Pilztagebuch August 2012/1

Wetter und Pilzwachstum im Nordwesten Mecklenburgs

Tagebuch Wetter/Pilze August 2012/1

Die ersten Riesen - Porlinge (Meripilus giganteus) sind da. So wie hier, bilden sie oftmals riesige, rosetenartige Fruchtkörper um alte Baumstümpfe herum. Meist von Buche oder Eiche. Sind die Fruchtkörper noch zart und saftig, können sie gegessen werden. Sie ververbend sich aber schwarz, was wenig appetitlich aussieht. Standortfoto am 01.08.2012.

Die ersten Riesen - Porlinge (Meripilus giganteus) sind da. So wie hier, bilden sie oftmals mächtige, rosettenartige Fruchtkörper um alte Baumstümpfe herum. Meist von Buche oder Eiche. Sind die Fruchtkörper noch zart und saftig, können sie gegessen werden. Sie verfärben sich aber schwarz, was wenig appetitlich aussieht. Standortfoto am 01.08.2012 im Bernitter Holz.

Mittwoch, 01. August – Gestern hat mich Pilzfreundin Angelika Boniakowski angerufen und mir mitgeteilt, dass der Wald „tot“ sei. Kaum noch etwas zu finden! Ich hatte am Wochenende allerdings schon einen positiveren Eindruck, denn es wuchs, zumindest stellenweise, schon so einiges, insbesondere recht viele Täubling. Heute unternahm ich eine Info – Tour durch verschiedene Wälder und kann dem nur beipflichten. Am Wochenende sah es wirklich schon besser aus, jetzt hat es wieder nachgelassen. Die Regenereignisse in unseren Breiten reichen anscheinend immer nur für ein kurzes, zartes Aufflackern und nach wenigen Tagen kommt schon wieder der Einbruch. Uns fehlen nach wie vor grundsteinlegende Starkniederschläge. Trotzdem wird es alles in allem weiter bergauf gehen, auch wegen der bereits fortgeschritten Jahreszeit. Das Wetter spielt im großen und ganzen weiterhin recht gut mit. Auch wenn, wie erwähnt, immer noch eine wirkliche Initialzündung bei uns ausgeblieben ist. In den nächsten Tagen soll es warm und gewittrig weitergehen. Ansich richtiges Pilzwetter. Unsere Vereinsfreundin Ingrid Rieck schrieb mir heute z. B. in einer E -Mail, dass es an der mecklenburgischen Seenplatte viele Pilze geben soll. Die haben allerdings in den zurückliegenden Wochen auch öfters Starkregenereignisse gehabt. Auch in Vorpommern dürfte es schon besser aussehen!

Diesen kapitalen Dickhölzling habe ich gestern in der Trechower Holzung bei Bützow fotografiert. Er war Bestandteil einer märchenhaften Sitz- und Raststätte Mitten in diesem interessanten Wald. Sicher werden wir irgendwann auch mit unserer Wandertruppe hier Halt zur Rast machen. Übrigens macht sich bereits der Rotrandige Baumschwamm, wie unschwer zu erkennen ist, an ihm zu schaffen.

Diesen kapitalen Dickhölzling habe ich gestern in der Trechower Holzung bei Bützow fotografiert. Er war Bestandteil einer märchenhaften Sitz- und Raststätte Mitten in diesem interessanten Wald. Sicher werden wir irgendwann auch mit unserer Wandertruppe hier Halt zur Rast machen. Übrigens macht sich bereits der Rotrandige Baumschwamm, wie unschwer zu erkennen ist, an ihm zu schaffen.

Donnerstag, 02. August – Heute Nachmittag rief mich Pilzexperte und Extremkartierer Benno Westphal an und protestierte, dass ich im Tagebuch geschrieben hätte, dass es im Wald schon besser geworden wäre. Er war vom Haushalt Forst heute sehr enttäuscht und hätte auf Grund meiner Prophezeihung mehr erwartet. Vieleicht hatte er noch nicht meine letzten Einträge gelesen, denn vom Haushalt Forst war ich am Sonntag auch enttäuscht. Bei unseren Raritäten – Jägern macht sich allmählich Unruhe breit. Sie wollen endlich seltene und tolle Arten finden, aber die guten Wälder sind meistenteils immer noch pilzarm. Nur punktuell und regional gibt es kurzzeitig mal mehr Pilze. Grund sind die weiterhin sehr unterschiedlich verteilten Niederschläge. Sie lassen nur sporadisch Fruchtkörper sprießen und dann noch jeweils in verschiedenen Wäldern in teils unterschiedlichen Zyklen, je nach dem, wo gerade die Starkregenschauer vor Tagen oder Wochen besonders ergiebig waren. Auch heute zogen stellenweise wieder kräftige Gewittergüsse über einige unserer Pilzregionen. Insbesondere von Wismar aus Richtung Süden. Dabei wurden auch unsere Exkursionsgebiete des morgen beginnenden „Pilzwochenendes in Mecklenburg“ voll getroffen. Sie werden zunächst aber höchstens bewirken, dass sich bereits vorentwicklelte Fruchtkörperanlagen im Boden, bei dem schwülwarmen Wetter zügiger und besser entfalten können.

