Tagebuch Juli 2016/1

Wetter und Pilze im Raum Nordwestmecklenburg

Tagebuch Wetter/Pilze Juli 2016/1

Schwarzhütiger Steinpilz (Boletus aereus) gestern im Schweriner Schloßgarten von Andreas Okrent gefunden und fotografiert. Allerdings mit seinem Handy, daher nicht in der von ihm sonst gewohnten Qualität, aber dennoch schön.

Schwarzhütiger Steinpilz (Boletus aereus) gestern im Schweriner Schloßgarten von Andreas Okrent gefunden und fotografiert. Allerdings mit seinem Handy, daher nicht in der von ihm sonst gewohnten Qualität, aber dennoch schön.

Freitag, 01. Juli – Wie im Juni schon angedeutet, dürfen wir einem äußerst interessanten Sommeraspekt entgegen blicken, der heute beginnt und bis Mitte August andauert. Nach vielen Sommersteinpilzen ab Anfang Juni, schlichen sich auch schon die ersten Raritäten ein. Nun scheint es allmählich ernst zu werden. Glattstielige Hexen – Röhrlinge und erste Wurzelnde Bitter – Röhrlinge wurden schon im Juni gefunden und selbst der erste Bronze – Röhrling, siehe Bild oben, ist nun auch schon erschienen. Die Anzeichen auf einen guten Pilzsommer verdichten sich zusehends. Raritäten – Jäger Andreas Okrent war gestern u. a. in Parkanlagen unterwegs und hier geht derzeit stellenweise schon die Post ab. Viele Sommersteinpilze, die teils von den Spaziergängern herausgerißen werden, Karbol – Champignons, Schirmpilze, Täublinge und auch Pfifferlinge, stellenweise so dicht, dass man kaum treten kann. So beispielsweise im Schweriner Raum, der hat in der letzten Zeit öfters ergiebige Starkregenfälle abbekommen und die Parkanlagen haben im Sommer den Wäldern gegenüber ohnehin vieles voraus. In diesen wird es aber spätestens in einer Woche auch wieder besser werden, allerdings sind die Parkanlagen im Sommer kaum zu schlagen. – Beim Wetter stehen die Zeichen auch weiterhin auf unbeständig und glaubt man der Tendenz für die nächsten zwei Wochen, dürfte in unserer Region kaum ein Tag vergehen, an dem es bei gemäßigten Temperaturen nicht mehr oder weniger oft regnet. Dabei besteht allerdings auch die Gefahr, dass die Wachstumsschübe beispielsweise der beliebten Sommersteinpilze längerfristig abflachen und auch das allgemeine Pilzaufkommen zwar insgesamt vielseitiger und reichhaltiger werden dürfte, aber alles wohl eher ausgeglichener und nicht übertrieben. Meine Arbeitszeit: 12.00 – 21.00 Uhr.

Eine große Rarität bei uns in Mecklenburg ist auch dieser junge Harzige Lackporling (Ganoderma resinosum), den ich am 28.06.2016 im Wismarer Stadtgebiet am Fuße einer Eichen fofografierte. Hier erscheint er schon seit Jahren immer wieder. Die Eiche selber ist noch relatin Jung, ist dreistämmig verzwegt und der vierte Sproß wurde vor Jahen abgesägt und genau hier erscheinen immer die Fruchtkörper.

Eine große Rarität bei uns in Mecklenburg ist auch dieser junge Harzige Lackporling (Ganoderma resinaceum), den ich am 28.06.2016 im Wismarer Stadtgebiet am Fuße einer Eiche fofografierte. Hier erscheint er schon seit Jahren immer wieder. Die Eiche selber ist noch relativ jung, dreistämmig verzweigt und der vierte Sproß wurde vor längerer Zeit abgesägt und genau hier erscheinen die Fruchtkörper.

Sonnabend, 02. Juli – Gegen Mittag, nach dem Regen, stattete ich kurz der Parkanlage am Seeblick einen Besuch ab. Hier traf ich auch Vereinsmitglied und Lorchelfreund Christian Ehmke, der für unseren Raritätenjäger Andreas Okrent nach dem Glattstieligen Hexen – Röhrling Ausschau hielt und natürlich auch noch die Böschung zum Strand hinunter nach möglichen Lorcheln absuchen wollte. Von einem jungen Glattstieligen haben die Schnecken nicht mehr viel übrig gelassen. Ansonsten einige junge Flockenstielige Hexen – Röhrlinge, nicht mehr so schöne Netzstielige Hexen Röhrlinge und wenige Sommersteinpilze. Ein kapitales, aber noch recht festes Exemplar war schon von Spaziergängern herausgerißen und wieder weg geworfen worden. Ich nahm ihn für unsere Ausstellung mit. Er wog 550 g! Ansonsten vor allem Frauen – Täublinge in nennenswerten Mengen und einige weitere Vertreter der Gattung. Perlpilze gab es kaum noch. Im laufe der kommenden Woche und darüber hinaus wird es hier aber richtig losgehen und die Anlage wird bunt aufblühen und stellenweise wird man vor Pilzen kaum treten können. Allen voran Täublinge. – Eine Kaltfront brachte heute wieder eine flächendeckende Überregnung und am Nachmittag und Abend folgten noch kräftige Schauer und Gewitter. Diese werden uns auch morgen begleiten. Örtlich sind kräftige Entwicklungen in der hochreichend kalten Luft mit 10 – 20 l/qm möglich! Heute etwa 9 Stunden im Dienst.

