Pilztagebuch Juni 2014/2

Wetter und Pilze im Nordwesten Mecklenburgs

Tagebuch zu Wetter und Pilze im Juni 2014/2

Mit diesem schönen Foto eines tropischen Himmelsfalters möchte ich das Juni - Tagebuch eröffnen. Natürlich ist es kein Pilz, aber ich finde das Foto einfach schön. Aufgenommen habe ich es am 15. Juni im Schmetterlingspark Klütz.

Mit diesem Foto eines tropischen Himmelsfalters (Morpho peleides) möchte ich das Juni – Tagebuch Teil 2 eröffnen. Natürlich ist es kein Pilz, aber ich finde das Foto einfach schön. Dieser Edelschmetterling ist in Mexiko, Mittelamerika und Trinidad beheimatet. Aufgenommen habe ich ihn am 15. Juni im Schmetterlingspark Klütz.

Montag, 16. Juni – Nun geht es in die zweite Hälfte des Frühsommermonats Juni. Sie wird mit Sicherheit pilzreicher verlaufen als die erste. Ergiebige Niederschläge vor etwa einer Woche und ein schwächeres, vorlaufendes Regengebiet am 5. des Monats, haben einen recht ordentlichen Grundstein für den ersten, nennenswerten Sommerschub gelegt. Spätestens zum nächsten Wochenende sollte es in den meisten Wäldern und Parkanlagen schon besser aussehen. Zur Info war ich heute Abend noch kurz mit Andreas Okrent in der Wismarer Parkanlage am Seeblick. Zuvor war er schon im Haushalt Forst bei Wiligrad unterwegs und war recht enttäuscht, dass sich dort so gut wie nichts tut. Auch auf dem Friedhof bei den Fahlen Röhrlingen war tote Hose! Aber ein Lichtblick gab es für ihn dann doch noch, die ersten Fransigen Wulstlinge der Saison waren im Stadtgebiet erschienen. Zurück zum Seeblick. Hier sah es schon etwas besser aus. Einige junge Perlpilze und Flockenstielige Hexen – Röhrlinge durchbrachen den Mergelboden. Erste Milchlinge sind erschienen (Süßlicher Milchling, Braunfleckender Milchling). Wenige Kahle Kremplinge und, was wohl die wichtigste Nachricht sein dürfte, viele junge Sommersteinpilze stecken kirsch-bis wallnußgroß in den Startlöchern. Wir mußten uns sehr vorsichtig bewegen, um sie nicht zu zertreten. Es steht also ein deutlicher Schub von Sommersteinpilzen und sicherlich auch weiterer Sommerarten in`s Haus! Ab dem nächsten Wochenende könnte es richtig interessant werden. Unsere Ausstellung habe ich heute auch wieder erneuert. Es liegen 73 Arten auf den Flächen. Zum ersten mal in diesem Jahr sind folgende Pilze zu sehen: Stoppliger Drüsling, Bitterer Nagelschwamm, Trockener Kahlkopf, Samtfuß – Krempling und Fransiger Wulstling.

Der erste, stärkere Schub von Sommersteinpilzen (Boletus reticulatus) bahnt sich an. Ab dem nächsten Wochenende dürfte es auch in den Wäldern soweit sein. Standortfoto am Abend des 16. Juni 2014.

Der erste, stärkere Schub von Sommersteinpilzen (Boletus reticulatus) bahnt sich an. Spätestens ab dem kommenden Wochenende dürfte es auch in den Wäldern soweit sein. Standortfoto am Abend des 16. Juni 2014.

Dienstag, 17. Juni – Heute Abend haben sich einige Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. wieder zum Themenabend im „Steinpilz“ getroffen. Es ging um die mehr oder weniger gängigen Speisepilze, die im laufe eines Naturjahres in den Sammelkörben der mehr oder minder versierten Pilzfreunde landen. Wie bereite ich die unterschiedlichen Arten am besten zu b.z.w. welche Verwendungsmethode ist jeweils am sinnvollsten. Dabei richteten wir uns nach den Empfehlungen von Frieder Gröger in seinem Büchlein „Pilze und Wildfrüchte“. Da es in den nächsten Tagen wieder mehr Pilze geben wird, wird der eine oder andere vieleicht auf diese Empfehlungen zurück greifen können. So sind z. B. Sommersteinpilze im Anmarsch. Was empfiehlt Frieder Gröger allgemein zu Steinpilzen: „Vorzüglicher, festfleischiger Pilz mit ausgezeichnetem Aroma. Am besten gebraten. Getrocknet von allerbester Würzkraft! Vorsicht vor Verwechslungen mit dem ungenießbaren, bitteren Gallenröhrling!“ – Hoffen wir, dass die für die nächsten Tage vorhergesagte kühle Starkwindphase nicht unseren Wachstumsschub beeinträchtigen möge. Die Bedingungen werden wohl nicht die besten sein, aber wenn, wie ebenfalls angesagt, etwas Regen mit in`s Spiel kommt, könnte dies von Vorteil sein und die austrocknende Wirkung des Windes abmildern.

Ungewöhnlich früh tauchten gestern in der Wismarer Parkanlage am Seeblick bereits die ersten Braunfleckenden Milchlinge (Lactarius fluens) auf. Wir kennen sie eigentlich aus dem Herbst, wenn sie in besseren Buchenwäldern oft recht zahreich anzutreffen sind. Die Art ähnelt sehr dem Graugrünen Milchling, dieser ist in der Regel kleiner und weniger kompakt sowie zu mindest bei feuchtem Wetter sehr schleimig. Die Braunfleckende Milchling ist auch an seinem weißgesäumten Hutrand und den braunfleckenden Lamellen zu erkennen. Bei Arten schmecken scharf und sind mit unserer herkömmlichen Zubereitungsmethoden ungenießbar. Standortfoto am 16.06.2014.

