Pilzlehrwanderungen

Seit über 6 Jahrzehnten Pilzwandern im Nordwesten Mecklenburgs.

Am 04. April 2009 starteten wir zu unserer ersten öffentlichen Pilzlehrwanderung in diesem Jahr. 8 Pilzfreunde trafen sich morgens um 08.00 Uhr auf dem Wismarer Busbahnhof und per Fahrgemeinschaft mit dem PKW ging es in Richtung Grevesmühlen. Ziel war der auf halber Strecke liegende Staatsforst Jamel. Bei sonnigem und frühsommerlich warmen Wetter starteten wir in den Frühlingswald. Bereits nach wenigen Minuten entdeckte Pilzfreund Thomas Harm ein „Nest“ mit ihm unbekannten Pilzen und rief mich in meiner Eigenschaft als Pilzberater zu sich. Ich traute meinen Augen kaum. Auf den ersten Blick war mir klar! –  das Pilzjahr 2009 beginnt mit einem Paukenschlag. Zahlreiche, gelbbräunliche, hirnartig gewundene Pilzhüte standen hier, mehr oder weniger im Moos versteckt, um uns herum. Wir mußten obacht geben, dass wir nicht einige zertraten. Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren, am 11. April 1999, fand ich diese Pilzart erstmals als Einzelstück in einem weit entfernten Waldstück bei Sternberg. Seit dem nie wieder. Und hier gleich mehr als zwanzig Fruchtkörper. Wir Fotografierten wie die Weltmeister und einige Exemplare wanderten in meine Pilzdose um sie in unserer Pilzausstellung zu präsentieren. Selbstverständlich wird auch ein Exikat als Beleg angefertigt. Die Pilze wuchsen teilweise auch auf vermoderten und bemoosten Fichtenstämmen. Ansonsten gingen die Speisepilzfans leider leer aus. Dafür schauten wir uns die in diesem Gebiet vorkommenden Großsteingräber wie zum Beispiel den Teufelsbackofen an.

Fund von Riesenlorcheln

Begeisterung bei den Pilzfreunden. Fund von Riesenlorcheln! Dritter von links: Thomas Harm - seinen guten Pilzaugen entgeht kaum etwas.

Riesen - Lorchel (Gyromitra gigas) Kein Speisepilz. Die Art ist in Mecklenburg sehr selten! Gefunden am 04. April 2009.

Riesen - Lorchel (Gyromitra gigas) Kein Speisepilz. Die Art ist in Mecklenburg sehr selten! Standortfoto am 04. April 2009.

Gruppenfoto an einem Großstein- oder Hühnengrab.

Gruppenfoto an einem Großstein- oder Hühnengrab.

Ein weiteres Hühnengrab im Staatsforst Jamel.

Ein weiteres Hühnengrab im Staatsforst Jamel.

Der Teufelsbackofen.

Der Teufelsbackofen.

Die 2. öffentliche Pilzwanderung 2009 sollte am 18. April um 08.00 Uhr von Wismar aus in die Kiefernaufforstung bei Perniek starten. Mangels Teilnahme (2) und Mitfahrmöglichkeit mußte sie leider ausfallen.Trotzdem setzte ich mich (Reinhold Krakow), in meiner Eigenschaft als Wanderleiter und Pilzberater, auf meinen Mofa – Roller und fuhr auf die Insel Poel zu einer kleinen Wanderung im dortigen Küstenschutzwald bei Gollwitz. Der eigentlich geplante Kiefernforst reizte mich angesichts der trockenen Witterung wenig. Hier sind im Frühjahr mitunter sehr ergiebige „Jagdgründe“ für allerlei Frühlingspilze vor zu finden. Aber die zunehmende Trockenheit und dazu noch tagelang kräftiger Seewind ließen es auch hier sehr bescheiden aussehen. Einzig eine kleine Vierergruppe von Frühlings – Mürblingen konnte die tristeste etwas aufmuntern.

Frühlings - Mürbling (Psathyrella spadiceogrisea) kann eine Frühlingspilzsuppe bereichern. Standortfoto Küstenschutzwald auf der Insel Poel am 18. April 2009.

Der Frühlings - Mürbling (Psathyrella spadiceogrisea) kann eine Frühlingspilzsuppe bereichern. Standortfoto im Küstenschutzwald auf der Insel Poel am 18. April 2009.