Am Dienstag wurden mir von zwei unterschiedlichen und weit auseinander liegenden Stellen Wurzelnde Bitter - Röhrlinge (Boletus radicans) in der Pilzberatung vorgelegt.

Am Dienstag wurden mir von zwei unterschiedlichen und weit auseinander liegenden Standorten Wurzelnde Bitter - Röhrlinge (Boletus radicans) in die Pilzberatung gebracht. Es gibt also zur Zeit auch einige, teils seltene Röhrlinge.

Freitag, 03. August – An diesem Wochenende läuft bei uns in Keez wieder ein „Pilzwochenende in Mecklenburg“. Leider haben wir dieses mal unser Wochenend – Seminar nicht voll bekommen. Wir hatten nur 4, statt mindesten 5 Teilnehmermeldungen, davon sind heute sogar zwei wieder abgesprungen. Da nun aber zwei weitere Leute aus Schleswig – Holstein angereist waren und sich auf dem Campingplatz am Roten See eingemietet haben, führen wir unser geplantes Pilzwochenende in abgespeckter Form, also ohne eine theoretische Einführung in die Pilzkunde, trotzdem durch. Diesbezüglich starteten wir heute zu einer ersten Exkursion durch das Deichelseegebiet bei Brüel. Das Pilzaufkommen war erwartungsgemäß sehr bescheiden, aber es konnten trotzdem einige mehr oder weniger interessante Arten gefunden und besprochen werden. Allem voran einige Täublinge.

Auch dieses zarte und filigrane Gebilde war mit dabei. Es ist keine Blüte, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte, sondern der Hut des hübschen Gold - Mistpilzes (Bolbitius vitellinus). Der Pilz reagirte umgehend auf den gestrigen, starken Gewitteregen und ist praktisch übernacht gewachsen.

Auch dieses zarte und filigrane Gebilde war mit dabei. Es ist keine Blüte, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte, sondern der Hut des hübschen Gold - Mistpilzes (Bolbitius vitellinus). Der Pilz reagierte umgehend auf den gestrigen Gewitteregen, der übrigens im Warnowbogen zwischen Gädebehn und Crivitz sehr ergiebig war, und ist praktisch übernacht gewachsen.

Sonnabend, 04. August – Im Rahmen unseres Mini – Pilzwochenendes habe ich heute mit Pilzfreunden, die aus Schleswig Holstein zu uns gereist waren, eine größere Exkursion vom Waldschlößchen bis Augustenhof unternommen. Zunächst ging es durch sandig – saure Nadelwälder und im Anschluß durch das Warnow – Durchbruchstal bei Gädebehn. Das Pilzaufkommen war für Anfang August auch hier mehr als bescheiden. Insbesondere fanden wir Kleinarten aus verschiedenen Gattungen wie z. B. den Rüblingen, Rißpilzen, Trompetenschnitzlingen, Kahlköpfen, Schwindlingen, Helmlingen, Mehlschirmlingen u.s.w.. Aber auch eine Mahlzeit Pfifferlinge und einen wunderschönen Schwefelporling konnten wir als Krönung von unserer Exkursion mit nach Keez bringen. Die Pfifferlinge wurden von Irena umgehend zubereitet und zusammen mit Fleisch und Kartoffeln zum Abendbrot serviert. Das im großen und ganzen schöne Sommerwetter wurde zeit- und gebietsweise von teils kräftigen Schauern und Gewittern unterbrochen. Örtlich gab es sehr heftige Entwicklungen. Nachdem uns am Nachmittag ein eher moderates Gewitter im Wald bei Gädebehn überaschte und wir uns in einer Wanderhütte unterstellen konnten, gab es am frühen Abend im Raum Brüel/Crivitz/Sternberg ein extrem starkes Gewitter mit sintflutartigem Regen und Hagelschlag. Schlammlavienen ergossen sich samt Hagelmassen auf einigen Strassenabschnitten und Bäume wurden teilweise entlaubt. Noch Stunden nach dem Gewitter dampften die Felder, Wiesen und Strassenränder b.z.w bildete sich dichter Bodennebel über den immernoch liegenden, bis zu 20 cm dicken Hagelfeldern. Ganze Äcker wurden in Schlamm und Eiswüsten verwandelt. Auf den Strassen konnte ich mit meinem Kleinraftroller teilweise nur Schrittempo fahren, weil Schlamm, Laub, kleine Äste und körniges Eis die Strassen zu unberechenbaren Rutschbahnen verwandelten. Und das immerhin noch drei Stunden nach dem Unwetter. Bei diesem Gewitter sind in der genannten Region innerhalb von nur wenigen Minuten bis zu 20 Liter pro qm vom Himmel gestürzt! Auch in den nächsten Tagen soll es weitere, teils kräftige Gewitter geben. Besonders für Montag sind nochmals hohe Regensummer vorhergesagt. Die Region um den Schweriner See, insbesondere auch zwischen Schwerin, Crivitz und Sternberg hat seit Donnerstag allgemein mindestens um 20 Liter, örtlich sicher auch erheblich mehr bekommen. Die Niederschläge haben hier wirklich durchschlagenden Erfolg gehabt und sollten in 10 bis 14 Tagen deutlich was bewirken. Wir dürfen hoffen!