Der Top - Fund und neu nicht nur für diesen Meßtischblattquandranten, sonder überhaupt für Mecklenburg ist dieser kleine, fleischige Blätterpilz mit ritterlingshabitus und starkem Mehlgeruch, der mir gleich beim Aufnehmen in die Nase kroch, ist der Gemeine Weißritterling (Tricholomella constricta). Warum dieser Pilz, der früher in der Gattung der Schönköpfe geführt wurde, den Titel gemein führt ist mir nicht ganz klar. Auf der Verbreitungskarte der DGfM erscheint er in ganz Deutschland als selten oder zumindest zerstreut. Der Pilz soll auf das vorhanden sein von Harnstoff angewiesen seinund dieses ist in städtischen Parkanlagen reichlich gegeben. Toller Fund und eine Art mehr in meiner Kartei und in meinem Kopf. Über das Foto nicht sehr schöne Foto möge man angesichts der offensichtlichen Seltenheit der Art hinwegsehen.

Der Top - Fund und neu, nicht nur für diesen Meßtischblattquandranten 2034/4, sondern überhaupt für Mecklenburg, ist dieser kleine, fleischige Blätterpilz mit Ritterlingshabitus und starkem Mehlgeruch, der mir gleich beim Aufnehmen in die Nase kroch. Der Gemeine Weißritterling (Tricholomella constricta). Warum dieser Pilz, der früher in der Gattung der Schönköpfe beheimatet war, den Titel "gemein" führt, ist mir nicht ganz klar. Auf der Verbreitungskarte der DGfM erscheint er in ganz Deutschland als ziemlich selten oder zumindest zerstreut. Der Pilz soll auf das vorhanden sein von Harnstoff angewiesen sein, und dieser Umstand ist in städtischen Parkanlagen reichlich gegeben. Toller Fund und eine Art mehr in meiner Kartei und in meinem Kopf. Über das schlechte Foto möge man angesichts der Seltenheit der Art hinwegsehen.

Sonntag, 03. Juli – Heute fuhr ich zunächst nach Schwerin und stattete den Parkanlagen rund um dem Schweriner Schloßgarten einen Besuch ab. Als ich ankam, waren bereits Leute beim Sammeln, was mich aber nicht weiter störte, suchen diese doch nur nach Speisepilzen. Mich interessierte das allgemeine Pilzaufkommen. Es gab reichlich verschiedene Täublinge, Perlpilze und ihre giftigen Doppelgänger, die Pantherpilze. Die meisten Pfifferlinge waren nun weggesammelt und auch Sommersteinpilze fand ich nur drei Stück. Flocken- und Netzstielige Hexen – Röhrlinge in allen Alterstadien. Diese guten Speisepilze werden offensichtlich von den meisten Pilzsuchern weiterhin verschmäht. Danach fuhr ich über Crivitz in Richtung Demen. Hier suchte ich einen Eichen/Birkenwald auf, in dem es Pfifferlinge, Steinpilze und Rotkappen gibt. Außer Scheidenstreiflinge, einige Speisetäublinge sowie ganz wenigen Pfifferlingen nichts weiter. Dann fing es an zu grummeln und ich mußte in Demen vor dem aufziehenden Gewitter schutz suchen. Im Anschluß fuhr ich über Schönlage nach Keez. In Schönlage machte ich kurz in der dortigen Parkanlage halt, denn nach meiner Berechnung müßten hier nun an meiner Zeigerstelle frische Anis – Champignons schieben, die in der Regel knapp eine Woche vor dem nächsten Röhrlingsschub, sozusagen als Overtüre, erscheinen. Schon von weitem leuchteten mir die teils großen, geschlossenen, weißen und kugeligen Hüte dieser guten Speisepilze entgegen. Im Dienste der Sache heute etwa 8 Stunden aktiv.

Die Rosa - Koralle (Ramaria subbotrytis) ist hier seit vielen Jahren standortreu. Der sehr seltene Korallenpilz ist schwach giftig und muss unbedingt geschont werden, insbesondere seine Vorkommensareale. Standortfoto im Schweriner Schloßgarten am 03.07.2016.

Die Rosa - Koralle (Ramaria subbotrytis) ist dem Park am Schweriner Schloßgarten seit vielen Jahren standortstreu. Der sehr seltene Korallenpilz ist schwach giftig und muss unbedingt geschont werden, insbesondere seine Vorkommensareale. Standortfoto 03.07.2016.

