Pilztagebuch November 2014/1

Wetter und Pilze im nordwestlichen Mecklenburg

Tagebuch Wetter/Pilze November 2014/1

In diesem Jahr gibt es Unmengen an Graukappen (Clitocybe nebularis). Es lohnt sich durchaus mal genauer hinzuschauen, denn mit viel Glück kann man auf ihnen die seltenen Parsitischen Scheidlinge (Volvarieela surecta) finden, so auch wir heute gleich zu Beginn unserer öffentlichen Pilzwanderung im Wald bei Parin. Standortfoto. Keine Speisepilze.

In diesem Jahr gibt es Unmengen an Graukappen (Clitocybe nebularis). Es lohnt sich durchaus mal genauer hinzuschauen, denn mit viel Glück kann man auf ihnen die seltenen Parsitischen Scheidlinge (Volvariella surrecta) finden, so auch wir heute gleich zu Beginn unserer öffentlichen Pilzwanderung im Wald bei Parin. Standortfoto. Keine Speisepilze.

Sonnabend, 01. November – Bei traumhaft schönem, ja fast noch spätsommerlich warmen Wetter, starteten wir heute morgen gegen 08.00 Uhr wieder zu einer öffentlichen Pilzlehrwanderung. Ziel war ein kleineres Laub- und Nadelwaldgebiet auf besseren Böden zwischen Thorstorf und Parin bei Grevesmühlen. Begleitet wurden wir von einem Drehteam des regionalen Wismar – Fernsehens. Mit etwa 20 Pilzfreunden waren wir heute wieder eine ansehliche Truppe. Das Pilzaufkommen war für November und auch für dieses Waldgebiet auf Rekordniveau! Pilze wo hin man schaut und wenn dann noch Leute, denen es nicht nur um die Bratpfanne geht, dabei sind, so wie heute, war kaum ein Fortkommen und wir entfernten uns kaum 500 m von unseren Autos. Pilze auf Schritt und Tritt und immer wieder etwas neues zum Aufschreiben, Fotografieren und Kartieren. Aber auch die Kochtopfmykologen kamen voll auf ihre Kosten: Violette Rötel – Ritterlinge, Hallimasch, herrlichste Stockschwämmchen, viele Safran – Schirmpilze in Top Qualität genauso so wie Herbsttrompeten, Wald – Champignons, aber auch Röhrlinge wie Derbe Rotfüßchen und wunderbare, knackige Maronen. Eine Pilzfreundin aus Schwerin, die heute auch mit dabei war, hatte die halbe Nacht zuvor damit zugebracht, ihre 6 Kilo ganz frischer Maronen zu putzen und einzufrieren, die sie vortags in einem klassischen Maronenwald bei Ludwigslust fand. „Maronen ohne Ende, so fest und stämmig wie Steinpilze. Ich stieg nur aus dem Auto aus und im Umkreis von 100 Metern hatte ich meinen großen Korb voll.“ Es ist wirklich ungewöhnlich, um diese fortgeschrittene Jahreszeit noch ein derart üppiges und vielfältiges Pilzaufkommen vorzufinden und das wird wohl auch noch eine weile so weitergehen.

So mancher Korb gelangte schnell an seine Kapazitätsgrenze auf unserer heutigen Pilzwanderung im Wald bei Thorstorf.

So mancher Korb gelangte schnell an seine Kapazitätsgrenze auf unserer heutigen Pilzwanderung im Wald bei Thorstorf. Foto: Christopher Engelhardt.

Sonntag, 02. November – Eigentlich hätte ich den heutigen Sonnag dafür nutzen sollen, meine etwas hinterher hinkende Internet – Arbeit auf Vordermann zu bringen, aber das Wetter war einfach zu gut, um den ganzen Tag im Pilzladen vor dem Computer zu sitzen. Deshalb entschloß ich mich doch lieber in den Wald zu fahren. Da Irena und Jonas in Keez nicht zu hause waren, fuhr ich alleine los. Ziel war ein sandiges Nadel- und Laubmischwaldgebiet bei Göhren. Auch hier immernoch ein sehr vielfältiges und reichaltiges Pilzaufkommen. Überwiegend Fuchsige Rötel – Trichterlinge und Graukappen. Viele Buchen Spei- und Gelbweiße Täublinge, Falsche Pfifferlinge und vieles mehr. Einige Echte Pfifferlinge, Butterpilze, Edel – Reizker, Derbe Rotfüßchen, Maronen und, trotz der Wärme, der erste Schnee – Ritterling der Saison. Irena und Jonas waren unterdessen im Herrenholz unterwegs und machten reichlich Beute. Viele Herbsttrompeten, Stockschwämmchen, Hallimasch, Graublättrige Schwefelköpfe und einige Riesenschirmpilze. Auch Echte Steinpilze und sogar drei ganz junge Sommersteinpilze waren dabei. Desweiteren Maronen, Ziegenlippen, Derbe Rotfüßchen, Fichtenreizker, Judasohren und manches mehr. Der Spätherbstapekt läuft auf Hochtouren und immernoch sind Sommerpilze dabei. Wir erleben in diesem Jahr zwar einen etwas zögerlich begonnenen, aber außergewöhnlich guten und lang anhaltenden Pilzherbst.