Schlamm und Eismassen noch drei Stunden nach dem Gewitter bei Sagsdorf fotografiert. So sah es teilweise auch auf den Strassen aus. Winterliche Impressionen mitten im Hochsommer.

Schlamm und Eismassen noch drei Stunden nach dem Gewitter bei Sagsdorf fotografiert. So sah es teilweise auch auf den Strassen aus. Winterliche Impressionen mitten im Hochsommer.

Sonntag, 05. August – Da unsere Gäste aus Schleswig Holstein ihr Zelt wegen des Unwetters bereits gestern Abend zusammenpakten und die Heimreise antraten, weil alles komplett durchnässt war, stand heute Jonas im Mittelpunkt und konnte bestimmen, was heute passieren sollte. Er plädierte für einen Ausflug nach Schwerin. Wir unternahmen eine Stadtrundfahrt mit dem Doppelstockbus und erfuhren viel interessantes und wissenswertes über die historische Altstadt und dem ehemals großherrzoglichen Märchenschloss am Schweriner See, in dem heute das Landesparlament sein Platz gefunden hat. Bei der Gelegenheit schauten wir uns auch kurz unter den alten Bäumen des Schloßparks um und konnten noch einige Pilze für unsere Dauerausstellung organisieren. Vom Wetter her hatte es sich heute beruhigt und nur am Vormittag regnete es mitunter ein wenig. Im laufe der Nacht und morgen soll die Schauer- und Gewitterneigung wieder deutlich zunehmen und für Regennachschub sorgen.

Diese seltenen Schwarzanlaufenden Täublinge (Russula albonigra) begeisterten mich heute von den wenigen Arten, die wir im Schloßpark fanden, am allermeisten. Im Gegensatz zum Dickblättrigen Schwarztäubling

Diese seltenen Schwarzanlaufenden Täublinge (Russula albonigra) begeisterten mich heute, von den wenigen Arten, die wir im Schloßpark fanden, am allermeisten. Im Gegensatz zum Dickblättrigen Schwarztäubling wirklich eine Rarität! Standortfoto am 05.08.2012.

Montag, 06. August – Nach dem am Morgen schauerartige Regenfälle durchzogen, herrschte tagsüber freundliches und angenehm temperiertes Wetter, bevor uns am Abend eine neuerliche Schauerlinie erreichte. Örtlich gab es wieder kräftige Regengüsse. Die Schauer und Gewitter der letzten Tage haben stellenweise, insbesondre auch in einigen Wäldern des Naturparks Sternberger Seenland, recht gute Bedingungen für ein deutlicher zunehmendes Pilzwachstum ab nächster Woche geschaffen. Die durchschnittlichen Regenmengen in unserem Einzugsgebiet lassen aber teils immer noch zu wünschen übrig. Dazu erreichte mich auch eine E- Mail von unserem Leser Peter Hildebrandt, dessen Pilzrevier die Dübener Heide ist. Dort soll es in letzter Zeit viel geregnet haben, aber die Pilze wachsen trotzdem nicht zufriedenstellend, obwohl er das seltene Glück hatte, dort kürzlich den Gelben Rauhfuß wieder entdeckt zu haben. Er meint, dass sich die meisten Pilze auch in diesem Jahr noch von dem Super Pilzherbst 2010 erhohlen und immer noch kein stärkeres Fortpflanzungs- b.z.w. Neuland – Eroberungsbedürfnis verspüren. Nun, wir werden sehen! Ich habe heute wieder unsere Ausstellung frisch bestückt. Es liegen 79 Arten auf den Flächen. Neu dabei in diesem Jahr: Schwarzanlaufender Täubling, Grüngefelderter Täubling, Samtfuß – Krempling, Graugrüner Birkenpilz, Buchen Spei – Täubling und Halbresupinater Knorpelporling.

Inzwischen hat der zweite Wachstumsschub von Schwefelporlingen (Laetiporus sulphureus) eingesetzt. Er kommt aber nicht an den Bäumen, an denen er schon im Frühling war. Dieser wuchs an einem Eichenstubben bei Augustenhof.

Inzwischen hat der zweite Wachstumsschub von Schwefelporlingen (Laetiporus sulphureus) eingesetzt. Er kommt aber nicht nochmals an den Bäumen, an denen er schon im Frühling gefunden wurde. Dieser wuchs an einem Eichenstubben bei Augustenhof. Zum Essen war er aber schon etwas zu weit.

