaria conspersa). Er wäre praktisch essbar, aber unergiebig und leicht zu verwechseln mit ähnlichen, kleinen Bätterpilzen.

Auf Holzresten finden wir den kleinen Flockigen Trompetenschnitzling (Tubaria conspersa). Er wäre praktisch essbar, aber unergiebig und leicht zu verwechseln mit ähnlichen, kleinen Bätterpilzen. Die Hutoberfläche ist charakteristisch mit weißen Velumresten behangen.

Unser Erinnerungsfoto enstand heute nicht zum Schluß, sondern mittig der Wanderung. 06.August 2016.

Unser Erinnerungsfoto entstand heute nicht zum Schluß, sondern mittig der Wanderung. 06.August 2016.

Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

23. Juli 2016 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Sie führte durch die Demener Räumde

Der gemeine Pfifferling (Cantharellus cibarius) ist in den weitläüfigen Wäldern der Ortschaft Demen ein weit verbreiteter und häufiger Speisepilz.

Der gemeine Pfifferling (Cantharellus cibarius) ist in den weitläufigen Wäldern um die Ortschaft Demen herum ein weit verbreiteter und häufiger Speisepilz. Bei trockenheißem Sommerwetter hielten sich die Funde der Eierschwämme heute allerdings sehr in Grenzen.

Eine öffentliche Pilzwanderung stand am Sonnabend, dem 23. Juli 2016, wieder auf dem Programm. Sie startete wie gewohnt von der Hansestadt Wismar aus. Treff war um 08.00 Uhr auf dem schmalen Parkplatz am ZOB, in der Wasserstraße, Ecke Kopenhagener Straße. Von hier aus fuhren wir nach kurzer Begrüßung mit den vorhandenen Fahrzeugen zunächst in Richtung Brüel. Dann weiter auf der B 104 in Richtung Schwerin und bogen in den Abzweig Golchen ein. Hier gimg es weiter über Schönlage, Jülchendorf, Venzkow bis nach Demen. Pilzfreunde aus der Region erwarteten uns gegen 09.00 Uhr am ehemaligen Wohnkomplex (Plattenbauten) des Militärstandortes Demen um sich uns anzuschließen. Wir wanderten eine Runde durch die sogenannte Demener Räumde. Sandige Laub-, aber überwiegend Nadelwaldstandorte. Hier gibt es die klassischen Speisepilze wie Pfifferlinge, Maronen, Steinpilze, Butterpilze, Krause Glucken u. s. w. mitunter noch reichlich. In meinen Kindheitserinnerungen sehe ich Teppiche von gelben Eierschwämmen vor mir und riesige Apfel – Täublinge, mit denen ich Fußball spielen durfte, weil sie als Giftpilze galten. Es hat Spaß gemacht! Heute betrachte ich das ganze natürlich mit  anderen Augen. Die großen, roten Apfeltäublinge sind kleiner geworden und werden geachtet, nicht nur, weil sie ungiftig und gute Speisepilze sind. Auch die gelben Teppiche sind zusammengeschrumpft, aber es gibt sie  noch, gerade auch im Hochsommer. Voraussetzung ist allerdings ein möglichst verregneter Sommer. Dieser Umstand war leider nur ansatzweise erfüllt. Inzwischen war es heiß und sonnig in trockener Luft geworden, was dem Pilzwachstum nicht sonderlich zuträglich ist. Die 22 Teilnehmer konnten dennoch einiges finden und kennen lernern, so dass es durchaus eine interessante und lehrreiche Wanderung wurde. Hier ein kleiner Bericht in Form einiger Bilder mit Erläuterungen:

Der Startschuss ist gefallen.

Der Startschuss ist gefallen.

Kaum im Wald, schon die ersten Pilze. Nur unter Euchen wächst der Eichen - Milchling (Lactarius quietus). Der bräunliche Milchling zeigt auf dem Hut oft eine ringartige Zonnierung, die weiße Milch schmeckt nicht scharf und der Geruch ist nach Blattwanzen. Er darf im Mischgericht Verwendung finden.

Kaum im Wald, schon die ersten Pilze. Nur unter Euchen wächst der Eichen - Milchling (Lactarius quietus). Der bräunliche Milchling zeigt auf dem Hut oft eine etwas dunklere Zonierung, die weiße Milch schmeckt nicht scharf und er riecht nach Blattwanzen. Verwendung im Mischgericht.

Einen ähnlichen, aber etwas schmächtigeren, braunen Milchling finden wir oft in großen Mengen unter Birken und Fichten, der Flatter - Milchling. Er ist meist schmächtiger, die weiße Milch schmeckt ebenfalls mild, so dass auch er als Mischpilz gesammelt werden kann.

Einen ähnlichen, aber etwas schmächtigeren, braunen Milchling, finden wir oft in großen Mengen unter Birken und Fichten, den Flatter - Milchling (Lactarius tabidus). Er ist ungezont und die weiße Milch schmeckt ebenfalls mild, so dass auch dieser Milchling als Mischpilz gesammelt werden kann.

Diese giftigen Dickschaligen Kartoffel - Boviste (Scleroderma citrinum) sind noch sehr jung. Die hier noch sahneweißliche Innenmasse verfärbt sich aber rasch violettschwärzlich. Gut ist die namensgebende, dicke Schale aber auch so schon zu erkennen.

Noch sehr junge und giftige Dickschaligen Kartoffel - Boviste (Scleroderma citrinum). Die hier noch sahneweißliche Innenmasse verfärbt sich aber rasch violettschwärzlich. Gut ist die namensgebende, dicke Schale zu erkennen.

Die zukünftige Stinkmorchel (Phallus impudicus) noch als Innenleben eines sogenannten Hexeneis). In diesem Stadium noch essbar und von einigen Kennern sehr geschätzt!

Die zukünftige Stinkmorchel (Phallus impudicus) noch als Innenleben eines sogenannten Hexeneis. In diesem Stadium essbar und von einigen Kennern sehr geschätzt!

Und weiter geht es durch den lichtdurchfluteten Sommerwald.

Und weiter geht es durch den lichtdurchfluteten Sommerwald.

Freude über diesen schönen Riesenschirmpilz (Macrolepiota procera). Es sollte nicht der einzige bleiben.

Freude über diesen schönen Riesenschirmpilz (Macrolepiota procera). Es sollte nicht der einzige bleiben.

Stellvertretend auch für andere Pilze des sonnigen Waldrandes soll dieser Parasol (Macrolepiota procera) das trockene Sommerwetter verdeutlichen. Die Pilze vertrocknen sehr schnell. Gut ist der dicke, doppelrandige Ring zu sehen, der nur leicht am Stiel angeheftet ist und bei vorsichtiger Lösung am Stiel verschiebbar ist.

Stellvertretend auch für andere Pilze des sonnigen Waldrandes soll dieser Parasol (Macrolepiota procera) das trockene Sommerwetter verdeutlichen. Die Pilze vertrocknen am Standort. Gut ist der dicke, doppelrandige Ring zu sehen, der nur leicht am Stiel angeheftet ist und bei vorsichtiger Lösung verschiebbar ist.

Wie dieser Versuch bestätigte.

Wie dieser Versuch bestätigte.

Ausschließlich unter Kiefern auf zumindest leicht kalkhaltigem Sandboden finden wir den unverwechselbaren Kupferroten Gelbfuß (Chroogomphus rutilus). Kreisefförmiger Hut bräunliche, sichelförmig am Stiel herablaufende Lamellen und kupferfarbenes Fleisch, dass sich beim Schmoren schön violett verfärbt, kennzeichnen ihn sehr gut, diesen guten Speisepilz.

Ausschließlich unter Kiefern auf zumindest leicht kalkhaltigem Sandboden finden wir den unverwechselbaren Kupferroten Gelbfuß (Chroogomphus rutilus). Kreiselfförmiger Hut, bräunliche, sichelförmig am Stiel herablaufende Lamellen und kupferfarbenes Fleisch, dass sich beim Schmoren schön violett verfärbt, kennzeichnen ihn gut, diesen schmackhaften Speisepilz.

Dieser reife Weiße Anis - Champignon (Agaricus arvensis) hat sich selber bestäubt. Die dunklen Sporen lagerterten sich in seinem windschwachen Versteck zwischen üppgen Gräsern auf dem Hut ab.

Dieser reife Weiße Anis - Champignon (Agaricus arvensis) hat sich selber bestäubt. Die dunklen Sporen lagerterten sich in seinem windgeschützten Versteck zwischen üppgen Gräsern auf dem Hut ab.

Ein Gedicht von jungen Riesenschirmpilzen.

Ein Gedicht von jungen Riesenschirmpilzen.

Kurioses auf dem Hut dieses Eichen - Milchlings (Lactarius quietus). Offensichtlich sollten in frühester Entwicklung zwei Fruchtkörper wachsen. Einer wuchs schneller und nahm den Winzling huckepack. Die Ausbildung eines Stieles war nicht mehr erforderlich, Lammellen wurden aber trotzdem ausgebildet.

Kurioses auf dem Hut dieses Eichen - Milchlings (Lactarius quietus). Offensichtlich sollten in frühester Entwicklungsphase zwei Fruchtkörper entstehen. Einer wuchs schneller und nahm den anderen huckepack. Die Ausbildung eines Stieles war nicht mehr erforderlich, Lamellen wurden, auch wenn in dieser Position auch wenig effektiv, trotzdem gebildet.

Diese Zeitgenossen sollten lieber nicht in der Speise landen, es sei denn, man liebt es deftig. Gallen - Röhrling (Tylopilus felleus) - ungenießbar, da galle bitter!

Diese Zeitgenossen sollten lieber nicht in der Speise landen, es sei denn, man liebt es deftig. Gallen - Röhrling (Tylopilus felleus) - ungenießbar, da galle bitter!

Gegen den Maronen - Röhrling (Xerocomus badius) ist natürlich nichts einzuwenden.

Gegen den Maronen - Röhrling (Xerocomus badius) ist natürlich nichts einzuwenden.

Der Breitblättrige Rübling (Megacollybia platyphylla) gehört zu den Freiblättlern.

Der Breitblättrige Rübling (Megacollybia platyphylla) gehört zu den Freiblättlern.

Scheidenstreiflinge sind recht gute Speisepilze. Hier sehen wir den Grauen Scheidenstreifling (Amanita vaginata) und den viel häufigeren Fuchsigbraunen Scheidenstreifling (Amanita fulva).

Scheidenstreiflinge sind recht gute Speisepilze. Hier sehen wir den Grauen Scheidenstreifling (Amanita vaginata) und den viel häufigeren Fuchsigbraunen Scheidenstreifling (Amanita fulva).

Drei typische Täublingsarten aus dem sandigen Kiefernwald: die beiden oberen sind Zedernholz - Täublinge (Russula badia) mit extrem scharfem Geschmack und komplett ungenießbar. Der violette ist ein essbarer Buckel - Täubling (Russula caerulea) und der untere ein Blutroter Täubling (Russula sanguinea). Letzterer liebt es etwas kalkhaltiger, daher gern längst der Wege oder Waldstraßen.

Drei typische Täublingsarten aus dem sandigen Kiefernwald: die beiden oberen sind Zedernholz - Täublinge (Russula badia) mit extrem scharfem Geschmack und daher komplett ungenießbar. Der violette ist ein essbarer Buckel - Täubling (Russula caerulea) und der untere ein Blutroter Täubling (Russula sanguinea). Letzterer liebt es etwas kalkhaltiger, daher gern längst der Wege oder Waldstraßen. Sehr scharfer Geschmack = ungenießbar.

Hier noch einmal der Blutrote Täubling (Russula sanguinea). Neben den wund - bis blutroten Farben auf Hut und Stiel, sind auch die bogenförmigen Lamellen ein gutes Kennzeichen, dass nur selten bei Täublingen vorkommt.

Hier noch einmal der Blutrote Täubling (Russula sanguinea). Neben den wund - bis blutroten Farben auf Hut und Stiel, sind auch die bogenförmigen Lamellen ein gutes Kennzeichen, dass ansonsten nur selten bei Täublingen vorkommt.

Ein stimmungsfoto von Schuppigen Sägeblättlingen (Lentinus lepideus). Sie wuchsen wie zum präsentieren mitten auf einem Kiefernstubben. Ungenießbar.

Ein Stimmungsfoto von Schuppigen Sägeblättlingen (Lentinus lepideus). Sie wuchsen wie zur Präsentation mitten auf einem Kiefernstubben. Ungenießbar.

Die selben Pilze liegend - einfach eine Augenweide!

Die selben Pilze liegend - einfach eine Augenweide!

Die für mich interessantesten Pilze waren diese Schleierlinge, die in Richtung Hautkopf oder gar Rauhkopf gehen. Möglich wäre beispielsweise der Goldgelbe Rauhkopf (Cortinarius gentilis). Hier würde auch das Biotop passen - sandiger, moosiger, saurer Nadelwald. Die Pilze sind auf jedenfall giftverdächtig bis tödlich giftig!

Die für mich interessantesten Pilze waren diese Schleierlinge, die in Richtung Hautkopf oder gar Rauhkopf gehen. Möglich wäre beispielsweise der Goldgelbe Rauhkopf (Cortinarius gentilis). Hier würde auch das Biotop passen - sandiger, moosiger, saurer Nadelwald. Die Pilze sind auf jedenfall giftverdächtig, eventuell sogar tödlich giftig!

