Tagebuch

Ein Rückblick auf Ereignisse und Veranstaltungen.

03. Dezember 2022 – Weihnachtfeier im Til

Weihnachtsfeier im Treff im Lindengarten

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Am Sonnabend, dem 03. Dezember 2022, von 16.00 – 20.00 Uhr. Um vorherige Anmeldung wird bis zum Montag, dem 28. November 2022, gebeten.

Wenn es die Pandemielage erlaubt und Putin in Europa nicht die Atompilze in den Himmel wachsen lässt, wir den Treff im Lindengarten ohne Einschränkungen nutzen dürfen, sind alle Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e. V. und solche, die es werden wollen, nach langer, Corona – bedingter Zwangspause, wieder sehr herzlich zum gemütlichen Jahresausklang eingeladen. Das Rahmen – Programm sieht u. a. ein kleines Stück der „Puppenbühne Firni“ sowie einen Reisebericht unseres Pilz – und Naturfreundes Christopher Engelhardt aus dem hohen Norden vor. Chris war hier im Herbst zusammen mit seiner Partnerin mehrere Wochen mit dem Wohnmobil unterwegs und hat viele interessante Motive einfangen können. Vorstellbar wäre auch ein bebilderter Jahresrückblick des Pilzjahres 2022. Für Speis und Trank wird gesorgt sein. Mitzubringen ist lediglich etwas Zeit, gute Laune und eine kleine Spende für die gereichten Köstlichkeiten.

Weihnachtsfeier im TiL in Vor – Corona – Zeiten.

Wir wünschen uns eine rege Teilnahme!

30. November 2022 – Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Langen Brütz

Auch für interessierte Gäste

Es geht in den  3. Quadranten des MTB: Langen Brütz

Treff und Uhrzeit können individuell festgelegt werden. Einfach anrufen oder eine Nachricht zusenden. Tel:: 03841/228917. Kostenpunkt: 20.00 € p. P., für Vereinsmitglieder frei. Dauer der Tour zwischen 3 und 5 Stunden.


Mit der heutigen Mittwochsexkursion endet ganz offiziell die aktive Pilzsaison des Steinpilz – Wismar. In der Aspekt – Abfolge eines durchschnittlichen Pilzjahres befinden wir uns bereits seit Mitte des Monats im Winter. Selbstverständlich wachsen auch jetzt noch Spätherbstarten, aber auch die Klassiker der kalten Jahreszeit unter den Speisepilzen sind in der Regel schon ordentlich unterwegs.

Auch in diesem Quadranten findet sich eine sehr abwechslungsreiche und Landschaft mit vielen Wäldern und Seen. Die Warnow mäandert durch dieses Gebiet. Hier gibt es das interessante Naturschutzgebiet der Pinnower Trockenhänge, die bewaldeten Ufer des Pinnower Sees oder die zusammen hängenden Waldgebiet Bauernbusch und Hohes Holz. Wir haben also reichlich Auswahl. Sollten winterliche Bedingungen mit Eis und Schnee vorherrschen, steht, wie auf obigem Bild zu erkennen, einer Exkursion zwar nichts im Wege, ich werde dann allerdings nicht von Wismar aus mit meinem Leichtkraftroller zum Zielgebiet fahren. Also hoffe ich auf einen PKW – Besitzer, der Lust auf die letzte Tour des Jahres hat. 

Bei wirklich schlechtem Wetter wird der Termin verschoben.

26. November 2022 – Steern – Wiechnacht in Wismar

Steern – Wiehnacht in Wismar

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Imbissabend zur Steern – Wiehnacht

Sonnabend, der 26. November 2022, von 16.00 – 20.00 Uhr im Nikolaiviertel der Weltkulturerbe- und Hansestadt Wismar. Von der Schweinsbrücke bis zur Ecke ABC Straße.


Wie schon in den Vorjahren, soll am Sonnabend vor dem 1. Advent wieder die Steern – Wiehnacht, ein nostalgischer Weihnachtsmarkt in der Wismarer Altstadt, gefeiert werden. Organisiert vom Brausekontor und dem Stadtgeschichtlichem Museum. Erstmals wollen wir uns in diesem Jahr auch mit einem kleinen Imbissangebot beteiligen. So werden wir vor dem Info – Zentrum einen Imbissstand aufbauen und eine herzhafte und heiße Walpilzpfanne b. z. w. Waldpilzsuppe anbieten. Glühwein wird es an anderen Ständen geben. Außerdem gibt es im Inneren des Steinpilz- Wismar wieder unsere ganz besonderen Adventsgestecke käuflich zu erwerben. Jedes ein einzigartiges Unikat.

Die Organisatoren freuen sich auf ihren Besuch.

20. November 2022 – Vereinsexkursion

Vereins- und Kartierungsexkursion

Gemeinnützi9ge Gesellschaft Wismar e. V. – Gruppe der Pilzfreunde

Sie führt durch den Wald bei Krönkenhagen

Diese Veranstaltung wird aufgrund der ungünstigen Wetterlage leider abgesagt!

Treff am Sonntag, dem 20. November 2022, um 09.00 Uhr auf dem schmalen Parkplatz gegenüber dem Zeughaus in der Wismarer Ulmenstraße. Je nach Möglichkeit können auch Fahrgemeinschaften gebildet werden. Auch für interessierte Gäste. Es wird dann aber eine Teilnahmegebühr von 10.00 € p. P. erhoben. Zweittreffpunkt kann gegen 09.30 Uhr an Renates Imbisshütte, direkt an der B 105, in Höhe Abzweig Jamel sein.


Das Pilzjahr der offiziellen Wanderungen und Exkursionen klingt mit unserer heutigen Vereins- und Kartierungsexkursion im Wald bei Krönkenhagen aus. Bereits im vergangenen Winter war ich hier zu einer außerplanmäßigen Exkursion mit unserem Vereinsmitglied Christopher Engelhardt und einer jungen Dame aus dem Harz unterwegs. Es war im Februar und selbst zu dieser Jahreszeit konnte sich unserere Begleiterin über eine ausgiebige Pilzmahlzeit freuen. Es gab frische Austernseitlinge satt! Zwar geht es heute vordergründig um unsere Großpilzkartierung, aber wer Appetit auf eine frische Wildpilzmahlzeit hat, könnte auch gegen Ende November gute Chancen dafür haben.


Zu beachten wäre die Wetterlage. Sollten Unwetterwarnungen für den Zeitraum der Exkursion bestehen, kann die Veranstaltung kurzfristig abgesagt werden. Deshalb bitte nochmals zeitnah an dieser Stelle informieren. Siehe auch unter: http://www.unwetterzentrale.de


Die Exkursion dauert bis in die Mittagszeit an.

16. November 2022 – Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Langen Brütz

Auch für interessierte Gäste

Es geht in das MTB: 2335/2 = Langen – Brütz

Treff und Uhrzeit können individuell festgelegt werden. Einfach anrufen oder eine Nachricht zusenden. Tel.: 03841/228917. Kostenpunkt: 20.00 € p. P., für Vereinsmitglieder frei. Dauer der Tour zwischen 3 und 5 Stunden.


Wir nehmen heute den 2. Quadranten der Topographischen Karte Langen Brütz im Maßstab 1 : 25 000 in Angriff. In diesem Quadranten finden sich eine Vielzahl interessanter Biotope und Landschaften im Naturraum Kuhlen – Wendorf. Der nördliche Teil ist vielfältig strukturiert, sehr hügelig durch die Kritzower Berge, mit kleinen Seen, allen voran das Naturschutzgebiet Holzendorfer Warnowseen, sowie die Uferbereiche der Warnow selbst. In der Südwestecke befindet sich eine weitläufige Winston – Golfanlage und östlich davon ausgedehnte Wald- und Forstflächen der ehemaligen Staatsfort Turloff bei Weberin. Ich denke, letztere werden das Ziel der heutigen Mittwochsexkursion darstellen.

Bei schlechtem Wetter kann die Exkursion verschoben werden.

12. November 2022 – Öffentliche Lehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Roten Fliegenpilzes

Sie führt durch den Wald am Homberg

Der Homberg, an der B 104 zwischen Schwerin und Sternberg im Mai 2020.

Treff am Sonnabend, dem 12. November 2022, um 08.00 Uhr auf den unterteilten Parkplätzen am ZOB, Kopenhagener/Stockholmer Straße. Je nach Möglichkeit können auch Fahrgemeinschaften gebildet werden. Zweittreffpunkt kann gegen 09.00 Uhr auf der Parkschleife im Wald am Homberg, direkt an der B 104 sein. (Eingangs des Waldes rechts von Sternberg kommend).


Kostenpunkt: 10,00 € p. P., Vereinsmitglieder 5.00 € und Kinder zwischen dem 6. und 14. Lebensjahr 2.50 €.


Es ist schon längere Zeit her, als wir hier schon einmal im Rahmen einer öffentlichen Pilzführung unterwegs waren. Damals ebenfalls im Spätherbst. Leider fielen seit dem viele alte Buchen der Säge zum Opfer. Hier wurde in den zurück liegenden Jahren stark ausgeholzt. Mächtige Buchen wurden umgelegt und im großen Stil geerntet. Da klingelt natürlich die Kasse. Während eines Telefonats mit einem benachbarten Waldbesitzer, dem ein Teil des sogenannten Hegholzes und Paradieses gehört, sagte mir dieser einmal wörtlich „In 100 Jahren seien die Buchen doch wieder nachgewachsen“.

Ja, in 100 Jahren! Kurz bevor es in diesem Wald lichter wurde, konnten wir hier noch eine gigantische Steinpilz – Schwämme erleben. Wenig später fielen die Buchen reihenweise und mit einer solchen Schwämme von Herrenpilzen dürfte es selbst in guten Jahren am Homberg schwer werden. 

Nun, Steinpilze gibt es natürlich auch noch im November, aber darauf sollten wir uns heute nicht versteifen. Im Spätherbst – Aspekt dominieren schließlich andere Arten, die es gilt kennen zu lernen. Darunter auch zahlreiche Speisepilze.


Bitte beachten Sie die Wetterentwicklung. Sollten für den Zeitraum der Wanderung Unwetterwarnungen bestehen, kann die Veranstaltung kurzfristig abgesagt werden. Informieren Sie sich daher bitte an dieser Stelle nochmals zeitnah. Siehe auch unter: http://www.unwetterzentrale.de


Die Wanderung kann bis zum Mittag andauern.

09. November 2022 – Kartrierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Langen Brütz

Es geht in das MTB: 2335/1 = Langen Brütz

Auch für interessierte Pilz- und Naturfreunde

Ziel ist das Warnowtal bei Karnin

Treff und Uhrzeit können individuell abgestimmt werden. Einfach anrufen oder eine Nachricht zusenden. Tel.: 03841/228917. Kostenpunkt: 20.00 € p. P., für Vereinsmitglieder frei. Dauer der Tour zwischen 3 und 5 Stunden.


Ziel soll das Naturschutzgebiet Warnowtal bei Karnin sein. Die Warnow mäandert hier durch ein sehr abwechslungsreiches, oft bewaldetes Gebiet. Feuchte Erlenbrüche, trockenerer Buchenwald, Steilhänge oder auch fast heideartige Bereiche wechseln hier oft in schneller Folge ab. Natürlich liegt aus diesem vielseitigen und interessanten Revier schon eine recht hohe Anzahl kartierter Großpilzarten vor, aber dennoch sind sicher auch Arten zu entdecken, die bisher noch keinen Fundpunkt in meinen Verbreitungskarten aufweisen. In diesem Sinne hoffe ich auf eine vielseitige Exkursion. Die Landschaft ist es allemal.

Bei schlechtem Wetter kann die Kartierung verschoben werden.

02. November 2022 – Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Boltenhagen

Auch für interessierte Gäste

Es geht in das Messtischblatt 2033/4 = Boltenhagen

Treff und Uhrzeit können individuell festgelegt werden. Einfach anrufen oder eine Nachricht zusenden. Tel.: 03841/228917. Kostenpunkt: 20,00 € p. P., für Vereinsmitglieder frei. Dauer der Tour: 3 – 5 Stunden.


Im 4. Quadranten des Messtischblattes Boltenhagen sieht es mit geeigneten Wäldern mehr als dürftig aus. So wie schon im Frühling des vergangenen Jahres, werden wir uns dem Küstenstreifen der westlichen Wohlenberger Wiek, zwischen der Liebeslaube und dem Campingplatz Beckerwitz, zuwenden. Hier war ich bisher tatsächlich nur im Frühling unterwegs, weil es im Küstensaum durchaus einige Klassiker dieser Jahreszeit gibt. So dürfte in meiner Datenbank noch einiges aus dem Herbst fehlen. Es könnte sich also lohnen.

Bei schlechtem Wetter kann die Exkursion verschoben werden.

29. Oktober 2022 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Roten Fliegenpilzes

Sie führt durch die Wälder bei Ventschow

Treff am Sonnabend, dem 29. Oktober 2022, um 08.00 Uhr auf den unterteilten Parkflächen am ZOB, Kopenhagener/Stockholmer Straße. Je nach Möglichkeit können auch Fahrgemeinschaften gebildet werden. Zweittreffpunkt kann auf dem Parkplatz vor dem  Bahnhof in Ventschow gegen 08.30 Uhr sein.


Kostenpunkt: 10,00 € p. P., Kinder zwischen 6 und 14 Jahren 2.50 € und Vereinsmitglieder sind mit 5.00 € dabei.


Seit längerer Zeit führte schon keine öffentlich geführte Lehrwanderung mehr durch die Waldgebiete bei Ventschow. Es wird also mal wieder Zeit, durch diese sandigen Laub- und Nadelforste auf der Suche nach allerlei Frischpilzen zu Wandern. Es ist Spätherbst und was kann man zu dieser fortgeschrittenen Jahreszeit noch erwarten? Sicherlich typische Spätherbstarten wie Rötel – Ritterlinge, Stubbenpilze, Schirmpilze und Ritterlinge. Auch Röhrlinge wie Butterpilze, Maronen oder sogar Stein- und Birkenpilze können noch vertreten sein. Unter Kiefern leckere Frost – Schnecklinge sowie viele andere Pilzarten sind Ende Oktober durchaus noch vertreten.


Bitte beachten Sie die Wetterentwicklung. Sollten zum Zeitpunkt der Wanderung Unwetterwarnungen bestehen, kann die Veranstaltung kurzfristig abgesagt werden. Bitte informieren Sie sich daher an dieser Stelle nochmals zeitnah. Siehe auch unter: http://www.unwetterzentrale.de


Die Wanderung kann bis zum frühen Nachmittag andauern.

26. Oktober 2022 – Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Boltenhagen

Auch für interessierte Gäste

Es geht in das MTB: 2033/3 = Boltenhagen

Treff und Uhrzeit können individuell abgestimmt werden. Einfach anrufen oder eine Nachricht zusenden. Tel.: 03841/228917. Kostenpunkt: 20,00 € p. P., für Vereinsmitglieder frei. Dauer der Tour: 3 – 5 Stunden.


Im dritten Quadranten des MTB Boltenhagen gibt es mehrere, kleinere Waldgebiete, die für unsere Mittwochsexkursion in Frage kommen könnten. Da wäre zunächst der Wolfsbruch bei Klütz. Er war schon im Frühling 2021 im Rahmen unserer Mittwochsexkursionen ein schönes Ziel. Zwei weitere Wäldchen schließen sich in Richtung Süden an. Das umfangreichste Revier findet sich jedoch zwischen den Ortschaften Thorstorf, Rolofshagen und Parin. Auch dieses Laub- und Nadelwaldgebiet war schon einmal Mittwochs an der Reihe und auch eine erfolgreiche, öffentliche Lehrwanderung in Begleitung eines Fernseh – Teams (Wismar t-v) führte bereits hier her. Ich denke, es sollte auch heute unser Ziel sein.

Bei schlechtem Wetter kann die Exkursion verschoben werden.

21. – 23. Oktober 2022 – Pilzseminar in Mecklenburg

Ein Pilzwochenende in Mecklenburg

Im Haus der Natur im Warnowtal bei Karnin

Achtung! Anreise ab 13.00 Uhr!

Freitag, 21.10. – ab 14.00 Theorie

Sonnabend, 22.10. – Exkursionen und Bestimmungen

Sonntag, 23.10. – Restliche Auswertungen und Abschlussexkursion


Das Mykologische Informationszentrum Steinpilz – Wismar lädt also auch in diesem Herbst wieder zu einem Pilzwochenende nach Mecklenburg ein.

Idyllisch gelegen im kleinen Ort Karnin und im gleichnamigen Warnowtal, befindet sich das vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) betriebene Haus der Natur. Die ehemalige Naturschutzstation ist als Gästehaus eingerichtet. Nicht zuletzt für Menschen, die in Ruhe die schöne, mecklenburgische Natur mit ihren Seen und Wäldern genießen wollen. Wasserwanderungen auf der Warnow laden unweit unserer Landeshauptstadt Schwerin zur Freizeitgestaltung ein.

Das Warnowtal Karnin im Mai 2020.

  • Am Freitag steht ab 14.00 Uhr wie gewohnt Theorie auf dem Programm. Es gibt Beamer – Vorträge zu speziellen Themen der einheimischen Großpilzflora. In gemütlicher Runde können am Abend die morgigen Exkursionsgebiete ausgesucht und festgelegt werden.
  • Sonnabend starten wir nach dem Frühstück zu unseren Exkursionen und am Abend werden unsere Fundstücke auf Papptellern sortierte, bestimmt und vorgestellt. Anschließend gemütliches Beisammensein.
  • Am Sonntag, nach der Räumung unserer Unterkünfte, starten wir zu unserer Abschlussexkursion.

Das Objekt besitzt einen großzügig angelegten Außenbereich. Sitzgelegenheiten und eine Feuerstelle sind vorhanden. Allerdings ist Eigenversorgung angesagt. Eine Küche ist vorhanden.

Siehe unter: http://www.schwerinersee.de

Auf Unterkünfte – Gruppenreisen – Haus der Natur gehen. 

Sortieren der Funde während unseres vorjährigen Herbstseminars in den Pfifferlingstannen bei Parchim.


Seminargebühren: 80,00 € p. P. zuzüglich der Kosten für die Unterkunft und Eigenverpflegung.


Haus der Natur im Warnowtal Karnin.

Anmeldeschluss verlängert bis zum 19. Oktober 2022

E – Mail – Adresse: steinpilz.wismar@t-online.de

19. Oktober 2022 – Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Boltenhagen

Auch für interessierte Gäste

Im Messtischblatt 2033/2 = Boltenhagen

Treff und Uhrzeit können individuell abgestimmt werden. Einfach anrufen oder eine Nachricht zusenden. Tel.: 03841/228917. Kostenpunkt: 20.00 € p. P., Vereinsmitglieder frei. Es sind etwa 3 – 5 Stunden einzuplanen.


Im 2. Quadranten des Messtischblattes Boltenhagen wären eigentlich hauptsächlich marine Pilze von Interesse, da etwa 90 % des Quadranten von der Ostsee eingenommen werden. Am Nordwestzipfel ragt der östliche Teil des NSG Tarnewitzer Huk in das Kartierungsgebiet. Dieser ist bewaldet und wäre ganz sicher auch ein dankbarer Bereich für unser Vorhaben. Leider ist die Halbinsel gesperrt und darf nicht betreten werden. Sie wurde lange Jahre militärisch genutzt und möglicherweise gibt es hier noch Altlasten, die gefährlich werden können. Deshalb bleibt nur ein kleiner, bewaldeter Küstensaum an der Wohlenberger Wiek, bei Hohen Wieschendorf, übrig. Nadel – Monokulturen sind gleich angrenzend zu finden, aber ebenfalls eingezäunt. Es handelt sich um eine Weihnachtsbaumplantage des Erdbeerhofes Glanz. Die interessantesten Revier sind daher leider nicht der Öffentlichkeit zugänglich.

Bei schlechtem Wetter kann die Exkursion verschoben werden.

15. Oktober 2022 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Roten Fliegenpilzes

Durch die Barniner Tannen

Treff am Sonnabend, dem 15. Oktober 2022, um 08.00 Uhr auf den unterteilten Parkflächen am ZOB in Wismar – Koppenhagener/Stockholmer Straße. Je nach Möglichkeit könnten auch Fahrgemeinschaften gebildet werden. Zweittreffpunkt kann gegen 09.15 Uhr am Weg – Abzweig am Ortsausgang/Eingang Demen in Richtung Barnin/Müggenburg sein.


Kostenpunkt: 10,00 € p. P., Kinder zwischen 6 und 14 Jahren 2.50 €. Für Vereinsmitglieder 5.00 €.


Die Bariner Tannen ist ein klassisches Revier für Pilzsucher. Sandige Laub- und Nadelforste lassen volkstümliche Arten wie Butterpilze, Maronen, Steinpilze oder Riesen – Schirmpilze erwarten. Wir befinden uns an der Schwelle zum Spätherbst und daher können Saprophyten wie Rötel – Ritterlinge und Trichterlinge zahlreich in Erscheinung treten. Genauso so wie das Heer der Ritterlinge, Milchlinge und auch Täublinge. Es handelt sich um eine Lehrwanderung und daher dürfen wir davon ausgehen, dass jeder, der etwas dazu lernen möchte, durchaus seinen Horizont  erweitern kann und am Ende sollte auch eine schmackhafte Pilzmahlzeit auf dem Speiseplan stehen.


Zu beachten wäre die Wetterentwicklung. Sollten Unwetterwarnungen für den Zeitraum der Wanderung bestehen, kann die Veranstaltung kurzfristig abgesagt werden. Bitte informieren Sie sich an dieser Stelle nochmals zeitnah. Siehe auch unter: http://www.unwetterzentrale.de


Die Wanderung kann bis zum frühen Nachmittag andauern.

12. Oktober 2022 – Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Boltenhagen

Auch für interessierte Pilzfreunde

Es geht in das Messtischblatt 2033/1 = Boltenhagen

Treff und Uhrzeit können individuell ausgehandelt werden. Einfach anrufen oder eine Nachricht zusenden. Tel.: 03841/228917. Kostenpunkt: 20,00 €, für Vereinsmitglieder frei. Es sind 3 – 5 Stunden einzuplanen


Das Boltenhagener Messtischblatt war bereits im Jahre 2021 im Rahmen der Mittwochsexkursionen an der Reihe. Jetzt haben wir Herbst und sicherlich ist mit einem deutlich höheren Frischpilzaufkommen und größerer Vielfalt zu rechnen. Daher macht es Sinn, hier nochmals unterwegs zu sein. Sinn macht es übrigens immer, da die Pilzflora ständigen Veränderungen unterworfen ist. Je mehr Pilzarten erfasst, beobachtet und kartiert werden, je mehr Datenmaterial vorliegt, um so besser lassen sich Veränderungen in unserer Umwelt erkennen und belegen. Kartierungen dienen daher auch als Grundlage zum erstellen von Roten Listen.

Ziel soll der Tarnewitzer Urwald sein. Er liegt südöstlich von Boltenhagen, nordöstlich von Christienenfeld und nordwestlich der Ortschaft Oberhof. Es handelt sich vorwiegend um Laubwaldbestände mit Erlenbrüchen, aber auch Buchenwald. Etwas Fichtenforst finden wir hier ebenfalls vor.

Bei schlechtem Wetter kann die Exkursion verschoben werden.

08. Oktober 2022 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Roten Fliegenpilzes

Sie führt durch die Kukuksbuchen

Treff am Sonnabend, dem 08. Oktober 2022, um 08.00 Uhr in Wismar, hinter den unterteilten Parkflächen am ZOB, Koppenhagener/Stockholmer Straße. Je nach Möglichkeit können auch Fahrgemeinschaften gebildet werden. Zweittreffpunkt kann gegen 09.15 Uhr auf dem Parkplatz zur Badestelle des Holzendorfer Sees in Dabel sein (Abzweig in Richtung Mestlin).


Kostenpunkt: 10,00 € p. P., für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren 2.50 €. Vereinsmitglieder sind mit 5.00 € dabei.


Die Kukuksbuchen waren schon einmal das Ziel einer öffentlichen Lehrwanderung. Damals tief im November, also im Spätherbst, ja fast schon Winter. Trotzdem erlebten wir damals eine für die Jahreszeit noch recht pilz- und lehrreiche Wanderung. Heute befinden wir uns hingegen noch in der Hochsaison und daher dürfte einer vielseitigen Pilzwanderung kaum etwas im Wege stehen. Nicht nur Stubbenpilze, wie Hallimasch, Schwefelköpfe, Helmlinge oder Stockschwämmchen bevölkern nun viele Baumstümpfe. Auch die Laub – und Nadelstreu bringt jetzt eine große Vielfalt ans Tageslicht. Beispielsweise Schirmpilze, Trichterlinge oder Rötel – Ritterlinge. Aber auch Mykorrhiza – Arten wie Täublinge, Milchlinge, Ritterlinge, aber auch Röhrlinge sind um diese Jahreszeit allerorten zu Gange.


Bitte beachten Sie die Wetterentwicklung. Sollten für den Zeitraum der Wanderung Unwetterwarnungen bestehen, kann die Veranstaltung kurzfristig abgesagt werden. Daher ist es sinnvoll, sich nochmals zeitnah an dieser Stelle zu informieren. Siehe auch unter: http://www.unwetterzentrale.de


Die Wanderung kann bis zum frühen Nachmittag andauern.

05. Oktober 2022 – Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Mestlin

Herzlich eingeladen sind auch interessierte Pilzfreunde

Zum letzten Mal geht es in das MTB: 2437 = Mestlin

Treff und Uhrzeit können ganz individuell verabredet werden. Einfach anrufen oder eine E – Mail zusenden. Tel.: 03841/228917. Kostenpunkt: 20.0 € p. P., für Vereinsmitglieder frei. Es sind zwischen 3 und 5 Stunden einzuplanen.


Ein letztes mal geht es heute in die Topographische Karte Mestlin = 2437/4. Das Blatt im Maßstab 1:25 000 wurde geviertelt und heute ist der 4. und letzte Quadrant an der Reihe. Von größeren Wäldern ist dieses Gebiet allerdings nicht gesegnet. Neben kleinen Waldinseln finden sich allerdings auch etwas lohnendere Ziele. So der Warnow Graben bei Lenschow. Ein kleineres Waldgebiet nördlich Bahlenrade, ein Nadelwald am Sandberg oder die Sehlsdorfer Tannen. Dieses Gebiet stand schon mal auf dem Programm einer Mittwochsexkursion. Ebenfalls im Herbst, aber es war damals recht artenarm. Auch wegen der Erreichbarkeit (Kreisstraße 24) würde ich auch heute wieder die Sehlsdorfer Tannen ins Auge fassen wollen. 

Bei schlechtem Wetter kann die Exkursion verschoben werden.