Die ersten Pilze, die ich gleich bei der Ankunft im Göhrener Wald fand waren diese beiden Würzigen Tellerlinge (Rhodocybe truncata). Sie wirken ein wenig wie eine Mischung von Maipilzen und Rötel - Ritterlingen. Sind recht festfleischig und kompackt mit angenehmen Geruch. Tatsächlich wurde er früher zu den Rötel - Ritterlingen gestellt. Er kann recht ergiebig sein und kommt auch in Hexenringen vor. Essbar und gut. Soll geschmacklich den Rötel - Ritterlingen überlegen sein. Standortfoto 02.11.2014.

Die ersten Pilze, die ich gleich bei der Ankunft im Göhrener Wald fand, waren diese beiden Würzigen Tellerlinge (Rhodocybe truncata). Sie wirken ein wenig wie eine Mischung von Maipilzen und Rötel - Ritterlingen. Sie sind recht festfleischig und kompackt, mit angenehmen Geruch. Tatsächlich wurde die Art früher zu den Rötel - Ritterlingen gestellt. Er kann recht ergiebig sein und kommt auch in Hexenringen vor. Essbar und gut. Soll geschmacklich den Rötel - Ritterlingen überlegen sein. Standortfoto 02.11.2014.

Montag, 03. November – Es ist nach wie vor für die Jahreszeit außergewöhnlich mild. Um die Wochenmitte kann es dann aber deutlich frischer werden, voraussichtlich aber nur sehr kurzzeitig, denn bereits zum Wochenende wird aus Süden wieder mildere Luft heran geführt. Laut Mittelfristprognose der Wetterfrösche soll es bis mindestens Mitte November ähnlich weitergehen, allerdings mit weniger Sonne. Mild aber oft trüb mit gelegentlichem Regen. Alles in allem weiterhin Pilzwetter vom feinsten. Ob wir Weihnachten noch Steinpilze suchen gehen können? Lassen wir uns überraschen. Längerfristig ist die Natur aber auf Ausgleich bedacht, so dass irgendwann in nächster Zeit durchaus der Spieß umgedreht werden könnte und es schon mal richtig kalt werden kann. Zur Zeit ist ein solches Szenario allerdings nicht auszumachen.

In den Buchenwäldern sind nun auch wieder verstärkt Derbe Rotfüßchen (Xerocomus pruinatus) erschienen, aber meist nicht in solch guter, oft madenfreien Qualität wie in den Vorjahren. Es scheint für sie einfach zu warm zu sein. Standortfoto am 02.11.2014 im Wald bei Göhren.

In den Buchenwäldern sind nun auch wieder verstärkt Derbe Rotfüßchen (Xerocomus pruinatus) erschienen, aber meist nicht in solch guter, oft madenfreien Qualität, wie in den Vorjahren. Es scheint für sie einfach zu warm zu sein. Standortfoto am 02.11.2014 im Wald bei Göhren.

Dienstag, 04. November – Heute waren die Handwerker im Laden und haben komplett alle Fenster ausgewechselt, auch die Schaufenster. Während die anderen Fenster einen deutlich besseren Eindruck hinterlassen und auch besser zu handhaben sind, bin ich mit den Schaufenstern nicht ganz so zufrieden. Die Fensterahmen sind wesentlich dicker und somit auch im unteren Schaufensterbereich höher, so dass meine Auslagen, zumindest im vorderen Bereich, etwas verdeckt werden und nicht so gut wie bisher zur Geltung kommen werden. Hier muss ich mir wohl etwas einfallen lassen. Ich hoffe aber, dass ich jetzt nicht den ganzen Winter, so wie in der Vorjahren, Ventilatoren laufen lassen brauche, weil die Fenster immer durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit im Innenraum, stark beschlagen waren. Nicht so schön ist auch, dass in diesem Zusammenhang unsere rustikale Schreibtafel an der Außenfassade entfernt worden ist, da die Fensterahmen hier ebenfalls breiter sind. Die Tafel befand sich genau zwischen beiden Schaufenstern und auf ihnen konnten wir immer gut auf das Aktuellste hinweisen. Aber ich denke, wir werden längerfristig Lösungen finden. Bei der Gelegenheit bietet sich nun an, da ich meine größeren Ausstellungsflächen aus diesem Grunde vorzeitig abbauen mußte, den Hauptgeschäftsraum zu renovieren. Die Innenwände können schon seit langen einen neuen Anstrich vertragen. Ich werde also versuchen, in den nächsten 10 Tagen die Renovierung durchzuziehen. Das bedeutet aber gleichzeit Schluß mit Pilzsesuchen, bis auf die offiziellen Termine, die noch anstehen. Das ist insofern schade, da es in diesem November noch überdurchnittlich viele Pilze gibt und es noch sehr interessant in den Wäldern und sonstigen Pilzgebieten zugeht. Auch muss ich mich sputen, denn in der 2. Novemberhälfte wollen wir wieder unsere speziellen Adventsgestecke anbieten. Es wird also in den nächsten Wochen nochmals richtig streßig für mich. Ich versuche aber trotz alledem die Berichterstattung von der Pilzfront so gut es geht aufrecht zu erhalten und wie es sich gehört, das November – Tagebuch zu Ende zu bringen.