Unser Abschlußfoto. Leider wollten nicht alle mit rauf, wir waren insgesamt 22 Pilz- und Wanderfreunde. 23. Juli 2016.

Unser Abschlußfoto: Leider wollten nicht alle mit rauf, wir waren insgesamt 22 Pilz- und Wanderfreunde. Als 2. von rechts sehen wir unsere dienstälteste Pilzfreundin Helga Köster, sie feierte heute Geburtstag und hat von mir ein Glückspilz - Kissen bekommen, worauf sie sich gerne nach anstrengender Wanderung ausruhen und Kraft für die nächste Tour schöpfen darf. 23. Juli 2016.

Wann startet die nächste Wanderung? – Siehe unter Termine!

17. Juli 2016 – Vereins- und Kartierungsexkursion

Vereins – und Kartierungsexkursion

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Sie führte durch den Hütter Wohld bei Bad Doberan

Der Hütter Wohld, südlich der Münsterstadt Bad Doberan stand heute auf dem Plan einer Vereins- und Kartierungsexkursion.

Der Hütter Wohld, südlich der Münsterstadt Bad Doberan, stand heute auf dem Plan einer Vereins- und Kartierungsexkursion.

Am Sonntag, dem 17. Juli 2016, um 08.00 Uhr, war für die Pilzfreunde innerhalb der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. und interessierte Gäste wieder eine Vereinsexkursion angesagt. Wir trafen uns dazu auf dem schmalen Parkplatz gegenüber dem Zeughaus, in der Wismarer Ulmenstraße. Nach kurzer Begrüßung starteten wir von hier aus auf der B 105 in Richtung Bad Doberan. Pilzfreunde aus dem dortigen Umland, die sich uns anschließen wollten, haben wir auf dem Parkplatz in Bahnhofsnähe, unmittelbar neben der großen Ampelkreuzung, abgeholt. Ziel war der Hütter Wohld südlich von Bad Doberan. Ausgangspunkt: die Ortschaft Althof. Hier erwartete uns außerdem noch Bützows Pilzberater Klaus Warning. Es handelt sich überwiegend um imposante Buchenbestände, aber auch Fichtenforste. Der Hütter Wohld ist eine Perle unserer anspruchsvolleren Pilzreviere. Hier kommt also nicht nur der gemeine Kochtopfsammler auf seine Kosten, sondern auch der tiefer gehend interessierte Hobby – Mykologe. Überhaupt ist die waldreiche und hügelige Umgebung von Bad Doberan besonders reizvoll. Ein Hauch von Mittelgebirge. Wir wollten heute aber nicht nur die schöne Landschaft bewundern, sondern in erster Linie unsere bereits vorhandenen Fundlisten der Großpilze aus dieser Region ergänzen. Das eine oder andere war zumindest für meine Kartei heute neu. Hier ein kleiner Rückblick:

Ankunft in Althof.

Ankunft in Althof.

Der Wegweiser wies uns die Richtung.

Der Wegweiser wies uns die Richtung.

Vorbei an der schicken Kapelle Althof.

Vorbei an der schicken Kapelle Althof.

Da staunten sogar die Ziegen und Schafe nicht schlecht, denn wir hatten heute sogar unseren Ziegenpeter mit dabei. Ziegenpeter ist der Spitzname einer unserer Pilzfreunde.

Da staunten sogar die Ziegen und Schafe nicht schlecht, denn wir hatten heute unseren Ziegenpeter mit dabei. Ziegenpeter ist der Spitzname einer unserer Pilzfreunde.

Der Hohlweg zum Hütter Wohld.

Der Hohlweg zum Hütter Wohld.

Hier wuchsen büschelweise diese Glimmer - Tintlinge (Coprinus comatus). Ganz jung zwar essvbar, aber nicht sonderlich empfehlenswert, da in Verbindung mit Alkohol giftig!

Hier wuchsen büschelweise diese Glimmer - Tintlinge (Coprinus micaceus). Ganz jung zwar essbar, aber nicht sonderlich empfehlenswert, da in Verbindung mit Alkohol giftig!

Auch mit feinen, glimmerigen Schüppchen bedeckt, aber wesentlich kleiner und wie angesät wuchsen die Gesäten Tintlinge (Coprinus disseminatus). Ohne Speisewert.

Auch mit feinen, glimmerigen Schüppchen bedeckt, aber wesentlich kleiner und in Rasen wie angesät wuchsen diese Gesäten Tintlinge (Coprinus disseminatus). Ohne Speisewert.

Bevor wir endgültig in das Dickicht des Waldes eintauchten noch schnell ein Blick in die offenere Landschaft.

Bevor wir endgültig in das Dickicht des Waldes eintauchten noch schnell ein Blick in die offenere Landschaft.

Kaum das wir den Waldrand mit seinen mächtigen Altbuchen erreicht haben, gab er uns in Form dieses Täublings gleich eine Ahnung von seiner Qualtät. Der Rotstieligen Leder - Täubling (Russula olivacea) finden wir nähmlich nur in unseren besseren Laubwäldern. Hervorragender und ergiebiger Speisepilz.

Kaum das wir den Waldrand mit seinen mächtigen Altbuchen erreicht hatten, gab er uns in Form dieses Täublings gleich einen Hinweis auf seine Qualität. Den Rotstieligen Leder - Täubling (Russula olivacea) finden wir nähmlich in unseren besseren Laubwäldern. Hervorragender und ergiebiger Speisepilz.

Der Rosa - Täubling (Russula rosea) ist ebenfalls typisch für solche Sommerwälder. Essbar, aber minderwertig.

Der Rosa - Täubling (Russula rosea) ist ebenfalls typisch für solche Sommerwälder. Essbar, aber minderwertig.

Der filigrane Geweihförmige Schleimpilz (Ceratiomyxa fructiculosa) gehört nicht zu den echten Pilzen. Schleimpilze bilden den Übergang vom Pilz- in das Tierreich.

Der filigrane Geweihförmige Schleimpilz (Ceratiomyxa fructiculosa) gehört nicht zu den echten Pilzen. Schleimpilze (Pilztiere) bilden den Übergang vom Pilz- zum Tierreich.

Ein weiterer Vertreter der Myxomyceten (Schleimpilze) wäre dieser häufige und auffällige Himbeerrote Schleimpilz Tubifera ferruginosa).

Ein weiterer Vertreter der Myxomyceten (Schleimpilze) wäre dieser häufige und auffällige Himbeerrote Schleimpilz (Tubifera ferruginosa).

Zu den Schlauchpilze (Ascomyceten) gehören diese großen Becherlinge, möglicherweise Buchenwald - Becherlinge, aber um sicher zu gehen, müßte hier das Mikroskop befragt werden.

Zu den Schlauchpilzen (Ascomyceten) gehören diese großen Becherlinge, möglicherweise Buchenwald - Becherlinge, aber um sicher zu gehen, müßte hier das Mikroskop befragt werden.

An morschem Fichteholz fanden wir die Purpurschneidigen Blut - Helmlinge (Mycea sanguinolenta). Sie sondern dunkelblutroten Milchsaft ab und die Lamellen sind an der Schneide purpur gefärbt.

An morschem Fichtenholz fanden wir diese Purpurschneidigen Blut - Helmlinge (Mycena sanguinolenta). Sie sondern dunkelblutroten Milchsaft ab und die Lamellen sind an der Schneide purpurot gefärbt.

Diese großen, grauen Tintlinge wuchsen am Wegesrand. Ich denke, es dürfte sich um den Langsporigen Falten - Tintling (Coprinus acuminatus) handeln. Eine mikropische Untersuchung könnte Aufschluß lieferrn.s

Diese großen, grauen Tintlinge wuchsen am Waldweg. Ich denke, es dürfte sich um den Schmalsporigen Falten - Tintling (Coprinus acuminatus) handeln. Er ist dem häufigeren Grauen - Falten - Tintling sehr ähnlich, dieser wäre jedoch meist gedrungener. Eine mikropische Untersuchung könnte Aufschluß geben. Diese wurde dankenswerterweise über Klaus Warning von Margitta Schönfeld vorgenommen. Ihr ausführlicher Mikroskopie - Bericht bestätigte unsere Vermutung.

Am Fuße alter Nadelbäume, in diesem Fall Fichte, wächst der große und auffällige Kiefern - Braunporling (Phaeolus schweintzii). Zunächst leuchtend gelb, verfärbt er sich in der weiteren Entwicklung zunehmend dunkelbraun. Beim Wachstum kann er Fremdkörper umwachsen und mit einschließen. Ungenießbar.

Am Fuße alter Nadelbäume, in diesem Falle Fichte, wächst der große und auffällige Kiefern - Braunporling (Phaeolus schweintzii). Zunächst leuchtend gelb, verfärbt er sich in der weiteren Entwicklung zunehmend dunkelbraun. Beim Wachstum kann er Fremdkörper umwachsen und mit einschließen. Ungenießbar.

Der Süßliche Milchling (Lactarius subdulcis) ist ein Massenpilz in unseren Buchenwäldern, insbesondere im Herbst. Die weiße Milch schmeckt mild und er kann deshalb als Mischpilz Verwendung finden. Bei der Bestimmung dieser brauenen, mittelgroßen Milchlinge ist die Baumart wichtig, unter denen sie gefunden werden. Dieser wächst nur unter Buchen.

Der Süßliche Milchling (Lactarius subdulcis) ist ein Massenpilz in unseren Buchenwäldern, insbesondere im Herbst. Die weiße Milch schmeckt mild und er kann deshalb als Mischpilz Verwendung finden. Bei der Bestimmung dieser braunen, mittelgroßen Milchlinge, ist die Baumart wichtig, unter denen sie gefunden werden. Dieser wächst nur unter Buchen.

Ab April, besonders aber im Herbst ist der Langstielige Knoblauch - Schwindling (Marasmius alliaceus) eine Charakterart unserer basenreichen Buchenwäldern. Auch wenn er im Vergleich zum echten Küchenschwindling minderwertig erscheint, können nach unseren Erfahrungen einige Hüte dieses Pilzes einer herzhaften Waldpilzsuppe nicht schaden und einen interessanten Geschmacks - Akzent verleihen.

Ab April, besonders aber im Herbst, ist der Langstielige Knoblauch - Schwindling (Marasmius alliaceus) eine Charakterart unserer basenreichen Buchenwälder. Auch wenn er im Vergleich zum echten Küchenschwindling minderwertig erscheint, können nach unseren Erfahrungen einige Hüte dieses Pilzes einer herzhaften Waldpilzsuppe nicht schaden und einen interessanten Geschmacks - Akzent verleihen.

Der leicht kenntliche Schwarzgezähnelte Helmling (Mycena pelianthina) gehört in die Gruppe der Reittich - Helmlinge und wird daher als schwach giftig eingestuft.

Der leicht kenntliche Schwarzgezähnelte Helmling (Mycena pelianthina) gehört in die Gruppe der Reittich - Helmlinge und wird daher als schwach giftig eingestuft.

Ein junger Safran - Schirmpilz (Macrolepiota rhacodes). Typisch ist die safranfarbene Verfärbung im Schnitt und bei Berührung und Verletzung. Guter Speisepilz.

Ein junger Safran - Schirmpilz (Macrolepiota rhacodes). Typisch ist die safranrötliche Verfärbung im Schnitt und bei Berührung sowie Verletzung. Guter Speisepilz.

Besonders am Rande des Hütter Wohldes findet wir imposante Altbuchen und Eichen. Der ausgehagerte Waldboden kann eine sehr interessante Pilzflora hervorbringen. Heute waren vor allem Täublinge, einige Pfifferlinge, Stein- und Sommersteinpilze vertreten.

Besonders am Rande des Hütter Wohldes findet wir imposante Altbuchen und Eichen. Der ausgehagerte Waldboden kann eine sehr interessante Pilzflora hervorbringen. Heute waren vor allem Täublinge, einige Pfifferlinge, Stein- und Sommersteinpilze vertreten.

Aber auch dieser junge Langstielige Schleimfuß (Cortinarius elatior). Aufgrund des bläulich schleimigen Stiels könnte er leicht für einen Blaustiel - Schleimfuß gehalten werden. Dieser kommt aber im sauren Fichtenwald vor. Beide sind essbar.

Aber auch dieser junge Langstielige Schleimfuß (Cortinarius elatior). Aufgrund des bläulich schleimigen Stiels könnte er leicht für einen Blaustiel - Schleimfuß gehalten werden. Dieser kommt aber im sauren Fichtenwald vor. Beide wären essbar.

Auch dieser mastige Heringstäubling gehört in ein solches Biotop. Es handelt sich um den Buchen - Heringstäubling (Russula faginea). Die Gruppe der Heringstäublinge sind gut durch den fischartigen Geruch und das Bräunen des Fleisches zu erkennen. Die Artabgrenzung gestaltet sich jedoch schwierig. Da sie mild schmecken, sind sie essbar und sogar gute Speisepilze. Der Fischgeruch verliert sich bei der Zubereitung.