30.09. – 03.10.2022 Pilzausstellung in Wismar

29. Großpilzausstellung in Wismar

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Im Mykologischen Informationszentrum ABC Straße 21

Freitag, dem 30. September bis Montag, dem 03. Oktober 2022 im Mykologischen Informationszentrum Steinpilz – Wismar, ABC Straße 21. Eintritt: 2.00 €


Auch in diesem Jahr soll wieder eine Großpilzausstellung in Wismar zu sehen sein. Wie gewohnt in den Räumlichkeiten der ABC Straße 21. Schon die Vortage werden ganz im Zeichen unserer Pilzschau stehen. So werden die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e. V. mehrere Tage in unterschiedlichsten Wäldern, Parkanlagen, Wiesen, Heiden und Mooren unterwegs sein, um eine möglichst große Bandbreite einheimischer Pilzarten zusammen zu tragen. Diese werden in mehreren Kühlschränken zwischen gelagert, um auf unseren vorbereiteten und mit Moos ausgelegten Ausstellungsflächen ab Freitag zu sehen sein.

Hier die Öffnungszeiten

Freitag, der 30.09. von 14.00 – 18.00 Uhr

Sonnabend, der 01.10 von 10.00 – 18.00 Uhr

Sonntag, der 02.10. von 10.00 – 18.00 Uhr

Montag, der 03.10. von 10.00 – 18.00 Uhr

Leckere Möhren – Pilzpfanne.

Imbiss gibt es voraussichtlich am Sonnabend und Sonntag jeweils zwischen 11.00 und 18.00 Uhr.

Herzhafte Waldpilzsuppe, Pilzpfanne und frische Waffeln.

Pilzsucher können ihre Fundsachen in der Pilzberatung vorlegen. 

Unser Imbissstand bietet leckeres aus Wald und Flur an, aber auch Kaffee und Kuchen, insbesondere frische Waffeln.

Wir freuen uns auf ihren Besuch.

25. September 2022 – Pilztag im Lübschen Forst

Pilzwanderungen in der Lübschen Forst Ritzerau

BUND im Kreis Herzogtum Lauenburg

Treff am Sonntag, dem 25. September 2022, um 09.45 Uhr in 23896 Ritzerau, Am Forstgehöft, Köhlerhütte (800m geradeaus den Waldweg durchfahren). Dauer der Veranstaltung 10.00 – 14.00 Uhr. Zur Teilnahme sind verbindliche Anmeldungen unter folgender Mail – Adresse erforderlich: hans-heinrich.stamer@bund-rz.de


Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Kostenpunkt: 7,00 € p. P. (Kinder unter 13 Jahren zahlen die Hälfte).


Wie gewohnt wird die Veranstaltung von den Organisatoren eröffnet und es gibt einige Erläuterungen zum Wald und auch speziell zum Umgang mit unseren Großpilzen. Danach wird in mehreren Gruppen in verschiedene Bereiche der Ritzerauer Forst zu den jeweweiligen Pilzwanderungen aufgebrochen und gegen 13.00 Uhr versammeln sich alle wieder vor der Köhlerhütte. Die gefundenen Pilze werden auf Tischen ausgebreitet, besprochen und auf ihre Genießbarkeit kontrolliert. Ob es wieder die beliebte Pilzpfanne gibt, steht zum Zeitpunkt dieser Ankündigung noch nicht fest.

Großer Andrang auf einer der vorjährigen Veranstaltungen und Eröffnung durch Hans – Heinrich Stamer (links im Bild).

http://www.bund-herzogtum-lauenburg.de

BUND-Veranstaltungen

21. September 2022 – Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Mestlin

Auch für interessierte Pilzfreunde

Der 3. Quadrant von MTB: 2437 = Mestlin ist an der Reihe

Achtung, dieser Termin wird auf später verlegt.

Treff und Uhrzeit können individuell abgestimmt werden. Einfach anrufen oder eine E – Mail zusenden. Tel:: 03841/228917. Kostenpunkt: 20,00 €, für Vereinsmitglieder frei. Es sind zwischen 3 und 5 Stunden einzuplanen.


Der 3. Quadrant des Mestliner Messtischblattes ist leider ausgesprochen waldarm. Zur Verfügung steht ein hügeliges Mischwaldgebiet am Vogelberg und ein Wäldchen zwischen Grebbin, dem Ort wo die Warnow entspringt, und Wozinkel. Im Jahre 2018 rettete letzteres Gebiet gerade noch meine damalige Mittwochsexkursion. Es war das Dürrejahr und am luftigen Vogelsberg war nicht viel zu holen. Der Wald bei Grebbin liegt tiefer und geschützter und in den Moospolstern des Fichtenforstes und dessen Schneisen gab es zum Glück einige Frischpilze. Damals war es also hinsichtlich des Kartierungsergebnisses nicht weit her, um so mehr hoffe ich, dass es heute etwas ergiebiger ausfallen möge.

Bei schlechtem Wetter kann der Termin verschoben werden.

16. – 18. September 2022 – Pilzseminar in Drei Eichen

Pilzseminar in der Märkischen Schweiz

Im Umweltzentrum Drei Eichen

Von Freitag, dem 16.09. – Sonntag, dem 18.09.2022 im Umweltzentrum Drei Eichen bei Buckow, in der Märkischen Schweiz.


Wie schon in den Vorjahren lädt Organisator Oliver Justus und das Mykologische Informationszentrum Steinpilz – Wismar zu einem pilzkundlichen Wochenende in die Märkische Schweiz ein. Theorie und Praxis werden hier miteinander verknüpft. So gibt es wieder spezielle Vorträge zur einheimischen Pilzflora, zu Speisepilzen und ihren ungenießbaren oder giftigen Doppelgängern und weiteren Themen. Auf Exkursionen in die umliegenden Wälder werden die Pilze dann in ihren natürlichen Lebensräumen gefunden, entdeckt und erläutert. Sie werden am Abend auf Papptellern sortiert und auf Tischen ausgebreitet und geordnet. Bestimmungsübungen gehören genauso dazu, wie ausführliche Vorstellungen der gefundenen Objekte durch die Pilzexperten. In gemütlicher Runde können die Abende ausklingen und vielleicht gibt es sogar, so wie im letzten Jahr, unsere selbst gesammelten Waldpilze zur Verkostung oder gar zum Sattessen am Mittagstisch. Die dortige, vegetarische Küche ist dafür durchaus aufgeschlossen.

Umweltzentrum bei Buckow.http://www.dreichen.de

Anfragen und Anmeldungen bei Oliver Justus: oliver_justus@web.de  

Der Flyer und das Anmeldeformular:2022-09_Pilzseminar_Märkische_Schweiz 

14. September 2022 – Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Mestlin

Auch für interessierte Pilz- und Naturfreunde

Es geht in den 2. Quadranten des MTB: 2437 = Mestlin

Treff und Uhrzeit können individuell abgestimmt werden. Einfach anrufen oder eine Nachricht zusenden. Tel.: 03841/228917. Kostenpunkt: 20,00 € p. P., für Vereinsmitglieder frei. Die Tour kann zwischen 3 und 5 Stunden andauern.


Im 2. Quadranten des Messtischblattes Mestlin im Maßstab 1 : 25 000 finden sich drei Waldgebiete. Ganz im Norden ein kleines Gehölz an der Ziegelei, dass uns nicht weiter interessieren sollte. Zur Auswahl steht demnach das Mühlenholz und ein großes Laub- und Nadelwaldgebiet südlich Techentin. Das Mestliner Messtischblatt war im Jahre 2018 schon einmal Ziel unserer Mittwochsexkursionen. Damals durchstreifte ich das Mühlenholz mit leidlichem Erfolg. Eigentlich ein sehr vielseitiges und auch artenreiches Revier, aber 2018 war bekanntlich ein großes Dürrejahr. Auch haben wir hier einige Zeit lang Steinpilze geholt. Da ich im Waldgebiet südlich von Techentin bisher nur ein einziges mal zu einer kurzen Stippvisite unterwegs war, würde ich dieses Gebiet bevorzugen. Aber wir werden sehen und ich/wir werden es zeitnah entscheiden.

Bei schlechtem Wetter kann die Exkursion verschoben werden.

10. September 2022 – Vereinsexkursion der Pilzfreunde

Vereinsexkursion

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e. V. – Gruppe der Pilzfreunde

Auch Nichtvereinsmitglieder sind herzlich eingeladen

Vereinsexkursion am Roten See

Heute waren die Mitglieder des einzigen Pilzvereins Mecklenburg – Vorpommerns „Heinrich Sternberg Rehna e. V.“ und die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. wieder ganz herzlich an den Roten See eingeladen. Genauso wie Pilzinteressierte Gäste, die sich uns gerne anschließen wollten. Nach kurzer Begrüßung starteten wir in die waldreiche Umgebung und gegen 13.00 Uhr trafen sich alle wieder an der Blockhütte am Rote See zum Mittagstisch und anschließender Auswertung der Fundstücke. Da das Frischpilzaufkommen aufgrund der viel zu trockenen Verhältnisse hier sehr zu wünschen übrig ließ, entschlossen wir uns kurzer Hand in das einige Kilometer entfernte und geschützter liegende Radebachtal zu fahren. Das Ende des Pilzausflugs konnte wie immer jeder für sich selbst bestimmen. Etwas Geld und gute Laune waren mitzubringen.

Kurz vor dem Start zur Exkursion.

Aufbruch durch das Radebachtal.

Ein markanter Samptfuß – Krempling (Paxillus atrotomentosus).

Poch hart und von geringem Speisewert ist der Harte Zinnobertäubling (Russula rosacea).

Seit vielen Jahren zu Hause im Radebachtal ist der Trügerische Hexen – Röhrling (Boletus mendax).

Giftige und bitter schmeckende Grünblättrige Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare).

Ein Rotbrauner Scheidenstreifling (Amanita fulva). Essbar.

Breitblättriger Rübling (Megacollybia platyphylla). Nicht für Speisezwecke zu Empfehlen.

Sommer – Steinpilz (Boletus reticulatus).

Immer wieder ein erbauendes und schönes Gefühl dem Kegelhütigen Knollenblätterpilz( Amanita virosa) zu begegnen. Tödlich giftig!

Christopher Engelhardt fotografiert einen Täubling.

Und zwar keinen geringeren als den hervorragenden Grüngefelderten Täubling (Russua virescens).

Zwar auch essbar, aber geringwertiger ist der ungleich häufigere Dickblättrige Schwarztäubling (Russula nigricans).

Hohlweg hinaus aus dem Radebachtal.

Ungewöhnlicher Fruchtkörper der Buckel – Tramete (Trametes gibbosa).

Kaum saßen wir am Mittagstisch an der Blockhütte des Roten Sees, braute sich am Himmel Unheil zusammen. Obwohl, die örtlichen Schauer waren ja sehr willkommen.

Fortsetzung folgt.

07. September 2022 – Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Mestlin

Auch für interessierte Gäste

Wir begannen mit MTB: 2437/1 = Mestlin

Das Große Holz am 07. September 2022.

Im 1. Quadranten des Messtischblattes Mestlin finden sich umfangreiche Waldgebiete, die für unsere Mittwochsexkursion in Betracht kamen. Da wäre der Ochsenkamp, die Torfheide und „Im Großen Holz“ zu nennen. Alle Bereiche sind miteinander verbunden. Wir finden Laub- und Nadelwälder, aber auch Heide b. z. w. Torfmoore vor. Hier haben wir vor Jahren bereits eine öffentliche Lehrwanderung durchgeführt und auch privat immer mal einige, gute Steinpilz – Plätze besucht. Wir entschieden uns für das Große Holz. Wir, das waren Pilzfreundin Catrin und Reinhold vom Steinpilz – Wismar. Im Großen Holz finden sich wunderbare Buchenbereiche, die mit Waldtümpeln und kleinen Sümpfen und Mooren abwechseln. Ein herrliches Revier, aber heute durch die lange Trockenheit ohne nennenswerten Frischpilz – Anteil.

Los ging es sogleich mit einem bekannten Kleinpilz, dem Ahorn – Runzelschorf (Rhytisma acerina).

Hier gleich drei Großpilze auf einen Streich: Wurzel – Schleimrübling (Xerula radicata), Rehbrauner Dachpilz (Pluteus atricapillus) und junge, sich entwickelnde Schmetterlings – Trameten (Trametes versicolor).

Ein Blitz hat hier seine Arbeit verrichtet.

Wir folgten der Schlackestrasse.

Kein Wunder, warum das Borstenvieh Schwarzwild genannt wird. Hier fühlt es sich Sauwohl.

Unweit der Schweine – Suhle frische Lungen – Seitlinge (Pleurotus pulmonarius).

Schön ist das charakteristische Gilben zu sehen, welches durch Wind und Trockenheit entsteht.

Rotbuchen – Rindenkugelpilz (Biscognauxia nummularia).

Spindeliger Rübling (Collybia fusipes).

Gelbe Lohblüte (Fuligo septica).

Ein prachtvoller Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) mit frischem Zuwachsrand.

Recht blass geratene Wurzel – Schleimrüblinge (Xerula radicata).

Junge Schmetterlings – Trameten (Trametes versicolor). Ein Vitalpilz.

Mitten drin im Großen Holz.

Unter eingestreuten Nadelbäumen erfreuten uns gleich mehrere Nadelholz – Braunporlinge (Phaeolus schweintzii).

Kleine, gelbe Schlauchpilze an totem Eichenholz. Hier wären die Spezialisten gefragt.

Hier dürfte es sich um Zerfließende Gallerttränen (Dacrymyces stillatus) handeln.

In der Grasnarbe des Waldweges einige, wenige Eichen – Filzröhrlinge (Xerocomus quercinus).

Kraniche am Waldrand trompeteten uns ihr Konzert.

Hier die Artenliste von MTB: 2437/1 – Großes Holz: Eichen – Mehltau, Ahorn – Runzelschorf, Zugespitzter Kugelpilz, Schmetterlings – Tramete, Rehbrauner Dachpilz, Wurzel – Schleimrüblng, Buckel – Tramete, Brandkrustenpilz, Rotbrauner Bostenscheibling, Flacher Lackporling, Lungen – Seitling, Buchenfruchtschalen – Holzkeule, Rotbraune Buchen – Kohlenbeere, Waldfreund – Rübling, Birnen – Stäubling, Spindeliger Rübling, Riesenporling, Rotrandiger Baumschwamm, Gelbe Lohblüte, Reihige Tramete, Birken – Eckenscheibchen, Echter Zunderschwamm, Striegelige Tramete, Nadelholz – Braunporling, Herber Saftporling, Klebriger Hörnling, Zerfließende Gallertträne, Eichen – Filzröhrling, Dünnfleischiger Kartoffel – Hartbovist, Eichen – Eckenscheibchen, Ampferblatt – Rostpilz, Rotbuchen – Rindenkugelpilz.


Wir verabschieden uns vom Großen Holz.

Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

06. September 2022 – Treffen der Pilzfreunde

Treffen der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Vorbereitungstreffen zur 29. Großpilzausstellung 

Treff am Dienstag, dem 06. September 2022, um 18.00 Uhr im Mykologischen Informationszentrum Steinpilz – Wismar, in der ABC Straße 21.


Pilzausstellung 2017. Ein Prosit schon mal vorab auf das Gelingen unserer diesjährigen Großpilzschau.

Die 29. Großpilzausstellung steht zum Monatswechsel auf dem Programm. Das heutige Treffen sollte dazu dienen, die Einzelheiten unseres alljährlichen Höhenpunktes zu besprechen. Die Ausstellung findet vom 30. September bis zum 03. Oktober in den Räumlichkeiten des Steinpilz – Wismar statt. Unsere Sammelaktionen starten am Dienstag, dem 27. September. Auch am folgenden Mittwoch werden einige Pilzfreunde wieder ganztägig unterwegs sein, um eine möglichst große und vielfältige Bandbreite an Frischpilzen aus Wald und Flur anzuliefern. Am Donnerstag, dem 29.09., beginnt der Aufbau unserer großen Pilzschau und die Eröffnung soll am am Freitag, dem 30.09. gegen 14.00 Uhr erfolgen. Es gilt zu klären, wer an welchen Tagen Zeit hat in die Pilze zu fahren, wer kann helfen den Imbiss vorzubereiten und wer ist am Wochenende mit dabei die Ausstellung und das Imbissgeschäft mit zu betreuen.

Wann findet das nächste Treffen der Pilzfreunde statt? – Siehe unter Termine!  

03. September 2022 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Roten Fliegenpilzes

Es führte durch das Kaarzer Holz

Die Hochsaison hat begonnen! Sollte es in den Vorwochen nicht zu trocken gewesen sein, kann jetzt mit einem sehr vielseitigen Aufkommen von Großpilzen in Wald und Flur gerechnet werden. Der September gilt im allgemeinen als artenreichster Monat im Jahr. Sowohl Sommerpilze, wie auch erste Herbstarten überschneiden sich jetzt in ihren Fruktifikationsperioden.

Die weitläufigen Wälder und Forste zwischen Borkow, Neu Woserin und Below sind ein Paradies für Speisepilzsammler. Hier brauchen sich die Pilzsucher auch nicht auf die Füße zu treten, denn die großen, ausgedehnten Laub- und Nadelwaldbereiche, die auf überwiegend sandigem Untergrund stocken, bieten reichlich Platz. Auf den vielversprechenden Standorten sind nicht nur Steinpilz, Pfifferling, Marone und Co., sondern auch eine Vielzahl weiterer Speisepilze, aber auch ihre ungenießbaren oder gar giftigen Doppelgängern zuhause. So kann man auf einer geführten Lehrwanderung sicher einiges hinzulernen und seinen Horizont erweitern.

Leider herrscht in diesem Revier weiterhin große Trockenheit, so dass sich die 4 eingefundenen Pilzfreunde entschlossen, in das nicht weit entfernte Kaazer Holz umzusetzen. Hier zog Mitte August ein kräftigerer Gewitterschauer rüber, der vielleicht inzwischen den einen oder anderen Frischpilz aus dem Waldboden gelockt haben könnte.

Und so war es auch. Reichlich Filzröhrlinge entlang der Waldwege heute im Kaarzer Holz. Rotfuß – Röhrling (Xerocomus chrysenteron). Standortfoto am 03.09.2022.

Und da staunte der kleine Steppke nicht schlecht, der morgen seinen 4. Geburtstag feiert, was der Opa am Wegesrand so alles entdeckte. Schließlich hat er ja einen großen Korb dabei.

Und da staunte selbst der Opa mächtig!

Aber diese Pilze sollten lieber nicht in den Korb der Speisepilze wandern. Die Widerlichen Täublinge (Russula pectinatoides) bereiten wirklich keine Gaumenfreude. Typisch für diesen Kammtäubling ist eine häufig rotfleckige Stielbasis.

Noch widerlicher wird es jedoch, landet dieser Geselle im Gericht, der äußerst bittere Gallen – Röhrling (Tylopilus felleus).

In größeren Mengen unangenehme Bauchgefühle dürften diese Bauchpilze der Gattung Scleroderma beim Verzehr auslösen. Sie entfalten dann nämlich ihr gastrointestinales Syndrom, das mit Verdauungsstörungen, Sehstörungen, Schwindel oder gar Rauschzuständen einher gehen kann, welche sich dann zweifellos ziemlich unangenehm auf das Wohlbefinden auswirken dürften.

Filzröhrlinge entlang der Waldwege waren heute Aspekt – bestimmend. Hier sehen wir in der Draufsicht einen Blutroten Röhrling (Xerocomus rubellus).

Ein fetter Happen ist dieser Kreuzspinne in ihr Netz gegangen.

Und wir freuten uns über diesen Zwerg – Champignon (Agaricus semotus). Wie sein beeindruckender Duft verriet, gehört er der Gruppe der Anis – Champignons an.

Vereinzelt auch mal ein kleiner Trupp von älteren Körnchen – Röhrlingen (Suillus granulatus).

Schmerling, wird dieser Schmierröhrling auch genannt.

In den Korb der Speisepilze dürfen diese Blaugrauen Täublinge (Russula parazurea) wandern. Auch Wolken – Täubling genannt.

Das Kaarzer Holz wird von der Naturerbe GmbH der Deutschen Bundesstiftung Umwelt betreut. In dessen Auftrag haben wir ausgewählte Flächen vor einigen Jahren mykologisch untersucht. Das umfangreiche Waldgebiet soll  schrittweise sich selbst überlassen werden und zum Naturschutzgebiet ausgewiesen werden. Schon jetzt gibt es hier einen hohen Totholzanteil und auch ein Wolfsrudel ist hier beheimatet.

Natürlich auch für kleine Waldkobolde ein abenteuerliches Revier.

An diesem Schiefen Schillerporling (Inonotus obliquus) kam Phillip nicht vorbei. Er musste als Vitalpilz einfach mit.

Zum Schluss hat es dann doch noch für eine kleine Ausbeute gereicht.


Wann startet die Nächste Wanderung? – Siehe unter Termine!

31. August 2022 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion

Auch für wissbegierige Pilz- und Naturfreunde

Sie führte in das MTB: 2633/4 = Redefin

Zum letzten mal ging es heute in die Region Redefin. Und zwar nicht zum Reiten auf Pferden, sondern zur Bestandsaufnahme im 4. Quadraten des Messtischblattes 2633. Kartiert wurden alle Großpilze, die im Feld angesprochen werden konnten. Und das waren aufgrund der sehr trockenen Vorgeschichte so gut wie keine! Die Kiefernforste zwischen Groß Krams und Alt Kränzlin waren mein Zielgebiet. Das Exkursionsrevier wird teilweise von der B 5 zerschnitten und ist daher verkehrstechnisch gut zu erreichen. Es hatte hier zwar einige Tage zuvor kräftig geregnet, aber das erbrachte für heute noch keine Punkte.

Aber ich hatte gerade mein Fahrzeug abgestellt, als mir diese Eichen – Filzröhrlinge (Xerocomus quercinus) in mein Blickfeld gerieten. Ich traute zunächst kaum meinen Augen. Frischpilze hatte ich heute kaum erwartet. Es war sicher ein Ausrutscher.

Echte Zunderschwämme (Fomes fomentarius). Auf derartiges hatte ich mich konzentriert, denn wir können ihnen ganzjährig und bei jeder Wetterlage begegnen.

Aber es dauerte nicht lange und schon wieder Frischpilze am Wegesrand, unter säumenden Eichen und Birken. Aber keine Eichen – Filzröhrlinge sondern die nah verwandten Rotfuß – Röhrlinge (Xerocomus chrysenteron).

Die bei Vitalpilz – Liebhaberinnen und Liebhaber beliebten Schmetterlings – Trameten (Trametes versicolor) sind frisch am kommen.

Aller guten Dinge sind drei. Die dritte, unverhoffte Frischpilzart. Ein Kamm – Täubling unter Eiche.

Hier muss zunächst der Geruch geprüft werden. Camembert – Geruch = Camembert – Täubling. Eher fischartig oder nach altem Gummi = Widerlicher Täubling (Russula pectinatoides). Ihn sehen wir hier. Es gibt aber auch noch den Milden Kammtäubling, ohne unangenehmen oder Camembert – Geruch. Der wäre dann essbar, während die beiden anderen Vertreter ungenießbar sind.

Immer wieder eine Freude für mich, dem Zweifarbigen Knorpelporling (Gloeoporus dichrous) zu begegnen. Wie so oft auch hier wieder an einen toten Eichen – Knüppel.

Typische Kiefernforst in der Griesen Gegend.

Gemeiner Violettporling (Trichaptum abietinum) an liegendem Kiefernstamm.

Stellenweise immer mal kleine Sandhäufchen mit Schlupfloch. Sind es Erd- b. z. w. Sandbienen?

Diese Blutmilchpilze (Lycogala epidendron) machen ihrem Namen alle Ehre. 31.08.2022 bei Groß Krams.

Das herrliche Sandrevier begrenzt die Lübtheener Heide im Norden.


Hier die kleine Artenliste von MTB: 2633/4 = Groß Krams: Eichen – Filzröhrling, Echter Zunderschwamm, Rotfuß – Röhrling, Eichen – Zystidenrindenpilz, Birken – Zungenporling, Schmetterlings – Tramete, Eichen – Mehltau, Widerlicher Täubling, Zweifarbiger Knorpelporling, Birken – Eckenscheibchen, Eichen – Eckenscheibchen, Gemeiner Violettporling, Kiefern – Spaltlippe und Blutmilchpilz.


Ein Abendhimmel wie ein Gemälde. Die Konvektion scheint gedeckelt und läuft an der Sperrschicht breit. Das unterbindet stärkere Schauer- und Gewitterbildung. Zeit aufzubrechen!

Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? Siehe unter Termine!

26. August 2022 – Traditionelle Nachtwanderung

Nachtwanderung 2022

Durch die Wälder der Dobbertiner Seenlandschaft

Diese Veranstaltung muss aufgrund von möglicher Unwettergefahr leider abgesagt werden!

Treff am Freitag, dem 26. August 2022, um 18.30 Uhr auf den unterteilten Parkflächen am ZOB in Wismar, Wasserstraße, Kopenhagener Straße. Je nach Möglichkeit können auch Fahrgemeinschaften gebildet werden. Zweittreffpunkt und Beginn der nächtlichen Pilzwanderung kann gegen 20.00 Uhr auf dem Park- und Rastplatz Alte Mühle am Mildenitztal sein. Von der B 192 gegenüber dem Abzweig nach Neuhof in den Waldweg einfahren und bis zum Parkplatz vor der Brücke über die Mildenitz durchfahren.


Kostenpunkt 10.00 € p. P., Vereinsmitglieder der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. sind mit 5,00 € dabei + mögliche Kosten für einen nächtlichen Imbiss.


Unser Pilzfreund Thomas ist dafür bekannt, die schönsten Steinpilze auf unseren Nachtwanderungen zu entdecken. So auch im letzten Jahr in den Pfifferlingstannen.

Es ist wieder soweit. Unsere traditionelle Nachtwanderung steht  auf dem Programm. In diesem Jahr hatte ich eigentlich die reizvollen Wälder und Pilzgründe in der Wooster Heide zwischen Sandhof und Wooster Teerofen ausgesucht. Allerdings schien mir die An – und Rückfahrt dann doch ein wenig weit, so dass ich mich für das weitläufige Waldrevier südlich der Mildenitz im Dobbertiner Seenland entschieden habe. Hier waren wir immerhin schon 2 mal des Nachts unterwegs und immer auch mit besten Erfolgen. Zum anderen finden wir hier einen ausgezeichneten Rast – und Picknickplatz für einen möglichen Imbiss zu Mitternacht vor. Mit Stirnlampen und anderen Leuchtmitteln bewaffnet, wollen wir die wunderbare und geheimnisvolle Stimmung einer nächtlichen Wanderung durch den Wald auf uns einwirken lassen. Hoffen wir, dass es nicht zu trocken sein möge und reichlich Frischpilze sprießen. Wer nun glaubt in der Dunkelheit ist doch kein einziger Pilz zu finden, dürfte eines besseren belehrt werden. Im Lichtkegel der Lampen sind die Objekte unserer Begierde bestens auszumachen, ja sie springen uns regelrecht in`  s Auge! So geschehen auch im letzten Jahr auf unserer Nachtwanderung durch die Pfifferlingstannen bei Parchim. Damals hatten wir den optimalen Zeitpunkt erwischt und wir gerieten in einen regelrechten Pilzsegen. Aber selbst wenn sich die Erfolge in Grenzen halten sollten, dürfte die Nachtwanderung der ganz besonderen Art ein einzigartiges Erlebnis werden und sicher den meisten noch lange in Erinnerung bleiben. Voraus gesetzt, das Wetter spielt mit.

Wie ein Schwarm Glühwürmchen geht es durch die stockfinstere Nacht des Waldes.