Montag, 04. Juli – Das Wetter bleibt weiterhin sehr wechselhaft. Morgen und vor allem am Mittwoch wird uns Sturmtief Karin ordentlich durchpußten. Morgen vor allem mit kräftigen Schauern und Gewittern, am Mittwoch sogar mit schwerem Sturm! Mal schauen, es ist ja mein Exkursionstag, ob es für eine Waldtour nicht zu gefährlich wird. Auch im weiteren Verlauf werden uns immer mal kräftige Gewitterschauer beehren, wobei der Temperaturtrend wieder nach oben zeigt. In punkto Feuchtigkeit gibt es nun keine Probleme mehr und wir dürfen auf ein gesteigertes Pilzaufkommen ab Richtung Wochenende rechnen. Aber auch was uns derzeit geboten wird, vor allem in den Parkanlagen, kann sich schon sehen lassen. In den meisten Wäldern sieht es zwar noch recht bescheiden aus, aber auch hier dürfte Besserung in Sicht sein. Der Aufwärtstrend ist auch an meiner Pilzausstellung ablesbar. Heute Abend liegen nun 111 Arten auf den Flächen und die momentan zur Verfügung stehende Ausstellungsfläche ist somit gut ausgelastet. Zum ersten mal in diesem Jahr mit dabei sind folgende Arten: Tauben – Täubling, Sonnen – Täubling, Stink – Täubling, Milder Wachstäubling, Mehlpilz, Gemeiner Weißritterling, Lilastieliger Rißpilz, Seidiger Rißpilz, Küchen – Schwindling, Rosablättriger Egerlingsschirmpilz, Menthol – Schwarztäubling, Mandel – Täubling, Dotter – Täubling und Duftender Täubling. Meine Arbeitszeit: 09.00 – 20.00 Uhr.

Fette Weiße Anis - Champignons (Agaricus arvensis) gestern im Park in Schönlage. Schon der große mit seinen 220 g wäre eine kleine Mahlzeit für sich. In kürze werden aber leider auch seine giftigen Verwechslunspartner, die Karbol - Champignons in großen Kolonien auftauchen.

Fette Weiße Anis - Champignons (Agaricus arvensis) gestern im Park in Schönlage. Schon der Große mit seinen 220 g wäre eine kleine Mahlzeit für sich. In kürze werden aber leider auch wieder seine giftigen Verwechslunspartner, die Karbol - Champignons, in großen Kolonien auftauchen.

Dienstag, 05. Juli – Unwettertief Renate ist seit heute Nachmittag bereits kräftig am wirbeln. Dabei waren wir heute noch auf der warmen Seite. Seit dem Mittag zogen und ziehen immer wieder teils heftige Schauer und Gewitter durch, die teils mit hohen Blitzraten und Windboen ein her gehen. In Schleswig – Holstein gab es höchstwahrscheinlich bei einem starken Gewitter sogar einen Tornado! In der Nacht und morgen erreicht uns dann das Starkwindfeld von Renate und wird für einen Sommersturm sorgen. Im Winter wäre dieser Sturm kaum der Rede wert, jetzt im Sommer bieten die Bäume durch ihre Belaubung weit mehr angriffsfläche und es können viel schneller große Äste abbrechen oder ganze Bäume umkippen. Deshalb könnte es morgen mit einem Waldbesuch etwas ungünstig werden. Mal schauen, ob ich es trotzdem riskieren kann. Heute besuchten auch Pilzfreunde aus der Schweiz unsere Ausstellung und waren neben Naturfreunden aus Dänemark und England, die ebenfalls herein schauten, absolut begeistert. Immerhin ist die Ausstellung gerade besonders sehenswert, da voll bestückt. Die Schweizer Pilzfreunde berichteten von einem bisher guten Pilzjahr in ihrem Heimatland. Ich denke, dass bekommen wir bei uns auch hin, denn bisher war es ja auch schon nicht gerade schlecht. Meine Arbeitszeit: 12.00 – 21.20 Uhr.

Dieses schöne Foto sandte mir heute unser Lorchelfreund Christian Ehmke zu. Es zeigt eine Gruppe von Hasenpfoten (Coprinopsis lagopus). Außerdem hat er nochmals an seinem Juni - Fundort des seltenen Nadelholz - Röhrlings nachgeschaut und es entwickeln sich tatsächlich zwei neue Fruchtkörper.

Dieses schöne Foto sandte mir heute unser Lorchelfreund Christian Ehmke zu. Es zeigt eine Gruppe von Hasenpfoten (Coprinopsis lagopus). Außerdem hat er nochmals an seinem Juni - Fundort des seltenen Nadelholz - Röhrlings nachgeschaut und es entwickeln sich tatsächlich zwei neue Fruchtkörper.

Mittwoch, 06. Juli – Exkursionstag. Trotz des stürmischen Wetters bin ich heute zu meiner Kartierungsexkursion aufgebrochen. Der Meßtischblattquadrant 2133/3 stand auf dem Programm. Ziel war der südliche Bereich der Wotenitzer Tannen sowie der Ort selber, in direkter Nähe der Mecklenburgischen Kleinstadt Grevesmühlen. Sandige Nadelwälder, überwiegend mit Kiefern bestanden, aber auch Fichten und Douglasien. Besonders an den Rändern auch immer wieder Eichen. Hier die Artenliste: Eichen – Spaltlippe, Brennender Rübling, Waldfreund – Rübling, Zugespitzter Kugelpilz, Riesenschirmpilz, Nelkenschwindling, Bleigrauer Bovist, Wiesen – Staubbecher, Halbkugeliger Ackerling, Weißer Anis – Champignon, Sommersteinpilz, Olivgelber Rißpilz, Pantherpilz, Duftender Täubling, Schmetterlingstramete, Bovistähnlicher Schleimpilz, Papagei – Täubling, Heftelnabeling, Lilablättriger Mürbling, Blaugrauer Täubling, Falscher Rotfußröhrling, Dickschaliger Kartoffel – Hartbovist, Gedrungener Champignon, Perlpilz, Rotfüßchen und Geriefter Weichtäubling. Noch teils geschlossene Riesenschirmpilze und Anis – Champignons gaben auch hier ihre Hinweise auf den beginnenden Wachstumsschub, der direkt im Ort Wotenitz dann auch bestätigt wurde. Unter Eichen auf einer weniger als 2 Quadratmeter kleinen Fläche schoben an die 30 Sommersteinpilze! Ich konnte wirklich kaum im Gras treten, gleich beim ersten Schritt, hatte ich schon einen breit gelatscht. Geht es nach dieser Stelle, so steht uns ab sofort wieder ein richtig heftiger Schub von Sommersteinpilzen bevor. Insbesondere an den Stellen, die beim Juni – Schub nur wenige oder gar keine Pilze hervorbrachten. Meine Dienstzeit: 10.45 – 21.00 Uhr.