Auch dieser mastige Heringstäubling gehört in ein solches Biotop. Es handelt sich um den Buchen - Heringstäubling (Russula faginea). Die Gruppe der Heringstäublinge sind gut am fischartigen Geruch und das Bräunen des Fleisches zu erkennen. Die Artabgrenzung unter ihnen gestaltet sich jedoch oft schwierig. Da sie mild schmecken, sind sie essbar und sogar gute Speisepilze. Der Fischgeruch verliert sich bei der Zubereitung.

Natürlich auch eine gute Adresse für Flockenstielige Hexen - Röhrlinge (Boletus luridiformis), einer unserer wertvollsten Speisepilze.

Natürlich auch eine gute Adresse für Flockenstielige Hexen - Röhrlinge (Boletus luridiformis), einer unserer wertvollsten Speisepilze.

Der blasse Laubwald - Pfifferling (Cantharellus pallidus) ist ein besonders heller Riesenpififferling in guten Buchenwäldern.

Der blasse Laubwald - Pfifferling (Cantharellus pallidus) ist ein besonders heller, großer und fleischiger Riesenpfifferling in guten Buchenwäldern.

Die Laubwald - Form des Fichten - Steinpilzes (Boletus edulis). Sie schoben hier heute ganz jung aus dem hageren Waldboden.

Die Laubwald - Form des Fichten - Steinpilzes (Boletus edulis). Sie schoben heute ganz jung aus dem hageren Waldboden.

Das ist schon eine kleine, delikate Mahlzeit, die sicherlich heute Abend den Exkursionstag ausklingen lassen wird.

Das ist schon eine kleine, delikate Mahlzeit, die sicherlich heute Abend den Exkursionstag ausklingen lassen wird.

Unser Erinnerungsfoto am 17.07.2016 im Hütter Wohld.

Unser Erinnerungsfoto am 17.07.2016 im Hütter Wohld.

Wann starten wir zu unserer nächsten Vereinsexkursion? – Siehe unter Termine!.

12. Juli 2016 – Treffen der Pilzfreunde

Treffen der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Pilzbestimmungen mit Hilfe von chemischen Farbreaktionen

Hier sehen wir deutliche Farbreaktionen beim Rotstieligen Leder Täubling. Mit Phenol schön Heidelbeerfarbig und mit FeSO4 orangegelb.

Hier sehen wir deutliche Farbreaktionen beim Rotstieligen Leder Täubling. Mit Phenol schön Heidelbeerfarbig und mit Eisen(II)-Sulfat orangegelb.

Am Dienstag, dem 12. Juli 2016, waren die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. wieder zu 18.00 Uhr in den „Steinpilz“, ABC Straße 21, sehr herzlich eingeladen. Den heutigen Themenabend widmeten wir der Bestimmung von Frischpilzen anhand chemischer Farbreaktionen. Ganz besonders bei der richtigen Zuordnung von Täublingen und Milchlingen kann dieser Test sehr hilfreich sein. Dazu standen einige wichtige Chemikalien zur Verfügung. Ich organisierte am Vormittag Täublinge im Wismarer Seeblickpark und Pilzfreund Jochen war im Wald unterwegs und hatte ebenfalls noch interessante Milchlinge und Täublinge mitgebracht. Dazu konnten wir auch eine Mitarbeiterin des NDR in unserer Mitte begrüßen. Ein kleiner Beitrag wird am Freitag zwischen 16.00 – 19.00 Uhr auf NDR 1 – Radio MV ausgestrahlt.

Jochen holt seine zu bestimmenden Schätze aus dem Korb und Ulrich mustert sie schon mal mit kritischem Blick.

Jochen holt seine zu bestimmenden Schätze aus dem Korb und Ulrich mustert sie schon mal mit kritischem Blick.

Bei einem seiner mitgebrachten Täblinge kamen wir auf den Ziegelroten Täubling. Ein chemischer Test mit Eisen (II) Sulfat bestetigte unsere Vermutung durch eine fleischroa - Farbreaktion.

Bei einem seiner mitgebrachten Täublinge kamen wir auf den Ziegelroten Täubling (Russula velenovskyi). Ein chemischer Test mit Eisen (II) Sulfat bestätigte unsere Vermutung durch eine fleischroa - Farbreaktion.

Der Gemeine Weißtäubling (Russula delica) reagiert mit Guajak sehr rasch satt grün.

Der Gemeine Weißtäubling (Russula delica) reagiert mit Guajak sehr rasch satt grün.

Gegen 20.00 Uhr endete unsere Zusammenkunft.

Wann treffen sich die Pilzfreunde wieder? – Siehe unter Termine!

09. Juli 2016 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Sie führte zum Boitiner Steintanz

Die Sage vom Boitiner Steintanz.

Die Sage vom Boitiner Steintanz.

Zu einer hochsommerlichen Pilzwanderung ludt das pilzkundliche Informationszentrum Steinpilz – Wismar am Sonnabend, dem 09. Juli 2016, ein. Treff war um 08.00 Uhr auf dem schmalen Parkplatz am ZOB, in der Wismarer Wasserstraße, Ecke Kopenhagener Straße. Nach kurzer Begrüßung und Festlegung der Fahrtroute starteten wir von hier aus zum Zielgebiet. Wir fuhren zunächst bis Sternberg und dann weiter in Richtung Güstrow und bogen im Verlauf in Richtung Bützow ab bis zur Ortschaft Tarnow. Von hier aus weiter in Richtung Boitin. Kurz hinter Tarnow geht es dann in Richtung Schießplatz und weiter bis zum Waldrand. Hier erwartete uns Pilzberater Klaus Warnow und zwei Pilzfreunde aus dem nahen Rosenow. Der Boitiner Steintanz ist eine bronze- oder jungsteinzeitliche Kultstätte und zählt zu den bedeutensten Großstein- oder Megalithbauwerken Mecklenburg – Vorpommerns. Er befindet sich im Staatsforst Tarnow, eines der größten zusammenhängenden Buchenwälder unseres Bundeslandes. Insofern vieleicht nicht nur für Pilzfreunde einen Besuch wert. Unser Hauptaugenmerk galt allerdings der Pilzflora dieses Gebietes. Diese war heute leider, trotz ergiebiger Niederschläge in der letzten Zeit außerordentlich düftig. Für eine nennenswerte Pilzmahlzeit hat es für niemanden gereicht, aber die Möglichkeit, etwas zum dazu zulernen, war auf jedenfall gegeben. Auch als wir im Jahr 2011 schon einmal hier unterwegs waren, gab es trotz des vielen Regens im damaligen Sommer, nur wenig Frischpilze, obwohl der wunderbare Wald eigentlich eine Fundgrube sein sollte und zu gewisser Zeit auch ist. Hier ein kleiner, bebilderter Rückblick:

Zunächst stellte uns Klaus Warning die vom ihm aufbereiteten Schiefen Schillerporlinge (Inonotus obliquus) vor, die unter der Bezeichnung Chaga aus Gesundheistee sehr beliebt sind.

Zunächst stellte uns Klaus Warning die vom ihm aufbereiteten Schiefen Schillerporlinge (Inonotus obliquus) vor, die unter der Bezeichnung Chaga als Gesundheitstee sehr beliebt sind.

Gleich zu Beginn an einem toten Buchenast viele Dezimeter lange, resupinate Überzüge eines Feuerschwamms, vermutlich des Rostbraunen Feuerschwamms (Phellinus ferruginosus)..)..

Gleich zu Beginn an einem toten Buchenast viele Dezimeter lange, resupinate Überzüge eines Feuerschwamms, vermutlich des Rostbraunen Feuerschwamms (Phellinus ferruginosus).

Auf den feuchten, dünnen Buchenzweigen zahlreiche dieser Winzlinge mit einer Hutspannweite von etwa 1 cm. Die Hüte sehen aus wie geöffnete Fallschirme. Die dicklichen Lamellen erreichen nicht den Stiel, sondern sind durch einen Ring von ihm getrennt, ein sogenanntes Kolar. Ohne Spesewert.

Auf den feuchten, dünnen Buchenzweigen zahlreiche dieser Winzlinge mit einer Hutspannweite von etwa 1 cm. Die Hüte sehen aus wie geöffnete Fallschirme. Die dicklichen Lamellen erreichen den Stiel nicht, sondern sind durch einen Ring von ihm getrennt, ein sogenanntes Kollar. Es handelt sich um Halsband - Schwindlinge (Marasmius rotula). Ohne Spesewert.

Ebenfalls zahlreich auf dünnen Ästchen von Laub- und Nadelholz wächst eine nah verwandte Art, der Ästchen - Schwindling (Marasmiellus ramealis). Die Hüte sind nicht gewellt wie bei obigem. Ebenfalls ohne Speisewert.

Ebenfalls zahlreich auf dünnen Ästchen von Laub- und Nadelholz wächst eine nah verwandte Art, der Ästchen - Schwindling (Marasmiellus ramealis). Die Hüte sind nicht gewellt wie bei obigem und gleichfalls ohne Speisewert.

Die Lamellen erreichen hier den Stiel und dieser ist auffallend weißlich beflockt.

Die Lamellen erreichen hier den Stiel und dieser ist auffallend weißlich beflockt.

Der Staatsforst Tarnow ist eines der größten zusammenhängenden Rotbuchenwälder Mecklenburg - Vorpommerns.

Der Staatsforst Tarnow ist eines der größten zusammenhängenden Rotbuchenwälder Mecklenburg - Vorpommerns.

Der Nachteil des feuchten Sommerwetters. Die Schnecken schlagen erbarmungslos zu. Diese frischen Stockschwämmchen wollte keiner mehr mitnehmen. Unzählige Schnecken taten sich an ihnen gütlich und die Pilze sowie die weitere Umgebung waren vollkommen überzogen mit ihrem Schleim.

Der Nachteil des feuchten Sommerwetters. Die Schnecken schlagen erbarmungslos zu. Diese frischen Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis) wollte keiner mehr mitnehmen. Unzählige Schnecken taten sich an ihnen gütlich und die Pilze sowie die weitere Umgebung waren vollkommen überzogen von ihrem Schleim.

Dachziegelige Konsolen des Rotbraunen Borstenscheiblings (Hymenochaete rubiginosa) an einem alten Eichen - Stubben.

Dachziegelige Konsolen des Rotbraunen Borstenscheiblings (Hymenochaete rubiginosa) an einem alten Eichen - Stubben.

Der Dickschalige Kartoffel - Hartbovist (Scleroderma citrinum) wird frühzeitig im Inneren violettschwarz. Mit dem schwach giftigen Pilz sollen schon wertvolle Trüffeln gefälscht worden sein.

Der Dickschalige Kartoffel - Hartbovist (Scleroderma citrinum) wird frühzeitig im Inneren violettschwarz. Mit dem schwach giftigen Pilz sollen schon wertvolle Trüffeln gefälscht worden sein.

Der Wiesen - Staubbecher (Vacsellum pratense) gehört zu den jung essbaren Bauchpilzen. Die kopfigen Fruchtkörper sind sahneweißlich bis gelblich gefärbt und mehlig bereift. Gerne in Trockenrasen, gasige Wegränder und Triften.

Der Wiesen - Staubbecher (Vacsellum pratense) gehört zu den jung essbaren Bauchpilzen. Die kopfigen Fruchtkörper sind sahneweißlich bis gelblich gefärbt und mehlig bereift. Gerne in Trockenrasen, gasige Wegränder und Triften.

An Röhrlingen gab es heute nur ganz vereinzelte, aber frische Rotfüßchen (Xerocomus chrysenteron.

An Röhrlingen gab es heute nur ganz vereinzelte, aber frische Rotfüßchen (Xerocomus chrysenteron.

Klaus Warning (links) stellt das Innenleben eines Hexeneis der Stinkmorchel vor mit entsprechenden Erläuterungen zu möglichen Nebenwirkungen nach reichlichem Genuss.

Klaus Warning (links) stellt das Innenleben eines Hexeneis der Stinkmorchel (Phallus impudicus) vor, mit entsprechenden Erläuterungen zu möglichen amourösen Nebenwirkungen nach reichlichem Genuss.

Gut geschützt sehen wir hier den porösen Fruchtkörper der späteren Stinkmorchel. Von der zähen Aussenhaut befreit, stellt dieser in diesem Stadium für manche Feinschmecker scharf gebraten eine Delikatesse dar!

Gut geschützt im inneren sehen wir hier die poröse Fruchtkörperanlage der späteren Stinkmorchel (Phallus impudicus). Von der zähen Aussenhaut befreit, stellt diese im Jungstadium für manche Feinschmecker scharf gebraten eine Delikatesse dar!

Vereinzelt im alten Falllaub einige Waldfreund - Rüblinge (Collybia dryophila). Essbar.

Vereinzelt im alten Falllaub einige Waldfreund - Rüblinge (Collybia dryophila). Essbar.

Der Weißstielige Leder - Täubling (Russulla romellii) gehört zu den Ockersporern und zu den besten Speisepilzen unter den Täublingen.

Der Weißstielige Leder - Täubling (Russulla romellii) gehört zu den Ockersporern und zu den besten Speisepilzen unter den Täublingen.

Ganauso wie der Rotstielige Leder - Täubling (Russula olivacea).