Wenn alles klappt, so kann gegen Mitternacht noch ein kleiner Imbiss gereicht werden. Leider hat sich unsere ehemals gute Seele Irena von den Pilzfreunden verabschiedet, aber vielleicht gelingt es uns auch ohne ihre vielseitigen kulinarischen Ideen zumindest ein herzhaftes Pilzsüppchen anzubieten. Frische Waldluft macht bekanntlich hungrig und das auch ausnahmsweise mal zu einer ganz und gar ungewöhnlichen, nachtschlafenden Zeit.

Bitte denken Sie daran, entsprechende Leuchtmittel mitzubringen. Am besten eignen sich Stirnlampen, die es in jedem besseren Baumarkt zu kaufen gibt.


Zu beachten wäre auch die Wetterentwicklung. Sollten für den Abend und der Nacht Unwetterwarnungen bestehen, kann die Veranstaltung kurzfristig abgesagt werden. Bitte informieren Sie sich deshalb an dieser Stelle nochmals zeitnah. Siehe auch unter: http://www.unwetterzentrale.de


Da diese Veranstaltung von der zuständigen Forstbehörde genehmigt werden muss, kann es sein, dass uns diese nicht erteilt wird. Deshalb können sich eventuell Änderungen zu unserem Zielgebiet ergeben.

Das zuständige Forstamt hat uns die Genehmigung erteilt!

24. August 2022 – Mittwochs-und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Redefin

Auch für interessierte Pilz- und Naturfreunde

Es geht in das MTB: 2633/3 = Belsch

Kiefernforst südlich Belsch.

Heute ging es in den dritten Quadranten des Messtischblattes Redefin, im Maßstab 1 : 25 000. Südlich der Ortschaft Belsch befindet sich ein umfangreicher Nadelforst, einschließlich einer integrierten Ansiedlung namens Ramm. Auch der Zornbach durchfließt das große Revier. Schauen wir mal, was uns hier Ende August geboten wird. Das war durch die anhaltende Dürre, auch besonders in der Griesen Gegend, praktisch nichts! Neben Michael und Egon von der Gruppe der Pilzfreunde, waren heute auch zwei zahlende Gäste mit dabei. Deshalb brachen wir hier frühzeitig ab und fuhren noch in ein schattigeres Waldgebiet auf besseren Böden, nämlich in den Woitendorfer Wald bei Rehna. Dort gab es zumindest ansatzweise einige Frischpilze mit Hut und Stiel, die hier allerdings nicht berücksichtigt werden. 

Wir starten.

Der Gemeine Violettporling (Trichaptum abietinum) an totem Kiefernholz.

Ein vitaler Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) mit Guttationströpfchen. Es scheint, er hat hier wohl an zu heißen und sonnigen Tagen Sonnenbrand bekommen und wurde deshalb von einem Schichtpilz befallen, der von seinem toten Zellgewebe lebt.

Das muss nicht nur von mir im Bild festgehalten werden.

Lichter Kiefernforst der Griesen Gegend.

Der Zornbach ist versiegt.

Wir haben uns entschlossen, hier abzubrechen und streben dem Ausgangspunkt entgegen.

Der Kiefernforst stockt auf sandigen Binnendünen, wie sie auch im Mecklenburgischen Elbetal typisch sind.

Unser Erinnerungsfoto an eine griese Mittwochsexkursion in der Griesen Gegend am Waldrand bei Belsch.


Hier die Artenliste von MTB 2633/3 – Kiefernforst südlich Belsch: Gemeiner Violettporling, Rotrandiger Baumschwamm, Schmetterlings – Tramete und Zugespitzter Kugelpilz.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? Siehe unter Termine!

23. August 2022 – Abendwanderung der Pilzfreunde

Abendwanderung 2022

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Sie führte durch die Forst Farpen 

Wir waren am Farpener Stausee des Abends unterwegs.

Traditionell fand an einem Vorabend unserer größeren Nachtwanderung auch in diesem Jahr wieder die traditionelle Abendwanderung statt. Waren wir lange Zeit nur im direktem Umfeld der Hansestadt Wismar oder sogar in deren grünen Lungen unterwegs, begeben wir uns seit einigen Jahren auch in die bewaldete Umgebung unweit von Wismar. Heute sollte es in die Forst Farpen bei Neuburg gehen. Das Interesse war leider äußerst gering, so dass nur Pilzfreundin Catrin und meine Wenigkeit an diesem schönen und warmen Sommerabend am Ufer des Farpener Stausees, auf der Suche nach allerlei Großpilzen, entlang wanderten. Schließlich fuhren wir noch kurz in einen Buchenwald in den Rohlstorfer Tannen. Die lang anhaltende Trockenheit lies leider kaum Frischpilze wachsen.

Gleich beim Start stolperten wir über den sterilen Rest eines ehemaligen Hasen – Stäublings.

Zu den wenigen Frischpilzen unserer diesjährigen Abendwanderung zählen diese Dickschaligen Kartoffel – Hartboviste (Scleroderma citrinum).

Süd exponierte Hanglage am Stausee. Hier ist neben den beliebten Steinpilzen auch der nah verwandte Wurzelnde Bitter – Röhrling zu hause. Da er recht Resistent gegen Trockenheit ist, könnte er auch heute zu finden sein.

Ein alter und eher etwas untypischer Wurzelnder Bitter – Röhrling (Boletus radicans) war dann tatsächlich vorhanden.

Stehen doch gerade hier manchmal die Steinpilze und Rotkappen wie die Soldaten, war heute Abend von ihnen leider nichts zu sehen.

Das Wasser liegt wie ein Spiegel an diesem warmen Sommerabend.

Diesen durch Schneckenfras leider bereits abgeknickten Wurzel – Schleimrübling (Xerula radicata) entdeckte Catrin im Schein der Stirnlampe später noch in den Rohlstorfer Tannen.

Die Sonne ist untergegangen und unsere kleine Abendwanderung neigt sich fast dem Ende zu.

Wann findet die nächste Abendwanderung statt? – Im August des nächsten Jahres! (Wenn nichts dazwischen kommt!)

20. August 2022 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Roten Fliegenpilzes

Ziel war das Draguner Holz

Das Draguner Holz heute.

Nicht das erste mal waren wir hier unterwegs. Vor Jahren war es recht zeitig im Jahr und das Frischpilzaufkommen zeigte sich wegen relativer Trockenheit recht bescheiden. Ähnlich war es auch heute, dass heißt, nicht ganz. Frischpilze gab es zwar, aber für die Jahreszeit eindeutig zu wenige und mit einem Aspekt von Waldfreund – Rüblingen eher monoton. Wäre die Vorwitterung hinreichend feucht gewesen, hätten wir zu dieser, schon recht fortgeschrittenen Jahreszeit, schon allerhand erwarten können. Unter Fichten und Buchen wachsen gerne Gemeine Steinpilze. Unter Eichen Sommersteinpilze und die Birke kann mit Rauhfuß – Röhrlingen aufwarten. Die Kiefer mit Butterpilzen und die Lärche mit Goldröhrlingen. Nun habe ich hier nur Röhrlinge (Schwammpilze) genannt, aber selbstredend gibt es eine Vielzahl weiterer Pilzarten und Gattungen, die auf einer geführten Wanderung von Interesse sein können und auch sollten. Schließlich werden die genannten Röhrenpilze ohnehin von den meisten Pilzsuchern gesammelt und erkannt. Es gilt auf einer solchen Veranstaltung nicht zuletzt seinen Horizont zu erweitern und auch Pilzarten vorgestellt und erläutert zu bekommen, die einem gefährlich werden können oder auch nur die Speise verderben. 

Allerdings wurden wir nur selten gleich zu Beginn mit einem solchen Anblick belohnt. Genau dort, wo wir unsere Fahrzeuge parkten. Riesenporlinge (Meripilus giganteus).

Pilzfreundin Catrin war begeistert und inspiziert den überwältigen Fund gleich zur Begrüßung.

Hier eine Pilzart, die wir viele Jahren unter der Bezeichnung Skletocutis nivea kartiert haben. Durch die Sequenzierungsmethode hat sich heraus gestellt, dass es den Halbresupinaten Knorpelporling in Europa gar nicht gibt. Vielleicht Skletocutis nemoralis oder ein anderer Vertreter aus der Gattung. Es geht wohl nur durch Sequenzierung und eine Feldbestimmung dieser und verwandter Arten scheint nicht mehr möglich zu sein. Durch die neue Methode der Pilzbestimmung ist es kaum noch möglich, überhaupt eine Pilzart nur vom Anschauen nach sicher zu bestimmen. Also vermuten wir in Zukunft nur noch.

Mitten auf dem verfestigten Waldweg ein kleiner, filigraner Tintling aus der Gattung Coprinus oder Coprinellus oder einer ganz neuen Gattung. Wer weiß das heute schon, es ändert sich gefühlt stündlich. Ohne Sequenzierung ist die Bestimmung ohnehin nicht möglich. Freunde der Mikroskopie, bringt eure Gerätschaften in ein Museum!

Hier vermuten wir mal den Halsband – Schwindling (Marasmius rotula). Könnte sogar stimmen, denn er hat noch den alten, wissenschaftlichen Gattungs- und Artnamen beibehalten, noch!

Dieses filigrane Gebilde auf einen Holzknüppel dürfte wohl eher der Insektenwelt zuzurechnen sein. Beim leisestes Windhauch fing es an zu vibrieren.

Den Eichen – Wirrling finden wir immer an totem Eichenholz. Auch ihn gibt es bis zum Moment noch, obwohl er auch schon vereinfacht in der Gattung Trametes zuhause war.

Ein Filz – Röhrling der Gattung Xerocomus, dachte ich, neu Xerocomellus, schiebt sich im günstigen Kleinklima zwischen Totholz empor. 20.08.2022 im Draguner Holz.

Für den Kochtopfmykologen ohne Bedeutung ist die genaue Bestimmung dieses Filzröhrlings. Rein vom optischen wird dieser von mir als Falscher- oder Düsterer Rotfußröhrling angesprochen. Dem nach Xerocomellus porosporus. Allerdings bisher nur sicher durchs Mikroskop von ähnlichen Arten zu trennen. Ob das in der modernen Mykologie b. z. w. Taxonomie noch ausreicht? 

Solider Buchenbestand.

Waldfreund – Rübling (Collybia dryophila). Aktuell Gymnopus dryophilus. Eine Sammelart, von der mehrere Formen unterschieden werden. Das soll meist nur mikroskopisch möglich sein. Freunde, die Evolution geht weiter. Waldfreund Rübling sollte reichen! Egal ob hellhütiger, gelblättriger oder sonst noch welche Formen! Essbar und wir haben sie heute zur Verkostung eingesammelt.

Es gibt im Draguner Holz auch Nadelforst.

Ich lerne inzwischen auch dazu, wusste noch nichts von Zwergenfeuern. Allenfalls fällt mir dazu Rumpelstilzchen ein. Dank Catrin bin ich nun auf dem Laufenden. Bisher hielt ich diesen Pilz ganz unspektakulär für den Klebrigen Hörnling (Calocera viscosa). Zumindest hat sich wissenschaftlich bis auf weiteres noch nichts geändert.

Ein Filzröhrling hat sich in Watte gehüllt. Aber nicht freiwillig, er wurde vom Goldschimmel (Hypomyces chrysospermus) befallen.

Ja, es wird langsam vielfältiger. Vertreter der Helmlinge, die eigentlich mikroskopisch betrachtet werden müssten (oder besser Sequenziert). Sie blieben im Wald.

Etwas weniger spektakulär, aber dennoch zum Riesenporling (Meripilus giganteus) gehörig.

Und nochmals Waldfreund – Rüblinge (Collybia dryophila cf.). Ob diese Form wohl schon neu klassifiziert wurde?

Etwas diffus im Erscheinungsbild, aber dennoch der Zweifarbige Knorpelporling (Gloeoporus dichrous) an einem toten Eichenast. Einer meiner Lieblingspilze und immer eine Freude für mich, ihm zu begegnen.

Verschiedenfarbiger Dachpilz (Pluteus plautus) an starkem Totholz.

Und es lohnte sich hier etwas näher umzuschauen. So leuchteten unweit obiger diese Blutmilchpilze (Lycogala epidendron).

Und damit nicht genug. Catrin entdeckte ein ganzes Nest von Hexeneiern der Gemeinen Hundsrute.

Und einige Rutenpilze der Art Mutinus caninus waren auch schon geschlüpft.

Gleich daneben auch diese Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis).

So wie es sich gehört mit den typischen Schüppchen auf dem bräunlichen Stiel.

Ein Vertreter der Gattung Clitocybe = Trichterling. Welch eine Fundgrube!

Am Waldrand, unter Eichen und Buchen, die einzigen Sprödblättler der heutigen Wanderung. Braunviolette Täublinge (Russula brunneoviolacea). Essbar.

Mir erschien die Hutfärbung dieser Täublinge ziemlich braun. Ich kenne die Art eher mit überwiegend violettlichen Färbungen. So bemühte ich mal wieder Chemische Substanzen, um meinen Verdacht zu untermauern. Oben mit Eisen (II) Sulfat fleischrosa, mittig mit Guajak blaugrün und unten mit Phenol weinbraun. So soll es sein.

Natürliche Urwüchsigkeit.

Junger Kupferroter Lackporling (Ganoderma pfeiferri) am Stubben einer umgebrochenen Rotbuche am Waldrand.

Genau an diesem Waldrand.

Der Kreis schließt sich und die Riesenporlinge sind immer noch da.

Die Ladeklappe ist bereits geöffnet und drei dieser Prachtstücke müssen dran glauben. Aber welche sind die Schönsten? Sicher nicht der Typ in der Mitte! Foto: Catrin Berseck.

Riesenporling (Meripilus giganteus).


Wann findet die nächste Wanderung statt? – Siehe unter Termine!

17. August 2022 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Redefin

Auch für interessierte Gäste

Es ging in den das MTB: 2633/2 – Strohkirchener Tannen

Die Strohkirchener Tannen heute Nachmittag. Man achte auf das Häuflein links unten im Bild!

Zum 2. mal ging es heute in das Messtischblatt Redefin. Auch im 2. Quadranten standen reichlich Waldflächen zu Verfügung. Da wären die Strohkirchener Tannen im Norden und die Kuhstorfer Tannen, mit Vosskuhlen, etwas weiter südwestlich zu nennen.  Weiter südöstlich das weiträumig bewaldete Gebiet um den Buchberg und ein Waldgebiet östlich der Ortschaft Bresegard bei Picher. Dominant sind in allen Gebieten Nadelforste, insbesondere mit Kiefern bestanden, aber auch kleinere Laubwaldbereiche. Bei hochsommerlichen Verhältnissen um 30 Grad war ich hier heute alleine in den ausgesuchten Strohkirchener Tannen unterwegs. Es hätte auch niemand etwas verpasst, denn der monotone Kiefernforst hatte auf Grund der trockenen Vorgeschichte nichts an Frischpilzen zu bieten. In feuchten Herbstmonaten dürfte es hier jedoch etwas anders aussehen. Wieder ein erstklassiges Revier für Freunde von Maronen – Röhrlingen. Etwas Abwechslung liefern hier nur einige Weg- und Waldränder, an denen Eichen und Birken zu finden sind. Es wäre zwar schön gewesen, wenn hier in Bezug auf Frischpilze einiges los gewesen wäre, aber Leben mit der Natur ist das Motto, also auch solche Hungerzeiten verkraften. Immerhin lerne ich auf diese Weise immer mehr Waldgebiete unserer Mecklenburgischen Heimat kennen. Hoffentlich ist der Begriff Heimat nicht falsch gewählt. Es soll ja Zeitgenossinnen- und Genossen geben, die assoziieren diesen Begriff mit brauner oder roter Vergangenheit. Auch das Netz der Pilzberatungsstellen findet seinen Ursprung in diesen Vergangenheiten!

Hin und wieder findet sich in den Strohkirchener Tannen auch laubtragendes Gehölz, nicht nur die Boden bedeckenden Blaubeeren.

Zwar wurde ich auf der Herfahrt von auf dem Feld arbeitenden Gerätschaften mächtig eingestaubt, aber hier im Wald war der staubige Sand von den Montagsgewittern gut durchfeuchtet.

An Nadelholz, insbesondere von Kiefern, findet sich der Blutende Nadelholz – Schichtpilz (Stereum sanguinolentum). Auf Reibung läuft er blutrot an. Diese Schichten waren jedoch völlig eingetrocknet und reagieren in diesem Zustand kaum.

Wo bin ich hier unterwegs? Ach ja, in den Strohkirchener Tannen!

Ein vom Geotropismus geformtes Kunstwerk vom Echten Zunderschwamm (Fomes fomentarius).

Ein älterer Fruchtkörper.

Und hier wieder ein jüngerer mit vielen Jahresringen möchte man meinen. Der Fruchtkörper wirkt sehr jugendlich und vital, so dass er sicher mehrmals im Jahr einen neuen Zuwachsrand ausbildet.

Zunderschwamm mit Assel – Besuch.

Betagtere Zunderschwämme (Fomes fomentaris) dem Geotropismus unterworfen.

In trauter Eintracht mit Zunderschwämmen auf toten Birkenstämmen, ein vorjähriger Fruchtkörper des Birken – Zungenporlings (Piptoporus betulinus).

Ein Rostpilz auf Gemeiner Traubenkirsche (Prunus padus). Ich vermute, dass es sich um Paecilomyces crassipes handeln könnte. Dieser wurde jedoch von der ursprünglich kanadischen und importierten Spätblühenden Traubenkirsche beschrieben. Einen deutschen Namen habe ich nicht gefunden. Vielleicht Dickfüßiger Traubenkirschenrost. Die dicken Füße sind mikrokopischer Natur.

Ist es Paecilomyces crassipes in verschiedenen Stadien?

Deutsche Ordnung!

Deutsche Unordnung! Aber was hier so unordentlich aussieht, gefällt unseren Pilzen ganz besonders gut. Nicht nur holzabbauenden Arten, nein, auch unsere gesuchten Lieblinge, allen voran der Maronen – Röhrling, liebt es. Ein günstigeres Kleinklima und oft wachsen gerade zwischen solchen Reisig – Ansammlungen die schönsten und kräftigsten Exemplare. Ein weiterer Vorteil: Pilzsucher, die es lieber gefegt wollen, meiden solche Plätze.

Am Himmel scheint sich etwas zusammen zu brauen.

Unter dem Motto, das Beste zum Schluss, noch ein Pilz mit Hut und Stiel, ein Schuppiger Sägeblättling (Lentinus lepideus).

Ja, er hatte einen Stiel! Sogar einen ziemlich langen. Dafür absolut Luft- und Sonnengetrocknet. Selber Schuld, was sucht er sich auch die sonnigsten Plätze aus.

Am Himmel wird es unruhig und es wird Zeit hier abzubrechen.

Vom Waldrand aus ist ein erster Schauer zu sehen. Am späteren Abend sollten besonders über den Westen Mecklenburgs noch kräftigere Gewitter folgen.

Hier die minimalistische Artenliste von MTB: 2633/2 – Strohkirchener Tannen: Blutender Nadelholz – Schichtpilz, Gemeiner Violettporling, Eichen – Mehltau, Kiefernnadel – Spaltlippe, Echter Zunderschwamm, Holunder – Rindenschichtpilz, Eichen – Spaltlippe, Rindensprengendes Birken – Eckenscheibchen, Birken – Zungenporling, Flächiges Eckenscheibchen, Schmetterlings – Tramete, Traubenkirschen – Rostpilz, Schuppiger Sägeblättling und Striegeliger Schichtpilz.


Ein Fall für Rumpelstilzchen. 

Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

14. August 2022 – Vereins- und Kartierungsexkursion

Vereinsexkursion

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Sie führte durch das Reppener Holz

Blick auf das Reppener Holz am 14. August 2022.

Am 13. Mai 2017 waren wir im ehemals Großherzoglichen Forst Tankenhagen, wie das Reppener Holz vormals hieß, schon einmal unterwegs. Siehe unter „Maipilzreiche Frühlingswanderung“. Maipilze wurden uns heute nicht geboten, dafür hätte es Mitte August aber immerhin schon wesentlich vielfälliger sein können. Vorausgesetzt, es wäre nicht so trocken wie in diesem Sommer bisher mal wieder gewesen. Zwar hatte es hier 10 Tage zuvor mal kräftig geregnet, aber für die Wälder auf schweren Böden viel zu wenig. So gab es keine Mykorrhiza – Pilze, nur einige saprophytische Arten wie Lungen – Seitlinge an totem Buchenholz oder verschiedene Champignon – Arten. Die Gruppe der Pilzfreunde war heute leider nur durch Catrin und meiner Wenigkeit vertreten.

Catrin hatte mir gleich zur Begrüßung wieder einige Ausstellungsstücke mitgebracht.

Wir starten. An den Wegrändern sollten uns Champignons überraschen.

Weiße Anis – Champignons (Agaricus arvensis) heben die Humusauflage hoch.

Man könnte hier schnell auf die Idee kommen, es würde sich um Rissigschuppige Anis – Champignons handeln. Dem ist nicht so. Sie sind zwar rissig/schuppig, aber das ist der trockenen Luft und der Hitze geschuldet.

Wer es heute auf ein Pilzgericht abgesehen hätte, er wäre fündig geworden. Champignons und junge Riesenporlinge (Meripilus giganteus) bereits auf den ersten Metern.

Ein toller Baumriese, eine „deutsche“ Eiche. Dumme Redensart, wie kann ein Baum deutsch sein? Überhaupt, was ist deutsch? In der Natur ist nichts deutsch, auch der Mensch nicht. Er ist Mensch und weiter nichts!

Deutsche Pflaumen am Waldesrand. Es gibt ja auch deutsche Äpfel, deutsche Kartoffeln u. s. w. Das kann umweltfreundlich sein, weil nicht über den halben Globus transportiert.

Neben reichlich Jungwuchs auch richtig große und alte Eichen und Buchen am Rand des Reppener Holzes.

Hin und wieder geht ein alter Baum zu Boden. Ein gefundenes Fressen nicht nur für diese überaus häufigen Speisepilze, den Lungen – Seitlingen (Pleurotus pulmonarius).

Die an sich weißen bis grauen Pilze neigen bei Wind, Hitze und Trockenheit zum gilben.

Lungen – Seitling (Pleurotus pulmonarius). Übrigens besitzt der Pilz die Eigenschaft zu verwelken und bei einetzendem Regen oder in einem kurzen Wasserbad schnell wieder aufzuleben, ähnlich den Schwindlingen. Zumindest funktioniert dieses bei noch jungen, vitalen Fruchtkörpern ganz gut.

Ein Wiedersehen mit einem meiner Lieblingspilze, dem Mottenkugel – Lederrindenpilz (Scytinostroma hemidichophyticum).

Die Vielgestaltige Kohlenbeere (Hypoxylon multiforme).

Am Fuße dieser Rotbuche hat Catrin fast monströse Fruchtkörper entdeckt. Der Baum hat sozusagen Fußpilz.

Es war ein großer Moment mit großen Pilzen. Kupferrote Lackporlinge (Ganoderma pfeifferi) in Prachtausführung.

Diese Ganoderma – Art wurde in weiten Teilen Deutschlands bisher nur selten nachgewiesen. Dank unserer Jahrzehnte langen Kartierung, insbesondere auch unseres früheren Porlingsexperten Jürgen Schwik, findet sich im westlichen Mecklenburg der bisher nachgewiesene Verbreitungsschwerpunkt dieses schönen Porlings innerhalb der BRD.

Er gehört zu den mehrjährigen Porlingen und baut immer wieder an.

Jeder Wulst könnte für ein Jahr stehen. So können wir annehmen, dass dieser Fruchtkörper mindestens 10 – 12 Jahre alt ist. 

Das Sporenpulver ist, wie auch bei anderen Vertretern der Gattung, zimtbraun. Kupferroter Lackporling (Ganoderma pfeiferri) an einer weiteren Rotbuche ganz in der Nähe. Kein Wunder bei einer derartigen Sporenproduktion, dass schnell mal ein altersschwacher Nachbarsbaum neu infiziert werden könnte.

Unweit der Lackporlinge ein Hutpilz. Runzlig und etwas schleimig ist die Hutoberfläche. Keine Frage, es handelt sich um einen Wurzel – Schleimrübling (Xerula radicata).

Eine urwüchsige Waldkante mit alten Rotbuchen, Hainbuchen und Eichen. Catrin betonte, hier wird es im Herbst sicher schöne Hexen und Steinpilze geben. Worauf wir Gift nehmen können! Aber nein, wir sind ja dafür zuständig, dass wir beratend zur Seite stehen, um gerade dieses zu verhindern. Dass heißt, Catrin arbeitet und lernt darauf hin.

Und dann am Rande eines Waldweges eine Pilzart, die sich in ihrer Auswahl der Lokalität vertan hat. Ein Champignon im Wald ist durchaus keine Seltenheit, aber was hat dieser hier zu suchen?

Ist er doch eher ein Stadt – Mensch, Entschuldigung – Pilz. Stadt- oder Straßen – Champignon (Agaricus bitorquis). Vielleicht hat er den Abgasmief der Städte satt und wollte mal gesunde Waldluft schnuppern. Gesünder sind daher auch seine Inhaltsstoffe, so dass der schmackhafte Pilz eine weitere Art für die Pfanne gewesen wäre.

An einem feucht liegenden Holzknüppel ist meist einiges los. Hier eine Schnecke, die offensichtlich Appetit auf Gallerttränen verspürt. Ob sie auch mich im Blick hat?

Aber nun ist das Auge geschlossen. Mein Anblick muss grauenhaft für sie sein! Soll es sich um eine Spanische Wegschnecke (Arion cf.) handeln? Genetische Untersuchungen sollen ergeben haben, dass es diese überhaupt nicht gibt. Das sie auch nicht invasiv eingewandert ist, denn im angenommenen Ursprungsgebiet konnte die Schnecke nicht nachgewiesen werden. Wie bei vielen Pilzen auch, muss wohl auch die Systematik der Mollusken neu geschrieben werden. 

Und um welche Gallertträne könnte es sich hier handeln? Ist es die Gemeine? Aufschluss würde wohl das Mikroskop bringen, aber eine mögliche Sequenzierung würde vielleicht auch dieses gehörig in Frage stellen. Pilze mit bloßem Auge zu bestimmen, ist inzwischen nahezu unmöglich geworden! Wir wissen nur eines meist sicher. Es ist ein Pilz. Wir werden in den meisten Fällen nur vermuten können. Mit oder ohne Mikroskop! So vermute ich, es könnte sich auch um die Gewundene Gallertträne (Dacrymyces lacrymalis) handeln.

Ja, und schauen wir mal etwas genauer hin, so entdecken wir noch zahlreiche, weitere Großpilze. Aber das geht mir dann doch zu weit. Eher ein Fall für die Rehnaer Pilzfreunde um Torsten Richter. Die hätten vielleicht eine Idee. Mollisia oder ganz etwas anderes. Hände hoch!

Das Rindensprengende Birken – Eckenscheibchen (Diatrypella favacea).

Es gibt im Reppener Holz auch Nadelforste.