Dienstag, 07. August – Pilzfreundin Agelika Boniakowski rief mich heute Nachmittag an, ohne von der Pilzfront etwas neues berichten zu können. Sie war in einem gehaltvollen Buchenmischwald bei Wismar unterwegs. Das Gebiet zählt zu unseren artenreichsten Wäldern. Der Wald ist „tot“, so ihre Formulierung. Bis auf vereinzelte Täublinge und einige Stockschwämmchen war nichts zu machen. Schließlich mußte sie fluchtartig den Wald verlassen, da plötzlich ein starker Gewitterschauer einsetzte. Davon gab es heute wieder einige in unserer Region, die zumindest örtlich wieder etwas Regennachschub brachten. Insgesamt haben wir nun überall in unseren Pilzgebieten zumindest so viel Niederschlag bekommen, dass es ab nächster Woche wieder besser werden sollte. In einigen Regionen rechne ich auch mit einem deutlichen Schub von Sommerpilzen, denn es wird für diese Arten allmählich Zeit, um etwas für ihre Vermehrung zu tun. Mit einem Durchbruch in Richtung Hochsaison (Mitte August – Mitte Oktober) rechne ich aber noch nicht, denn erfahrungsgemäß stabilisiert sich die Großwetterlage Mitte des Monats oftmals und trocknes Sommerwetter könnte Einzug halten. Der Siebenschläfer – Zeitraum läuft aus! Tatsächlich scheint in der Mittelfrist – Prognose von www.wetter-online.de von heute ein solcher Trend erkennbar zu sein. Es soll zunehmend sommerlich warm und sonnig werden. Es besteht im weiteren Verlauf zwar eine erhöhte Gewitterneigung, es wird aber meist nur mit Wärmegewittern gerechnet, und diese tun sich bei uns in Küstennähe oft schwer. Es sei denn, dass Ostseewasser ist warm genug, um besonders auch nachts eine ausreichende Konvektion entstehen zu lassen, was besonders im August und September bei entsprechenden Wetterlagen häufig der Fall ist. Begünstigend wirken sich dann allerdings in der Höhe ausgeprägte Tiefs, Kaltfronten oder sogenannte Kaltlufttropfen aus.

Auch Pfifferlinge (Cantharellus cibarius) gibt es in diesem Sommer wesentlich weniger als im letzten mit Rekordregenfällen. Aber dennoch ist er zur Zeit im Nordwestmecklenburger Raum der einzige von den bekannten Speisepilzen, den man mit etwas Glück in pilzgerichtstauglichen Mengen finden kann. Dieses Foto schickte mir Andreas Okrent im Juli 2012 aud der Nähe von Graal - Müritz.

Auch Pfifferlinge (Cantharellus cibarius) gibt es in diesem Sommer wesentlich weniger als im letzten Jahr mit sommerlichen Rekordniederschlägen. Aber dennoch ist er zur Zeit im westmecklenburger Raum fast der einzige von den bekannten Speisepilzen, den man mit etwas Glück in pilzgerichtstauglichen Mengen finden kann. Dieses Foto schickte mir Andreas Okrent im Juli. Er hat es in der Nähe von Graal - Müritz aufgenommen.

Mittwoch, 08. August – Heute war ich um 09.00 Uhr mit Andreas Okrent zu einer Exkursion durch den Haushalt Forst verabredet. Ich brauchte Ausstellungsmaterial und Andreas hoffte, einige schöne, möglichst auch seltene Pilze vor die Fotolinse zu bekommen. Er schwärmt immer noch von dem Super – Sommeraspekt von 2010. Aber auch heute war das Angebot im Haushalt Forst von der damaligen Fülle weit entfernt. Trotzdem hat es sich gelohnt, den weiten Weg von Graal – Müritz aus zu machen. Arten wie den Eichhasen und den Igel – Stäubling sind in seinen Sandwäldern kaum zu finden. Schmarotzer – Röhrlinge boten ebenfalls ein wunderbares Fotomotiv und werden als Besonderheit unsere morgige Ausstellung bereichern. Ansonsten einige Täublinge, Perlpilze, Breitblätter, Dachpilze u.s.w.. Auch der Speisepilzfreund wäre heute durchaus auf seine Kosten gekommen. Mehrere Buchenstubben waren teilweise dicht an dicht mit der herrlichsten Stockschwämmchen besetzt. Dazu immer mal einige große Laubwaldpfifferlinge. Außerdem entdeckte Andreas unter einer alten Eiche bei Wiligrad viele junge Wurzelnde Bitter – Röhrlinge. Sollten diese als erstes Anzeichen eines bevorstehenden Röhrlingsschubs gewertet werden? Warten wir`s ab! Leider mußten wir unsere Exkursion früher als geplant abbrechen, da es kräftig an fing zu regnen. Auch heute zogen wieder verbreitet kräftige Gewitterschauer über unsere Pilzregionen. Sollten sich in den nächsten ein bis zwei Wochen nicht deutlich mehr Pilze entwickeln, liegt es wohl kaum noch am Feuchtigkeitsmangel!