Am 02. Mai starteten wir vom wismarer Busbahnhof aus mit zwei Autos zur 3. planmässigen Pilzwanderung in diesem Jahr. Es ging in Richtung Schweriner See bei Raben Steinfeld. Von Raben Steinfeld wanderten wir im Uferbereich durch teils sehr alte Laubwaldbestände bis nach Görslow/Resthof. Bei strahlendem „Kaiserwetter“ waren auf Grund der seit Wochen anhaltenden Trockenheit kaum frische Pilze zu finden. Einzig Maipilze wuchsen hier, die aber von Standort kundigen Pilzfreunden schon vor unserer Ankunft geerntet wurden. Dies bewiesen uns vermadete Reste am Standort.

Abschlußfoto am Schweriner See. In der Mitte sitzend: Pilzberaterin Irena Dombrowa.

Abschlußfoto am Schweriner See. In der Mitte sitzend: Pilzberaterin Irena Dombrowa.

Wir waren auf dieser Wanderung 7 kleinere und größere, sehr junge und nicht mehr ganz so junge Leute.

Am 16. Mai 2009 trafen sich um 09.00 Uhr 5 Pilzfreunde zu einer öffentlichen Pilzwanderung am ZOB Wismar. Mit dem Auto ging es in die mecklenburgische Kleinstadt Neukloster. Hier erwartete uns bereits Klaus Warning – der Pilzberater der Nachbarstadt Bützow. Wie wollen heute auf der Suche nach Pilzen die Halbinsel des Neukloster See`s umrunden.

Das Gebiet gehört zum Naturpark Sternberger Seenland.

Das Gebiet gehört zum Naturpark Sternberger Seenland.

Weit reicht die Landzunge in den Neukloster See hinein.

Weit reicht die Landzunge in den Neukloster See hinein.

Das Umdenken in der Forstwirtschaft hat begonnen.

Das Umdenken in der Forstwirtschaft hat begonnen.

Der jung essbare Schwefelporling (Laetiporus sulphureus) kommt besonders gern an alten Weiden vor. In diesem Falle an einem liegenden Stamm.

Der jung essbare Schwefelporling (Laetiporus sulphureus) kommt besonders gern an alten Weiden vor. In diesem Falle an einem liegenden Stamm.

Freude kommt auf wenn der Pilzfreund tatsächlich etwas pilziges entdeckt hat!

Freude kommt auf, wenn der Pilzfreund tatsächlich etwas pilziges entdeckt hat!

Die Jagd und die Forstwirtschaft sind untrennbar miteinander verbunden.

Die Jagd und die Forstwirtschaft sind untrennbar miteinander verbunden. Wir Pilzfreunde bevorzugen allerdings die "Vornehme Jagd"!

Zwar gab es sehr wenige frische Pilze aufgrund der langen Trockenheit, wir haben aber dennoch eine sehr schöne Wanderung durch eine landschaftliche „Perle“ unserer mecklenburgischen Heimat gehabt. Der Rundwanderweg um die Halbinsel des Neukloster See`s ist in vorbildlichem Zustand. Durch zahlreiche, liebevoll gestaltete Schautafeln u. a. zur Waldwirtschaft und zur Gründung des Ortes durch das mittelalterliche Kloster, auch sehr lehrreich.

Am Sonnabend, dem 30. Mai 2009, trafen sich 8 Pilzfreunde um 08.00 Uhr am zentralen Omnibusbahnhof in Wismar, zu einer Pilzwanderung in den Wald bei Trams. Mit Autos fuhren wir zum Zielgebiet. Zu Beginn der Wanderung regnete es kurzzeitig etwas, später kam die Sonne immer häufiger zum Zuge und wir hatten sehr angenehmes Wetter. Es handelt sich hier um ein Mischwaldgebiet mit Laubwald sowie Kiefern und Fichtenbereichen. Die Artenvielfalt hielt sich erwartungsgemäss in Grenzen. Trotzdem konnten einige interessante Pilzfunde gemacht und vorgestellt werden. Die „Kochtopfmykologen“ kamen allerdings kaum auf ihre Kosten.

Einen schönen Farbtupfen boten diese beiden Moortäubling am Uferbereich eines See´. Dieser Graustieltäubling ist essbar.