Dieser Eichen – Wirrling (Daedalea quercina) hat seine Fruchtschicht weitgehend verschlossen. Das Substratholz wurde gedreht und es machte keinen Sinn mehr, Sporen in ungünstiger Lage zu produzieren.

Das Fruchtlager muss immer nach unten ausgerichtet sein.

Und noch einmal Lungen – Seitlinge (Pleurotus pulmarius).

Und plötzlich ein Freudenschrei von Catrin am Waldrand, mit sofortigem Besitzanspruch über diese wundervollen Hutpilze aus dem Märchenland.

Neben weiteren Gartenabfällen hatte hier jemand sein Weihnachtsgesteck entsorgt.

Und nochmal Pflaumen von der roten Sorte zum Naschen.

Und zum Schluss auch noch mals ein Trupp Champignons am Wegesrand. Kein Anis – Geruch und im Fleisch etwas rötend.

Es handelt sich um den Sommer – Champignon (Agaricus aestivalis), auch Langstieliger Egerling genannt. Die Lamellen sind zunächst rosa. Das Fleisch rötet im Schnitt besonders im oberen Bereich etwas.

Zum Anschluss noch einmal Weiße Anis – Champignons (Agaricus arvensis). Ihre Lamellen sind jung niemals rosa, sondern eher grau, mit rosa Schimmer.

Blick in die Landschaft zwischen Klütz und Dassow.

Wann startet die nächste Vereinsexkursion? – Siehe unter Termine!

10. August 2022 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Redefin

Auch für interessierte Gäste

Es ging in das MTB 2633/1 = Hasenbrücke und Meisenstrang

Wir starteten unsere Exkursion zunächst im Waldbereich Hasenbrücke.

Im ersten Quadranten der Topographischen Karte von Redefin im Maßstab 1 : 25 000 finden sich umfangreiche Wald- und Forstreviere. So der feuchte Bültensaal ganz in der nordwestlichen Ecke. Gefolgt in östlicher Richtung vom Meisenstrang bis hin zur Hasenbrücke. Diese Reviere gehen in weitläufige Forstflächen in Richtung Süden über, bis hin zur Wildbahn. Des weiteren befinden sich im Kartierungsgebiet auch noch die Redefiner Tannen. Unmöglich auf einer 3 – 5 stündigen Exkursion alles zu erkunden. Wir, das waren außer meiner Wenigkeit Andrea und Chris Engelhardt aus Lübeck. Wir suchten uns die Reviere Hasenbrücke und Meisenstrang, sowie südlichere Bereiche nördlich der Wildbahn aus. Leider war auch hier die Trockenheit recht groß, so dass Frischpilze Mangelware waren. Der Raum Redefin gehört zur Griesen Gegend und entsprechend sandig bis staubig sind hier die Bodenverhältnisse. Die überwiegend von Nadelbäumen bestandenen Bereiche zeichnen sich durch einen hohen Anteil von Heidelbeeren und Adlerfarnen aus. 

Andrea mit ihren Vierbeinern im Schatten einer Rotbuche.

Ein Hauch von Natürlichkeit. So muss Nadelwald aussehen.

Besonders farbintensiver Klebriger Hörnling (Calocera viscosa).

Kiefernforst mit üppigen Beständen von Adlerfarn.

Das Flächige Eckenscheibchen (Diatrype stigma).

Und das nah verwandte Warzige- oder Rindensprengende – Eckenscheibchen (Diatrypella favacea).

Ein sehr sonniger Hochsommertag.

Außergewöhnlich fette Vielgestaltige Kohlenbeeren (Hypoxylon multiforme) an der Stirnfläche von Birke eines Holzstapels.

Erotik – Seiten gibt es ja zur genüge. Trotz allem möchte ich diesen Schnappschuss von Christopher Engelhardt nicht vorenthalten. Er zeigt zwei Flockenblumen – Flohkäfer (Sphaeroderma rubidum) beim Liebesakt.

Chris beim fotografieren eines kleinen Blätterpilzes an einem feuchten Laubholzast.

Ein deutliches Stummelfüßchen ist zu sehen, aber der rötliche Schimmer lässt eher einen Rötling vermuten. In der Nacharbeit stieß ich auf eine erst 1993 von Wölfel & Winterhoff neu beschriebene Art, den Weißen Holz – Stummelfußrötling (Entoloma jahnii). Eine in Deutschland bisher erst selten nachgewiesene Art u. a., so wie hier, an feucht liegendem Erlenholz. Für M-V ist es, laut Verbreitungskarte der DGfM, der bisher 3. Nachweis!

Ein herzliches Dankeschön möchte ich zu Chris Engelhardt nach Lübeck schicken. Er hat zu unserem Top – Fund noch diese schöne Grafik angefertigt.

Und plötzlich, inmitten einer regelrechten Sandwüste, einige hochbeinige Blätterpilze, die Chris hier am Ablichten ist.

Wie ein Pfeil, möchte man meinen.

Stark gerunzelter und feucht schleimiger Gut.

Weißliche und breite Lamellen, wenig Hutfleisch und starrer, leicht brüchiger, aber dennoch faseriger Stiel.

Und ein oft lang und tief wurzelnder Stiel. Die sogenannte Pfahlwurzel entspring einer Baumwurzel im Erdreich. Je tiefer diese liegt, um so länger die Wurzel des Gemeinen Wurzelrüblings (Xerula radicata). Mitunter bis zu einem halben Meter! Hüte essbar.

Rotrandige Baumschwämme (Fomitopsis pinicola) an einer Birke.

Echter Zunderschwamm (Fomes fomentarius) unter dem Einfluss des Geotropismus.

Hier die Artenliste von MTB 2633/1 – Hasenbrücke/Meisenstrang und südlich davon: Eichen – Mehltau, Klebriger Hörnling, Adlerfarn – Fleckenpilz, Kiefernnadel – Spaltlippe, Breitwegerich – Mehltau, Flächiges Eckenscheibchen, Rindensprengendes Birken – Eckenscheibchen, Striegeliger Schichtpilz, Birken – Zungenporling, Schmetterlings – Tramete, Tintenstrichpilz, Vielgestaltige Kohlenbeere, Gemeiner Wurzel – Schleimrübling, Buckel – Tramete, Rotbraune Buchen – Kohlenbeere, Fichtennadel – Spaltlippe, Rotrandiger Baumschwamm, Echter Zunderschwamm, Eichen – Zystidenrindenpilz, Eichen – Eckenscheibchen und Weißer Holz – Stummelfußrötling.


Wir verabschieden uns vom Kartierungsgebiet, in dem auch neue Aufforstungen entstehen werden.

Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

06. August 2022 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Roten Fliegenpilzes

Ziel war das Walkmüllerholz bei Bad Doberan

Zweittreffpunkt war gegen 09.00 Uhr auf dem Parkplatz am Doberaner Münster.

Das Walkmüllerholz war zum 2. mal Ziel einer von Wismar aus geführten Lehrwanderung. Es ist aus mykologischer Sicht ein sehr vielfältiges und artenreiches Waldgebiet. Als wir hier vor vielen Jahren im Oktober eine Kartierungsaktion starteten, kamen wir in eine selten gesehene Artenvielfalt und wir erlebten damals einer der erfolgreichsten Kartierungsexkursionen überhaupt. Nun, es ist noch kein Oktober, sondern wir befinden uns im Hochsommer. Selbstredend ist die große Fülle der hier möglichen Pilzarten noch nicht zu erwarten, aber sollte die Vorwitterung günstige Wachstumsbedingungen ermöglicht haben, kann es auch Anfang August schon sehr vielversprechend werden. Dass war leider nicht der Fall. Es war im Vorfeld einfach viel zu trocken. So brachen wir hier schließlich ab und fuhren noch in das Nienhäger Holz, mit dem integrierten Gespensterwald. Wir, dass waren leider nur Catrin und Reinhold von den Wismarer Pilzfreunden. Aber wie der Zufall es wollte, wir trafen im Gespensterwald noch auf zwei junge Damen, die ebenfalls auf Pilzsuche waren und wir kamen zusammen.

Zur Begrüßung kreuzte eine Weinbergschnecke (Helix pomatia) den Waldweg. Sie gilt ja als Delikatesse und manche Menschen sind der Meinung, sie vertilgt andere, ungebetene Schnecken, im eigenen Garten. Das soll jedoch nicht der Fall.

Ein nicht mehr ganz frischer Zunderschwamm (Fomes fomentarius).

Zu den wenigen Frischpilzen, die uns das Walkmüllerholz heute zu bieten hatte, zählen diese Halsband – Schwindlinge (Marasmius rotula).

Auf der Unterseite eines feucht liegenden Laubholzstückes fanden sich diese Schüsseln. Etwas für unsere Asco – Experten, denn ohne Mikroskop läuft hier nicht viel. Vielleicht ein Weichbecherchen aus der Gattung Mollisia.

Der Dickschalige Kartoffel – Hartbovist (Scleroderma citrinum) ist leicht giftig. Verwandtschaftlich gehört er zu den Röhrlingen.

Die Schlanke Ahorn – Holzkeule (Xylaria longipes) zeichnet für das sogenannte Giraffenholz verantwortlich. Man beachte den winzigen, orange Punkt links – mittig auf dem Holz.

Es handelt sich um einen embryonalen Blätterpilz. Welcher soll es denn werden? – Momentan habe ich leider keine Idee.

Die putzige Jungspinne, die diese Halsband – Schwindlinge (Marasmius rotula) inspiziert, habe ich erst beim Auswerten der Bilder entdeckt.

Catrin hat unter einem Holzstapel die für sie derzeit wichtigsten Pilze entdeckt.

Es waren frische Flache Lackporlinge (Ganoderma lipsiense).

Hier entsteht in kürze sicher eine schöne Motivarbeit, ein Pilzporträt. Flache Lackporlinge künstlerisch zu gestalten, scheint derzeit schwer in Mode zu sein.

Das hat sich gelohnt!

Wir brachen hier nun ab und haben uns entschlossen in das nicht ferne Nienhäger Holz mit dem integrierten Gespensterwald umzusetzen.

Wir erreichen den Wald der Gespenster.

An dem vielen Totholz ein sporenreifer Rehbrauner Dachpilz (Pluteus atricapillus).

Und immer wieder Lungen – Seitlinge (Pleurotus pulmarius) in allen Altersstadien und Farbvariationen.

Von Pilzsuchern kaum beachtet, der Rotbuchen – Rindenkugelpilz (Biscogniauxia nummularia).

Für Catrin neu war der Purpurschwarze Täubling (Russula atropurpurea). Meist unter Eiche, aber auch Buche. Purpurrötlich mit meist schwarzer Hutmitte. Etwas schärflich in den mitunter leicht cremefarbenen Lamellen.

Wunderbar frische Lungen – Seitlinge mit leicht beigem Einschlag und zart rosa Schimmer in den Lamellen.

Zum Vergleich dazu komplett weiße Lungen – Seitlinge.

Wie immer an totem Eichenholz wachsend, der Rotbraune Borstenscheibling (Hymenochaete rubiginosa).

Nicht nur, aber auch an Eiche, wächst der jung essbare Sklerotien – Porling (Polyporus tuberaster).

Diese Farbvariante des Lungen – Seitlings (Pleurotus pulmarius) könnte man leicht für einen Austern – Seitling halten. Ist es aber nicht! Der braucht es kalt und kommt im Winterhalbjahr vor. Typisch für Lungen – Seitlinge ist auch das Gilben!

Diesen leckeren Frauen – Täubling (Russula cyanoxantha) haben die Schnecken zu einem ganz eigenen Kunstwerk umgestaltet.

Viel Totholz im Gespensterwald. Ein gefundenes Fressen für einige Holzpilze.

Beispielsweise für diese hier. Wäre das nicht eine schöne Vorlage für unsere Malkünstlerinnen und Künstler? Vollkommen luftgetrocknete Lungen – Seitlinge (Pleurotus pulmarius).

Beim fotografieren obiger Pilztraube sprachen mich zwei junge Damen an, die hier ebenfalls auf Pilzsuche waren und sich durchaus auskannten. Da sie uns noch einige Plätze zeigen wollten, an denen sie teils unbekannte Pilze entdeckt hatten, übernahmen sie sogleich die Führung durch den Gespensterwald.

So hatten sie kurz zuvor eine Stelle mit roten Täublingen entdeckt. Dass es sich um Täublinge handelt, wussten sie, aber nicht um welche Art. Das konnte rasch geklärt werden. Der Harte Zinnobertäubling (Russula rosacea) ist durch seine Farbenpracht, vor allem aber durch seine Festigkeit als Laubwaldart gut charakterisiert. Er schmeckt aber nicht sonderlich gut und kann nur als Mischpilz Verwendung finden.

Gleiches gilt für diesen Sprödblättler, der jedoch bei den Schnecken recht beliebt zu sein scheint.

Es handelt sich um den Blaublättrigen Weißtäubling (Russula delica). Bläulicher Stich in den Lamellen und oft eine deutlicher blaue Zone am oberen Stielansatz lassen ihn recht ansprechbar erscheinen.

An einem toten Eichenstrunk zeigten uns die Damen diese Ochsenzunge, auch Leberpilz (Fistulina hepatica) genannt. Der Pilz durfte weiter wachsen und auch andere Besucher des Gespensterwaldes erfreuen.

Ausgereifte Dünnschalige Kartoffel – Hartboviste (Scleroderma verrucosum).

Am Waldrand und am Fuße einer alten Buche etwas versteckt, präsentierten uns die pilzbegeisterten Damen diesen ganz jungen und weichfleischigen Riesenporling (Meripilus giganteus). Aufgrund der gelben Färbung waren sie sich nicht sicher, ob es vielleicht doch nicht eher ein Schwefelporling wäre.

Ein eleganter Wurzel – Schleimrübling (Xerula radicata) begeisterte ganz am Rande.

Und schließlich erreichten wir eine ihnen bekannte, umgestürzte Rotbuche, die mit zahlreichen Lungen – Seitlingen in allen Altersstadien besetzt war.

Darunter auch diese eingetrockneten Exemplare mit völlig gelb gefärbten Hüten. Lungen – Seitlinge, nichts anderes!

Hitze, Wind und Trockenheit lassen die zarten Pilze schnell trocknen und sie neigen dann zum gilben. Links unter erkennen wir wieder ein junges Exemplar mit ausgesprochen gelbem Hut. Lungen – Seitlinge (Pleurotus pulmarius).

Der Regen hat dieses Judasohr (Hirneola auricula – judae) wieder zum Leben erweckt.

Lungen Seitlinge über Lungen – Seitlinge. Ein frische Traube von Pleurotus pulmarius.

Wir danken einer Urlauberin aus Hamburg dafür, dass sie so freundlich war und uns praktisch im Vorbeigenen zur Erinnerung ablichtete. 06. August 2022 im Nienhäger Holz.


Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

03. August 2022 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochesexkursion bei Eldena

Auch für interessierte Pilz- und Naturfreunde

Es ging in den 4. Quadranten von MTB: 2734 = Eldena 

Wurde auf Sonntag, dem 07. August verschoben!

Die Sievers Tannen grenzen an das Örtchen Altona.

Im 4. Quadranten des Messtischblattes Eldena fand sich reichlich Auswahl bezüglich möglicher Zielgebiete. Da wäre das Krohner Holz im Norden zu nennen. Südwestlich schließen sich die Sievers Tannen bei Altona an, mit dem kleinen Naturschutzgebiet Blaues Wasser. Weiter südlich die Zieber Tannen und der Eschberg. Die größte Wald- b. z. w. Forstfläche findet sich im südöstlichen Bereich des Quadranten, südlich der Ortschaft Dadow. Es handelt sich laut Karte um Nadelforste. Ich entschied mich für die handlichen Sieverst Tannen. Heidelbeer – Kiefernforste, aber auch saubere Bereiche mit Moosen und Flechten. Ein sehr armes und besonders auch im Herbst ein sehr interessantes Pilzrevier. Heute war es für Frischpilze leider viel zu trocken, so dass Holzbewohner im Mittelpunkt standen. Und derer gab es dank eines ungewöhnlich heftigen Birken – Sterbens sogar im Überfluss. 

Keine Tannen, sondern freundlicher Kiefernforst dominiert die Sievers Tannen.

Das Gefranste Steccherinum (Steccherinum fimbriatum) findet sich auf der Unterseite auf am Boden liegenden Ästen und Stämmen von Laub- , aber auch Nadelholz. Charakteristisch für diesen Stachelpilz sind seine violettgrauen Fruchtkörper – Flecken, die auch zusammen fließen können und die weißlichen, ausgefransten Ränder.

Die Waldameisen waren fleißig.

Die neue Generation von Birken – Zungenporlingen (Piptoporus betulinus) ist am kommen!

Der Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) kommt außer an Birke auch an zahlreichen anderen Bäumen vor. Er ist mehrjährig und bildet von Zeit zu Zeit neue Zuwachsränder aus.

Saurer Standort mit Totholz und Blaubeeren.

Rechts, beginnend mit dem Unterholz, liegt das Naturschutzgebiet Blaues Wasser. Ein Torfmoor.

Das Naturschutzgebiet Blaues Wasser. Wo ist es nur? Ich sehe nur grün!

Immer wieder eine große Freude bereitet mir der Fund eines Kiefern – Feuerschwamms (Phellinus pini).

Der Teerfleckenpilz (Exidia pythia) findet sich traditionell auf Kiefernholz.

Eine solitäre Jungkiefer am Rande eines Kahlschlages.

Ärmster Kiefernstandort. Ein Paradies für Freunde von Maronen – Röhrlingen.

Und für den Hobby – Mykologen wegen der ganz speziellen Pilzflora armer Standorte. Heute war es leider zu trocken.

Daher galt es den Blick immer auf Holz zu richten. Hier sind es Zaunblättlinge (Gloeophyllum sepiarium).

Ein destruktiver Porling an Nadelholz, mit lamelligem Hymenophor.

Am Waldrand in dieser freundlichen und warmen Landschaft zeigt sich ein Feld von Sonnenblumen.

So viele freundliche und sonnige Gesichter! Die Wildbienen sind besonders begeistert und wir Menschen nicht minder. Sonnenblumen – Öl ist knapp. In diesem Jahr wurden deshalb auch weit mehr dieser Blumen ausgesät.

Am Waldrand finden sich auch einige weit ausladende Eichen.

Tolle Farbaspekte am Waldrand.

Aber auch das Sterben war am Rande der Sievers Tannen präsent. Reihenweise tote Birken.

Und natürlich ein gefundenes Fressen für Holzspezialisten wie diesem Zunderschwamm.

Auch die Sriegeligen Schichtpilze (Stereum hirsutum) sichern sich ihren Anteil am Todesmahl.

Ein Trauerspiel. Trägt das Dürre – Jahr 2018 hier für die Verantwortung?

Überall gestorbenes Birkenholz.

Auch die Rötende Tramete (Daedaleopsis confragosa) zieht ihren Nutzen daraus und betreibt Fettlebe.

Diese kugeligen Gebilde auf dem Birkenstumpf könnte man zunächst für Bovistähnliche Schleimpilze halten. Aber sie sind fest und holzig, es sind Zunderschwämme (Fomes fomentarius) einmal anders.

Fomes fomentarius.

Hier gleich in der Mehrzahl zu sehen.

Marschverpflegung für den Wandersmann, aber leider noch etwas zu sauer.

Die Heidelbeeren hatten leider auch nichts mehr zu bieten.

Rentierflechte im Überfluss. 

Und bei diesem Überfluss nahm ich auch gleich einen Beutel Cladonia rangiferina als Bastelmaterial für meine Adventsgestecke mit. Der Pilz dient in Lappland Rentieren, Hirschen und Hasen als Winternahrung. Flechten bestehen zu etwa 90 % aus Pilz. Der Rest sind Algen und Cyanobakterien. Ihre Bezeichnung leitet sich aus dem Begriff Pilzgeflecht ab. Es gibt im Steinpilz – Wismar zu gegebener Zeit also wieder Adventsgestecke mit Pilzgeflecht!

Die Sonne steht bereits tief. Zeit, zum Schluss zu kommen.


Hier die Arten von MTB 2734/4 – Sievers Tannen: Eichen – Eckenscheibchen, Eichen – Zystidenrindenpilz, Flächiges Eckenscheibchen, Teerfleckenpilz, Echter Zunderschwamm, Schmetterlings – Tramete, Gemeiner Violettporling, Birken – Zungenporling, Rotrandiger Baumschwamm, Eichen – Mehltau, Kiefern – Feuerschwamm, Zaunblättling, Dickschaliger Kartoffel – Hartbovist, Striegeliger Schichtpilz, Adlerfarn – Fleckenpilz, Rötende Tramete und Gefranstes Steccherinum.


Ein schöner Sommertag neigt sich seinem Ende zu.

Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

27. Juli 2022 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Eldena

Exklusiv auch für interessierte Pilz- und Naturfreunde

Es ging in das MTB: 2734/3 = Tannenberg

Tannen sucht man hier allerdings vergebens. Kiefern sind dominant.

Als Exkursionsgebiet kam ein Waldgebiet südwestlich von Eldena in betracht. Es liegt an der Elde – Müritz – Wasserstraße und dem Elde – Seitenkanal. Die Anfahrt konnte über Malk Göhren erfolgen. Hier starteten wir am Tannenberg. Nicht nur laut Karte handelt es sich um Nadelwälder, in der Regel Kiefern. Natürlich sind auch immer Laubbäume mit eingestreut. Gegen 10.00 Uhr trafen sich hier Catrin aus Katelbogen, Chris und Andrea aus Lübeck und Michael aus Schwerin.

Zunächst überreichte Catrin ihr neuestes und durchaus gelungenes Kunstwerk auf Ganoderma lipsiense an Chris, der sich riesig darüber freute. Nicht nur mit Pilzmotiven und daher ganz speziell zugeschnitten für einen vielseitig interessierten Naturfreund wie Christopher Engelhardt. 

22 Beine warten darauf, dass es endlich los geht.

Ein Kleinpilz am Wegesrand. Der Echte Mehltau auf Löwenzahn.

Catrin konnte den Hasen – Stäubling (Calvatia utriformis) als für sie neue Art in ihren Gesichtskreis aufnehmen. Andrea hält diesen denkwürdigen Moment im Bild fest.

Erdwarzenpilze (Thelephora terrestris) dürfen in diesen sandigen Nadelforsten nicht fehlen.

Michael und Chris begutachten einen Holzstapel mit Schichtpilzen.

Echter Zunderschwamm (Fomes fomentarius).

Chris hat auf den Blättern der Esskastanie einen interessanten Schmetterling entdeckt.

Auch Andrea würdigt das Ereignis mit einigen Schnappschüssen.

Nun, mein Foto ist leider nicht das Beste. Es handelt sich um einen Falter, der meist hoch oben in den Baumkronen von Eichen zu finden ist. Hier ausnahmsweise bei Edelkastanie. Wahrscheinlich ist es ein Blauer Eichen – Zipfelfalter (Favonius quercus).

Die Gelbflechte (Xanthoricola physicarea) kam mir hier gelber als anderswo vor.

Der Weg ist das Ziel.

Der Weinrötliche Gloeoporling (Gloeoporus taxicola) siedelt nahezu ausschließlich auf totem Kiefernholz.

Ein Wald von Kiefern.

Stellenweise ist etwas belaubtes Unterholz vorhanden.

Wir erreichen das Wasser.

Die Müritz – Elde – Wasserstraße.

Etwas Mollusken – Kunde mit Catrin und Chris.

Auf dem Damm üppiges Brombeergebüsch, dick voll von leckeren Früchten.

Naschen war angesagt.

Chris bei der Muschelsuche.

Andrea und ihre kleinen Freunde.

Gemütlichkeit im Hausboot. Familienausflug auf der Müritz – Elde – Wasserstraße.

Wir folgen nun ein Weilchen dem Fließgewässer.

Pilzexkursionen können Lebensgefährlich werden.

Hier spinnt eine Kugelspinne.

Den hatte Catrin mit einer App bestimmt, als Häutiger Lederfältling (Byssomerulius corium). Dem können wir nur beipflichten.

Kiefer, Kiefer und nochmals Kiefer.

Der Veränderliche Spaltporling (Schizopora paradoxa) an einem alten Eichen – Ast.

Kaum hatte ich an einem extrem trockenen Standort mit vielen Kiefern – Stubben zur Fahndung nach dem Schuppigen Sägeblättling (Lentinus lepideus) aufgerufen, konnte Catrin bereits die Dingfestmachung des Delinquenten vermelden. Ihm kann es nicht heiß und trocken genug sein.

Typisch für die Sägeblättlinge, ihre Lamellenschneiden ähneln einem Sägeblatt.

Die Hutoberfläche ist natürlich schuppig. Die Pilze sind zähfleischig und ungenießbar.

Ja, es ist hier einfach zu trocken. Schade, sonst wäre es sicher noch viel interessanter geworden.

Stellenweise sind die Gräser sogar grün. Sicher in den Senken der Wege, in denen sich nach einem Schauer das Regenwasser sammelt.

Trotz der Ödnis gibt es immer mal etwas zu entdecken.

In diesem Fall war es noch mal ein Schuppiger Sägeblättling (Lentinus lepideus), aber luftgetrocknet. Auch der Stiel ist bei dieser Art schuppig.

Zur Abwechslung auch mal ein Birkenstreifen.

Die Eberesche setzt bunte Akzente.

Einfach ein Augenschmaus.

Zur Erinnerung an eine freundliche Tour durch die Griese Gegend. Von links: Michael, Chris, Reinhold und Catrin. Andrea hatte sich mit ihren Vierbeinern schon etwas früher auf den Rückzug begeben. 27.07.2022 bei Malk Göhren.


Hier die Artenliste von MTB 2734/3 am Tannenberg bei Malk Göhren: Eichen – Mehltau, Echter Löwenzahn – Mehltau, Zugespitzter Kugelpilz, Striegeliger Schichtpilz, Eichen – Eckenscheibchen, Hasen – Stäubling, Erdwarzenpilz, Orangefarbiges Brennnesselbecherchen, Eichen – Zystidenrindenpilz, Schmetterlings – Tramete, Judasohr, Echter Zunderschwamm, Striegelige Tramete, Birken – Zungenporling, Flächiges Eckenscheibchen, Violettlicher Gloeoporling, Häutiger Lederfältling, Geißblatt – Mehltau, Schuppiger Sägeblättling, Xanthoriicola physciae, Golowinomyces sordidus und Schwefelporling.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

23. Juli 2022 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Roten Fliegenpilzes

Sie führte durch die Seetannen bei Dabel

Die Seetannen erstrecken sich zwischen den Ortschaften Dabel, Borkow und Schlowe b. z. w. zwischen dem Dabeler- und Borkower See und nördlich des größeren Kleinpritzer Sees. Der Forstbereich stockt auf zumeist sandigem Untergrund und ist von Laub- und Nadelbäumen bestanden. Es gibt Seeuferbereiche, die auch für Pilzfreunde interessant sein können und auch attraktive Moorbereiche. Neben den klassischen Speisepilzen sind bei entsprechenden Voraussetzungen natürlich auch allerlei weniger bekannte Pilzarten zu finden, die den Speisezettel bereichern können und im Idealfall auch ihre ungenießbaren oder sogar giftigen Doppelgänger. Die erwähnten Voraussetzungen für ein sommerliches Frischpilzaufkommen waren durch Trockenheit denkbar ungünstig, so dass es praktisch keine Frischpilze gab. Aber auch kaum Interessenten und so waren hier heute auch nur drei Augenpaare unterwegs.

