Wilde Pilzküche

Pfifferlingspizza

Vegetarische Pfifferlingspizza – aromatisch und cremig. Foto: Maria Schramm

Pfifferlingspizza mit Ziegenkäse

Zutaten für 2 Personen:

Für den Teig (oder fertigen Pizzateig nehmen)
• 250 g Mehl
• ½ Würfel frische Hefe (oder 1 Päckchen Trockenhefe)
• 150 ml lauwarmes Wasser
• 1 EL Olivenöl
• ½ TL Salz
• ½ TL Zucker

 

Für den Belag:
• 150–200 g frische Pfifferlinge
• 1 kleine rote Zwiebel (in feine Ringe)
• 100 g Ziegenfrischkäse oder schnittfester Ziegenkäse
• 125 g Crème fraîche
• 1 TL Honig
• 2 Zweige frischer Thymian oder Majoran
• frisch gemahlener Pfeffer, Salz

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Zubereitung:

1. Teig zubereiten

  • Hefe und Zucker im Wasser auflösen, kurz stehen lassen.
  • Mehl, Salz und Olivenöl in eine Schüssel geben, Hefewasser dazu.
  • Gut verkneten und ca. 1 Stunde abgedeckt gehen lassen.

2. Pilze vorbereiten

  • Pfifferlinge putzen und grob zerteilen.
  • In einer Pfanne mit etwas Butterschmalz scharf anbraten.
  • Zwiebelringe dazugeben und mitbraten.
  • Mit Pfeffer, Salz und Thymian abschmecken.

3. Pizza belegen

  • Ofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (mit Blech oder Pizzastein).
  • Teig auf Backpapier ausrollen.
  • Crème fraîche mit etwas Pfeffer verrühren, auf dem Teig verstreichen.
  • Pfifferlinge, Zwiebeln und Ziegenkäse darauf verteilen.
  • Optional: etwas Honig darübergeben.

4. Backen

  • Im heißen Ofen bei 220 °C Ober-/Unterhitze 15–20 Minuten backen, bis der Rand knusprig und der Käse leicht gebräunt ist.

Guten Appetit! von Maria

 

Kann warm und kalt gegessen werden. Foto: Maria Schramm

 

Grünes Curry mit Schwefelporling

Grünes Curry mit Schwefelporling – würzig, cremig und mit frischer Chili garniert für den extra Kick. Foto: Catrin Berseck

 

Zutaten (für 2–3 Personen):

300 g Schwefelporling (jung und zart)

1 Stück frischer Ingwer, etwa haselnussgroß, fein gehackt oder gerieben

1 Knoblauchzehe (optional), fein gehackt

200 ml Kokosmilch (ungesüßt, vollfett für cremigere Konsistenz)

1–2 El grüne Currypaste (je nach gewünschter Schärfe und Marke)

100 g Bambusstreifen oder Sojasprossen

2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten, oder ½ kleine Stange Lauch, in feine Halbringe geschnitten

1 Handvoll frischer Blattspinat (alternativ: ca. 75 g TK-Spinat)

1 El Sojasauce (oder Fischsauce für mehr Umami)

Saft von ½ Limette (nach Geschmack)

Öl zum Anbraten (z. B. Kokosöl oder neutrales Pflanzenöl)

Frische Kräuter zum Garnieren: Thai-Basilikum, Zitronenmelisse oder Koriander

Optional: Frische Chili oder Chiliflocken zum Nachwürzen

🌿 Tipp: Du kannst das Gemüse je nach Saison variieren – z. B. Zuckerschoten, Paprika, Brokkoli, Mungobohnensprossen oder Thai-Auberginen.


Zubereitung:

1. Pilz vorbereiten:
Schwefelporling säubern, holzigere Stellen ggf. abschneiden. In mundgerechte Würfel oder Streifen schneiden. In sprudelndem Salzwasser ca. 5–8 Minuten blanchieren, dann in kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.

2. Currybasis kochen:
In einem Topf oder Wok etwas Öl erhitzen. Die grüne Currypaste darin 1–2 Minuten bei mittlerer Hitze anrösten, bis sie duftet. Dann die Kokosmilch nach und nach einrühren und unter Rühren 3–5 Minuten köcheln, bis sich alles gut verbunden hat und die Sauce leicht eindickt.

3. Pilze & Aromen hinzufügen:
Blanchierten Schwefelporling, Ingwer und ggf. Knoblauch dazugeben. Alles zusammen ca. 5 Minuten köcheln lassen, damit sich die Aromen verbinden.

4. Gemüse ergänzen:
Nun Frühlingszwiebeln, Bambussprossen und Spinat (frisch oder gefroren) unterrühren. Weitere 5 Minuten köcheln, bis das Gemüse gar, aber noch bissfest ist.

5. Abschmecken:
Mit Sojasauce (oder Fischsauce) und Limettensaft abschmecken. Je nach Geschmack etwas mehr Currypaste oder Chili ergänzen.