Teilweise rasenartig und büschelig schoben sich die Sommersteinpilze aus dem sandigen Boden. Fest und madenfrei, wie mann sich es sich wünscht. Standortfoto am 06.07.2016 in Wotenitz.

Teilweise rasenartig und büschelig schoben sich die Sommersteinpilze (Boletus reticulatus) aus dem sandigen Boden. Knackig und kaum madig. Standortfoto am 06.07.2016 in Wotenitz.

Donnerstag, 07. Juli – Der Sturm ist abgezogen und heute war ein entspannterer Tag, bevor morgen wieder neue Schauer und Gewitter aufziehen sollen. Das Wetter spielt also weiterhin mit, so dass sich der nun beginnende, neuerliche Wachstumschub von Sommerpilzen, allen voran der beliebten Sommersteinpilze, gut entfalten kann. Nach dem ich gestern diesbezüglich schon eine kleine Oase entdeckte, mehren sich die Anzeichen auch in anderen Regionen unseres Einzugsgebietes. So teilte mir Pilzfreundin Angelika Boniakowski mit, dass sie im Sternberger Seenland an einer moosigen Stelle junge Sommersteinpilze entdeckt hätte. Auch Andreas Herchenbach hat im Raum Bad Kleinen junge Exemplare gesichtet. Los geht es aber zunächst meist an offeneren Stellen und in den geschlossenen Wäldern etwas später. Andreas Okrent war heute auch unterwegs und konnte im Haushalt Forst ein reichliches Vorkommen der selteneren Sattel – Lorcheln entdecken. Heute habe ich unsere Ausstellung erneuert. Es liegen 91 Arten auf den Flächen. Zum ersten mal in diesem Jahr zu sehen: Geriefter Weichtäubling, Camenbert – Täubling, Wolliger Scheidling, Gedrungener Champignon, Falscher Rotfuß – Röhrling, Riesenschirmpilz und Blaugrauer Täubling. Meine Arbeitszeit: 09.00 – 22.00 Uhr.

Wenn die großen Riesenschirmpilze oder Parasole in Gruppen an lichten Waldrändern auftauchen, signalisieren sie oft sich gleichzeitg das einzestzen eines Röhrlingsschubes. Für Irena war es seit jeher das Zeichen, das die Steinpilze wieder verstärkt kommen. Aber auch diese kaum verwechselbaren Pilzriesen sind sehr schmackhafte Speisepilze, jedenfalls ihre Hüte, die in aufgeschirmter Form gleich am Stück gebraten werden können. Standortfoto am 06.07.2016 bei Wotenitz.

Wenn die großen Riesenschirmpilze oder Parasole (Macrolepiota procera) in Gruppen an lichten Waldrändern auftauchen, signalisieren sie oft das Einsetzen eines neuen Pilzschubes. Für unsere Pilzfreundin Irena Dombrowa war es seit jeher ein Zeichen, dass die Steinpilze wieder im kommen sind. Aber auch diese kaum verwechselbaren Pilzriesen sind sehr schmackhafte Gesellen und finden in der Gourmet - Küche Verwendung, jedenfalls ihre Hüte, die in aufgeschirmter Form gleich am Stück gebraten werden können. Standortfoto am 06.07.2016 bei Wotenitz.

Freitag, 08. Juli – Da morgen wieder eine öffentliche Pilzwanderung auf dem Programm steht, fuhr ich heute noch kurz zum Zielgebiet bei Tarnow/Boitin. Es galt zu klären, wo wir am besten unsere Autos abstellen können. Für Interessenten, die morgen mitkommen möchten, es gilt alles so wie in der Wegbeschreibung in der Ankündigung unter „Termine“ angegeben. Bei dieser Gelegenheit schaute ich auch gleich an einigen Sommersteinpilz – Plätzen vorbei, die mehr oder weniger auf dem Weg lagen. Es waren zwar nicht alle Plätze besetzt, aber der neue Wachstumsschub ist auch im Sternberger Seenland und  in der Nossentiner/Schwintzer Heide angekommen. Bis dort hin fuhr ich, obwohl ich nicht sehr viel Zeit hatte. Am Nachmittag mußte ich ja wieder den „Steinpilz“ öffnen. Aber von Tarnow aus ist es bis dorthin auch nicht mehr sonderlich weit. Während die jungen Steinpilze beispielsweise im Buchenwald des Sternberger Seenlandes keinen guten Stand hatten, weil ihnen die Schnecken stark zusetzten, standen in der trocken sandigen Schwintzer Heide unter Eichen Sommersteinpilze wie aus dem Bilderbuch. Im Vorteil ist jedoch, wer weiß, an welchen Stellen er schauen muss, denn im großen und ganzen bieten viele Wälder zur Zeit nicht viel. Trocken war es heute nur Anfangs, schnell zog am Nachmittag verbreitet schauerartigen Regen auf, der recht kräftig war. Meine Arbeitszeit: 09.45 Uhr – 21.00 Uhr.