Andreas beim Fototermin mit Schmarotzer - Röhrlingen, die parasitär auf Dickschaligen Kartoffel - Hartbovisten wachsen. Mam findet sie vorzugsweise am Rande von Sumpf- und Moorlöchern und an Grabenböschungen. Obwohl der Wirt giftig ist, können die Röhrlinge gegessen werden, sollten aber lieber geschont werden. 08.08.2012.

Andreas beim Fototermin mit Schmarotzer - Röhrlingen, die parasitär auf Dickschaligen Kartoffel - Hartbovisten wachsen. Sie werden vorzugsweise am Rande von Sumpf- und Moorlöchern und an Grabenböschungen gefunden. 08.08.2012.

Donnerstag, 09. August – Gestern Abend war ich noch kurz in der Parkanlage am Seeblick, um noch einige Exponate für unsere Ausstellung zu sammeln. Es gab vor allem recht viele Täublinge und vereinzelte Milchlinge. Auf dem teils vermoosten Parkrasen, außerhalb dichter Baumkronen, war es matschig – nass. Direkt in Stammnähe der großen Bäume war der Boden nach wie vor knochenhart und staubtrocken. Hier waren die Niederschläge der letzten Zeit spärlicher als im großen Rest unserer Pilzgebiete. Von einem Röhrlingsschub war leider nichts zu sehen. Beim Wetter scheint sich meine gestrige Vermutung zu bestätigen. Jetzt kommt der Sommer mit Dauerschönwetterhoch, oft trockener Luft und zeitweilig auffrischenden Ostwinden. Schwache gewittrige Störungen können da nur punktuell etwas Regen bringen. Allerdings erwarte ich zunächst trotzdem eine deutliche Verbesserung. Ein schwacher bis mässiger Sommerschub dürfte im Bereich des möglichen liegen und von der zunehmenden Wärme zusätzlich beschleunigt und gestützt werden. Heute habe ich unsere Ausstellungsflächen erneuert. Es liegen 92 Arten aus, davon erstmals in diesem Jahr mit dabei: Schmarotzer – Röhrling, Eichhase, Morse – Täubling, Fransiger Wulstling und Wechselfarbiger Spei – Täubling.

Der Schmarotzer - Röhrling (Xerocomus parasiticus) könnte theoretisch gegessen werden, obwohl er von den giftigen Dickschaligen Kartoffel - Hartbovisten lebt. Da die Art aber nicht besonders häufig vorkommt, sollte aber geschont werden. Standortfoto am 08.08.2012 im Haushalt Forst.

Der Schmarotzer - Röhrling (Xerocomus parasiticus) könnte theoretisch gegessen werden, obwohl er sich von den giftigen Dickschaligen Kartoffel - Hartbovisten ernährt. Da die Art aber nicht besonders häufig vorkommt, sollte sie geschont werden. Standortfoto am 08.08.2012 im Haushalt Forst.

Freitag, 10. August – Heute setzte ich nach längerer Pause meine Umrundung des umfangreichen Waldgebietes zwischen Neukloster/Warin und Blankenberg fort. Ich habe einen weiteren, kleinen Teilbereich bei Nisbill absolviert und dabei wieder ein kleines, aber tolles Revier für Birkenpilze, Rotkappen und Steinpilze entdeckt. Leider war von den genannten Arten weit und breit nichts zu sehen. Die einzigen Röhrlinge, die ich heute fand, waren jeweils ein junger Gold – Röhrling und ein Rotfüßchen, ebenfalls ganz frisch gewachsen. Ansonsten hauptsächlich Kleinarten wie Waldfreund – Rüblinge, Lilablättrige Mürblinge oder Glimmerige Mehlschirmlinge. Das Wetter mutete dazu schon ein wenig herbstlich an. Auf der Ostseite unseres zukünftigen Sommerhochs „Zacharias“, strömte wolkenreiche Kaltluft von der Nordsee her ein. Am Nachmittag tröpfelte es gelegentlich auch ein wenig. Die Strömung soll jetzt über Nord auf Ost drehen und es wird zunehmend sonniger, trockner und auch wärmer. Die Urlauber wird es freuen, aber auch uns Pilzfreunden kann diese Entwicklung zunächst nur wenig anhaben. Wir erwarten ja erst einmal, zumindest vorübergehend, eine Verbesserung des Pilzaufkommens ab nächster Woche. Wie es dann weitergeht, steht in den Sternen. Auf jedenfall soll es zunächst sommerlich warm mit viel Sonne bleiben. Allerdings deuten die Wettercomputer in der Auswertung der Mittelfristprognose bei www.wetter-online.de eine zunehmde Gewitterneigung an. Zunächst vor allem für die Südwesthälte Deutschlands und später auch bei uns im Norden. Wir lassen uns überraschen!

An einem trockenen, sonnigen und mit vielen Birken bestandenen Hang fand ich die beiden besten Pilzarten meiner heutigen Kurzexkursion. Den Birkenblättling (Panus conchatus) und den hübschen nördlichen Zinnoberschwamm (Pycnoporus cinnabarina). Die beiden Arten habe ich allerdings für ein gemeinsammes Foto etwas näher zusammen gerückt und am Standort fotografiert. 10.08.2012.