6. Servieren:
Mit frischen Kräutern garnieren. Dazu passt duftender Jasminreis, Klebreis oder auch Reisnudeln.

 

Guten Appetit! von Catrin

 

Schnitzel-Stulle mit Schwefelporling

Schnelle Stulle mit paniertem Schwefelporling, frischem Salat und cremiger Tahin-Zitronen-Mayo.
Foto: Maria Schramm

 

Zutaten (für 2 Stullen):
• 2 dünne, schnitzelgroße Stücke Schwefelporling
• 2 Scheiben rustikales Bauernbrot oder Sauerteigbrot
• 1 Ei (zum Panieren)
• 3 El Mehl oder Stärke
• 3 El Semmelbrösel
• Salz und Pfeffer
• Öl zum Braten
• 2 El Tahin
• Saft von ½ Zitrone
• Salatblätter (z.B. Rucola oder Kopfsalat)


Zubereitung:

1. Schnitzel braten:

Schwefelporlinge putzen und trocken tupfen. Mehl, verquirltes Ei mit Salz/Pfeffer, und Semmelbrösel zum Panieren vorbereiten. Pilze zuerst im Mehl, dann im Ei, anschließend in den Semmelbröseln wenden. Öl in der Pfanne erhitzen und die panierten Pilze auf niedriger bis mittlerer Flamme goldbraun braten (ca. 8–10 Min. pro Seite).

2. Topping vorbereiten:

Für die Mayonnaise Tahin mit Zitronensaft verrühren, bis eine cremige, streichfähige Konsistenz entsteht. Bei Bedarf mit etwas Honig süßen und salzen. Salatblätter waschen und trocknen.

3. Zusammenstellen:

Brot toasten, Tahin-Mayo darauf verstreichen. Salatblätter und Schwefelporling-Schnitzel auflegen. Ein paar Tropfen Zitronensaft und ein paar Tropfen Maggi intensivieren den Genuss!

 

Guten Appetit! von Maria

Schnitzel aus dem Wald – zwei dünne Pilzscheiben, bereit für die Pfanne. Foto: Maria Schramm

 

Noch ein Hinweis zum Durchgaren der Pilze:

Blanchieren (kurzes Kochen in Wasser) wird manchmal empfohlen, wenn der Pilz sehr groß ist, um die Textur weicher zu machen und eventuell harte Stellen zu mildern.

• Frische, dünne Schwefelporlinge können direkt verarbeitet werden.
• Dickere Pilzstücke 2–4 Minuten blanchieren, dann gut abtropfen lassen und weiterverarbeiten – das schadet nicht und macht die Textur weicher.

Vor dem Einfrieren solltest du Schwefelporlinge auf jeden Fall blanchieren, um Qualität und Geschmack bestmöglich zu erhalten! Blanchieren stoppt enzymatische Prozesse, die den Pilz sonst zersetzen können. Es hilft auch, Farbe und Textur besser zu bewahren.

So blanchierst du Schwefelporlinge vor dem Einfrieren:

1. Pilze putzen und in Stücke schneiden (oder ganz lassen, wenn klein).

2. Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen.

3. Pilze 1–2 Minuten in kochendem Wasser blanchieren.

4. Pilze herausnehmen und in Eiswasser abschrecken, damit der Garprozess stoppt.

5. Gut abtropfen lassen und mit einem Küchentuch trocken tupfen.

6. In Gefrierbeutel oder -behälter packen, möglichst luftdicht verschließen und einfrieren.

Miso-Nudelsuppe mit Lungenseitlingen

Miso-Nudelsuppe mit gebratenen Lungenseitlingen – serviert in handgemachter Keramik. Foto: Maria Schramm

 

Zutaten (für 2 Portionen):

500 ml Gemüsebrühe oder Wasser

2 El weiße Miso-Paste

100 g Lungenseitlinge (in Streifen geschnitten)

50 g Nudeln (z.B. Reisnudeln, Udon- oder Soba-Nudeln)

1 rote Frühlingszwiebel (in feine Ringe geschnitten)

1 El getrocknete Wakame-Algen (in Wasser eingeweicht und abgetropft)

1 El Sojasauce (optional)

1 Tl Sesamöl (optional)

Shichimi Togarashi (Chili-Würzmischung)


Zubereitung:

1. Brühe vorbereiten:
Gemüsebrühe oder Wasser in einem Topf zum Kochen bringen.

2. Lungenseitlinge anbraten:
In einer Pfanne bei mittlerer Hitze die Lungenseitlinge mit etwas Öl anbraten, bis sie leicht gebräunt und weich sind.

3. Nudeln kochen:
Nudeln nach Packungsanleitung garen (meist 3–5 Minuten).

4. Wakame einweichen:
Wakame-Algen mit etwas heißem Wasser übergießen und stehen lassen (ca. 1–2 Minuten).

5. Miso-Paste einrühren:
Die Hitze reduzieren (nicht mehr kochen lassen, da das Miso sonst an Aroma verliert und die probiotischen Kulturen abgetötet werden).
In einer kleinen Schüssel etwas heiße Brühe mit der Miso-Paste verrühren, bis sie sich aufgelöst hat, dann in den Topf geben und gut umrühren.

6. Lungenseitlinge hinzufügen:
Die angebratenen Pilze zur Suppe geben und Nudeln und Algen hinzufügen.

7. Abschmecken:
Mit Sojasauce und Sesamöl abschmecken.

8. Anrichten:
Suppe in Schalen füllen, mit Frühlingszwiebeln und Chiligewürz bestreuen.

 

Guten Appetit! von Maria