Ungewöhnlich früh tauchten gestern in der Wismarer Parkanlage am Seeblick bereits die ersten Braunfleckenden Milchlinge (Lactarius fluens) auf. Wir kennen sie eigentlich aus dem Herbst, wenn sie in besseren Buchenwäldern oft recht zahreich anzutreffen sind. Die Art ähnelt sehr dem Graugrünen Milchling, dieser ist in der Regel kleiner und weniger kompakt sowie zu mindest bei feuchtem Wetter sehr schleimig. Der Braunfleckende Milchling ist auch an seinem weißgesäumten Hutrand und den braunfleckenden Lamellen zu erkennen. Beide Arten schmecken scharf und sind mit unseren herkömmlichen Zubereitungsmethoden ungenießbar. Standortfoto am 16.06.2014.

Mittwoch, 18. Juni – Den heutigen Mittwoch habe ich seit langen mal wieder für ausgiebige Exkursionen genutzt. Zunächst informierte ich mich nochmals in der Parkanlage am Seeblick über den neuesten Stand der Entwicklung. Natürlich waren schon Sommersteinpilze weggesammelt, aber es kamen noch viele hinterher. Ganze Nester dicht an dicht! Ansonsten auch einige frische Netz- und Flockenstielige Hexen – Röhrlinge, einen Perlpilz, einen Sonnen – Täubling und einen Braunfleckenden Milchling, aber ansonsten kaum etwas anderes. Im Anschluß fuhr ich nach Warin und setzte seit langer Zeit mal wieder meine Waldumrundung fort. Ich fing bei Waldheim an, wo ich vor gut einem Jahr aufgehört hatte. Ich hoffe, ich finde wieder mehr Zeit und Lust, des öfteren mit dieser Etappen – Tour weiter zu machen. Heute stand ein sehr sandiges Gebiet mit Kiefern, Birken und Jungeichen auf dem Plan. Es war ausgesprochen pilzarm, nur hier und da einige Pfifferlinge und Dauerporlinge. Danach klapperte ich einige Sommersteinpilz – Stellen ab, aber nicht die Spur von denselben, nicht die Geringste! Überhaupt gab es an den von mir besuchten Standorten kaum Frischpilze. Lilablättrige Mürblinge, einige junge Täublinge und Rißpilze, sonst nichts. Absolut enttäuschend! Und ich mußte feststellen, dass es auf den Sandböden und besonders an exponierten Stellen, bereits wieder knochen trocken war. Von den kürzlichen Starkniederschlägen kaum eine Spur mehr! Um diese Jahreszeit, die Sonne hat den höchsten Stand des Jahres erreicht, ist die Verdunstung enorm! Trotztdem bin ich guten mutes, dass ab dem Wochenende und vor allem in der nächsten Woche, zumindest an den feuchteren und schattigeren Waldstandorten, die Auswirkungen der Pfingstniederschläge durch einen frühsommerlichen Wachstumsschub zum tragen kommen werden. Der Schub wird aber sehr wahrscheinlich nur kurz sein, denn es folgen, zumindest aus heutiger Sicht, keine tiefgründigeren Niederschläge mehr nach, auch wenn es in den nächsten Tagen etwas regnen soll.

Vieleicht mag es dem einen oder anderen Tagebuchleser langweilig erscheinen, wenn bestimmte Pilzarten öfter im Foto auftauchen, aber hier ist nun nochmals ein Sommersteinpilz (Boletus reticulatus) weil ich es für ein schöner Foto halte. Das Beste von denen, die ich heute machte. Zugleich soll es auch Hoffnung machen, dass sich in den nächsten Tagen auch in den Wäldern etwas tun möge. Dies war eines der größeren Exemplare, die meisten waren noch deutlich kleiner. Standortfoto am 18.06.2014 im Seeblickpark.

Vieleicht mag es dem einen oder anderen Tagebuchleser langweilig erscheinen, wenn bestimmte Pilzarten öfter im Foto auftauchen, aber hier ist nun nochmals und sicherlich nicht das letzte mal, ein Sommersteinpilz (Boletus reticulatus) zu sehen, weil ich es für das schönste Foto halte, dass mir heute gelungen ist. Zugleich soll es auch Hoffnung machen, dass sich in den nächsten Tagen auch in den Wäldern etwas tun möge. Standortfoto am 18.06.2014 im Seeblickpark.

Donnerstag, 19. Juni – Ungünstiges Wetter für die weitere Entwicklung unseres Frühsommerschubes. Es hat heute Vormittag zwar kurzzeitig etwas geregnet, aber der starke Wind hat schnell alles wieder abgetrocknet. Mehr oder weniger stark windig soll es auch in den nächsten Tagen weitergehen. Dabei kann es zwar den einen oder anderen Schauer geben, aber die vorausgesagten Regenmengen sind nur gering. Dazu gemäßigte Temperaturen von unter 20 Grad. Eher schon wieder herbstlich anmutendes Wetter! Erst Mitte nächster Woche können die Temeraturen auch bei uns wieder etwas über 20 Grad steigen und auch stärkere Niederschläge in Verbindung mit Schauern und Gewittern sind dann möglich. Heute habe ich unsere Dauerausstellung wieder erneuert. Es liegen 82 Arten auf den Flächen. Zum ersten mal in diesem Jahr sind folgende Pilze zu sehen: Schuppiger Sägeblättling, Gebänderter Dauerporling, Grauer Korallenpilz, Trollhand, Strohgelber Rißpilz, Widerlicher Täubling, Sonnen – Täubling, Duftender Täubling, Braunfleckender Milchling und Eichen – Filzröhrling.

