Nabelinge = Omphalina

Nabelinge in Mecklenburg

Nabelinge = Omphalina

Meist kleine Blätterpilze mit konvexen, mehr oder weniger genabelten Hüten, mit besonders feucht deutlicher Riefung, trocken bis schwach schmierig. Lamellen bogenförmig herablaufend. Verschieden, mitunter recht auffällig gefärbt. Mit oder ohne Geruch. Sporenpulver weiß bis rosa. Mikromerkmale siehe Fachliteratur. Taxonomische Abgrenzung zu anderen Gattungen noch nicht eindeutig geklärt. Bisher etwa 35 Arten in Mitteleuropa beschrieben.

Rotbrauner Nabeling (Omphalina pyxidata). Hut rotbraun, rostorange bis ockerbräunlich, genabelt und durscheinend gerieft. Glatt und bis zu 3 cm im Durchmesser. Lamellen hellrosaocker und herablaufend. Stiel ähnlich dem Hut gefärbt und etwas zylindrisch. Meist auf nackter bis moosiger, sandiger, oft grobkörniger Erde (Kies). Ohne Speisewert. Standortfoto im ehemaligen Kiesabbaugebiet bei Perniek.

Rotbrauner Nabeling (Omphalina pyxidata). Hut rotbraun, rostorange bis ockerbräunlich, genabelt und durchscheinend gerieft. Glatt und bis zu 3 cm im Durchmesser. Lamellen hellrosaocker und herablaufend. Stiel ähnlich dem Hut gefärbt und etwas zylindrisch. Meist auf nackter bis moosiger, sandiger, oft grobkörniger Erde (Kies). Ohne Speisewert. Standortfoto im ehemaligen Kiesabbaugebiet bei Perniek.

Geselliger Glöckchennabeling (Xeromphalina campanella). Die kleinen, dünnfleischigen, rostgelben Blätterpilzchen wachsen meist sehr gesellig bis herdenweise an Stümpfen von Kiefer, Fichte und Lärche. Besonders im Bergland sind sie häufig anzutreffen, im Flachland, so auch in M-V, selten. Die blass bis rötlichgelben Lamellen laufen am Stiel kurz herab und sind stark queraderig verbunden. Der dünne Stiel ist braunrot und an der Basis durch rostgelbe Haare striegelig-zottig. Sommer und Herbst. Wilhelm Schulz hat das Bild am 28.06.2014 im Rotbachtal, in der Kirchhellener Heide, aufgenommen. Für Speisezwecke ohne Bedeutung.

Rosa – Zystidennabeling (Contumyces rosellus). Die in Deutschland offensichtlich sehr seltene Art ist vom Aussterben bedroht! Hüte bis max. 4 cm breit. Lamellen weit am Stiel herablaufend. Der ganze Pilz fleischrosa bis rosabräunlich. Die Lamellen sollen um Grunde häufige Querverbindungen aufweisen, welche auch im Bild zu erahnen sind. Angenehmer Geruch und milder Geschmack. Gesellig in Parkanlagen, Mischwäldern und Gebüschen. Kein Speisepilz. Das Foto haben wir Wilhelm Schulz zu verdanken. Er hat die Pilze am 21.11.2015 in der Regener Heide fotografiert. Bestimmt hat den Fund Bernard Oertel. In Mecklenburg wurde die Art noch nicht nachgewiesen, dafür gibt es einige Fundpunkte im nahen Schleswig – Holstein.