Pilztagebuch Mai 2013/2

Wetter und Pilzwachstum im Nordwesten Mecklenburgs

Tagebuch Wetter und Pilze im Mai 2013/2

Mit diesem freundlichen Foto einer erfolgreichen Maipilzsuche möchjte ich ich Teil 2 unseres diesjährigen Mai - Tagebuches eröffnen. Es zeigt unseren Pilzfreund Andreas Herchenbach. Das Foto stammt natürlich auch von ihm und ich hoffe, er ist damit einverstanden, dass ich es hier veröffentliche. Herzlichen Glückwunsch!

Mit diesem freundlichen Foto einer erfolgreichen Maipilzsuche möchte ich ich Teil 2 unseres diesjährigen Mai - Tagebuches eröffnen. Es zeigt Pilzfreund Andreas Herchenbach. Das Foto stammt natürlich auch von ihm und ich hoffe, er ist damit einverstanden, dass ich es hier veröffentliche.

Donnerstag, 16. Mai – Gestern Abend habe ich noch die vermeintlichen Morchelbecherlinge von Irenas Wandergruppe begutachtet. Leider rochen sie nicht nach Chlor und waren somit auch nicht besagte Art. Eindrucksvoll war dieser Massenstandort in Schwerin – Krebsförden dennoch. Hunderte Hochgerippte Becherlorcheln drängten sich an einem parkartigen Standort im dortigen Gewerbegebiet, größtenteils zwischen Rindenmulch. Nun kennt man diesen eigentlich recht markanten Schlauchpilz hauptsächlich aus dem Laubwald, wo er im Frühling gelegentlich in kleinen Trupps längst der Waldwege anzutreffen ist. Aber derartige Sonderstandorte können immer wieder für Überraschungen sorgen. So lohnt es sich um diese Zeit auch mit Nadelholz gemullchte Flächen abzuzuchen, denn hier kann es nicht selten jede Menge Spitzmorcheln geben. Ein derartiges Substratbeet ist für vielerlei saprophytisch lebende Pilzarten ein gefundenes Fressen. – Das Wetter ist dazu zur Zeit mehr als pilzfreundlich. Oft ist um diese Zeit meist der Südwesten Deutschlands von warmer Frühlingsluft verwöhnt und bei uns herrscht trocknes und kühles Ostseeklima. Jetzt bibbert der Südwesten unter feuchtkalter Luft polaren ursprungs und bei uns ist feuchtwarme Subtropenluft aus dem Mittelmeerraum wetterbestimmend. Diese starken Luftmassengegensätze sorgen zur Zeit auch für sehr launisches Wetter. Immer wieder entstehen kräftige Regengebiete und besonders auch im Norden und Osten Deutschlands, in der schwülwarmen Luft, zunehmend kräftige Gewitter. Schon gestern zog eine Gewitterzone über Niedersachsen nach Schleswig – Holstein und streifte auch noch den äußersten Westen Mecklenburgs. Während es weiter westlich ergiebige Niederschläge, teils sogar Hagel gab, waren bei uns nur ein Paar tropfen dabei. Das könnte sich aber in den nächsten Tagen ändern, da sich bei uns die schwüle Wärme auch über Pfingsten hallten soll, obwohl die kühle Luft immer wieder versucht, sie auch bei uns zu vertreiben. Das bleibt natürlich nicht ohne Folgen. Wir werden in den nächsten Tagen, nach Einschätzung der Metereologen, voraussichtlich zu den am meisten von unwetterartigen Gewittern betroffenen Regionen zählen. Teils heftige, blitzintensive Gewitter mit hohen Regenmengen könnten in den nächsten Tagen an der Tagesordnung sein! Siehe auch unter www.unwetterzentrale.de

Hunderte dieser Hochgerippten Becherlorcheln (Helvella acetabulum) fand Irena mit ihrer Wandertruppe gestern im Schwerin zwischen Rindenmulch. Ich habe einige von ihnen heute im Laden fotografiert. Eigentlich, und das wird hier sicher auch der Fall gewesen sein, benötigt sie kalkreiche Böden und der Holzschredder lag vieleicht nur zufällig hier, begünstigte aber durch besonders gutes Mikroklima ihr Massenwachstum. Die Pilze sollen essbar sein, aber wahrscheinlich roh giftig!

Hunderte dieser Hochgerippten Becherlorcheln (Helvella acetabulum) fand Irena mit ihrer Wandertruppe gestern in Schwerin zwischen Rindenmulch. Ich habe einige von ihnen heute im Laden fotografiert. Eigentlich, und das wird hier sicher auch der Fall gewesen sein, benötigt diese Art kalkreiche Böden und der Holzschredder lag vieleicht nur zufällig hier, begünstigte aber ihr Massenwachstum. Die Pilze sollen essbar sein, aber wahrscheinlich roh giftig!