Einen schönen Farbtupfen boten diese beiden Moortäublinge (Russula claroflava) am Uferbereich eines Waldsees. Dieser Graustieltäubling ist ein guter Speisepilz.

Pilzfreund Ulli Bardet hat Fototermin mit dem Moortäubling.

Auch Pilzfreund Ulli Bardet hat einen Fototermin mit dem Chromgelben Graustiel - oder Moortäubling.

Der Topfund unserer heutigen Wanderung waren diese prächtigen Birken - Rotkappen (Leccinum testaceoscabrum), ebenfalls am Uferbereich eines anderen Gewässers.

Der Topfund unserer heutigen Wanderung waren diese prächtigen Birken - Rotkappen (Leccinum testaceoscabrum), ebenfalls am Uferbereich eines anderen Gewässers.

Da kommt freude auf! Solche tollen Rotkappen findet man wahrlich nicht jeden Tag! Ein würdiger Abschluss unserer heutigen Pilzwanderung.

Da kommt Freude auf! Solche tollen Rotkappen findet man wahrlich nicht jeden Tag! Ein würdiger Abschluss unserer heutigen Pilzwanderung.

Am 13. Juni 2009 starteten wir zu einer öffentlichen Pilzwanderung durch Teile des Höltngsdorfer Forstes bei Goldberg/Passee. 8 Pilzfreunde nahmen daran teil. Bei, für Mitte Juni sehr kühlem und stürmischen Wetter, hielt sich das Pilzaufkommen weiter sehr in Grenzen. Der Sturm „Martin“ hat zwar auch kräftig Regen gebracht, aber drei Tage am Stück schwerer Sturm wäre selbst im Winterhalbjahr ungewöhlich. Der Wald war überseht mit abgerissenen Blättern und Ästen. Eine kleine Pilzmahlzeit, bestehend aus Stockschwämmchen, konnte nur eine Pilzfreundin mit nach hause nehmen. Eine andere Dame fand einen sehr schönen Perlpilz. Sie wird in Zukunft auf diesen häufigen Speisepilz achten. Ansonsten gab es nur einige Breitblättrige Rüblinge, Rehbraune Dachpilze, Buchenwald Wasserfüße, Grünblättrige Schwefelköpfe und ahnliche, für Speisezwecke nicht taugliche Arten. Ganz zum Schluß erfreute uns noch ein kleiner, junger Sommersteinpilz. Er wird die Dauerausstellung „Unsere Großpilze im Wandel der Jahreszeiten“ bereichern. Sie ist im „Steinpilz – Wismar“, ABC Strasse 21, für 1.00 € zu besichtigen.

Das wird schmecken. Stockschwämmchen zählen zu den edelsten Pilzen, die wir in unseren Wäldern finden können. 13. Juni 2009 - Höltingsdorfer Forst.

Das wird schmecken! Stockschwämmchen zählen zu den edelsten Pilzen, die wir in unseren Wäldern finden können. 13. Juni 2009 - Höltingsdorfer Forst.

Am Sonnabend, dem 27. Juni 2009, trafen sich 7 Pilzfreunde um 08.00 Uhr am Busbahnhof in Wismar. Mit dem Auto fuhren wir dann in den Neukloster Forst bei Pennewitt. Am Ziel angelangt, erwartete uns schon der Bützower Pilzberater Klaus Warning. Er hat ja immer einige Pilze zum zeigen, bestimmen oder für unsere Pilzausstellung mit. Aber dieses mal, unter dem Motto: „Hab meinen Wagen voll beladen“, gleich den halben Kofferaum voller Riesenboviste. Leider waren sie nicht mehr zu essen. Von außen noch schön weiß, von innen aber bereits gelbgrünlich. Neben den Pilzen war heute auch das dortige Großsteingrab von Interesse. Das Pilzaufkommen in diesem Gebiet war  eher bescheiden. Nur einige Goldröhrlinge, Perlpilze und Pfifferlinge wurden zum essen mitgenommen. Das Wetter war bewölkt, trocken, aber leicht schwül.

Riesenboviste türmen sich in Klaus Warnings Kofferraum. Leider waren sie nicht mehr zu essen, aber für unsere Pilzausstellung allemal noch gut genug. 27. Juni 2009.

Riesenboviste türmen sich in Klaus Warnings Kofferraum. Leider waren sie nicht mehr zu essen, aber für unsere Pilzausstellung allemal noch gut genug. 27. Juni 2009.

