Im Glashäger Quellental

07. April 2012 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung

Durch das Glashäger Quellental

Idyllisch gelegen in einem teils tief eingschnittenen Bachtal entpsringt die Glashäger Quelle. Wanderwege führen durch dieses naturbelassene Bachtal bei Bad Doberan.

Idyllisch gelegen in einem tief eingeschnittenen Bachtal entspringt die Glashäger Quelle. Wanderwege führen durch dieses naturbelassene Gebiet bei Bad Doberan. 07.04.2012.

Zur 1. Pilzlehrwanderung des Jahres unter dem Motto „Unsere Großpilze im Vorfrühling“ ludt der „Steinpilz – Wismar“ Pilz- und Naturbegeisterte am Karsamstag, dem 07. April 2012, ganz herzlich ein. Treff war um 09.00 Uhr auf dem Parkplatz direkt hinter dem Busbahnhof (ZOB – Wasserstrasse). Nach dem langen Winter starteten wir heute bei allerdings spätwinterlich kaltem Wetter mit Schnee und Graupel zu unseren alljährlichen und traditionellen Pilzwanderungen. Diese gibt es von Wismar aus seit über sechs Jahrzenten in Folge. Von April bis November, also die gesamte Pilzsaison über, geht es in der Regel im 14 – tägigen Rhythmus in die unterschiedlichsten Wälder und Landschaften im Nordwesten Mecklenburgs. Treff zu diesen öffentlichen Wanderungen ist immer am ZOB Wismar, in der Wasserstrasse. Von hier aus starten wir mit den vorhandenen Autos in die jeweiligen Zielgebiete. Es können Fahrgemeinschaften gebildet werden und auch wer nicht motorisiert am Treffpunkt erscheint, findet in der Regel eine Mitfahrgelegenheit. Regelmäßige Teilnahme an unseren Pilzwanderungen in den kommenden acht Monaten garantiert das Kennenlernen der unterschiedlichen Wachstumsaspekte eines Pilzjahres. Es können somit die für die jeweilige Jahreszeit typischen Vertreter in ihrer natürlichen Umgebung studiert werden. Sowohl Speisepilze als auch ihre giftigen Doppelgänger gibt es nahezu ganzjährig. Genau wie die vielen weniger wertvollen und nicht schmackhaften, also ungenießbaren Vertreter dieses überaus interessanten Natureichs, die alle eine wichtige, biologische Aufgabe im Haushalt der Natur zu erfüllen haben. Mit etwas Glück springt neben vielem Wissenswerten sogar noch eine schmackhafte Pilzmahlzeit heraus. Um diese Jahreszeit erwacht das Leben überall um uns herum. Gerade Bachtäler sind jetzt besonders reizvoll und auch für Pilzfreunde von besonderem Interesse. Hier tauchen im Frühling gerne einige der besten Speisepilze, wie Morcheln und Maipilze, auf. Anfang April ist es allerdings in unseren Breiten für die Morcheln meist noch etwas zu früh, aber Anemonen – Becherlinge, Frühlingsmürblinge und erste Stockschwämmchen können den Pilzwanderer um diese Zeit durchaus schon erfreuen. So stand heute eine Wanderung durch das Glashäger Quellental zwischen Hof Glashagen und Hohenfelde, bei Bad Doberan, auf dem Programm. Aus der Glashäger Quelle kommt das berühmte Mineralwasser, dass in kaum einem Getränkemarkt unserer Region und weit darüber hinaus fehlen darf. Auf unserer Internetseite www.steinpilz-wismar.de finden Sie alle feststehenden Termine für das laufende Jahr. Individuell können ab mindestens fünf Personen zusätzliche Pilzwanderungen vereinbahrt werden.

In Hof Glashagen ging es los. Hier beginnt der Wanderweg in das Glashäger Quellental.

In Hof Glashagen ging es los. Hier beginnt der Wanderweg in das Glashäger Quellental.

Um diese Jahreszeit kommen natürlich vor allem diejenigen Pilzfreunde auf ihre Kosten, die sich auch für Wildkräuter interessieren und sich in der Materie gut auskennen.

Um diese Jahreszeit kommen natürlich vor allem die jenigen Pilzfreunde auf ihre Kosten, die sich auch für Wildkräuter interessieren und sich in der Materie gut auskennen, so wie hier Irena Dombrowa und Dorothe Meissner.

Und Jonas interessiert sich schon seit einigen, wenigen Jahren mehr für Steine als für Pilze. Dieses werden doch keine Steineichen sein? Nein, aber sie haben einen großen Feldstein in ihre Mitte genommen.

Und Jonas interessiert sich schon seit einigen, wenigen Jahren, mehr für Steine als für Pilze. Dieses werden doch keine Steineichen sein? Nein, aber sie haben einen großen Feldstein in ihre Mitte genommen, also irgendwie doch Steineichen.

Nun aber hinuter in das Glashäger Quellental, nachdem wir die Hof Glashägener Parkanlage hinter uns gelassen haben.

Zwischen sanften Hügeln geht es nun aber hinunter in das Quellental, nachdem wir die Hof Glashägener Parkanlage hinter uns gelassen haben.

Gemütlich plätschert der Glashäger Bach vor sich hin und an seinen Ufern ist der Frühling voll erwacht. Anemonen, Pestwurz und viele Aronstäbe erwachen neben vielen anderen Kräutern aus ihrem Winterschlaf. Ein klassisches Morchelparadies obendrein, aber dafür ist es noch zwei Wochen zu früh!.