Phillip brachte diesen Hitzegedörrten Boletus mit. Er fand ihn unter Europas ältester Blutbuchenallee in Renzow.

Es sollte sich um einen Anhängsel – Röhrling (Boletus appendiculatus) handeln.

Trockenheits – Risse auf dem Hut, aber es ist noch die typische, rotbräunliche Hutfarbe zu erkennen.

Und Catrin hatte wieder ihrem Talent des Zeichnens an einigen Ganodermas freien Lauf gelassen und brachte mir nochmals einige Arbeiten mit.

Kaum gestartet, stolperten wir fast über diesen Erdstern (Geastrum cf.).

In den Seetannen gibt es auch Buchen und Eichen. Rübezahl ist im Riesengebirge zu hause, so dürfte hier der Wind seine Kraft entfaltet haben und solch starkes Totholz ist für uns immer von Interesse.

Catrin bei der Inspektion.

An einer der umgestürzten Bäume, eine Eiche, der Fund des Tages, der Kupferrote Lackporling (Ganoderma pfeifferi). Ich wurde vor Ort etwas stutzig bezüglich des Substrates, weil ich ihn meist von Buche kenne. Aber es darf auch mal Eiche sein. Relativ selten, zumindest zerstreut. Es handelt sich um einen Vitalpilz.

Catrin und Phillip in den Seetannen.

Und plötzlich, mitten auf dem Waldweg, ein Frischpilz. Das der Fleischrote Speisetäubling (Russula vesca) eine ausgesprochene Delikatesse darstellt, wissen auch die Tiere des Waldes.

Ein attraktiv wirkendes Birkenmoor. Leider ohne Frischpilze.

Dafür bricht an einer geschädigten Moorbirke ein Schiefer Schillerporling (Inonotus obliquus) heraus. Einer der beliebtesten Vitalpilze (Chaga).

Ein beliebtes Plätzchen für die Schwarzkittel.

Der Tintenstrichpilz (Bispora antennata) landet wohl nur äußerst selten in den Körben der Pilzsucher.

Catrin hat Zunderschwämme entdeckt.

Echter Zunderschwamm (Fomes fomentarius).

Ein etwa 3 cm breiter, fragmentöser Schlauchpilz am Wegesrand unter Nadelbäumen. Er hatte einen etwas aderig zusammen gezogenen Stielansatz.

Wir verabschieden uns von den Seetannen und hoffen beim nächsten Besuch auf etwas mehr Angebot bezüglich Frischpilzen.


Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

20. Juli 2022 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Eldena

Auch für interessierte Pilzfreunde

Es ging in das MTB 2734/2 = Eulenberge

Im 2. Quadranten dieser Topographischen Karte befinden sich durchaus größere Waldflächen sowie die Eldenaer Heide. Der nordwestliche Quadranten – Bereich wird von einem recht umfangreichen Mischwaldbestand, teils recht zergliedert und mit dem integriertem Horn, eingenommen. In Betracht kam auch ein südöstlich liegendes Waldgebiet bei der kleinen Ortschaft Güritz und südlich von Karstädt gelegen. Hier finden sich auch die Eulenberge. Es wird im Süden von der Müritz – Elde – Wasserstraße begrenzt. Wir entschieden uns für dieses Gebiet. Allerdings erst am Sonntag, dem 23. Juli, da es am ursprünglich vorgesehen Mittwoch mit fast 40 Grad zu heiß war. Das wir bezieht sich außer meiner Wenigkeit noch auf unser Vereinsmitglied Christian Boss.

Der Startpunkt.

Wir befinden uns in der Griesen Gegend. Es dominieren Kiefernforste auf Sanderflächen. Berge sucht man hier trotzt des Namens vergebens. Allenfalls stößt man auf einige kleine Hügel, wie oben im Bild zu sehen.

Ein recht üppiger Birken – Zungenporling (Piptoporus betulinus) war im monotonen Kiefernforst, mit einigen eingestreuten Birken, schon von weitem auszumachen.

Käfer waren in seinem Inneren zugange und der Fruchtkörper bröselte vor sich hin. Christian half nach und betätigte sich als Frau Holle.

Trotz der dürren Verhältnisse plötzlich ein Pilz am Rande des Weges.

Luftgetrocknet! Es handelt sich um einen Schmierröhrling. Kiefern sind allgegenwärtig, der Hut ist gebuckelt und der Standort sauer. Trotz eindeutig fehlender Ringzone dürfte es sich um einen Butterpilz (Suillus luteus) handeln.

Eine gegabelte Kiefer. Ob es Wildverbiss in der Jugend war?

Der Echte Zunderschwamm (Fomes fomentarius) einmal anders.

Und so kennen wir ihn.

Die Müritz – Elde – Wasserstraße.

Und ein idyllischer See.

Frei stehende Kiefern mit vollen Baumkronen.


Hier die kleine Artenliste von MTB: 2734/2 = Eulenberge: Eichen – Mehltau, Eichen – Spaltlippe, Eichen – Eckenscheibchen, Flächiges Eckenscheibchen, Birken – Zungenporling, Butterpilz, Gemeiner Violettporling, Echter Zunderschwamm und Eichen – Wirrling.


Wir verabschieden uns von den Eulenbergen.

Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

17. Juli 2022 – Vereins- und Kartierungsexkursion

Vereinsexkursion der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e. V. – Gruppe der Pilzfreunde

Durch das Warnowtal bei Gädebehn

Unser heutiges Exkursionsgebiet ist Teil des Naturparkes Sternberger Seenland.

Es ist schon länger her, dass wir in diesem reizvollen Gebiet, unweit der mecklenburgischen Kleinstadt Crivitz, unterwegs waren. Die Warnow mäandert hier durch Wälder und Wiesen und hat bei Gädebehn ein Tal mit bewaldeten Hängen geschaffen. Ein nicht nur für Pilzfreunde attraktives Wanderziel. Wir befinden uns im Hochsommer und wenn dieser nicht zu trocken ausfällt, kann Mitte Juli das Artenaufkommen von Großpilzen schon recht beachtlich sein. Leider ist er mal wieder viel zu trocken. Aber wir wollten Kartieren und so interessierten uns alle im Feld ansprechbaren Großpilze. Bei der Trockenheit in erster Linie holzbewohnende Arten.

Die Warnow ist hier noch ein relativ schmales Flüsschen und mäandert weitgehend naturbelassen durch die abwechslungsreiche Landschaft.

Wunderbar frische Lungen – Seitlinge (Pleurotus pulmarius) an einer toten Buche. Obwohl essbar durften sie weiter wachsen.

Im Alter und durch Wind und Sonne neigen die weißlichen Pilze zum gilben.

Scheinbar dem Boden entspringend, steht auch dieser häufige und hochbeinige Blätterpilz mit Holz in Verbindung.

Die Hutoberfläche ist in der Regel schmierig bis schleimig und gerunzelt.

Die weißlichen Lamellen stehen ziemlich entfernt, sind breit bauchig, an den Stiel angewachsen und oft kurz – streifig oder mit Zahn herablaufen.

Die wuzelartige, unterirdische Verlängerung des Stieles, entspringt einer Baumwurzel. Je tiefer diese liegt, um so länger die Wurzel des Gemeinen Wurzelrüblings (Xerula radicata). Durchaus bis zu einem halben Meter!

Dieser schöne Fund geht auf Catrin ihr Konto. An einem, am Boden liegenden Eichen – Knüppel, konnte sie den Zweifarbigen Knorpelporling (Gloeoporus dichrous) entdecken. Als wir ihn in den 1990er Jahren das erste mal an Birke fanden, war das so etwas wie eine kleine Sensation. Inzwischen hat sich die Art, wie einige andere auch, immer stärker bei uns breit gemacht.

Lauf, Pferdchen, lauf im Galopp.

Die Warnow in einem ruhigen Abschnitt.

Mit vielen Wasserläufern oder sollen es Bachläufer sein?

Rotbuchen – Rindenkugelpilz (Biscogniauxia nummularia).

Catrin hat etwas entdeckt.

Sklerotien – Stielporling (Polyporus tuberaster).

Ihm hat schon jemand (wir waren es nicht) den Hutrand rasiert. Sicher zur Energiegewinnung für den eigenen Körper. Wer weis, was uns noch im nächsten Winter bevorsteht. Da kann uns dieser Frischpilz leider auch nicht weiter helfen.

Eine schöne Blüte der Kratzdistel (Cirsium cf.)

Lichter, gemischter Baumbestand.

Der Biber als Förster. Hoffentlich weiß er auch, in welche Richtung der Baum fallen soll!

Und nochmal ein kleines Büschel von Sklerotien – Porlinge (Polyporus tuberaster).

Ein Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) an Rotbuche. Ob hier schon vor uns jemand lehrreiches über Porlinge vermitteln wollte? Jedenfalls deuten die Schnittstellen darauf hin.

Ziegelrote Kohlenkruste (Hypoxylon rubiginosusm).

Gestorbene Bäume. Manchmal werden sie zur Gefahrenabwehr auch runtergestutzt.

Thermophil begünstigte Hanglage.

Teils offene Hügellandschaft  gegenüber der Warnow.

Dekorative Schmetterlings – Trameten (Trametes versicolor).

Die Warnow erweckt an dieser Stelle fast den Eindruck eines stehenden Gewässers.

Eine urwüchsige Landschaft.

Knospe einer Sonnenblume.

Die Sonne ist aufgegangen. Pflanze des Jahres 2021.

Unzählige Blüten richten sich zu Mutter Sonne aus.

Am besten, man lässt die sonnige Schönheit einfach auf sich einwirken.

O – weiha, unweit des Forstamtes Gädebehn versteht man mit Umwelt verschmutzern keinen Spaß!

Ich muss gestehen, sie törnen mich irgendwie an. Immer wenn ich an Adlerfarn – Beständen entlang komme, muss ich sie an vorjährigen Stängeln suchen. Die Adlerfarn – Fleckenpilze (Ropographus filicinus).

Fast wie Dschungel, da geht einem fast das Herz auf, bei so viel Natürlichkeit.

Ockergelbe Zonentramete (Trametes ochraceum).

Immer an totem Eichenholz, der Rotbraune- oder Umberbraune Borstenscheibling (Hymenochaete rubiginosa).

Fast wie am Amazonas!?

Etwas Regen und standortbedingt erhöhte Luftfeuchtigkeit hat ausgereicht, um dem Goldgelben Zitterling (Tremella mesenterica) Lebendigkeit einzuhauchen.

Nach 7 Km ließen wir die Tour enden.

Wann geht es zur nächsten Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

13. Juli 2022 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Eldena

Auch für wissbegierige Pilz- und Naturfreunde

Es ging in den 1. Quadranten von MTB: 2734 = Eldena

Waldgebiet am Buchenberg südöstlich Glaisin. Das Ziel der heutigen Mittwochsexkursion.

Im ersten Quadranten der Topographischen Karte Eldena im Maßstab 1 : 25 000 befinden sich drei größere Waldgebiete, die für die heutige Mittwochsexkursion in Betracht kamen. Zunächst war da ein Walddreieck nordwestlich von Glaisin zu nennen. Laut Karte handelt es sich um Nadelforste. Ein weiteres Waldrevier befindet sich südwestlich des genannten Ortes, einschließlich dem Buchenberg. Hier finden wir also auch Laubwaldbereiche, die für Abwechslung und mehr Vielfalt sorgen können. Daher entschieden wir uns für dieses Gebiet. Wir, dass waren Pilzfreund Michael Junge aus Schwerin und Reinhold Krakow aus Wismar. Südöstlich von Glaisin liegt eine weitere Forstfläche, einschließlich des Ochsenbergs, die wieder eintöniger laut Karte sein soll, also in der Mehrheit von Nadelbäumen bestanden ist. 

Frischpilze fanden sich in der sandigen und trockenen Region, die zur Griesen Gegend gehört, heute leider kaum. Dieser Waldfreund – Rübling (Collybia dryophila) beglückte uns als Einzelexemplar.

Gleich daneben erfreute uns ein ebenfalls einzelner und halb verwelkter Gold – Mistpilz (Bolbitius vitellinus).

Um trotz der Trockenheit einige Pilzarten zu finden, steht also wieder Totholz im Fokus unseres Interesses.

Und an diesen Überresten einer Birke wurden wir auch fündig.

Echter Zunderschwamm (Fomes fomentarius).

Eichen – Rindensprenger (Vuilleminia comedens).

Genau wie der Rindensprenger entwickelt sich auch das Flächige Eckenscheibchen unter der Rinde von Totholz und sprengt diese schließlich auf.

Eine vielversprechende Waldkante. Wir brauchen Regen!

Ältere Angebrannte Rauchporlinge (Bjerkandera adusta).

Orange Farbtöne sind charakteristisch für junge Striegelige Schichtpilze (Stereum hirsutum). Darunter sehen wir Überzüge des Veränderlichen Spaltporlings (Schizopora paradoxa).

Schizopora paradoxa.

Charakteristische Hut – Beschuppung des Sklerotien – Porlings (Polyporus tuberaster).

Diesen coralloiden Schleimpilz konnte ich leider nicht zuordnen.

An den teils üppigen Adlerfarn – Beständen durfte der Adlernfarn – Fleckenpilz (Ropographus filicinus) an vorjährigen Krautstängeln natürlich nicht fehlen.

Ausgedehnter Adlerfarnbestand.

Die Kiefern stehen im Konkurrenzkampf mit den Farnen.

Der Schwarze Gottvergess (Baletta nigra) hat Besuch.

Besucht wurde die Schwarze Nessel heute von zahlreichen Wildbienen. Die Pflanze ist bei uns ein Neophyt, der aus dem Mittelmeerraum eingewandert sein soll. Inzwischen hat sie sich über weite Teile Europas ausgebreitet und gilt auch als Heilpflanze.

Zwar habe ich kürzlich einen Vortrag über Wildbienen verfolgt, es ist aber leider nicht viel hängen geblieben. So kann ich dieser Art leider auch keinen Namen geben. Die Pflanze ist als jedoch Weide für Wildbienen bekannt.

Eine wüste, aber dennoch ungewöhnliche und interessante Abholzungsfläche.

Und in diesem Moment begegneten wir einer Truppe von mehreren Familien, die eine kompetente Führung durch den Wald am Buchenberg gebucht hatten und daher viel wissenswertes, auch zu dem obigen Kahlschlag, erfahren durften.

Die Himbeeren reifen etwas unterschiedlich, aber viele befanden sich schon in naschbarem Stadium.

Auf der Grasnarbe eines schattigeren und feuchteren Waldweges endlich mal wieder ein Pilz im klassischem Sinne. Ein Rädchen- oder Scheibchen – Tintling (Copriuns spec.)

Aber es war nicht nur einer, sondern sage und schreibe drei Exemplare. Für den Laien reicht die Bestimmung Scheibchen – Tintling völlig aus. Für die konkrete Bestimmung muss aber mitunter ein Mikroskop zu Rate gezogen werden, da es mehrere, sehr ähnliche Arten gibt.

Auch in diesem Wald haben die zunehmend trockenen Verhältnisse ihren Tribut gefordert. Ich vermute, dieser exponiert stehende, tote Solitärbaum, wurde bewusst stehen gelassen, da in diesem Wald naturkundliche Führungen angeboten werden.

Auch diese Birke hat es bereits hinter sich und wird vom Birkenporling (Piptoporus betulinus) abgebaut.

Dieser entrindete Stamm fällt durch seine eigenartigen Wülste auf.

Aus einem stehenden Fichtenstamm wachsen zwei junge Porlinge heraus. Grauweiß gefärbt und noch relativ weichfleischig. So jung sind einige Porlinge oft noch nicht ansprechbar. In Betracht kam der Herbe Saftporling mit Galle – bitterem Geschmack. Die Geschmacksprobe ergab jedoch eher einen sehr unangenehmen, brennend scharfen und im Hals krartzenden Geschmack. Dem Geruch nach möchte ich den Rotrandigen Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) vermuten.

Die Holzscheiben dienen der Wald – Pädagogik für Kinder, so war auf dem Zettel am Baum zu lesen.

Das hier gespannte rot – weiße Flatterband soll sicher selbigem Sachverhalt dienen.

Naturnaher Buchenwald.

Die Fichte ist ein Flachwurzler. Mit samt den zusammen getragenen Zapfen dient sie sicher auch der Waldpädagogik.

Viele Brombeeren reifen am thermophilen Waldrand heran.

Vereinzelt waren auch schon schwarze dabei, die schnell weggenascht wurden. Um welche Art es sich handelt, vermag ich leider nicht zu sagen.

Der ehemalige Pilzberater der Stadt Neukloster, Dr. Heinz Henker, hat sich auf Brombeeren spezialisiert und konnte in Mecklenburg 108 verschiedene Arten nachweisen. Drei davon Neubeschreibungen, wo bei eine ihm zu Ehren den botanischen Namen Rubus henkeri erhielt. Zu deutsch Henkers Brombeere.

Flacher Lackporling (Ganoderma lipsiense) mit Zuwachsrand und reichlich zimtbrauenem Sporenstaub.

Das Getreide ist reif, der Mähdrescher kann kommen. Getreideart: Erbsen!


Hier die Artenliste von MTB: 2734/1 – Wald am Buchenberg: Waldfreund – Rübling, Goldmistpilz, Echter Zunderschwamm, Eichen – Rindensprenger, Flächiges Eckenscheibchen, Eichen – Eckenscheibchen, Eichen – Zystidenrindenpilz, Schmetterlings – Tramete, Striegeliger Schichtpilz, Angebrannter Rauchporling, Sklerotien – Porling, Fichten – Wurzelschwamm, Reihige Tramete, Gemeiner Violettporling, Geweihförmige Holzkeule, Gelbe Lohblüte, Adlerfarn – Fleckenpilz, Buckel – Tramete, Striegelige Tramete, Flacher Schillerporling, Scheibchen – Tintling, Birken – Zungenporling, Rotrandiger Baumschwamm, Orangefarbenes Brennnesselbecherchen, Zugespitzter Kugelpilz, Eichen – Mehltau, Flacher Lackporling und Veränderlicher Spaltporling.


Wir verabschieden uns vom Wald am Buchenberg.

 Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

09. Juli 2022 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Roten Fliegenpilzes

Sie führte in die Region Groß Labenz

Der Loofsee bei Groß Labenz am 09. Juli 2022.

Die Forste zwischen Warin – Blankenberg und Labenz gehören zu den beliebtesten Pilzrevieren im Nordwesten Mecklenburgs. Besonders im Herbst sind hier viele Kochtopfmykologen unterwegs, um nach Marone, Butterpilz und Steinpilz Ausschau zu halten. Also nach den Klassikern unter den Speisepilzen. Diese können selbstverständlich auch schon im Sommer gefunden werden. Insbesondere wenn dieser kühl und regnerisch verläuft. Ansonsten ist jetzt die große Zeit der Pfifferlinge angebrochen und es geht auf einer geführten Lehrwanderung durchaus auch darum, neues kennen zu lernen und seinen Gesichtskreis im Hinblick auf die Küchen – Mykologie zu erweitern oder zu festigen. Von all dem waren wir heute aber weit entfernt. Trockenheit prägte die zurückliegenden Wochen, ja Monate. Es hatte zwar etwas geregnet, aber viel hat dieser bisher nicht aus dem Waldboden locken können.

Zur Begrüßung überreichte mir unsere Pilzfreundin Catrin aus Katelbogen diesen Flachen Lackporling, den sie speziell für mich gestaltete. Ganz herzlichen Dank. Er bekommt einen Ehrenplatz in meinem Info – Zentrum.

Interessant und außergewöhnlich die Wachsform dieser Rötenden Tramete (Daedaleopsis confragosa).

Auch diese jungen Lungen – Seitlinge brachte uns Catrin mit.

Am sandigen Waldrand unter Eichen und Birken erfreuten uns richtig tolle Fleischrote Speisetäublinge (Russula vesca). Die ausgezeichneten Speisepilze wuchsen am Rande des Waldweges, auf welchem sich beim letzten, starken Regen, eine große Pfütze gebildet hatte, die noch zu erahnen war.

Ungewöhnlich war jedoch, dass ihre, an sich stets weißen Stiele, rosa überlaufen waren.

Ein zähfleischiger Sklerotienporling (Polyporus tuberaster) auf einem Laubholz – Ast.

Ein wirklich schleimiger Myxomycet. Also ein echter Schleimpilz und kein Sternenrotz, dem Auswurf von Tieren.

Waldfreund – Rübling (Collybia dryophila). In neuerer Zeit werden die Waldfreund – Rüblinge zu mehren Arten zerpflückt. Für den normalen Pilzfreund ist das unwichtig. Überlassen wir diese Spielchen den wahren Mykologen, die brauchen schließlich auch ihre Beschäftigung und ihre Erfolgserlebnisse.

Lilablättriger Mürbling (Psathyrella candolleana) mit Assel – Inspektion.

Besonders jung behangener Hutrand, gelbweißliche Hutfarbe, lilabräunliche Lamellen, truppweises Auftreten an feuchteren Waldstandorten und hier um mulmigen Holzresten herum, große Gebrechlichkeit und vorzüglicher Geschmack kennzeichnen diesen häufigen Suppenpilz namens Lilablättriger- oder Behangener Faserling/Mürbling (Psathyrella candolleana).

Psathyrella candolleana nochmals als Gruppenfoto.

Alle freuen sich, das Klaus Warning (links) heute mal wieder mit dabei ist. Klaus ist amtierender Ansprechpartner zum Thema Pilze in Bützow und rechts sehen wir seine mögliche Nachfolgerin Catrin.

Fast ein Viertel Jahrhundert hat Klaus sich in den Dienst der Pilzaufklärung und Beratung im Raum Bützow gestellt. Viele Jahre war er mir auch eine Hilfestellung bei unzähligen Lehrwanderungen und Exkursion. Nicht nur dafür ganz herzlichen Dank!

Seine Liebe zu den Pilzen und den vielen schönen Momenten, die sie ihm gebracht haben, von denen er nicht wenige auch auch im Bild festhielt, kommt in zwei Bildbänden zum Ausdruck, die er insbesondere für seine Kinder als Erinnerung an ihrem Pilzverliebten Vater in Auftrag gegeben hat.

Während einer kleinen Verschnaufpause blätterte Klaus durch seine beiden Büchlein und gab auch einige Erläuterungen zu den teilweise nicht alltäglichen Funden, die er im Foto festgehalten hat.

An der Frischpilzfront wird es auch weiterhin sehr verhalten bleiben. Zu empfehlen sind jedoch Lungen – Seitlinge (Pleurotus pulmarius) an totem Laubholz. Je heißer der Sommer, um so besser für diesen Speisepilz. Heute am Loofsee an Birke gefunden und aufgenommen.

Eine größere Anzahl überständiger Lungenseitlinge an einem liegenden Birkenstamm. Viel häufiger finden wir ihn jedoch an Rotbuche.

Klaus in Aktion. Wird es einen dritten Bildband geben?

Model stehen hier junge Lungenseitlinge.

Ästchen – Schichtpilz (Stereum rameale). An mehr oder weniger dünnen Laubholzästen, gerne Eiche.

Leicht verwechselt werden kann der Ästchen – Schichtpilz (Stereum rameale) mit dem Striegeligen Schichtpilz, da auch dieser eine haarig – striegelige Konsolenoberfläche aufweist.

Noch recht gut erhaltene, vorjährige Rötende Trameten (Daedaleopsis confragosa).

Was gibt es hier wohl Interessantes?

Farbenfrohe Blutmilchpilze (Lycogala epidendron) erregen die Aufmerksamkeit.

Und dann noch etwas wertvolles für den Freund von Vitalpilzen. An einem toten Birkenstamm ein Fruchtkörper des Schiefen Schillerporlings (Inonotus obliquus), besser bekannt unter der Bezeichnung Chaga.

Ausnehmend häufig an glattrindigen Bäumen, der Silberfleck.

Silberfleck (Phlyctis argena) – eine Flechte.

Schattenspiele.

Der Zunderschwamm erfüllt seine Aufgabe.

Quellwolken kochen in die Höhe. Später gab es auch noch vereinzelte Schauer.

Weiter zieht die kleine Truppe.

Und zum Schluss noch ein kleiner Höhepunkt. An einer alten Birke schlüpft gerade ein Wolliger Scheidling (Volvariella bombycina) aus dem Ei. Zwar essbar, aber wir leiden nicht hungers und er durfte ungestört weiter Schlüpfen.

Und zum Abschied schnell noch ein Erinnerungsfoto.


Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

06. Juli 2022 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Wittenburg

Auch für wissbegierige Pilz- und Naturfreunde

Im 4. Quadranten des MTB 2432 = Wald bei Dreilützow

Das Zielgebiet war heute ein Forstrevier nordöstlich Dreilützow.

Viel Auswahl an Waldflächen standen im letzten Quadranten der Topographischen Karte von Wittenburg, im Maßstab 1 : 25 000, nicht zur Verfügung. Ganz im Norden, wie auch ganz im Süden reicht jeweils ein kleinerer Waldzipfel in den Quadranten. Diese sollten nicht interessieren. In Frage kam daher nur ein etwas größeres Waldgebiet nordöstlich von Dreilützow, welches von der L 042 durchquert wird. Somit war auch ein ordentlicher Anfahrtsweg in unser Kartierungsgebiet gegeben. Laub- und Nadelwald, so wie ist in der Karte eingezeichnet ist und auch integrierte Feuchtbereiche. Diese waren aber meist trockengefallen und es handelt sich um mit Birken bestandene Moorstandorte. Ansonsten überwogen Kiefern und Fichten, auch ein kleinerer Eichen – Jungforst und natürlich immer mal eingestreute Laubbäume, allen voran Eichen und Buchen. Leider sind hier große Bereiche stark verkrautet, so dass ich mich zeitweise durch einen regelrechten Dschungel kämpfen musste. Als Kontrast dazu fast blitzsaubere Fichtenforste mit Moos und Nadelstreu. Es hatte hier in jüngerer Zeit zwar auch etwas geregnet, aber der sandige Boden ist bereits wieder sehr trocken gefallen. Dem zufolge gab es auch so gut wie keine Frischpilze. 

Der gedankliche Startschuss für meine heutige Solo – Exkursion ist gefallen.

Hier war der Förster zu Gange.

Der Eichen – Zystidenrindenpilz (Peniophora quercina). Schön auch rechts oben die Apothezien der Gemeinen Gelbflechte (Xanthorina parietina).

Ein kleiner Höhepunkt ist wie immer der Fund des Zweifarbigen Knorpelporlings (Gloeoporus dichrous). Hier, wie so oft, an totem Eichenast.

Ein junger Eichen – Bestand. In feuchten Sommern sicher gut für einige Pfifferlinge.

Eine der häufigsten und leicht kenntlichsten Morchel – Verwandten finden wir an abgestorbenen, oft noch am Baum hängenden Eichen – Ästchen, die Eichen – Spaltlippe (Colpoma quercinum).