Diese schönen Eichen - Filzröhrlinge (Xerocomus quercinus) hat mir Pilzfreund Christian Ehmke heute morgen vorbei gebracht. Er hat sie praktisch vor seiner Haustür im Wismarer Stadtgebiet gefunden. Sie werden oft für Rotfuß - Röhrlinge oder Ziegenlippen gehalten. Sie wachsen nicht nur unter Eichen. Auch Linden in städtischen Anlagen geben einen beliebten Mykorrhiza - Partner ab. Im Gegensatz zum Rotfüßchen werden die Hüte kaum rißig und sie riechen auch nichtig obstartig, sondern angenehm pilzig. Ziegenlippen besitzen keine rötlichen Anflüge auf dem Stiel und ihre Röhrenmündungen leuchten noch intensiever gelb. Essbar. Die Pilze habe ich heute auf der Moosfläcke unserer Pilzausstellung fotografiert.

Diese schönen Eichen – Filzröhrlinge (Xerocomus quercinus) hat mir Pilzfreund Christian Ehmke heute morgen vorbei gebracht. Er hat sie praktisch vor seiner Haustür im Wismarer Stadtgebiet gefunden. Sie werden oft für Rotfuß – Röhrlinge oder Ziegenlippen gehalten. Die Pilze wachsen nicht nur unter Eichen. Auch Linden in städtischen Anlagen geben einen beliebten Mykorrhiza – Partner ab. Im Gegensatz zum Rotfüßchen werden die Hüte kaum rißig und sie riechen auch nichtig obstartig, sondern angenehm pilzig. Ziegenlippen besitzen keine rötlichen Anflüge auf dem Stiel und ihre Röhrenmündungen leuchten noch intensiver gelb. Essbar. Die Filzröhrlinge habe ich heute auf der Moosfläche unserer Ausstellung fotografiert.

Freitag, 20 Juni – Heute Vormittag war ich kurz im Wismarer Stadtgebiet unterwegs, allerdings nicht im Seeblickpark. Ich besuchte den Standort des Fahlen Röhrlings auf dem Friedhof. Zwei frische Exemplare konnte ich ergattern. Danach schritt ich eine Lindenalle in der Bürgermeister Haupt – Straße ab. Hier gibt es bei neuen Wachstumsschüben gerade in den Sommermonaten viele Pilze. Allen voran Netzstielige Hexen – Röhrlinge und Fransige Wulstlinge. Ich fand nicht die Spur eines Frischpilzes! Dafür durchbrachen an einer anderen Stelle in der Innenstadt zahlreiche Stadtchampignons das lockere Erdreich unter einer Buschgruppe. Typisch für den Beginn eines Wachstumsschubes. Danach fuhr ich noch in die Kiefernaufforstung bei Jesendorf, um zu schauen, ob sich hier in punkto Körnchen – Röhrlinge etwas tut. Jesendorf hat bei der Gewitterlage um Pfingsten herum starke Niederschläge abbekommen. Das Ergebniss war positiv. Ich war zwar nur an einer Zeigerstelle, da ich wenig Zeit hatte und Jonas von Keez abholen mußte. Punktuell waren aber zahlreiche, junge und knackige Pilze von bester Qualität erschienen. Es scheint ein recht heftiger Schub dieser Schmierröhrlinge im gange zu sein. Ob es in Perniek ähnlich aussieht?. Am Mittwoch konnte ich hier noch nichts entdecken. Auch wenn es an Pfingsten überall kräftige Güsse gegeben hat, so waren doch die örtlichen Niederschlagsmengen trotzdem sehr unterschiedlich. Diesen Umstand gilt es zu bedenken. Ich denke aber, dass das heutige Ergebnis als endgültiger Startschuss für unseren frühsommerlichen Wachstumsschub in den hiesigen Wäldern gewertet werden kann!

Mehrere Inseln frischer und fester Körnchen - Röhrlinge (Suillus granulatus) heute in der Kiefernaufforstung bei Jesendorf. Sie läuten den aktuellen Wachstumsschub endgültig ein. Standortfoto 20.06.2014.

Mehrere Inseln frischer und fester Körnchen – Röhrlinge (Suillus granulatus) heute in der Kiefernaufforstung bei Jesendorf. Sie läuten den aktuellen Wachstumsschub endgültig ein. Standortfoto 20.06.2014.

Sonnabend, 21. Juni – Heute war ich mit Sohn Jonas zur Inspektion in der Kiefernaufforstung bei Perniek. Auch hier gab es frische Körnchen – Röhrlinge, aber nur in sehr verhaltenen Mengen. Es lohnte zum Sammeln kaum, dennoch haben wir die wenigen, die wir fanden, mitgenommen und zusammen mit den gestrigen können wir dann wenigstens einen Trockner anschmeißen. Die Pilze sind jung und fest und dürften recht gut trocknen. Wir werden Pilzwürze daraus herstellen. Ansonsten kaum weitere Frischpilze bis auf einen alten Birkenpilz, wenigen Verblassenden Täublingen und einem kleinen Massenvorkommen von Waldfreund – Rüblingen sowie einen schönen und jungen Hasen – Stäubling. Danach fuhren wir zu einer Zeigerstelle von Sommersteinpilzen im Revier Weiße Krug. Um diese Jahreszeit meist eine sichere Bank. Selbst wenn gerade keine Sommersteinpilze da sind, gibt es meist sehr schöne Täublinge oder Perlpilze hier. In diesem Jahr, so auch heute, bisher keinen einzigen Frischpilz. Ich Denke, es könnten die auf kleinem Raum oft sehr unterschiedlichen Regenmengen bei Gewitterlagen auch für die unterschiedlichen Ergebnisse beim aktuellen Pilzaufkommen verantwortlich sein.