In vielen Wäldern kann man immer noch zahlreiche Maronen - Röhrlinge (Xerocomus badius). Übrigens wird von den Pilzsystematikern die Marone zur Zeit innerhalb der Röhrlingsgattungen hin und her geschoben. Sie wird schon seit einiger Zeit nicht mehr zur Gattung Xerocomus = Filzröhrlinge gestellt. Sie soll zu Bolöetus gehören, aber wie ich erfahren habe, hat man sie auch dort wieder herausgenommen und versucht für sie eine eigene Gattung aufzustellen. Ich mache an dieser Stelle das Chaos nicht mit und sie bleibt, wie viele andere Arten, bei uns zunächst an ihren angestammten Platz bei den Filzröhrlingen. Dem Pilz und nochvielmehr den Pilzsammlern sollte dieses mehr wie egal sein.gfinden

In vielen Wäldern kann man immer noch zahlreiche Maronen - Röhrlinge (Xerocomus badius) finden. Übrigens wird von den Pilzsystematikern die Marone zur Zeit innerhalb der Röhrlingsgattungen hin und her geschoben. Sie wird schon seit einiger Zeit nicht mehr zur Gattung Xerocomus = Filzröhrlinge gestellt. Sie soll zu Boletus = Dickröhrlinge gehören. Aber wie ich erfahren habe, hat man sie auch dort wieder herausgenommen und versucht für sie eine eigene Gattung aufzustellen. Ich mache dieses Chaos nicht mit und sie bleibt, wie viele andere Arten, bei uns zunächst an ihren angestammten Platz bei den Filzröhrlingen. Dem Pilz und nochvielmehr den Pilzsammlern, sollte dieses ohnehin mehr als egal sein. Standortfoto im Wald bei Göhren am 03.11.2014.

Mittwoch, 05. November – Heute bin ich nicht in den Wald gefahren sondern habe ausgiebige Einkäufe getätigt. Wandfarbe und Zubehör zum Renovieren, Kerzen und Dekomaterial zum Adventsbasteln und einiges mehr. Dafür war unsere Pilzfreundin Angelika Boniakowski auf Info – Tour unterwegs. Sie fuhr in südöstlicher Richtung zum Mildenitztal und in die Nossentiner/Schwintzer Heide. Ihr kurzer Bericht war ernüchternd – nichts mehr los, zumindest aus Sicht der Speisepilzsammler. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn hier setzte ein stärkeres Pilzwachstum schon Ende August ein. Zu diesem Zeitpunkt und auch noch lange danach gab es in den jetzt noch recht pilzreichen Gebieten kaum Frischpilze. In manchen Wäldern wurde es erst ab Mitte Oktober deutlich besser und hier sollte man immernoch recht gut fündig werden.

Der Wohlriechende Gürtelfuß (Cortinarius torvus) zählt zu unseren häufigsten und leicht kenntlichsten Haarschleierlingen. Wir finden in meist unter Buchen. Seine Lamellen stehen recht entfernt und am Stiel ist eine deutlich Ringzone (Gürtel) zu erkenen. Ihm entröhmt ein angenehmer Duft, dennoch gilt er als ungenießbar. Die Pilze habe ich am Sonntag an einer lange trockenen und sonnigen Walskante bei Göhren fotografiert. Hier ist das pilzliche Leben jetzt erst richtig in gange gekommen.

Der Wohlriechende Gürtelfuß (Cortinarius torvus) zählt zu unseren häufigsten und leicht kenntlichsten Haarschleierlingen. Wir finden ihn meist unter Buchen. Seine Lamellen stehen recht entfernt und mit kürzeren untermischt. Am Stiel befindet ist eine deutliche Ringzone (Gürtel). Ihm entströmt ein angenehmer Duft, dennoch gilt er als ungenießbar. Die Pilze habe ich am Sonntag an einer lange trockenen und sonnigen Waldkannte bei Göhren gefunden und am Standort fotografiert. An diesen sonnenexponierten Stellen ist das pilzliche Leben kürzlich erst richtig in gange gekommen.