Zu mir, mit allen Flachen Lackporlingen (Ganoderma lipsiense), ließ kürzlich unsere Catrin aus Katelbogen verlauten. Sie bemalt derzeit die Unterseiten dieser Porlinge mit Pilzmotiven. Ich finde, dieser Fruchtkörper hat selbst seine harmonisch/künstlerische Ader entfaltet.

Die Douglasie (Pseudotsuga cf.) ist eine fremdländische Nadelbaumart aus Oregon (USA) und kann bis 60 m hoch werden. Der höchste, jemals auf unserem Platen gewachsene Nadelbaum in der Neuzeit soll eine Douglasie gewesen sein, mit 133 Metern. Der derzeit höchste Nadelbaum steht in Kalifornien (Küsten – Mammutbaum) und misst 116 Meter.

Ein attraktiver Bereich. Wenn es nur nicht so trocken wäre!

An Birke besonders dekorativ, das Flächige Eckenscheibchen (Diatrype sitgma). Der Schlauchpilz kommt auch an anderen Hölzern vor. Beispielsweise an Rotbuche, Weissdorn oder auch Süsskirsche.

Das normale Befallsbild des Breitblättrigen Ampfers vom Ampferblatt – Rostpilz (Ramularia rubella).

Ob er auch für diese Augenweide verantwortlich zeichnet, vermag ich nicht zu beurteilen.

Ramularia rubella?

Und das Ganze nochmal direkt auf der Blatt – Unterseite.

Da sollte der Eichen – Mehltau (Erisyphe alphitoides) vor Scham erröten. Aber er gibt sich mit seinem mehligen, grauweißen Belag zufrieden und verunstaltet die Eichenblätter.

Für die braunen Flecken an den Blättern der Rosskastanie ist bekanntlich kein Kleinpilz verantwortlich. Der Übeltäter ist die Rosskastanienminiermotte (Cameraria chridelia). Der winzige Schmetterling wurde erst 1984 in Mazedonien entdeckt, 1989 von einem Wissenschaftler nach Linz (Österreich) gebracht und hat sich von dort auf nahezu ganz Europa ausgebreitet. Fragt sich nur, wie lange die Bäume diesen Stress noch ertragen können.

Ein Birken – Stangenwald im trockenen Moor.

Eine Jagdliche Einrichtung mit natürlicher Tarnung.

Und siehe da! Im Rasenschnitt tatsächlich mal ein richtiger Pilz mit Hut und Stiel!

Mit Tintlings – Habitus, aber gelbbräunliche Lamellen. Was mag das nur sein?

Da kommt wohl nur ein Vertreter der Gattung Bolbitius in Frage. Der gelbliche Hutscheitel lässt den Goldmistpilz (Bolbitius vitellinus) vermuten.

Ein Märchenhafter Winkel des Waldes.

So macht Wald Spaß! Ob wohl an der zerbrochenen Eiche etwas dran ist?

Die Antwort lautet ja! Allerdings hätte ich nicht unbedingt mit dem Rotrandigen Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) gerechnet. Der wächst zwar häufig an Laubhölzern, aber an Eiche ist er schon eher selten zu beobachten.

Nicht weit entfernt ein liegender Fichtenstamm. Auch hier findet sich der Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola). Und die Fichte sollte eigentlich das gängige Substrat sein, denn ein weiterer, deutscher Name lautet Fichten – Porling. Hier mit Guttationströpfchen.

Dieses Exemplar finde ich besonders schön. Neben dem helleren Zuwachs zeigt sich auch eine schmale, deutlich rote Randzone.

Die Unterseiten dieser Rotrandigen begeistern durch eine gelbbräunliche Umrandung. Ich nahm einige Exemplare zum Adventsbasteln mit.

Am noch stehenden Strunk der umgebrochenen Fichte dieses weißliche Gebilde eines Baumschwamms. Eine Kostprobe des eher weichfleischigen und einjährigen Porlings gab die Bestätigung. Galle – bitter = Herber Saftporling (Oligoporus stypticus). 

Großflächig auf der Rinde des Fichtenstammes noch dieser Überzug. Könnte ein Resupinat – Stacheling sein.

Trockenes Birkenmoor. Im Herbst sicher gut für entsprechende Raufüße.

Auch hier dürften die Kochtopf – Mykologen im Herbst wohl auf ihre Kosten kommen.

Ein Himmelsfenster tut sich auf. Was zeigt es uns. Abendliche Quellbewölkung und hohe Schleierwolken durch die beginnende Warmluft – Advektion des in der Nacht aufziehenden Tiefs.


Hier die Artenliste von MTB: 2432/4 – Wald nordöstlich Dreilützow: Striegeliger Schichtpilz, Ampferblatt – Rostpilz, Zugespitzter Kugelpilz, Orangefarbenes Brennnesselbecherchen, Eichen – Eckenscheibchen, Eichen – Zystidenrindenpilz, Zweifarbiger Knorpelporling, Eichen – Spaltlippe, Flacher Lackporling, Flächiges Eckenscheibchen, Striegelige Tramete, Schmetterlings – Tramete, Goldmistpilz, Rotrandiger Baumschwamm, Bovistähnlicher Schleimpilz, Herber Saftporling, Gemeiner Violettporling, Echter Zunderschwamm, Eichen – Wirrling, Eichen – Mehltau und Buckel – Tramete.


Wir verabschieden uns vom Wald- und Forstrevier nordöstlich Dreilützow am 06. Juli 2022.

Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

29. Juni 2022 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Wittenburg

Gerne mit interessierten Gästen

Ziel ist das MTB: 2432/3 = Wald bei Püttelkow

Hinter dem Erbsenfeld kommt der Zielwald in Sichtweite.

Im dritten Quadranten des Wittenburger Messtischblattes findet sich vergleichsweise nur ein geringer Anteil an Waldflächen, die für die heutige Exkursion in Frage gekommen wären. Es empfahl sich am ehesten ein Walddreieck westlich des Ortes Püttelkow. Es besitzt eine gute Verkehrsanbindung und ist daher leicht zu erreichen. Laut Karte handelt es sich um ein Mischwaldgebiet. Dieses ist allerdings von Nadelbäumen wie Fichten, Douglasien und Kiefern dominiert. Sandige und saure Verhältnisse herrschen hier vor. Teils handelt es sich um Blaubeerwald. Sind die Randbereiche durch die Landwirtschaft eutrophiert, mit erhöhten Krautwuchs, so finden sich im inneren arme, saubere und moosige Bereiche, so wie es die Kochtopf – Mykologen lieben. Für diese Interessengruppe war heute allerdings nichts zu holen. Überhaupt konnten wir nicht einen Frischpilz ausfindig machen. Grund ist die wochenlange Trockenheit. Trocken war es hier heute zwar nicht, weil kurz vorher Gewitterregen einiges an Wasser abgelassen hatte. Die Auswirkungen können frühestens in einer Woche Früchte tragen. Ich war also nicht alleine unterwegs. Mich begleitete ein junger Pilzfreund, der tags zuvor der Gruppe der Pilzfreunde beigetreten war und der großes Interesse an allem hat, von dem man sich in freier Natur ernähren kann. Und dazu gehören auch Pilze. Heute konnte ich ihm diesbezüglich leider nichts erläutern, aber er ist durchaus wissbegierig gegenüber all den anderen Pilzarten, die so wichtig für das Gleichgewicht im Haushalt der Natur sind. Manchmal leider aber auch für ein Ungleichgewicht in monotonen Forsten sorgen können. Einer davon war der Wurzelschwamm, den ich Marvin heute vorstellen konnte.  

Zunächst traute ich meinen Augen kaum. Sollen das alles Erbsen sein?

Ja, na klar, alles Erbsen! Leider aber wohl keine Zuckererbsen, denn sie schmeckten doch ziemlich bitter.

Das Exkursionsgebiet gehört zum Biosphärenreservat Schaalsee.

Diese Informationstafel am Waldrand hat dringend eine Generalüberholung nötig!

Üppige Vegetation durch erhöhten Nährstoffeintrag in Waldrand – Nähe.

Der Mais wurde nun endlich auf diesen leichten Sandböden gut gewässert.

Für die Randfichten am Waldrand kommt das Wasser aber zu spät.

Sie sind vertrocknet. Wahrscheinlich schon im Dürrejahr 2018.

Dieser Bereich des Waldweges stand kürzlich noch komplett unter Wasser. Es versickert in den leichten Sandböden, trotz verfestigtem Fahrweg, relativ schnell.

Eine der ersten Pilzarten, die ich Marvin erläutern konnte, war diese Vielgestaltige Kohlenbeere (Hypoxylon multiforme) an einem toten Birkenstamm. Für die Ernährung ohne Bedeutung.

Auch dieser, an altem Haselstrauch resupinat wachsende Runzlige Schichtpilz (Stereum rugosum) entspricht keinerlei kulinarischen Anforderungen.

Genau so wenig wie der Unförmige Weichporling (Skeletocutis amorpha), den wir an alten Kiefernstümpfen finden können.

Mehrschichtiger Waldaufbau.

Hier haben wir wohl gleich drei Arten auf einen Streich. Den Wurzelschwamm (Heterobasidion annosum), den Geweihförmigen Schleimpilz (Ceratiomyxa fructiculosa var. poroides) und erst im Bild wahrgenommen, vermutlich eine grüngelbe Gallertträne (Dacrymyces spec.) an einem alten Fichtenstubben.

Hier sehen wir die Normalform des Geweihförmigen Schleimpilzes (Ceratiomyxa fructiculosa). Ebenfalls wieder an einem Fichtenstubben in Nachbarschaft mit dem Wurzelschwanmm.

Die Blaubeeren sind reif.

Monotoner Fichtenforst. Im Herbst sicher das richtige für Freunde von Maronen – Röhrlingen.

Wurzelschwamm (Heterobasidion annosum. Ein großer Schädling in Fichten – Monokulturen.

Hier hat sich dieser Porling ein besonders schönes Plätzchen ausgesucht.

Die Schlanke Ahorn – Holzkeule (Xylaria longipes).


Hier die Artenliste von MTB 2432/3 = Wald und Forst westlich Püttelkow: Eichen – Rindensprenger, Eichen – Eckenscheibchen, Runzliger Schichtpilz, Schmetterlings – Tramete, Echter Zunderschwamm, Zugespitzter Kugelpilz, Vielgestaltige Kohlenbeere, Eichen – Mehltau, Rotbraune Kohlenbeere, Unförmiger Weichporling, Geweihförmiger Schleimpilz, Wurzelschwamm, Schlanke Ahorn – Holzkeule und Orangefarbiges Brennnesselbecherchen.


Wir verabschieden uns vom Forst bei Püttelkow.

Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

25. Juni 2022 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Roten Fliegenpilzes

Durch den Lenorenwald im Klützer Winkel

Im Lenorenwald am 25. Juni 2022.

Es ist schon einige Jahre her, als wir zu einer teilnehmerstarken Pilzwanderung im Lenorenwald unterwegs waren. Damals führte uns unser Pilzfreund Ulrich Klein durch seinen Hauswald. Dabei statteten wir auch den dort, genau so wie heute, befindlichen Mammutbäumen einen Besuch ab. Der Lenorenwald gilt als sehr launisch im Hinblick auf das Wachstum von Frischpilzen, insbesondere auch von Speisepilzen. Nun, wir haben Frühsommer und da sollte man ohnehin noch nicht mit einem großen Reibach rechnen, aber für den interessierten Pilzfreund gibt es immer etwas zu entdecken und vielleicht auch zu erlernen. Und dass sollte ohnehin das Hauptziel einer vom Fachmann geführten Lehrwanderung sein. Als besonders negativ erwies sich die allgemeine Trockenheit, und dass, obwohl der Klützer Winkel in den letzten Wochen, ja Monaten, etwas mehr Regen abbekommen hat. So waren wir hier heute auch sehr minimalistisch unterwegs. Catrin aus Katelborgen und Reinhold aus Wismar. Hier einige Bilder: 

Stein im Lenorenwald mit Inschrift.

Rostbrauner Feuerschwamm (Phellinus ferruginosus).

Zusammenfließende Kohlenbeere (Hypoxylon cohaerens) auf Buchenholz b. z. w. deren Rinde.

Immer wieder gern gesehen ist die Großporige Datronie (Datronia mollis).

Die Vegetation zeigt hier durch die geringen Niederschläge noch keine Auffälligkeiten.

Hier sehen wir paradoxerweise den Rotrandigen Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) mit hellem Zuwachsrand.

Und dieser Rotrandige ist nahezu gänzlich rot gefärbt.

Rotbuche mit reichlich Buchen – Rindenschorf (Ascodichaena rugosa). Der Baum reagiert bei Befall durch eine verstärkte Korkproduktion, wodurch die Baumrinde brüchiger wird.

Stellenweise war es auf einigen Waldwegen noch recht feucht.

Ein sehenswertes Wanderziel im Lenorenwald sind diese beiden Mammutbäume.

Unweit der Mammutbäume findet sich auch dieser Baum, der die Fantasy des Betrachters anzuregen vermag.

Endlich Regen! Regentropfen fallen hier in die Rückstände des letzten Regens und wir haben den Schirm heraus geholt. Nach 10 Minuten Getröpfel war schon wieder Schluss.

Unverwechselbar: der Eichen – Wirrling (Daedalea quercina).

Die Gelbe Lohblüte (Fuligo septica).

Diese Überreste einstiger Birnen – Stäublinge (Lycoperdon perlatum) lassen nicht wegen der Trockenheit ihre Köpfe hängen. Sie haben einfach ausgedient!

Braun dominiertes Kontrastprogramm. Ein Mehrfachfruchtkörper des Flachen Lackporlings (Ganoderma lipsiense) mit weißer Zuwachskante, reichlich zimtbraunem Sporenstaub und dunkelbraunen Wasserflecken des Kurzzeitregen.

An selbigem, liegenden Buchenstamm auch einige Büschel von Lungen – Seitlingen (Pleurotus pulmarius).

Leider nicht mehr ganz frisch. Typisch ist auch ihr gilben, wenn sie beginnen trocken zu werden. Jung essbar.

Ein Lungen – Händling!

Der Gewöhnliche Silberfleck (Phlyctis argena), den jeder Waldbesucher irgendwie kennt, zumindest vom sehen. An glattrindigen Bäumen, so wie hier an Rotbuche.

Dieser Erlenbruch hat auch schon mal feuchter gestanden.

Ein sehr sehenswerter Flacher Lackporling (Ganoderma lipsiense).

Sobald sich nur einer der wenigen Frischpilze zeigte, waren auch gleich die Schnecken zur Stelle. Violettbrauner Täubling (Russula bruneoviolaceus).

Neben dem brauvioletten Hutfarben besitzen der weißliche Stiel und die Lamellen häufig zitronengelbe Reflexe. Der Täubling schmeckt mild und kann daher gegessen werden.

Diese Rotbuche hat sich prächtig entwickelt.

Die ganzen Jahre haben wir den Halbresupinaten Weichporling als Skeletocutis nivea angesprochen. Dank neuerer Untersuchungen soll es die Art aber nur in Amerika geben. Es soll sich vielmehr um Skeletocutis nemoralis handeln.

Ein großflächiger, brauner und gnubbeliger Überzug an einem Buchenstamm.

Keine Frage! Es kann sich nur um den Knotigen Schillerporling (Inonotus nodulosus) handeln.

Tolles Feuchtrevier!

Mit für Pilzsucher ebenso tollem und ausgehagertem Buchenwald davor.

Außer zwei, drei von Schnecken stark beanspruchten Frauen – Täublingen (Russula cyanoxantha) war hier heute in Bezug auf Frischpilze leider nichts zu machen.

Hat sich hier jemand für schlechte Zeiten eine Zuflucht errichtet?

Soweit einige Impressionen aus dem Lenorenwald.

Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

22. Juni 2022 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Wittenburg

Auch für interessierte Gäste

Es ging in den 2. Quadranten von MTB Wittenburg: 2432

Blick auf die Woezer Tannen (Kiefern) am 22. Juni 2022.

Im 2. Quadranten des MTB Wittenburg fanden sich reichlich Wald- und Forstflächen für die heutige Mittwochsexkursion. So die Woezer Tannen im Norden, die in weitere Waldflächen in Richtung Südwesten übergehen. Auch nördlich der Ortschaft Pogreß finden sich größere Wälder. Ein weiteres Waldgebiet liegt ganz im Süden des Kartierungsgebietes, das nach Nordwesten vom Dümmer Seefließ begrenzt wird. Kleinere Waldinseln sollen uns nicht weiter interessieren. In allen der in Frage kommenden Bereiche finden sich auch Feuchtgebiete. Von der Straßenanbindung sind die Woezer Tannen und weitere Wälder westlich der L 05 am besten zu erreichen. Ich entschied mich für die Woezer Tannen. Das Gebiet steht auf Sanderflächen und ist überwiegend von Kiefernforsten, aber auch Mischwaldbereichen bestanden. Leider ist die Krautschicht oft üppig ausgebildet und das Laufen zwischen Farnen und Beerengestrüpp ist kein Vergnüngen. So hielt ich meist auf Waldwegen auf und erkundete eigentlich mehr den Wald und seine Umgebung. Frischpilze waren wegen der Trockenheit ohnehin kaum zu erwarten. Entsprechend dürftig fiel auch die Fundliste aus.

Mein Startpunkt an diesem sonnigen und lichtdurchfluteten Nachmittag.

Die Eichen – Spaltlippe (Colpoma quercina) war hier am Werke. Der Schlauchpilz lässt die Rinde dünner, toter Eichenäste, lippenartig aufplatzen.

Sehr sandig und zur Zeit staubtrocken präsentierten sich mir heute die Woezer Tannen.

Kontrastreicher Blick in die Landschaft.

Rankengewächse streben zu höherem und benutzen diese Kiefern als Leiter.

Trockenrasen mit einzelnen Bauminseln.

Der Ampferblattrost (Ramularia rubella) auf Unter- und Oberseite der Blätter.

Ein besonders schöner und sehenswerter Rostpilz aus der Gattung Puccinia. Es gibt etwa 4 000 Arten von Rostpilzen, die alle mehr oder weniger Spezialisiert auf ganz bestimmte Pflanzen sind. Manchmal jedoch auch diese wechseln können, welches die Bestimmung nicht gerade leichter macht.

Während obige Puccinia noch sehr schöne, sehenswerte Fruchtlager ausbildet, verzichtet der Eichen – Mehltau (Erysiphe alphitoides) gänzlich auf jedweden Schnickschnack und kommt ganz minimalistisch, als weißlicher Belag auf den Blättern, daher.

Eine schöne Eiche in Waldrandnähe.

Weg zum Woezer See.

Locker stehende Jungkiefern. Genau das Richtige für Liebhaber von Butterpilzen.

Auch mal ein Foto wert. Die Fallschirme einer Pusteblume (kein Löwenzahn).

Der Woezer See am 22. Juni 2022. Er ist 57 ha groß, recht flach und wird vom Flüsschen Schilde durchflossen. Er gehört zur Schaalseelandschaft.

Ein anscheinend verlassenes Anwesen im Wald versteckt und unweit des Ufers zum See.

Bei aller Trockenheit, diese Senke eines Waldweges ist nicht trockenen Fußes zu durchqueren.

Vielgestaltige Kohlenbeerre (Hypoxylon multiforme) auf Betula.


Hier die minimalistische Artenliste von MTB 2432/2 = Woezer Tannen: Gemeiner Violettporling, Eichen – Eckenscheibchen, Eichen – Zystidenrindenpilz, Eichen – Spaltlippe, Eichen – Rindensprenger, Eichen – Mehltau, Ampferblatt – Rostpilz, Vielgestaltige Kohlenbeere und Zugespitzter Kugelpilz.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

19. Juni 2022 – Vereins- und Kartierungsexkursion

Vereinsexkursion der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Sie führte durch den Brümmersaal

Zweittreffpunkt war gegen 09.00 Uhr am Kloster Rehna. Wehmut kam in mir auf. Wie oft war ich hier im Rahmen der Tage der Pilze zu Gast. Hat Irena für das leibliche Wohl gesorgt und darüber ist Jonas groß geworden. Schön, dass wir Menschen von Erinnerungen zehren können, auch wenn sie manchmal weh tun.

Der Brümmersaal ist ein kleineres, abwechslungsreiches und hügeliges Waldgebiet unweit der mecklenburgischen Kleinstadt Rehna. Sowohl gemeinsam mit den Rehnaer Pilzfreunden, wie auch zu einer öffentlichen Lehrwanderung vom Steinpilz – Wismar aus organisiert, waren wir hier schon unterwegs. So konnten wir dort den Agaricus excelens nachweisen, dem Torsten Richter und Reinhold Krakow damals den deutschen Namen „Vornehmer Champignon“ verpasst haben. Ganz offiziell nennt er sich Schneeweißer Anis – Champignon. Auf einer Lehrwanderung vor einigen Jahren im Oktober füllten viele Hallimasch die Körbe der Sammler. Mal schauen, welches uns der Frühsommer zu bieten hat. Das war leider nicht sonderlich üppig, welches natürlich der frühen Jahreszeit, aber vor allem der Trockenheit geschuldet ist. Auch die Teilnehmerzahl von 3 hat sich dieser Situation angepasst.

Der Brümmersaal bei Rehna am 19. Juni 2022.

Kaum waren wir gestartet, leuchteten uns sogleich die ersten Großpilze entgegen.

Und beim näheren Hinsehen wurden es immer mehr.

Und dazu noch mit äußerst origineller Wuchsform.

Schuppiger Porling (Polyporus squamosus). Er sollte uns ein ständiger Begleiter auf unserem Weg durch den Brümmersaal bleiben.

Hier wird fleißig für den Arterhalt gearbeitet. Die Sporenproduktion läuft auf Hochtouren. Der Echte Zunderschwamm (Fomes fomentarius) ist ein Weißsporer.

Gleich daneben luftgetrocknete Lungen – Seitlinge (Pleurotus pulmarius). Ebenfalls ein Weißsporer.

Ungewöhnlich. Den Weißdorn kennen wir eher als Busch!

Dieses Hexenei einer Gemeinen Stinkmorchel (Phallus impudicus) fanden wir schon enthäutet vor.

Nicht selten, die Ziegelrote Kohlenkruste (Hypoxylon rubiginosum).

Viel Bruchholz im Brümmersaal.

Und da haben wir ihn wieder, unseren Tellerpilz. Herr Ober, es darf serviert werden!

Und wenn der Schuppige Porling (Polyporus squamosus) jung und zartfleischig ist (diese nicht!), darf auch er aufgetellert werden.

Weiter führt uns dieser Weg durch den Brümmersaal.

Und wieder Seitlinge. Jetzt frisch und zart, dass wissen auch die Schnecke zu schätzen.

Sie sind im besten Küchenalter. Sind es nun Austern- oder Lungenseitlinge? Ein anisartiger Duft war nicht wahrnehmbar.

Die Hüte sind eher graubräunlich gefärbt, nicht stahlblau wie beim Austernseitling. Auch sind sie nicht so derbfleischig wir bei diesem. Ein echter, einheimischer Austernseitling wird es nicht sein. Eher eine etwas dunklere Form des Lungen – Seitlings oder ein verwilderter Zuchtstamm des Austernpilzes, die bekanntlich auch in den Sommermonaten Fruchtkörper ausbilden. In jedem Fall aber ein guter Speisepilz.

Kaum warf ich die Bemerkung oder Feststellung in den Raum des Waldes, dass eigentlich auch schon der Graue Wulstling wachsen müsste, so schob er sich doch sogleich, noch gut getarnt, vor unseren Füßen durch das Buchenlaub.

Standortfoto des Grauen Wulstlings (Amanita excelsa) im Brümmersaal. Ein essbarer, aber wenig schmackhafter Knollenblätterpilz.

Aber Vorsicht, der ziemlich stark giftige Pantherpilz sieht sehr ähnlich aus! Man achte, wenn nicht abgewaschen, auf die grauschorfigen Hüllreste auf dem Hut. Beim Pantherpilz sind diese weiß und nicht so schorfartig.

Die Manschette des essbaren Wulstlings muss deutlich gerieft sein. Die Natterung b. z. w. die Zonierung des Stiels und der zerlumpte Hutrand sind der Trockenheit geschuldet und sind keine typischen Merkmale dieser Art.

Monika und Phillip gehen die Merkmale des Grauen Wulstlings durch.

Phillip hat sich durch Sumpf und Geäst gekämpft, um dem nächsten Fund habhaft zu werden.

Und wieder sind es Seitlinge. Ganz frisch und dieses mal mit zartem Anisduft und nahezu weißen Hüten. Ich denke aber, weder die weißliche Hutfarbe, noch der Hauch von Anis – Duft, sind konstante Merkmale dieser Art. Auch die oben zu sehenden werden hier her gehören. Lungen – Seitling (Pleurotus pulmarius).

Weiter geht es mal rechts, mal links des Weges.

Im Zentrum des Brümmersaals ein größeres Feuchtgebiet. Ein Paradies für viele Arten, die es besonders nass mögen.

Einfach wunderbar!

Rotbraune Buchen – Kohlenbeere (Hypoxylon fragiforme).

Und das entsprechende Biotop dazu.

Da darf natürlich der Buchenrindenschorf (Ascodichaena rugosa) nicht fehlen. Eine überaus häufige Schlauchpilzart, die aber meistens nicht beachtet wird.

Oder besser, obiger, schwarzer Schorf auf der Buchenrinde, wird als Pilz gar nicht für voll genommen. Hat er doch keinen Hut und keinen Stiel, so wie dieser essbare Papagei – Täubling (Russula ionochlora).

Und zum Schluss noch ein wenig Botanik und Zoologie. An einer jungen Ulme fielen uns diese Gallen auf den Blättern auf. Der Verursacher dürfte die Ulmen – Blasenlaus (Tetraneurella ulmi) sein.

Zwei Wetterhähne des heiligen Petrus (aber nein, hier feiern ja Protestanten ihren Gottesdienst) auf der Turmspitze der Kirche zu Rehna. Ich hoffe, sie drehen ihre Schnäbel richtig in den Wind, damit wir bald mal wieder Regen bekommen!

Wann findet die nächste Vereinsexkursion statt? – Siehe unter Termine!

15. Juni 2022 – Mittwochs- und Kartierunsexkursion

Mittwochsexkursion bei Wittenburg

Auch für wissbegierige Gäste

Es ging in das MTB: 2432/1 = Wald westlich Boddin

Mein Exkursionsgebiet zwischen Schilde und Düsterbeck.

Heute begann ich mit dem Messtischblatt Wittenburg, im Maßstab 1: 25 000. Im ersten Quadranten befinden sich mehrere Bereiche, die in Frage kamen. Zum einen ein Waldgebiet nordöstlich von Drönnewitz mit integriertem Fuchsberg. Zum anderen Bruchwälder östlich Neuhof, so der Große Bruch. Größere Waldbereiche finden sich auch südlich Döbbersen, die vom Flüsschen Schilde tangiert werden und sich nach Süden bis in den Bereich Wittendörp ziehen. Ich entschied mich für ein recht vielseitiges und teils naturnahes Wald- und Forstgebiet zwischen den Ortschaften Boddin und Raguth, südlich des Woezer Sees. Zwischen den beiden Flussläufen Schilde und Düsterbeck. 

Das Exkursionsgebiet gehört zum Biosphärenreservat Schaalsee.