An einer trockenen, sonnigen, mit vielen Birken bestandenen Stelle, fand ich die interessantesten Pilzarten meiner heutigen Kurzexkursion. Den Birkenknäuling (Panus conchatus) und den hübschen Nördlichen Zinnoberschwamm (Pycnoporus cinnabarinus). Etwas näher zusammen gerückt und am Standort fotografiert am 10.08.2012.

Sonnabend, 11. August – Das Wiechmannsdorfer Holz gehört zum bewaldeten, eiszeitlich geprägten Höhenrücken der Kühlung, oberhalb des Ostseebades Kühlungsborn. Es war Ziel unserer heutigen Pilzlehrwanderung. Wir waren zwar nur sechs Leute, aber bei dem lausigen Pilzaufkommen heute, immer noch viel zu viele. Es sieht derzeit ja überall mehr als bescheiden aus, aber weniger wie hier, geht kaum noch! Siehe auch unter „Pilzwanderung mit Ostseeblick“. Das Wetter war zum Wandern aber ideal. Viel Sonne, wenig Wind und äußerst angenehme, wohltuende Luft ohne Wärmebelastung in einer der schönsten norddeutschen Landschaften. Es soll zunächst, dank Hoch „Zacharias“, schön weiter gehen, wobei die Temperaturen auf sommerliches Niveau ansteigen sollen. Erst in der zweiten Wochenhälfte können wir mit einer allmählichen Zunahme der Niederschlagstätigkeit rechnen.

Unterdessen scheinen sich die Steinpilze wider anzukündigen. Diesen jungen Fichtensteinpilz (Boletus edulis) fotografierte Andreas Okrent bei Graal - Müritz. Ab nächster Woche wird es also wieder einige Steinpilze geben. Es wird langsam wirklich Zeit!

Unterdessen scheinen sich die Steinpilze erwartungsgemäß wieder anzukündigen. Diesen jungen Fichtensteinpilz (Boletus edulis) fotografierte Andreas Okrent bei Graal - Müritz. Ab nächster Woche wird es also wieder einige Steinpilze geben.

Sonntag, 12. August – Von Augustenhof bis Vorbeck verlief die Strecke unserer heutigen Warnow – Exkursion. Dazu hatten sich ingesamt 11 Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. und interessierte Gäste eingefunden. Bei traumhaft schönem und angenehm temperiertem Wetter durchstreiften wir einen weiteren Teilbereich der Warnow. Auf sandigem Untergrund dominierten Eichen, Birken, Kiefern und Erlen. Eigentlich ein gutes Revier für Sommersteinpilz und Co., aber nichts zu sehen. Keine Veränderung des minimalistischen, sehr bescheidenen Pilzaufkommens. Einzig frische Wiesen – Staubbecher deuteten einen neuen Entwicklungsschub beim allgemeinen Pilzaufkommen an. Siehe auch unter: Von „Augustenhof bis Vorbeck“. Auch Irena und Jonas kontrollierten heute einige Zeigerstellen. Hier waren die ersten Anzeichen schon deutlicher – die Parasole sind am kommen! Diese unübersehbaren Riesen – Schirmpilze läuten nun endlich den erwarteten  Wachstumsschub ein. Ich bin gespannt, wie intensiv er ausfallen wird. Ich Denke, zumindest Sommersteinpilze sollten in den nächsten 10 Tagen reichlicher wachsen, da es für sie allmählich Zeit wird. Es wird also spannend! Gibt es wieder nur ein leichtes aufflackern oder wird es substanzieller? Die kommenden Tage werden es zeigen!

Diese Wiesen - Staubbecher (CVacsellum pratense) standen heute auf einer Rasenfläche in Vorbeck. Es ist wahrlich keine Zeigerart, aber immerhin ein Zeichen, dass sich nach den Regenfällen der letzten Zeit wieder eine neue Pilzgeneration entwickeln sollte. Standortfoto am 12.08.2012.

Diese Wiesen - Staubbecher (Vacsellum pratense) standen heute auf einer Rasenfläche in Vorbeck. Es ist wahrlich keine klassische Zeigerart, aber immerhin ein Zeichen, dass sich nach den Regenfällen der letzten Zeit wieder eine neue Pilzgeneration auf den Weg machen sollte. Standortfoto am 12.08.2012.