Ganauso wie der Rotstielige Leder - Täubling (Russula olivacea).

Zwei auf den ersten Blick ähnliche Pilzarten am Rande eines angrenzenden Maisfeldes.. Links ein Zwerg - Champignon und rechts ein Krönchen - Träuschling (Stropharia coronilla). Beide essbar.

Zwei auf den ersten Blick ähnliche Pilzarten am Rande eines angrenzenden Maisfeldes. Links ein Zwerg - Champignon und rechts ein Krönchen - Träuschling (Stropharia coronilla). Beide essbar.

Bei dem Champignon dürfte es sich um den Ockerfarbenen Zwerg - Champigon (Agaricus lutosus) handeln. Die Pilze dufteten stark anisartig.

Bei dem Champignon dürfte es sich um den Ockerfarbenen Zwerg - Champignon (Agaricus lutosus) handeln. Die Pilze dufteten stark anisartig und sind selbstverständlich essbar.

Der idyllische Priestersee.

Ein idyllischer Waldsee.

Mit der Weißen Seerose Nymphaea alba. Die schöne Pflanze ist leider giftig!

Mit der Weißen Seerose (Nymphaea alba). Die schöne Pflanze ist leider giftig!

Der Kerbrandige Trichterling (Clitocybe costata) ist ein typischer Wegrandpilz unserer Wälder. Viel häufiger säumt aber noch der sehr ähnliche Gelbbräunliche Trichterling die Wege. Beide sind essbar aber nur von Kennern zu sammeln, die die Gattung eine Reihe teils ziemlich giftiger Arten enthält.

Der Kerbrandige Trichterling (Clitocybe costata) ist ein typischer Wegrandpilz unserer Wälder. Viel häufiger säumt aber der sehr ähnliche Gelbbräunliche Trichterling die Wege. Beide sind essbar, aber nur von Kennern zu sammeln, da die Gattung eine Reihe teils ziemlich giftiger Arten enthält.

Der sehr schmackhafte Fleischrote Speisetäubling (Russula vesca) ist durch seine Färbung, der vertieften Hutmitte und durch die wenige Milimeter zurück gezogene Huthaut sowie an dem milden, nussigen Geschmack gut zu erkennen.

Der sehr schmackhafte Fleischrote Speisetäubling (Russula vesca) ist durch seine Färbung, der vertieften Hutmitte und durch die wenige Milimeter vom Rand zurück gezogene Huthaut sowie an dem milden, nussigen Geschmack gut zu erkennen.

Am Boitiner Steintanz angelangt.

Am Boitiner Steintanz angelangt.

Eine alte, germanische Kultstätte.

Eine alte, germanische Kultstätte.

Unser Erinnerungsfoto am Boitiner Steintanz. Es war zwar sehr wünschenswert, was uns heute in punkto Frischpilze geboten wurde, aber dennoch war es eine recht interessante Wanderung, nicht zuletzt auch wegen der alten, germanischen Kultstätte, dem Boitiner Steintanz. 09. Juli 2016.

Unser Erinnerungsfoto am Boitiner Steintanz. Es war zwar sehr wünschenswert, was uns heute in punkto Frischpilze geboten wurde, aber dennoch war es eine recht interessante Wanderung, nicht zuletzt auch wegen der alten, germanischen Kultstätte, dem Boitiner Steintanz. 09. Juli 2016.

Wann gehen wir wieder in die Pilze? – Siehe unter Termine!

25. Juni 2016 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzwanderung

Sie führte durch das Eichholz bei Crivitz

Das Eichholz bei Crivitz, ein überwiegend mit Eichen und Buchen bestandenes Waldgebiet auf sandigen Böden war heute Ziel einer Pilzwanderung.

Das Eichholz bei Crivitz, ein überwiegend mit Eichen und Buchen bestandenes Waldgebiet auf sandigen Böden, war heute Ziel einer Pilzwanderung.

Am Sonnabend, dem 25. Juni 2016, brachen wir von Wismar aus wieder zu einer geführten Pilzwanderung auf. Treff war um 08.00 Uhr auf dem schmalen Parkplatz am ZOB, in der Wasser Straße, Ecke Kopenhagener Straße. Nach kurzer Begrüßung starteten wir von hier aus nach Crivitz. Weitere Pilzfreunde aus Hamburg und Bargteheide sowie Schwerin erwarteten uns auf dem Parkplatz am Netto – Markt in Crivitz, Eichholzer Straße. Wir fuhren sogleich weiter zum nahen Wald und suchten uns eine geeignete Parkmöglichkeit, um anschließend zu einem Rundkurs durch das Eichholz aufzubrechen. Zu dieser Jahreszeit konnten wir hier u. a. mit Täublingen, Rüblingen, ersten Pfifferlingen und auch einigen Röhrlingen aus dem Verwandtschaftskreis des Steinpilzes rechnen. Bei Täublingen und Rüblingen wurden wir fündig, Steinpilze waren schon wieder verschwunden und Pfifferlinge noch nicht vertreten. Wir wanderten hier einen Rundkurs, so dass keine Fahrzeuge umgesetzt werden brauchten. Die Tour dauerte bis zum frühen Nachmittag. Hier einige Eindrücke:

Hier sieht man an der Stielbasis die für den Breitblättrigen Großrübling (Megacollybia platyphylla so typischen Mycelstränge, die im Waldboden weitläufig vernetzt sind und zu ihren Nahrungsquellen führen, altes Holz und Baumwurzeln.mit Baumwurzeln

Hier sieht man an der Stielbasis die für den Breitblättrigen Großrübling (Megacollybia platyphylla) so typischen Myzelstränge, die im Waldboden weitläufig vernetzt sind und zu ihren Nahrungsquellen, altes Holz und Baumwurzeln, führen.

Ein mächtiger, alter Buchenstubben war überzogen mit den Konsolen des Angebrannten Rauchporlings (Bjerkandera adusta). Typisch ist die rauchgraue bis schwärzlichen Porenschicht auf der Unterseite, die wie angebrannt wirkt.

Ein mächtiger, alter Buchenstubben war überzogen mit den Konsolen des Angebrannten Rauchporlings (Bjerkandera adusta). Typisch ist die rauchgraue bis schwärzliche Porenschicht auf der Unterseite, die wie angebrannt wirkt.

Am selben Stubben einige Kupferrote Lackporlinge (Ganoderma pfeiferi). Da die Art ziemlich selten an alten Rotbuchen, meist in Waldrandnähe vorkommt, der beste Fund unserer heutigen Wanderung!

Am selben Stubben einige Kupferrote Lackporlinge (Ganoderma pfeifferi). Da die Art ziemlich selten an alten Rotbuchen, meist in Waldrandnähe vorkommt, der beste Fund unserer heutigen Wanderung!

Ungleich häufiger finden wir an Laubholz die Fruchtkörper des Flachen Lackporlings (Ganoderma lipsiense). Hier mit weißer Zuwachszone.

Ungleich häufiger finden wir an Laubholz die Fruchtkörper des Flachen Lackporlings (Ganoderma lipsiense). Hier mit weißer Zuwachszone.

Hier sehen wir den schmalsporigen Falten - Tintling (Coprinus acuminatus). Er ähnelt sehr dem überaus häufigen Grauen Falten - Tintling, besitz aber eine andere Sporenform und auch nicht den ausgeprägten Knoten im unteren Stielbereich. Kein Speisepilz.

Hier sehen wir den Schmalsporigen Falten - Tintling (Coprinus acuminatus). Er ähnelt sehr dem überaus häufigen Grauen Falten - Tintling. Er besitz aber eine andere Sporenform und der sogenannte Knoten im unteren Stielbereich fehlt ihm. Kein Speisepilz.

Stellenweise gab es eine ganze Menge Fleischrote Speise - Täublinge (Russula vesca). Da sie aber ausgezeichnet nussig schmecken, wissen dieses offensichtlich auch die Schnecken. Sie lassen den Pilzen momentan kaum eine Chance.

Stellenweise gab es eine ganze Menge Fleischroter Speise - Täublinge (Russula vesca). Da sie ausgezeichnet nussig schmecken, wissen dieses offensichtlich auch die Schnecken. Sie lassen den Pilzen momentan kaum eine Chance, sich zu entalten.

Blick durchs Geäst des Waldes auf die offene, dampfig schwüle Umgebung von Crivitz.

Blick durch`s Geäst des Waldes auf die offene, dampfig schwüle Umgebung von Crivitz.

Ein weiterer Blick in die Landschaft zeigr die Crivitzer Backsteinkirche.

Ein weiterer Blick in die Landschaft zeigt die Crivitzer Stadtkirche der evangelisch - lutherischen Kirchgemeinde.

Fototermin mit einer Dreiergruppe Sklerotienporlinge.

Fototermin mit einer Dreiergruppe Sklerotienporlinge.

Zerfließende Gallerttränen (Dacrymyces stillatus) an einem alten Buchenast.

Zerfließende Gallerttränen (Dacrymyces stillatus) an einem alten Buchenast.

Junger Perlpilz (Amanita rubescens) mit Sonnenbrand auf dem Hutscheitel.

Junger Perlpilz (Amanita rubescens) mit Sonnenbrand auf dem Hutscheitel.

Der Spaltblättling (Schizophyllum comune) besitzt, wie der Name schon andeutet, Lamelle, die er je nach Witterung aufspalten oder schließen kann. Wir finden ihn an besonders trockenen, sonnigen Stelle an Laubholz, meist von Buche.

Der Spaltblättling (Schizophyllum comune) besitzt, wie der Name schon andeutet, Lamellen, die er je nach Witterung aufspalten oder schließen kann. Wir finden ihn an besonders trockenen, sonnigen Stellen an Laubholz, meist von Buche. Diese Eigenschaft ist ein spezieller Schutzmechanismus vor zu starker Austrocknung.

Kleine Verschnaufpause mit Blick in die Landschaft am Waldesrand.

Kleine Verschnaufpause mit Blick in die Landschaft am Waldesrand.

Wir blicken von hier aus über das Getreidefeld hinweg auf die Otschaft Barnin, dem gleichnamigen See und die ausgedehnten Wälder der Umgebung.

Wir blicken von hier aus über das Getreidefeld hinweg auf die Ortschaft Barnin, dem gleichnamigen See und die ausgedehnten Wälder der Umgebung.

Ein breitblättriger Rübling (Megacollybia platyphylla) mit sehr dekorativer Trockenschädigung. Er ist permanent dem Wind ausgesetzt, die Außenhaut verhärtet, bildet ein Korsett, der Pilz kann sich nicht wie gewohnt srtecken und es entstehen Riße auf der Huthaut.

Ein Breitblättriger Großrübling (Megacollybia platyphylla) mit sehr dekorativer Trockenschädigung. Er ist permanent dem Wind des Waldrandes ausgesetzt, die Außenhaut verhärtet und bildet ein Korsett. Der Pilz kann sich nicht wie gewohnt strecken und es entstehen Riße und Spalten.

Und das ist der Waldrand dazu. Ein ideales Gebiet für Steinpilz und Co., aber heute war diesbezüglich nichts zu machen bis auf ein mumifiziertes Exemplar vom letzten Schub.

Und das ist der Waldrand dazu. Ein ideales Gebiet für Steinpilz und Co., aber heute war diesbezüglich nichts zu machen, bis auf ein mumifiziertes Exemplar vom letzten Schub.

Zum Schluß noch ein schöner Farbtupfen auf einem alten Eichen - Stubben. Ein leuchtend orange gefärbter Schwefelporling (Laetiporus sulphureus) der aber schon sehr verhärtet war und daher als Speisepilz nicht mehr zu verwenden war.

Zum Schluß noch ein schöner Farbtupfen auf einem alten Eichen - Stubben. Ein leuchtend orange gefärbter Schwefelporling (Laetiporus sulphureus), der aber schon sehr verhärtet und daher als Speisepilz nicht mehr zu verwenden war.

Unser Erinnerungsfoto im Eichholz am 25. Juni 2016.

Unser Erinnerungsfoto im Eichholz am 25. Juni 2016.

Wann findet die nächste Pilzwanderung statt? – Siehe unter Termine!

18. Juni 2016 – Draisinetour der Pilzfreunde

Draisinenausflug bei Karow

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Das war doch mal etwas anderes. Die Wismarer Pilzfreunde sind Happy, es geht per Schiene und Muskelfraft hinaus in die Sommerfrische! Foto: Ulrich Klein.

Das war doch mal etwas anderes. Die Wismarer Pilzfreunde sind Happy, es geht per Schiene und Muskelkraft hinaus in die Sommerfrische! Foto: Ulrich Klein.