Kaum haben die Eichen ihr Laub voll entfaltet, legt sich bereits der erste Mehltau über ihre Blätter.

Wunderbar entwickelt sehen wir hier das Flächige Eckenscheibchen (Diatrype stigma) an totem Birkenast im Waldgebiet an der Schilde.

Tote Birkenstämme sind vom Echten Zunderschwamm besiedelt.

Echter Zunderschwamm (Fomes fomentarius).

Porlinge an einem toten Eichenstrunk. Für einen Eichen – Feuerschwamm sind die Fruchtkörper zu rotbräunlich gefärbt. Den Kupferroten Lackporling kenne ich bisher nur von alten Rotbuchen, er soll aber auch an Eiche gefunden worden sein.

Im Juni fallen die Zapfen von den Kiefern. So war heute nochmals Zapfen – Sammeln angesagt.

Der hübsche Ampferblatt – Rostpilz (Ramullaria rubella) – ein Kleinpilz.

Jüngerer Buchenwald.

Rötliche Buchen – Kohlenbeere (Hypoxylon fragiforme).

Mitten im Wald eine Linde. Ihr Fuß wirkt von weitem wie der Bodenkontakt einer Windhose, die Staub aufwirbelt.

Diese tote Buche wird vom Flächigen Eckenscheibchen entrindet. Eventuell ist es aber auch ein anderer Pyrenomycet.

Mehrstöckiger Buchenwald.

So sieht natürliche Waldverjüngung aus.

Ein Paradies für holzbewohnende Pilzarten.

Konkurrenzkampf verschiedener Junggehölze an lichten Standorten.

Auch Lärchenzapfen machen sich gut in Adventsgestecken.

Hier wurde ganz fleißig gesponnen. Welcher Spinner hier am Werk war, kann ich leider nicht sagen.

Endlich, mitten auf dem Waldweg unter Eichen und Buchen, die ersten und letzten Frischpilze der heutigen Tour.

Es handelt sich um essbare Graublaue Reiftäublinge (Russula parazurea).

Rostbrauner Feuerschwamm (Phellinus ferruginosus). Der Pilz wächst immer resupinat an verschiedenen Laubhölzern.

Tolle Buchenkannte, aber leider zu trocken!

Ein häufiger Laubholz – Bewohner auf meist am Boden liegenden Stämmen und Ästen ist der dünnfleischige, bunt gezonte und porenlose Samtige Schichtpilz (Stereum subtomentosus).

Jungfichten- und Douglasienbereich.

Verbuschung durch Wildverbiss.

Saurer Mischwald, so wie ihn die Mykophagen lieben.

Meist an totem, noch berindeten Birkenholz findet sich die Vielgestaltige Kohlenbeere (Hypoxylon multiforme).

Zwar zu den Porlingen gehörend besitzt der Eichen – Wirrling lamellenartige Strukturen auf der Unterseite.

Dieser Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) hat nach dem Fall seines Wirtsbaumes seinen Fruchtkörper umgebaut, damit die Fruchtschicht wieder nach unten zeigt. Ein sogenannter Geotropismus.

Auch für die Vielgestaltigkeit dieses Fruchtkörpers zeichnet der Geotropismus verantwortlich.


Hier die Artenliste von 2432/1 – Wald südlich des Woezer Sees: Eichen – Zystidenrindenpilz, Eichen – Mehltau, Flächiges Eckenscheibchen, Echter Zunderschwamm, Striegeliger Schichtpilz, Eichen – Eckenscheibchen, Eichen – Rindensprenger, Eichen – Spaltlippe, Zugespitzter Kugelpilz, Ampferblatt – Rostpilz, Schmetterlings – Tramete, Rotbraune Buchen – Kohlenbeere, Graublauer Reiftäubling, Birnen – Stäubling, Rostbrauner Feuerschwamm, Gelbe Lohblüte, Samtiger Schichtpilz, Striegelige Tramete, Vielgestaltige Kohlenbeere, Birken – Zungenporling, Eichen – Wirrling, Flacher Lackporling, Herber Zwergknäuling, Rotrandiger Baumschwamm und Gemeiner Violettporling.  


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

11. Juni 2022 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Roten Fliegenpilzes

Durch das Kaarzer Holz bei Kobrow

Das Kaarer Holz wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt betreut und längerfristig größtenteils sich selbst überlassen und soll zum Naturschutzgebiet entwickelt werden. Vor wenigen Jahren führten wir hier Kartierungen im Auftrag der DBU durch. Es hat sich im Revier auch mindestens ein Wolfsrudel etabliert.  Ab den 1970er Jahren waren größere Teile zum Militärstützpunkt umfunktioniert worden. Hier waren moderne Raketensysteme des Warschauer Paktes stationiert und ein Schieß- und Übungsplatz eingerichtet. Dieser ist nun auf natürliche Weise dabei sich zu bewalden, teilweise auch von größeren Ginsterbeständen zugewuchert.  Wir sind heute von Kobrow aus durch das Kaarzer Holz gewandert und schauten, was der Frühsommer uns hier bieten hat. Es war leider ernüchternd! Viel zu trocken! Hier einige Eindrücke im Bild festgehalten:

Informationstafel zum Kaarzer Holz.

Wichtige Eckpunkte zum Kaarzer Holz.

Die Überreste eines Dickschaligen Kartoffel – Hartbovistes (Scleroderma citrinum) aus der letzten Saison.

Der Wurzelschwamm (Heterobasidion annosum). Ein großer Forstschädling besonders in Fichten – Monokulturen.

Der Wurzelschwamm besiedelt nicht nur Nadelbäume. Auch Laubhölzer sind vor ihm nicht sicher. Neuerdings wird er in einzelne Unterarten aufgegliedert, die an seinem Substrat fest gemacht werden. Hier sehen wir die Typus – Art an Fichte.

In der Grasnarbe des Waldweges wurde etwas entdeckt.

Kein Pilz, dafür diese wunderschöne Grasglucke! Die Raupe des Nachtfalters Euthrix potatoria, auch Trinkerin genannt.

Jetzt sind es aber Pilze. Grünblättrige Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare), denen die trockene Witterung anzusehen ist. Giftig!

Links ein Fichtenbestand, der in früheren Jahren reich an Steinpilzen war.

Die Steinpilze ziehen sich aus älteren Fichten – Beständen immer mehr zurück und machen beispielsweise den beliebten Maronen – Röhrlingen Platz.

Welcher Vogel dieses Nest gebaut hat, vermag ich leider nicht zu Sagen.

Alte, vertrocknete und entfärbte Herbe Zwergknäulinge (Panellus stypticus).

Auch dieser Birken – Blättling (Lenzites betulinus), den wir keineswegs nur an totem Birkenholz (gerne Buche) finden, zeigt bereits altersbedingte Auflösungstendenzen, die durch Insektenbefall noch verstärkt werden.

Auch dieser Fichtenbestand links des Weges war einmal ein ergiebiger Steinpilz – Standort.

Aber auch an ihnen ist die Trockenheit der letzten Jahre nicht spurlos vorüber gegangen.

In den nun lichtdurchlässigeren Bereichen des einst finsteren Fichtenforstes verjüngt sich der Wald auf ganz natürliche Weise.

Über das Moospolster eines alten Baumstumpfes kriecht ganz gemütlich eine Gelbe Lohblüte (Fuligo septica) hinweg.

Weiter geht es dem Waldweg entlang, bis sich unser Kreis am Ausgangspunkt wieder schließen soll.

Ein Birken – Porling (Piptoporus betulinus).

Und hier ein Exemplar in der Unter – Ansicht. Die Fruchtkörper sind vorjährig. Frische wachsen ab Spätsommer.

Der Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) kann besonders in der Färbung höchst unterschiedlich aussehen und keineswegs immer nur mit einem roten Rand daher kommen. Häufig ist die gesamte Oberfläche schwarzrötlich gefärbt. Selten sieht man ihn jedoch mit solchen Rissen auf der Konsole.

Das rechte Exemplar sehen wir hier mit frischem, grauweißlichen Zuwachs.

Die schwarzroten Färbungen geben hier einen interessanten Kontrast ab.

Von schwarzbraun ist bei diesem Rotrandigen Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) nichts zu sehen. Auch ein roter Rand ist nicht vorhanden. Allen Formen gemein ist sein typischer, herb – säuerlicher Geruch.

Der Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) mit gelbbräunlichen Rändern.

Dieser junge Fomitopsis pinicola ist gänzlich graugelblich gefärbt. Ohne rötliche oder schwärzliche Tönungen.

Ein Phytoprasit – der Brombeerrost (Phragmidium violaceum) auf der Blatt – Unterseite.

Und so sieht der Befall auf der Oberseite aus.

Es geht dem Ende entgegen.

Im Rahmen des Aufforstungsprogramms der Landesregierung wird eine weitläufige Brachfläche frisch Aufgeforstet. Das Kaarzer Holz wird vergrößert.

Catrin wollte nicht mit aufs Bild und hat uns deshalb freundlicher Weise abgelichtet. Wir waren heute leider nur vier! Was soll es, es gab ja kaum Frischpilze, daher wurden Kiefernzapfen für das Adventsbasteln gesammelt. Im Juni fallen sie frisch von den Bäumen und sind daher von bester Qualität. Von links: Christian, Reinhold und Kerstin.

Das Kaarzer Holz am 11. Juni 2022.

Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

08. Juni 2022 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion in Schwerin

Exklusiv mit dem Fachmann unterwegs

Es ging in den 4. Quadranten von MTB: 2334 = Schwerin

Treff war am Schleifmühlen – Museum in Schwerin.

Den vierten und letzten Quadranten des Schweriner Messtischblattes nehmen große Teile des Schweriner Sees ein sowie die Stadtteile Werder Vorstadt, Schelfstadt, Altstadt, Gartenstadt und Neue Gartenstadt, Großer Dreesch, Zippendorf und Muess. Sehr interessant wären hier auch die Inseln Kaninchenwerder und Ziegelwerder, aber auch der südliche Teil der Halbinsel Schelfwerder, die Ufer nahen Bereiche von Zippendorf, der Franzosenweg und vor allem der Altbaumbestand am Schweriner Schlossgarten. Ohnehin besonders im Sommer nicht nur für Hobby – Mykologen eine Fundgrube teils seltener Pilzarten. Auch der Kochtopfmykologe ist hier gern unterwegs um Sommersteinpilze, Hexen – Röhrlinge oder Pfifferlinge einzusammeln. Wir entschlossen uns für diese Variante + Fauler See. Wir, dass waren außer meiner Wenigkeit Chris aus Lübeck und ein Vereinsmitglied und Biologe aus Rostock. Die frühe Jahreszeit im Zusammenspiel mit recht trockenen Verhältnissen, bot heute eigentlich kaum etwas von dem, welches hier auch schon im Juni zu erwarten gewesen wäre.

Aber gleich zu Beginn begeisterte uns dieser Wulstige Lackporling (Ganoderma adspersum). Für meine Begleiter die erste, bewusste Begegnung mit diesem Lackporling. Wir finden ihn vorwiegend außerhalb von Wäldern in Parks und an Alleebäumen, gern an Linde.

Auf den ersten Blick zunächst für einen Frauen – Täubling gehalten, entpuppte sich dieser Sprödblättler als seltener Honig – Täubling (Russula melliolens). An der selben Stelle, unter Eiche, fand ich ihn hier vor wenigen Jahren schon einmal.

Wie bei vielen anderen Täublingen, kann die Huthaut auch stark entfärben und die zurück gezogene Hutbedeckung täuscht einen Speisetäubling vor. Honig – Täubling (Russula melliolens).

Bräunliche Flecken in den Lamellen, am Stiel sowie im Fleisch, fleischrosa Farbreaktion bei FeSO 4 und beim trockenen zunehmender Honiggeruch zeichnen diesen essbaren Täubling aus.

Alter Baumbestand unweit des Schweriner Schlossgartens.

Junger Frühlings – Ackerling (Agrocybe praecox).

Zwischen Stiel und Hutrand ist noch ein Häutchen gespannt.

Dieses Häutchen bleibt in der Regel als häutiger Ring/Manschette am Stiel erhalten. Kann aber bei ungünstiger Witterung (Trockenheit, Wind) auch am Hutrand hängen bleiben und der Stiel bleibt nackt. Frühlings- oder Voreilender Ackerling (Agrocybe praecox).

Ja, da weis man warum dieser Dunkelsporer Glimmer – Tintling (Coprinus micaceus) genannt wird.

Zusammen mit überständigen Fahlen – Röhrling weckte dieser mumifizierte Netzstielige Hexen – Röhrling (Boletus luridus) unser Interesse für ein Foto.

Ein junger und einsamer Sommersteinpilz (Boletus reticulatus) unter Eichen am Wirtschaftsministerium.

An einem Eichenstubben ein üppiges Büschel des Spindeligen Rüblings (Collybia fusipes).

Die Stiele laufen zur Basis hin spindelig aus.

Die Reste eines Stadt – Champignons (Agaricus bitorquis).

Parasitierender Gelbflechten – Becherling (Xanthoriicola physciae) Foto: Christopher Engelhardt.

Blick auf den Faulen See.

Auf dem war gerade Trainieren angesagt.

Ein kapitaler Zunderschwamm (Fomes fomentarius) mit reichlich an ihm interessierten Insekten.

Von diesem, bereits etwas betagteren Schwefelporling (Laetiporus sulphureus) hatte sich in jüngeren Tagen bereits jemand einige Scheiben für sein Hähnchenschnitzel für Vegetarier abgeschnitten.

Hinter eingezäuntem Privatgelände, zwischen Rindenmulch ein Blätterpilz, der stark von Trockenheit und Wind gezeichnet ist. Es sollte sich um einen völlig untypischen Rotbraunen Riesenträuschling (Stropharia rugosoannulata) handeln.

An Robinien gibt es häufiger auch mal Schwefelporlinge. Ihr Holz ist giftig und manche Mykophagen vermuten, Schwefelporlinge könnten diese Toxine mit aufnehmen. Halte ich eher für unwahrscheinlich.

Hier noch ein Nachtrag von Chris. Er hatte einen Termin und musste verfrüht abbrechen. Unterwegs traf er noch den Herrn Balkenschröter (Dorcus paralellipipedus).


Hier die Artenliste von MTB: 2334/4 – Schwerin: Wulstiger Lackporling, Buckel – Tramete, Angebrannter Rauchporling, Honig – Täubling, Orangefarbenes Brennnesselbecherchen, Zugespitzter Kugelpilz, Sommersteinpilz, Dickblättriger Kohlentäubling, Beutel – Stäubling, Frühlings – Ackerling, Parasitierender Gelbflechten – Becherling, Fahler – Röhrling, Netzstieliger Hexen – Röhrling, Eichen – Rindensprenger, Gelbe Lohblüte, Ampferblatt – Rostpilz, Spindeliger Rübling, Stadt – Champignon, Schwefelporling, Echter Zunderschwamm, Schuppiger Porling und Rotbrauner Riesenträuschling.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

01. Juni 2022 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Schwerin

Auch für interessierte Gäste

Es ging in das MTB: 2334/3 = Schwerin

Ziel war der südliche Bereich des Neumühler Sees.

Aufgrund des sehr unbeständigen Wetters an diesem Mittwoch wurde dieser Termin auf den Pfingstsonntag, dem 05. Juni, verschoben. Treff war gegen 10.00 Uhr am Südostende des Neumühler Sees.


Der dritte Quadrant dieser Topographischen Karte im Maßstab 1 : 25 000 beinhaltet große Teile der Landeshauptstadt Schwerin. So die Stadtteile Lankow, Neumühle, Weststadt, Paulsstadt und Göries. Sicherlich sind auch die Alleen und Parks durchaus gute Adressen, um interessanten Pilzarten zu begegnen, aber es finden sich auch ländlich geprägte Bereiche im Quadranten. Interessant könnte hier der Uferbereich des langgezogenen Neumühler Sees sein, dachten wir uns. Nun, es hätte durchaus besser sein können, aber die viel zu trockene Vorwitterung setzte unserem Anliegen Grenzen. Wir waren heute Catrin aus Katelbogen, Chris aus Lübeck und Reinhold aus Wismar. Da Chris wieder dabei war, ging es nicht nur um Pilze. Hier einige Impressionen: 

Finder, Bestimmer und Bildautor: Christopher Engelhardt.

Keine Pfingstrose, eine Heckenrose oder Hundsrose (Rosa canina). Besser bekannt unter der Bezeichnung Hagebutte.

Das Orangegelbe Habichtskraut (Hieracium aurantiacum) ist eigentlich in den Bergen beheimatet und ist in Höhen zwischen 1 100 und 3000 Metern über dem Meeresspiegel anzutreffen. Die Pflanze wächst auf nährstoffarmen Trockenrasen – Standorten, offensichtlich auch mal bei uns im Flachland. 

Blutmilchpilz (Lycogala epidendron) mit Ameise.

Gemeiner Feuerschwamm (Phellinus igniarius) einmal anders.

So kennen wir ihn. Mit frischem Zuwachs ganz besonders schön!

Das Eichen – Eckenscheibchen (Diatrypella quercina) zusammen mit Gelbflechten.

Der Eichen – Zystidenrindenpilz (Peniophora quercina).

Und der dritte im Bunde der häufigen Besiedler toter Eichenäste ist der Eichen – Rindensprenger (Vulleminia comedens).

Catrin fischt etwas aus dem Wasser.

Und Chris bemüht sein schlaues Buch über Phytoparasiten.

Dabei sollte man Sattelfest in Kräuterkunde sein. Ohne Kenntnis der entsprechenden Pflanze ist auch kaum eine Bestimmung des oft spezialisierten Kleinpilzes möglich.

Hier sehen wir zum Beispiel den Giersch – Rost (Puccinia aegopodii). Bestimmung und Foto Christopher Engelhardt.

Durch diese hohle Gasse sollen wir kommen. Ein Schlehendom.

Der Fundort einer ganzen Menge ansehnlicher Blätterpilze.

Es handelt sich um den Blassen Pflaumen- oder Schlehen – Rötling (Entoloma sepium). Ein leckerer Speisepilz des Frühsommers unter Rosengewächsen.

Ein Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) wie aus dem Bilderbuch!

Deshalb nennt man den Schwefelporling – Schwefelporling (Laetiporus sulphureus).

Aber auch orange – Färbungen sind bei jüngeren Exemplaren auf der Oberseite oft dominant, die später verblassen.

Bei diesem, schon etwas älteren Schwefelporling (Laetiporus sulphureus), dominieren dezentere Orangetönungen.

Insbesondere bei feuchterem Wetter ist der markante Geruch des Mottenkugel – Lederrindenpilzes (Scytinostroma hemidichophyticum) schon auf einiger Distanz wahrnehmbar. Bei dem heutigen, trocken – warmen Wetter, war sein „Duft“ weitgehend konserviert.

Ein schon etwas betagteres Exemplar des Schuppigen Porlings (Polyporus squamosus).

Selten auf unserer heutigen Exkursion, die Rotbuche (Fagus silvaticus).

Licht- und Schattenspiele am Neumühler See.

Kleinpilz auf Brombeerblättern. Brombeerrost (Fragmidium violaceum).

Eine Libelle im grünen.

Hier ist es der Spitzenfleck (Libellula fulva) von Chris identifiziert und im Bild festgehalten.

Tolle Kontraste!

Chris seinen naturkundlichen Blicken entgeht kaum etwas. Auch nicht diese schöne Eichen – Schmuckwanze (Rhabdomiris striatellus).

Auch dieser Erlenwürger (Cryptorhynchus lapathi) nicht.

Bevor er sich zum nächsten Kirschbaum aufmachte, hielt Chris noch schnell diesen Kirschkernstecher (Anthonomus rectirostris) im Bild fest.

Eine Bank zum Verschnaufen für zwei nicht mehr ganz so junge Hasen!

Fotografiert wurden die nicht mehr ganz so jungen Herrn von Catrin Berseck. Ist das nicht ein süßes Hexlein? Da möchte man doch gerne mitfliegen!


Hier die Artenliste von MTB: 2334/3 = Neumühler See: Acker – Kratzdiestelrost, Eichen – Mehltau, Giersch – Rost, Eichen – Eckenscheibchen. Orangerotes Brennnesselbecherchen, Zugespitzter Kugelpilz, Gemeiner Feuerschwamm, Blutmilchpilz, Gelbflechten Parasiten – Becherling, Eichen – Zystidenrindenpilz, Eichen – Rindensprenger, Rotrandiger Baumschwamm, Blasser Pflaumenrötling, Brennnesselrost, Eichen – Spaltlippe, Schmetterlings – Tramete, Schwefelporling, Mottenkugel – Lederrindenpilz, Schuppiger Porling, Buchenfruchtschalen – Holzkeule, Brombeerrost und Holunder – Rindenschichtpilz.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

28. Mai 2022 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr das Roten Fliegenpilzes

Sie führte durch das Radebachtal bei Blankenberg

Das Radebachtal ist seit vielen Jahren ein Klassiker unserer Pilzwanderungen. Es bietet zu gegebener Zeit viel Abwechslung durch seine teils kalkhaltigen Hangterrassen zum Radebach hin. Besonders im Sommer und Herbst. Jetzt im Frühling können aber auch schon erste Röhrlinge, wie Flockenstielige Hexen – Röhrlinge oder Sommersteinpilze den Sammler beglücken. Erste Frauentäublinge können wachsen und auch andere Frühaufsteher. Zumindest soweit es die Witterung erlaubt. Und die war in den letzten Wochen einfach viel zu trocken. Jüngste Regenfälle ließen aber zaghaft einige Frischpilze sprießen.

Wir starten.

Catrin hat an einem Baumstumpf eine Tramete entdeckt.

Und Phillip einen monströsen und überständigen Flockenstieligen Hexen – Röhrling (Boletus luridiformis).

Auch diese ungenießbaren Goldfell – Schüpplinge (Pholiota aurivella) hat Phillip entdeckt und für uns aus der Schlucht geholt, wo sie an einem liegenden Buchenstamm wuchsen.

Ein angenehmer Duft entströmt der an totem Fichtenholz vorkommenden Fenchel – Tramete (Gloeophyllum odoratum).

Der erste Breitblättrige Rübling (Megacollybia platyphylla), der mir in dieser Saison unter die Augen trat.

Der Angebrannte Rauchporling (Bjerkandera adusta) zählt zu unseren häufigsten Porlingen. Er fruktifiziert sowohl an Laub- wie auch an Nadelholz.

Wir wechseln die Seiten.

Am Geäst einer gestürzten Rotbuche etliche Buckel – Trameten.

Wir wandern nun den Gerhard – Schulze – Weg entlang. Zu seiner Einweihung, vor etlichen Jahren, war auch unsere ehemaligen Landespilzsachverständige Brigitte Schurig anwesend.

Ein Phytoparasit an Giersch. Es dürfte sich um eine Puccinia handeln.

Zwei Blätterpilze erfreuen uns.

Es handelt sich um den essbaren Voreilenden- oder Frühlings – Ackerling (Agrocybe praecox).

Auch zarte Tintlinge (Coprinus spec.) haben nun auf die jüngsten Regenfälle reagiert. 28.05.2022 im Radebachtal.

Das Radebachtal gilt ja als Raritäten – Kabinett bezüglich Großpilze. So wollte sich dieses Bachtal auch nicht lumpen lassen und gab uns diese kopfzerbrechende Vorgabe. Als zu Tubaria gehörig war bereits im Feld klar. Aber das es sich um eine ausgesprochen seltene Art handelt, das natürlich nicht. Weißlicher Trompetenschnitzling (Tubaria hololeuca). Laut DGfM dürfte es sich um den fünften Nachweis dieser Art für die BRD handeln. So selten, dass selbst im Netz kaum eine vernünftige Abbildung dieser Rarität findet.

Durch die ungünstige, pilzunfreundliche Witterung dieses Frühjahres hielten sich selbst die sonst auch schon früh im Jahr so häufigen Stubbenpilze wie die Grünblättrigen Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare) zurück. 28.05.2022 im Radebachtal.

Informationstafeln am Wanderweg.

Die ersten Behangenen Faserlinge (Psathyrella candolleana) sind erschienen. Ein zarter, aber leckerer Suppenpilz.

Phillip hat seinen Beraterschein im vergangenen Jahr bestanden und Catrin möchte ihn in diesem Jahr in Angriff nehmen. Daher schnell noch ein Bild von diesen Speisepilzen.

Ungenießbar ist hingegen der lederige Mai – Stielporling (Polyporus lepideus).

Ein etwas ungewöhnlicher Hochsitz.

Auch der Sklerotien – Porling (Polyporus tuberaster) gehört zu den Steilporlingen, der aber jung essbar sein soll.

Der Radebach wurde hier wohl eher unfreiwillig angestaut. Als Folge sterben Bäume in Ufernähe ab, die zu nasse Füße bekommen haben.

Das war die kleine Truppe, die heute das Radebachtal auf der Suche nach Groß- und Kleinpilzen durchstreifte. 28. Mai 2022.

Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!

25. Mai 2022 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Schwerin

Auch für interessierte Gäste

Es ging in das MTB: 2334/2 – Schelfwerder

Auf der Halbinsel Schelfwerder am und im Schweriner See.

Im 2. Quadranten des Schweriner Messtischblattes befindet sich der Schweriner See mit seiner Halbinsel Schelfwerder. Die war auch das Ziel unserer heutigen Mittwochsexkursion. Zumindest der größere, bewaldete Nordteil der Halbinsel, mit dem Karlsberg und dem Ruheforst. Durchschnitten wird das Gebiet von der B 104 mit dem Paulsdamm. Feuchtbereiche, genauso wie Buchenwälder, wechseln sich hier ab. Kalkanteile in den Böden haben hier schon so manche Rarität zu Tage gefördert. Auch Morcheln sind hier zu hause. Dafür war es aber bereits etwas spät. Spät trafen sich heute auch Catrin, Michael und Reinhold zu dieser Exkursion. Gegen 16.00 Uhr. Wir durchstreiften das Gelände unter einer regelrechten Mückenplage. Die Trockenheit war auch hier zu spüren, Bodenbewohnende Frischpilze gab es so gut wie keine. Hier wie immer einige Bilder:

Catrin hat eine Schwäche für Giraffenhölzer. An diesen starten nun auch schon die frischen Ahorn – Holzkeulen (Xylaria longipes) durch.

Herrlich verwachsene Buckel – Trameten (Trametes gibbosa).

In luftiger Höhe, an einer alten Weide, ein beeindruckendes Exemplar des Schwefel – Porlings (Laetiporus sulphureus).

In einem bereits zu Boden gegangenen Nachbarsbaum hat der aggressive Holzbewohner bereits ganze Arbeit geleistet. Braun- oder Würfelfäule.

Kein Pilz – es sind die Nagelgallen der Linden – Gallmilbe (Eriophyes tiliae). Sie bilden sich häufig auf Blättern von Sommerlinden.

Nochmals Schwefelporlinge (Laetiporus sulphureus) in einigen Metern Höhe.

Ein Schuppiger Porling (Polyporus squamosus). Er gehört zu den Stielporlingen, in dessen Verwandtschaft auch der Schwefelporling zu finden ist, obwohl er keine erkennbaren Stiele ausbildet.

Schuppiger Porling (Polyporus squamosus).