Montag, 13. August – Gestern Abend hatte ich noch eine Pilzberatung. Ein junger Mann hat im Wismarer Stadtgebiet eine ganze Menge steinpilzähnlicher Röhrlinge gefunden, aber erkannte, dass es sich nicht um Steinpilze handelt. Er konsultierte zunächst einen ehemaligen Pilzberater in Neukloster, aber der konnte auch nicht weiter helfen. Da ich gerade an unserem Rückblick von der gestrigen Vereinsexkursion arbeitete, war ich zufälligerweise auch noch Sonntag Abend im Laden. Er rief mich an, ob er mit seinen Fundstücken noch schnell vorbei kommen könne. Obwohl die Pfanne schon startklar gemacht wurde, wollte er vorsichtshalber doch noch Klarheit haben, um welche Pilzart es sich genau handelt. Als er mit den teils riesigen Röhrlingen bei mir im „Steinpilz“ erschien, war mir bereits klar, von welcher Lokalität diese Pilze stammten. Schon in der letzten Woche hatte ein Streifenpolizist einige von ihnen „sichergestellt“ und ist ebenfalls damit zu mir gekommen, bestimmt auch mit der Absicht, sich ein ausgiebiges Mahl in die Pfanne zu hauen. Da er aber keine 2 Euro für eine Pilzberatung ausgeben wollte, ließ er die Pilze für unsere Ausstellung hier. Mein Assistent Peter Kofahl ist zur Zeit leider krank und kann keine Stadttouren mehr laufen, um Ausstellungspilze zu organisieren. Auch diese Stelle, mit den Wurzelnden Bitter – Röhrlingen, gehört zu seinen Standart – Stellen und er bringt dann nach und nach welche mit. Jetzt wuchern sie hier ungestört, solange bis jemand vorbei kommt und diese massigen Pilze zum Verzehr einsammelt b.z.w. damit zu mir zu kommt. Immerhin stehen zeitweise über hundert Exemplare dieser Dickröhrlinge, teils büschellig, am Standort und bieten einen unübersehbaren Blickfang. Vor länger Zeit brachte mir ebenfalls ein Zufallsfinder sogar monströse Exemplare von über 40 cm Hutdurchmesser von dort an. Man hätte sie als Sessel nutzen können, denn zum Essen waren diese Pilze schon viel zu alt und sind aufgrund ihrer Bitterkeit ohnehin kaum zu gebrauchen. Er ist zwar im Aroma nicht so heftig wie der allseits „beliebte“, bekannte und gefürchtete Gallen – Röhrling, aber trotzdem nicht empfehlenswert. Mein gestriger Kunde wollte es aber dennoch probieren. Vieleicht meldet er sich ja nochmal, um uns zu berichten, wie sein kulinarisches Experiment ausgegangen ist. Ansonsten wollte er sich einen geeigneten Standort unter Eichen suchen und die Pilze dort verteilen, in der Hoffnung, sie dort ansiedeln zu können. Sicher kann man diesbezüglich nachhelfen, aber es müssen auch die Bodenverhältnisse stimmen. Dieser schöne Dickröhrling benötigt nähmlich unbedingt Kalk im Boden und der ist in den städtischen Anlagen durch Häuser und Strassenbau meist genügend vorhanden.

Das solche Pilze gerne eingesammelt, in der Hoffnung auf ein schmackhaftes Pilzgericht, werden, liegt auf der Hand. Auf den ersten Blick ähneln sie mitunter doch etwas den Sommersteinpilzen, die haben aber kein gelbliches Fleisch und bekommen bei Berührung auch keine blauen Flecke. Der Wurzelnde Bitter . Röhrling gilt als ungenießbar, auch wenn er lange nicht so bitter schmeckt wie der Gallen - Röhrling.

Das solche Pilze gerne eingesammelt werden, in der Hoffnung auf ein schmackhaftes Pilzgericht, liegt auf der Hand. Auf den ersten Blick ähneln sie tatsächlich etwas den Sommersteinpilzen, die haben aber kein gelbliches Fleisch und bekommen bei Berührung auch keine blauen Flecke. Der Wurzelnde Bitter - Röhrling gilt als ungenießbar, auch wenn er lange nicht so bitter schmeckt wie der Gallen - Röhrling.