Heute im Kiefernforst bei Perniek. Jonas ist Geschockt. Was ist denn hier los Papa, die ganzen Bäume liegen kreuz uns quer durcheinander?.

Heute im Kiefernforst bei Perniek. Jonas und ich sind geschockt. „Was ist denn hier los, Papa, die ganzen Bäume liegen kreuz uns quer durcheinander?“.

Es ist zwar nicht lustig, was hier offensichtlich geschehen ist, aber hier hat es wohl gerüsselt. Es scheint so, als ob bei der letzten Schwergewitterlage um Pfingsten der rotierende Rüssel eines Tornados kurzzeitig Bodenkontakt bekommen hat. Auf ungefähr 100 mal 400 Meter waren nahezu alle Kiefern umgeworfen.

Es ist zwar nicht lustig, was hier offensichtlich geschehen ist, aber hier hat es wohl kräftig gerüsselt. Es scheint so, als ob bei der letzten Schwergewitterlage um Pfingsten herum der rotierende Wolklenschlauch (Rüssel) eines Tornados kurzzeitig Bodenkontakt bekommen hat. Auf ungefähr 100 mal 400 Meter waren nahezu alle Kiefern umgeworfen oder abgedreht.

Von manchen Bäumen standen noch die Strünke, die Kronen abgedreh und die Stämme entästet. Ein Bild der totalen Verwüstung! Wehe dem, der während eines deratig giftigen Gewitters im Wald unterwegs ist. Bei Gewittern möglichst schnell aus dem Wald heraus!t

Unvorstellbare Naturgewalten haben hier gewütet. Von manchen Bäumen standen noch die Strünke, die Kronen abgedreht und die Stämme entästet. Ein Bild der totalen Verwüstung! Wehe dem, der während eines derartig giftigen Gewitters im Wald unterwegs ist. Daher gilt, bei aufziedenden Gewittern nach Möglichkeit so schnell wie möglich aus dem Wald heraus!

Sonntag, 22. Juni – Eine Vereins- und Kartierungsexkursion stand heute auf dem Plan. Ein Wald zwischen Buchholz und Holdorf war unser Ziel. Laubwald auf guten, schweren Böden und über weite Strecken recht krautreich, aber auch interessantere, ausgehagerte Bereiche mit Buchen. Selten sind wir durch einen Wald gewandert, der so arm an Frischpilzen war. Nicht einmal Waldfreunde, Breitblätter oder Dachpilze! Praktisch nichts, bis auf ganz wenige Schwindlinge oder Stäublinge. Siehe unter „Flaute im Holdorfer Wald“. Im Anschluß fuhr ich aber noch mit zwei Pilzfreunden in die Kiefernaufforstung bei Jesendorf, damit schließlich doch noch eine frische Pilzmahlzeit in den Korb wandern durfte. Jeder sammelte sich so viele frische Körnchen – Röhrlinge ein, wie er wollte. Auch ich nahm nochmals einen Schwung mit zur Herstellung von Pilzwürze. Das Wetter zeigte sich auch heute wieder sehr herbstlich. Die Schafskälte hat uns voll im Griff und es wehte weiterhin ein besonders starker und ruppiger Wind. Pilzwetter sieht anders aus! Die Wetterlage dämpft weiterhin die Entwicklung an der Pilzfront erheblich!

Körnchen Röhrlinge und Weinbergschnecke. Das war mir ein Foto wert. Während die Schmierröhrlinge durchaus recht gute Speisepilze darstellen, gilt die ebenfalls sehr schmierige Weinbergschnecke sogar als echte Delikatesse. Ob sie nur zufällig, weil es auf dem Hut so schön glitschieg ist, auf den Pilz gekrochen ist oder diesen ebenfalls als schmackhafte Delikatesse ansah, wissen wir nicht. Schnecke und Pilz haben wir jedenfalls geachtet und nicht angetastet.

Körnchen Röhrlinge und Weinbergschnecke, dass war mir ein Foto wert! Während die Schmierröhrlinge durchaus recht gute Speisepilze sind, gilt die ebenfalls sehr schmierige Weinbergschnecke sogar als echte Delikatesse. Ob sie nur zufällig, weil es vieleicht auf dem Hut so schön schleimig ist, auf den Pilz gekrochen war oder den selben ebenfalls als schmackhafte Delikatesse ansah, wissen wir nicht. Schnecke und Pilz haben wir jedenfalls geachtet und nicht angetastet.