Am Sonnabend, dem 18. Juni 2016, waren die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e. V.  zu einer Draisinen – Tour durch die Nossentiner/Schwintzer Heide eingeladen. Treff war um 09.00 Uhr auf dem schmalen Parkplatz am Zeughaus, in der Ulmen Straße in Wismar. Von hier aus fuhren wir eine etwas größere Strecke in Richtung Karow. In Sternberg gesellten sich noch Irena und Jonas dazu. An der Damerower Kaserne ist der Ausgangspunkt zu Draisinentouren. Hier erwarteten uns noch Pilzfreunde aus Hagebök und Bargteheide. Wir nahmen das Angebot einer Mittagsausfahrt war. Gestartet wurde gegen 11.20 Uhr und und wir hatten bis 15.00 Uhr Zeit. Um 13.00 Uhr war auf der Strecke, die eigentlich bis Borkow führt, wenden angesagt. Teilsweise führen die Gleise durch ein umfangreiches Waldgebiet, wo wir auch einige Sommersteinpilze sahen, die aber leider schon überständig waren und wer wollte konnte nebenher frische Walderdbeeren naschen. An einer geeigneten Stelle machten wir Rast mit Kräuterbutterstullen, Keksen, Kaffee und Tee, serviert von unserer guten Seele Irena. Wir nutzten zwei E- und eine Normaldraisine. Der Spaß war allerdings nicht ganz billig. Eine Normaldraisine für 2 – 4 Leute kostet 35.00 €. Bei einer E – Draisine sind 15.00 € Aufschlag zu zahlen. Für Vereinsmitglieder kam die Vereinskasse auf. Gegen 14.30 Uhr haben wir die Fahrzeuge wieder am Ausgangspunkt eingeparkt. Ich Denke, es war eine schöne Idee und hoffe, es hat allen sehr viel Spaß gemacht! Hier noch einige Bilder:

Ankunft auf dem Parkplatz.

Ankunft auf dem Parkplatz.

Wie es sich gehört, begrüßten uns hier auch gleich einige Pilze: Waldfreund - Rüblinge und ein Fuchsiger Scheidenstreißling, beide essbar.

Wie es sich gehört, begrüßten uns hier auch gleich einige Pilze: Waldfreund - Rüblinge und ein Fuchsiger Scheidenstreifling, beide essbar.

Goldmistpilze, die füllen nicht einmal den hohlen Zahn!

Goldmistpilze, die füllen nicht einmal den hohlen Zahn!

Aber heute satnden ausnahmsweise nicht die Pilze sondern diese Schienfahrzeuge im Mittelpunkt unseres Interesses.

Aber heute standen ausnahmsweise nicht die Pilze, sondern diese Schienenfahrzeuge im Mittelpunkt unseres Interesses.

Einweisung und Belehrung an den Fahrzeugen.

Einweisung und Belehrung an den Fahrzeugen.

Und dann ging auch schon die Post ab.

Und dann ging auch schon die Post ab.

Ganz schön anstrengend, aber bitte sachte, ein alter Mann ist kein D - Zug!

Ganz schön anstrengend, aber bitte sachte, ein nicht mehr ganz so junger Mann ist kein D - Zug!

Mesch, haben wir einen Zacken drauf, schnell noch die Mütze festhalten!

Mensch, haben wir einen Zacken drauf, schnell noch die Mütze festhalten!

Nach gut 7 Km haben wir uns eine Pause verdient.

Nach gut 7 Km ist eine Pause angezeigt.

Unsere Verfolger haben nun freie Bahn und wir wünschen gute Fahrt!

Unsere Verfolger haben nun freie Bahn und wir wünschen gute Fahrt in Richtung Goldberg.

Rustikale Sitzgelegen heiten finden sich immer wieder entlang der Strecke. Die Draisine wird kurzerhand vom Gleis gehoben.

Rustikale Sitzgelegenheiten finden sich immer wieder entlang der Strecke. Die Draisine wird kurzerhand vom Gleis gehoben.

Bei der Gelegenheit gleich ein wenig Kräuterkunde von Irena.

Bei der Gelegenheit gleich ein wenig Kräuterkunde.

Angelika und Wilhelm Boniakowski lauschen den Erläuterungen zu den verschieden Kräutern durch Irena Dombrowa.

Angelika und Wilhelm Boniakowski lauschen den Erläuterungen zu den verschieden Kräutern durch Irena Dombrowa.

Und schon geht es weiter.

Und schon geht`s weiter.

Irena und Jürgen genießen es sichtlich, durch die Sommerfrische Kutschiert zu werden.

Irena und Jürgen genießen es sichtlich, durch die Sommerfrische Kutschiert zu werden.

Ein Gefühl von Freiheit, fast wie im wilden Westen! Jürgen aus Bargteheide.

Ein Gefühl von Freiheit, fast wie im wilden Westen! Jürgen aus Bargteheide.

Wir haben unseren Wendepunkt erreicht.

Wir haben unseren Wendepunkt erreicht.

Wunderschön anzusehen, aber ein Trauerspiel. Die Miniermotte treibt bereits wieder ihr Unwesen mit den weiß blühenden Roßkastanien!

Wunderschön anzusehen, aber ein Trauerspiel! Die Miniermotte treibt bereits wieder ihr Unwesen mit den weiß blühenden Roßkastanien!

Auf gehts, die Retourkutsche srtet durch. Während es sich die Frauen gut gehen lassen, sind den Männern die Strapatzen im Gesicht geschrieben, aber nur für den kurzen Moment!

Auf gehts, die Retourekutsche startet durch. Während es sich die Frauen gut gehen lassen, sind den Männern die Strapatzen in`s Gesicht geschrieben, aber nur für einen kurzen Moment!

Oder sind`s die dunklen Wolken, die die Minen verfinstern!

Oder sind`s die dunklen Wolken, die ihnen die Minen verfinstern!

Der Blick geht natürlich immer mal zur Seite in den Wald, aber außer Walderdbeeren und einigen alten Sommersteinpilzen gab`s kaum etwas.n

Der Blick geht natürlich immer mal zur Seite in den Wald, aber außer Walderdbeeren und einigen alten Sommersteinpilzen gab`s kaum etwas.

Und das war´s auch schon. Eine wunderschöne Draisinen - Tour geht zu Ende und das Wetter hat auch durchgehalten!

Und das war´s auch schon. Eine wunderschöne Draisinen - Tour geht zu Ende und das Wetter hat auch durchgehalten!

Und zum Abschluß nochmal kurz bei Kaffee und Kuchen verschnaufen.

Zum Abschluß nochmal kurz Kaffee und Kuchen zum stärken.

Ein netter Mitarbeiter des Daisine - Unternehmens fotogriefierte uns dann noch in der Gruppe. Selbst Jonas, der mit einer Fußverletzung vom Artzt Gehilfen verordnet bekam, hat alles wunderbar gemeistert und konnte auch kräftig in die Pedalen treten! Karow, am 18. Juni 2016.

Ein netter Mitarbeiter des Draisine - Unternehmens fotografierte uns dann noch in der Gruppe. Selbst Jonas, der mit einer Fußverletzung vom Arzt Gehilfen verordnet bekam, hat alles wunderbar gemeistert und konnte auch kräftig in die Pedalen treten! Karow, am 18. Juni 2016.

Wann sind die Pilzfreunde wieder unterwegs – Siehe unter Termine!

14. Juni 2016 – Treffen der Pilzfreunde

Treffen der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Themenabend Bauchpilze

Der giftige Dickschalige Kartoffel - Hartbovis (Scleroderma citrinum) ist ein Bauchpilz. Die Sporen werden im inneren des Fruchtköpers, im Bauch, ausgebildet.

Der giftige Dickschalige Kartoffel - Hartbovis (Scleroderma citrinum) ist ein Bauchpilz, so dachten wir jedenfalls bisher. Irrtum, er gehört zu den Röhrlingen! Neueste Genforschungen machen es möglich. Die Sporen werden aber trotz dem im inneren des Fruchtköpers, im "Bauch", ausgebildet.

Am Dienstag, dem 14. Juni 2016, um 18.00 Uhr, ludt das mykologische Informationszentrum Steinpilz – Wismar, in der ABC Straße 21, wieder seine Pilzfreunde in der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. und interessierte Gäste sehr herzlich zu einem Vereinstreffen ein. Thema waren heute die Bauchpilze oder Geasteromyzeten, wie die Wissenschaftler sagen würden. Dazu gehören recht unterschiedliche Gattungen wie Hartboviste, Riesenboviste, Stäublinge und Staubbecher, Boviste, Stielboviste, Teuerlinge, Erdsterne und Pilzkannonen. Heute sind wir einmal etwas näher auf die Unterschiede dieser einzelnen Gattungen eingegangen. Das viele davon, dank gentechnischer Untersuchungen, neuerdings zu den Röhrlingsartigen oder Champignonartigen gerechnet werden, war uns allen neu. Wie immer wurde in gemütlicher Runde auch ein kleiner Imbiss gereicht. Er fiel heute sogar etwas üppiger aus. Neben kleinen Naschereien gab es  Kartoffelsalat, pannierten Schwefelporling und frisch gebratene Sommersteinpilze.

Wann treffen sich die Pilzfreunde wieder? – Siehe unter Termine!

11. Juni 2016 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Sie führte durch den Großherzoglichen Forst Moidentin

Der Wallensteingareben, hier im Moidentiner Forst, ist vor Jahrhunderten ursprüglich als schiffbare Wasserstraße zwischen Schwerin und Wismar angelegt worden. Heute ist er größtenteils ein naturbelassenes Flüßchen und schlängelt sich durch Wald und Flur vom Schweriner See bis zur Ostsee.

Der Wallensteingraben, hier im Moidentiner Forst, ist vor Jahrhunderten ursprünglich als schiffbare Wasserstraße zwischen Schwerin und Wismar angelegt worden. Heute ist er größtenteils ein naturbelassenes Flüßchen und schlängelt sich durch Wald und Flur vom Schweriner See bis zur Ostsee.

Am Sonnabend, dem 11. Juni 2016, ludt der Steinpilz – Wismar wieder zu einer geführten und öffentlichen Pilzlehrwanderung ein. Treff war um 08.00 Uhr auf dem schmalen Parkplatz am ZOB, in der Wasserstraße, Ecke Kopenhagener Straße. Nach kurzer Begrüßung starteten wir von hier aus mit den vorhandenen Fahrzeugen in Richtung Dorf Mecklenburg. Hier fuhren wir bis zum Bahnhof, wo  uns Pilzberater Klaus Warning aus Bützow und Pilzfreund Jürgen Horn aus Bargteheide empfingen. Da wir von Dorf Mecklenburg aus bis zum Bahnhof Moidentin wandern wollten, sezten wir noch Fahrzeuge dorthin um. Wir durchwanderten, ausgehend vom Burgwall in Dorf Mecklenburg, hauptsächlich Laubwälder, die sich durch umfangreiche Erlenbrüche und Buchenbestände auszeichnen. Auch der bekannte Wallensteingraben kreuzte unsere Wanderroute mehrfach. Der Wald war allerdings durch die sonnige und trockene Witterung der letzten Tage rascheldürr und bot wenig Frischpilze. Dennoch waren erste Täublinge, Rüblinge und auch einige Sommersteinpilze dabei. Die Tour dauerte bis um die Mittagszeit. Hier ein kleiner Rückblick in Form einiger Bilder:

Am Burgwall in Dorf Mecklenburg durfte sich zunächst jeder in meiner Teilnehmerliste verewigen und die fünf Euro Teilnahmegebühr entrichten.

Am Burgwall in Dorf Mecklenburg durfte sich zunächst jeder in meiner Teilnehmerliste verewigen und die fünf Euro Teilnahmegebühr entrichten.

Hier begrüßte uns gleich eine Gruppe Stadt - Champignons (Agaricus bitorquis). Der festfleischige Chamignon besitzt ein ausgezeichnet würziges Aroma, leider steht er meist direkt an stark befahrenen Straßen mitten in der Stadt und das ist nicht unbedingt appetitlich!

Hier begrüßte uns gleich eine Gruppe Stadt - Champignons (Agaricus bitorquis). Der festfleischige Chamignon besitzt ein ausgezeichnet würziges Aroma, leider steht er meist direkt an stark befahrenen Straßen mitten in der Stadt und das ist nicht unbedingt appetitlich!

Zunächst ging es im Gänsemarsch den fast zugewachsenen, aber offiziellen Wanderweg am Bahndamm entlang.

Zunächst ging es im Gänsemarsch den fast zugewachsenen, aber offiziellen Wanderweg am Bahndamm entlang.

Kaum im Buchenwald angelangt, erwartete uns eine Gruppe großer Täublinge. Es handelt sich um den Weißstieligen Leder - Täubling (Russula romellii). Trotz des trockenen Wetter haben ihm die Schnecken schon stark zugesetzt. Gut zu erkennen, ist auch seine Farbvariabilität des Hutes, die über gelblich grünlich bis zu weinrot spielt. Der Ockersporer ist ein sehr guter Speisepilz.

Kaum im Buchenwald angelangt, erwartete uns eine Gruppe großer Täublinge. Es handelt sich um den Weißstieligen Leder - Täubling (Russula romellii). Trotz des trockenen Wetter haben ihm die Schnecken schon stark zugesetzt. Gut zu erkennen ist auch die Farbvariabilität des Hutes, die über gelblich, grünlich bis zu weinrot spielt. Der Ockersporer ist ein sehr guter Speisepilz.

An einem liegenden Laubholz - Stamm etliche, ganz frische Konsolen des giftigen Zimtfarbenen Weichporlings (Hapalopilus rutilans). Die einjährige Art ist zum Färben von Wolle sehr beliebt.

