Von Flessenow bis Retgendorf

20. April 2013 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Von Flessenow nach Retgendorf

Bei Arilfrischem, aber trortdem recht schönem Wetter wanderten wir heute auf der Suche nach ersten Frühlingspilzen am Ufer des Schweriner Sees entlang von Flessenow bis Retgendorf. Duch den langen Winter hat die Natur aber in diesem Jahr immernoch einen Vegetationsrückstend von mindesten zwei Wochen, somit war auch in punkto Morcheln heute leider noch nichts zu machen.

Bei aprilfrischem, aber trotzdem recht schönem Wetter, wanderten wir heute auf der Suche nach Frühlingspilzen am Ufer des Schweriner Sees entlang von Flessenow bis nach Retgendorf. Durch den langen Winter hat die Natur in diesem Jahr immer noch einen Vegetationsrückstand von mindesten zwei Wochen, somit war auch in punkto Morcheln heute leider noch nichts zu machen. 20.04.2013.

Am Sonnabend, dem 20. April 2013, ludt das Mykologische Informationszentrum der Hansestadt Wismar wieder zu einer geführten Pilzlehrwanderung ein. Treff war um 08.00 Uhr auf dem Parkplatz direkt hinter dem ZOB Wismar, in der Wasserstrasse. Zu den wenigen Wismarer Pilzfreunden gesellte sich auch eine Gruppe Pilzbegeisterter aus dem Raum Bad Doberan. Veronika Weisheit, langjährige Pilzberaterin in Bad Doberan, organisierte diese Tour für ihre Pilzgruppe. Kurz nach 08.00 Uhr fuhren wir von hier aus mit den vorhandenen Autos in Richtung Flessenow, am Schweriner See. Auf dem Parkplatz, am Eingang der dortigen Ferienanlage, erwartete uns schon der Bützower Pilzberater Klaus Warning und ein weiterer Pilzfreund aus Schwerin. Nach dem wir einige Autos zum Endpunkt unserer Tour, nach Retgendorf gefahren haben, starteten wir die Wanderung in unmittelbarer Nähe des Schweriner Sees. Erlenbrüche mit eingestreuten Eschen und sandige Kiefern- und Fichtenwälder boten eigentlich recht viel Abwechslung, aber Frischpilze gab es kaum. Einzig eine kleine Stelle des wunderbaren Österreichischen Prachtbecherlings erfreute uns unter einem Weidengebüsch. Gegen Mittag endete die Tour, eine Route die wir bisher noch niemals für eine unserer Pilzwanderung genutzt hatten. Zu besserer Zeit wird hier sicherlich einiges zu finden sein.

Zunächst versammelten sich alle am Eingang der Ferienanlage, ich reichte meine Unterschriftenliste herum und jeder bezahlte seine 5 Euro Teilnahmegebür. Es dauerte noch einen kleinen Moment bis es schließlich los gehen konnte, da noch einige Autos nach Retgendorf umgesetzt wurden.

Zunächst versammelten sich alle am Eingang der Ferienanlage. Ich reichte meine Unterschriftenliste herum und jeder bezahlte seine 5 Euro Teilnahmegebür. Es dauerte noch einen kleinen Moment, bis es schließlich los gehen konnte, da noch einige Autos nach Retgendorf umgesetzt wurden.

Bei dieser Gelegenheit reichte Klaus noch einige mitgebrachte Pilze herum, so wie diese frischen Warzigen Hirschtrüffeln, die er in den letzten Tagen im Revier Weiße Krug bei Friedrichswalde fand. Aus dem Erdboden herausgwühlt hatten sie Wildschweine, da sie diese Pilze anscheinend gerne fressen, aber es bleiben oft einige übrig, so dass es sich lohnt, durchaus einmal im frisch audgewühlten Waldboden genauer hin zu schauen. Die Pilze sind aber für uns Menschen wertlos, da ungenießbar.

Bei dieser Gelegenheit reichte Klaus noch einige mitgebrachte Pilze herum, so wie diese frischen Warzigen Hirschtrüffeln (Elaphomyces granulatus), die er in den letzten Tagen im Revier Weiße Krug bei Friedrichswalde fand. Aus dem Erdboden herausgwühlt hatten sie Wildschweine, da sie diese Pilze gerne fressen, aber es bleiben oftmals einige übrig, so dass es sich durchaus lohnt im frisch aufgewühlten Waldboden unter Kiefern und Fichten nach solchen Hypogäeen Ausschau zu halten. Die Pilze sind aber für uns Menschen wertlos, da ungenießbar.