Montag, 23. Juni – Netzstielige Hexen – Röhrlinge waren heute der Renner in der Pilzberatung. Mehrfach wurden sie mir aus dem Stadtgebiet vorgelegt. Die Qualität war sehr gut. Fest und kernig. Das ist dem Wetter der letzten Tage geschuldet. Der leider nur punktuell stattfindende Wachstumsschub von Röhrlingen geht recht langsam von statten, da es zum einen recht kühl, durch die Schafskälte ist, zum anderen sorgt der permanent starke Wind für langsames Wachstum. Zum Glück ist es kein trockener Ostwind, dann wäre jetzt garnichts mehr möglich gewesen. Die Wetterlage stellt sich nun aber um. Die Starkwindphase geht zu Ende und heute Nacht sowie morgen ziehen schauerartige, teils gewittrige Regenfälle durch und ab der zweiten Wochenhälfte wird es etwas wärmer und die Luft immer feuchter. Weitere Regenfälle und Gewitter stehen somit Richtung Wochenende in`s Haus. Das ist dann schon eher ein Wetter, was unsere Pilze lieben. Die Dauerausstellung habe ich heute wieder erneuert. Es liegen 73 Arten auf den Flächen. Zum ersten mal in diesem Jahr mit dabei sind folgende Pilze: Hasenstäubling, Körnchen – Röhrling und Halsband – Schwindling.

Netzstielige Hexen - Röhrlinge (Boletus luridiformis) sind jetzt verstärkt in den städtischen Anlagen unter Linden und Birken erschienen. Im Wert stehen sie den leckeren Flockenstieligen Hexen - Röhrlingen etwas nach, sind aber auch essbar und gut, solange sie jung, fest, frei von Schimmel oder stärkerem Madenbefall sind. In der Literatur werden sie meist nicht empfohlen un d teils sogar als Giftpilz dargestellt. Ich habe die Pilze immer zum Verspeise frei gegeben und noch niemals hat sich jemand darpüber beschwert. Sie gelten bei uns als Speisepilze!

Netzstielige Hexen – Röhrlinge (Boletus luridiformis) sind jetzt verstärkt in den städtischen Anlagen unter Linden und Birken erschienen. Im Wert stehen sie den leckeren Flockenstieligen Hexen – Röhrlingen etwas nach, sind aber auch essbar und gut, solange sie jung, fest, frei von Schimmel oder stärkerem Madenbefall sind. In der Literatur werden sie meist nicht empfohlen und teils sogar als Giftpilz dargestellt. Ich habe die Pilze immer zum Verspeisen frei gegeben und noch niemals hat sich jemand darüber beschwert. Sie gelten bei uns als Speisepilze! Standortfoto am 18.06.2014 im Seeblickpark.

Dienstag, 24. Juni – Heute war ich mit Mitgliedern des Betreuungs- und Selbstbestimmungsvereins in Lübeck e.V. zu einer individuellen Pilzwanderung verabredet. Wir trafen uns gegen 09.00 Uhr am Radebachtal bei Blankenberg. Das landschaftlich sehr reizvolle Gebiet begeiserte mit seiner urwüchsigen Wald-, Tal-, und Bachlandschaft. Von seiten des Pilzaufkommens konnte es heute allerdings nicht überzeugen. Eines unserer interessantesten and artenreichsten Waldgebiet bestach durch eine außergewöhliche Pilzarmut. Dennoch konnten wir dies und jenes finden und erläutern. Leider nur eines der zehn Teilnehmer konnte am Schluß eine Mini – Mischpilzmahlzeit mit nach hause nehmen. Am Anschluß fuhren wir gemeinsam nach Wismar und die Vereinsfreunde schauten sich noch unser mykologisches Informationszentrum und die aktuelle Großpilzausstellung an. Siehe unter „Mit Lübecker Verein im Wald“. – Die Wetterlage hat sich nun umgestellt und in der vergangenen Nacht und teils auch tagsüber zogen schauerartige Regenfälle über uns hinweg. Sie haben die durch den tagelangen Wind abgetrockneten Oberböden wieder durchfeuchtet und wir wollen jetzt mal schauen, ob sich nun vermehrt frische Pilzfruchtkörper an die Oberfläche trauen. Vom Wetter scheint die Norm zumindest bis weit in die nächste Woche hinein günstig zu sein. Bei Temperaturen um die 20 Grad werden immer wieder kräftige Schauer und Gewitter erwartet. Das sollte dann Pilzwetter vom feinsten sein!

Am Abend, es wurde schon dunkel, fuhr ich nochmals kurz in das Revier Weiße Krug, denn ich meinte heute Nachmittag während unserer Rückfahrt nach Wismar, vom Auto aus Sommersteinpilze (Boletus reticulatus gesehen zu haben. Es ließ mir nun keine Ruhe und ich wollte mich davon überzeugen, ob ich richtig gesehen habe. Wie dieses Foto belegt, war es auch der Fall. Nun trauen sie sich endlich auch in den Wäldern heraus. Es scheint, al ob sie nur auf eine bessere Witterung gewartet haben. Die Qualität war erstklassik. Kaum Maden und kackig fest, fast schon ungewöhlich für den in der Regel stark vermadeten Sommersteinpilz. Foto: 24.06.2014 etwas standortversetzt fotografiert.ungewö

Am Abend, es wurde schon dunkel, fuhr ich nochmals kurz in das Revier Weiße Krug, denn ich meinte heute Nachmittag, während unserer Rückfahrt nach Wismar, vom Auto aus Sommersteinpilze (Boletus reticulatus) gesehen zu haben. Es ließ mir keine Ruhe und ich wollte mich davon überzeugen, ob ich richtig gesehen habe. Wie dieses Foto belegt, war es der Fall. Nun trauen sie sich anscheinend endlich auch in den Wäldern heraus. Es sieht fast so aus, als ob sie nur auf pilzfreundlichere Witterung gewartet haben. Die Qualität war erstklassik. Kaum Maden und kackig fest, fast schon ungewöhlich für die in der Regel stark vermadeten Sommersteinpilze. Foto: 24.06.2014 etwas standortversetzt fotografiert.