Freitag, 17. Mai – Gestern und heute habe ich im Rahmen meiner Öffnungszeiten die gesammelten Maipilze restgesäubert, teils zerschnitten, blanchiert und dann eingefroren. In den nächsten Tagen hoffe ich nochmals einen Schub von ihnen ernten zu können. Offen ist nur, wann wir bei uns wieder einen Imbissstand vor dem Laden aufbauen können. So wie geplant, am 25. und 26. Mai, wird es wohl nichts. Dort, wo wir unsere Tische sonst aufstellen und unseren Stand betreiben, steht weiterhin eine Baustellenabsperrung und es ist nur ein schmaler Fußweg als Gewährleistung des Durchgangsverkehrs vorhanden. Der nachbarliche Wismarer Kunstverein KaSo plant für den 15. Juni wieder eine Stuhlparade und ist der Meinung, dass sie dieses, ansich tolle Event, von dem wir auch provitieren, trotz Bauarbeiten hinbekommen werden. Ich lasse mich Überraschen! – Von den Temperaturen erlebten wir heute, zumindest gefühlt, den bisher wärmsten Tag in diesem Jahr. Es war und ist drückend schwül und jetzt am Abend sind in der Südwesthälfte unsere Einzugsgebietes die ersten, kräftigen Gewitterschauer aufgezogen. Nachschub nähert sich von Südosten her, so dass es zumindest in der ersten Nachthälfte noch gewittrig weitergehen wird. Besonders morgen besteht dann bei uns ein hohes Gewitterrisiko. Hoffentlich trifft es uns nicht gerade bei der für morgen angesetzten Pilzlehrwanderung durch den Wald bei Wedendorf. Die prognostizierten Regenmengen sind jedenfalls recht ordentlich!

Nach dem Putzen gehen die Maipilze nochmals in ein kurzes Wasserbad, um die restlichen Sandkörnchen abzuspülen und dann ohne Wasser in einen Kochtopf, etwas Speiseöl dazu und aufkochen lassen, bis sie zusammengesackt sind. Noch fünf Minuten köcheln und dann abkühlen gelassen. Nach dem erkalten eingfieren. Die Qualität ist hier hervorragend und besten für eine Pilzpfanne geeignet.

Nach dem Putzen gehen die Maipilze nochmals in ein kurzes Wasserbad, um die restlichen Sandkörnchen abzuspülen und dann ohne Wasser in einen Kochtopf, etwas Speiseöl dazu und aufkochen lassen, bis sie zusammengesackt sind. Noch fünf Minuten köcheln und dann abkühlen gelassen. Nach dem erkalten einfrieren. Die Qualität ist hier hervorragend und besten für eine Pilzpfanne geeignet.

Sonnabend, 18. Mai – Heute fand wieder eine öffentliche Pilzlehrwanderung statt. Ziel waren zwei Waldgebiete bei Wedendorf, in der Nähe von Rehna. Gehaltvolle Laub- und Nadelwaldstandorte. Es gab einiges an frischen Arten, aber weniges an guten Speisepilzen. Neben einigen Kleinarten auch gigantische Schuppige Porlinge. Das dieser Stielporling durchaus zu unseren größten Hutpilzen zählt, ist bekannt, aber der heutige Fund an einer alten Esche war schon rekordverdächtig. Siehe auch unter „Riesenpilze bei Wedendorf“. – Vom Wetter her war es glücklicherweise am Vormittag noch trocken, in allerdings sehr feuchter, nebligtrüber Luft. Am Nachmittag zog dann verbreitet kräftiger Gewitterregen durch, so dass wir mit den gestrigen Schauern am Abend und in der vergangenen Nacht, wieder eine gute, flächendeckende Überregnung unserer Pilzstandorte verzeichnen konnten.

Auch die Hochgerippte Becherlorchel (Helvella acetabulum) war hier vertreten. Ein kleines Vorkommen am Waldwegrand, so wie wir es in der Regel kennen. Standortfoto am 18.05.2013 im Wald bei Wedendorf.

Auch die Hochgerippte Becherlorchel (Helvella acetabulum) war hier vertreten. Ein kleines Vorkommen am Waldwegrand, so wie wir es in der Regel kennen. Standortfoto am 18.05.2013 im Wald bei Wedendorf.