Dienstag, 14. August – Heute habe ich einige Kontrollgänge in Revieren unternommen, die am 02. August von kräftigen Gewitterzellen getroffen wurden und auch danach noch einige starke Schauer abbekommen haben. Ich war in den sandigen Wäldern bei Venzkow und Jülchendorf. Es sind seit dem 12 Tage vergangen und es sollte sich allmählich etwas tun. Es tut sich auch etwas, aber mehr als das befürchtete kurzzeitige Aufflackern eines äußerst minimalen Wachstumsschubes, wenn man es überhaupt so nennen mag, war nicht zu beobachten. Es waren einige frische Champignons, Körnchen – Röhrlinge, Täublinge, Perlpilze und sogar, worüber ich mich sehr freute, ein junger Grüner Knollenblätterpilz erschienen. An einige Stellen tauchten Falsche Pfifferlinge auf und Irena entdeckte am Abend noch ein Nest mit zahlreichen Zwiebeln von Erdsternen. Von Steinpilzen keine Spur, obwohl ich gezielt auch solche Stellen nach schaute. Aber bis zum Wochenende könnte vieleicht doch noch der eine oder andere auftauchen. Ich Denke, wir können den Pilzsommer 2012 als extrem pilzarm zu den Akten legen, denn jetzt rollt zunächst die heftigste Hitzwelle dieses Sommers an und sollten sich doch noch mehr Pilze zeigen, werden sie am Wochenende, zumindest wenn sie an sonnigen Stellen wachsen, gleich am Standort geschmort und gegart. Die Hundstage dauern noch bis zum 23. des Monats, dann soll es wieder deutlich kühler und auch feuchter werden. Wir müssen also diese Sommerhitze noch hinter uns bringen und wenn dann die Niederschläge ergiebig sein sollten, muss es unweigerlich losgehen. Dann schreiben wir aber schon September und somit ist Herbstzeit. Sollte es dann sehr viel Regen geben, könnte alles wieder explodieren und wir haben innerhalb weniger Wochen eine unglaubliche Fülle an unterschiedlichsten Pilzen. Sommer- und Herbstapekt in einem! Das mag ich zwar nicht so gerne, muss mich aber damit abfinden. Den meisten Speisepilzsammlern würde es aber gefallen und gleich wird von einem Super – Pilzjahr gesprochen. Das kann es in diesem Jahr, jedenfalls von meiner betrachtungsweise ausgehend, aber nicht mehr geben, auch wenn der Herbst noch so toll ausfallen sollte. Die These mit den Schwefelporlingen (viele Schwefelporlinge im Frühling = schlechtes Pilzjahr!) hat sich mal wieder in eindrucksvoller weise bestätigt, denn ich kann mich kaum erinnern, in den letzten Jahren einen derart pilzarmen Sommer erlebt zu haben. Sollte es aber weiterhin eher nur moderate Niederschläge geben, wird es sich langsammer und weniger spektakulär entwickeln und wir haben länger etwas davon. Auf jeden Fall muss und wird in diesem Herbst noch einiges los sein! Übrigens habe ich bereits gestern unsere Ausstellung wieder erneuert. Es liegen 84 Arten auf den Flächen. Erstmals in diesem Jahr mit dabei: Fleischroter Schönkopf, Schwarzblauender Röhrling, Glimmeriger Mehlschirmling, Birken – Knäuling und Krönchen Träuschling.

Diese jungen Riesen - Schirmpilze (Macrolepiota procera) fand Irena am Sonntag. Sie läuten ab Juli einen jeden Wachstumsschub ein. Ich habe sie heute auf unseren Moosflächen in Keez fotografiert.

Diese jungen Riesen - Schirmpilze (Macrolepiota procera) fand Irena am Sonntag. Sie läuten ab Juli einen jeden Wachstumsschub ein. Ich habe sie heute auf unseren Moosflächen in Keez fotografiert.

Mittwoch, 15. August – Trockene Luft, Sonne und moderate Wärme bestimmen gegenwertig unser Wetter. Für die Entwicklung von Pilzen nicht gerade ideal, aber trotzdem wagen sich hier und da einige an die Oberfläche. Ausgelöst durch die kräftigen Gewitterschauer in der ersten Monatsdekade. Ich umrundete heute den Roten- und den Hohlsee bei Brüel. Dabei hat sich meine Befürchtung erhärtet, dass die Niederschläge tatsächlich nur ein kurzes Aufflackern ausgelöst haben. Es gab einige frische Rotfüßchen, Eichen – Filzröhrlinge, Körnchen Röhrlinge und sogar einen schönen, kernigen, madenfreien Echten Steinpilz, der aber weniger fotogen war, da seine Stielrinde durch die trockene Luft aufgeplatz war und sich zum Hut hochkrempelte. Ansonsten ein sehr schönes Exemplar und der erste dieser Art für mich in diesem Jahr. Des weiteren gab es einige Täublinge, Perlpilze, Erlen – Kremplinge, einen Grünen Knollenblätterpilz u.s.w.. Ein Erfolgserlebniss hatte heute aber Andreas Okrent aus Graal – Müritz. Er ist einmal mehr mit dem Zug und per Fahrad in den Haushalt Forst aufgebrochen, um interessante Pilzarten vor die Fotolinse zu bekommen. Bereits in der letzten Woche beobachtete er dort unter einer Eiche zahlreiche junge Wurzelnde Bitter – Röhrlinge. Heute waren sie schon von weitem zu sehen und recht groß geworden. Zum Glück hatte er noch eine Tasche dabei, denn an den 30 Sommersteinpilzen, die sich zusätzlich unter dieser alten Eiche einfanden, konnte er nicht vorbeikommen und nahm sie seiner Mutter zum Verpeisen mit. Hier gab es punktuell wirklich einen Röhrlingsschub wie er im Buche steht!

Ausschließlich unter Birken finden wir den minderwertigen Verblassenden Täubling (Russula pulchella). Seine himbeerrote Hutfarbe blaßt im Sonnenlicht sofort nach graiweißgelblich aus, wie auf dem größeren Exemplar links oben besonders gut zu erkennen ist. Standortfoto am 15.08.2012 am Roten See.

Ausschließlich unter Birken finden wir den minderwertigen Verblassenden Täubling (Russula pulchella). Seine himbeerrote Hutfarbe blaßt im Sonnenlicht sehr schnell nach grauweißgelblich aus, wie auf dem größeren Exemplar links oben besonders gut zu erkennen ist. Standortfoto am 15.08.2012 am Roten See.

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