Pilzvergiftung – was nun?

Was tun bei einer Pilzvergiftung?

Verhalten bei Verdacht einer Pilzvergiftung

Erste Maßnahmen:

sofort einen Arzt verständigen!

keine Milch oder Alkohol trinken!

das Erbrochene aufbewahren zur Laboruntersuchung!

keine Selbstmedikation vornehmen!

Putzreste oder noch vorhande Pilze sicher stellen!

Treten erste Symtome schon nach 15 Minuten bis zwei Stunden auf, kann es sich um eine leichtere Vergiftung handeln.

Treten die Symtome aber erst 8 bis 24 Stunden nach der Mahlzeit auf, kann es sich um eine Knollenblätterpilzvergiftung handeln. Es besteht akute Lebensgefahr!

Wurde ein Mischpilzgericht mit Blätterpilzanteil gegessen, kann es auch zu einer Doppelvergiftung kommen, sollten verschiedene Giftpilze enthalten gewesen sein. Hier können die ersten Anzeichen schon kurz nach der Mahlzeit auftreten, aber trotzdem kann Lebensgefahr bestehen!

Unechte Pilzvergiftungen

Auch bei guten Speisepilzen kann es unter Umständen zu schweren Erkrankungen kommen. Insbesondere durch überalterte und somit verdorbene Speisepilze. Hier sprechen wir von einer Lebensmittelvergiftung.

Viele Speisepilze sind roh giftig! Daher Pilze immer gut und ausreichend erhitzen. (15 – 20 Minuten).

Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides). Gefährlichster Giftpilz. Etwa ab 50g Tödlich! Ende Juni - November unter Eichen, Buchen, Linden und Fichten.

Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides). Gefährlichster Giftpilz. Etwa ab 50g Tödlich! Ende Juni - November unter Eichen, Buchen, Linden und Fichten.