Pfingstsonntag, 19. Mai – Während die meisten Menschen am Pfingstwochenende ausspannen und viele sogar einen Kurzurlaub antreten, artete heute meine Suche nach weiteren Maipilzen in einen Arbeitseinsatz aus. Kaum war ich im Wald angelangt, stand vor mir schon ein mittelgroßer Hexenring von etwa 5 Meter im Duchmesser, dicht, teils büschellig besetzt mit den schönsten Maipilzen. Nach einer halben Stunde war mein großer Weidenkorb schon wieder dreiviertel gefüllt. Dann kamen noch einige kleinere Stellen mit teils schon überständigen Exemplaren und plötzlich wieder ein großer Ring ähnlichen ausmaßes. Die bekomme ich nun nicht mehr mit, aber wie bestellt, läutete gerade das Handy und Irena und Jonas riefen mich an und fragten, was ich gerade mache, wo ich sei und ob ich Hilfe bräuchte. Das war wohl höhere Fügung. Ich sagte, dass ich jetzt erst einmal nach Wismar fahre und meinen Korb Maipilze entleere und in den Kühlschrank packen werde, aber es stünden noch sehr viele im Wald. Es wäre schön, wenn ihr mir helfen kommen könntet und mit dem Auto lassen sich die Pilze auch viel besser transportieren, als auf dem Kleinkraftroller. So trafen wir uns zu Mittag im „Steinpilz“ und fuhren danach nochmals in den Wald, um den Rest zu holen. Aber mit dem Rest war das solche Sache. Die Pilze wollten kein Ende nehmen und immer gewaltigere Hexenringe von Mai – Ritterlingen, teils über 10 Meter im Durchmesser und mit vielen hunderten Fruchtkörpern dicht an dicht, fast wie Raslinge gedrängt, ließen den heutigen Feiertag in einen wahren Arbeitseinsatz ausarten. Zum Glück hatten wir noch Eimer und andere Behältnisse im Auto, um alle Pilze mit zu bekommen, dass heißt, nur die, die unseren hohen Qualitätsansprüchen noch genüge taten, denn es war ein Teil auch schon von Insektenlarven befallen oder etwas zu alt. Zweieinhalb Kühlschränke voller Mai – Schönköpfe warten nun auf mich zur Verarbeitung. Eine solche Maipilz – Ernte gelang uns bisher noch nie an einem Tag und ich habe lange noch nicht alle mir bekannten Standorte nachgeschaut. Bei dem Überangebot in diesem Jahr, werde ich dieses wohl auch nicht mehr schaffen. Vielleicht noch einen Tag richtig in die Mai – Ritterlinge und unsere Bestände an Tiefkühlpilze reichen dann für mehrere Imbisstage, dass heißt, keine zusätzlichen Zuchtchampignons oder ähnliches dazukaufen. Außer Maipilze waren auch noch Tintlinge, Mürblinge, Helmlinge, Schuppige Porlinge, Gilbende Erdritterlinge und die ersten frischen Riesen – Boviste der Saison vertreten.

Der Arbeitseinsatz ist beendet. Unsere Tiefkühlschränke füllen sich allmählich wieder, nur schade das wir unser diesjährige Maipilz - Wochenende am 25. und 26. Mai höchstwahrscheinlich wegen der Bauarbeiten in unserer Straße nicht durchführen können, aber der nächte Imbisstag kommt bestimmt. Foto am Abend aufgenommen in den Rohlstorfer Tannen bei Wismar.

Der Arbeitseinsatz ist beendet. Unsere Tiefkühlschränke füllen sich allmählich wieder, nur schade, das wir unser diesjähriges Maipilz - Wochenende am 25. und 26.05. höchstwahrscheinlich, wegen der Bauarbeiten in unserer Straße, nicht durchführen können, aber die nächten Imbisstage kommen bestimmt.

Pfingstmontag, 20. Mai – Das Pfingstfest verlief bei uns an der Ostsee trüb und grau bei gedämpften Temperaturen. Eigentlich sollte es recht warm werden, aber die zähe Wolkensuppe verhinderte dieses, trotz recht milder Luft. Damit ist aber, entgegen dem vorausgesagten Trend in der letzten Woche, nachdem es auch warm weitergehen sollte, bald Schluß. Direkt aus dem hohen Norden soll für die Jahreszeit sehr kalte Luft einströmen und sich wohl auch für längere Zeit behaupten können. Der Beginn der „Kältewelle“ soll morgen und am Mittwoch durch ergiebige Regenfälle im Küstengebiet eingeleitet werden. Wenigstens dieser Umstand ist als sehr positiv zu bewerten, denn Regen ist uns Pilzfreunden im Sommerhalbjahr stets willkommen. Dadurch dürfte sich das allgemeine Artenangebot weiter verbessern. Heute hatte ich, entgegen meiner ursprünglichen Planung, den „Steinpilz“ geöffnet und unsere Frischpilzaustellung erneuert. Morgen und übermorgen habe ich dafür keine Zeit, da die Massen an Maipilzen verabeitet werden müssen und zudem morgen auch noch Treffen der Pilzfreunde ist. Es steht das Zubereiten von vier verschiedenen Frühlingspilzen auf dem Plan. Wir haben Maipilze, Schuppige Porlinge und Riesenboviste bereits auf Lager, aber eine Art fehlt uns noch. Ich werde heute Abend noch mit Jonas versuchen Schild – Rötlinge oder Schwefelporlinge aufzutreiben. Letzterer ist in diesem Frühjahr bisher nur sehr wenig in Erscheinung getreten. Sollte das ein Indiz für ein gutes Pilzjahr sein? Wir hätten es uns sicher verdient und die Frühlingspilze haben auch schon in beeindruckender weise ihren Teil dazu beigetragen. Es liegen aktuell 72 Arten auf der Fläche. Erstmals in diesem Jahr sind fogende Arten in der Ausstellung: Buchenwald – Wasserfuß, Striegeliger Rübling, Gallertfleischiges Stummelfüßchen, Grünblättriger Schwefelkopf, Hochgerippte Becherlorchel, Frühlings – Ackerling und Breitblättriger Rübling.