Donnerstag, 06. November – Heute habe ich angefangen mit der Renovierung. Ein Wandbereich ist fertig und die nächsten werden im Verlauf folgen. Unser Pilzfreund Christian Ehmke war heute kurz im Haushalt Forst. Nach seinen Beobachtungen sind die meisten Pilze dort überständig. Pilz- und Vereinsfreund Jochen war gestern in seinen früheren Hauswäldern unterwegs, dass sind die Kiefernwälder im Elbegebiet, an der Grenze zu Niedersachsen b.z.w. in Niedersachsen selbst. Die Maronen stehen hier gut und sogar schöne Steinpilze hat er in den Kiefern gefunden, die es heute zum Abendbrot geben soll. Am heutigen Tage hatte er den Waldtyp gewechselt und war in den besseren Buchenwäldern des Lübberstorfer Forstes unterwegs. Er brachte mir von dort einen Korb voller Herbsttrompeten mit, die ich im Anschluß gleich auf den Trockner packen werde. Auch sehr schöne Anis – Champignons, Violette Rötel – Ritterlinge und etliche junge und feste Flockenstielige Hexen – Röhrlinge hatte er u. a. dabei. Die Pilzsaison geht also weiter und auch vom Wetter dürfte dem kaum etwas im Wege stehen. Der Temperaturtrend für die nächste Woche zeigt nach oben. Bemerkenswert ist auch weiterhin die nicht enden wollende Serie von Karbol – Champignons, die mir weiterhin nahezu täglich vorgelegt werden. Auch heute war wieder ein großer Korb voll mit dabei.

Die rötliche Wurzeltrüffel (Rhizopogon roseolus) wächst zerstreut unter Kiefern und Weiden, gern an Waldränder und Wegen. Auf Sand- und flachgründigen Kalkböden. Oft tritt sie mit dem Scheitel etwas aus dem Boden heraus und ist dann recht leicht zu finden. Ungenießbar. Sie gehört nicht zu den echten Trüffeln sondern zu den Erdnüssen und ist mit den Stäublingen und Bovisten verwandt. Die Pilze hat Christian Ehmke dieser Tage unter Kieferrn gefunden. Er ist auch der Fotograf.

Die Rötliche Wurzeltrüffel (Rhizopogon roseolus) wächst zerstreut unter Kiefern und Weiden, gern an Waldränder und Wegen, auf Sand- und flachgründigen Kalkböden. Oft tritt sie mit dem Scheitel etwas aus dem Boden heraus und ist dann recht leicht zu finden. Ungenießbar. Sie gehört nicht zu den echten Trüffeln sondern zu den Erdnüssen und ist mit den Stäublingen und Bovisten verwandt. Die Pilze hat Christian Ehmke dieser Tage unter Kieferrn gefunden. Er ist auch der Fotograf.

Freitag, 07. November – Eigentlich möchte ich hier über Wetter und Pilze schreiben. Aber aus aktuellem Anlass bewegen mich heute ganz andere Gedanken. Um weiterhin mobil zu bleiben, denn mein alter, in die Jahre gekommener Roller drohte langsam den Geist auf zu geben, bekam ich im Mai spontan einen neuen Geschenkt, denn als Hartz IV – Aufstocker kann ich mir keinen leisten, auch wenn ich das ganze Jahr von morgens bis tief in die Nacht hinein arbeite. Da überlegten sich zwei Pilzfreunde aus unserem Verein, mir einen neuen zu finanzieren. Gleich auch ein etwas hochwertigeres Model, ein Leichtkraftroller, mit dem ich nun auch größere Strecken problemlos bewältigen konnte. Nun nutze ich das Fahrzeug fast zu 90 % dienstlich. Heute mußte ich die Kaufunterlagen und den Schenkungsvertag bei der Behörde vorlegen und es wird nun geprüft, ob ich das Geschenk annehmen durfte. Wahrscheinlich aber nicht! Das würde bedeuten, dass Geschenk für den Steinpilz – Wismar (es ist ja mein Dienstfahrzeug) muss ich wieder zurück geben oder der Wert des Fahrzeuges wird mir auf meine zustehenden Leistungen angerechnet. Sollte ich fast 5000. 00 € zurückzahlen, die ich nie hatte, wäre es das Todesurteil für den Steinpilz – Wismar! Muss ich den Roller zurückgeben, darf ich wieder zu Fuß gehen! Es ist schon eine gute alte Tradition, dass mir seit nunmehr 12 Jahren mit schöner Regelmässigkeit Ärger zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel, ausgehend von den Behörden, in`s Haus steht. Früher habe ich mich auf die gemütliche Weihnachstzeit und den Jahreswechsel gefreut. Seit dem ich aber den Steinpilz – Wismar ins Leben gerufen habe, ist daran kaum noch zu denken. Politiker, die diese Gesetzte beschließen, denken stets an ihre Vorteile und dürfen nicht nur kräftig hinzuverdienen, sondern Erhöhen sich in schöner Regelmässigkeit auch ihre Bezüge. So die Damen und Herren in der Wismarer Bürgerschaft dieser Tage gleich um 100%. Für mich wird schon seit Jahren nicht einmal mehr in die Rentenkasse eingezahlt. Meine private Rentenversicherung hatte ich vor Jahren aufgelöst, um Schwankungen bei der Finanzierung unseres Gewerberaumes aufzufangen, mit entsprechendem Ärger von der damaligen ARGE. Meine in Aussicht stehende Rente ab dem 01.05.2025 beträgt 484,05 €! Ich bleibe also auch im Alter ein richtiger Sozialfall, auch wenn ich zum Ende meines Lebens recht viel für das allgemeinwohl geleistes haben werde. Wismar besitzt eine vorbildliche Pilzberatungsstelle, aber um welchen Preis und unter welchen Bedingungen für denjenigen, der diese verantwortungsvolle seit Tätigkeit seit Jahrzenten in Wismar anbietet und absichert!

