Wanderung im Tarnewitzer Urwald

01. Mai 2010 – Öffentliche Pilzlehrwanderung

Öffentliche Pilzlehrwanderung bei Eulenkrug

Am Sonnabend, dem 01. Mai 2010, ludt der „Steinpilz – Wismar“ zu einer Pilzwanderung ein. Treff war um 08.00 Uhr am ZOB Wismar, in der Wasserstraße. Von hier aus fuhren wir mit zwei Autos in Richtung Eulenkrug. Der dortige Tarnewitzer Urwald begeisterte jeden der 5 Natur- und Pilzfreunde, die an der heutigen Wanderung teilnahmen. Das Frischpilzaufkommen hätte zwar besser sein können, denn zum essen fanden wir kaum etwas. Ich freute mich aber sehr, als ich die am 14.04.1996 erstmals hier gefundenen Holzkohlenpilze (Daldinia concentrica) wiederfand. Immer noch in der Pracht wie damals. Sie wachsen hier an Totholz von Eschen. Ich habe schon viele Exkursionen durch zahlreiche Wälder in Mecklenburg unternommen, aber nirgens diese großen Holzkohlenpilze in diesen Mengen gefunden.

Grünblättriger Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) Giftig. Die Pilze wuchen heute im Tarnewitzer Urwald.

Grünblättriger Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) Giftig.

Himmelsschlüsselchen

Himmelsschlüsselchen oder Schlüsselblume (Primula spec.) im Tarnewitzer Urwald.

Wie es sich für einen Urwald gehört, dürfen die Bäume hier alt werden und umfallen wenn es ihnen paßt. Pilze sorgen dann mit anderen Organismen dafür, dass aus ihnen im laufe der Zeit wertvoller Humus wird.

Wie es sich für einen Urwald gehört, dürfen die Bäume hier alt werden und liegenbleiben wenn sie umfallen. Pilze sorgen mit anderen Organismen dafür, dass aus diesen Baumruinen im laufe der Zeit wertvoller Humus wird.

Wald - Veilchen (Viola silvestris) 01. Mai 2010.

Wald - Veilchen (Viola silvestris) 01. Mai 2010 im Tarnewitzer Urwald.

Holzkohlenpilz (Daldinia concentrica) eine in Westmecklenburg anscheinend sehr seltene Art. Standortfoto am 01. Mai 2010 im Tarnewitzer Urwald.

Holzkohlenpilz (Daldinia concentrica), eine in Westmecklenburg recht seltene Art. Standortfoto am 01. Mai 2010 im Tarnewitzer Urwald.

Das Gebiet besteht überwiegend aus feuchteren Erlen/Eschewäldern, hier aber ein Bereich mit großen alten Buchen.

Das Gebiet besteht überwiegend aus feuchteren Erlen/Eschenwäldern, hier aber ein Bereich mit älteren Buchen.

Diese Schuppigen Porlinge (Polyporus squamosus) taugten nicht mehr zum Essen. Sie werden die Pilzausstellung bereichern. 01. Mai 2010.

Diese Schuppigen Porlinge (Polyporus squamosus) taugten nicht mehr zum Essen. Sie werden die Pilzausstellung bereichern. 01. Mai 2010 im Tarnewitzer Urwald.

Das Gebiet liegt unmittelbar am Urlauberort Boltenhagen. Vorbildliche Ausschilderung der Wanderwege!

Das Gebiet liegt unmittelbar am Urlauberort Boltenhagen. Vorbildlich ist hier die Ausschilderung der Wanderwege!

Viele neue, kleine und große Urlaubsunterkünfte sind hier in den letzten Jahren entstanden. Zu den beschaulicheren Apartements zählen die netten Häuschen.

Viele neue, kleine und große Urlaubsunterkünfte sind hier in den letzten Jahren entstanden. Zu den beschaulicheren Apartements zählen diese netten Häuschen.

Beinahe übersehen haben wir diese Kurzstieligen Weichritterlinge (Melanoleuca brevipes) die zusammen mit einem Zweisporigen Champignon plötzlich am Wegrabd auftauchten. Essbar. Standortfoto am 01. Mai 2010 im Tarnewitzer Urwald.

Beinahe übersehen haben wir diese Kurzstieligen Weichritterlinge (Melanoleuca brevipes) die zusammen mit einem Zweisporigen Champignon plötzlich am Wegrand auftauchten. Essbar. Standortfoto am 01. Mai 2010 im Tarnewitzer Urwald.

Schmetterlinge flogen hier heute mehrere Arten. Das könnte hier ein Diestelfalter sein, der ähnlich wie die Zugvögel im Frühling aus Süreuropa bei uns eintreffen

Schmetterlinge flogen heute mehrere Arten. Das könnte hier ein Diestelfalter sein, der ähnlich wie die Zugvögel im Frühling aus Süreuropa wieder bei uns eintrifft.

Abschlußfoto nahe Klütz am 01. Mai 2010. Von links: Reinhold Krakow, Hans Jürgen Wilsch, Thomas Harm, Peter Kofahl und Helga Köster.

Abschlußfoto nahe Tarnewitz am 01. Mai 2010. Von links: Reinhold Krakow, Hans Jürgen Willsch, Thomas Harm, Peter Kofahl und Helga Köster.

Die Teilnahmegebühr belief sich auf 5.00 €.