Gemütlich plätschert der Glashäger Bach vor sich hin und an seinen Ufern ist der Frühling voll ausgebrochen. Anemonen, Pestwurz, Leberblümchen und viele Aronstäbe erwachen neben zahlreichen anderen Kräutern aus ihrem Winterschlaf. Ein klassisches Morchelparadies obendrein, aber dafür ist es noch zwei Wochen zu früh!.

Dafür war es heute die Wanderung der Gallertpilze, die durch das überwiegend feuchte Wetter der letzten Tage wieder zum Leben erwacht werden. Hier sehen wir in trauter Eintracht mit Flechten den Goldgelben Zitterling (Tremella mesenterica)

Dafür war es heute die Wanderung der Gallertpilze, die durch das überwiegend feuchte Wetter der letzten Tage wieder zum Leben erwacht sind. Hier sehen wir in trauter Eintracht mit Flechten den Goldgelben Zitterling (Tremella mesenterica).

Der Tempel des Glashäger Quellentals. 1906 ließ der damalige Besitzer des Gutes Glashagen die zahlreichen Quellen untersuchen und es stellte sich heraus, dass es sich um ein vorzügliches Mineralwasser handelt.

Der Tempel des Glashäger Quellentals. 1906 ließ der damalige Besitzer des Gutes Glashagen die zahlreichen Quellen untersuchen und es stellte sich heraus, dass es sich um ein vorzügliches Mineralwasser handelt.

Seit 1906 als vorzügliches Mineralwasser bekannt, wurde es ab 1908 auch als solches genutzt und seit 1910 vom kaiserlichen Patentamt geschützt.

Seit 1906 als vorzügliches Mineralwasser bekannt, wurde es ab 1908 auch als solches genutzt und ab 1910 vom kaiserlichen Patentamt geschützt.

An vielen Holundersträuchern luden Judasohren zum Sammeln ein. Da sie auch Chinesische Morcheln genannt werden, war es heute also eine Morchelwanderung der etwas anderen Art. Auch sie gehören zu den Gallertpilzen und dürfen in der asiatischen Küche nicht fehlen.

An vielen Holundersträuchern luden Judasohren (Hirneola auricula - judae) zum Sammeln ein. Da sie auch Chinesische Morcheln genannt werden, war es heute eine Morchelwanderung der etwas anderen Art. Auch sie gehören zu den Gallertpilzen und dürfen in der asiatischen Küche nicht fehlen.

Diese dekorativen Schmetterlingstrameten sind für die Küche weniger geegnet, bieten aber ein vorzügliches Fotomotiv.

Diese dekorativen Schmetterlings - Trameten sind für die Küche weniger geeignet, bieten aber ein vorzügliches Fotomotiv.

Aber es gab auch richtige Pilze, dass heist in typischer Form mit Hut und Stiel. Der Frühlings - Mürbling (Psathyrella spadiceogrisea) kann als Suppenpilz Verwendung finden.

Aber es gab auch richtige Pilze, dass heißt, in typischer Form mit Hut und Stiel. Der Frühlings - Mürbling (Psathyrella spadiceogrisea) kann als Suppenpilz Verwendung finden.

Unterdessen war Jonas schon fleißig und hat sich nach der Faszination der Steine wieder den Pilzen zugewandt und eine Dose voll Judasohren gesammelt.

Unterdessen war Jonas schon fleißig und hat sich nach der Faszination der Steine wieder den Pilzen zugewandt und eine Dose voll Judasohren gesammelt.

Der Bovistähnliche Schleimpilz (Reticularia lycoperdon) ist besonders im April häufig an Laubholz zu beobachten. Zunächst weißlich, kissenförmig mit butterweicher, schleimiger Innenmasse, löst er sich bei Sporenreife zu schwarzbraunem Pulver auf und die papierähnliche Außenhaut platzt ab.

Der Bovistähnliche Schleimpilz (Reticularia lycoperdon) ist besonders im April häufig an Laubholz zu beobachten. Zunächst weißlich, kissenförmig, mit butterweicher, schleimiger Innenmasse, löst er sich bei Sporenreife zu schwarzbraunem Pulver auf und die papierähnliche Außenhaut platzt schollig ab.

 Rustikale Richtungspfeile weisen den richtigen Weg durch das Quellental.

Rustikale Richtungspfeile weisen den richtigen Weg durch das Quellental.

Dieses Hinweisschild macht auf einige zu beachtende Besonderheiten des Flächennaturdenkmals Glashäger Quellntal hin.

Dieses Hinweisschild macht auf einige zu beachtende Besonderheiten des Flächennaturdenkmals Glashäger Quellental aufmerksam.

Und hier noch ein wenig Schleichwerbung für das vorzügliche Mineralwasser aus der Glashäger Quelle.

Und hier noch ein wenig Schleichwerbung für das vorzügliche Mineralwasser aus der Glashäger Quelle.

Etwas durchgefroren, aber dennoch bester Laune präsentieren sich 10 Pilzfreunde unserer heutigen Saisoneröffnungswanderng zum obligatorischen Abschlußfoto. Eigentlich waren wir heute 11, aber ein Pilzfreund aus Bad Kleinen verabschiedete sich etwas früher von uns. 07.04.2012.

Etwas durchgefroren, aber dennoch bester Laune, präsentieren sich die 10 Pilzfreunde unserer heutigen Saisoneröffnungswanderung zum obligatorischen Abschlußfoto. Eigentlich waren wir 11 Leute, aber ein Pilzfreund aus Bad Kleinen verabschiedete sich schon etwas früher von uns. 07.04.2012.

Regionalinfo`s auch unter: www.bad-doberan.de und www.quellental-mv.de

Wann ist die nächste Wanderung? – Siehe unter Termine!