Speisepilze des Winters

Mecklenburger Speisepilze im Winter

Speisepilze des Winters

Was soll denn das! – mitten im Winter in die Pilze? – Ja selbstverständlich! Und es ist oftmals sogar einfach sich im Winter eine frische Pilzmahlzeit aus Wald und Flur zu besorgen und es besteht bei den wenigen, empfehlenswerten Arten, auch kaum eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Pilzen, denn die wachsen im Winter wahrlich kaum. Wenn man weiß, was man zu dieser Jahreszeit, wo finden kann, und wie die Pilze aus zu sehen haben, die man Essen kann, ist mit etwas Glück eine schmackhafte Frischpilzmahlzeit gesichert. Pilze, die zu dieser Jahreszeit wachsen, sind in der Regel Frost unempfindlich b.z.w. benötigen diesen sogar um die Fruchtkörperbildung anzuregen. Nur ständiges Dauerfrostwetter läßt ihr Wachstum logischerweise stagnieren. Viel Glück beim Pilzesuchen im Winter!

Das Judasohr (Hirneola auricula judae) ist ein muß für jeden Fan der asiatischen Küche. Unter der Bezeichnung "Mur Err" oder "Black Fungus" ist er in getrockneter Form auch im Handel erhältlich. In meimischer Natur ist dieser Gallertpilz ganzjährig, bevorzugt allerdings in den feuchteren Wintermonaten zu finden. Am ehesten und oft recht schnell wird man am Schwarzen Holunder (Sambucus nigra) fündig. Die fleischbräunlichen, gellatinösen "Ohren" sind kaum zu verwechseln. Sie sind reich an den Inhaltsstoffen Eisen, Kalium, und Magnesium. Sie enthalten außerdem noch Phosphor, Silicium und Vitamin B1. Stando

Das Judasohr (Hirneola auricula judae) ist ein muß für jeden Liebhaber der asiatischen Küche. Unter der Bezeichnung "Mu-Err" und "Black Fungus" ist es in getrockneter Form auch im Handel erhältlich. Es wächst ganzjährig, ist aber im feuchteren Winterhalbjahr wesentlich häufiger als im Sommer. Will mann den Pilz in größeren Mengen finden, sollte man die Stämme und Äste des Schwarzen Holunders (Sambucus nigra) nach ihnen absuchen. Judasohren wachsen zwar auch an vielen anderen Gehölzen, am Holunder sind sie aber mit Abstand am häufigsten anzutreffen. Sie sollen reich an Eisen, Kalium und Magnesium sein und außerdem noch Phosphor, Silicium und Vitamin B1 enthalten. Sie besitzen allerdings nur einen schwachen Eigengeschmack, sind aber durch ihre Konsistenz eine interessante Zutat zu allerlei Speisen. Standortfoto am 21.11.2009 im Haushalt Forst an Buchenholz.

Samtfuß - Winterrübling (Flammulina velutipes). Im Winterhalbjahr, insbesondere von November bis Februar

Samtfuß - Winterrübling (Flammulina velutipes). Im Winterhalbjahr, schwerpunktmäßig von November bis Februar, kann man diesen kleinen bis mittelgroßen, gelbbräunlichen, büschelig wachsenden Blätterpilz mit seinem fettig glänzendem Hut und dem braunsamtigen Stiel recht häufig an Laubhözern antreffen. Besonders an Weiden und in Erlen/Eschenbrüchen lohnt sich die Suche im Winter und ist oft von Erfolg gekrönt. Bei Beachtung seiner markannten Merkmale ist dieser vorzügliche Speisepilz kaum zu verwechseln. Verwendet werden nur die Hüte, die Stiele sind zäh. Standortfoto am 22.11.2009 im ehemals großherzoglichen Forst Moidentin.

Der ergiegigste Speisepilz im Winterhalbjahr dürfte oft der Austern - Seitlind (Pleurotus ostreatus) sein. Besonders in der Zeit zwischen November und Februar kann man ihn an Laubhölzern finden. Er kann sowohl als Wundparasit an noch lebenden Bäumen als auch in saprophytischer Lebensweise an liegenden Stämmen vorkommen. Er wächst an zahlreichen Laubbäumen, mir Abstand am häufigsten aber an altem Buchen- und Pappelholz. Selten auch an Nadelholz wie z.B. Fichte. Diese wunderbare Aufnahme sendete mir Andreas Okrent im Spätherbst 2012 zu. Jung ein schmackhafter Speisepilz. Zähe Teile können zu einer schmackhaften Brühe ausgekocht werden.

Der ergiebigste Speisepilz im Winterhalbjahr dürfte wohl der Austern - Seitling (Pleurotus ostreatus) sein. Besonders in der Zeit zwischen November und Februar kann man ihn an Laubhölzern finden. Er wächst sowohl als Wundparasit an noch lebenden Bäumen wie auch in saprophytischer Lebensweise an noch stehenden oder schon liegenden, toten Stämmen. Der Pilz kommt an zahlreichen Laubbäumen vor, mit Abstand am häufigsten aber an alten Rotbuchen- und Pappeln. Selten auch an Nadelholz wie z. B. Fichte. Diese wunderbare Aufnahme sandte mir Andreas Okrent im Spätherbst 2012 zu. Jung ist er ein schmackhafter Speisepilz. Zähe Teile können zu einer schmackhaften Brühe ausgekocht werden.