24.09.2025 – Vereinsexkursion bei Perniek
Vereinsexkursion bei Perniek

Die meisten der Teilnehmer haben heute das erste mal Trüffel gesehen. Hier die Rötliche Wurzeltrüffel (Rhizopogon roseolus) – ein Symbiosepilz der Kiefer auf kalkreichem Boden.
Foto: Catrin Berseck

Die Rötliche Wurzeltrüffel (Rhizopogon roseolus) gilt als Kosmopolit. Er wächst in Europa unter Schwarzkiefer auf kalkhaltigem Boden. In Mitteleuropa bildet er Fruchtkörper von August bis November.
Foto: Christian Boss
Heute haben sich einige Vereinsmitglieder der Gemeinnützigen Gesellschaft Wimar e.V. kurzfristig zu einer Vereinswanderung entschlossen.
Da es aufgrund der schon zu lange anhaltenden Trockenheit kaum Pilze gibt, haben wir uns entschlossen, in das von Hanjo bereits letzte Woche dafür besuchte Gebiet bei Perniek zu gehen. In den Kiefernwäldern gab es ja wie bei Corina in der Warener Gegend doch einige Pilze zu finden.
Also fanden sich 10 Vereinsmitglieder aus der Nähe von Lübeck, Ratzeburg, Wismar, Schwerin, Rostock, Renzow, Bützow, Waren und sogar Stralsund um 16 Uhr am verabredeten Treffpunkt bei Perniek zu ein.
Und wir wurden nicht enttäuscht – wir konnten einige schöne Funde verzeichnen und in unsere Kartierungsdatei aufnehmen.
Gleich zu Anfang erfreuten uns die selten zu findenen Rötlichen Wurzeltrüffel.

Rötliche Wurzeltrüffel (Rhizopogon roseolus).
Querschnitt durch einen Fruchtkörper mit Blick auf die labyrinthische, fein-gekammerte Gleba.
Foto: Christian Boss

Flaumige Birken-Milchlinge (Lactarius pubescens) kommen – wie der Name schon sagt – gruppenweise bis gesellig unter Birken auf allen Böden vor. Oft als Massenpilz.
Foto: Angeli Jänichen

Flaumige Birken-Milchlinge (Lactarius pubescens). Der Hutrand ist jung lange eingerollt und auffallend flaumig befasert. Mit der Ausbreitung des Hutes schwindet auch das weißrosa Flaumkleid.
Foto: Angeli Jänichen

Hier sehen wir ältere grau-bräunlich verfärbte Exemplare der Flaschen-Stäublinge. Die Fruchtkörper sind bereits am Scheitel aufgerissen, damit die reifen Sporen ins Freie entweichen und vom Wind verbreitet werden können.
Foto: Angeli Jänichen

Das es sich bei jungen Flaschenstäublingen (Lycoperdon perlatumum) um äußerst fotogene Pilze handelt, beweist dieses Foto.
Foto: Phillip Buchfink

Die Fruchtkörper des Flaschenstäublings (Lycoperdon perlatum) werden etwa 3 bis 8 Zentimeter hoch, sind jung rein weiß und färben sich bei Sporenreife bräunlich. Sie sind in einen rundlichen Kopf- und einen schlanken Stielteil gegliedert. Die Köpfchen und Teile des Stiels sind mit zugespitzten Pusteln besetzt, die sich leicht abreiben lassen und ein feines Netztmuster auf der Haut hinterlassen.
Foto: Phillip Buchfink

Kupferroter Gelbfuß (Chroogomphus rutilus). Die anfänglich orangerötlich gefärbten Lamellen werden im Alter dunkel purpurbraun und laufen kurz am Stiel herab, sind dick und entfernt stehend.
Foto: Angeli Jänichen

Eine der unzähligen Hundsflechten (Peltigera sp.). Sie hat ihren Namen wegen der zahnähnlichen Unterseite (Wolfszähne bzw. Hundszähne). Früher glaubte man an den Mythos, sie könnte gegen Tollwut helfen, was aber keinesfalls stimmt.
Foto: Angeli Jänichen

