Am Barniner See

13. Mai 2012 – Vereinsexkursion der Pilzfreunde

Gemeinnützige Gesellschaft Wismar e.V. – Gruppe der Pilzfreunde

Vereinsexkursion durch die Stadttannen am Barniner See

Zu einer weiteren Vereinsexkursion waren die Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. und interessierte Gäste am Sonntag, dem 13. Mai 2012, wieder ganz herzlich eingeladen. Treff war um 08.00 Uhr auf dem Parkplatz gegenüber dem Zeughaus in der Ulmenstraße Wismar. Mit drei Autos ging es dann in Richtung Crivitz. Hier warteten schon Pilzberater Klaus Warning aus Bützow sowie weitere naturinteressierte Leute aus Schwerin und Crivitz auf unsere Ankunft. Die heutige Tour stand im Zusammenhang mit unseren Warnowexkursionen, denn die Warnow durchfließt den Barniner See. Da es sich hier vielfach um Kiefern und Fichtenforste auf sandigem Untergrund handelt, es aber in den letzten Wochen relativ trocken war, hielt sich das Frischpilzaufkommen heute leider sehr in Grenzen. Die wunderschöne Landschaft und das schöne Wanderwetter entschädigten dafür allemal. Und als Überaschung gab es noch einen kleinen Imbiss, den uns Pilzfreundin Irena in Keez mit Sohn Jonas vorbereitet hatte.

Der Barniner See hat eine Länge von rund drei Kilometern und ist bis zu 7,5 m tief. Die Warnow durchfließt dieses Gewässer. Foto:13.05.2012.

Der Barniner See hat eine Länge von rund drei Kilometern und ist bis zu 7,5 m tief. Die Warnow durchfließt dieses Gewässer. Foto:13.05.2012.

Dieses schicke und zutrauliche Hauskätzchen begrüßte uns am Waldrand. Es gehört zu einzelnen Gehöften die hier unter der Bezeichnung Am Bruch angesiedelt sind. Pilzfreund Arnim Büttner aus Schwerin nimt sie hier liebevoll in seine Hände.

Dieses schicke und zutrauliche Hauskätzchen begrüßte uns am Waldrand. Es gehört zu einzelnen Gehöften die hier unter der Bezeichnung "Am Bruch" angesiedelt sind. Pilzfreund Armin Büttner aus Schwerin nimmt es hier liebevoll in seine Hände.

Und dann lauschten wir gespannt den Ausführungen von Klaus Warning, denn er hat uns eine seltene Überaschung mitgebracht, die kaum ein Pilzfreund von uns bisher zu Gesicht bekommen hatte.

Und dann lauschten wir gespannt den Ausführungen von Klaus Warning, denn er hat uns eine seltene Überaschung mitgebracht, eine Pilzart die kaum einer von uns bisher zu Gesicht bekommen hatte.

Es ist die Trollhand!

Es ist die Trollhand (Hypocreopsis lichenoides)! Eine, in Skandinavien recht häufige, aber bei uns seltene Pilzart. Sie wächst an Ästen von Weide, Haselnuss, Vogelkirsche u. a. Hölzern. Die größten Chancen, diese interessante Art einmal zu entdecken, hat man wohl in feuchteren Grauweidengebüschen, die recht häufig vom Tabakbraunen Borstenscheibling (Hymenochaete tabacina) besiedelt sind. Die Trollhand wächst gerne, so auch hier, mit diesem Schichtpilz gemeinsam.

Zu den wenigen Frischpilzen die wir heute fanden freuten wir und ganz besonders, auch wenn es nur giftige Grünblättrige Schwefelköpfe waren, die dieser versierte Pilzfreund aus Schwerin hier in den Händen hält.

Zu den wenigen Frischpilzen, die wir heute fanden, freuten wir und ganz besonders, auch wenn es nur giftige Grünblättrige Schwefelköpfe waren, die dieser versierte Pilzfreund aus Schwerin hier in den Händen hält.

Ausgesprochen gut erhalten waren hier diese Erlen - Schillerporlinge (Inonotus radiatus) aus dem letzten Jahr. In der Regel zerbröckelt er im laufe des Winters um im nächsten Sommer und Herbst wieder frische Fruchtkörper zu bilden.

Ausgesprochen gut erhalten waren noch diese Erlen - Schillerporlinge (Inonotus radiatus) aus dem letzten Jahr. In der Regel zerbröckeln sie im laufe des Winters, um im nächsten Sommer und Herbst wieder frische Fruchtkörper hervor zu bringen.

Klaus Warning (Mitte) beim Fachsimpeln mit Armin Büttner über Pyrenomyceten.

Klaus Warning (Mitte) beim Fachsimpeln mit Armin Büttner über Pyrenomyceten.

Aber sonst sah es traurig aus und die Körbe blieben im wesentlichen leer. So hatte man während der Wanderung ausreichend Zeit zum Plaudern über "Gott und die Welt".

Aber sonst sah es traurig aus und die Körbe blieben im wesentlichen leer. So hatte man während der Wanderung ausreichend Zeit zum Plaudern über "Gott und die Welt".

Aber dann ein frischer Pilzfruchtkörper von einem Laubholstamm.

Aber dann ein frischer Pilzfruchtkörper von einem Laubholzstamm.

Es handelt sich um den Schwarzroten Schwarzfußporling (Polyporus badius) der vom Frühling bis in den Herbst aun altem Laubholz zu finden ist. Durch seine zähe Konsistenz eignet er sich nicht als Speisepilz. Standortfoto am 13.05.2012.

Es handelt sich um den Schwarzroten Stielporling (Polyporus badius) der vom Frühling bis in den Herbst auf altem Laubholz zu finden ist. Wegen seiner zähen Konsistenz eignet er sich nicht als Speisepilz. Standortfoto am 13.05.2012.

Und nach zweieinhalb Stunden Waldexkursion gab es dann noch eine kleine Überaschung, denn Irena Dombrowa sorgte für das leibliche Wohl

Eine Exkursion an frischer Waldluft macht hungrig, dachte sich unsere Pilzfreundin Irena Dombrowa und wartete am Schluß unserer Exkursion mit Schuppigem Porlingseintopf, Hünerbrühe und Bockwurst auf. Wir bedanken uns ganz herzlich! 13.05.2012.

Wer es statt herzhaft eher süss mochte, war mit frischer Kirschtorte bestens bedient.

Wer es statt herzhaft eher fruchtig - süss mochte, war mit frischer Kirschtorte bestens bedient.

Und dieses Angebot wurde natürlich nicht ausgeschlagen und jeder konnte so viel essen wie er mochte.

Und dieses Angebot wurde natürlich nicht ausgeschlagen und jeder konnte so viel essen wie er mochte.

Das obligatorische Abschlußfoto haben wir kurz bevor Irena mit ihrem Imbiss kam aufgenommen, es zeigt aber alle 15 Teilnehmer unserer heutigen Frühjahrsexkursion am Barniner See. 13.05.2012.

Das obligatorische Abschlußfoto haben wir kurz bevor Irena mit ihrem Imbiss kam, aufgenommen. Es zeigt alle 15 Teilnehmer unserer heutigen Frühjahrsexkursion am Barniner See. 13.05.2012.

Regionalinfo`s unter: www.amt-crivitz.de

Wann findet die nächste Vereinsexkursion statt? – Siehe unter Termine!