Mittwoch, 25. Juni – Den heutigen Exkursionstag nutzte ich um noch einigen Sommersteinpilz – Standorten die Ehre zu erweisen. Ich war in verschiedenen Wäldern des Naturparks Sternberger Seenland unterwegs. Das allgemeine Pilzaufkommen ist weiterhin äußerst dürftig. Die häufigsten Pilzarten, die ich heute fand, waren Sommersteinpilze und die großen, blassen Laubwaldpfifferlinge. Die Sommersteinpilzstellen sind keineswegs alle aktiv. Nur an einzelnen Standorten kann man fündig werden. Mitunter sind die Pilze aber von Schnecken und Mistkäfern derart zerfressen, das man nur noch Fragmente von ihnen vorfindet. Aber es waren auch wieder sehr schöne Exemplare dabei. Insgesamt ist der Schub eher schwach. Recht ergiebig waren heute die anscheinend kalkhaltige Standorte bevorzugenden Blassen Laubwaldpfifferlinge. Da die Stellen, die ich heute von ihnen aufsuchte, gleichzeitig Sommersteinpilz – Standorte sind, konnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Pfifferlinge hatte ich teils schon länger beobachtet und man kann sie an den besagten Stellen ohne weiteres stehen lassen, bis sie richtig groß sind, da hier kaum jemand nach Pilzen Ausschau hält. Die Standorte sehen einfach für den normalen Pilzsucher viel zu unattraktiv aus. An einer Stelle wurde vor etwa drei Jahren stark geforstet und Buchen heraus geschlagen, der Waldboden wurde teils aufgebrochen und junge Douglasien gepflanzt. Schon vorher gab es hier die besonders üppige Pfifferlingsart recht gut, durch die Forstarbeiten war der Standort zunächst stark gestört aber inzwischen scheinen die großen Pfifferlinge davon zu profitieren. Sie werden wieder zahlreicher und erscheinen gerade dort, in den Mulden, wo der Waldboden aufgebrochen wurde und die jungen Nadelbäume geplanzt wurden. Hier sammelt sich das Laub und sie stehen recht geschützt. Mykorrhiza – Partner sind aber weiterhin die am Standort verbliebenen Altbuchen. – Vom Wetter her war es heute eher aprilhaft mit etwas Sonne, aber auch teils kräftigeren Schauern und Gewittern.

Groß, massig und fleischig sind die Blassen Laubwaldpfifferlinge (Cantharellus pallidus). Sie bevorzugen schwere, kalkhaltige Böden und stehen damit im Kontrast zum normalen Pfifferling, der sandige und saure Standorte vorzieht. Bei trockenem Wetter sind die Hüte fast weiß und werden oftmals garnicht als Pfifferlinge erkannt. Fällt aber Regen, so leuchten auch sie richtig schön dottergelb. Standortfoto.

Groß, massig und fleischig sind die Blassen Laubwaldpfifferlinge (Cantharellus pallidus). Sie bevorzugen schwere, kalkhaltige Böden und stehen damit im Kontrast zum normalen Pfifferling, der sandige und saure Standorte vorzieht. Bei trockenem Wetter sind die Hüte fast weiß und werden oftmals garnicht als Pfifferlinge erkannt. Fällt aber Regen, so leuchten auch sie richtig schön dottergelb. Standortfoto.

Donnerstag, 26. Juni – Heute herrschte meist freundliches und angenehm temperiertes Wetter. Schauer und Gewitter beschränkten sich meist auf Schleswig – Holstein. Am Abend fing es dann auch in M-V gebietsweise stärker an zu Brodeln. Insbesondere südlich von Rostock entstand ein kleinerer Gewittercluster, der in Richtung Seenplatte zieht. Örtlich gibt sehr heftige Regengüsse. Auch über Wismar sind jetzt gegen 20.00 Uhr mächtige Gewittertürme in den Himmel geschossen und es wird wohl jeden Moment einen Guss geben. Bereits gestern kam es zu häufigen Gewitterschauern und so soll es auch in den nächsten Tagen weitergehen. Wir befinden uns nun im Zeitraum der Siebenschläfer – Regel. Ende Juni/Anfang Juli werden oft die Weichen für den Hochsommer gestellt. Betrachtet man die Mittelfristprognose der Wetterfrösche, so sieht es aus momentaner Sicht nach einem unterkühlten und wechselhaften Hochsommer aus mit vielen Regenschauern und Gewittern. Das wäre dann ein Sommer für Pilzfans! Liebhaber von wärmeliebenden Arten müßten dann allerdings Abstriche in kauf nehmen, dafür würden beispielsweie die Freunde von Pfifferlingen auf ihr Kosten kommen. Voraussetzung sind aber immer wieder kräftige Regenfälle. Es wird dann vermutlich auch keine so ausgeprägten Wachstumsschübe, wie in trochneren Hitzesommern, geben. Es wird eher gelassen und moderat zugehen. Aber wie es letztendlich wirklich kommen wird, weiß nur die Natur alleine!

Gewitterbildung gestern Abend vom Sültener Forst aus fotografiert. Die Wolke weist sehr dichte und massive Quellungen auf. Insbesondere wenn die Luftmasse dann noch sehr warm ist, kann es zu einem sehr heftigen Gewitterausbruch kommen. Bildet sich dann der Eisschirm oder Amboß, wie bereits er im linken Bereich der Wolke zu erkennen, so ist das Reifestadium des Gewitters ereicht und es kann zur Sache gehen.