Birkenrotkappe bzw. Heiderotkappe (Leccinum versipelle). Kennzeichen des auffallend schönen Pilzes, der zu den Raustielröhrlingen (Gattung Leccinum) gehört, sind die rot oder orange gefärbten Kappen und die auf weißem Grund schwärzlichen Stielschüppchen.
Foto: Angeli Jänichen

Die Kühe bzw. in diesem Fall Färsen auf der angrenzenden Weide beobachtenen ganz genau, was wir da machen…
Foto: Julia Richardt

Beim Ohrlöffelstacheling (Auriscalpium vulgare) ist eigentlich schon der Name eine Fruchtkörperbeschreibung: seitlich gestielt und Stacheln auf der Hutunterseite.
Foto: Angeli Jänichen

Ohrlöffelstacheling (Auriscalpium vulgare). Die Hutoberfläche und der zäh-elastische Stiel sind dunkel- bis kastanienbraun und striegelig-filzig sowie trocken.
Foto: Angeli Jänichen

Und wieder wurde etwas entdeckt und besprochen. Mittlerweile ist auch Phillip zu uns gestoßen…
Foto: Angeli Jänichen

Hier sehen wir Nabelinge sp. (Omphalina sp.). Das sind kleine Blätterpilze mit konvexen, mehr oder weniger genabelten Hüten, mit besonders feucht deutlicher Riefung, trocken bis schwach schmierig. Die Lamellen laufen bogenförmig herab.
Foto: Phillip Buchfink

Chris ist sich hier scheinbar noch unschlüssig, wie er am besten die gefundenen Pilze in Szene setzt.
Foto: Angeli Jänichen

Kegeliger oder Schwärzender Saftling (Hygrocybe conica).
Der Hut ist orange- bis scharlachrot, die Huthaut feucht etwas klebrig. Die Lamellen sind gelb oder gelblich, Schneiden etwas dunkler, aufsteigend am Stiel angeheftet.
Foto: Angeli Jänichen

Chris beim Fotografieren des Kegeligen oder Schwärzenden Saftlings (Hygrocybe conica).
Foto: Angeli Jänichen

Und hier sehen wir das typische und namensgebende Schwärzen der Lamellen des Schwärzenden Saftlings.
Foto: Christopher Engelhardt

Sylvina und Christian haben etwas entdeckt, dass Christian unbedingt im Bild festhalten muss.
Foto: Julia Richardt

Die Schirmlinge der Gattung Lepiota sind oft nur schwer zu bestimmen. Doch durch seinen unangenehmen bis widerlichen Geruch ist der Stink-Schirmling (Lepiota cristata) recht leicht zu erkennen.
Foto: Phillip Buchfink

Charakteristisch für den Amiant-Körnchenschirmling (Cystoderma amianthinum) sind die körnige Hutoberfläche und der unterhalb des Ringes feinkörnig geschuppte Stiel.
Foto: Christopher Engelhardt

Hier sehen wir eine seltene weiße Form des Amiant-Körnchenschirmlings (Cystoderma amianthinum var. alba).
Foto: Phillip Buchfink

Ein ganz normaler Anblick, wenn Phillip mit dabei ist. Kaum sieht er Moosflächen, geht er auf die Knie…
Foto: Angeli Jänichen

Und das sind die Pilze der Begierde, für die Phillip auf die Knie geht… Scharlachrotes Moosbecherchen (Octospora coccinea).
Foto: Phillip Buchfink

Unser Gruppenfoto mit einem Teil der Teilnehmer von unserer heutigen Exkursion.
Foto: Angeli Jänichen

Christian, Chris und Julia blieben noch etwas länger, um Nachtfalter mittels eines Leuchtturmes anzulocken und zu kartieren. Hier ein Foto der lustigen Mottengruppe.
Foto: Christian Boss

Nach Anbruch der Dunkelheit kam Pennithera firmata ans Licht, der Herbst-Kiefern-Nadelholzspanner. Seine Larven schlüpfen im Herbst und überwintern. Sie sind – wie die Falter – nachtaktiv und ernähren sich monophag von der Waldkiefer (Pinus sylvestris).
Foto: Christopher Engelhardt
Die Artenliste bei Perniek:
Fortsetzung folgt…