Die ersten jungen und festen Riesenboviste entdeckten wir gestern eher zufällig bei der Maipilzsuche. Sie werden morgen Abend zu unserem Vereinstreffen zubereitet. Wir wollen unter vier Pilzarten bewerten, welche von ihnen den meisten Pilzfreunden am besten schmecken. So zu sagen eine kleine Hitparade der Frühlingspilze, obwohl der Riesenbovist natürlich besonders im Hochsommer zu finden ist, aber oft auch schon im Mai erscheint. Foto: 19.05.2013.

Die ersten jungen und festen Riesenboviste entdeckten wir gestern eher zufällig bei der Maipilzsuche. Sie werden morgen Abend zu unserem Vereinstreffen zubereitet. Wir wollen unter vier Pilzarten bewerten, welche von ihnen den Pilzfreunden am besten schmecken. So zu sagen eine kleine Hitparade der Frühlingspilze, obwohl der Riesenbovist natürlich hauptsächlich im Hochsommer zu finden ist, aber oft auch schon im Mai erscheint. Foto: 19.05.2013.

Dienstag, 21. Mai – Gestern Abend bin ich noch bei Nieselregen mit Jonas zu einer Schlehenhecke bei Barnekow gefahren, um zu schauen, ob die mir von dieser Lokalität bekannten Schild – Rötlinge schon wuchsen. Und tatsächlich, wir hatten Glück. Ein großer Trupp von etwa 50 Pilzen stand hier ganz frisch und in allerbester Qualität. Damit hatten wir endlich vier verschiedene Speisepilze für unsere heutige Pilzverkostung zusammen. Es gab Maipilze, Schild – Rötlinge, Schuppige Porlinge und Riesen – Boviste. Platz 1 der Verkostung belegte der Maipilz (siehe auch unter „Tagebuch“). Das trübe und feuchte Wetter der letzten Tage entsprach Pilzwetter im Idealzustand. Kaum Wind, keine Sonne, aber feuchte Luft, nicht zu warm und nicht zu kalt, besser geht es nicht. Nun kommt auch noch starker, teils unwetterartiger Regen dazu, so dass es auch weiterhin sehr gute Bedingungen, zumindest was die Bodendurchfeuchtung angeht, gegeben sind. Allerdings soll es zeitweise deutlich kälter werden. Die Pilzberatung wird bei diesem Wetter und dem ständig zunehmenden Pilzwachstum auch schon wieder etwas stärker in Anspruch genommen. Mir wurden heute Schild- und Blasse Pflaumen – Rötlinge, Maipilze und Zweisporige Champignons in allerbester Qualität vorgelegt. Pilzfreundin Angelika Boniakowski informierte mich außerdem, dass die ersten Röhrlinge erschienen sind. Es handelt sich um Netz- und Flockenstielige Hexen – Röhrlinge, die traditionell um diese Zeit erscheinen. Dann dürften auch die ersten Sommersteinpilze nicht mehr weit sein.

Schild - Rötling (Entoloma clypeatum) gestern Abend am Standort fotografiert. Frieder Gröger schreibt in seinem Buch Pilze und Widfrüchte: Ebenso wie der Blasse Pflaumenrötling ein sehr schmackhafter Pilz, der viel mehr beachtet werden sollte, zumal er sehr häufig ist. Getrocknete Exemplare beschlagen leicht.

Schild - Rötling (Entoloma clypeatum) gestern Abend am Standort fotografiert. Frieder Gröger schreibt in seinem Buch "Pilze und Wildfrüchte": "Ebenso wie der Blasse Pflaumenrötling ein sehr schmackhafter Pilz, der viel mehr beachtet werden sollte, zumal er sehr häufig ist. Getrocknete Exemplare beschlagen leicht".

Mittwoch, 22. Mai – Die anhaltenden Regenfälle über dem Norden Deutschlands haben besonders in Schleswig – Holstein und im Hamburger Raum enorme Regenmegen von teils über 60 Liter/qm in den letzten drei Tagen gebracht. Auch unser Einzugsgebiet hat zwischen 20 und 50 Liter bekommen. Ein Super – Ergebnis und weiterer Regen ist auch in der nächsten Zeit in Sicht. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die ungewöhnlich feuchte Witterung auf das Pilzwachstum in den nächsten Wochen auswirken wird. Es ist kurzzeitig zwar fast schon spätwinterlich kalte Luft eingefloßen, aber bei uns war es in der letzten Zeit vergleichsweise warm und die Temperaturen sollen in den nächsten Tagen auch wieder moderatere Werte anzeigen. Somit geht das ausgesprochen gute Wetter für die Entwicklung unserer Lieblinge weiter. Frühlingspilze wie Mai – Schönköpfe, Schild- und Blasse Pflaumen Rötlinge erleben zur Zeit einen starken Wachstumsaspekt. Erste Röhrlinge sind erschienen und auf grund des Dauerregens zeigen sich auch schon die Nelkenschwindlinge. Riesenboviste sind am kommen und Champignons wachsen. In ein bis zwei Wochen dürften wir den Frühlingsaspekt im wesentlichen hinter uns haben und die sommerliche Pilzflora wird sich entwickeln. Wir können auf ein gutes Pilzjahr hoffen, vorausgesetzt, im Sommer stellt sich nicht wieder „Wüstenklima“ ein. – Da es bis zum Abend anhaltend regnete, fiel mein Exkursionstag regelrecht in`s Wasser, aber das machte gar nichts, denn ich war mit dem verarbeiten unserer riesigen Maipilzernte beschäftigt.