Bei Pennewitt befindet sich ein steinzeitliches Großsteingrab.

Bei Pennewitt befindet sich ein steinzeitliches Großsteingrab.

Das Großsteingrab.

Das Großsteingrab.

Pilzfreund Peter Kofahl freut sich über die Goldröhrlinge. 27. Juni 2009.

Pilzfreund Peter Kofahl freut sich über die Goldröhrlinge. 27. Juni 2009.

Auch diese schönen Pantherpilze (Amanita pantherina) gab es heute zu bewundern. Standortfoto vom 27. Juni 2009 im Neukloster Forst.

Auch diese schönen Pantherpilze (Amanita pantherina) gab es heute zu bewundern. Standortfoto vom 27. Juni 2009 im Neukloster Forst.

Pilzwanderung durch die Biendorfer Tannen

Am Sonnabend, dem 11. Juli 2009, führte uns die nächste öffentliche Pilzlehrwanderung durch die Biendorfer Tannen. Buchen und Nadelwälder gedeihen hier auf leichteren Böden. Das Pilzwachstum war leider nicht berauschend. Aspektbestimmend waren Grünblättrige Schwefelköpfe und Stinkmorcheln. Den besten Fund gelang Sandro Feistkorn mit dem Glänzenden Lackporling, der in der asiatischen Naturheilkunde eine Spitzenstellung inne hat. Mit 15 Pilzfreunden hatte sich eine Ideale Wandertruppe zusammen gefunden.

Überraschung! Keine Boviste - junge Hexeneier von Stinkmorcheln. Mal austesten wie sie schmecken!

Überraschung! Keine Boviste - junge Hexeneier von Stinkmorcheln. Mal austesten, wie sie schmecken!

iiii - was ist den das für Glibberkram - den Glibberkram gibt es im China - Restaurant fast zu jeder Speise. Judasohren! Natürlich wuste Pilzfreundin Erika Wittenhagen was sie hier fand!

"Iiii - was ist den das für Glibberkram" - den Glibberkram gibt es im China - Restaurant fast in jeder Speise. Judasohren! Natürlich wusste Pilzfreundin Erika Wittenhagen, was sie hier fand!

Sandro Feistkorn ist glücklich. Einen solchen Fund macht man nicht jeden Tag. Einen Glänzenden Lackporling (Ganoderma lucidum).In der asiatischen Naturheilkunde so atwas wie ein Wundermittel. So wertvoll wie ein Hauptgewinn im Lotto!

Sandro Feistkorn ist glücklich. Einen solchen Fund macht man nicht jeden Tag. Der Glänzende Lackporling (Ganoderma lucidum). In der asiatischen Naturheilkunde so atwas wie ein Wundermittel. So wertvoll wie ein Hauptgewinn im Lotto!

Fototermin zum Abschluß unserer Wanderung durch die Biendorfer Tannen am 11. Juli 2009.

Fototermin zum Abschluß unserer Wanderung durch die Biendorfer Tannen am 11. Juli 2009.

Öffentliche Pilzwanderung von Sternberg bis Kobrow

Das Gebiet gehört zum Landschaftsschutzgebiet Mittleres Warnowtal.

Das Gebiet gehört zum Landschaftsschutzgebiet Mittleres Warnowtal.

Am Sonnabend, dem 25. Juli 2009, trafen sich 13 Pilzfreunde zu einer Lehrwanderung von Sternberg bis in die Nähe der Ortschaft Kobrow. Bei etwas durchwachsenem Wetter mit einigen kräftigen Regenschauern wanderten wir durch das Landschaftsschutzgebiet Oberer und Wustrowsee bei Sternberg. In dem heideähnlichen Gelände, mit locker stehenden Kiefern, Birken und Eichengruppen, wurden wir fündig. Sommersteinpilze, Birkenpilze, Ziegenlippen, aber auch Täublinge, Wulstlinge und Boviste gehörten u. a. zu unseren Entdeckungen.

Freude über so schöne Sommersteinpilze. Die kleinene Pilze der Dame waren allerdings giftig - Amanita patherina, der Pantherpilz. Bei wachsen sehr gerne unter Eichen. 25.07.2009.