Sommersteinpilze (Boletus reticulatus) heute in der Schwintzer Heide. Wir finden sie von Mai - September, selten noch im Oktober unter Eichen und Buchen punktuell recht zahlreich. Bei entsrechender Witterung gibt es von Mai - September mehrere Wachstumsschübe in unterschiedlicher Intensität.

Sommersteinpilze (Boletus reticulatus) heute in der Schwintzer Heide. Wir finden sie von Mai - September, selten noch im Oktober, unter Eichen und Buchen, punktuell recht zahlreich. Bei entsprechender Witterung gibt es von Mai - September mehrere Wachstumsschübe in unterschiedlicher Intensität.

Sonnabend, 09. Juli – Heute fand wie geplant eine weitere Pilzwanderung statt. Sie führte durch den Staatsforst Tarnow mit dem berühmten Boitiner Steintanz, einer alten, germanischen Kultstätte. Das Gebiet beherbergt einen der größten, zusammenhängenden Rotbuchenbestände Mecklenburg – Vorpommerns. Eine alte Pilzsucher – Weisheit lautet: „Unter Buchen sollst du suchen“. Das taten wir heute auch ausgiebig, konnten aber kaum in befriedigender weise fündig werden. Siehe unter „Zum Boitiner Steintanz“. Irena hat unterdessen einen ganzen Korb voller junger Sommersteinpilze geholt. Sie wuchsen unter Eichen und werden getrocknet oder eingefroren. Meine Arbeitszeit: 08.00 – 01.00 Uhr.

Der neuerliche Wachstumsschub von Sommersteinpilzen ist auch in der Hansestadt Hamburg angekommen. Neben jungen Steinpilzen fand unser Tagenuchleser aus Hamburg auch ganze Teppiche von Pfifferlingen, mitten in der Großstadt!

Der neuerliche Wachstumsschub von Sommersteinpilzen ist übrigens auch in der Hansestadt Hamburg angekommen. Neben jungen Steinpilzen fand unser Tagebuchleser Mathias Arndt aus Hamburg auch ganze Teppiche von Pfifferlingen, mitten in der Großstadt!

Sonntag, 10. Juli – Ein äußerst erfolgreicher Pilztag liegt hinter mir. Ich war heute in Weberin zu 14.00 Uhr mit Mitgliedern einer Hundesportschule aus Schwerin zu einer individuellen Pilzwanderung verabredet. Im Vorfeld, auf der Fahrt dorthin, hielt ich noch an eingigen intersannten Plätzen an, um Pilze zum Zeigen und Erläutern einzusammeln. Verschiedene Täublinge waren dabei. Einige Bauchpilze, junge Riesenschirmpilze, Anis – und Karbol – Champignons, Perlpilze und der Pantherpilz als giftiger Doppelgänger, Sommersteinpilze und das wichtigste überhaupt, die ersten Grünen Knollenblätterpilze. Diese gefährlichste Giftpilzart sollte jeder Sammler sicher kennen und bestimmen können, was leider in der Realität meist ganz anders aussieht. Nachdem ich die Pilze vorgestellt hatte, brachen wir in ein sandiges Laub – und Nadelwaldgebiet bei Weberin auf. Die umfangreichen Wälder gehörten früher zum Staatsforst Turloff, heute zum Naturpark Sternberger Seenland. Auf unserer Wanderung streiften wir auch durch ein in unseren Breiten vom Aussterben bedrohtes Waldstück mit jungen Fichten, das noch nicht durchgeforstet war. Fichten werden neuerdings leider kaum noch aufgeforstet, an deren Stelle pflanzt man meist Douglasien. So durften wir heute im sauer – sandigen Fichtenjungwald gelbe Teppiche von ganz frischen Pfifferlingen bewundern und einsammeln. Dabei mußten wir uns vorsehen, um nicht die noch winzigen Fichtensteinpilze zu zertreten, die gerade ihre noch weißen Köpfchen aus der Nadelstreu und aus den Moospolstern schoben. Sie stehen am Beginn ihres ersten Wachstumschubes in diesem Jahr. Auch unter Buchen entdeckten wir junge Echte Steinpilze. Nachdem die Wanderung absolviert war, suchte ich gezielt noch einige Sommersteinpilz – Standorte auf b. z. w. entdeckte auch neue. Dabei hatte ich maximale Erfolge. Meine Sammelbehältnisse quollen über! Der neuerliche Sommersteinpilz – Schub hat seinen Höhepunkt erreicht, diesesmal auf den Sanderflächen, die beim Juni Schub nicht viele Pilze hervorbrachten. Ab der kommenden Woche starten die Fichten – Steinpilze sowohl unter Fichten, wie auch unter Buchen durch! Meine Arbeitszeit: 10.00 – 01.30 Uhr.