An einem liegenden Laubholz - Stamm etliche, ganz frische Konsolen des giftigen Zimtfarbenen Weichporlings (Hapalopilus rutilans). Die einjährige Art ist zum Färben von Wolle sehr beliebt.

Begeisterung bei den Aasfliegen, die ersten Stinkmorcheln (Phallus impudicus) strecken ihre porösen Stiele mit dem leckeren Sporenschleim in die Höhe!

Begeisterung bei den Aasfliegen, die ersten Stinkmorcheln (Phallus impudicus) strecken ihre porösen Stiele mit dem "leckeren" Sporenschleim in die Höhe!

Unverwechselbar - der Eichenwirrling (Daedalea quercina) mit seiner charakteristischen, irrgarten ähnlichen Fruchschicht auf der Unterseite der korkigen Konsolen, die wir ausschließlich an Eichenholz finden.

Unverwechselbar - der Eichenwirrling (Daedalea quercina) mit seiner charakteristischen, irrgarten ähnlichen Fruchschicht auf der Unterseite der korkig und lederig zähen Konsolen, die wir ausschließlich an Eichenholz finden.

Ein weiterer, etwas kleinerer aber um so häufigerer Täubling im ausgehagerten Buchenwald in Gesellschaft mit Sommersteinpilzen, der Papagei - Täubling (Russula ionochlora). Er ist einer der häufigsten Vertreter seine Gro0gattung und wüchst auch im Nadelwald und keineswegs immer mit Sommersteinpilzen vergesellschaft. Der kleinere Bruder des Frauen - Täublings ist essbar.

Ein weiterer, etwas kleinerer aber um so häufigerer Täubling im ausgehagerten Buchenwald, hier in Gesellschaft mit Sommersteinpilzen, der Papagei - Täubling (Russula ionochlora). Er ist einer der häufigsten Vertreter seine Großgattung und wächst auch im Nadelwald und keineswegs immer mit Sommersteinpilzen zusammen. Er ist der kleinere Bruder des Frauen - Täublings und ebenfalls essbar.

Die Sommersteinpilze (Boletus reticulatus) waren hier noch jung und ähneln doch sehr stark dem ungenießbaren Gallenröhrling. Im Zweifel ist eine Kostprobe am rohen Pilz angebracht!.

Die Sommersteinpilze (Boletus reticulatus) waren hier noch jung und ähneln dann sehr stark dem ungenießbaren Gallenröhrling. Im Zweifel ist eine Kostprobe am rohen Pilz angebracht!.

Die Hälfte ist geschaft. Kurze Verschnaufpause am Bahnhof Petersdorf.

Kurze Verschnaufpause am Bahnhof Petersdorf.

Und immer wieder auch das Breitblatt (Megacollybis platyphylla). Der große, auffallende Pilz darf gerade im Frühsommer auf kaum einer Wanderung fahlen. In diesem Jahr tritt er bisher eher etwas zurückhaltend auf, aber das mag sich ja noch änder. Nicht empfehlenswert.

Und immer wieder auch das Breitblatt (Megacollybia platyphylla). Der große, auffallende Pilz darf gerade im Frühsommer auf kaum einer Wanderung fehlen. In diesem Jahr tritt er bisher eher etwas zurückhaltend auf, aber das mag sich ja noch änder. Nicht empfehlenswert.

Brausendes Wasser am ehemaligen Standort der Brusenbecker Mühle. Heute erinnert hier nur noch eine Info - Tafel an die Wassermühle, die hier bis Mitte des 20. Jahrhunderts stand und an der ein beliebtes Ausflugslokal gekoppelt war.

Brausendes Wasser des Wallensteingrabens am ehemaligen Standort der Brusenbecker Mühle. Heute erinnert hier nur noch eine Info - Tafel an die Wassermühle, die hier bis Mitte des 20. Jahrhunderts stand und an der ein beliebtes Ausflugslokal gekoppelt war.

Zwei Graue Wulstlinge (Amanita excelsa). Sie dürfen von Kennern in den Speisepilz - Korb gelegt werden. Wer sie sammelt sollte sich zur Artabgrenzung zum giftigen Pantherpilz sicher sein.

Zwei Graue Wulstlinge (Amanita excelsa). Sie dürfen von Kennern in den Speisepilz - Korb gelegt werden. Wer sie zum Essen sammelt, sollte sich zur Artabgrenzung zum giftigen Pantherpilz sicher sein.

Abschlußfot auf der Brücke über den Wallensteingraben an der Brusebcker Mühle. 11. Juni 2016.

Abschlußfoto auf der Brücke über den Wallensteingraben an der Brusenbecker Mühle. 11. Juni 2016.

Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

05. Juni 2016 – Vereinsexkursion der Pilzfreunde

Vereins- und Kartierungsexkursion

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Ziel war das Fahrenholzer Holz

Schönwetterexkursion durch das Fahrenholzer Holz bei Rostock. Teils wunderbar alte Buchenbestände wechselten häufig mit Fichten- und Kiefernforsten und kleineren Feuchtbiotopen.

Schönwetterexkursion durch das Fahrenholzer Holz bei Rostock. Teils wunderbar alte Buchenbestände wechselten häufig mit Fichten- und Kiefernforsten und kleineren Feuchtbiotopen.

Zum ersten mal in diesem Jahr waren die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. und interessierte Gäste zu einer Vereins- und Kartierungsexkursion sehr herzlich eingeladen. Treff war am Sonntag, dem 05. Juni 2016, um 08.00 Uhr auf dem schmalen Parkplatz gegen über dem Zeughaus, in der Wismarer Ulmen Straße. Wir starteten von Wismar aus zunächst auf der B 105 in Richtung Rostock. Nach einigen Kilometern erreichten wir einen Rechtsabzweig nach Züsow/Satow und es ging hier weiter auf der Wismarer Landstraße (L 10) über Züsow und Satow bis in Höhe der Ortschaft Stäbelow, an der unser Exkursionsgebiet grenzt. Hier erwartete uns bereits Pilzberater Klaus Warning aus Bützow. Ich kannte das Exkursionsgebiet auch noch nicht und war angenehm überrascht. Vordergründig ging es heute um die Kartierung unserer Großpilze, aber auch wer diesbezüglich nicht so bewandert ist, sprich, nicht über tiefergehendere, mykologische Artenkenntnisse verfügt, war rotzdem willkommen, denn dazulernen schadet bekanntlich niemandem. Bei sommerlichem und sonnigen Wetter wurde es heute eine sehr schöne Tour. Trotz der relativen Trockenheit in diesem Gebiet (von den teils heftigen Gewittergüssen der letzten Zeit, war hier kaum etwas angekommen), fanden wir doch immer wieder auch einige Frischpilze.

Breitblättriger Großrübling (Megacollybia platyphylla) und Rehbrauner Dachpilz werden häufig miteinander verwechselt. Dachpilze haben zunächst weiße, später fleischfarbene Lamellen.

Breitblättriger Großrübling (Megacollybia platyphylla) und Rehbrauner Dachpilz (Pluteus atricapillus) werden häufig miteinander verwechselt. Dachpilze haben zunächst weiße, später fleischfarbene Lamellen.

Der Rotbraune Borstenscheibling (Hymenochaete rubuginosa) mal etwas anders. Für gewöhlich bildet er abstehende Honsolen an alten Eichenstubben. Hier sehen wir ihn resupinat am alten Eichenast.

Der Rotbraune Borstenscheibling (Hymenochaete rubuginosa) mal etwas anders. Für gewöhlich bildet er abstehende Konsolen an Eichenstubben. Hier sehen wir ihn resupinat am alten Eichenast.

Zahlreiche, frische Fruchtkörper des nicht so häufigen Getropften Saftporling (Oligoporus guttulatus) an einem alten, schon relativ morschen Fichtenstamm mit reichlich namensgebenden Gutationströpfchen. Durch erhöhte Wasserzufuhr erhöht der Pilz die Nährstoffaufnahme und die überflüßige Flüßigkeit wird sogleich wieder ausgeschwitzt.

Zahlreiche, frische Fruchtkörper des nicht so häufigen Getropften Saftporlings (Oligoporus guttulatus) an einem alten, schon relativ morschen Fichtenstamm mit reichlich namensgebenden Gutationströpfchen. Durch erhöhte Wasserzufuhr steigert der Pilz die Nährstoffaufnahme und die überflüßige Flüßigkeit wird sogleich wieder ausgeschwitzt.

Darüber hinaus ist der Pilz sehr Druckempfindlich und rötet an Berührungsstellen.

Darüber hinaus ist der Pilz sehr druckempfindlich und rötet an Berührungsstellen.

Kräftig am Wachsen ist auch dieser mehrjährige Flache Lackporling (Ganoderma lipsiense), allerdings ohne übertriebene Wasserzufuhr.

Kräftig am Wachsen ist auch dieser mehrjährige Flache Lackporling (Ganoderma lipsiense), allerdings ohne übertriebene Wasserzufuhr.

Vereinsfreundin Erika Wittenhagen freut sich über diesen Kiefern - Braunporling.

Vereinsfreundin Erika Wittenhagen freut sich über diesen Kiefern - Braunporling.

Details des Hymenophors sind unter der Lupe um so besser zu erkennen.

Details des Hymenophors sind unter der Lupe um so besser zu erkennen.

Der eine beachtliche Größe erreichende Kiefern - Braunporling bildet zur Zeit seine diesjährigen Fruchtkörper aus. Die zunächst gelblichen, später charakteristisch braun gefärbten Fruchtkörper sind in der Jugend ebenfalls sehr druckempfindlich und bekommen sehr schnell braune Flecken. Übrigens schmarotzen sie nicht nur an Kiefern, sondern auch an anderen Nadelbäumen, in diesem Falle an Fichte.

Der eine beachtliche Größe erreichende Kiefern - Braunporling (Phaeolus schweinitzii) bildet zur Zeit seine diesjährigen Fruchtkörper aus. Die zunächst gelblichen, später charakteristisch braun gefärbten Pilze sind in der Jugend sehr druckempfindlich und bekommen schnell braune Flecken. Übrigens schmarotzen sie nicht nur an Kiefern, sondern auch an anderen Nadelbäumen, in diesem Falle an Fichte.

Der erste Milchling der Saison! Ein Flatter - Milchling (Lactarius thejogalus). Im Hochsommer und Herbst mitunter ein Masenpilz unter Birken und Fichten. Essbar.

Der erste Milchling der Saison! Ein Flatter - Milchling (Lactarius thejogalus). Im Hochsommer und Herbst mitunter ein Massenpilz unter Birken und Fichten. Essbar.

Bei der Wärme tut ein Päuschen im Schatten der Bäume am Waldrand einfach gut.

Bei der Wärme tut ein Päuschen im Schatten der alten Bäume am Waldesrand einfach gut.

Die Zusammenfließende Kohlenbeere an einem toten Laubholzast.

Die Zusammengedrängte Kohlenbeere (Hypoxylon cohaerens) an einem toten Laubholzast.

Im schattigen Buchenwald schiebt ein junger Grauer Wulstling (Amanita excelsa) aus dem Waldboden. essbar.

Im schattigen Buchenwald schiebt ein junger Grauer Wulstling (Amanita excelsa) aus dem Waldboden. essbar.

Gut ist die Reifung auf der Manschette zu erkennen, die ihn dadurch u. a. vom giftigen Doppelgänger, dem Pantherpilz, unterscheidet.en

Gut ist die Riefung auf der Manschette zu erkennen, die ihn dadurch u. a. vom giftigen Doppelgänger, dem Pantherpilz, unterscheidet.

Noch ein Päuschen für Erika und Kläuschen. Die Hitze strengt doch an!

Noch ein Päuschen für Erika und Kläuschen. Die Hitze strengt doch an!

Ein dekorativer Sklerotien - Porling (Polyporus tuberaster) scheinbar auf dem Waldboden. Er wuchs aber auf einem in der Laubstreu verstecktem Ast.

Ein dekorativer Sklerotien - Porling (Polyporus tuberaster), scheinbar auf dem Waldboden. Er wuchs aber aus einem in der Laubstreu verstecktem Ast heraus.

Ein wunderschöner Schleimpilz auf einem alten Stubben.Schleimpolze sind Pilztiere und können sich fortbewegen, wie an der kurzen Schleimspur im mittleren Bereich zu erkennen ist.

Ein wunderschöner Schleimpilz auf einem alten Stubben. Schleimpilze sind Pilztiere und können sich fortbewegen, wie an der kurzen Schleimspur im mittleren Bereich gut zu erkennen ist.

Zei Zystiden - Rindenpilze an einem Knüppel. Links der Graue Zystidenrindenpilz (Peniophora cinerea) und rechts der Fleischfarbene Zystidenrindenpilz (Peniophora incarnata).

Zwei Zystidenrindenpilze an einem Knüppel! Links der Graue Zystidenrindenpilz (Peniophora cinerea) und rechts der Fleischfarbene Zystidenrindenpilz (Peniophora incarnata).

Da schlägt doch das Herz eines jeden Pilzfreundes höher! Ein Sommersteinpilz (Boletus reticulatus) wie man ihn sich schöner kaum Wünschen kann!

Da schlägt doch das Herz eines jeden Pilzfreundes höher! Ein Sommersteinpilz (Boletus reticulatus) wie man ihn sich schöner kaum Wünschen kann!