Freude über so schöne Sommersteinpilze. Die kleineren Pilze der Dame rechts waren allerdings giftig - Amanita pantherina, der Pantherpilz. Beide Arten wachsen sehr gerne unter Eichen. 25.07.2009.

Nach einer kleinen Frühstückspause ging es dann in den geschlossenen Waldbereich. Hier gab es  noch einige Birken – Rotkappen, Fichtensteinpilze und Pfifferlinge zu entdecken. An stark giftigen Arten wurden nur hier und da einige Pantherpilze gefunden. Da auch Perlpilze vertreten waren, konnten die signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Arten gut heraus gestellt werden.

Solche schönen Rotkappen findet man nicht jeden Tag!

Solche schönen Rotkappen findet man nicht jeden Tag! 25.07.2009.

Öffentliche Pilzlehrwanderung von Sternberg nach Kaarz

Am Sonnabend, dem 08. August 2009, wanderten wir bei hochsommerlicher Hitze von Sternberg aus durch die heideartige Gegend des Landschaftsschutzgebietes „Obere Seen“ und durch das Kaarzer Holz bis hin zur Ortschaft Kaarz mit seiner reizvollen Schloß- und Parkanlage. Das Pilzaufkommen war auf Grund der Hitze und zunehmenden Trockenheit leider nur mässig. Aber dennoch hatte jeder, der wollte, neben viel neuem und wissenswertem aus dem Reich der Pilze, auch eine hoffentlich schmackhafte Pilzmahlzeit mit nach hause genommen. Haupsächlich Perlpilze und Täublinge. Aber auch Flockenstielige Hexen – Röhrlinge, Sommersteinpilze, Birkenpilze, Ziegenlippen und Körnchen Röhrlinge wanderten in die Sammelbehälter. Auf dieser Tour konnte auch der giftigste aller heimischen Pilze, der Grüne Knollenblätterpilz, kennen gelernt werden. Auch Pantherpilze waren reichlich da und so konnten die Unterschiede zwischen Perl-und Pantherpilz eingehend studiert werden. Sogar zwei Glückspilze (Rote Fliegenpilze) erfreuten uns. Mit 15 Leuten war es eine optimale Truppe heute. Am Ende waren dann doch alle ganz schön geschafft, denn bei dieser großen Hitze war es doch ganz schön  belastend.

Das Geheimniss dieses originellen "Erdsterns" konnte schnell gelüftet werden. Ein sternförmige aufgeplatzter Kartoffelbovest! Foto: 08. August 2009 Gebiet "Obere Seen" bei Sternberg.

Das Geheimniss dieses originellen "Erdsterns" konnte schnell gelüftet werden. Ein sternförmig aufgeplatzter Kartoffelbovist!

Blick auf den Oberen See bei Sternberg. 08.08.2009.

Blick auf den Oberen See bei Sternberg. 08.08.2009.

Eine Augenweide waren diese schönen Blutroten Täublinge (Russula sanguinea) unter Kiefern.

Eine Augenweide waren diese schönen Blutroten Täublinge (Russula sanguinea) unter Kiefern. Sie sind auf Grund ihrer Schärfe ungenießbar. Standortfoto am 08.08.2009 im Kaarzer Holz.

Noch eine kurze Pause kurz vor Ende der Tour. Die Wärme machte allen zu schaffen.

Noch eine Pause kurz vor Ende der Tour. Die Wärme machte allen zu schaffen.

Öffentliche Pilzlehrwanderung durch das Kaarzer Holz

Am Sonnabend, dem 22.08.2009, ludt der „Steinpilz-Wismar“ wieder zu einer Pilzlehrwanderung ein. Zielgebiet war das Kaarzer Holz zwischen Kaarz und Jülchendorf. Um 08.00 Uhr war Treffen auf dem ZOB in Wismar. Es hatte sich wohl herumgesprochen, das es in den Wäldern zur Zeit trostlos aussieht. So waren wir heute auch nur 6 Pilzbegeisterte, die bei wirklich angenehmen Wanderwetter diesen wunderschönen Wald durchstreiften. In der Tat, es gab auch kaum Pilze, was uns natürlich nicht verwunderte, nach der Hitze und Trockenheit der letzten Zeit. In dicken Moospolstern leuchteten uns aber dennoch einige Pfifferlinge an. An Baumstubben wuchsen vereinzelt Samtfuß – Kremplinge und Grünblättrige Schwefelköpfe, an den Wegen kamen hier und da Waldfreund Rüblinge sowie Gelbbräunliche- und Ranzige Trichterlinge frisch zum Vorschein. An Röhrlingen fanden wir nur einen Eichen Filzröhrling, der war aber ganz frisch und es kamen auch noch winzigste Exemplare aus dem Boden. Diese Wegrandpilze sind geschuldet der vorletzten Gewitterfront vom 11.  August. Es scheint sich also ganz zaghaft an Stellen, die der Regen leicht benässen kann, etwas zu entwickeln. Im Waldesinneren wird es zunächst weiter mager bleiben.