Die Trockner werden nun wieder zwei Tage auf Hochtouren laufen. Sommersteinpilze vom feinsten und an den trockenen Eichkannten waren sie auch meist vom Schneckenfras verschont. 10.07.2016.

Die Trockner werden nun wieder zwei Tage auf Hochtouren laufen. Sommersteinpilze vom feinsten und an den trockenen Eichenkannten waren sie auch meist vom Schneckenfras verschont. 10.07.2016.

Montag, 11. Juli – In der vergangenen Nacht streiften einige Gewitter in Küsten – Nähe an M-V entlang. Nennenswerte Niederschläge waren für uns aber nicht dabei. Schauer und vereinzelte Gewitter kann es auch in den nächsten Tagen geben. Der Sommer bleibt wechselhaft und ein stabiles Hoch sehen die Metereologen auch weiterhin nicht. Gut für uns, pech für die Sonnenanbeter. – Heute habe ich unsere Ausstellung erneuert. Es liegen aktuell 108 Arten auf den Flächen. Das erste mal in diesem Jahr dabei: Dünnschaliger Kartoffelbovist, Wässriger Milchling, Rotbrauner Milchling, Birken – Speitäubling, Dauerporling, Buckel – Täubling, Ziegenlippe, Blutroter Hautkopf, Olivgelber Rißpilz, Ästchen – Schwindling, Wurzelnder Champignon, Grüner Knollenblätterpilz, Blutroter Röhrling, Samtfuß – Krempling, Mausgrauer Scheidling, Grauer Scheidenstreifling, Verblassender Täubling, Glanz – Täubling und Kurzstieliger Leder – Täubling. Meine Arbeitszeit: 09.00 – 01.00 Uhr.

Dieses Foto sandte mir Torsten Richter vom Pilzverein Heinrich Sternberg Rehna e.V. zu. Torsten ist nicht nur der Vorsitzende des einzigen Pilzvereins Mecklenburg - Vorpommerns, sondern auch Lehrer in der dortigen Schule. Hier sehen wir drei seiner Schülerinen der Klasse 7 a mit prächtigen Dickröhrlingen aus dem Stadtgebiet. Anna - Sophie, Birte und Milena (von links) präsentieren uns Wurzelnde Bitter - Röhrlinge und Netzstielige Hexen - Röhrlinge.

Dieses Foto sandte mir Torsten Richter vom Pilzverein Heinrich Sternberg Rehna e.V. zu. Torsten ist nicht nur der Vorsitzende des einzigen Pilzvereins Mecklenburg - Vorpommerns, sondern auch Lehrer an der dortigen Schule. Hier sehen wir drei seiner Schülerinnen der Klasse 7 a mit prächtigen Dickröhrlingen aus dem Stadtgebiet. Anna - Sophie, Birte und Milena (von links) präsentieren uns Wurzelnde Bitter - Röhrlinge und Netzstielige Hexenpilze.

Dienstag, 12. Juli – Anläßlich unseres heutigen Treffens der Pilzfreunde, aber auch wegen unserer Ausstellung, bin ich am Vormittag im Wismarer Seeblickpark unterwegs gewesen. Mein Interesse galt hauptsächlich den Täublingen, die auch zahlreich vertreten waren. Das Thema des Vereinsabends lautete „Pilzbestimmungen mit Hilfe chemischer Farbreaktionen“. Dazu eignen sich Täublinge ganz besonders. Da wir heute auch eine freie Mitarbeiterin des NDR dabei hatten, wird ein kleiner Beitrag am Sonnabend zwischen 12.00 und 12.15 Uhr auf NDR 1 – Radio MV zu hören sein. Außer Täublinge wuchsen im Park noch reichlich frische Perlpilze, giftige Karbol – Champignons und unter Eichen Weißstielige Rötlinge sowie einige Milchlinge. Röhrlinge waren bis auf wenige junge Sommersteinpilze kaum vorhanden. – Das Wetter soll auch mittelfristig zumindest leicht unbeständig bleiben und gelegentlich können weiterhin Schauer und Gewitter auftreten. So gab es heute örtlich, wie auch in Wismar, kurze aber heftige Gewittergüsse. In der nächsten Woche soll es dazu auch wieder etwas wärmer werden. Meine Arbeitszeit: 10.30 Uhr – 01.15 Uhr.

Der Eichen begleitende Weißstielige Rötling (Entoloma lividoalbum) ähnelt sehr dem essbaren Schildrötling, den wir im Mai und Juni unter Rosengewächsen finden. Leider wird diese Art als giftig oder zumindest giftverdächtig eingestuft. Speiseversuchen mit diesem Rötling sollen aber keine negativen Folgen gehabt haben. Standortfoto am 12.07.2016 im Wismarer Seeblickpark.