Und nun wieder zu unserem eigetlichen Thema. Erfreuliches gibt es von unserer Pilzfreundin Sabine aus Schwerin zu vermelden. Sie hat beim Herbstzputz auf ihrem Grundstück diese merkwürdigen Pilze gefunden und auch selbst bestimmt. Der Wohlriechende Schuppenwulstling (Squamanitaodorata) ist eine absolute Rarität von außerordentlicher Seltenheit. Der Pilz entrömt einen betörender Duft und er besitzt eine außergewöhnliche Lebensweise. Er befällt als Parasit die Myzelien anderer Pilzarten aus verschiedenen Gattungen. Es gibt weitere Vertreter dieser Gattung, die allesamt sehr selten sind. Foto: Sabine Kock.

Und nun wieder zu unserem eigentlichen Thema. Erfreuliches gibt es von Pilzfreundin Sabine aus Schwerin zu vermelden. Sie hat beim Herbstputz in ihrem Garten in Kothensdorf diese merkwürdigen Pilze gefunden und auch selbst bestimmt. Der Wohlriechende Schuppenwulstling (Squamanita odorata) ist eine absolute Rarität von außerordentlicher Seltenheit! Dem Pilz entrömt ein betörender Bonbonduft und er besitzt eine außergewöhnliche Lebensweise. Er befällt als Parasit die Myzelien anderer Pilzarten unterschiedlicher Gattungen. Es gibt noch weitere Vertreter der Schuppenwulstlinge, die allesamt sehr selten sind. Foto: Sabine Kock.

Sonnabend, 08. November – Zunächst vielen Dank an einige Tagebuchleser, die ihr Unverständniss per Mail darüber zum Ausdruck brachten, dass ich möglicherweise mein derzeitiges Fahrzeug wieder zurück geben muss. Es gibt aber auch Leser, zumindest einen, der mir unmißsverständlich mitteilte, dass ich mir doch, wie jeder andere vernünftige Mensch, endlich eine Arbeit suchen möchte. Dann kann ich mir auch einen Roller leisten und Pilze Sammeln nebenbei auch noch. Leider kann ich nicht verhindern, dass auch solche Leute meine Arbeit im Internet nutzen, sie aber nicht als solches anerkennen oder erkennen, sondern anscheinend nur als Spaß an der Freude einstufen. Diese Gedanken spiegeln aber nur den eigentlichen „Stellenwert“ wieder, den die Beschäftigung mit Pilzen in breiten Kreisen der Gesellschaft besitzt. Wenn ich alle Stunden, die ich seit dem Jahre 1981 für die Pilzberatung- und Aufklärungtätigkeit, inklusive Wochenenden und fast ohne regulären Urlaub, nur mit einem halbwegs ordentlichen Mindestlohn bezahlt bekommen hätte, würde ich kaum wissen, was ich mit all dem Geld anfangen sollte. Auch heute wird, wie an vielen Tagen in der Pilzsaison, frühesten gegen 00.00 Uhr Feierabend sein und morgen früh geht es schon wieder los. Es steht eine Vereinsexkursion auf dem Programm. Aus diesem Grunde bin ich heute mit meinem umstrittenen Roller noch zum Zielgebiet gefahren, weil mir die Anfahrt nicht ganz klar war b.z.w. wie wir am kürzesten die Fahrzeuge umsetzten können, da wir wieder von A nach B wandern wollen. Bei einem kurzen Zwischenstop im Friedrichsthaler Forst warf ich zunächst einen Blick in einen Fichtenwald. Es standen recht viele Pilze, vor allem Safran – Schirmpilze. Hier hätte man nur die Besten einsammeln brauchen und in weniger als fünf Minuten wäre ein mittlerer Korb gefüllt. Im gegenüberliegenden Buchwald strotzte es nur so vor Pilzen. Eine deratige dichte auch von verschiedensten Arten und Gattungen habe ich in diesem Jahr noch nicht gesehen. Alleine auf wenigen Quadratmetern schon bis zu 20 verschiedene Pilzarten. Ich sammelte die attraktivsten zusammen und machte folgendes Foto:

Unglaublich was hier an Pilzen auf kleinstem Raum stand:

Unglaublich was hier an Pilzen auf kleinstem Raum stand: Sonnen - Täubling, Trockener Schneckling, Buchen Spei - Täubling, Weißstieliger Leder - Täubling, Frauen - Täubling, Derbes Rotfüßchen, Süßlicher Milchling, Graugrüner Milchling, Brandiger Ritterling, Anis - Champigons, Gelber Knollenblätterpilz, Rötlinge, Gürtelfüße, Klumpfüße und einiges mehr, dass den Rahmen gesprengt hätte. Vieles war auch richtig frisch! Foto am 08.11.2014 im Friedrichstaler Forst.