Das feuchte Wetter mögen natürlich auch viele Kleinarten wie diese Gesäten Tintlinge (Coprinus tintinabulum), die mitunter zu tausenden an und um alte Stubben und Bäume auftreten können, um nach kurzer Zeit schon wieder verschwunden zu sein. Als Einzelfruchtkörper würde die Art sehr unscheinbar sein und leicht übersehen werden, in der Masse ist sie aber spektakulär. Standortfoto am 18.05.2013 im Wald bei Wedendorf.

Das feuchte Wetter mögen natürlich auch viele Kleinarten wie diese Gesäten Tintlinge (Coprinus disseminatus), die mitunter zu tausenden an und um alte Stubben und Bäume herum auftreten können, um nach kurzer Zeit schon wieder verschwunden zu sein. Als Einzelfruchtkörper würde die Art sehr unscheinbar und leicht zu übersehen sein, in der Masse ist sie aber spektakulär. Standortfoto am 18.05.2013 im Wald bei Wedendorf.

Donnerstag, 23. Mai – Das nasse Wetter der letzten Zeit läßt den Pilzfrühling so richtig aufblühen. Die meisten Pilze, die mir in der Beratung vorgelegt werden, sind ausgesprochen gut in der Qualität. Maipilze gibt es in großen Mengen, wie seit Jahren nicht. Auch Schild – und Blasse Pflaumenrötlinge erleben eine Hochkonjunktur wie lange nicht. Selbst Morcheln sind noch zu finden, aber meist nicht mehr in einem zum Verzehr empfehlenswertem Zustand. Heute wurde mir sogar eine prächtige Dickfuß – Morchel in den „Steinpilz“ gebracht, die in kürze unsere Pilzausstellung bereichern wird. Auch besuchten mich heute unsere Pilzfreunde Dorothee und  Hans – Werner Griffel aus Hamburg. Angeregt durch das feuchte Wetter und meiner postiven Berichterstattung mit entsprechenden Bildern, zog es sie heute hinaus in die Natur, um endlich auch mal Frühlingspilze, speziel Maipilze, zu suchen und zu finden. Tatsächlich war ihnen auch das Glück hold. Die ersten Mai – Schönköpfe ihres Lebens konnten sie neben wunderbaren Schild- und Blassen Plaumenrötlingen, Frühlings – Ackerlingen, Nelkenschwindlingen, Hochgerippten Becherlorcheln und prächtigen Schwefelporlingen entdecken. Letztere gibt es in diesem Frühjahr wesentlich weniger als im letzten Jahr. Das macht Hoffnung auf ein gutes Pilzjahr, denn immer wenn es im Mai und Juni viele Schwefelporlinge gab, war der Rest der Saison eher bescheiden oder sogar, wie im letzten, ziemlich schlecht.

Dafür gibt es in diesem Frühjahr richtig viele Schuppige Schwarzfußporlinge (Polypüorus squamosus), die, wenn sie so jung und zartfleischig wie hier sind, durchaus gut essbar und auch schmackhaft sind. Später werden sie gummiartig zäh und sind höchstens noch zu einer Brühe gut. Am besten mit einem Messer vom Hutrand zur Hutmitte Prüfen, wie weit sie noch zart und schnittig sind. Standortfoto.

Dafür gibt es in diesem Frühjahr viele Schuppige Schwarzfußporlinge (Polyporus squamosus), die, wenn sie so jung und zartfleischig wie hier sind, durchaus zum Verspeisen empfohlen werden können. Später werden sie gummiartig zäh und sind höchstens für eine Brühe tauglich. Am besten gleich vor Ort mit einem Messer vom Hutrand zur Hutmitte schneiden und Prüfen, wie weit sie noch zartfleischig und schnittig sind. Standortfoto.

Freitag, 24. Mai – Trotz des langen Winters erlebte die Natur in den letzten Wochen einen enormen Entwicklungsschub und auch in der Pilzwelt ging es ab Ende April Schlag auf Schlag. Kaum hat der Frühlingsaspekt seinen Höhepunkt erreicht b.z.w. überschritten, beginnt schon der Übergang zum Frühsommeraspekt. Wir erleben gegenwärtig schon eine richtige Pilzzeit. Spontan habe ich mich heute Mittag zu einem kurzen Besuch in der Parkanlage am Seeblick entschlossen, um zu schauen, was hier schon zu finden ist. Vor allem Kleinarten wie Waldfreund – Rübling, Grünblättriger Schwefelkopf und Helmlinge wuchsen stellenweise reichlich, aber auch Maipilze waren hier vorhanden. Flockenstielige Hexen – Röhrling, Sommersteinpilz und Weißer Anis – Champignon kündigen bereits den Sommer an. Wir können somit auch die Röhrlingssaison 2013 als eröffnet betrachten. Frische Schwefelporlinge gab es zwar auch, aber wesentlich weniger als im letzten Jahr! Das Wetter spielte und spielt in diesem Frühjahr endlich auch mal wieder richtig mit. Wir haben nach wie vor Pilzwetter vom feinsten! Morgen soll eine Warmfront wieder kräftigen Landregen bringen. Es ist laut Niederschlagsprognose bei www.wetter-online.de flächendeckend mit 10 – 20 l/qm, regional auch mit bis zu 40 Litern zu rechnen.