Am Wegesrand des Waldes eine Gruppe von Frühlings - Ackerlingen (Agrocybe praecox).

Am Wegesrand des Waldes eine Gruppe von Frühlings - Ackerlingen (Agrocybe praecox).

Eine der zeitigsten Amanita - Arten des Jahres ist der Narzißengelbe Wulstling (Amanita gemmata). Die leicht giftige Art besitzt einen gerieften Hutrand, weiße Hüllreste auf gelber Huthaut, die wie hier stark ausblassen kann und eine kleine, gerandete Stielnolle, ähnlich der des Pantherpilzes. Leider feht hier die Stielbasis.

Eine der zeitigsten Amanita - Arten des Jahres ist der Narzißengelbe Wulstling (Amanita gemmata). Die leicht giftige Art besitzt einen gerieften Hutrand, weiße Hüllreste auf gelber Huthaut, die wie hier stark ausblassen kann und eine kleine, gerandete Stielnolle, ähnlich der des Pantherpilzes. Leider fehlt sie hier.

Ein besonders dekorativer Rotrandiger Baumschwamm von der Unterseite her. Das er zu den Porlingen zählt, ist unverkennbar.

Ein besonders dekorativer Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) von der Unterseite her. Das er zu den Porlingen zählt, ist unverkennbar.

An diese Pilze war leider kein rankommen. Sie wuchsen auf totem Laubholz am Rande eines Sumpfes. Es dürfte sich um Stielporlinge handeln, wobei der schwarze Stiel auffällt.

An diese Pilze war leider kein rankommen. Sie wuchsen auf totem Laubholz am Rande eines Sumpfes, wobei der schwarze Stiel auffällt.

Unser Erinnerungsfoto. Eine kleine Gruppe aber um so schöner die heutige Exkursion bei freundlichem Juni - Wetter.

Unser Erinnerungsfoto. Eine kleine Gruppe aber um so schöner die heutige Exkursion bei freundlichem Juni - Wetter.

Die Tour endete am frühen Nachmittag.

Wann starten wir zur nächsten Vereinsexkursion? – Siehe unter Termine!

28. Mai 2016 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Sie führte durch das Walkmüllerholz

Bei sonnigen und angenehm warmen Frühlingswetter wnderten wir heute auf der Suche nach Pilzen durch einen abwechlungsreichen Laubwald, bei Bad Doberan, dem Walkmüller Holz.

Bei sonnigem und angenehm warmen Frühlingswetter wanderten wir heute auf der Suche nach Pilzen durch einen abwechlungsreichen Laubwald bei Bad Doberan, dem Walkmüllerholz.

Am Sonnabend, dem 28. Mai 2016, konnten sich alle Pilz- und Naturfreunde, die Lust auf eine geführte Pilzwanderung hatten, um 08.00 Uhr auf dem schmalen Parkplatz am ZOB in Wismar, Wasserstraße, Ecke Kopenhagener Straße, einfinden. Nach kurzer Begrüßung fuhren wir von hier aus mit den vorhandenen Fahrzeugen auf der B 105 in Richtung Bad Doberan. Unser Zielwald befand sich am Ortsausgang in Richtung Rostock. Der Frühling geht zu Ende und die frühsommerliche Pilzflora beginnt sich zu entwickeln. Sie ist erfahrungsgemäß noch recht bescheiden, aber mit etwas Glück können schon erste Leckerbissen wie Hexen – Röhrlinge und Sommersteinpilze für eine schmackhafte Mahlzeit sorgen. An Stubben gibt es riesige Schuppige Porlinge und an alten Bäumen weithin leuchtende Schwefelporlinge, die ebenfalls jung essbar sind. Durch die günstigen Witterrungsverhältnisse der letzten Tage, konnten wir heute feststellen, dass sich inzwischen doch schon einiges an Frischpilzen aus dem Waldboden oder aus dem Holz traut. Die Tour dauerte bis zum Mittag an. Hier wieder einige Impressionen:

Start bei bestem Wetter durch den frischen Laubwald.

Start bei bestem Wetter durch den frischen Laubwald.

Nach den ersten Schritten die ersten Frischpilze: Frühlings - Ackerling (Agrocybe praecox).  Ein schlanker Dunkelsporer der zu den klassischen Spätfrühlings- und Frühsommerpilze gehört. Essbar, aber nicht besonders empfehlenswert.

Nach den ersten Schritten schon die ersten Frischpilze: Frühlings - Ackerling (Agrocybe praecox). Ein schlanker Dunkelsporer, der zu den klassischen Spätfrühlings- und Frühsommerpilzen gehört. Essbar, aber nicht besonders empfehlenswert.

An Stämmen eines Nadelholzstapels, der schon eine Weile am Wegesrand lagerte, wuchsen neben Schichtpilzen auch diese Zaunblättlinge (Gloeophyllum sepiarium) heraus. Ein Porling mit lamellenartiger Struktur, der auch an verbautem Holz noch wachsen kann und dementsprechende Schäden verursachen kann.

An Stämmen eines Nadelholzstapels, der schon eine Weile am Wegesrand lagerte, wuchsen neben Schichtpilzen auch diese Zaunblättlinge (Gloeophyllum sepiarium) heraus. Ein Porling mit lamellenartiger Struktur, der auch an verbautem Holz noch wachsen kann und dem entsprechende Schäden verursacht.

Auch dekorative Scheibchen - Tintlinge (Coprinus spec.) säumten den grasigen Waldweg.

Auch dekorative Scheibchen - Tintlinge (Coprinus spec.) säumten den grasigen Waldweg.

An alten Laubholz - Stubben große Schuppige Porlinge (Polyporus squamosus). Jung und zart können sie gegessen werden und schmecken nicht schlecht. Man achte auf den Geruch nach frischen Gurken!

An alten Laubholz - Stubben große Schuppige Porlinge (Polyporus squamosus). Jung und zart können sie gegessen werden und schmecken nicht schlecht. Man achte auf den Geruch nach frischen Gurken!

Denn dieser fehlt den hier abgebildeten und zum Verwechseln ähnlichen Sklerotien - Porlingen (Polyporus tuberaster). Auch sie wären theoretisch jung essbar, werden aber noch schneller zäh!

Denn dieser fehlt den hier abgebildeten und zum Verwechseln ähnlichen Sklerotien - Porlingen (Polyporus tuberaster). Auch sie wären theoretisch jung essbar, werden aber noch schneller zäh!

Recht häufig waren heute ganz frische Breitblättrige Rüblinge (Megacollybia platyphylla). Die großen Blätterpilze besitzen kaum Hutfleisch, dafür besonders breite Lamellen. Als Speisepilz nicht zu empfehlen!

Recht häufig waren heute ganz frische Breitblättrige Rüblinge (Megacollybia platyphylla). Die großen Blätterpilze besitzen kaum Hutfleisch, dafür besonders breite Lamellen. Als Speisepilz nicht zu empfehlen!

Eigenartiger weise werden diese Großrüblinge oft für Rehbraune Dachpilze gehalten. Hier ein Vergleich. Der Breitblättrige Rübling ist ein Weißsporer, die Lamellen bleiben also auch im Alter grauwei0, die des Dachpilzes verfärben sich von weiß rasch fleischrötlich.

Eigenartigerweise werden diese Großrüblinge oft für Rehbraune Dachpilze gehalten. Hier ein Vergleich. Der Breitblättrige Rübling ist ein Weißsporer, die Lamellen bleiben also auch im Alter grauweiß, die des Dachpilzes verfärben sich von weiß rasch fleischrötlich.

In der immer noch pilzarmen Jahreszeit freut man sich über jeden Frischpilz!

In der immer noch pilzarmen Jahreszeit freut man sich über jeden Frischpilz!

Weiter geht es durch den inzwischen üppig ergrünten Frühlingswald.

Weiter geht es durch den inzwischen üppig ergrünten Frühlingswald.

Bei so viel grün dprfen natürlich auch nicht die Grünblättrigen Schwefelköpfe (Hypholoma fsciculare) fehlen - ein bitter schmeckender Giftpilz!

Bei so viel grün dürfen natürlich auch nicht die Grünblättrigen Schwefelköpfe (Hypholoma fsciculare) fehlen - ein bitter schmeckender Giftpilz!

Eine schöne Gruppe Breitblättriger Rüblinge (Megacollybia platyphylla).

Eine schöne Gruppe Breitblättriger Rüblinge (Megacollybia platyphylla).

Praktisch ist es, wenn stabile Holzstangen in greifbarer Nähe im Wald herum liegen, wenn die Pilze einfach zu hoch am Stamm gewachsen sind. Wir vermuteten einen wertvollen Chaga - Pilz, aber es stellte sich heraus, dass es doch nicht der begehrte Schiefe Schillerporling war, sondern nur eine schwarze Wucherung von Birkenholz.

Praktisch ist es, wenn stabile Holzstangen in greifbarer Nähe im Wald herum liegen, zumindest wenn die Pilze einfach zu hoch am Stamm gewachsen sind. Wir vermuteten einen wertvollen Chaga - Pilz, aber es stellte sich heraus, dass es doch nicht der begehrte Schiefe Schillerporling war, sondern nur eine schwarze Wucherung von Birkenholz.

Aber unser Pilzfreund Jürgen hatte uns einen echten Chaga zum Zeigen aus Schleswig - Holstein mitgebracht. Er trinkt täglich eineinhalb Liter Tee dieses Schillerporlings, der Vorbeugend gegen Krebs eingesetzt werden kann und den Tee kann man wirklich trinken!

Aber unser Pilzfreund Jürgen hatte uns einen echten Chaga zum Zeigen aus Schleswig - Holstein mitgebracht. Er trinkt täglich eineinhalb Liter Tee dieses Schillerporlings, der Vorbeugend gegen Krebs eingesetzt werden kann und der Tee schmeckt sogar gut, ähnlich schwarzem Tee!

Dieser Echte Zunderschwamm (Fomes fomentarius) ist voll mit seiner Sporenproduktion beschäftigt. Leider wehte in den letzten Tagen kaum ein Lüftchen, so dass die weißen Sporen größtenteils senkrecht ausgefallen sind und sich wie Mehl auf dem Untergrund abgelagert hat.

Dieser Echte Zunderschwamm (Fomes fomentarius) ist voll mit seiner Sporenproduktion beschäftigt. Leider wehte in den letzten Tagen kaum ein Lüftchen, so dass die weißen Sporen größtenteils senkrecht ausgefallen sind und sich wie Mehl auf dem Untergrund abgelagert haben.

Zeitweise folgten wir diesem Trampelpfad, der direkt an einer vielversprechenden Waldkannte mit einem beeindruckenden Baumbestand entlang führte.

Zeitweise folgten wir diesem Trampelpfad, der direkt an einer vielversprechenden Waldkannte mit einem beeindruckenden Baumbestand entlang führte.

Und hier fanden wir auch die ersten jungen Steinpilze der Saison. Dieses etwa 4 cm hohe Exemplar eines Sommersteinpilzes(Boletus reticulatus) war der größte von ihnen.

Und hier fanden wir auch die ersten jungen Steinpilze der Saison. Dieses etwa 4 cm hohe Exemplar eines Sommersteinpilzes (Boletus reticulatus) war der größte von ihnen.

In den Moospolstern erscheinen nun auch die sehr kleinen, aber hübschen Heftel - Nabelinge (Rickenella fibula).

In den Moospolstern erscheinen nun auch die sehr kleinen, aber hübschen Heftel - Nabelinge (Rickenella fibula).

Und wieder ein Sklerotien - Porling, der für Finderfreude sorgte!

Und wieder ein Sklerotien - Porling, der für Finderfreude sorgte!

Ich habe mich allerings mehr über den ersten Täubling des Jahres gefreut. Es handelt sich um den sehr schmackhaften Weißstieligen Leder - Täubling (Russulla romellii).

Ich habe mich allerdings mehr über den ersten Täubling des Jahres gefreut. Es handelt sich um einen jungen, sehr schmackhaften Weißstieligen Leder - Täubling (Russula romellii).

Zum Schluß erfreuten uns noch einige, nicht mehr ganz so frische Maipilze (Calocybe gambosa).

Zum Schluß erfreuten uns noch einige, nicht mehr ganz so frische Maipilze (Calocybe gambosa).

Unser Abschlußfoto. Mit 10 Leuten waren wir heute eine übersichtliche Truppe und es war auch eine recht schöne Wanderung mit schon etwas abwechlungsreicherem Frischpilzangebot: 28. Mai 2016 im Walkmüller Holz bei Bad Doberan.

Unser Abschlußfoto. Mit 10 Leuten waren wir heute eine übersichtliche Truppe und es wurde auch eine recht schöne Wanderung mit schon etwas abwechlungsreicherem Frischpilzangebot: 28. Mai 2016 im Walkmüllerholz bei Bad Doberan.

Wann startet die nächste Pilzwanderung? – siehe unter Termine!

21. / 22. Mai 2016 – Maipilzwochenende in Wismar

Maipilzwochenende 2016

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Achtung, diese Veranstaltung muss wegen einer plötzlichen Erkrankung unserer Köchin und Vereinsfreundin Irena leider ausfallen!

