03. – 05. Mai 2024 – Pilzseminar in Mecklenburg
Ein Pilzwochenende in Mecklenburg
Frühlingsseminar im Klützer Winkel
Von Freitag, dem 03. 05. – bis Sonntag, dem 05. 05. 2024.
Kostenpunkt: 80,00 € Seminargebühr + Kosten für Unterkunft und Verpflegung.
Lange habe ich überlegt, wo in diesem Jahr unser Frühlingsseminar stattfinden könnte und begab mich auf die Suche nach geeigneten Objekten, in denen wir möglicherweise einkehren können. Die Wahl fiel schließlich auf das Jugendgästehaus Neusehland – Alte Schule in Welzin, ganz im Nordwesten von Mecklenburg. Im Klützer Winkel und unweit vom Ostseestrand. Auch unmittelbar in Reichweite des größten Waldgebietes dieser Region, dem Lenorenwald. Besonders interessant im Hinblick auf Frühlingspilze sind die teils bewaldeten Küstenstreifen an der Lübecker- und Mecklenburger Bucht. Schon vor einigen Jahren waren wir hier mehrfach und durchaus erfolgreich unterwegs. Teils in Form von öffentlichen Lehrwanderungen, aber auch im Zuge eines unserer Frühlingsseminare. Leider war es für Klassiker wie die beliebten Morcheln schon etwas zu spät, da die Natur in diesem Frühjahr schon sehr weit voraus war.
Das Programm
- Freitag, der 03. Mai ab etwa 14.00 Uhr Theorie und im Anschluss eine kleine Abendexkursion. Danach gemütliches Beisammensein mit Bestimmung mitgebrachter und gefundener Pilze sowie Festlegung der morgigen Exkursionsziele.

Über unseren Köpfen brodelt es gewaltig und fernes Donnergrollen signalisierte uns, doch lieber dem Dach der Alten Schule zuzustreben.
- Sonnabend, 04. Mai – Nach dem Frühstück Aufbruch zu Exkursionen. Abends gemütliches Beisammensein mit weiteren Bestimmungen und Vorstellungen unserer Pilzfunde.

Die Maipilze (Calocybe gambosa) waren durch die trockene Ostwindlage zuvor reichlich welk und wurden durch den Regen wieder aufgefrischt.

Und auch der erste Flockenstielige Hexen – Röhrling (Boletus luridiformis) des Jahres geht auf Egon sein Konto.

Michael hat aus einem Waldtümpel einen Stock mit Getigerten Sägeblättlingen (Lentinus tigrinus) gefischt.

Ein Voreilender Ackerling (Agrocybe praecox) mit seinen charakteristischen Myzelfasern an der Steilbasis.

Und noch einmal ein Buchenwald – Wasserfuß. Er besiedelt kleine Buchenästchen, die auf dem Waldboden liegen.

Auf der Unterseite eines vorjährigen Birken – Zungenporlings hat sich hier der Birkenporling – Kissenpustelpilz (Hypocrea pulvinata) angesiedelt.

Noch stehende Eschen am Waldrand, aber für Morcheln ist es leider schon etwas zu spät in diesem Jahr.

Der Holzkohlenpilz (Daldinia concentrica) besiedelt das Holz der Esche und ist im Klützer Winkel keine Seltenheit.

Wir erreichen den Waldrand und schlagen uns durch eine Feldhecke wieder in Richtung Kühlenstein durch.

Nach einer Pause im Steinbecker Hofladen mit Kaffee und Kuchen starteten wir noch zu einer Kurzexkursion am Küstensaum der Ostsee entlang.

Sehr wahrscheinlich handelt es sich, so wie hier, um den Halbkugeligen Ackerling (Agrocybe semiorbicularis).

Die Pusteblume signalisiert uns, dass die Morchel – Zeit ihrem Ende entgegen geht bzw. schon gegangen ist.

Es waren Braune Raslinge (Lyophyllum fumosum). Gute Speisepilze, die wir eher in den Herbst verorten würden.
- Sonntag, der 05. Mai – Nach dem Frühstück Räumung unserer Quartiere und Aufbruch zur obligatorischen Abschlussexkursion.

Ein toller Fund an Laubholz. Der Schönfarbige Porenschwamm (Junghunia nitida). Auf der Unterseite von totem Laubholz. Soll bei gezielter suche nicht so selten sein.

Pilzfreund Egon aus Berlin ist wie immer zünftig gekleidet. Er hatte auch an mich gedacht und mir ebenfalls ein entsprechendes Kleidungsstück geschenkt. Dafür an dieser Stelle noch ein ganz herzliches Dankeschön!
Wann startet unser nächstes „Pilzwochenende in Mecklenburg“? – Siehe unter Termine!







































