Neben Hexenröhrlingen sind auch die ersten Sommersteinpilze (Boletus reticulatus) erschienen. Es waren insgesamt zwar nur drei Stück, aber der Anfang ist gemacht. Standortfoto 24.05.2013.

Neben Hexenröhrlingen sind auch die ersten Sommersteinpilze (Boletus reticulatus) erschienen. Es waren insgesamt zwar nur drei Stück, aber der Anfang ist getan. Standortfoto 24.05.2013.

Sonnabend, 25. Mai – Heute hat es den ganzen Tag kräftig geregnet und es sind in unserem Einzugsgebiet sicher zwischen 15 und 20 l/qm gefallen. Die Böden sind inzwischen gesätigt und durchtränkt. Ein solider Grundstock, der einige Zeit vorhalten sollte. Ich habe heute und morgen wieder alle Hände voll zu tun, um einen neuerlichen Schwung von ca 20,00 Kilo Maipilze zu verarbeiten, den Irena gestern brachte. Jetzt muss ich aber die Notbremse ziehen, denn es gibt an der Pilzfront allerhand Bewegung und ich muss so schnell wie möglich meine Ausstellungsfläche erweitern. Heute besuchte mich außerdem Andreas Okrent um eine kapitale Dickfuß – Morchel zu fotografieren, die mir vor wenigen Tagen in die Pilzberatung gebracht wurde. Um ein möglichst natürliches Foto zu erhalten, begaben wir uns nach draußen, um den Häuserblock herum, in die Parkanlage Lindengarten. Ich nahm dazu noch einen Flockenstieligen Hexen – Röhrling und einen Sommersteinpilz mit, um diese drei Arten gemeinsam zu fotografieren und um zu dokumentieren, dass es zur ausklingenden Morchelzeit durchaus auch schon Röhrlinge geben kann. Danach fuhren wir noch zum Wismarer Friedhof, um einen Standort des Fahlen Röhrlings aufzusuchen und um ebenfalls noch einige Frühlingsfotos dieses attraktiven Dickröhrlings zu machen. Wir hatten Glück. Es waren tatsächlich schon einige, teils sogar schon überständige Exemplare, vorhanden. Außerdem immer wieder Stadt – Champignons in allen Entwicklungsstadien. Gestern erneuerte ich wieder unsere Pilzausstellung. Es liegen 77 Arten auf der Fläche. Erstmals in diesem Jahr mit dabei: Riesenbecherling, Rosablättriger Helmling, Blasser Pflaumen – Rötling, Nelkenschwindling, Rissiger Ackerling, Pappel – Judasöhrchen, Gilbender Erdritterling, Weißer Anis – Champignon, Flockenstieliger Hexenröhrling, Sommersteinpilz und Schwefelporling.

Der 25. Mai ist für mich persönlicher Stichtag für den Flockenstieligen Hexen - Röhrling (Boletus luridiformis). In weiser Vorausschau, dass es heute den ganzen Tag regnen soll, fuhr ich noch gestern Abend in einen Stadtnahen Buchenwald. Über 10 Flockis konnte ich hier finden!. Standortfoto am 24.05.2013.

Der 25. Mai ist für mich persönlicher Stichtag des Flockenstieligen Hexen - Röhrlings (Boletus luridiformis). In weiser Vorausschau, dass es heute den ganzen Tag regnen soll, fuhr ich schon gestern Abend in einen stadtnahen Buchenwald. Über 10 Flockis konnte ich hier finden!. Wer Standorte dieses ausgezeichneten Speisepilzes unter Eichen oder Buchen hat, sollte diese Stellen unbedingt kontrollieren, zumal hier auch Sommersteinpilze auftauchen können! Standortfoto am 24.05.2013.