Der Eichen begleitende Weißstielige Rötling (Entoloma lividoalbum) ähnelt sehr dem essbaren Schildrötling, den wir im Mai und Juni unter Rosengewächsen finden. Leider wird diese Art als giftig oder zumindest giftverdächtig eingestuft. Speiseversuche mit diesem Rötling sollen aber keine negativen Folgen gehabt haben. Karin Montag schrieb nach Selbstversuch essbar und schmackhaft, rät aber auch wegen der allgemeinen Einstuffung als Giftpilz vom Verzehr ab. Stark giftig ist hingegen der in Mecklenburg sehr seltene Riesen - Rötling. Standortfoto am 12.07.2016 im Wismarer Seeblickpark.

Mittwoch, 13. Juli – Ich fuhr heute mit meinem Kartierungsprogramm fort. Da sich aber ein umfangreicherer Gewittercluster über Westmecklenburg nur langsam in Richtung Nordosten bewegte, regnete es am Nachmittag zeitweise kräftig, so dass ich erst recht spät in den Wald kam. Dafür nutzte ich die Zeit um einen kleinen Rückblick auf die individuelle Pilzwanderung von Sonntag zu werfen. Siehe unter „Mensch und Hund auf Pilzsuche“. Als es dann endlich aufhörte zu regen (in Schwerin waren es 11 Liter, in Boltenhagen immerhin 16 l/qm) fuhr ich in Richtung Tressow. Der Gutspark um Schloss Tressow (ehemaliger Sitz der Adelsfamilie von der Schulenburg) mit angrenzendem Wald war mein heutiges Kartierungsgebiet. Laub- und Nadelwälder auf Grundmoräne sowie Park mit Linden und anderen Gehölzen. Hier die Artenliste zu MTB 2133/4: Buckel – Tramete, Löwengelber Porling, Angebrannter Rauchporling, Himbeeroter Schleimpilz, Runzliger Schichtpilz, Halbresupinater Weichporling, Schmetterlingstramete, Herber Saftporling, Rotfüßchen, Brennender Rübling, Knopfstieliger Rübling, Waldfreund – Rübling, Gemeine Stinkmorchel, Halsband – Schwindling, Dünnschaliger Kartoffelbovist, Weißer Anis – Champignon, Wiesen – Staubbecher, Dickschaliger Kartoffelbovist, Papagei – Täubling, Stadt – Champignon, Schwefelporling, Eichenwirrling und Netzstieliger Hexen – Röhrling. Wie immer angegeben in der Reihenfolge, wie ich die Pilzarten fand und aufschrieb. Meine Arbeitszeit: 11.00 – 22.30 Uhr.

Bei einem kleinen Twischenstopp im Beidendorfer Wald fand und fotografierte ich diese Stinstäublinge (Lycoperdon foetidum) im Fichtenwald. Nicht empfehlenswert für die Küche. Standortfoto am 13.07.2016.

Bei einem kleinen Zwischenstopp im Beidendorfer Wald fand und fotografierte ich diese Stinkstäublinge (Lycoperdon foetidum) im Fichtenwald. Nicht empfehlenswert für die Küche. Standortfoto am 13.07.2016.

Donnerstag, 14. Juli – Wie sieht es aus, wachsen schon Pilze? Diese Frage bekomme ich derzeit öfters gestellt. Natürlich wachsen schon Pilze! Seit April ist Saison und auch im Winter wachsen sie natürlich, so lautet meine Antwort sinngemäß meistens. Aktuell gibt es besonders viele Pilze in Parkanlagen, Alleen und generell in offeneren Landschaften. In den gehaltvolleren Wäldern Mecklenburgs tut es sich noch schwer, aber auf den leichteren Sandböden wird die Artenvielfalt allmählich größer. Bleibt der Sommer feucht, sind hier in den nächsten Wochen gut Pfifferlinge zu finden. In unseren aufgeforsteten Kiestagebauen gab es gerade wieder reichlich Körnchen – Röhrlinge und es kommen nun auch endlich einige Birkenpilze und Rotkappen. Sommersteinpilze gibt es ja schon seit Ende Mai ständig, wobei zwei recht üppige Wachstumschübe in der ersten Juni – Dekade und dieser Tage stattfanden. Dazu gesellen sich nun auch die Echten Steinpilze. Eine Frage am Telefon betraf das Wachstum von Maronen. Ich habe noch keine gesichtet, bleibt es nass und vor allem kühl, könnten sie auch im Hochsommer schon zahlreicher auftauchen. Champignons sind dafür schon länger vertreten und werden uns auch weiterhin begleiten. Frische Riesenboviste wurden mir am Dienstag gebracht. Heute habe ich unsere Ausstellung erneuert. Es liegen genau 100 Arten auf den Flächen. Das erste mal in diesem Jahr dabei: Stink – Stäubling, Süßlicher Milchling, Eichen – Filzröhrling, Fleischroter Lacktrichterling, Knopfstieliger Rübling, Dichtblättriger Täubling, Langstieliger Pfeffermilchling, Großer Camenbert – Täubling, Olivbrauner Heringstäubling, Buchen – Heringstäubling und Weinroter Heringstäubling. Meine Arbeitszeit: 09.00 – 22.00 Uhr.

Dieses Foto habe ich am Dienstag im Wismarer Seeblickpark aufgenommen. Hier wuchsen gerade viele frische Perlpilze (Amanita muscaria) dazwischen aber auch einzelne Pantherpilze (Amanita pantherina), die beiden linken Exemplare. Der Giftpilz besitz weiße Flocken auf dem Hut, der Perlpilz grauen. Sie können bei beiden auch fehlen. Der Pantherpilz ist am Hutrand gerieft, der Perlpilz auf der Manschette. Das Fleisch des Panthers ist durchgängig weiß, beim Perlpilz rötete es. Der Giftpilz besitzt an der Knolle einen deutlichen Wulst, der Perlpilz ohne diesem.