Gewitterbildung gestern Abend vom Sültener Forst aus fotografiert. Die Wolke weist sehr dichte und massive Quellungen auf. Insbesondere wenn die Luftmasse dazu noch sehr warm ist, kann es zu einem heftigen Gewitterausbruch kommen. Bildet sich dann der Eisschirm oder Amboß, wie bereits im linken Bereich der Wolke zu erkennen, so ist das Reifestadium des Gewitters erreicht und es kann zur Sache gehen.

27. Juni – Bereits gestern hatte ich unsere Ausstellung wieder erneuert. Es liegen aktuell 91 Arten auf den Flächen. Erstmals in diesem Jahr dabei: Korallenpilz, Grauer Scheidenstreifling, Gallenröhrling, Rotfüßchen, Braunschuppiger Dachpilz, Gemeiner Wurzel – Schleimrübling und Kerbrandiger Trichterling. Morgen steht wieder eine öffentliche Pilzehrwanderung auf dem Programm. Es geht in die Redentiner Tannen bei Krusenhagen. Das stadtnahe Waldgebiet war in den 1970er und 80er Jahren mein Stammrevier. In keinem anderen Waldgebiet habe ich jemals so viele Pfifferlinge und Steinpilze geerntet, wie hier. Ich Denke nur an das Super – Steinpilzjahr 1987, als es in einem Fichtenjungbestand, der fast undurchdringlich durch eingestreutes Eichen und Birkenbuschwerk schien, mit einer Größe von etwa 2 ha, derart viele Steinpilze gab, dass man kaum Herr der Lage werden konnte. Nie wieder habe ich derartiges Erlebt. Heute sind die Fichten hochgewachsen und das Buschwerk größtenteils ausgeschlagen. Steinpilze gibt es höchstens noch als Einzelstücke am Rand. Aber nicht nur in besagtem Fichtenstück, nein, im ganzen Wald gab es etliche Standorte dieser Edelpilze, so dass ich mir eine Steinpilzroute erarbeitet habe, für deren Bewältigung ich in der Regel 6 – 8 Stunden benötigte. Natürlich gab es da auch immer Flauten, aber sehr oft hat es sich auch gelohnt. Morgen möchte ich versuchen, diese Route nach so langer Zeit im Rahmen einer Pilzwanderung nochmals abzuwandern. Natürlich etwas verkürzt, so dass niemand Angst haben braucht, mit mir acht Stunden durch den Wald zu laufen. Hauptsache das Wetter spielt auch mit, denn von Südwesten droht ungemach. Kräftige Schauer und Gewitter ziehen bereits ab kommender Nacht auf und auch tagsüber dürfte es sehr turbolent weiter gehen. Aber wir sehen es positiv, da Regen eigentlich immer willkommen ist.

Neben Fichtensteinpilzen gab und gibt es in den Redentiner Tannen natürlich auch Sommersteinpilze, ja in diesem Wald habe ich damals erst den Unterschied zwischen beiden Arten kennengelernt. Der Sommersteinpilz erscheint schon ab Mai und ist nur unter Laubbäumen, meist Eichen und Buchen zu finden. Sein Huthaut ist feinfilzig und im Schnett besitzt das Hutfleisch keine weinrote Zonen unter der Huthaut. Diese Sommersteinpilze (Boletus reticulatus) habe ich am Mittwoch im Sternberger Seenland am Standort fotografiert.

Neben Fichtensteinpilzen gab und gibt es in den Redentiner Tannen natürlich auch Sommersteinpilze, ja in diesem Wald habe ich damals erst den Unterschied zwischen beiden Arten kennengelernt. Der Sommersteinpilz erscheint schon ab Mai und ist nur unter Laubbäumen, meist Eichen und Buchen, zu finden. Seine Huthaut ist feinfilzig und im Schnitt besitzt das Hutfleisch keine weinrote Zone unter der Huthaut. Diese Sommersteinpilze (Boletus reticulatus) habe ich am Mittwoch im Sternberger Seenland am Standort fotografiert.

Sonnabend, 28. Juni – Wie geplant starteten wir heute morgen bei leicht schwülem Wetter zu einer öffentlichen Pilzlehrwanderung durch die Redentiner Tannen. Zunächst gingen wir, wie geplant, etwa die Hälfte meiner damaligen Steinpilzroute ab. Der Wald hat sich stark verändert. Massive Ausholzungen haben viele Bestände stark ausgelichtet und dazwischen wurden im Sinne eines zukünftigen Mischwaldes verschiedene Jungbäume gepflanzt. Durch den starken Lichteinfall und auch teils deutlicher Eutrophierung, sind viele Bereiche stark verkrautet. Wer Himmbeeren ernten wollte, war heute im richtigen Wald. Für Pilzfreunde sah es eher mager aus. Nicht ein einziger Steinpilz und nur eine Handvoll Pfifferlinge. Dennoch konnten wir dies und jenes finden und erläutern und auch eine kleine Pilzmahlzeit war für die meisten der acht Teilnehmer drin. Siehe auch unter „Durch die Redentiner Tannen“.Am Nachmittag zogen dann kräftige Gewitterschauer durch und haben nahezu alle unsere Pilzreviere tangiert. Natürlich, wie üblich bei solchen Wetterlagen, mit unterschiedlichen Niederschlagsergebnissen. In Wismar hat es sehr kräftig geschüttet.