Sonntag, 26. Mai – Heute regnete es, ähnlich wie gestern, praktisch den ganzen Tag durch. Nur jeweils abends ließen die Niederschläge nach. Wir haben nun überall deutlich mehr als 20 l/qm bekommen. Eigentlich hatten wir an beiden Wochenendtagen unser traditionelles Maipilzwochende geplant, mußten es aber aufgrund der Baustelle vor unserem Laden absagen. Wir wären mit diesem Vorhaben angesichts des Dauerrregens ohnehin nicht glücklich geworden. Aber trotzdem wurde es, zumindest für mich, irgendwie doch ein Maipilzwochenende, denn an beiden Tagen hatte ich voll zu tun, die Massen an Maipilze zu verarbeiten, die mir Irena kürzlich brachte. Nebenbei bot ich auch welche zum Verkauf an, die Resonanz war allerdings mehr als bescheiden. Nur wenige Leute kauften diese leckeren Saisonpilze. Die Maipilze wurden meist nur bestaunt oder auch mit argwohn betrachtet, ob ihrer Lamellen und dann noch zu einer Jahreszeit, wo es ja sowieso noch keine Pilze geben kann und darf! Nun ja, die Leute sind ebend so und wissen gar nicht, was ihnen leckeres entgeht! Am Nachmittag besuchte mich nochmals Andreas Okrent. Er war im Haushalt Forst und angrenzenden Parkanlagen unterwegs. Er brachte letzte Morcheln und erste Karbol- und Wald Champignons mit. Auch Fahle Röhrlinge, Sommersteinpilze und ein Netzstieliger Hexen – Röhrling waren dabei. Am Abend, nachdem der Regen aufhörte und ich mit meinen Maipilzen endlich fertig war, fuhr ich noch kurz in einen Buchenwald. Ich wollte nach dem vielen Regen die frische Waldluft schnuppern und natürlich auch nach Pilzen schauen. Diese wachsen für Ende Mai schon mehr als reichlich, fast auf Schritt und Tritt kann man ihnen begegnen. Meist sind es Kleinarten wie Waldfreund Rüblinge oder Buchenwald – Wasserfüße. An Stubben giftige Schwefelköpfe, aber auch verschiedenste Schlauchpilze, große Breitblättrige Rüblinge und mehrfach Flockenstielige Hexenröhrlinge. Ein richtiger, erster Schub dieser Edelpilze ist jetzt unter Buchen oder Eichen erschienen.

Flockenstielige Hexen - Röhrlinge an den Hangterrassen des Radebachtals heute Abend. Leider hat die große Feuchtigkeit auch ihre Nachteile. Die Schnecken lieben dieses Wetter und noch viel mehr diese schmackhaften Röhrlinge, zum Ärger der Pilzfreunde. Standortfoto am 26.05.2013.

Flockenstielige Hexen - Röhrlinge (Boletus luridiformis) an den Hangterrassen des Radebachtals heute Abend. Leider hat die große Feuchtigkeit auch ihre Nachteile. Die Schnecken lieben dieses Wetter und noch viel mehr diese schmackhaften Röhrlinge, zum Ärger von uns Pilzfreunden. Standortfoto am 26.05.2013.

Montag, 27. Mai – Heute Abend war ich nochmals kurz im Wald, um Moos zu holen. Die sprunghafte Zunahme des Pilzwachstums und der Artenvielfalt erfordert eine Erweiterung unserer Ausstellungsfläche. Bei der Gelegenheit drehte ich auch eine kleine Info – Runde. Dieses mal im sandigen Kiefern- und Fichtenwald mit eingestreuten Birken. Im Vergleich zu gestern, wo ich im Buchenwald war, gab es hier deutlich weniger Frischpilze. Nur jeweils eine Stelle am Wegesrand mit zahlreichen Hochgerippten Becherlorcheln und zwischen Holzhäcksel mit Mürblingen. – Die Wetterlage bleibt wechselhaft, aber bei uns im Nordosten wird es wieder wärmer mit Schauern und Gewittern. Wir erleben in diesem Jahr eine eigenartige Frühjahrswitterung. Ist es doch sonst bei uns wegen der Nähe zur unterkühlten Ostsee um diese Jahreszeit eher frisch und im Südwesten der Republick meist schon frühsommerlich warm, so ist es in diesem Frühjahr meist umgekehrt. In den letzten Tagen war es zwar auch bei uns sehr kühl, im Südwesten ist dieses aber schon seit längerer Zeit ein Dauerzustand. Bei uns war es meist deutlich wärmer. Und so soll es zunächst auch noch weitergehen. Ein feuchtwarmer Nordosten steht einem feuchtkühlen Südwesten gegenüber. Das sorgt immer wieder für Brisanz in der Wetterküche und wir werden wohl auch weiterhin mit reichlich Regen versorgt werden.

Angesichts des kühlen und regnerischen Wetters der letzte Tage braucht man sich wohl nicht wundern, wenn einem plötzlich schon Herbstpilze über den Weg laufen. Ich staunte gestern Abend jedenfalls nicht schlecht und rieb mir die Augen, als ich plötzlich im Buchenwald eine Herbstlorchel (Helvella crispa) begegnete. Standortfoto im Revier Weiße Krug am 26.05.2013. Essbar.

Angesichts des kühlen und regnerischen Wetters der letzten Tage, braucht man sich wohl nicht wundern, wenn einem plötzlich schon Herbstpilze über den Weg laufen, b.z.w. ich ihnen. Ich staunte gestern Abend jedenfalls nicht schlecht und rieb mir verdutzt die Augen, als ich plötzlich im Buchenwald eine Herbstlorchel vor mir stehen sah. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass es sich hier um die sehr seltene Milchweiße Lorchel (Helvella lactea) handeln könnte!