Durch diesen Hohlweg müssen sie kommen.

Durch diesen Hohlweg müssen sie kommen.

Zwischen diesen dicken Moospolstern gab es Pfifferlinge.

Zwischen diesen dicken Moospolstern gibt es Pfifferlinge. Auch wenn der Bützower Pilzberater Klaus Warning sich durchaus ernsthaft mit Pilzen beschäftigt, ein Paar Pfifferlinge können auch nicht schaden. Immerhin gibt es auch Leute, die sie Essen wollen.

Am Wegrand stand eine mächtige Fichte und schaute uns grimmig an. Schert euch aus dem Wald und lasst mir meine Pilze, ich brauche sie zum Leben!

Am Wegrand stand eine mächtige Fichte und schaute uns grimmig an. Schert euch aus dem Wald und lasst mir meine Pilze, ich brauche sie zum Leben!

Nicht gerade freundlich, aber sehr originell. Ein Dankeschön an den unbekannten Künstler für dies unverhoffte Überaschung. Hätte es mehr Pilze gegeben, wir hätten

Nicht gerade freundlich, aber sehr originell. Ein Dankeschön an den unbekannten Künstler für diese unverhoffte Überaschung.

Öffentliche Pilzlehrwanderung von Jülchendorf nach Weberin

Am Sonnabend, den 05. September 2009, trafen sich 7 Pilzfreunde auf dem Busbahnhof in Wismar. Mit zwei Autos fuhren wir zum Zielgebiet und postierten jeweils ein Auto am Anfangs- und eins am Endpunkt der Wanderung. Gegen 09.00 Uhr starteten wir bei strömenden Regen bei Jülchendorf. Zunächst ging es durch Laubwälder (Jülchendorfer Buchen)  und später durch sandige Nadelforste im Weberiner Bereich. Das Pilzaufkommen hielt sich wieder sehr in Grenzen. Obwohl eine leichte Besserung, im Vergleich zur letzten Pilzwanderung vor 14 Tagen, eingetreten ist.

Gleich zu Beginn leuchtete uns ein farbenfroher Schwefelporling an einem alten Eichenstubben an.

Gleich zu Beginn leuchtete uns ein farbenfroher Schwefelporling an einem alten Eichenstubben an.

Unter Kiefern fanden wir den Kupferroten Gelbfuß (Chroogomphus rutilus). Er ist ein guter Speisepilz, dessen Fleisch sich bem Schmoren violett verfärbt. 05.09.2009.

Unter Kiefern fanden wir den Kupferroten Gelbfuß (Chroogomphus rutilus). Er ist ein guter Speisepilz, dessen Fleisch sich bem Schmoren violett verfärbt. 05.09.2009.

Nach dem Ende der pilzarmen Wanderung statteten einige von uns noch dem Roten See einen Besuch ab. In etwa einer Stunde umrundeten wir den See und fanden noch einige interessante Ausstellungstücke für unsere morgige Pilzausstellung mit Imbissangebot im „Steinpilz-Wismar“.

Und das wußte auch dieser schöne Steinpilz (Boletus edulis) und wird morgen unsere Ausstellung bereichern. Standortfoto Roter See am 05.09.2009.

Und das wußte auch dieser schöne Steinpilz (Boletus edulis) und wird morgen unsere Ausstellung bereichern. Standortfoto Roter See am 05.09.2009.