Der Rotbraune oder Fuchsige Scheidenstreifling (Amanita fulva) war, wie bereits auch auf unserer Wanderung vor zwei Wochen, der häufigste Speisepilz und wanderte recht zahlreich in die Sammelbehältnisse. Sind die Pilze noch nahezu geschlossen, so wie hier, sind sie am besten für den Transport geeignet. Aufgeschirmt zerbröseln sie leicht, da sie sehr zart und gebrechlich sind. Sie sollten auch am selben Tag noch verarbeitet werden, da sie schnell verderben. Standortfoto am 28.06.2014.der h

Der Rotbraune oder Fuchsige Scheidenstreifling (Amanita fulva) war, wie bereits auch auf unserer Wanderung vor zwei Wochen, der häufigste Speisepilz und wanderte recht zahlreich in die Sammelbehältnisse. Sind die Pilze noch nahezu geschlossen, so wie hier, sind sie am besten für den Transport geeignet. Aufgeschirmt zerbröseln sie leicht, da sie sehr zart und gebrechlich sind. Sie sollten auch am selben Tag noch verarbeitet werden, weil sie schnell verderben. Standortfoto am 28.06.2014.

Sonntag, 29. Juni Gewitter und nächtlicher Landregen haben recht ordentlich Wasser gebracht. Gebietsweise sind an die 20 Liter und mehr auf den Quadratmeter gefallen. Es gab eine flächendeckende und hoffnungsvolle Überregnung. Nun warten wir auf die Ergebnisse. Ob wohl in 10 – 14 Tagen ein neuer Röhrlingsschub einsetzt? In der Regel liegen etwa 4 Wochen zwischen den einzelnen Schüben. Auf jeden Fall werden die neuerlichen Regenfälle eine Verbesserung des allgemeinen Pilzaufkommens bewirken, insbesondere auch, weil kein dauerhaftes Sommerhoch in Sicht ist. Es geht wechselhaft mit zeitweiligen Niederschlägen weiter. – Heute war ich mit Sohn Jonas kurz in der Parkanlage am Seeblick. Sommersteinpilze gab es keine mehr aber vereinzelt kamen noch junge Flockenstielige Hexen – Röhrlinge. Das allgemeine Pilzaufkommen hat sich hier weiter verbessert. Zunehmend erscheinen verschiedene Täublinge und Milchlinge. Auch der erste Mehlpilz war mit dabei. Was das bedeutet, wissen versierte Steinpilz – Liebhaber.

Tauchen Mehlpilze (Clitopilus prunulus) auf, so bedeutet dieses den Beginn der Steinpilz - Saison. Damit ist nicht der Sommersteinpilz gemeint, dessen Erscheinen nicht an das Vorkommen von Mehlpilzen gekoppelt ist, sonder der Echte- oder Fichtensteinpilz. Dieser Mehlpilz stand unter Linden. Wächst die Art aber unter Fichten, Buchen und Eichen so hat man mit ihm zusammen einen Steinpilz - Standort entdeckt. Auch der intensiv mehlartig riechende Mehlpilz ist essbar. Standortfoto am 29.06.2014.

Tauchen Mehlpilze (Clitopilus prunulus) auf, so bedeutet dieses immer auch den Beginn der Steinpilz – Saison. Damit ist nicht der Sommersteinpilz gemeint, dessen Erscheinen nicht an das Auftauchen von Mehlpilzen gekoppelt ist, sondern der Echte- oder Fichtensteinpilz. Dieser Fruchtkörper stand unter Linden. Wächst die Art aber unter Fichten, Buchen und Eichen, so hat man zugleich einen Steinpilz – Standort entdeckt. Der intensiv mehlartig riechende Pilz ist essbar. Standortfoto am 29.06.2014.

Montag, 30. Juni – Der Frühsommermonat geht heute zu Ende. Er stellt das Bindeglied zwischen den abklingenden Frühlingspilzen und dem beginnenden, sommerlichen Wachstumaspekt dar. Er verlief in diesem Jahr eher recht bescheiden. Wir haben den Juni schon besser erlebt. Liegt es an dem zeitweise relativ trockenen Wetter und den ungünstigen Windlagen? Sicher hat dieses eine Rolle gespielt. Die Pfifferlinge hätten einen besseren Start in die Saison verdient! Ansonsten sollten wir bedenken, das wir im letzten Jahr eine sehr gute Röhrlingssaison hatten und dieses Jahr scheint wieder Normalität einzukehren. Ab morgen beginnt der Pilzsommer und von nun an sollte es wirklich interessanter werden. Regen ist zunächst reichlich gefallen und in den nächsten Tagen kommt auch die Wärme zurück. Eine verheißungsvolle Kombination, insbesondere auch, weil zum nächsten Wochenende wieder verbreitet Gewitter aufziehen sollen.

Stellenweise geht es in punkto Pfifferlinge und Echte Steinpilze schon richtig zu Sache, wie dieses Foto von Andreas Okrent beweist. Er hat es gestern bei Graal - Müritz aufgenommen. Gerade Echte Steinpilze sollen noch reichlich im kommen sein. Viele junge Fruchtkörper hat Andreas stehen gelassen und diese für seine Eltern gesammelt. Hoffen wir, dass es für Andreas bald interessanter wird und das Raritäten - Kabinet eröffnet wird.

Stellenweise geht es jedoch in punkto Pfifferlinge und Echte Steinpilze schon ganz gut zu Sache, wie dieses Foto von Andreas Okrent beweist. Er hat es gestern bei Graal – Müritz aufgenommen. Gerade Echte Steinpilze sollen noch reichlich im kommen sein. Viele junge Fruchtkörper hat er stehen gelassen und diese Pilze für seine Eltern eingesammelt. Hoffen wir, dass es für Andreas bald interessanter wird und das Raritäten – Kabinet öffnet.

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