Leckere Maipilze soll es heute wieder geben. Herzhaft zubereitet von unserer guten Seele Irena und weiteren Mitgliedern der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V..

Leckere Maipilze sollte es wieder geben. Herzhaft zubereitet von unserer guten Seele Irena Dombrowa und weiteren Mitgliedern der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V..

Am vorletzten Wochende des Wonnemonats Mai plante das mykologische Informationszentrum Steinpilz – Wismar und die Gruppe der Pilzfreunde innerhalb der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. wieder Maipilzwochenende. Leider mußte es auch in diesem Jahr wegen Krankheit ausfallen.

Unser Imbissstand vor dem Steinpilz - Wismar, in der ABC - Straße 21.

Gerne hätten wir wieder unseren Imbissstand vor dem Steinpilz - Wismar, in der ABC - Straße 21 aufgebaut.

Im Innenbereich ist aber jederzeit unsere  Pilzausstellung unter dem Motto „Unsere Großpilze im Wandel der Jahreszeiten“ zu sehen.

Die Frischpilzausstellung im Innenbereich. Wie umfangreich sie ausfallen wird, entscheidet die Natur.

Die Frischpilzausstellung im Innenbereich. Wie umfangreich sie jeweils ausfällt, entscheidet in erster Linie die Natur.

Die Öffnungszeiten

Montag und Donnerstag jeweils von 09.00 – 12.00 und 14.00 – 18.00 Uhr.

Dienstag von 14.00 – 16.00 Uhr

Freitag von 15.00 – 18.00 Uhr

Sonnabend von 16.00 – 18.00 Uhr

Die Besichtigung der Ausstellung kostet 2.00 €.

Natürlich kann zu diesen Zeiten die Pilzberatung genutzt werden. Es sind Fachbücher, Info – Material, Trockenpilze, Pilzwürze, Pilzkalender für 2017, immerwährende Pilz- und Kräuterkalender und manches mehr im Angebot.

Wir freuen uns auf ihren Besuch.

17. Mai 2016 – Treffen der Pilzfreunde

Treffen der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Filmabend mit Maipilz – Spargelsuppe

Gleich nach Pfingsten, am Dienstag, dem 17. Mai 2016, waren die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. wieder ganz herzlich in das mykologische Informationszentrum Steinpilz – Wismar, in die ABC Straße 21, eingeladen. Heute schauten wir uns Filmbeiträge an, die Pilzfreund Thomas Harm vor einigen Jahren auf unseren Pilzwanderungen aufnahm. Nebenbei gab es Maipilz – Spargelsuppe und Chaga – Tee.

Wann treffen sich die Pilzfreunde wieder? – Siehe unter Termine!

14. Mai 2016 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Sie führte durch den Botelsdorfer Wald

Der Botelsdorfer Wald im Frühling 2016.

Der Botelsdorfer Wald im Frühling 2016.

Am Pfingstsonnabend, dem 14. Mai 2016, starteten wir von Wismar aus wieder zu einer geführten Pilzwanderung. Wer also Lust hatte, und das waren leider nicht viele, durch den frisch ergrünten Frühlingswald auf der Suche nach Pilzen zu wandern, war sehr herzlich eingeladen. Gegen 08.00 Uhr ging es vom schmalen Parkplatz am ZOB, in der Wasserstraße, Ecke Kopenhagener Straße, los. Wir fuhren zunächst bis Grevesmühlen und wollten dann weiter auf der Landstraße in Richtung Rehna. Leider war die Ortsdurchfahrt Wotenitz gesperrt, so dass wir uns eine Ausweichroute über die Dörfer suchen mußten und dadurch leider mit einer gehörigen Verspätung im Botelsdorfer Wald eintrafen. Hier hatte ein Pilzfreund aus Schleswig Holstein noch nicht die Hoffnung aufgegeben und wir konnten doch noch wie geplant gemeinsam unsere frühlingshafte Pilztour durch den Botelsdorfer Wald starten. Da es ziemlich trocken war, gab es leider nur wenige Frischpilze und für den Kochtopf war garnichts dabei. Der Botelsdorfer Wald bietet sowohl interessante Nadel- wie auch Laubwaldbereiche mit Feuchtbiotopen und Brüchen. Die Wanderung endete gegen Mittag. Hier einige Impressionen:

Wir starten.

Wir starten.

Hier sehen wir die an Laubholzstümpfen wachsende Ockergelbe Tramete (Trametes ochraceum). Ähnlich einer Schmetterlingstramete, nur ist die Zonnierung heller und die Konsolen sind etwas gedrungener.

Hier sehen wir die an Laubholzstümpfen wachsende Ockergelbe Tramete (Trametes ochraceum). Ähnlich einer Schmetterlingstramete, nur ist die Zonierung heller und die Konsolen sind etwas gedrungener.

Ein besonders schön geformter Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola). Der mußte mit, denn er ist für ein Adventsgesteck geradezu geschaffen!

Ein besonders schön geformter Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola). Der mußte mit, denn er ist für ein Adventsgesteck geradezu geschaffen!

An altem Laubholz und vorwiegend resupinat finden wir sehr häufig den Runzligen Schichtpilz (Stereum rugosum). Bei Reibung rötet er.

An altem Laubholz und vorwiegend resupinat finden wir sehr häufig den Runzligen Schichtpilz (Stereum rugosum). Bei Reibung rötet er.

Die hier grün veralgte Buckel - Tramete besitz die Eigenschaft, Hindernisse zu umwachsen, so wie diesen dünnen Ast.

Die hier grün veralgte Buckel - Tramete (Trametes gibbosa) besitz die Eigenschaft, Hindernisse zu umwachsen, so wie diesen dünnen Ast.

Dieser ausgereifte Bovistähnliche Schleimpilz (Reticularia lycoüerdon) hat seine nähere Umgebung reichlich mit seinen braunen Sporen versorgt.

Dieser ausgereifte Bovistähnliche Schleimpilz (Reticularia lycoperdon) hat seine nähere Umgebung reichlich mit braunen Sporen versorgt.

An alten Buchenstümpfen am Waldrand büschelte es reichlich. Auch wenn die Farbe hier etwas täuscht, es sind giftige und bitter schmeckende Grünblättrige Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare).

An alten Buchenstümpfen am Waldrand büschelte es reichlich. Auch wenn die Farbe hier etwas täuscht, es sind giftige und bitter schmeckende Grünblättrige Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare)!

Ein kleiner Waldtümpel mit Echten Zuderschwämmen an dem Reststamm einer alten, abgebrochenen Buche.

Ein kleiner Waldtümpel mit Echten Zuderschwämmen an dem Reststamm einer abgebrochenen Buche gegenüber.

Echter Zunderschwamm (Fomes fomentarius). Das befallene Holz soll früher in der Bleistiftherstellung Verwendung gefunden haben.

Echter Zunderschwamm (Fomes fomentarius). Das befallene Holz soll früher in der Bleistiftherstellung Verwendung gefunden haben.

Auf dem kleinen Gewässer schwamm auch ein Buchenast, der mit Hutpilzen besetzt war. Wir zogen ihn an Land und konnten uns an diesen Getigerten Sägeblättlingen (Lentinus tigrinus) erfreuen. Ein Pilzart die Luftfeuchte Standorte in Gewässernähe bevorzugt. Ungenießbar.

Auf dem kleinen Gewässer schwamm auch ein Buchenast, der mit Hutpilzen besetzt war. Wir zogen ihn an Land und konnten uns an diesen Getigerten Sägeblättlingen (Lentinus tigrinus) erfreuen. Eine Pilzart, die luftfeuchte Standorte in Gewässernähe bevorzugt. Ungenießbar.

Wie der Gattungsnahme schon vermuten läßt, dürften die Lamellenschneiden der Sägeblättlinge etwas an ein Sägeblatt erinnern, was Pilzfreundin Helga Köster mit einem Blick durch die Lupe auch bestätigen konnte.

Wie der Gattungsnahme schon vermuten läßt, sollten die Lamellenschneiden der Sägeblättlinge etwas an ein Sägeblatt erinnern, was Pilzfreundin Helga Köster mit einem Blick durch die Lupe nachprüfte und auch bestätigen konnte.

Zum Schluß hatten wir noch die Möglichkeit den Winterstielporling mit dem sehr ähnlichen Maistielporling zu vergleichen. Der Winterporling (Polyporus brumalis), besitzt sehr grobe, weite Poren, die des Maiporlings sind sehr fein und dicht stehend. Beide sind ungenießbar.

Zum Schluß hatten wir noch die Möglichkeit den Winterstielporling mit dem sehr ähnlichen Maistielporling zu vergleichen. Der Winterporling (Polyporus brumalis), besitzt sehr grobe, weite Poren, die des Maiporlings sind sehr fein und dicht stehend. Beide sind ungenießbar.

Hier unser Erinnerungsfoto - wenig Pilze - wenig Leute! Botelsdorfer Wald am 16. Mai 2016.

Hier unser Erinnerungsfoto - wenig Pilze - wenig Leute im Botelsdorfer Wald am 14. Mai 2016.

Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

07. Mai 2016 – Frühjahrstagung der Pilzberater

Frühjahrstagung der Pilzberater in Teterow

Frühjahrstagung 2016.

Frühjahrstagung 2016.

Am Sonnabend, dem 07. Mai 2016, ludt Landespilzsachverständiger Dr. med. Oliver Duty wieder zur traditionellen Frühjahrstagung der Pilzberater des Landes Mecklenburg-Vorpommern sehr herzlich nach Teterow ein. Wie immer stand der Rückblick auf die letzte Pilzsaison mit Auswertung der gemeldeten Daten der einzelnen Städte und Landkreise an. Daraus wurde ein Gesamtbericht erstellt und analysiert. Des weiteren standen sicher wieder einige andere, aktuelle Themen und Vorträge auf dem Programm.

Nähere Informationen unter Oliver.Duty@lagus.mv-regierung.de

06. – 08. Mai 2016 – Pilzseminar in Mecklenburg

Ein Pilzwochenende in Mecklenburg

Frühlingsseminar 2016 in Keez, bei Brüel

Mitte April bis Mitte Mai haben diese teuer gehandelten Delikatessen ihren großen Auftritt bei uns in Mecklenburg. Hier sehen wir prachtvolle Dickfuß - Morcheln (Morchella esculenta var. crassipes), die Riesenform der beliebten Speise - Morchel. Neben Maipilzen die herausragenden Speisepilze des Frühjahrs.

Von Mitte April bis Mitte Mai haben diese teuer gehandelten Delikatessen ihren großen Auftritt bei uns in Mecklenburg. Hier sehen wir prachtvolle Dickfuß - Morcheln (Morchella esculenta var. crassipes), die Riesenform der beliebten Speise - Morcheln. Neben Maipilzen die herausragenden Speisepilze des Frühjahrs.

Nachdem wir im vergangenen Jahr Ende April gerade den Anfang des Morchelschubes erwischten, haben wir den Termin unseres frühlingshaften Pilzwochenendes in diesem Jahr auf Anfang Mai gelegt. Es ist immer ein kleines Lotteriespiel, den optimalen Termin in punkto Morcheln zu erwischen. Er lag in diesem Jahr eine Woche früher, so dass wir uns schwerpunktmässig den Maipilzen widmeten. Einige dieser beliebten Schlauchpilze gab es aber auch dennoch.

Das 1. Grundstück, rechts zur B 104, Dorfstraße 1, ca. 3 Km aus Brüel kommend, in Richtung Schwerin, war wieder Austragungsort unseres diesjährigen Frühlingsseminars.

Hier sind sie richtig. Der Aufbau auf der Grundstückshrenze weist auf unsere Aussenstelle des Steinpilz - Wismar hin.

Der Aufbau auf der Grundstücksgrenze weist auf die Aussenstelle des Steinpilz - Wismar in Keez hin.

Zusätzlich auch unser Steinpilz - Aufsteller.

Zusätzlich auch unser Steinpilz - Aufsteller.

Zur Einstimmung auf unser Pilzwochenende hatte wir schon eine kleine Pilzausstellung vorbereitet.

Zur Einstimmung auf unser Pilzwochenende hatten wir schon eine kleine Pilzausstellung vorbereitet.

Das Programm

Freitag, der 06. Mai 2016 – Theorietag

Ab 12.00 Uhr Anreise

Gegen 14.00 Uhr Begann der Theorieteil in unserem Schulungsraum. Referent war in bewährter Form Ulrich Klein. Er bot in seinem Power – Point – Vortrag allgemeine Pilzkunde und eine Heranführung an den Frühlingsaspekt. Nach dem Abendbrot ging Reinhold Krakow in gemütlicher und ungezwungener Runde spezieller auf die Pilzflora des Frühlings ein. Neben der Bandbreite der zu dieser Jahreszeit auftretenden Frischpilze wurde auch auf deren wichtigste Biotope hingewiesen.

Unser kleines Seminar stand ganz im Zeichen des Pilzfrühlings.

Unser kleines Seminar stand ganz im Zeichen des Pilzfrühlings.

Gut gelaunt startete Ulrich Klein seinen fundierten Power - Point - Vortrag.

Gut gelaunt startete Ulrich Klein seinen fundierten Power - Point - Vortrag.