Öffentliche Pilzlehrwanderung von Venzkow nach Kobande

Am Sonnabend, dem 19. September 2009, führte uns die nächste Pilzwanderung durch die Kobander Tannen bei Crivitz. 13 Pilzfreunde waren auf der Suche nach frischen Pilzen und wurden auch fündig. Aufgrund der weiterhin trockenen Witterung gab es für Mitte September allerdings sehr wenig Pilze. Der Regen auf unserer Wanderung vor 14 Tagen zeigte aber Wirkung. Wir waren heute im Prinzip im gleichen Waldgebiet. Es sind Pilze im kommen, aber nur in bescheidenen Mengen. Es gab schöne Riesen –  Schirmpilze, eine Stelle mit dem eher seltenen Riesen – Krempentrichterling, einige frische Butterpilze und Körnchen – Röhrlinge, Rotfüßchen und auch zwei junge Steinpilze. Zum satt Essen auch die eine oder andere Krause Glucke und einiges mehr.

Große Freude bei Erika Wittenhagen über diese schöne Krause Glucke.Sie wollte sie allerdings nicht verspeise und stellte sie unserer Ausstellung zur Verfügung. Vielen Dank!

Große Freude bei Erika Wittenhagen über diese schöne Krause Glucke. Sie wollte den Pilz allerdings nicht verspeisen und stellte ihn unserer Ausstellung zur Verfügung. Vielen Dank!

Ein Höhepunkt waren auch diese Rosenroten Gelbfüße (Gomphidius roseus). Sie wachsen meist mit dem Kuhröhrling zusammen. Hier waren aber nur die Gelbfüße zu sehen. Da der Standort mir aber bekannt ist, weiß ich, dass es hier den Kuhröhrling ebenfalls gibt. Möglicherweise erscheint er etwas später.

Ein Höhepunkt waren auch diese noch sehr jungen Rosenroten Schmierlinge (Gomphidius roseus). Sie wachsen meist mit dem Kuhröhrling zusammen. Hier waren aber nur die Gelbfüße zu sehen. Da der Standort mir aber bekannt ist, weiß ich, dass es hier den Kuhröhrling ebenfalls gibt. Möglicherweise erscheint er etwas später. Standortfoto am 19.09.09 in den Kobander Tannen.

Mitten auf dem Wadweg stand dieser schöne Steinpilz nachdem wenige Meter vorher der Steinpilzzeiger: Mehlpilz ein Achtungszeichen setzte.

Mitten auf dem Waldweg stand dieser schöne Steinpilz, nachdem wenige Meter vorher der Steinpilzzeiger Mehlpilz ein Achtungszeichen setzte.

Zu Beginn und wie hier am Ende der Wanderung erfreuten uns schöne Parasole.

Zu Beginn, und wie hier, am Ende der Wanderung, erfreuten uns schöne Parasole.

Das Wetter war sonnig und warm – ein schöner Altweibersommertag!

Öffentliche Pilzlehrwanderung durch das Klaasbachtal bei Neukloster

Eigentlich wollten wir am heutigen 10. Oktober 2009 dem Staatsforst Rehna einen Besuch abstatten. Beim Treff am ZOB in Wismar warteten auf mich 7 Leute mit zwei Autos. Zwei junge Damen wollten aber nicht in den vorgesehenen Wald bei Rehna fahren, und entschloßen sich, nicht an der Veranstaltung teil zu nehmen und verabschiedeten sich wieder. Wenn man zu einer, auf ein bestimmtes Gebiet festgelegten Pilzwanderung erscheint, sollte klar sein, wohin die Reise geht! Das andere Auto bot nun aber nur für maximal 5 Personen Platz. Ein junger Mann, der von Schwerin mit der Bahn angereist war, konnte hier freundlicherweise noch mitfahren. Da meine Wenigkeit aber nur mit einem Mofa – Roller ausgestattet war, der nur eine recht bescheidene Geschwindkeit an den Tag legt und es bis nach Rehna dann doch zu lange dauern würde, schlug ich vor, in das wesentlich nähere Klaasbachtal bei Neukloster zu fahren. Und das war ein guter Vorschlag, wie sich heraustellen sollte! Vor gut zwei Wochen suchten wir hier Pilze für unsere große Ausstellung. Es sah damals sehr mager aus. Heute fanden wir Pilze fast auf Schritt und tritt! Angefangen von vielen Orangeroten Becherlingen, gleich zu Beginn, über bodendeckende Teppiche des Rostfleckigen Helmlings bis hin zu Grünblättrigen Schwefelköpfen, die viele Baumstümpfe zierten. Aber auch Hallimasch und Stockschwämmchen waren im Agebot und ließen die Körbe am Schluß fast Überquellen. Alles in allem, eine sehr schöne Pilzwanderung in einem landschaftlich tollem Gebiet.