Sonntag, 09. November – Gegen 00.45 Uhr war für mich heute morgen Feierabend. Regale und Schränke ausräumen, Putzen, Wischen und Entstauben und dann der neue, frische Wandanstrich drauf. Am nächsten Tag wieder Zurückräumen, Schieben und Einräumen. So wird Ecke für Ecke nach und nach unseres Beratungs- und Ausstellungsraums auf Vordermann gebracht. Um 02.00 Uhr dann ins Bett und um 06.00 Uhr klingelte der Wecker. Es stand eine Vereinsexkursion am Neumühler See bei Schwerin auf dem Programm. Dieses Gebiet, insbesondere der angrenzende Friedrichsthaler Forst, ist eines unserer artenreichsten und interessantesten Wälder im Westen Mecklenburgs. Ein Raritätenkabinet der Extraklasse! Hier haben wir im laufe der Zeit Pilzarten gefunden, die ich bisher garnicht oder kaum woanders feststellen konnte. Und auch heute zeigte das Gebiet seine Klasse. Neben einer Fülle mehr oder weniger gängiger Arten auch solche Raritäten wie Saftlinge, Gerberei – Schwärzlinge, Glattstielige Hexen – Röhrlinge und als Super Fund der sehr seltene Safranrote Weichporling! Das Wetter war herrlich und um die Mittagszeit bei Sonnenschein auch wieder richtig mild. Eine goldene und erfolgreiche November – Exkursion lag am Schluß hinter uns.

Aber auch der gemeine Speisepilzsammler kam auf seine Kosten. Ein junger knackiger und madenfreier Steinpilz (Boletus edulis). Steinpilze waren zwar nur Einzelstücke vorhanden, aber reichlich Derbe - Rotfüßchen, einige Maronen, Flockenstielige Hexen - Röhrlinge, Schirmpilze, Täublinge und Milchlinge, allen voran Edel - und Fichtenreizker füllten die Körbe zum Teil bis zum überlaufen. Standortfoto 09.11.2014 im Friedrichtsthaler Forst.

Aber auch der gemeine Speisepilzsammler kam auf seine Kosten. Ein junger knackiger und madenfreier Steinpilz (Boletus edulis). Steinpilze waren zwar nur als Einzelstücke vorhanden, aber reichlich Derbe - Rotfüßchen, einige Maronen, Flockenstielige Hexen - Röhrlinge, Schirmpilze, Hallimasch, Täublinge und Milchlinge, allen voran Edel - und Fichtenreizker, füllten die Körbe zum Teil bis zum überlaufen. Standortfoto 09.11.2014 im Friedrichtsthaler Forst.

Montag, 10. November – Nicht nur ich bin zur Zeit in unserem Laden mit Renovierungsarbeiten beschäftigt, auch der Bereich mit den neu eingesezten Fenstern muss verschmiert und frisch gemalert werden, dass machen aber Profis. Heute waren sie wieder zugange und ich beschäftgte mich hauptsächlich mit der Aufarbeitung unserer gestrigen Exkursion. Während im Friedrichsthaler Forst das Pilzaufkommen noch auf Hochtouren läuft und auch viele Pilze frisch und in guter Qualität anzutreffen sind, soll es anderswo schon deutlich schlechter aussehen. So rief mich heute Vereinsmitglied Ulrich Klein an und teilte mir mit, dass er am Wochenende von einem Wald bei Klütz recht enttäuscht war. Vieles überständig und nur noch wenig frisch wachsende Pilze. Es ist also wie schon den ganzen Herbst über von Wald zu Wald oft sehr unterschiedlich und daran wird sich auch bis zum Ende der offiziellen Saison in drei Wochen nichts mehr ändern.

Glattstielige Hexen - Röhrlinge (Boletus queltii) gestern im Friedrichstaler Forst. In unmittelbarer Nähe  wuchs eine größere Gruppe Flockenstieliger Hexen - Röhrlinge, die einen Vergleich vor Ort ermöglichten. Da sie ebenfalls frisch und fest waren, nahm ich sie zum Trocknen mit. Auch das Fleisch beider Arten ist unterschiedlich gefärbt. Beim häufigen Flockenstieligen gelb mit tiefblauer Verfärbung, beim Glattstieligen weinrot mit bläulicher Verfärbung. Am Standort fotografiert am 09.11.2014. Roh giftig, danach vermutlich wie andere Hexen - Röhrlinge ein guter Speisepilz.