Dieses Foto habe ich am Dienstag im Wismarer Seeblickpark aufgenommen. Hier wuchsen gerade viele frische Perlpilze (Amanita rubescens), dazwischen aber auch einzelne Pantherpilze (Amanita pantherina), die beiden linken Exemplare. Der Giftpilz besitzt weiße Flocken auf dem Hut, der Perlpilz graue. Sie können bei beiden auch fehlen. Der Pantherpilz ist am Hutrand gerieft, der Perlpilz auf der Manschette. Das Fleisch des Panthers ist durchgängig weiß, beim Perlpilz rötet es. Der Giftpilz besitzt an der Knolle einen deutlichen Wulst, der Perlpilz hat eine einfache, zwiebelförmige Knolle.

Freitag, 15. Juli – Kaum sind die ersten Grünen Knollenblätterpilze der Saison erschienen, gibt es auch schon einen Vergiftungsfall mit dieser tödlichen Art! Pilzberater Alexander Glomb vom Rehnaer Pilzverein teilte mir dieses heute mit. Ein dreißigjähriger Rumäne hätte gegen 09.00 Uhr Pilze gegessen und sei abends gegen 18.00 Uhr mit Gastrointestinalen Symptomen (Magen – Darm) in`s Krankenhaus gekommen. Sowohl makroskopisch, wie auch mikroskopisch, konnten Grüne Knollenblätterpilze in den Putzresten b. z. w. im erbrochenem, nachgewiesen werden. Eine Verlegung in eine Universitätsklinik wurde erforderlich. Ausgang ungewiss, wie Alexander Glomb mitteilt. Er selber hatte gerade ein Massenvorkommen dieser gefährlichsten Giftpilzart entdeckt und so etwas wie eine Vorahnung verspürt. Auch ich habe in den letzten Tagen an verschiedenen Stellen, auch im Wismarer Stadtgebiet, Grüne Knollenblätterpilze beobachten und für meine Ausstellung mitnehmen können. Es geht also früh los in diesem Jahr. In der letzten Saison 2015 gab es zahreiche Intoxikationen mit diesen „Mördern“ in Deutschland, leider auch mit Todesfolge!  – Heute bin ich kurz nach Althof bei Bad Doberan gefahren, um zu klären, wo wir unsere Autos am kommenden Sonntag parken können. Im Anschluss besuchte ich den aufgeforsteten Kiestagebau bei Perniek. Überständige Körnchen – Röhrlinge in Massen, auch einige Butterpilze und alte Birkenpilze, eine junge Espen – Rotkappe und ansonsten Rißpilze, Täublinge und einige andere Arten. Der Bützower Pilzberater Klaus Waring war heute im Kaarzer Holz unterwegs und konnte viele Sommersteinpilze, einige frische Espen – Rotkappen und auch eine Handvoll Pfifferlinge finden. Natürlich auch weit mehr, die Artenvielfalt auf diesen sandigen Revieren wird nun doch schon beachtlich. Andreas Herchenbach hat außerdem den ersten Maronen – Röhrling entdeckt. Wenn es wettertechnisch so weiter geht, schleichen wir uns ganz langsam aber sicher in die Hochsaison hinein. Allerdings stehen uns vom 23. Juli bis zum 23. August noch die Hundstage in`s Haus. Hitze und Trockenheit können durchaus noch ein Thema werden! Meine Arbeitszeit: 10.30 – 21.15 Uhr.

Hier ein aktuelles Foto von Alexander Glomb. Es zeigt zwei junge Fruchtkörper des Grünen Knollenblätterpilzes (Amanita phalloides). Das sie keineswegs immer grün außsehen müssen, verdeutlicht das rechte Exemplar. Ganz jung sind sie von einer Eihülle umschloßen und können mit Bobisten verwechselt werden. Bei der Streckung, wie auf dem Foto, wird diese durchbrochen und der schöne Fruchtkörper beginnt sich zu entfalten. Der Geruch ist süßlich honigartig und der Geschmack soll sehr angenehm sein. Wir finden die Pilze von Ende Juni bis Anfang November unter Eichen, Buchen, Fichten und auch Linden! Tödlich giftig!!!

Hier ein aktuelles Foto von Alexander Glomb. Es zeigt zwei junge Fruchtkörper des Grünen Knollenblätterpilzes (Amanita phalloides). Das sie keineswegs immer grün außsehen müssen, verdeutlicht das rechte Exemplar (Verwechslungsgefahr mit Champignons!). Ganz jung sind sie von einer Eihülle umschloßen und können mit Bovisten verwechselt werden. Bei der Streckung, wie auf dem Foto, wird diese durchbrochen und der schöne Fruchtkörper beginnt sich zu entfalten. Der Geruch ist süßlich honigartig und der Geschmack soll sehr angenehm sein. Wir finden die Pilze von Ende Juni bis Anfang November unter Eichen, Buchen, Fichten und auch Linden! Tödlich giftig!!!

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