Freude über einen schönen Fliegenpilz bei unserer jüngsten Pilzwanderin (4) heute.

Freude über einen schönen Fliegenpilz bei unserer jüngsten Pilzfreundin (4) heute.

Freude auch bei der größeren Schwester! Und den kann man sogar essen - ein Maronen - Röhrling!

Freude auch bei der größeren Schwester! Und den kann man sogar essen - ein Maronen - Röhrling!

Und so viele Stockschwämmchen . Hmmm, die werden schmecken!

Und so viele Stockschwämmchen - Hmmm, die werden schmecken!

Öffentliche Pilzlehrwanderung am 24. Oktober 2009

Die heutige Wanderung, auf der Suche nach Pilzen, führte uns duch die Teßmannsdorfer Tannen. Das Waldgebiet reicht direkt bis zum Strand der Ostsee, dem dortigen Salzhaff. Start war kurz nach 08.00 Uhr vom Parkplatz gegenüber dem Wismarer Zeughaus. Gegen 08.45 Uhr ereichten wir das Zielgebiet. Hier erwartete uns schon Klaus Warning – Pilzberater aus Bützow. Er hat hier gleich den besten Fund des Tages gemacht: den Rosablättrigen Krempenritterling. Das Sammelgebiet bestand hauptsächlich aus Kiefernwald unterschiedlichen alters. Massenbestände bildeten hier der Geflecktblättrige Flämmling und der Gemeine Rettich – Fälbling. Beides leider keine Speisepilze. Von diesen waren besonders einige Maronen – Röhrlinge, junge, frische Butterpilze, Graublättrige Schwefelköpfe sowie die ersten Austern – Seitlinge der Saison zu finden. Für jeden Teilnehmer sprang auch, neben viel wissenswertem aus der Welt der Pilze, eine mehr oder minder große Pilzmahlzeit heraus. Wir waren insgesamt 16 Pilzfreunde. Das Wetter war zwar leicht nebelig, aber zeitweise kam auch die Sonne zum Vorschein. Wir hatten eine sehr angenehme Wanderung.

Klaus Warning beim Fototermin mit Roten Heringstäublingen. Teßmannsdorfer Tannen am 24.10.2009.

Klaus Warning beim Fototermin mit Roten Heringstäublingen. Teßmannsdorfer Tannen am 24.10.2009.

Petra Neuhaus freut sich über die ersten Austern - Seitlinge der Saison.

Petra Neuhaus freut sich über die ersten Austern - Seitlinge der Saison.

Nebelgraue Trichterlinge sind nicht jedermanns Sache. Aber trotzdem Freude über den Fund.

Nebelgraue Trichterlinge sind nicht jedermanns Sache. Aber trotzdem Freude über den Fund.

Bei den rötlichen, essbaren Kiefernwald - Täublingen wie Roter Herings- und Apfeltäubling nahen einem die völlig scharfen Zitronenblättrigen Täublinge, auch Säufernasen genannt. Auch der ebenfalls scharfe Zedernholz - Täubling ist hier nicht weit. Standortfoto am 24.10.2009 in den Teßmannsdorfer Tannen.

Die rötlichen, essbaren Kiefernwald - Täublinge wie der Rote Herings- und Apfeltäubling können leicht mit dem völlig scharfen Zitronenblättrigen Täubling (Russula sardonia), auch Säufernase genannt (Foto) oder dem ebenfalls scharfen Zedernholz - Täubling verwechselt werden. Standortfoto am 24.10.2009 in den Teßmannsdorfer Tannen.

Zum Schluß waren alle zufrieden und eine schöne Pilzwanderung hat ihr Ende gefunden. 24.10.2009 in Teßmannsdorf.

Zum Schluß waren alle zufrieden und eine schöne Pilzwanderung hat ihr Ende gefunden. 24.10.2009 in Teßmannsdorf.

Pilzwanderung am 07.11.2009 nach Alt Karin

Da die Speicherkapazität dieser Seite erschöpft ist, finden Sie einen kleinen Rückblick zu dieser Veranstaltung in der Rubrik „Tagebuch“

Die nächste Pilzwanderung? –  siehe unter Termine.