Typische Anordnung der Fruchtkörper an lebenden und toten Bäumen.

Hier darf man sich zur letzten Ruhe betten lassen und sich die Radieschen, pardon, die Pilze von unten anschauen.

Der oder die Ruheforst?

Weiter geht es auf dem Rundweg durch unser Exkursionsgebiet.

Immer wieder tangieren wir Ufernahe Feuchtbereiche.

Veränderlicher Spaltporling (Schizopora paradoxa).

Blick auf einen Ausläufer des Schweriner Sees.

Drachendreck oder Gelbe Lohblüte (Fuligo septica). Ein häufiger und wohl der auffälligste aller Schleimpilze.

Und endlich, ein richtiger Pilz mit Hut und Stiel auf dem Waldboden. Welcher mag es wohl sein?

Ein etwas von der trockenen Witterung gezeichneter Frühlings- oder Voreilender Acklerling (Agrocybe praecox). Die Hüllreste am Hutrand sollten eigentlich als Ring den Stiel verzieren. Essbar.

An einer alten Weide quellen noch butterweiche Schwefelporlinge (Laetiporus sulphureus) aus der Rinde.

Michael gibt ihnen noch zwei Tage, dann sind sie fällig, denn das gerade geerntete Teil ist nichts mehr für Feinschmecker und wird die Pilzausstellung bereichern.


Hier die Artenliste von MTB 2334/2 = Schelfwerder: Orangefarbenes Brennnesselbecherchen, Zugespitzter Kugelpilz, Brandkrustenpilz, Schlanke Ahorn – Holzkeule, Schmetterlings – Tramete, Geweihförmige Holzkeule, Buckel – Tramete, Schwefelporling, Schuppiger Porling, Flacher Lackporling, Rotbraune Buchen – Kohlenbeere, Striegeliger Schichtpilz, Striegelige Tramete, Tintenstrichpilz, Echter Zunderschwamm, Veränderlicher Spaltporling, Angebrannter Rauchporling, Gelbe Lohblüte und Frühlings – Ackerling.


Zum Schluss noch ein abendlicher Blick auf die Landeshauptstadt Schwerin, mit dem Schweriner Dom im Zentrum.  

Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

21. Mai 2022 – Imbisswochenende und Ausstellung

Maipilzwochenende 2022

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde 

Pilzausstellung und Imbissangebot

Diese Veranstaltung muss wegen witterungsbedingter Ermangelung von Maipilzen leider abgesagt werden!

Am Sonnabend, der 21. Mai 2022, vor dem Mykolologischen Informationszentrum, in der ABC Straße 21. In der Zeit von 11.00 Uhr und solange der Verrat reicht.


Leckere Möhren – Pilzpfanne.

Nach etlichen Jahren der Pause, wollen wir am heutigen Sonnabend mal wieder zu einem Imbiss im Frühling einladen. Ein sogenanntes Maipilz – Wochenende haben wir in früheren Jahren gerne mal durchgeführt. Damals unter der Regie unsere guten Seele Irena, der wir alle diese außergewöhnlichen Ideen zu verdanken haben. Irena hat sich leider aus unserem aktiven  Vereinsleben verabschiedet, so dass wir heute sehr wahrscheinlich ein letztes mal zu einem Maipilz – Wochenende einladen werden, denn auch der Steinpilz – Wismar und auch die Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. werden wahrscheinlich keinen Fortbestand mehr haben. Corona sei dank und auch der veränderten Altersstruktur unserer aktiven Mitglieder. Aber ein wenig Nachwuchs ist ja noch im Boot und so hoffen wir, heute noch einmal mit diesem Angebot die Menschen der Hansestadt Wismar und ihre Gäste mit diesem Angebot zu begeistern. Wir hoffen, das Frühjahr fällt nicht zu trocken aus, damit wir die entsprechenden Pilze auch in ausreichenden Mengen im Vorfeld einsammeln können.

Wir freuen uns auf ihren Besuch!

18. Mai 2022 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Schwerin

Auch für interessierte Gäste

Es ging in das MTB: 2334/1 Buchholz

Das Buchholz bei Moorbrink am 18. Mai 2022.

Heute habe ich den ersten Quadranten des Messtischblattes 2334 = Schwerin in Angriff genommen. Er befindet sich größtenteils nördlich unserer Landeshauptstadt. Hier gibt es mehrere kleinere Waldflächen, die in Frage gekommen wären. Ich entschied mich für das Buchholz bei Moorbrink. Ansonsten wäre hier noch ein Waldgebiet bei Hansholz oder ein Teil des Rögebruchs bei Pingelshagen zu nennen. Auch bewaldete Bereiche des Aubachs standen zur Diskussion. Frischpilze gab es kaum, da die lang anhaltende Trockenheit dieses weitgehend verhinderte.

Start- und Endpunkt meiner heutigen Runde durch das Buchholz.

Bis auf diesen Milden Zapfenrübling (Strobilurus stephanocystis) fand ich heute keine weiteren Frischpilze.

Es gab auch einige Nadelwaldbereiche, so wie hier rechts junge Douglasien.

Vorjährige und stark ausgeblasste Rötende Trameten (Daedaleopsis confragosa).

Ebenfalls nicht mehr ganz junge Buckel – Trameten (Trametes gibbosa) mit Algenansatz.

Vielfältige und bunte Blütenpracht am Wegesrand.

Der Echte Zunderschwamm (Fomes fomentarius) ist ein Weißsporer.

Ja und dieses, etwa einen halben Meter breites Superexemplar eines Zunderschwamms (Fomes fomentarius) musste dran Glauben. Es bereichert jetzt die Pilzausstellung b. z. w. weist vor dem Info – Zentrum auf diese hin.


Hier die Artenliste von MTB 2334/1 – Buchholz: Milder Zapfenrübling, Orangerotes Brennnesselbecherchen, Zugespitzter Kugelpilz, Schneeweißes Haarbecherchen, Schmetterlings – Tramete, Echter Zunderschwamm, Rötliche Kohlenbeere, Flacher Lackporling, Striegeliger Schichtpilz, Geweihförmige Holzkeule, Rotbraune Kohlenbeere, Warziger Drüsling, Rötende Tramete, Brandkrustenpilz, Buckel – Tramete, Tintenstrichpilz, Rotbuchen – Rindenkugelpilz und Angebrannter Rauchporling.


Das Buchholz bei Moorbrink.

Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

15. Mai 2022 – Vereins- und Kartierungsexkursion

Vereinsexkursion 

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Sie führte durch das Sophienholz

Das Sophienholz am 15. Mai 2022.

Zum ersten mal in diesem Jahr trafen sich heute wenige Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. zu einer Vereinsexkursion. Ziel war das Sophienholz zwischen den Ortschaften Goldebee, Ravensruh und Nevern. Ein vielseitiges Laub- und Nadelwaldgebiet auf besseren Böden. Im Herbst, mitunter aber auch im Sommer, kann es hier sehr artenreich zugehen. Es handelt sich um eines der interessantesten Wälder im näheren Umfeld der Hansestadt Wismar. Jetzt haben wir aber Mai und sehr vielfältig ist das Frischpilzaufkommen zu dieser Jahreszeit ohnehin nicht. Dazu kommt das trockene Frühjahr. Hier einige Bilder unserer schönen, sonnigen Exkursion durch das Sophienholz am heutigen Sonntag:

Vereinsfreundin Catrin aus Katelbogen hatte am Abend zuvor für den Steinpilz – Wismar diese Hähnchenschnitzel für Vegetarier geerntet und sie sogar ganz treffend etikettiert.

Ein Thronsessel für den Chef!

Einer der häufigsten Erstbesiedler an liegendem Schnittholz längst der Waldwege ist der Striegielige Schichtpilz (Stereum hirsutum). Zumindest an Laubholz.

Die Buckel – Tramete (Trametes gibbosa) findet sich häufig auf der Schnittfläche von Buchenstubben.

An gleicher Stelle nicht selten ist der Tintenstrichpilz (Bisporella antennata).

Alte, noch lebende Rotbuche, mit Echten Zunderschwämmen. Der Pilz tritt hier als Schwächeparasit in Erscheinung und kann später saprophytisch am Totholz weiter leben.

Echter Zunderschwamm (Fomes fomentarius).

Direkt unter dieser Buche liegend, fast wäre ich raufgetreten, ein mutmaßlicher, junger Marderhund (Nyctereutes procynoides). Unser Leser Tobias F. aus dem Münsterland merkte an, dass er der festen Überzeugung sei, dass es sich um einen Waschbären handeln dürfte.

Das Tier atmete noch. Berühren sollte man es jedoch nicht. Zumindest der Marderhund steht im Verdacht, als Zwischenwirt von Fledermäusen, das Corona – Virus weiter zu verbreiten.

Ein Waldtümpel am Rande des Sophienholzes.

Vorjährige Konsolen der Rötenden Tramete (Daedaleopsis confragosa).

Vielgestaltige Kohlenbeere (Hypoxylon multiforme).

Vorjährige, ausgeblasste Fruchtkörper des Löwengelben Steilporlings (Polyporus varius).

Von der Unterseite.

Kein Holzstapel, sondern ausgediente Eisenbahnschwellen. Durch das Sophienholz verlief die frühere Eisenbahnverbindeng Wismar – Karow. Von der Ostsee in die Nossentiner/Schwinzer Heide.

Eine Ringelnatter (Natrix natrix) quert den Waldweg und somit auch unseren Weg.

Ringelnattern scheint es noch genügend zu geben, denn eine Begegnung mit ihnen ist keine Seltenheit.

Endlich auch einige Frischpilze: Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis).

Beim Anblick dieses leuchtenden Teils gab es für Catrin kein halten mehr. Sie ist in Schwefelporlinge (Laetiporus sulphureus) verliebt. Es war ein alter Eichenstubben. Christian nahm sich eine Kostprobe mit und konnte geschmacklich keinen Unterschied zu Pilzen von Weide ausmachen.

Etwa ein zehntel aller Vereinsmitglieder war heute auf Tour. Von links: Robert, Catrin, Reinhold und Christian. 15. Mai 2022.

Wann startet die nächste Vereinsexkursion? – Siehe unter Termine!

11. Mai 2022 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Grevesmühlen

Auch für interessierte Gäste

Es ging in den vierten Quadranten von MTB: 2133

Schon war der letzte Quadrant der Topographischen Karte von Grevesmühlen, im Maßstab 1 : 25 000 00 an der Reihe. Hier standen mehrere, interessante Gebiete zur Auswahl. Da wäre zu nennen, eine Laubwaldfläche an der Plüschower Mühle, sowie nördlich von Plüschow kleinere Waldinseln. Auch bei Tressow findet sich etwas Wald. Südlich gibt es noch Feuchtbereiche, wahrscheinlich Erlenbrüche und im Kuhholz offensichtlich auch trockenere Laubwaldbereiche. Wir entschieden uns für das Mühlenholz an der Plüschower Mühle. Wir das waren Pilzfreund Christian Boss aus Wismar und meine Wenigkeit. Tags zuvor hatte es etwas geregnet und in der feuchtwarmen Luft des Nachmittags duftete der Wald besonders würzig nach Frühling. Hier finden sich durchaus Bereiche, die für Frühlingspilze wie Maipilze oder Schild – Rötlinge geeignet gewesen wären. Die allgemeine Trockenheit in diesem Frühjahr verhinderte dieses. Für den Sommer und Herbst finden sich durchaus auch attraktive Buchenbereiche, alte Eichen und vielen Hainbuchen. Hier einige Impressionen.

Durch den Regen des Vortages wieder aufgequollen zeigt sich der Warzige Drüsling (Exidia plana). 

Wie immer an toten Eichenästen sehen wir hier das Warzige Eckenscheibchen (Diatrypella quercina).

Der Mühlenbach fließt am Waldrand entlang.

Junge Schuppige Porlinge (Polyporus squamosus).

An einem alten Eichen – Stubben entwickeln sich Schwefelporlinge (Laetiporus sulphureus).

Hungrige Schnecken haben sich bereits an diesem Exemplar bedient.

Der Bovistähnliche Schleimpilz (Reticularia lycoperdon).

Flacher Lackporling (Ganoderma lipsiense).

Ein bekannter Phytoparasit an Scharbockskraut, der Scharbockskraut – Rostpilz (Uromyces ficariae).

Schöner Buchenwald.

Altbuche im Mühlenholz.

Mitten im Wald ein Kahlschlag. Sicher standen hier Fichten, die wegen Trockenschäden alle gefällt wurden.

Buckel – Tramete (Trametes gibbosa).

Frühlingsstimmung im Mühlenholz.

Mumifizierte Dickblättrige Schwarztäublinge (Russula nigricans) aus dem vergangenen Jahr.

Endlich auch mal wieder einige Frischpilze: Glimmer – Tintling (Coprinus micaceus).

Schlanke Ahorn – Holzkeule (Xylaria longipes).

Am Waldtümpel.


Hier die Artenliste von MTB 2133/4 – Mühlenholz: Warziger Drüsling, Eichen – Eckenscheibchen, Schmetterlings – Tramete, Brandkrustenpilz, Schuppiger Porling, Geweihförmige Holzkeule, Orangerotes Brennnesselbecherchen, Zugespitzter Kugelpilz, Schwefel – Porling, Striegeliger Schichtpilz, Bovistähnlicher Schleimpilz, Echter Zunderschwamm, Flacher Lackporling, Judasohr, Scharbockskraut – Rostpilz, Schneeweißes Haarbecherchen, Rotbrauner Borstenscheibling, Birnen – Stäubling, Dickblättriger Kohlentäubling, Buckel – Tramete, Angebrannter Rauchporling, Buchenfruchtschalen – Holzkeule, Glimmer – Tintling, Veränderlicher Spaltporling, Schlanke Ahorn – Holzkeule und Laubholz – Harzporling. 


Wir verabschieden uns vom Mühlenholz an diesem sonnigen und warmen Mai – Abend.

Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

07. Mai 2022 – Öffentliche Lehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Pilzwandern im Jahr des Roten Fliegenpilzes

Haushalt Forst am Schweriner See

In früherer Zeit im Frühling und Spätherbst ein muss, die Wanderung am Ufer des Schweriner Sees. Im Frühling locken hier leckere Morcheln und im Herbst Stockschwämmchen, Hallimasch sowie andere Arten. Um diese Zeit ist die Strecke sehr bekannt bei den Delikatessen – Jägern, aber keiner sieht alles und vielleicht haben wir Glück, die eine oder andere Speise- oder Käppchenmorcheln zu entdecken. So dachten wir es uns jedenfalls. Aber nichts zu machen, die begehrten Delikatessen hielten sich bedeckt. Nicht zuletzt auch wegen der trockenen Verhältnisse. Hier einige Bilder:

Der Startschuss ist gefallen.  

Der Weg führt uns zunächst durch den Schlosspark. Einige Bäume werden mit Wassersäcken vor dem Verdursten geschützt.

Wir tangieren Schloss Wiligrad.

Unterhalb Schloss Wiligrad.

Am naturbelassenen Ufer des Schweriner Sees ragen immer mal wieder umgestürzte Bäume in das Wasser hinein.

Der Löwenzahn steht in voller Blüte. Der optimale Zeitpunkt für eine Morchel – Wanderung.

Plötzlich unerwartet einige Champignons direkt am Wanderweg.

Es handelt sich um die Wildform des Zucht – Champignons, um den Garten- oder Zweisporigen Egerling (Agaricus bisporus). Der einfache Ring lässt sich nach unten am Stiel abziehen.

Der Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) ist ein Weißsporer.

Der Kastanienbraune Stielporling (Polyporus badius) ist zäh wie Leder und daher für die Küche nicht zu gebrauchen.

Bei diesem Anblick weis man sofort, warum dieser häufige Dunkelsporer Glimmer – Tintling (Coprinus micaceus) genannt wird.

Wachstumsschwerpunkt im Herbst, aber auch im Frühling ist der ungenießbare Hochthronende Schüppling (Pholiota aurivella) keine Seltenheit. Hier an der Schnittfläche eines Buchenstammes.

Bereits vor einer Woche, im Zuge unseres Frühlingsseminars, entdeckt, besprochen und stehen gelassen, waren die Schuppigen Porlinge (Polyporus squamosus) zu ansehnlichen Pilzen heran gewachsen.

Sie wurden nun geerntet und für eine Kostprobe mitgenommen.

Allerdings waren sie bereits recht großporig und damit relativ zäh.

Unser Erinnerungsfoto im zarten Frühlingsgrün.   


Wann startet die nächste Wanderung? – Siehe unter Termine!

04. Mai 2022 – Mittwochs- und Kartierungsexkursion

Mittwochsexkursion bei Grevesmühlen

Auch für interessierte Gäste

Es ging in das MTB: 2133/3 = Grevesmühlen

Auwald an der Stepenitz.

Im dritten Quadranten des MTB 2133 findet sich wenig Wald. Einzig südliche Bereiche der Wotenitzer Tannen wären zu nennen. Auch ein kleines Wäldchen bei Upahl. Interessant, gerade auch zu dieser Jahreszeit, könnten hier die Uferbereiche des Flüsschens Stepenitz sein. So entschieden wir uns heute für diese Variante. Wir, das waren außer meiner Wenigkeit noch Catrin aus Katelbogen und Phillip aus Renzow.

Ein Gemeiner Feuerschwamm (Phellinus igniarius) an einer alten Weide.

Rotbraune Kohlenbeere (Hypoxylon fuscum) an Haselnuss.

Phillip hat einen Phytoparasiten an Scharbockskraut entdeckt. Es dürfte sich um den Rostpilz Uromyces poae handeln. Er kommt an Hahnenfuß und Scharbockskraut im Frühling vor und wechselt im Sommer zu Süßgräsern.

Catrin punktet mal wieder mit Giraffenholz. Verantwortlich für diese Holzzeichnungen soll die Ahorn – Holzkeule sein.

Über uns die A 20.

Phillip vorweg.

Pflaumen – Feuerschwamm (Phellinus tuberculosus) an Prunus spinosa).

Die Hänge werden steiler.

Kleine Streuobstwiese im Hintergrund.

Blühende Dornenhecke. Unter Schlehenhecken kann es Maipilze und vor allem essbare Rötlinge des Frühlings geben. Auch Morcheln sind möglich. Wenn es nur nicht so trocken wäre!

Phillip beäugt kritisch ein trockenes Stöckchen.

Etliche Holzkohlenpilze an einer alten Esche.

Holzkohlenpilz (Daldinia concentrica).

Von schwarz zu weiß. Von holzig – hart zu butterweich. Ein Bovistähnlicher Schleimpilz (Reticularia lycoperdon).

Fleischrötlicher Zystiden – Rindenpilz (Peniophora incarnata).

Oben Peniophora incarnata und unten die Zahnhaut (Dendrothele acerina).

Vorjährige Teuerlinge.

An altem Haselholz der Kleiige Haselbercherling (Encolela furfuracea).

Am selben Substrat der Hasel – Rindensprenger (Vuilleminia coryli).

Ein farbenfroher Kleinpilz, der Ampferblatt – Rostpilz (Ramularia rubella).

Ganz zum Schluss, am Wegesrand, sogar noch einige Blätterpilze. Grauer Falten – Tintling (Coprinus atramentarius).


Hier die Artenliste von MTB 2133/3 – an der Radegast: Orangefarbiges Brennnesselbecherchen, Zugepitzter Kugelpilz, Gemeiner Feuerschwamm. Warziger Drüsling, Scharbockskraut – Rostpilz, Geweihförmige Holzkeule, Pflaumen – Feuerschwamm, Judasohr, Striegeliger Schichtpilz, Löwengelber Porling, Rotrandiger Baumschwamm, Ahorn – Runzelschorf, Holzkohlenpilz, Schmetterlings – Tramete, Erlen – Schillerporling, Kleiiger Haselbecherling, Bovistähnlicher Schleimpilz, Goldgelber Zitterling, Hasel – Rindensprenger, Fleischroter Zystiden – Rindenpilz, Ampferblatt – Rostpilz, Holunder – Rindenschichtpilz, Zahnhaut, Uromyces poae und Grauer Faltentintling.


Wann startet die nächste Mittwochsexkursion? – Siehe unter Termine!

29.04. – 01.05. 2022 – Frühlingsseminar in Mecklenburg

Ein Pilzwochenende in Mecklenburg

Frühlingsseminar im Warnowtal Karnin

Haus der Naturfreunde in Karnin.

Freitag, der 29.04. – ab 14.00 Uhr Theorietag

Sonnabend, der 30.04. – Exkursionen und Fundbesprechungen

Sonntag, der 01.05.  – Abschussexkursion


Nach einer Pause, bedingt durch die Corona – Pandemie, lud das Mykologische Informationszentrum Wismar wieder zu einem Pilzwochenende im Frühling nach Mecklenburg ein.

Idyllisch gelegen im kleinen Ort Karnin und im gleichnamigen Warnowtal, befindet sich das vom NABU betriebene Haus der Naturfreunde, früher die Naturschutzstation Karnin. Es ist als Gästehaus eingerichtet, für Menschen, die in aller Ruhe die schöne Natur Mecklenburgs genießen wollen. Wasserwandern auf der Warnow und ausgedehnte Waldwanderungen laden unweit unserer Landeshauptstadt Schwerin zur Freizeitgestaltung ein. 

Das Naturschutzgebiet Warnowtal bei Karnin am 01. Mai 2022.

  • Am Freitag stand wie gewohnt Theorie auf dem Programm. In Form eines Beamer – Vortrages stellte ich Großpilzarten vor, die im Frühling gefunden werden können. Außerdem gab es einige, kleinere Filmbeiträge von Ausstellungen in Wismar und Rostock und mit dem Hausschwein Kiki ging es auf Trüffelsuche.

Der Organisator bei der Vorbereitung seiner Präsentation. Abgelichtet von unserer Pilzfreundin Beatrice aus Berlin.

Thema: „Unsere Großpilze im Frühling“. Wir starten mit April – Rötlingen.

Für die Nachwelt im Bild festgehalten wurde dieses denkwürdige Ereignis auch hier von Beatrice.

Erläuterungen zum Naturschutzgebiet Warnowtal bei Karnin.

Am Abend begaben wir uns noch zu einer kleinen Exkursion in das Warnowtal.

Der Schneckenberg mit Trockenrasen und lockeren Kieferngruppen grenzt direkt an unser Seminarobjekt.

Würfel- oder Braunfäule. Der Überrest einer alten Eiche. Vielleicht war sie vom Schwefelporling befallen.

Die Warnow mit den Überresten der ehemaligen Richenberger Mühle.

Informationstafel zur Richenberger Mühle.

Vielgestaltige Kohlenbeere (Hypoxylon multiforme) im Warnowtal bei Karnin.

Catrin und Michael in urwüchsiger Natur.

Buchenfruchtschalen – Holzkeule (Xylaria carpophila).

Die Rotbraune Kohlenbeere (Hypoxylon fuscum) findet sich häufig an Haselnuss.

Es scheint etwas entdeckt worden zu sein.

Es ist der Brandkrustenpilz (Hypoxylon deustum).

Hier hat mich Beatrice erwischt, beim startklar machen meiner kleinen, bescheidenen Kamera.

Blick auf die Warnowbrücke Karnin.

Vom Winde verweht, könnte man dieses Bild bezeichnen. Der Echte Zunderschwamm befindet sich im Frühling in seiner Sporulationsphase.

Von links: Michael, Reinhold und Hella. Fotografiert von unserer Berliner Pilzfreundin Beatrice.

Fischtreppenartiges Wildwasser im NSG Warnowtal bei Karnin.

Nostalgische Wasserpumpe auf dem Seminargelände. Leider ist sie nicht mehr funktionstüchtig.

Am Abend wurde der Grill ein erstes mal angeheizt. Christian aus Berlin betreute ihn nicht nur, er hat auch die Grillware gekauft und vorbereitet. Im Namen aller möchte ich dir dafür auch an dieser Stelle nochmals ganz herzlichen danken!

  • Sonnabend ging es zu einer Tagesexkursion an den Schweriner See.  Am Abend wurde am Lagerfeuer der Grill nochmals angeschmissen, um anschließend in gemütlicher Runde die Fundauswertung bei Pils und Wein vorzunehmen.

Bevor wir zum Schweriner See aufbrachen, gab es natürlich noch ein gemeinschaftliches Frühstück.

Imposante Eiche in Wiligrad. Start und Endpunkt unserer heutigen Exkursionen am Schweriner See.

Aufforstung in Wiligrad. Ein neuer Schlosspark wächst heran.

Auch Nadelgehölze sind dabei und bilden gerade ihre neuen Zapfen aus.

Aufbruch durch die Haushalt Forst. Beatrice hat uns hier fotografiert.

An den Stirnflächen von am Wegesrand gelagerten Schnittholzes zahlreiche Konsolen des Striegeligen Schichtpilzes (Stereum hirsutum).

Fundbesprechung am Holzstapel.

Während der Striegelige Schichtpilz gerne totes Eichenholz besiedelt, findet sich der Rotbraune Borstenscheibling (Hymenochaete rubiginosa)  ausschließlich an alten Eichenstubben.

Streng genommen müsste er mikroskopiert werden, aber seine Perithezien sind oft in mehr oder weniger längst angeordneten Reihen auf toten Laubhölzern zu finden. Es handelt sich demnach sehr wahrscheinlich um den Sichelsporigen Pustelpilz (Melogramma campylosporum).

2 Rosetten der Schmetterlings – Tramete (Trametes versicolor).

Die kleine Seminargruppe in der ergrünenden Haushalt Forst, wie die Wälder um Bad Kleinen und Lübstorf auf alten, Topographischen Karten benannt waren.

Am Ufer des Schweriner Sees angekommen, erfreute uns diese Speise – Morchel (Morchella esculenta). Es sollte die einzige bleiben.

Ebenfalls ein Schlauchpilz, also mit den Morcheln verwandt, ist dieser Rotbuchen – Rindenkugelpilz (Biscogniauxia nummularia).

Ein Erdstern (Geastrum spec.) aus dem letzten Herbst.

Ein etwas untypischer Grauer – Faltentintling (Coprinus atramentarius), der durch die trockene Witterung gezeichnet ist.

Christian begutachtet diesen dunkelsporenden Blätterpilz gewissenhaft.

Und Hella prüft den Geruch.

Auch hier scheint etwas gefunden worden zu sein, bei dem der Geruch festgestellt werden muss.

Christian aus Berlin beim Mottenkugel – Geruchstest von seiner besseren Hälfte Beatrice im Bild festgehalten.

Ja, der Duft des Mottenkugel – Lederrindenpilzes (Scytinonstroma hemidichophyticum) ist durchaus beeindruckend.

Und nochmals Graue Faltentintlinge (Coprinus atramentarius). Jetzt, so wie es sich eigentlich gehört, in einem Büschel.

Jung essbar, in Verbindung mit Alkohol giftig soll dieser Tintling sein.

Eine bemerkenswerte Kombination. Mit Sicherheit sehen wir hier zentral Angebrannte Rauchporlinge (Bjerkandera adusta), flankiert von Trameten. Rechts eindeutig Schmetterlings – Trameten (Trametes versicolor). Ob es sich linker Hand um Ockergelbe Trameten handelt oder doch nur um ältere Schmetterlinge, lasse ich mal dahin gestellt.