Glattstielige Hexen - Röhrlinge (Boletus queletii) gestern im Friedrichsthaler Forst. In unmittelbarer Nähe wuchs eine größere Gruppe Flockenstieliger Hexen - Röhrlinge, die einen guten Vergleich vor Ort ermöglichten. Da sie ebenfalls frisch und fest waren, nahm ich sie zum Trocknen mit. Auch das Fleisch beider Arten ist unterschiedlich gefärbt. Beim häufigen Flockenstieligen gelb mit tiefblauer Verfärbung, beim Glattstieligen weinrot mit bläulicher Verfärbung. Am Standort fotografiert am 09.11.2014. Roh giftig, danach vermutlich, wie andere Hexen - Röhrlinge auch, gute Speisepilze.

Dienstag, 11. November – Vom Wetter her war es heute richtig herbstlich. Lange hielt sich der Nebel, aber um die Mittagszeit hatte die Sonne vorübergend die Oberhand gewonnen. Dabei wurde es wieder mild. Mild ist auch das Stichwort der nächsten Tage. 10 – 15 Grad sind für Mitte November noch sehr ordentliche Temperaturen. Auch wenn es in der Folge etwas abkühlen soll, ein richtiger Wintereinbruch, wie er um diese Jahreszeit durchaus schon möglich wäre, scheint auch nach wie vor nicht in Sicht. Wir dürfen also weiterhin recht optimistisch in die Pilze gehen.

Der

Der Safranrote Weichporling (Hapalopilus croceus) ist eine sehr seltene Porlingsart, die meist an Eichenholz vorkommt. Gefunden am Westufer des Neumühler Sees bei Schwerin. Die weichfleischigen Fruchtkörper sind einjährig und wachsen im Herbst frisch aus dem Substrat. Ob sie giftig sind, so wie der nah Verwandte Zimtfarbene Weichporling, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Standortfoto am 09.11.2014.

Mittwoch, 12. November – Da ich nach wie vor stark am Wirtschaften bin und nach und nach unseren Beratungs – und Ausstellungsraum renoviere, stand heute keine Exkursion auf dem Programm. Das ist sehr schade, denn gerade in diesem Spätherbst ist noch allerhand los. Das berichtete mir auch Torsten Richter vom Rehnaer Pilzverein. Die bieten zur Zeit auch dort jedes Wochenende vereinsinterne Pilzexkursion für ihre Mitglieder an. Wir vom Steinpilz – Wismar laden am Sonnabend wieder zu einer öffentlichen Wanderung, der letzten in diesem Jahr, ein. Siehe unter Termine. – Das Wetter soll diese Woche noch sehr mild bleiben, wobei die Regenneigung allmählich größer werden soll. Gebietsweise kräftige Regenfälle sind ab dem Wochenende und in der nächsten Woche zu erwarten. Danach könnten, laut ersten Wettertrends, die Tiefdruckgebiete eine viel weiter nördlich verlaufende Route nehmen und Mitteleuropa kommt wettertechnisch zur Ruhe und könnte auskühlen. Das wäre dann ab der letzten November – Dekade der Fall, wodurch zumindest die Nachtfrostgefahr zunehmen dürfte.

Dieses schöne Sporenbild von Entoloma rhodopolium, dem Niedergedrückten Rötling haben wir Christopher Engelhardt aus Lübeck zu verdanken. Wir haben die Pilze am Sonntag am Neumühler See gefunden, waren uns aber nicht sicher.

Dieses schöne Sporenbild von Entoloma rhodopolium, dem Niedergedrückten Rötling, haben wir Christopher Engelhardt aus Lübeck zu verdanken. Wir haben die Pilze am Sonntag am Neumühler See gefunden, waren uns aber nicht sicher, um welchen Rötling es sich handeln könnte.

Donnerstag, 13. November – Ich bin weiterhin am Werkeln, aber allmählich sieht es schon freundlicher aus in unserem Informations – und Beratungszentrum. In diesem Zusammenhang wird morgen auch die letzte Ausstellungsfläche abgebaut, denn auch dort muss renoviert werden. Ich muss mich weiterhin sputen, denn ab nächster Woche soll es vorweihnachtlich werden. Wir wollen wieder unsere ganz besonderen Adventsgestecke anbieten und dazu muss auch das Ambiente stimmen. Von der Pilzfront kann ich deshalb nichts aktuelles berichten, aber ich denke, so viel hat sich seit Sonntag nicht getan. Es gibt sicher, zumindest regional, immer noch sehr viele Pilze.

Diese beiden Pilze liegen zur Zeit auch auf meiner Restausstellung. Irena hat sie vor wenigen Tagen im Friedrichsthaler Forst gefunden. Trotz des lamellenartigen Hymeniums handelt es sich um Röhrlinge. Genauer gesagt um den Blätterröhrling oder dem Europäischen Goldblatt (Phylloporus rhodoxanthus). Seine Lamellen sind stark queraderig. Essbar. Der Pilz kommt bei uns zerstreut meist im Buchenwald vor und liebt eher saure Standorte.