Beeindruckend war auch dieser mächtige Schiefe Schillerporling (Inonotus obliquus) an einer alten, umgestürtzten Birke. Dieses schwarzverkohlte Gebilde wird von vielen gar nicht als Pilzfruchtkörper erkannt. Eine hohen Bekanntheitsgrad hat der Pilz allerdings in Osteuropa, insbesondere in Russland, da er dort unter der Bezeichnung Tschaga" als beliebter Heilpilz gilt. Standortfoto.

Beeindruckend war auch dieser mächtige Schiefe Schillerporling (Inonotus obliquus) an einer alten, umgestürtzten Birke. Dieses schwarzverkohlte Gebilde wird von vielen gar nicht als Pilz erkannt. Einen hohen Bekanntheitsgrad besitzt er allerdings in Osteuropa, insbesondere in Russland, da er dort unter der Bezeichnung Chaga als beliebter Heilpilz gilt.

Aber nicht nur solch monströse Pilzfruchtkörper begeisterten heute, nein auch wintig kleine Orangefarbene Brennesselbecherlinge und Zugespitzte Kugelpilze von vorjährigen Brennnesselstengel sorgten für erstaunen. Da ist eine Lupe doch sehr praktisch um diesen Winzlingen optisch etwas näher zu kommen.

Aber nicht nur solch monströse Pilzfruchtkörper begeisterten heute, nein, auch winzig kleine Orangefarbene Brennnesselbecherlinge und Zugespitzte Kugelpilze an vorjährigen Brennnesselstengeln sorgten für Erstaunen. Da ist eine Lupe doch sehr praktisch um diesen Winzlingen optisch etwas näher zu kommen. Ganz rechts sehen wir die Bad Doberaner Pilzberaterin Veronika Weisheit, die sich heute mit ihren Pilzleuten der Wismarer Wanderung anschloss.

Aber nicht nur Pilze fanden heute unsere Beachtung. Am Strand einer Badestelle fanden sich verschiedene Muschelarten. Zum Glück hatten wir heute einen Experten dafür dabei. Diplom Biologe Volker Miske war nun voll in seinem Element und konnte uns mit wahrer Begeisterung einige Arten erläutern.

Aber nicht nur Pilze fanden heute unsere Beachtung. Am Strand einer Badestelle fanden sich verschiedene Muschelarten. Zum Glück hatten wir heute einen Experten dafür dabei. Diplom Biologe Volker Miske (rechts) war nun voll in seinem Element und konnte uns mit wahrer Begeisterung die gefundenen Arten erläutern.

Während Volker Miske uns noch Wissenswertes zu den Muscheln vermittelte, rief uns eine laute und begeistete Stimme aus einem nahen Weidenbeüsch zu sich. Es war Klaus Warning, der wieder eine neue Stelle des Österreichischen Prachtbecherlings (Sarcoscypha austriaca) entdeckt hatte. Der pilzkundliche Höhepunkt unserer heutigen Wanderung!

Während Volker Miske uns noch Wissenswertes zu den Muscheln vermittelte, rief uns eine laute und begeisterte Stimme aus einem nahen Weidengebüsch zu sich. Es war Klaus Warning, der hier wieder eine neue Stelle des Österreichischen Kelchbecherlings (Sarcoscypha austriaca) entdeckt hatte. Der pilzkundliche Höhepunkt unserer heutigen Wanderung!

Diese wunderschönen Becherlinge konnte sich auch Volker Miske nicht entgehen lassen und fotografierte sie am Standort, denn wer bei Prof. Dr. Hanns Kreisel an der Ernst - Moritz Arndt Universität Greifswald studiert hat, kommt zumindest an derart attraktiven Pilzen kaum vorbei.

Diese wunderschönen Becherlinge konnte sich auch Volker Miske nicht entgehen lassen und fotografierte sie am Standort, denn wer bei Prof. Dr. Hanns Kreisel an der Ernst - Moritz Arndt Universität Greifswald studiert hat, kommt zumindest an derart attraktiven Pilzen kaum vorbei.

In Retgendorf versammelten sich wie üblich nochmals alle zu unserem obligatorischen Gruppenfoto. Leider haben sich einige Pilzfreunde etwas sehr versteckt, so dass sie hier leider nur zu erahnen sind. 10.04.2013.

In Retgendorf versammelten sich alle zu unserem obligatorischen Gruppenfoto, mit dem Schweriner See im Hintergrund. Leider haben sich einige Pilzfreunde etwas sehr versteckt, so dass sie hier nur zu erahnen sind. Schade! 20.04.2013.

Wann geht es wieder in die Pilze? – Siehe unter Termine, gleich zu Beginn unseres Info – Corners!