Dienstag, 28. Mai – Nach freundlichem Start bewölkte es sich im Tagesverlauf zusehends und am Nachmittag überquerte uns ein kleines Regengebiet. Morgen kann es einzelne Schauer oder Gewitter geben! – Nachdem ich gestern Abend noch frisches Moos aus dem Wald geholt habe, legte ich es heute auf unsere erweiterte Ausstellungsfläche. Neben Farne aus dem Wald, habe ich aus dem Gartenmarkt noch andere Grünpflanzen zur auflockernden Dekoration besorgt und am Abend die erste, erweiterte Ausstellung mit den in den letzten Tagen angesammelten Frischpilzen aus dem Kühlschrank aufgebaut. Es liegen nun 92 Arten auf den Flächen. Erstmals in dieser Saison mit dabei: Unförmiger Weichporling, Reihige Tramete, Braune Borstentramete, Eschen – Baumschwamm, Netzstieliger Hexen – Röhrling, Blasse Borstentramete, Fahler Röhrling, Ockerbrauner Dauerporling, Weißes Haarbecherchen, Herbst – Lorchel, Waldfreund – Rübling, Büschelliger Blasssporrübling, Schild – Rötling, Großer Blutchampignon, Stadt – Champignon, Karbol – Champignon, Rehbrauner Dachpilz, Rotbrauner Riesen – Träuschling, Dickfuß – Morchel und Buchenwald – Becherling.

Auch diese beiden Fahlen Röhrlinge (Boletus impolitus), die ich am Sonnabend, dem 25. Mai, mit Andreas Okrent auf dem Wismarer Friedhof fanden und fotografierten, dürfen nun in unserer Ausstellung für 2 € Eintritt bewundert werden.

Auch diese beiden Fahlen Röhrlinge (Boletus impolitus), die ich am Sonnabend, dem 25. Mai, mit Andreas Okrent auf dem Wismarer Friedhof fand und fotografierte, dürfen nun in unserer Ausstellung für 2 € Eintritt bewundert werden.

Mittwoch, 29. Mai – Heute war mein mittwöchentlicher Exkursionstag. Zunächst fuhr ich in die Parkanlage am Seeblick. Jeweils einen Netzstieligen- und Flockenstieligen Hexen – Röhrling, drei Sommersteinpilze, einige Karbol – Champignons und den ersten Mehlpilz der Saison waren hier heute das Wesentliche meiner Inspektion. Überascht hat mich der erste Mehlpilz. So früh habe ich die Art noch nie gefunden! Sollten vieleicht in den nächsten Tagen schon vereinzelt Echte Steinpilze auftauchen? Das wäre absoluter Frührekord! Danach fuhr ich in einen Küstenschutzwald an der Ostsee. Wunderbar frische Weiße Anis – Champignons, einen etwa ein Kilo schweren und ganz festen Riesenbovist, Schwefel-und Schuppige Porlinge sowie viele Maipilze, teils ansehliche Hexenringe waren noch vertreten. Die Qualität ist aber nicht mehr optimal, aber einige schöne zum Ausstellen konnte ich noch sicherstellen. Mein großer Weidenkorb füllte sich schnell und ich fuhr in den „Steinpilz“, um die Ausbeute dem Kühlschrank anzuvertrauen. Am Nachmittag ging es dann in den Buchenwald und hier gab es Flockenstielige Hexenpilze in rekordverdächtigen Mengen. Immer wieder Fotos dieser wunderschönen Art und schnell füllte sich wie nebenbei mein Korb von neuem mit diesen wunderbaren Speisepilzen. Sie werden getrocknet und die Schönsten kommen in die Ausstellung. Wir erleben derzeit unter Buchen einen ausgeprägten Frühlingsschub dieser Dickröhrlinge. – Das Wetter war heute wechselnd wolkig mit einzelnen Schauern und Gewittern.

Stellenweise standen sie sehr zahlreich und teils büschelig, so dass man schon aufpassen mußte um keine zu zertreten. Zur Zeit der mit Abstand häufigste Röhrling. Standortfoto im Forst Farpen am 29.05.2013.

Stellenweise standen die Flockenstieligen Hexen - Röhrlinge (Boletus luridiformis) sehr zahlreich und teils büschelig, so dass man schon aufpassen mußte, um keine zu zertreten. Zur Zeit der mit Abstand häufigste Röhrling. Standortfoto im Forst Farpen am 29.05.2013.

Donnerstag, 30. Mai – Da die Speicherkapazität dieser Rubrik schon wieder erschöpft ist, muss ich an dieser Stelle das Mai – Tagebuch leider schon schließen. Nur soviel, der Mai 2013 kann als guter, pilzreicher Monat in unsere Statistik eingehen und wir hoffen, das der Juni daran anschließen kann.

Inzwischen hat Pilz- und Naturfreund Andreas Okrent auch schon den ersten Rauhfuß - Röhrling des Jahres entdeckt und fotografiert. Es ist ein Birkenpilz (Leccinum scabrum). Bekanntlich ein gesuchter und beliebter Speisepilz, der von Mai bis Anfang November immer unter Birken gefunden werden kann.

Inzwischen hat Pilz- und Naturfreund Andreas Okrent auch schon den ersten Rauhfuß - Röhrling des Jahres entdeckt und fotografiert. Es ist ein Birkenpilz (Leccinum scabrum). Bekanntlich ein gesuchter und beliebter Speisepilz, der von Mai bis Anfang November immer unter Birken gefunden werden kann.

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