Diese beiden Fruchtkörper liegen zur Zeit u. a. auf meiner Restausstellung. Irena hat sie vor wenigen Tagen im Friedrichsthaler Forst gefunden. Trotz des lamellenartigen Hymeniums handelt es sich um Röhrlinge. Genauer gesagt um den Blätterröhrling oder dem Europäischen Goldblatt (Phylloporus rhodoxanthus). Die Lamellen sind stark queraderig. Essbar. Der Pilz kommt bei uns zerstreut, meist im Buchenwald, vor und liebt eher saure Standorte.

Freitag, 14. November – Das Wetter der letzen Tage war überwiegend novembertypisch grau und teils auch neblig trübe. Die Temperaturen waren dazu aber weiterhin für die fortgeschrittene Jahreszeit hoch. Wie die Metereologen von Wetter – Online ausgerechnet haben, fällt die erste Novemberhälfte so warm wie seit 130 Jahren nicht aus. Das Jahr 2014 wird wohl, besonders auch für uns im Norden, eines der wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden. Der vergangene Winter war sehr mild, das Frühjahr war auch nicht gerade kühl und im Hochsommer war es bei uns lange Zeit ungewöhnlich warm, während Süddeutschland zeitweise im Regen fröstelte. Nach einer kurzen, aber empfindlich kühlen Phase im August, wurde es ab September wieder ziemlich warm. Zwar keine Hitze, aber lange Zeit überdurchschnittliche Mittelwerte. Kein Wunder, dass die Pilzsaison immernoch auf Hochtouren läuft. Mal schauen, was wir morgen, auf unserer letzten öffentlichen Pilzwanderung, finden werden.

Heute statte ich wegen des 6. Todestages meiner Mutter dem Wismarer Friedhof einen Kurzbesuch ab. Gleich neben dem Eingang steht eine Fichtenreihe. Unter ihnen wurde vor einiger Zeit in sehr dicker Auflage Holzhäcksel ausgebracht. Bereits im Oktobner hatte uns von hier Pilzfreund Peter Kofahl diese ungewöhnlich farbenfrohen Pilze mitgebracht. Die wachsen hier seit einigen Wochen zu hunderten und schon aus einiger Entfernung ist diese farbenprächtige Pilzbeet nicht zu übersehen. Blumen brauchen hier nicht geplanzt werden, diese Pilze besitzen einen hohen Dekorationswert. Es handelt sich um den ursprünglich in unseren Breiten sehr seltenen Orangeroten Träuschling (Stropharia aurantiaca). Durch das Mulchen konnte er sich in letzter Zeit ganz gut ausbreiten und hat nun auch Wismar erreicht. Standortfoto. Kein Speisepilz.

Heute stattete ich wegen des 6. Todestages meiner Mutter dem Wismarer Friedhof einen Kurzbesuch ab. Gleich neben dem Eingang steht eine Fichtenreihe. Unter ihnen wurde vor einiger Zeit in sehr dicker Auflage Holzhäcksel ausgebracht. Bereits im Oktober hatte uns Pilzfreund Peter Kofahl von hier diese ungewöhnlich farbenfrohen Pilze mitgebracht. Sie wachsen hier seit einigen Wochen zu hunderten und schon aus einiger Entfernung ist dieses farbenprächtige Pilzbeet nicht zu übersehen. Blumen brauchen hier nicht gepflanzt werden. Es handelt sich um den ursprünglich in unseren Breiten sehr seltenen Orangeroten Träuschling (Stropharia aurantiaca). Durch das Mulchen konnte er sich in letzter Zeit ganz gut ausbreiten und hat nun auch Wismar erreicht. Standortfoto 14.11.2014. Kein Speisepilz.

Sonnabend, 15. November – Heute starteten wir zu unserer letzten öffentlichen Pilzwanderung des Jahres 2014 von Wismar aus in einen Wald zwischen den Ortschaften Goldebee und Nevern. Überwiegend Buchenwald auf besseren Böden. Die letzte Wanderung war mit 17 Teilnehmern gut besucht. Das Wetter war zwar novenbertypisch grau und es wehte auch ein lebhafter Wind, aber dennoch für eine spätherbstliche Wanderung recht ordentlich. Das allgemeine Pilzaufkommen war hier nicht mehr sonderlich berauschend, aber für die fortgeschrittene Jahreszeit angemessen. An Stubben gab es immer wieder einige Stockschwämmchen, es wuchsen noch in bescheidenen Mengen Täublinge und Milchlinge, auch wertvolle Frauen – Täublinge waren dabei. Röhrlinge konnten wir nur vereinzelt aufspüren. Derbe Rotfüßchen, Maronen und Steinpilze waren im Angebot. Siehe unter „Jahresabschlußwanderung 2014“.

Diese beiden Steinpilze (Boletus edulis) waren noch frisch und madenfrei.

Diese beiden Steinpilze (Boletus edulis) waren noch frisch und madenfrei.

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